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Feuerprobe?

20. Mai 2013, Pfingstmontag:

Auch dieses Mal lockte uns der traditionelle Pfingstritt nach Ochsenfurt. Dieses Mal sogar mit drei Paso Finos. Nadine mit Fénix, Yvi mit Diosa und ich mit Resi. Sozusagen als Feuerprobe für das explosive Pony. Alle schick und ganz traditionell herausgeputzt. Wie auch schon beim letzten Mal ließ uns das Wetter nicht im Stich. Pünktlich zum Beginn des Umzuges kam die Sonne hervor und die 130 Reiter und 16 Kutschen konnten sich im Sonnenschein präsentieren.

Angeführt wurde der Zug wie immer durch den Stadtpfarrer mit Ministranten, diversen Musikkapellen, geschmückte Kutschen, Fahnenträgern, und den Reitern mit Pferden. Insgesamt war der Zug fast zwei Kilometer lang! Die Strecke führte vom Reitverein beginnend an der sonnigen Uferpromenade entlang, durch das Klingentor, durch die gesamte Altstadt, wo es sich die Besucher in den unzähligen Straßencafes gemütlich gemacht hatten. Der Teil durch die Altstadt ist sowieso der Schönste. Überall drängen sich die Zuschauer, wir bekamen sogar spontanen Applaus für unsere Pferde.

Wolfgangsritt 2013, Foto: Marion Bauer

Wolfgangsritt 2013, Foto: Marion Bauer

Der Zug führte dann über die B 13 hoch an die Wolfgangskapelle. Dort war der Graben wie jedes Jahr mit einer extra für diesen Tag errichteten Holzbrücke begehbar gemacht. Wir haben das natürlich ausgenutzt und haben die Brücke als Fino-Strip missbraucht und sind in leicht versetzter Dreier-Barrida drüber getöltet. Ein guter Sound! Leider hatte Frau Resi dann kurzfristig einen kleinen überschießenden Adrenalin-Schub, aber das war es wert. Sie hat sich dann relativ schnell wieder gefangen. Die Segnung habe ich trotzdem vorsichtshalber führender Weise entgegen genommen. Mit den Zamarros ist man ja nicht wirklich bewegungsfähig und die enge Pforte mit dem Gedrängel an der Kirche war mir dann etwas zu heikel.

Nachdem alle Pferde gesegnet waren und eine kleine Andacht gehalten war, ging es mit Blasmusik (bergab geht das immer etwas flotter, da wird auch die Musik etwas moderner ….) wieder zurück in die Altstadt von Ochsenfurt. Vor uns lieferte sich eine Gruppe Festspiel-Ritter immer wieder Schaukämpfe, was ganz nett für das Publikum war, aber für Resi wahrscheinlich in der Altstadt nicht ganz so erfreulich geworden wäre. Deshalb haben wir, wie einige anderen Reiter auch, die Abkürzung direkt zum Reitverein zurück genommen. Schließlich erwartete uns da auch noch eine Brotzeit und ein Freigetränk.

Pfingstritt 2013, Foto: Marion Bauer

Pfingstritt 2013, Foto: Marion Bauer

Wie jedes Mal war es eine schöne Veranstaltung. Unsere Pferde haben sich super präsentiert, sie haben gestanden, wenn sie stehen sollten und sind ordentlich gelaufen. Féni wippt sogar im Takt der Blasmusik mit. Bis auf Resis kleinen „Anfall“ nach der Holzbrücke war alles gut. Gerade bei ihr war ich gespannt, wie sie mit dem ganzen Publikum und dem Applaus zurecht kommt. Und sie hat sich mehr als tapfer geschlagen. Sie war zwar innerlich aufgeregt, aber hochanständig. Schließlich hatte ich sie bisher noch nicht bei so einer großen Gelegenheit dabei. Fénix und Diosa sind schon alte Festzugs-Hasen und haben das natürlich gelassen mitgemacht. Gerade bei Diosa ist das ja wie Öl ins Wasser kippen: Spaß, Spannung, ohne dass Madame sich viel Bewegen muss, aber mittendrin dabei sein. Also perfekt für sie (und ihr Ego).

Wir hatten einen schönen Montag und ließen ihn dann aber am Stall ausklingen und nicht wie die vielen Besucher (die Main Post spricht von mehreren Tausend Zuschauern) beim traditionellen Bratwurstfest im Zelt am Mainufer.

