Zykloopenhof-Hochzeit?

05. Juli 2014:

 

Heute war es so weit – der große Tag für Nadine und Johannes!

Sie haben sich “getraut” und sich in der evangelischen Kirche in Mainbernheim das Ja-Wort gegeben. Jetzt ist es also endgültig: Bis dass der Tod sie scheidet! Und da gibt es nix mehr dran zu rütteln! Dafür sorge ich schon … als Trauzeuge bleibe ich da am Ball … Nadine sah übrigens aus wie eine Märchenprinzessin in ihrem Kleid.

Hochzeit

Nadine und Johannes – wenn irgendjemandem so ein “Albtraum” in Tüll perfekt steht, dann Nadine! – Foto: Yvi Tschischka

Es war eine schöne Hochzeit mit anschließend großer Feier im Schützenhaus in Mainbernheim. Ein großes Dankeschön, an alle die dabei waren und den beiden diesen unvergesslichen Tag bereitet haben.

Natürlich sind die Hochzeitsfotos von Yvi Tschischka – von wem sonst!?

Din und Hannes

Einfangen der letzten Sonnenstrahlen … – Foto: Yvi Tschischka

Frisch vermählt geht es jetzt ans “vollenden” des nächsten Projektes! Mit Vollgas wird am neuen Paso Shop gearbeitet!

 

Werbeslogans im Regen aufsagen?

29. Juni 2014:

Heute waren wir wieder in Spaß-Mission unterwegs. Wir sind zum Orientierungsritt nach Kosbach gefahren. Neu dieses Jahr: Es gab ein Motto – „Werbeslogans!“ Und eine neue Strecke. Und für Nadine mit Fénix, Yvi mit Diosa und mich mit Jacinto eine neue Mitreiterin. Wir haben einfach unsere Stall-Julia auf einem von den „neuen“ Islandpferden mitgeschleift. Julia, O-Ritt-Neuling und das Pony erst seit drei Wochen bei uns. Aber die beiden haben das perfekt gemeistert. Man hat nicht gesehen, dass die beiden sich erst so kurz kennen.

Kos

Chaos-Gruppenfoto! – Foto: privat (heute gibts nur verwackelte, teils unscharfe Instant-Fotos! )

Wie immer war die Organisation des O-Rittes topp. Wir hatten dieses Jahr das Glück direkt im Gelände des Reitclubs parken zu können und konnten gleich mit dem Trail beginnen. Zum warmwerden sozusagen. Aufgebaut waren die unterschiedlichsten Stationen: Pferdefußball (Dort hat Jacinto übrigens geflissentlich darauf geachtet, dass immer mindestens vier Meter zwischen ihm und dem Fußball Abstand waren, was natürlich eher kontraproduktiv war. Diosa hat das natürlich schamlos ausgenutzt und ein Tor nach dem anderen geschossen!). Eine Station an der man sich gegenseitig Wäscheklammern anstecken sollte. Die haben die Mädels, die uns die Station erklärt haben glaube ich auch nicht richtig verstanden, aber egal. Ich scheine lustig auszusehen mit zehn Wäscheklammern an der Hutkrempe.

Pferdefussball

Pferdefussball – gar nicht so einfach … – Foto: privat

Eine weitere Station war das Kosbach-Logo geviertelt auf Papier von Weidezaunpfählen holen, zusammensetzen und dann mit dem Pferd noch eine Strecke über zwei Stangen reiten. Dann gab es einen Luftballon-Zirkel in dem unter den Luftballons verschiedene Firmen-Logos hingen. Jeder durfte eine Karte ziehen und musst unter den Luftballons sein Logo herausfinden und dann mit einer Stech-Gerte einen Luftballon zum Platzen bringen. Hin und zurück musste man durch ein Flattertor. Als Vorletztes eine Station, nennen wir sie Eierlauf: fünf Karten mit Pferdeartikeln drauf ziehen, aufs Pony, Slalom über Stangen und um Pylonen, Absteigen, die Artikel den jeweiligen Firmen zuordnen, einen Löffel und ein „Ersatzei“ in die Hand nehmen und den Slalom-Weg wieder zu Fuß mit geführtem Pferd zurück laufen. Alles Stationen, die nicht wirklich problematisch waren.

Und als letztes die Auszieh-Station. Die Ponys mussten in einem Stangenviereck stehen bleiben und jeder Reiter konnte sich auf dem Pferd ausziehen was ging. Bedingung: das Pferd soll im Viereck bleiben und die Kleidung am Boden landen. Yvi und ich haben uns hier zurück gehalten, wir sind zu faul zum wieder anziehen gewesen. Aber Nadine und Julia entblätterten sich sogar fast bis auf Jeans und BH. Aber es sollen sich sogar Leute bis auf die Unterhose ausgezogen haben. Das ist lustig anzusehen, geht mir persönlich dann aber doch etwas zu weit. Hier konnte natürlich wer viel ausgezogen hat auch viele Punkte sammeln.

