Fino Halali und Hallihallo?

19. Oktober 2014:

 

Letzten Sonntag waren Nadine/Fénix, Yvi/Diosa und ich/Jacinto einmal ganz exklusiv mit unseren Finos in Schaafheim unterwegs. Der Reit- und Fahrverein Schaafheim lud zur 39. Hubertusjagd ein und es gab erstmalig ein eigenes Tölterfeld. Vielen Dank an Terra Müller und Jürgen Töpper, die die Organisation für unser Fino-Feld so tatkräftig übernommen haben.

Von daher nutzen wir die Gelegenheit und genossen den sonnigen Herbsttag in vollen Zügen. Mit zwei Hängern fuhren wir gen Aschaffenburg. Auf der Autobahn machte sich dann auch unser Hofhund „Taimi“ bemerkbar. Der freche Muff hatte sich beim Verladen einfach heimlich ins Auto geschmuggelt. Gut, dass wir unseren Jürgen als Fußvolk dabei hatten, so hatten beide während der Jagd Unterhaltung. :-)

Ich muss sagen, es hat richtig Spaß gemacht. Bisher hatte ich noch nicht das Vergnügen bei so einer traditionellen Jagd dabei zu sein. Man kommt an, bekommt gleich ein Glas Sekt in die Hand gedrückt und ständig spielen irgendwo die Jagdhornbläser. Dieser Job ist übrigens der anstrengendste Job bei so einer Jagd. Ständig müssen die Bläser Abblasen oder Begrüßungsblasen. Die Jungs und Mädels haben aber einen guten Job gemacht.

Fuchsjagd

Fuchsjagd-Warm-Up – Foto: Privat (danke fürs knipsen Gerd!)

 

Dann sammeln sich die einzelnen Felder und reiten vor Publikum ein paar Runden auf dem Startfeld, bevor es ins Gelände geht. Hier hatten wir Finos die Möglichkeit, uns vor Publikum zu präsentieren und uns auf dem Sounding Board zu zeigen. Immerhin haben wir es auf zehn Paso Finos gebracht plus einen Paso Peruano. Es war ganz schön was geboten. Und wir wurden vom Fino-ungewohnten Publikum während der ganzen Veranstaltung sehr positiv angenommen. Zwischendurch beantworteten wir auch immer wieder Fragen zu den Paso Finos oder zur Gangart.

Aber natürlich ging es erst mal auf die Strecke. Durch ein traumhaftes Wald-Wiesen-Gelände mit vielen Hindernissen (die wir Finos vorsichtshalber einmal umritten sind) und schönen Töltwegen führte uns die erste Schleife der Tour. Unterbrochen vom obligatorischen Schnaps-Päuschen im Wald wieder mit den Hornbläsern. Viel zu schnell kamen wir wieder am Startpunkt zur „Mittagspause“ an. Hier hieß es erst einmal Kräfte tanken für die nächste Runde.

Auch die zweite Runde verflog viel zu schnell und wir kamen nach insgesamt knapp 13 km zum Startpunkt zurück. Jetzt hieß es nach einer gelungenen Barrida erst einmal Jagd frei und den Fuchs fangen. Den Fuchs spielte in diesem Fall Jürgen Töpper (es gibt ja keine „echten“ Fuchsjagden mehr) und gefangen wurde er ganz knapp von Stan Paul vor seiner Frau Johanna. Die beiden haben sich ganz schön ins Zeug gelegt :-) Nach gelungener Verabschiedung am Reitplatz hieß es dann Pferde versorgen und noch ein bisschen am Festgelände zusammensitzen, bevor uns alle der Alltag wieder einholte. Natürlich gab es noch einmal ein Sektchen auf den gelungenen Tag und als Bonus obendrein einen Sonnenbrand auf der Nase. Und das im Oktober!

Ein Rundum schöner Tag, auch wenn ich persönlich gerne noch länger und vor allem schneller geritten wäre. Nächstes Mal schummle ich mich einfach ins Galoppfeld und räume das von hinten auf :-) Vielen Dank an alle fleißigen Helfer und an alle Fino-Reiter, die die Fahrt auf sich genommen haben. Wir hatten richtig Spaß :-)

Um einen Eindruck von der Jagd zu bekommen, guckt doch mal bei http://www.jagdfotos.de vorbei – Martin Diehl war als Fotograf mit dabei!

Martin Diehl - www.jagdfotos.de

Martin Diehl – http://www.jagdfotos.de

Ich nenn es mal das Wort zum Sonntag?

12. Oktober 2014:

 

Am 12.10.2014 fanden sich 20 Interessierte Paso Fino-Freunde am Zykloopenhof ein, um sich über das Thema „Zukunft des Paso Fino in Europa“ zu unterhalten. Nadine und Johannes haben den Zykloopenhof netterweise als Gastgeber zur Verfügung gestellt. Natürlich konnte man sich auch im neu eröffneten Shop umsehen. Gedacht war eine lockere Runde zu haben, offen für alle Interessierten, nicht nur für Vereinsmitglieder, um einmal einen Konsens zu finden, was für ein Typ Pferd auf dem Markt gewünscht ist und wie es mit der Zucht weitergehen soll. Natürlich legt jeder Fino-Freund auf andere Dinge besonders Wert. Und auch einen Konsens kann man nicht für jeden finden. Aber auf jeden Fall ist es wichtig, dass man sich untereinander austauscht und Erfahrungen vergleicht und vielleicht auf ein paar Grunddinge Wert legt.

Es ging um die Frage „Wo steht die Fino-Zucht in Deutschland?“. Auf jeden Fall kann man den Paso Fino schon alleine aufgrund der niedrigen Population als Exklusiv bezeichnen. Gerittene Pferde auf dem freien Markt sind definitiv Mangelware. Wer einmal einen tollen Fino hat, behält ihn meist selber. Oder er geht an Freunde und Insider unter der Hand in neue Besitzverhältnisse über. Eine große Zucht, die eine Vielfalt an gerittenen und leicht zu handhabenden Pferden an den Markt bringt gibt es nicht. Was natürlich auch bedeuten würde, dass so ein exklusives Pferd, egal ob jetzt Country Pleasure, Pleasure, Performance oder Classic Fino (der ja alleine schon aus Mangel an Häufigkeit in Europa mehr oder weniger sowieso nicht auf dem freien Markt zu haben ist) nicht zu Ramschpreisen, um es einmal bildlich zu umschreiben, zu haben sein sollte. Man darf sich also durchaus bewusst sein, dass man mit einem Paso Fino im Limusinenbereich herumfährt.