Vielen Dank an Marion Bauer für die zur Verfügung gestellten Fotos! Eine ganze Fotostrecke vom Umzug könnt Ihr in der aktuellen MainPost-Ausgabe ansehen (wer Yvi und Diosa findet darf sich freuen):

http://www.mainpost.de/fotos/regionale-fotos/cme395558,5206411

Segnungsspruch St.-Wolfgangs-Ritt in Ochsenfurt Pfingstmontag 2013:

„Gott, der Herr, hat den Menschen seine Schöpfung anvertraut, 
dass er sie hege und pflege. 
So hat der Mensch Verantwortung gegenüber allen Lebewesen 
und so wird der Segen über die Tiere zum Lobpreis des Schöpfers. 
Auf die Fürsprache des Heiligen Wolfgang segne Reiter und Pferd. 
Bewahre sie vor Krankheit und schütze sie in aller Gefahr. Amen.“
 

PS: Der Segen hat gestern Nacht schon mal funktioniert – herzlichen Glückwunsch an Sarah und Milli :-)

18./19. Mai 2013:

An diesem Wochenende stand für Diosa und mich das erste Paso Fino Turnier von Rancho del Reflejo auf dem Programm. Für Diosa war es der erste Turnierstart nach der Baby-Pause und sie hat sich gewohnt entspannt präsentiert.

Diosa, Foto: Yvi Tschischka

Diosa in Aktion, Foto: Yvi Tschischka

Wir sind in der Dressur B, der Horsemanship und dem Trail gestartet. Auf Ergebnissverkündung verzichte ich bewusst. Bei einem Turnier mit insgesamt 15 Startern und entsprechender Verteilung in den einzelnen Klassen steht für mich jedenfalls der Spaß-Charakter im Vordergrund und nicht der Sportcharakter.

Barrida, Foto: Yvi Tschischka

Barrida, Foto: Yvi Tschischka

Diosa hatte gute Momente und aber auch einige Schwächen, die ich teilweise selbst verbockt habe (zum Beispiel zu viel Treiben beim durch die ganze Bahn wechseln im Largo, also ist sie mir angaloppiert. Zu wenig Schwung und Seitwärts beim Viereck verkleinern-vergrößern. Ich hätte meine Bahnfiguren ordentlicher ausreiten können.

Stangen-Seitwärts-Ballett, Foto: Yvi Tschischka

Stangen-Seitwärts-Ballett, Foto: Yvi Tschischka

Toll wiederum war das Seitwärts über die Stangen im Trail – das hat sie topp gemacht. Auch mit dem ersten Teil der Horsemanship war ich sehr zufrieden. Yvi hat uns begleitet und Fotos gemacht. Schaut mal auf ihre Facebook Seite! Besonders genial fand Diosa übrigens Quickstep del Gavilan mit dem sie ordentlich geflirtet hat.

Diosa und Quickstep, Foto: Yvi Tschischka

Diosa und Quickstep, Foto: Yvi Tschischka

Während Yvi und ich uns in Untersambach einen Sonnenbrand geholt haben waren Nadine, Johannes und Dieter äußerst fleißig und haben die Einfahrt zum Stall fertig gepflastert. Entstanden ist eine matschfreie Fläche bis zum Paddock mit betonierten Rändern und einem weiteren komfortablen Zugang zur Mistplatte. Auch können wir unseren erweiterten Putzplatz nun besser nutzen und auf einer Riedwiesenhofplatten-Schicht elegant auf die neue Aussichtsplattform zum Reitplatz gelangen. Das schreit nach einer kleinen Aussichtsplattform-Grillparty-Einweihung!

Pflastersteine und Aussichtsplattform, Foto: privat

Pflastersteine und Aussichtsplattform, Foto: privat

Mai 2013:

Frisch in den Frühling es grünt und blüht – da braucht es unbedingt wieder neue Fotos! Yvi hat die Kamera mitgebracht und wir haben die Abendsonne ausgenutzt, um ein paar Ideen auszuprobieren. Herausgekommen sind ein paar richtig tolle Fotos! Yvi, vielen Dank hierfür!

Del Cavador 2013

Del Cavador – Rasselbande 2013

Von der an unserem Reitplatz von Johannes neu gestalteten “Zuschauertribünen”-Grillveranda kann man auch ganz tolle Fotos in den Reitplatz machen, ohne störende Reitplatzbegrenzungsbretter vor dem Kopf … äh … der Kamera zu haben:

Racing Resi

Racing Resi …

Eine Momentaufnahme, die ich irgendwie total schön finde, auch wenn das Pony nicht gerade begeistert ist … dafür war sie auf dem nächsten Bild wesentlich entspannter.