Auszieh-Station

Auszieh-Station – sorry Mädels, das musste sein! :-) – Foto: privat

Nachdem wir uns vom Lachanfall erholt hatten gingen wir dann auf die Strecke. Dieses Jahr nicht die obligatorische Strecke, sondern eine ganz Neue. Ich bin ja immer wieder ein großer Fan vom Erlangener Ausreitgelände. Schöne Sandwege, schöne Reitwege, viel Wald und dank Regenwetter heute keine Fliegen unterwegs. Dabei hatten wir diesmal sogar die Fliegendecken dabei, die wir an der Eisbärenritt-Tombola gewonnen hatten. Der Regen war sowieso das einzige Manko. Immer wieder tuschte es auf uns herab, was die Stimmung schon etwas gedrückt hat, aber wir wurden wenigstens nicht komplett nass. Zwischendurch war es immer wieder schön. Die Strecke wurde wieder von lustigen Stationen unterbrochen. Teilweise mussten wir zwar ein bisschen warten, aber das hängt ja immer davon ab, wie groß die Gruppe vor einem ist.

Die erste Station war im Wald. Veränderte Werbelogos erkennen. Und Sackhüpfen und sich dabei leere Plastik-Flaschen-Logos in einer Gasse merken und die dann auswendig sagen. Um es kurz zu machen, ich kann nicht hüpfen und mir gleichzeitig Dinge merken. Momentan kann ich mir ja nicht mal Namen von Leuten merken, die ich relativ regelmäßig sehe. Nadine hat sich dafür ungefähr 17 Flaschen-Aufdrucke gemerkt. Die Frau ist manchmal echt unglaublich. Und weiter ging es durch den Wald um Erlangen, unterbrochen von Begegnungen mit tapferen Joggern im Nieselregen.

Eierlauf

Eierlauf, entspannte Sache  - Foto: privat

Die zweite Station war dann das Blechdosen-Dreh-Ding, was schon letztes Jahr im Einsatz war. Immer wieder eine Herausforderung. Natürlich sind alle Ponys an das Drehdings hin und haben Blechdosen an der Schnur aufgedreht, bis auf Mr. Jacinto Angsthase. Hier gab es glaube ich auch wieder Fragen zu beantworten, aber mein Gedächtnis lässt mich schon wieder im Stich.

Weiter zur nächsten Station: Wäsche aufhängen. Und „Gegenstände“ in einem Sack ertasten und sagen, was es ist. Dann hatten wir einen schnellen, aber um so lustigeren Ritt an die nächste Station. Dort durften wir mit einem Getränk in der Hand eine Strecke reiten und dabei das Getränk kreisen, über Stangen reiten und Achten machen und zurück traben. Copa de Champane sozusagen, am Ende musste man erschmecken, was im Glas ist. Leider kein Schnäpschen, aber trotzdem lustig. Als nächstes wurden wir dann vom netten Eskort-Service abgefangen, die uns sicher über die Autobahnbrücke geleitet haben. Und schon waren wir wieder in Kosbach und konnten uns, nach der Versorgung der Ponys, gemütlich entspannen und den Hunger stillen. Die Ponys durften wieder in bereitgestellten Paddocks ausruhen und waren mit ihren Heunetzen beschäftigt.

Alles in Allem ein schöner Sonntag in Kosbach. Die Organisation war sehr gut, die Helfer alle freundlich, die Verköstigung lecker. Die jungen Mädels an den Stationen waren zwar manchmal etwas lustlos, aber wenn man den ganzen Tag mehr oder weniger im Regen steht, kann ich das definitiv nachvollziehen. Also alles im grünen Bereich. Gut wäre noch gewesen, dass man vorher publiziert hätte, dass es jeweils an den Stationen die Möglichkeit gegeben hätte, etwas zu trinken. Aber wir sind nicht verdurstet und insgesamt war der Ritt wirklich schön. Trotz Regen. Auch mussten wir nicht lange auf die Siegerehrung warten, die dann sogar bei ein bisschen Sonne stattfinden konnte. Nachdem es einige Doppelplatzierungen gab, schätze ich mal, dass ungefähr 60 Teilnehmer die Strecke absolviert haben. Jacinto war erstaunlicher Weise nicht ganz Letzter, Diosa hat es sogar auf Platz 15 geschafft und Nadine und Julia waren auch irgendwo zwischen Platz 30 und 20 dabei. Letztendlich ist die Platzierung egal, es kommt darauf an, dass wir einen schönen Tag haben und uns eine kleine Auszeit vom Alltag nehmen. Und das haben wir auf jeden Fall getan. Bis nächstes Jahr in Kosbach!