Ich fand den Vergleich mit den Automarken sehr nett. Pferde, die es mengenmäßig häufiger in Deutschland gibt, sei es jetzt der beliebte Haflinger, das Warmblut, Quarter Horse oder was auch immer, sind da der Volkswagen unter den Pferden. Da hat man die volle Auswahl an bereits fertig gebauten Autos – grün, rot, weiß, mit Leder, ohne Lederausstattung. Pferde, die nicht so häufig vorkommen und damit seltener zu haben sind, dürfen dann die Maseratis oder Porsche Cayenne sein. Davon fahren jetzt auch nicht so viele herum, bzw. sie werden auf Wunsch gefertigt. Ihr wisst glaube ich, worauf ich hinaus will. Es ist halt einfach mengenmäßig schon exklusiv. Dass ein Pferd einen gewissen Verkaufspreis erreichen sollte, dürfte schon rein aus wirtschaftlichen Gründen logisch sein. Dazu gab es auch schon genügend Diskussionen. Eine vernünftige Aufzucht kostet Geld. Wer ein fertiges Pferd für weniger verkauft, als er Kosten hatte es überhaupt so weit zu bekommen, hat schlicht und einfach Verlust gemacht. Dass die Verkaufspreise ein schwieriges Thema sind, soll jetzt nicht debattiert werden. Das ist mir durchaus bewusst, dass da ganz viel Eigendynamik im Spiel ist. Es geht mir nur um den gedanklichen Idealzustand.

Ein weiteres Diskussionspotential ergibt sich natürlich dann aus der Häufigkeit der Pferde: Die Qualität. Sind wir mal ehrlich, jeder möchte die eierlegende Wollmilchsau. Ein Pferd, welches vom Exterieur und vom Charakter her topp ist und gleichzeitig noch sicheren Tölt in allen Lebenslagen zeigt. Um solche Pferde zu erhalten ist gerade bei einer kleinen Zucht jeder darauf angewiesen sich sehr gründlich mit der Wahl des Hengstes, oder den Eigenschaften, die die eigene Stute benötigt, um „verbesserte“ Fohlen zu bringen zu beschäftigen. Natürlich klappt das mit der verbesserten Zucht nicht immer auf dem Papier oder in den Gedanken, da kommt immer noch das Leben dazwischen. Vererbung ist Glücksspiel. Aber man kann sich zumindest gründlich Gedanken machen, was man gezielt verbessern möchte. Und man sollte gezielt auch das Augenmerk auf die eigene Stute legen, was sie für Schwächen, oder Stärken hat. Ich weiß definitiv, dass meine beiden Stuten alleine vom Gebäude und Gang her nicht optimal dem gewünschten Rassestandard entsprechen und trotzdem sind sie tolle Pferde. Aber sie könnte natürlich toller sein, die eine mit besserem Hals, quickeren Bewegungen, die andere vielleicht etwas weniger Temperament, manche würden sagen, wenn die eine einfarbig wäre, wäre sie noch toller ….

Es ist eigentlich ein ziemlich komplexes Thema, mit dem man ganze Bücher füllen könnte. Der Rassestandard wird selten komplett erreicht. Irgendwas ist immer. Von daher ist es natürlich aus züchterischer Sicht immer sehr sinnvoll, möglichst nach dem perfekten Fino-Exterieur (und natürlich auch Interieur) zu suchen. Was aber wiederum ein ganz tiefes Insider-Wissen erfordert und zusätzlich einen dicken Geldbeutel. Und eine Portion Glück. Also alles nicht wirklich planbar. Zucht mit Pferden sollte jedenfalls nicht darauf abgezielt sein möglichst viele Pferde einfach so weiter zu vermehren, um damit Kohle zu machen. Als Züchter ist man normalerweise Idealist. Da gelingt nur ganz wenigen der große Griff mit dem Superpferd, das man dann für Lamborgini-Preise verkaufen kann.

Letztendlich profitiert aber auch der Privat-Züchter, der ein Fohlen aus seiner geliebten Stute ziehen möchte, von sorgfältiger Zuchtplanung. Wer nämlich ein korrekt gebautes und charakterlich einwandfreies Fohlen hat, spart sich irgendwann auch später in der Ausbildung Geld. Ein Pferd mit korrektem Gebäude (und Charakter) lässt sich natürlich auch leichter anreiten, weil ihm die Dinge einfach leichter fallen. Das ist wie mit den Top-Sportlern. Wer gut in Schuss ist, braucht sich nicht erst durch gezieltes Aufbautraining dorthin zu bringen, wo ein anderer vielleicht schon Körperbautechnisch von alleine ist. Man spart letztendlich Geld und Zeit im Beritt. Oder an der Korrektur von gangspezifischen Auffälligkeiten. Wer von Natur aus viel Tölt mitbringt, der muss es nicht erst erlernen. Ich hoffe Ihr versteht, was ich grob umreißen möchte?

Nur wie kommt man in Deutschland jetzt zu guten Hengsten? Irgendwann ist ja auch einmal der vorhandene „Genpool“ genügend verquirlt. Der Import von „frischen“ Hengsten, Gefriersperma, Austausch von Hengsten untereinander in Europa, Importstuten aus den Ursprungsländern oder den USA, die dort mit dem Wunschhengst bereits gedeckt sind sind Möglichkeiten. Alles schön und gut. Das ist letztendlich alles eine Frage des Geldes. Man braucht also die drei „G“s: Geduld, Geld, Glück. Findet man aber auch nicht einfach so auf der Straße.

Letztendlich bleibt es bei der Erkenntnis: Qualität ist subjektiv. Gewisse Qualitätsmerkmale ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Fino-Typen. Wichtig ist guter Tölt, guter Körperbau, guter Charakter und Gesundheit.