Resi 2013, Foto: Yvi Tschischka

Resi Sounding Board

Was der Mai auch neu gebracht hat: einen kleinen vierbeinigen Zuwachs – ein “gefährlicher” Hofhund hat auf dem Zykloopenhof Einzug gehalten. Kann man diesen Augen böse sein? Gefährlich knuffig oder?

Kalender.... äh ... Hofhund

Kalender…. äh … Hofhund

Wer schon neugierig war wegen der Bewohner der “Sumpfbox-Reloaded” – die neuen Pferde haben sich inzwischen schon super in die neue Herde eingefügt und bereichern massenmäßig und lautstark erzählend unseren Pferdealltag! Den Finos wird jedes Mal eine Begrüßung hingeschmettert, wenn sie wieder zurück kommen – unglaublich! :-)

Die Neuen

Die “neuen” Ponys :-)

Endlich mal einen Schimmel in der Herde! Zu guter Letzt noch ein Bild von Jacinto, der sich goldgelb auch sehr gut in der Abendsonne präsentieren kann.

Jacinto Mai 2013, Foto: Yvi Tschischka

Jacinto Mai 2013

Übrigens ist Yvi am nächsten Sonntag auch mit ihrer Kamera beim Turnier von Rancho del Reflejo in Untersambach dabei. Man kann sie gerne auf Fotos ansprechen … ich bin jedenfalls schon gespannt, wie Diosa und Borrasca mit ihrer Kamera auf Turnierfotos wirken!

Trockenübungen?

04. Mai 2013:

Am Sternberghof endete heute ein zweitägiger Kurs mit Shaw Laney. Shaw dürfte inzwischen auch hier in Europa ein konstanter Begriff sein. Er war Richter der Swiss Classics, startete auf den Europameisterschaften (das geniale Barrel Race mit ihm und Cosmos Dos bleibt für mich ein unvergessener Klassiker) und hielt schon viele Kurse. In den USA ist er sowieso ein heiß begehrter Trainer und Richter. 2003 war er Trainer of the Year. Auf Deutsch: Der Mann hat ein großes Wissen über den Paso Fino und es ist immer wieder ein Vergnügen ihn reiten und richten zu sehen. Mir gefällt seine ruhige Art und wie er feinfühlig und doch konsequent mit den Pferden umgeht.

Bisher hatte ich es noch zu keinem Kurs bei ihm geschafft, aber dieses Wochenende ergab sich für mich die Möglichkeit als Zuschauer dabei zu sein. Shaw war für einige Tage in Deutschland zu Besuch, bevor er jetzt in die Schweiz fährt, um auf der BEA am Montag im Rahmen des Paso Fino Thementages ein Turnier zu richten und am nächsten Tag einen anschließenden Kurs. Ebenfalls im laufenden Programm der BEA in Bern.

Von dem zweitägigen Kurs, den Shaw hier auf dem Sternberghof hielt habe ich leider nur einen halben Tag zugesehen. Aber in diesem halben Tag war viel Input für mich dabei. Vom gerade frisch angerittenen Pferd bis zum erfahrenen Turnierpony über Problempferde war alles geboten. So konnte ich mir genügend Anregungen für mein Training mit meinen Pferden holen. Viele gute Ideen warten darauf umgesetzt zu werden!

Vielen Dank an Doris und Reini Sperber, dass sie die Gelegenheit ergriffen haben und an uns wissenshungrige Fino-Reiter gedacht haben und Shawn gleich zu einem Kurs hier eingeladen haben. Ich kann wohl ruhigen Gewissens sagen, dass alle Teilnehmer begeistert waren und viele Anregungen mit nach Hause nehmen konnten. Wir freuen uns alle schon auf ein nächstes Mal. Dann vielleicht auch mit Pferd …. und natürlich war es wieder einmal schön, viele altbekannte Gesichter zu treffen. Wir wohnen einfach alle viel zu weit auseinander.

Märchenstunde?

20.04.2013:

Da Nadine und ich momentan beide so viel privat um die Ohren haben, beschlossen wir uns bewusst einen Termin zu setzen, wo wir mal raus kommen und auf den wir uns freuen können. Also gesagt getan, relativ spontan die Nennung für den 19. Orientierungsritt des Reit- und Fahrvereins Bechhofen ausgefüllt und angemeldet. Übrigens Danke an Sandra Hofstetter für den Geheimtipp :-) . Das Wetter war perfekt zum Reiten, schön kuschelig kühl und allerdings sehr windig. Wäre der Wind nicht gewesen, der alle zum kompletten Durchfrieren gebracht hat, perfekt. Aber für das Wetter kann ja niemand etwas. Aber für alles andere hat das Organisations-Team in Bechhofen vorzüglich gesorgt. Wir wurden freundlich empfangen und gut informiert auf die Strecke geschickt.