Fußball und Finos?

19. bis 22. Juni 2014:

Kaum richtig zurück gekommen von der Equitana Open Air ging es für Yvi/Diosa und mich/Jacinto schon wieder weiter nach Wemding. Dort fand am letzten Wochenende die 4. Paso Fino Spring Classic statt. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune fand das Turnier auf der traumhaften Anlage der Josef’s Walkaway Farm der Familie Bader-Keyser statt. Um es nicht unnötig in die Länge zu ziehen: Wir hatten ein paar schöne Tage mit vielen netten Leuten. Die Stimmung war locker und stressfrei. Durch die Zeitblöcke der Tennessee Walker Prüfungen hatten wir auch genügend Zeit um zwischendurch immer mal wieder zu Quatschen und in Ruhe die Pferde zu versorgen oder einfach mal bei den Walkern zuzusehen.

Ganz besonders hat es mich gefreut unseren Richter Robert „Bobby“ Yunits kennen zu lernen. Er hatte hier in Deutschland eine Menge Spaß und war äußerst begeistert von unserem Turnier. Auch wenn unser kleines Turnier mit 24 Pferden für ihn bestimmt wie Urlaub war. Für ihn als USA-Richter war es sichtlich spannend sich auf das Abenteuer Europa einzulassen und so ein Turnier hautnah zu erleben. In den USA dürfen die Richter nicht mit den Teilnehmern reden, sind isoliert. Hier durfte er sich nach Herzenslust unterhalten und die Fino-Leute in Wemding nahmen die Gelegenheit auch ausgiebig war, sich mit ihm auszutauschen. Er bringt einen großen Erfahrungsschatz mit und hat ausdrücklich die Vielseitigkeit unserer Pferde hier gelobt.

Dafür boten wir ihm natürlich auch die unterschiedlichsten Einblicke, sei es beim Fun-Fußball-Spiel zusammen mit den Walkern, dem Fino-for-Pleasure-Ritt, den Turnierprüfungen und den ganzen Fun-Prüfungen am Samstag Abend, die wieder äußerst belustigend waren. Vor allem die Schweizer hatten richtig Spaß! Zusammenfassend kann ich nur sagen, ein gelungenes, feines Turnier, mit viel Gemeinschaft, viel Spaß und tollen Leuten – und natürlich tollen Pferden!

Der Donnerstag hielt für uns zusammen mit Sarah und Sandra erst einmal den Finos for Pleasure-Geländeritt bereit. Wir hatten zu viert einen schönen Ausritt und konnten so perfekt aufgewärmt zum Pferdefussball am Abend gehen. Übrigens macht sich dort Quickstep als Stürmer am Pferdefussball richtig gut. Der kleine „Teufel“ hat ganz schön für Furore gesorgt!

Coole Truppe

Die coolste, härteste und lustigste aller Finos for Pleasure – Truppen ever! – Foto: privat

Am Freitag und Samstag wurde es dann „ernst“. Am Nachmittag fanden die ersten Fino-Prüfungen statt. Für Yvi war es das erste „richtige“ Fino-Turnier. Und sie hat das richtig gut gemeistert. Sie stellte Diosa souverän vor und konnte sogar die Western Pleasure und die Country Pleasure C gewinnen. Im Trail, der übrigens einer der witzigsten und kniffligsten Trails unserer Turniergeschichte war, konnten die beiden sich auf dem zweiten Platz behaupten. Natürlich wäre Diosa nicht Diosa, wenn sich die alte Drama-Queen nicht in der Einsteigerprüfung und in der Dressur A äußerst zickig angestellt hätte. Frau Sumpf weiß sich in Prüfungen manchmal gekonnt daneben zu benehmen. Aber das verzeihen wir ihr gerne, schließlich soll sie ja auch ihren Spaß haben.

Akkrobatik pur

Sandra wäre der perfekte Kandidat für die erste Fino-Stunt-Truppe! – Foto: privat

Dafür hat sie wieder einmal bewiesen, dass sie in der Viertakt-Prüfung unschlagbar ist. Auf der Vorstellungs-Runde holperte sie unglaublich untaktmäßig über das Sounding-Board. So schlecht, dass nur eine Person den Mut hatte auf sie zu wetten. Danke an Susanne, die so zum zweiten Mal mit Diosa zusammen die Viertaktprüfung gewinnen konnte. Wenn es dann darauf ankommt, kann man sich auf Frau Sumpf meistens verlassen.