Wenn man dann alles gut hinbekommen hat, dann bleibt noch die deutsche Bürokratie. So ein Paso Fino muss auch einem Gremium vorgestellt werden, um offizielle Papiere zu bekommen. Das ist in Deutschland ein Zuchtverband. Man muss seine Stuten eintragen lassen, die Hengste werden gekört und leistungsgeprüft. Das offizielle Gremium kennt aber die kleine unbedeutende Rasse Paso Fino nicht, weil es nur so wenige davon gibt. Das führt natürlich auch zu Unsicherheit bei den Offiziellen. Außerdem fällt eine kleine Rasse nicht wirklich ins Gewicht, weil sie keine große finanzielle Einnahmequelle ist. Also lohnt es sich für einen wirtschaftlich denkenden Verband nicht wirklich (außer natürlich ideell) sich mit einer Rand-Rasse tiefer zu beschäftigen. Es ist ein Teufelskreislauf.

Im Prinzip bleibt mir nur zu sagen: Steter Tropfen höhlt den Stein. Die Fino-Zucht ist Liebhaber-Zucht und man ist ganz viel damit beschäftigt, anderen Leuten von den Besonderheiten des Paso Fino zu erzählen, um ganz einfach ein Grundverständnis für diese Rasse zu schaffen. Das fängt beim Bauern gegenüber an, der so ein „komisch lahm laufendes“ Pferd noch nie gesehen hat und hört eben auf beim Zuchtverband, deren Kommission auch nicht unbedingt auf dem neusten Informationslevel ist. Um zum Schluss zu kommen, auf jeden Fall ist es dringend nötig sich bei so einer kleinen Rasse untereinander gut auszutauschen, sich gegenseitig unter die Arme zu greifen und einfach für einander da zu sein. Ganz weg von persönlichen Befindlichkeiten. Es geht um den Paso Fino und das geht auch alle Nicht-Vereinsmitglieder an. Darum sind auch in Zukunft Treffen geplant. Einfach um die Möglichkeit des Austausches im größeren Rahmen zu ermöglichen. Quasi als ein „Fino-Stammtisch“. Und zu diesem sind alle Fino-Besitzer eingeladen. Schließlich haben wir alle die gleichen „Probleme“. Da ist das unwichtig, ob PFAE-Mitglied oder nicht. Somit möchte ich dieses kleine Wort zum Sonntag abschließen und wünsche allen, deren Stuten gedeckt sind, oder es vor haben, die inzwischen vier großen „G“s: Geduld, Glück, Gesundheit, Geld. Damit ist man immer gut beraten :-)

Märchenhafte Fahrradtour?

28. September 2014:

Der Orientierungsritt in Gerolzhofen ging dieses Jahr in die 10. Auflage – da durften wir natürlich nicht fehlen. Schon gar nicht, wenn das Thema „Märchen der Gebrüder Grimm“ ist. Dieser liebevoll organisierte Ritt macht jedes Jahr aufs neue Spaß. Und es scheint immer die Sonne! Wir waren dieses Mal sogar zu fünft unterwegs – Diosa/Yvi, Nadine/Fénix, Jacinto/ich und zwei Drahteselreiterinnen. Tapfer haben unsere fleißige Stall-Manuela und ihre Freundin Walli den Ritt auf den Fahrrädern begleitet. Die ganzen 19 km, über Stock und Stein, Berg rauf und runter. Manuelas Kommentar: „Es ging ja nach jedem Berg wieder runter, war nicht so schlimm!“

Fèni treibt die Drahteselreiter an - Foto: privat

Fèni treibt die Drahteselreiter an – Foto: privat

Jedenfalls waren wir eine lustige Truppe und unterwegs trafen wir auch das ein oder andere bekannte Gesicht. Auf der abwechslungsreichen Strecke gab es diesmal zwei Zwischenstopps. Der Erste obligatorisch an der alten Vielseitigkeitsstrecke. Hier durften wir Wäsche aufhängen und über eine Plastikfolie reiten, nachdem wir einen Stock aus einem Sack gefischt hatten. Frisch ging es weiter zum zweiten Stopp nach Vögnitz zum Fuchs’schen Winterdomizil (www.fuchs-bau.net). Rainer hat den Ritt übrigens wieder mit dem Fotoapparat festgehalten. Schaut mal auf seiner Seite vorbei.

Waschweiber on Tour - Foto: Manuela

Waschweiber on Tour – Foto: Manuela

Diosa in ihrem Element - Foto: Manuela

Diosa in ihrem Element – Foto: Manuela

Am zweiten Stopp durften wir durch ein Flattertor reiten und Tischlein-Deck-Dich spielen. Diosa die alte Streberin holte sich äußerst gelangweilt alle Punkte. Jacinto und Fénix benahmen sich auch manierlich und zeigten sich erstaunlich cool. Zurück an der Anlage am Judenfriedhof mussten wir erst einmal ziemlich lange auf unseren Start beim Trailparcours warten. Aber auch die Zwischenzeit konnten wir gut nutzen. Essen, Trinken, Zugucken, Quatschen, was man halt so macht. Die Ponys konnten grasen und fanden das Ganze dann auch nicht so schlimm.

Gut dass Diosa nicht so groß ist ... - Foto: Manuela

Gut dass Diosa nicht so groß ist … – Foto: Manuela

... übrigens, so bekommt man fliegende Untertassen - Foto: Manuela

… übrigens, so bekommt man fliegende Untertassen – Foto: Manuela

Herr Fénix lässt lieber decken - Foto: Manuela

Herr Fénix lässt lieber decken – Foto: Manuela

Der Trail war dieses Jahr insgesamt nicht zu schwierig angelegt. Es kam ganz alleine auf Geschick von Pferd und Reiter an, ohne Fragen, ohne irgend welche anderen Spielchen. Also ein richtig machbarer Parcours, wenn man ein einigermaßen braves Pony hat. Natürlich war alles wieder liebevoll passend zum Thema dekoriert und ausgedacht. Und eine Menge spektakulär verkleideter Märchenteilnehmer war auch zu sehen. Übrigens bekamen die besten Verkleidungen alle einen tollen Preis – einen Gutschein für einen Pferdehaar-Schmuck.

Der böse Wolf ... und die Kuh - Foto: Manuela

Der böse Wolf … und die Kuh – Foto: Manuela

Moppel und Zwerg beim Warten - Foto: Manuela

Moppel und Zwerg beim Warten – Foto: Manuela

Nicht das Brot essen! - Foto: Manuela

Nicht das Brot essen! – Foto: Manuela

Aber zurück zum Trail. Wir durften erst einmal Rotkäppchen spielen und Wein und Brot einsammeln und dann beim bösen Wolf abgeben. Diosa und Féni konnten hier nur ganz knapp davon abgehalten werden das Brot gleich zu fressen. Dann ein kleiner Sprung am Rapunzelturm vorbei zum Goldesel. Den sollten wir am Schweif klingeln, damit er fleißig Gold scheißt. Jacinto fand den Esel übrigens ganz schön gruselig. Also hin ist er, geklingelt hat er auch selber, aber Sinn war ja, dass ich klingeln sollte. So weit ging er dann aber nicht mehr an das seltsame Gefährt heran. Wahrscheinlich hatte er Angst, dass ich den putzigen Esel statt seiner einpacke.

Goldesel! Hilfe!!! - Foto: Manuela

Goldesel! Hilfe!!! – Foto: Manuela

Schneewittchen und die 1000 Äpfel - Foto: Manuela

Schneewittchen und die 1000 Äpfel – Foto: Manuela (dieses mal gibts übrigens voll die Foto-Flut!

 

Weiter zum Froschkönig, wo wir den Brunnen einmal rückwärts umrunden durften. Ein flotter Galopp zum Hänse-und-Gretel Haus im „Wald“, wo es im Schritt über Kreuz-und-Quer-Stangen ging. Bis dann Schneewittchen ohne die sieben Zwerge hier aufgebahrt war. Mit ganz vielen Äpfeln drapiert, die gemeiner Weise an einem Stangen-L lagen. Sinn dieses Spieles war zwischen dem Apfel-Arrangement und Stangen-L die Pferde seitwärts treten zu lassen. Die Pferde waren natürlich irritiert von den Äpfeln. Wie jedes Jahr hat es eine Menge Spaß gemacht. Und es sammelt sich auch immer ganz gut Publikum am Parcours. Nachdem es nicht mehr lange war bis zur Siegerehrung haben wir die Ponys nach einer Fresspause einfach in den Hänger gepackt und uns noch einen Sitzplatz gesucht, um noch ein bisschen zu ratschen.

Dieses Jahr sind wieder knapp 80 Reiter gestartet. Es gab eine Kinder-Wertung, eine Jugend-Wertung und eine Erwachsenen-Wertung mit 55 Startern. Jacinto und Fénix pendelten sich im hinteren Bereich ein, bekamen eine Märchen-Schleife und Leckerlies. Diosa wurde ewig nicht aufgerufen, die alte Streberin. Mit über 90 Punkten (von 100) erreichten Yvi und Diosa sogar den vierten Platz! Wow! Gewonnen haben sie einen Futtertrog in knalligem Giftgrün. Toll haben die beiden das wieder gemacht! Und Yvi hat sich so schön gefreut und es gar nicht geglaubt :-)

Yvi + Diosa - Foto: privat

Yvi + Diosa – Foto: privat

Jedenfalls freuen wir uns schon wieder auf den nächsten Ritt in Gerolzhofen und sagen ein ganz fettes Dankeschön an das fleißige Orga-Team! Super habt Ihr das wieder gemacht! Bis nächstes Jahr!

Wundervolle Wunderburg?

20. September 2014:

Heute stand wieder ein mal ein für uns neuer Orientierungsritt auf dem Programm und zwar in Marloffstein an der Wunderburg. Yvi und ich haben bei der Gelegenheit auch wieder ein bisschen Farmtour betrieben. Julia und Reinhold haben nämlich im nächsten Dorf ihr schönes neues Zuhause und hier war ein Besuch schon lange überfällig.

Aber zuerst zum Orientierungsritt. Nachdem wir äußerst professionell unseren Theorie-Teil ausgefüllt hatten … „Was meinst Du?“ … „öh…“ … „ok, ich kreuz das mal an, das klingt nett“ …. starteten wir mit dem Parcours in der Reithalle, bevor wir auf die idyllische Strecke gingen. Dort war neben den fast schon traditionellen Hindernissen: Tor, Flattervorhang, Slalom und Plastikplane ein neues Spiel aufgebaut. Ein Starter (also ich mit meiner Rechts-Links-Schwäche) musste ein Elektroauto mit Fernsteuerung bis zu dem Reitpartner (Yvi mit der furchtlosen Diosa) fahren, auf dem ein Korb gebastelt war, in dem ein Metallplättchen lag. Der Reiter sollte dann mit einer Magnetangel das Plättchen rausfischen. Gar nicht so einfach, aber definitiv lustig! Und sehr ungünstig, wenn man unterwegs im Reithallensandboden das Plättchen verliert.

Dann starteten wir auf die Strecke, wo uns weitere fünf Stationen mit jeweils drei Aufgaben erwarteten. Unterwegs sollten wir noch nach wundersamen Dingen Ausschau halten und ein Gedicht mit vorgegebenen Worten erdichten. Wir haben natürlich mehrere wundersame Dinge entdeckt, als die eigentlich abgefragten Dinge: Eimer mit Heu, Äpfeln, Stroh und Hafer. Wir fanden noch mit orangen Raben bemalte Bäume, Besen, die an Bäumen hängen, ein über dem Weg aufgehängtes Tampon (zum Glück unbenutzt!!!), eine Plastikpistole unter einem Baum (wir hofften doch, dass sie aus Plastik war!) und Plastik-Tintenfische am Wegesrand. Öhm … da waren wohl auch die Pfadfinder unterwegs …. Die Stationen waren auf jeden Fall lustig.