Western Pleasure

Western Pleasure Girls :-) – Foto: privat

Jacinto war am Turnier erwartungsgemäß holprig. Nach dem er sich schon auf der Equitana so schön präsentiert hatte, war mir schon klar, dass er in Wemding nur als Verzierung mitlaufen würde und ich hatte auch nichts von ihm erwartet. Dafür sortierte er sich nach ein paar Prüfungen, in denen ich schon deutlich an Jacintos Fähigkeit zu konstantem Tölt zweifelte und einer äußerst wilden Versatility, in der das Beste definitiv sein Sprung war. In der Ausdauertölt, die ich eigentlich nur einreiten wollte, damit alle Pferde in die Prüfung gehen, zeigte er auf einmal konstant Tölt und ich war äußerst zufrieden mit ihm.

Wemding -Jacinto

Bester aller Zwerge in der Ausdauertölt – ich seh zwar aus wie Prinz Eisenherz auf Speed …. aber egal! – Foto: Yvi Tschischka

Der Plan ihn beim ersten „holpern“ aus der Prüfung zu nehmen, scheiterte an seiner plötzlichen Ausdauer. Gewonnen hat die Prüfung dann Sarah mit Milli, die sich so richtig schön gefreut hat. Man konnte gar nicht anders, als sich mitfreuen! Und das Tollste: Unsere Ponys waren nicht mal richtig nass geschwitzt. Am Abend fanden sich dann alle Teilnehmer zu einem relativ spontanen Abendessen in Wemding ein. Wir hatten einen lustigen Abend und hörten Bobby gespannt beim „Ask the Judge“ zu. Was mich persönlich sehr berührt hat, war was er uns für unsere Paso Finos mit auf den Weg gegeben hat.

Den Samstag Nachmittag habe ich dann zum größten Teil fotografierend und helfend verbracht. Am Vormittag hatten wir ja genügend Zeit zum ausgiebig Frühstücken und sogar einen Cache konnten wir in Wemding finden. Der Abend stand dann im Zeichen der Fun-Prüfungen. Die mitzureiten hat wieder sehr viel Spaß gemacht.

Am Sonntag fanden noch die Best of Traditional-Prüfungen statt. Unsere neue Prüfungsordnung hatte in Wemding Premiere und ich denke, das System funktioniert ganz gut. Leider kamen nur die Best of Traditional Performance und Pleasure zustande, aber dafür sah man in den Klassen durchweg tolle Pferde. Dank unserer großzügigen Sponsoren konnten in den BoT-Prüfungen auch richtig große Sachpreis-Tüten für jeden Starter ausgegeben werden. Als Hauptpreis für die Pleasure gab es sogar ein Quittpad zu gewinnen. Und was bei allen Letzt-Platzierten Startern äußerst gut angekommen ist: Nadine und Johannes vom Paso Shop haben explizit fast alle letzten Plätze mit tollen Preisen gesponsert. Und JEDER letzte Platz hat einen von den quietschbunten Magic-Brush Striegeln bekommen. Besonders Nico hat sich über den rosafarbenen besonders „gefreut“ (… kleiner Insider-Scherz …).

Fazit: Es waren ein paar äußerst schöne Tage mit vielen Fino-Freunden. Mit den Leistungen unserer beiden Ponys waren wir äußerst zufrieden. Einziger Wermutstropfen: Nadine und Fénix waren leider nicht mit dabei, dafür ist der Umbau des Paso Shops wieder ein gutes Stück weiter gekommen. Und man sieht die meisten Fino-Leute jetzt wieder eine Zeit lang nicht mehr „live“. Fast tut es mir auch etwas Leid, dass mein Leben aus dem Koffer jetzt erst einmal ein Ende hat. Man gewöhnt sich doch ganz schnell an den „guten“ Stress!

Hänger

Zufriedenes Pony und sein rollendes Zuhause – Foto: privat

PS: Auf der PFAE-Homepage wird in den nächsten Tagen noch ein schöner großer und vor allem gemeinschaftlicher Artikel erscheinen, guckt also mal demnächst dort vorbei!

PS: Der Fehlerteufel hat sich eingeschlichen – die Ausdauertölt hat natürlich Helmut mit Amapola gewonnen und Sarah die Dreigang :-) Aber beide Ehrenrunden waren äußerst lustig …

Ela Orkantief Action 2014?

13. bis 15.06.2014:

Drei Tage nach Orkantief „Ela“ kamen die Paso Finos zum Rennbahnpark nach Neuss. Allerdings haben wir dort nicht gewütet, sondern im Rahmen der IGV die Paso Finos vertreten. Yvi und ich hatten Diosa und Jacinto dabei und je näher wir dem Rennbahngelände kamen, desto mulmiger wurde uns. Das Orkantief hatte ganze Arbeit geleistet. Rund um die Rennbahn war der Verkehr fast vollständig zum erliegen gekommen. Umgeknickte Bäume blockierten Straßen und den Schienenverkehr. Innerhalb von nur 72 Stunden wurde die Equitana Open Air ein zweites Mal aufgebaut. Fast alle Zelte waren zerstört worden. Eine logistische Meisterleistung. Trotz allem ließen sich über 40.000 Besucher die Messe nicht entgehen. Es waren über 50 Pferderassen vertreten, 250 Aussteller und mehrere Veranstaltungen innerhalb der Messe (unter anderem EWU, IPZV, IG Welsh und Working Equitation Cup).

Unser Stall bei der EOA 2014 - Foto: privat

Unser Stall bei der EOA 2014 – Foto: privat

Ein dickes Lob an die Messeleitung und die ganzen Helfer die das Möglich gemacht haben! Als wir ankamen waren die Aufräumarbeiten noch in vollem Gange. Unseren Hänger mussten wir erst einmal zwischen parken, weil die Ställe noch nicht mit dem Auto erreichbar waren. Übrigens auch ein ganz dickes Lob an die Betreuung durch die Messe. Unsere zuständige Betreuerin Nathalie hat sich super nett um uns gekümmert. Alle Helfer waren immer freundlich und höflich, man hatte wirklich das Gefühl äußerst gut betreut zu sein. Und das bei der Doppelbelastung normaler Messestress und Orkan-Beseitigungs-Stress. Ein ganz dickes Dankeschön! Zu Fuß konnten wir die Ponys aber schon in die wunderschön abseits gelegenen Außenboxen bringen. Unsere direkten Stallnachbarn war ein ansässiger Trainingsstall für Rennpferde. So konnten wir auch einmal in die für uns komplett neue Welt des Rennsports schnuppern und unsere Nachbarn ausfragen. Gerade im Außenbereich der Rennbahn sah man noch deutlich wie „Ela“ gewütet hat. Die Rennbahn … da wäre ich übrigens auch gerne mal entlang gedonnert. Aber das durften wir leider nicht. Dafür konnten wir die Vollblüter beim Morgentraining vorbeiflitzen sehen.

Paso Finos in Neuss - Foto: Ellen Vierhaus

Paso Finos in Neuss auf dem Weg zum Gelände  - Foto: Ellen Vierhaus (Danke Ellen für die tollen Fotos!!!)

Mit dabei waren auch Sarah und Elsa mit Mil Amores und Campino, die dann einen oder zwei Staus später bei uns ankamen. Den schönen Stall teilten wir auch mit Stephan Vierhaus und seinem Nachwuchspferd Ebano, der seinen ersten Messeauftritt hatte. Den Abschluss machte das Mini-Shetty „Gijs“, der ein richtiger Facebook-Star mit über 31.000 Fans ist. Das haben wir natürlich auch erst in der Abendshow am Samstag mitbekommen, dass wir einen so berühmten kleinen Nachbarn hatten. In der Nacht waren auch die Missouri Foxtrotter bei uns untergebracht. Sie durften tagsüber gemütlich auf dem Gelände in Paddocks wohnen.

Nachdem wir gemeinsam das Gelände erkundet hatten, was ja ganz schön großzügig angelegt ist und den IGV-Stand endlich gefunden hatten und dort auf die restlichen Mitstreiter gestoßen sind, die schon fleißig beim Aufbau waren, fühlten wir uns schon gleich heimisch. Meike Wolf unterstützte uns Fino-Reiter als Bodenpersonal und fester Anlaufpunkt. Sie hat einfach einen Plan. Am Stand selbst gab es auch Möglichkeiten die Pferde in Paddocks unterzubringen. Princess (Töltkreuzung), Menor (Aegidienberger-Hengst) und Björn (Isländer) wohnten sozusagen am Stand. Leider konnten krankheitsbedingt nicht alle angemeldeten Gangpferderassen dabei sein. Aber die Stimmung am Stand war gut, die ganze Atmosphäre der Messe entspannt und locker. Wir waren alle ein gutes Team.

Im Actionsring - Foto: Sarah Meier

Im Actionsring – Foto: Sarah Meier (also zumindest Sarahs Foto, weil sie ist ja mit auf dem Bild!)

An den drei Messetagen hatten wir mindestens zwei Auftritte pro Tag. Stephan Vierhaus moderierte zu Fuß oder von Ebanos Rücken aus die Shows. Jeweils zehn Minuten Gangpferde pur. Meistens, wie schon in Hannover erprobt, erst alle zusammen im Ring und jede Rasse durfte sich dann noch einzeln präsentieren, was den Vorteil hat, dass man alle zusammen sehen kann und auch schön die Unterschiede beobachten kann. Wir hatten Paso Peruanos, Missouri Foxtrotter, Töltkreuzungen, Paso Finos und je einen Aegidienberger und Isländer dabei. Am Stand waren aber noch andere Gangpferdevertreter „zu Fuß“ dabei. So blieben keine Fragen offen.