Für uns am Spaßigsten war auf jeden Fall die Pantomimen-Station. Hier mussten wir gegenseitig Begriffe erraten, die der Andere nur mit Gesten erklären durfte. Hier war auch ein Teppich ausgerollt, auf dem Zahlen in Kreise gemalt waren und man vorher festlegen musste, in welchen Kreis die Pferde auf jeden Fall mit einem Huf treten würde. Teppichfest sind wir auf jeden Fall. Und Bälle vom Pferd aus in Eimer werfen. Ich sag nur: Schlüpfrige, windanfällige kleine Scheißerchen.

Eine weitere Station war dann die Erste-Hilfe-Station. Stabile Seitenlage und medizinische Versorgung der Pferde im Ernstfall war hier gefragt. Vor der nächsten Station hatten wir ein bisschen Orientierungsschwierigkeiten, aber dank der Vorreiter war der Weg gut „ausgeäpfelt“. Hier durften wir dann mit der Wasser-Pump-Gun einen Ball durch ein Rohr schießen und Sand-Kuchen backen, nachdem wir uns auf dem Pferd sitzend durch Hulla-Hup Reifen gequetscht hatten.

An der vierten Station, an einem Springplatz am Waldrand, war Blind-Reiten gefragt. Yvi dirigierte mich auf Jacinto um zwei Pylonen herum, ich hatten dabei noch einen Joghurt-Becher in der Hand, mit dem ich dann beim jeweiligen erreichen von Diosa/Yvi diese blind mit Joghurt füttern musste. Joghurt auf Reithose ist übrigens bäh. Aber eine spannende Erfahrung. Jacinto war durch das Blind reiten auch nur minimal irritiert.
Hier war auch noch eine Parade-Übung für Finos gefragt – Klopapier-Paarreiten, da waren Yvi und ich ja noch von der Spring Classic in Wemding her im Training. Also kein Problem für uns.

Wunderburg-Wald

Wunderburg-Wald – Foto: Yvis Handy … leider habe ich keine Fotos von uns beim Ritt gemacht. Obwohl ich die kleine Kamera die ganze Zeit mitgeschleppt habe. Schande über  mich!

 

An der letzten Outdoor-Station war dann Wäscheaufhängen gefragt. Leicht abgewandelt in Team-Work. Einer sammelt Wäscheklammern und Aufhängstücke auf, übergibt sie an den nächsten Reiter, der sie dann vom Pferd aus aufhängen muss. Jeweils einzeln. Nach einer gewissen Zeit ging es dann wieder zurück. Also abhängen und wieder abliefern. Hier durften wir auch ein unförmig-großes Plastik-Monster aus einer Tonne fischen, einen Kringel reiten und das riesige Plastik-Teil dem Partner-Reiter übergeben, der dann den Kringel zurück reiten durfte und das Plastik-Teil wieder in der Tonne versenken musste.

Insgesamt ein schöner Ritt, mit fast schon zu vielen Aufgaben (ich hab gar nicht alle erwähnt) an den Stationen. An jeder Station hatten wir etwas Wartezeit, was natürlich auch den Vorteil hat, dass man sieht, was die anderen Reiter so für lustige Sachen produzieren. Zurück an der Wunderburg angekommen hat uns Julia schon mit ihren Ponys Lorenzo und Corrado erwartet und wir sind mit ihr zusammen dann zurück in Julia und Reinholds neues Zuhause geritten, wo wir die Ponys auf der Koppel zwischenparken durften.

Natürlich gab es hier noch die lang erwartete Haus- und Hof-Tour, ordentlich Kaffee und Kuchen bis wir dann wieder zur Siegerehrung an die Wunderburg gebracht wurden. Es gab eine Paar-Wertung und gestartet haben 25 Paare. Das Orga-Team hatte sich definitiv nicht lumpen lassen und hat ein so dermaßen beeindruckendes Sachpreise-Kontingent an hochwertigen Preisen zusammengesammelt, das war echt beeindruckend. Bei den meisten Turnieren bekommt man für den ersten Platz weniger, wie wir hier für den 13. Platz. Wir haben gewonnen: Ein Buch, einen Reithelm, eine Steppweste und Pferdeleckerli, Urkunden und Stallplaketten. Auf die Paso Shop-Goodies haben wir sogar noch verzichtet. Essenstechnisch war auch ganz schön was geboten. Es gab zwei Gerichte, einmal Hähnchen mit Reis und vegetarische Wirsing-Rouladen mit Reis. Mal echt was Anderes und richtig gut. Ein großes Dankeschön an die Veranstalter und die fleißigen Helfer!

Gerade als die Siegerehrung am Laufen war, sprich die ersten Plätze vergeben wurden hat es das Wetter dann nicht mehr ausgehalten. Es hat so richtig derb das Regnen und Gewittern angefangen. Es gab einen wuchtigen Platzregen mit ordentlich Überschwemmung. Jeder, der nicht mit dem Öffnen von irgend welchen Gully-Deckeln beschäftigt war suchte sich ein trockenes Plätzchen und das Naturschauspiel wurde einigermaßen trocken kritisch beäugt. Unterbrochen mit kollektivem Zusammenzucken und erschreckten Aufschreien beim Blitzen und Donnern. Eine der kurzen weniger-Regen-Pausen nutzten wir dann, um schnell an unser Auto und den Hänger zu kommen.

Meldestelle -

verwaiste Meldestelle – aus sicherem Plätzchen heraus fotografiert!

Hier begann dann erst mal das wirkliche Abenteuer. Es gab nämlich eine wirklich abenteuerliche Fahrt runter ins Dorf zu Julia und Reinhold und unseren Ponys. Sturzbäche hatten sich auf den Straßen gebildet, die Gully-Deckel hat es nach oben gedrückt und das gesamte Dorf stand unter Wasser. Land unter sozusagen und wir mit dem Hänger mitten durch. Aber so schnell wie der Spuk kam, ging er auch wieder, als wir ankamen heulten bereits die Feuerwehr-Sirenen los und alles an Helfern und Feuerwehr rückte aus, um die vollgelaufenen Keller wieder leer zu kriegen. Julia und Reinhold haben zum Glück keinen Keller – so war hier alles in Ordnung. Meine Angst war ja, dass Jacinto und Diosa sich beim Gewitter irgendwie panikartig irgendwo ins Mittelfränkische verflüchtigen würden. Aber die beiden waren so cool, ignorierten Regen und Gewitter komplett und hatten nur Fressen im Kopf. Was hab ich doch für brave Ponys!