Suchbild - Finde den Fino

Suchbild – Finde die Finos in der Menge – es sind vier Stück! – Foto: Meike Wolf

Zwischendurch sind wir durch die Menge geritten und einfach mitten drin stehen geblieben, damit die Besucher die Möglichkeit hatten uns direkt anzusprechen, was auch sehr gut angenommen wurde. Freitag Abend war zufällig „Eröffnung“ der ersten Reitertheke am Signum-Stand. Wer dort mit Pferd hinkam, konnte ein Freibier und ein Schnäpschen abstauben. Nur gut für Stephan, dass Yvi nicht scharf aufs Freibier war, so konnte er mit geliehenem Pony an der Bar aufkreuzen.

Die Signum-Pferde-Bar! - Foto: Ellen Vierhaus

Die Signum-Pferde-Bar! – Foto: Ellen Vierhaus

Jacinto und Diosa haben übrigens auch den Nature’s Best-Stand unsicher gemacht. Eigentlich wollten wir die beiden auf die Paddocks am IGV-Stand stellen, damit sie etwas dekorativ herumstehen können, aber der kleine Hunger zwischendurch ließ die Ponys am Futterstand halt machen. Dort schleckten sie genüsslich Schleckmasse to go – die wir dann netter Weise auch geschenkt bekamen (kein Wunder Jacinto hat sein Döschen und die nette Dame vom Stand so vollgesabbert, DAS hätte ich auch nicht mehr behalten wollen …..).

Am Sonntag war dann bei allen schon eine gewisse Müdigkeit erkennbar, aber wir haben alle topp professionell durchgehalten (auch die Ponys). Messe ist einfach anstrengend. Lustig, spannend, unterhaltsam, laufintensiv, aber auch anstrengend. Wir waren übrigens auch total begeistert von unserem Hotel. Total der Luxus (dank Messe-Frühbucher-Rabatt) … von dem Frühstücksbüffet schwärmen wir wahrscheinlich noch lange! Es gab sogar Erdnussbutter! Es gab eigentlich alles was das Herz begehrte.

Der Sonntag hielt für unsere Ponys die größte Anstrengung bereit. Zwei gelungene Auftritte und ein spontaner Start in der IPZV Rheinland Ausdauertölt-Prüfung. Es gab nämlich eine geniale Töltbahn auf der Equitana, eigens für das IPZV-Turnier, dass auf der Messe stattfand. Die einzige Möglichkeit diese Bahn mal zu testen, war in der offen ausgeschriebenen Ausdauertölt mit zu reiten. Gesagt, getan. Jacinto, Diosa und Menor starteten als „Außenseiter“ unter den Isländern. Und wir waren richtig gut. Unsere beiden Ponys wurden nicht aussortiert, sondern durften die komplette Ausdauertölt laufen.

Und dass nach drei anstrengenden Messetagen. Beide haben die Messe sowieso sehr gut weggesteckt und äußerst gut mitgemacht. Jacinto hatte am Anfang etwas „Rumflipp-Probleme“ am Abreiteplatz, wenn er stehen bleiben musste, aber das hat er sehr gut in den Griff bekommen und war dann komplett entspannt. Trotz allem sind beide dann sehr froh gewesen, als wir den Hänger wieder gepackt haben und sie endlich wieder einsteigen durften und wir nach Hause gefahren sind.

Entspannt dabei - Foto: Sarah Meier

Entspannt dabei – Foto: Sarah Meier (PS: Marianne, der Hut ist Spitze!!! :-))

Fazit: Eine richtig schöne Messe. Super entspannt. Super Team. Super Mitreiter. Super Betreuung. Super Unterbringung. Super Wetter. Super-nette neue Leute kennen gelernt. Super-tolle Leute wieder getroffen. Auch den Klaus von Quitt-Pad. Der war nämlich auch da und hat uns gleich wieder ins Herz geschlossen und eines seiner tollen Pads als Preis für die Spring Classic gesponsert. Und versprochen, dass er was bastelt, was perfekt und extra unter unsere Sättel passt.

PS: Wer übrigens einen groben filmischen Eindruck von der Equitana Open Air 2014 bekommen möchte, kann bei Youtube nach REITTV gucken – die haben ein paar schöne Filmchen gemacht. Vielleicht entdeckt Ihr auf dem einen auch die Missouri Foxtrotter?

Grad frisch aufgefallen: http://youtu.be/JTPreztmLnU

Meisterhaft!

11. Juni 2014:

Es ist gar meisterhaft! Nachdem in den letzten Wochen dank vieler tüchtiger, unermüdlicher Helfer der ehemalige Kuhstall zu einem lichtdurchfluteten Verkaufsraum für den Paso Shop umgebaut wurde, konnte in den vergangenen beiden Tagen das Nadura-Meister-Team den gewonnenen Fußboden für Nadine und Johannes verlegen.

 

Da isser!!!