Die Heimfahrt war dann auch noch etwas abenteuerlich. Nachdem wir Tschüss gesagt hatten und alles einigermaßen trocken verstaut war, kamen wir nämlich mit Hänger und Ponys drin im nächsten Dorf an. Hier stand auch noch alles unter Wasser. Abgesperrt mit Feuerwehr und mords Hallo. Tiefes Wasser auf den Straßen, Gully-Deckel ahoi sag ich nur. Aber alles lief glimpflich ab, wir kamen gut durch und der Rest der Strecke war, bis auf ein bisschen obligatorisches Verfahren in Erlangen, reine Routine. Ich verfahre mich grundsätzlich wenn ich in Nürnberg/Erlangen oder Fürth bin. Das ist schon Standard und gehört einfach dazu.

Auf jeden Fall kann ich eines sagen: In Mittelfranken erlebt man immer was – Lustig war es und wir kommen bestimmt wieder – mit oder ohne Gewitter! Und ich hoffe für alle betroffenen Dörfler, dass das der letzte Keller-Schwemmer-Regen für lange Zeit gewesen ist.

 

PS: Noch unser Gedicht!!! 
Die Sonne scheint, die Vöglein singen – Ein guter Tag, um sich aufs Pferd zu schwingen!
Der Hubba-Bubba kaut sich schwer, fast schlimmer wie ein alter Teddy-Bär.
Auf die Ranch sind wir gespannt, denn sie wird Wunderburg genannt!
 
 
PPS: Unser Ersatz-Gedicht von Frau Z. vom heimischen Stickplatz gedichtet ist natürlich viel schöner!!!!:
 
Die Sonne scheint, die Vöglein singen, ein Tag um sich aufs Pferd zu schwingen.
Stehen hier an ‘ner Station und gucken was die andern machen.
Hunger, Durst, ein bisschen schon. Und trotzdem können wir viel lachen.
Der Blick geht auf die Wunderburg, wir wühlen hungrig in den Taschen.
Jooo, Hubba-Bubba, Underberg! Wir haben immer was zum Naschen!
Und ratet, was noch mit dabei? Hokus Pokus, eins zwei drei – 
ein Teddy-Bär, zerquetscht und nass, denn auch Gewitter macht noch Spaß …
Beim Rudelkuscheln auf der Ranch …. 
Hört auf zu Tuscheln … Mensch …. Mensch … Mensch ….
 

 

 

Mädchen … äh Märchen … aus dem Odenwald?

20. IDMG 2014 – vom 05.09. bis 07.09.2014:

 

Auch dieses Jahr stand für Yvi und mich wieder die Internationale Deutsche Meisterschaft im Gangreiten auf dem Programm, dieses Jahr auf dem Gestüt Kreiswald (Rimbach) im schönen Odenwald. Verstärkt wurde unser Pferde-Team durch den Töltenden Traber Hucellus Junior mit Julia Väth, die wir zu ihrem ersten Gangpferdeturnier überreden konnten. Wir hatten uns eine richtig urige Pension gemietet, in der wir das ganze obere Stockwerk für uns hatten. Meike Wolf als Bodenpersonal und Frau mit dem Weckerton, der alle weckt, außer sie selber, ergänzte unsere Truppe vor Ort dann noch vorzüglich.

Wir reisten am Donnerstag gemütlich an. Unsere Boxen fanden wir komfortabel im alten Stall-Trakt des Gestüts Kreiswald gelegen. Die Ponys konnten sich erst einmal eingewöhnen und wir suchten erst einmal unsere Pension. Den Abend nutzten wir dann noch für ein bisschen Reiten auf der Ovalbahn und der Reithalle, um den Ponys mal die Gegebenheiten zu zeigen. Gerne wären wir auch ein bisschen Ausgeritten, bietet sich doch die Gegend um den Kreiswald hervorragend zum Reiten (und übrigens auch zum Geocachen!) an. Dafür hat aber leider die Zeit nicht gereicht. Bei Liefer-Asia-Nudeln, Bier und lustigen Geschichten ließen wir dann den Tag gemütlich in unserer Pension ausklingen.

Der Freitag Vormittag ging noch relativ entspannt von statten. Für das Richterseminar stellte ich Jacinto zum Beurteilen zur Verfügung. Wir durften gechillt ein paar Runden zusammen mit anderen Ponys auf der Ovalbahn drehen. Gegen Mittag fanden dann die ersten Prüfungen statt. Jacinto und ich starteten in der leichten Rittigkeit, Hucellus im leichten Trail, Diosa den mittleren Trail. Der Trail war übrigens ziemlich cool, das war nämlich der Rettenmaier Working Equitation Trail, den sich Stephan Vierhaus extra für die IDMG leihen durfte. Dann konnten wir uns erst einmal Ausruhen und das gute Essen am Catering-Zelt der Töltbahn genießen. Übrigens so ziemlich die beste Turnierverpflegung ever auf dem Kreiswald! Ganz großes Kino – ganz dickes Kompliment an das Küchen-Team! Alles was wir probiert haben war äußerst Lecker! Und alle Helfer waren stets freundlich und zuvorkommend.

 

Neues Lieblingsbild - Foto: Yvi Tschischka

Mein neues Lieblingsbild: Jacinto und ich beim Richterseminar – Foto: Yvi Tschischka

 

Am Nachmittag war dann noch einmal richtig was geboten. Diosa im Vorentscheid Freizeitreitertölt (3. Platz) und Mehrgang für Freizeitreiter zusammen mit Hucellus (beide B-Finale). Jacinto zwischendurch im Vorentscheid der einfachen Töltprüfung (sensationeller 2. Platz).

Ziemlich spontan haben wir dann noch entschlossen Jacinto in der Ausdauertölt laufen zu lassen. Das war dann Hardcore-Test für Jacinto. Den hat er mit Bravour gemeistert. Im Dunkeln unter Mondschein lief er dann noch die Ausdauertölt. In den letzten 5 Minuten war Jacinto zwar nicht mehr ganz so frisch, aber für das Pensum an dem Tag erstaunlich fit. Hinterher waren seine Nerven zwar nicht mehr so ganz die Besten (Dunkelheit, laute Musik, Applaus, viele Pferde, das gibt ihm immer den Rest …) aber er hat sich tapfer geschlagen. Ganz dickes Kompliment an meinen Zwerg, der immer versucht sich ganz lange für mich zusammen zu reißen. Das weiß ich wirklich zu schätzen. Den restlichen Abend verbrachten wir dann oben an der Ovalbahn bei leckerem Essen und fielen dann relativ k.o. ins Bett.

 

Paso Fino Country Pleasure - Foto: Michèle Stepke

Paso Fino Country Pleasure – Foto: Michèle Stepke

 

Der Samstag war dann Fino-Tag. Fantastischer Weise haben noch einige Paso Finos nachgenannt und sind extra an dem Samstag zum Turnier angereist. Darunter Familie Schöner, Familie Müller/Töpper und Familie Maier. Mit den Finos kamen natürlich auch einige liebe Fino-Freunde zum Zusehen vorbei, so dass der Tag zum Fino-Treffen mutierte. Zwischendurch startete ich mit Diosa noch in der schweren Horsemanship-Prüfung, unterhaltsam von Walter Feldmann kommentiert und gerichtet.

Am Nachmittag nach dem Aufmarsch aller Teilnehmer hatten die Paso Finos sozusagen zur besten Sendezeit die Country Pleasure. Souverän gewonnen von Mil Amores und Sarah Meier, gefolgt von mir als überraschtem Zweiten und Gitana mit Verena Meier als Drittplatzierten. Diosa, Camino und Simpatico folgten. Danach hatten die Ponys dann ihr reichliches Abendessen richtig verdient. Den Abend verbrachten wir wiederum auf der Ovalbahn. Erstens, weil das Essen so gut war, zweitens, weil wir unbedingt noch Hucellus Junior Anfeuern wollten, damit er ins A-Finale aufsteigt. Und wen wundert es, bei dieser Unterstützung konnte Celli gar nicht anders und zeigte Frauchen wie es funktioniert und katapultierte sich noch ins A-Finale der Freizeitreiter-Mehrgang!

 

Trabertier in Aktion! - Foto: Yvi Tschischka

Trabertier in Aktion!  – Foto: Yvi Tschischka

 

Das hieß natürlich dann Sonntag für uns früh aufstehen. Das A-Finale Mehrgang und die einfache Töltprüfung waren die ersten Prüfungen des Tages. Leider konnte ich das Traber-Tier nicht live sehen, weil ich Jacinto erst einmal auf Betriebstemperatur bringen musste. Sprich schön lange abreiten, damit er schön locker wird. Das hat sich dann gelohnt und Jacinto schaffte was ich nicht geglaubt hatte: Er konnte seinen zweiten Platz vom Vorentscheid halten und wir entgingen so knapp dem Hauptpreis, der brandneuen Cavallo-Reithose, die sich Nadine als zu Hause gebliebene gewünscht hatte.

Diosa hatte dann am Nachmittag noch das Freizeitreiter-Finale, in dem sie trotz leichter Schwächeanzeichen noch den 5. Platz erreichen konnte. Dann war das Turnier reittechnisch für uns gelaufen und wir konnten ganz gechillt an der Töltbahn sitzen, Pommes essen, schön zuschauen, uns die Sonne auf die Nasen scheinen lassen und entspannen, bevor es dann hieß Abschied nehmen und die Turnier-Saison für dieses Jahr als beendet ansehen.

 

Diosa und Yvi - Foto: Yvis Kamera

Diosa und Yvi – Foto: Yvis Kamera

 

Fazit:
Sehr schönes, familiäres Turnier auf dem Kreiswald. Ganz großes Lob an das Catering. Ganz großes Lob an unser Team (Meike, Yvi, Julia). Ganz großes Lob an alle Finos, die noch gekommen sind. Ich frage mich, weshalb nicht mehr Finos an IGV-Turnieren teilnehmen. Es ist immer lustig, man hat viel Spaß, es gibt eine gute Prüfungsauswahl an IGV-Turnieren, die man wunderbar mit Fino reiten kann. Man misst sich mit unterschiedlichen Gangpferden und hat eine reelle Chance in einem größerem Starterfeld.

Und ganz dickes Lob an Yvi und Diosa, die sich dieses Jahr wirklich äußerst gut zusammengefunden haben und so schön miteinander harmonieren und Spaß miteinander haben. Und ein dickes Lob an den besten aller Zwerge, der wohl an diesem Wochende den Lauf seines Lebens hatte und äußerst konstant einfach nur gut lief.

Und natürlich an das Kreiswald-Team, das mit seinen unermüdlichen Helfern diese IDMG zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben! Ich freue mich schon auf die nächste IDMG!

 

Angeberische Turniererfolge aufgelistet für Jacinto (ein bisschen Proll muss sein! :-)):
1.  Platz leichte Rittigkeit (6 Starter)
2.  Platz einfache Töltprüfung (14 Starter)
2 . Platz Paso Fino Country Pleasure (6 Starter)
6 . Platz Ausdauertölt (11 Starter)
damit:
4. Platz Freizeitwertung CUP-Wertung
3. Platz Freizeitwertung Turnier
 
Angeberische Turniererfolge aufgelistet für Diosa mit Yvi:
1.  Trail mittel (4 Starter)
4 . Paso Fino Country Pleasure (6 Starter)
5 . Freizeitreitertölt (3. im VE) (15 Starter)
6 . B-Finale Mehrgang für Freizeitreiter (16 Starter)
damit:
7. Platz Freizeitwertung CUP-Wertung
5. Platz Freizeitwertung Turnier
 
(und Diosa und ich 2. Platz in der Schweren Horsemanship (bei ganzen 3 Startern))

 

PS: Natürlich konnten wir nur so erfolgreich sein, dank dem guten Töltspray, dass es im Paso-Shop (http://www.paso-shop.de) zu kaufen gibt.