Da isser!!! Der Boden und die Isolierung! – Foto: Yvi Tschischka

 

Was soll ich sagen? Er sieht toll aus! Wir sind schon gespannt darauf den Boden auf Herz und Nieren zu testen und freuen uns, wenn der Shop fertig ist und wir viele lustige Stunden dort verbringen können – und das werden wir bestimmt, so gemütlich wie es jetzt schon wirkt. Direkt mit Blick auf die Jungs-WG (das sind die Bretter im Fenster hinten). Ich werde natürlich über die Fortschritte weiter berichten :-)

 

Boden

Der fertige Boden – sieht extrem genial aus! – Foto: Yvi Tschischka

Nadine und Johannes werden demnächst auch bildlich und textlich auf der Meister-Homepage vertreten sein, guckt also immer mal wieder rein.

http://www.meister.com/de/nadura-boden/nadura-erleben/die-nadura-tester.html

 

 

 

Die Farm-Tour geht weiter?

18. Mai 2014:

Natürlich geht die Farm-Tour weiter! Dieses Mal hat es uns Richtung Süden, genauer gesagt nach Ansbach verschlagen. Dort haben wir Sandra und ihre beiden Fino-Damen Safi und Missy besucht.

 

Safi - Foto: privat

Safi (ist übrigens die Mutter von Pastiz, den wir letztes Wochenende besucht hatten – so schließt sich der Kreis! – Foto: privat

 

 

Leider war das Wetter nicht ganz so optimal, aber das hat dem Spaß keinen Abbruch getan. Wir haben den Nachmittag über Fotos gemacht, gequatscht, Kekse gemampft und haben Flausche-Kühe, Esel und feurige Araber besichtigt. Ein perfekter Nachmittag!

 

Missy - Foto: privat

Missy – Foto: privat

 

Wenn ich Missy sehe, muss ich ganz stark an meine Dimera denken. Sie ist genau so ein Schatz und mit der langen Wallemähne und dem Eifer mit dem sie dabei ist kann man sie nur toll finden. Missy ist Sandras Herzpferd, so wie Dimera mein Herzpferd war. Und das sieht man auch wenn die beiden miteinander umgehen. Ich freue mich für Dich Sandra, dass Du dieses tolle Pony gefunden hast und wünsche Dir, dass Ihr viele Jahrzehnte Spaß miteinander habt. Aber bevor es jetzt zu sentimental wird ….

Die beiden darf ich Euch nicht vorenthalten! …. Hatte ich schon gesagt, dass ich Esel so toll finde? :-)

Esel - Foto: privat

Esel – Foto: privat

Vielleicht hat Yvi ja noch ein schönes Flausche-Kühe-Bild, dann zeige ich Euch noch, was in Ansbach so flauschiges die Koppeln nach-”mäht”. Oder wir machen beim nächsten Besuch ein extra Flausche-Kühe-Foto.

 

Hoffest Rancho Paraiso?

17. Mai 2014:

Heute fand das 2. Hoffest auf der Rancho Paraiso in Frankenwinheim statt. Bei bestem Sonnenschein und lockerer Atmosphäre gab es Turnier-Flair zu schnuppern. Dieses Jahr hatte sich das Planungs-Team rund um Katja Spies nämlich etwas Neues ausgedacht. Es gab eine Art „Paso Fino Turnier“ zum Reinschnuppern. Angeboten wurden vier Prüfungen. Zwei Demo-Prüfungen und für die motivierten Reitschüler von Katja zwei Klassen in Anlehnung an das PFAE-Reglement. Auch dieses Jahr fungierte ich wieder als gestrenger Richter zusammen mit Ursula. Wir beide sind ja bereits ein eingespieltes Team.

 

Alle Starter waren eigentlich Sieger! - Foto: Yvi Tschischka

Alle Starter waren eigentlich Sieger! – Foto: Yvi Tschischka

 

Nachdem ich ja selber nicht reiten konnte, aber meine beiden alten Hasen Diosa und Jacinto dabei hatte, wurde kurzerhand Annika für Diosa rekrutiert. Sie kommt eigentlich vom Dressurreiten und hat zwei mal vorher bei uns Diosa geritten. Ihr Kommentar: Das mit dem Fino-Strip macht Spaß! Yvi durfte mit Jacinto Turnier-Flair schnuppern. Prima habt Ihr das alle vier gemacht!

Zuerst ließen wir eine Dressur-Prüfung („Dressur A – PFAE“) starten. Mit vier Teilnehmern gerade ausreichend besetzt, um Unterschiede zu sehen, aber nicht langweilig zu werden. Überraschende Siegerin der Klasse: Steffi mit Carinita, die sich die meisten Punkte sichern konnte. Gefolgt von einer äußerst entspannten Sinaida mit Katja selbst und punktgleich Diosa mit Annika. Jacinto hat sich mit nervöser Zappelei selber nach hinten geschoben, was es für mich natürlich leichter machte zu richten. Es ist übrigens ganz schön gemein die eigenen Pferde richten zu müssen. Da versucht man schon mal kritischer zu sein, als bei Fremdpferden. Aber von allen vier Teilnehmern eine schöne Vorführung.