Und dank der guten Sattelunterlagen von Quitt-Pad – Jacinto lief bestimmt nur deshalb so gut, weil das dünne Quitt-Pad (http://www.quittpad.de) so wunderbar unter seinen Sattel passt! Vielen Dank an den Klaus von Quitt-Pad fürs Bereitstellen dieser genialen Sattelunterlage! Ich liebe es!!!

Und natürlich laufen die Ponys nur so toll, weil sie im Besten Stall ever stehen und so entspannt sind – dem Zykloopenhof (http://www.pasofino-especial.de). Übrigens, wie man unschwer erkennen kann, bin ich immer auf der Suche nach Sponsoren! Die nächste Turniersaison wird bestimmt kommen! :-) #mankannesjamalversuchen!

 

Kirmes-Runde-um-Runde-Feeling?

26. Juli 2014:

Heute waren Yvi/Diosa, Katha als „TT“ und ich/Jacinto beim Fino & Friends Funturnier am Sternberghof. Bianca Guckenberger und ihr fleißiges Team hatten zu dieser lockeren Freizeitveranstaltung eingeladen. Es waren nicht nur Finos anwesend, sondern auch ein Isländer und vier Rocky Mountain Horses. Gestartet wurde mit ein paar Turnierprüfungen. Es gab die Dreigang, Tölt Spezial, Leichte Rittigkeit, Viergang, Trail leicht und die Offene einfache Töltprüfung nach IGV-Reglement. Als Richterin stand Carolin Jost-Kilbert zur Verfügung und hat sich tapfer von uns einstauben lassen. Es war nämlich richtig warm-schwüles Wetter, was Reitern und Pferd schon zu Schaffen gemacht hat. Aber tapfer hielten alle motiviert durch. In der Mittagspause gab es leckere frisch gemachte Pizza vom Pizzawagen. So eine Pizza schmeckt auch bei über 30° im Schatten – jedenfalls war ich ohne Frühstück ausgehungert. Dazu ein kühles Getränk und alles ist wieder im Lot.

Unsere Ponys haben brav mitgemacht. Jacinto gewohnt unkonstant, aber in der einfachen Töltprüfung akzeptabel. Diosa sichtlich überrascht, als sie in der Dreigang als ersten Aufgabenteil im Trab einlaufen sollte, aber da war sie in bester Gesellschaft. :-) Und Diosa lief in meinen Augen ihren schönsten Trail mit Yvi. Komplett cool und abgebrüht. Normalerweise glotzt Madame immer etwas herum. Anscheinend war ihr das bei dem Wetter heute zu anstrengend.

Diosa mit Yvi ... man beachte die gespitzten Ohren! - Foto: Katha H.

Diosa mit Yvi … man beachte die gespitzten Ohren! – Foto: Katha H. (tapfere Begleiterin :-))

Als dann der „erlösende“ Platzregen für Abkühlung sorgte waren die Turnierklassen gerade fertig und die erste Funprüfung, das temporeiche Barrel Race gelaufen. Übrigens hatte ich meinen ersten Barrel Race-Start und ich muss sagen, das macht richtig Spaß. Jacinto kann schon schnell unterwegs sein. Bestimmt mache ich da wieder mal mit. Kurzerhand wurde nach einer Regenpause einfach im überdachten Roundpen weiter gemacht. Nach der Kostümklasse quetschten sich mindestens 10 bis 12 Reiter ins Roundpen, um eine ganz neue Variante des Copa de Champange zu reiten. Unser genialer Sprecher Daniel Sewing heizte uns mit Musik und coolen Sprüchen richtig ein und ließ uns die verschiedensten Aufgaben mit Glas in der Hand reiten. Ich sag nur: „Schätzelein …. weisste Bescheid!“ Mit der Nummer könnten wir glatt auftreten! Ein Haufen Pferde im Roundpen, aber alles geordnet und diszipliniert, brav wie der Sprecher diktiert. Dementsprechend wenig Sekt wurde verschüttet :-) Aber den sollte man sowieso lieber trinken! Diese Fun-Prüfungen machen mir richtig Spaß. Die Kombination Turnier und Fun finde ich sowieso äußerst gelungen. Es ist nicht so bierernst, und die Fun-Klassen sind auch für das Publikum richtig was zum Lachen, nicht nur für die Reiter.

Fazit: Wir hatten einen schönen Tag am Sternberghof, genossen die lockere Atmosphäre, haben viele Freunde und Bekannte wieder getroffen und ganz viel gelacht.

 

Fundstück bei Facebook/Youtube:

Vielen Dank an Flair0706 (wer immer Du auch bist :-)) fürs ins Netz stellen

Zykloopenhof-Hochzeit?

05. Juli 2014:

 

Heute war es so weit – der große Tag für Nadine und Johannes!

Sie haben sich “getraut” und sich in der evangelischen Kirche in Mainbernheim das Ja-Wort gegeben. Jetzt ist es also endgültig: Bis dass der Tod sie scheidet! Und da gibt es nix mehr dran zu rütteln! Dafür sorge ich schon … als Trauzeuge bleibe ich da am Ball … Nadine sah übrigens aus wie eine Märchenprinzessin in ihrem Kleid.

Hochzeit

Nadine und Johannes – wenn irgendjemandem so ein “Albtraum” in Tüll perfekt steht, dann Nadine! – Foto: Yvi Tschischka

Es war eine schöne Hochzeit mit anschließend großer Feier im Schützenhaus in Mainbernheim. Ein großes Dankeschön, an alle die dabei waren und den beiden diesen unvergesslichen Tag bereitet haben.

Natürlich sind die Hochzeitsfotos von Yvi Tschischka – von wem sonst!?

Din und Hannes

Einfangen der letzten Sonnenstrahlen … – Foto: Yvi Tschischka

Frisch vermählt geht es jetzt ans “vollenden” des nächsten Projektes! Mit Vollgas wird am neuen Paso Shop gearbeitet!