 

Annika + Diosa - Foto: privat

Annika + Diosa – Foto: privat …. mehr Bilder gibts dann übrigens demnächst bei Yvi zu sehen …. ich konnte ja nur vor Beginn etwas knipsen, dann war ich definitiv eingespannt! 

 

Als nächstes ließen wir eine simulierte Gangprüfung in der selben Reiter-Konstellation laufen, die „Paraiso Spezial“. Sinn war einfach einmal für das Publikum einen kleinen Einblick in ein Gangpferdeturnier zu bekommen. Damit es zwischendurch nicht zu Unterzuckerung beim Publikum gekommen wäre, folgte dann eine kleine Pause. Hier hatte jeder die Gelegenheit sich mit Getränken und leckeren Kuchen zu versorgen. Übrigens hier an dieser Stelle ein Kompliment an das Versorgungs-Team und ein Dankeschön an all die fleißigen Kuchen-Bäcker.

Weiter ging es mit den Reitschüler-Prüfungen. Den Anfang machte die „Paraiso Country Pleasure“ mit neun Startern. Mangels Pferden wurden die Prüfungen immer in kurzen Zweier oder Dreiergruppen aufgeteilt. Was das richten übrigens nicht einfacher macht. Einfacher ist es, wenn alle Teilnehmer gleichzeitig im Ring sind. So mussten Ursula und ich uns ganz schön anstrengen. Aber die Reitschülerinnen waren alle äußerst konzentriert und motiviert bei der Sache. Einfach war auch nicht, dass ganz unterschiedliche Leistungen in den Prüfungen gezeigt wurden. So waren hier zwei Erwachsene mit dabei und aber auch eine Reiterin, die gerade ganz kurz erst bei Katja reitet.

In der „Paraiso Horsemanship“ starteten dann acht Reiter. Die Schwierigkeit hier war ebenfalls wieder das unterschiedliche Know-How. Die letzte Gruppe bestand aus zwei Reiterinnen die gerade erst der Longe entwachsen waren. Bei beiden Prüfungen war nicht unbedingt der taktklarste Tölt gefragt und auch nicht das ehrgeizigste Kind. Eher wurde auf schönes Reiten geachtet und wie die Kinder und Jugendlichen die geforderten Aufgaben umgesetzt haben.

Schön fanden wir auch dieses Mal, dass kein grobes Reiten zu sehen war. Jeder Starter hat sich Mühe gegeben die unterschiedlichen Aufgaben pferdegerecht zu lösen. Bei den fortgeschritteneren Reitern haben wir auch mal unerwartete Dinge abgefragt. Allerdings ging es uns nicht um die lupenreine Ausführung, eher um die Frage, wie die Teilnehmer mit den kniffligeren Aufgaben umgehen würden. Auch haben wir auf die unterschiedlichen Pferde Rücksicht genommen. Carmelita bekam die Möglichkeit ganz ruhig über den Fino Strip vor Publikum zu laufen, Carinita durfte ihren Bremsweg etwas länger gestalten und Bandolera brauchte eigentlich gar keine Extra-Behandlung.

 

Katja und Sinaida - total cool! - Foto: privat

Katja und Sinaida – total cool! – Foto: privat

 

Kurz gesagt, es kam nicht auf funktionierende Pferde an, sondern auf situationsgerechte Einwirkung und das Hoffest sollte einfach die Möglichkeit sein, einmal vor Publikum zu zeigen, was man gelernt hatte. Das haben alle Teilnehmer schön umgesetzt und es hat auch wieder viel Spaß gemacht den Richter zu spielen.

Zum Abschluss gab es dann noch eine Vorführung von Yvi/Diosa und mir/Jacinto. Wir hatten uns eine Tüten-Nummer ausgedacht. Ein Par de Deux mit in Plastikplanen gewickelten Finos. Lustig war es auf jeden Fall. Wir haben uns natürlich verritten. Nachdem dank des neuen Fino-Strips auf dem Platz nur Platz für drei Schlangenlinien, statt für vier war, hat irgendwie nichts mehr zusammengepasst. Aber Schwamm drüber, wir hatten Spaß dabei und die Plastik-Nummer war eine gute Übung für die folgenden Monate und ist trotzdem gut angekommen. Zusammenfassend kann man sagen: Ein gelungenes zweites Hoffest und wir sind schon gespannt auf nächstes Jahr.

 

Hoffest 2014 - Foto: privat

Hoffest 2014 – Foto: privat