Geritten wurde in 2er-Teams. 16 Teams gingen auf die Strecke. Jedes Team wurde mit einer Karte versorgt. Es waren insgesamt vier Stationen anzureiten. An kniffeligen Punkten war der Weg mit Markierungen kenntlich gemacht, ansonsten musste man sich nach der Karte richten. Auf der Strecke waren auch Hinweise versteckt, die an der nächsten Station abgefragt wurden. Das Thema des Rittes war übriges „Alte deutsche Märchen der Gebrüder Grimm“ – mein Thema! Bin ich doch fleißiger Podcasthörer der „Märchenstunde“. Das ist ein Podcast in dem zwei Berliner Jungs Märchen der Gebrüder Grimm aus der deutschen Erstausgabe vorlesen und sich dabei Gedanken zu den Märchen machen. Kann ich übrigens nur empfehlen. Hört die „Märchenstunde“ von Björn Grau und Max Winde.

Auf der Strecke waren also vor jeder Station Märchen „versteckt“. Zum Beispiel vor der ersten Station im Wald in einer Tümpelpfütze saß der „Froschkönig“. Oder ein kleiner Strohballen lag am Wegesrand für „Rumpelstilzchen“. Eine Schüssel mit Erbsen und Linsen für „Aschenputtel“. Ein Korb Äpfel vor einem kleinen Waldhäuschen für „Rotkäppchen“. Eine Vase mit einer weißen und einer roten Rose für „Schneeweißchen und Rosenrot“. Eine schöne Sache.

"Froschkönig" - Foto: privat

Such den Froschkönig! – Foto: privat

An den Stopps gab es dann immer auch Fragen zu Märchen und Fragen Pferde betreffend gemischt mit kleinen Übungen. Zum Beispiel am Stopp eins: Pferdetausch, ohne den Boden zu berühren. Also haben wir Diosa und Fénix nebeneinander gestellt und Frau Weinmann ist hinter meinen Sattel geklettert, ich bin dann vorne rum auf die Steigbügel gehangelt und auf Féni gelandet. Die Ponys waren von dieser artistisch wohl äußerst anmutenden Vorführung *hust* so überrascht, dass sie brav stehen geblieben sind.

Am nächsten Stopp waren wieder Fragen dabei und „Montagsmaler“ – zehn Märchen in drei Minuten. Nadine hat gemalt und ich hab geraten. Topp. Läuft. Perfekte Konstellation. Der nächste Stopp war dann schon die Mittagspausen. Dort gab es die obligatorischen belegten Brötchen und was zu Trinken. Hier standen auch ein paar Reitmädels bereit um den erschöpften Reitern die Pferde während der Pause abzunehmen, was ich auch sehr gut finde. Wobei unsere Ponys brav stehen, aber man isst natürlich einfacher ohne ein Pony, was glaubt Käsebrötchen wäre gerade die momentane Erfüllung aller Wünsche.  Eine Aufgabe zu Pferd gab es auch zu bewältigen: vier Teppichflecken lagen am Boden, da sollten die Pferde jeweils mit einem Bein drauf und dann die Reiter aufsteigen. Dank unseren Teppich-Kontingentes auf dem Reitplatz (auf Teppich stehen bedeutet bei uns am Reitplatz: Ruhepause) sind die Ponys da super drauf konditioniert und Teppich ist immer toll.

Dann führte uns die Strecke weiter durch idyllischen Tannenwald, vorbei an idyllischen Seen zur vierten Station. Hier war unsere Einschätzung gefragt. Wir mussten zwischen drei Futtermitteln (Karotten, Äpfel, Müsli) wählen, was unsere Pferde als Erstes fressen würden. Das wurde dann in einer dreier-Anordnung am weitesten weg gestellt und natürlich haben die Ponys dann in eine der Schüsseln, die näher lagen gegriffen. Sprich: Frau Diosa hat sich ganz untypisch höflich und vorsichtig nur eine Apfelschnitte aus dem Schüsselchen geangelt, anstatt hineinzumampfen was geht. Sehr höfliches Pony. Ich hatte übrigens auf Müsli getippt.

Nadine und ich mussten dann auch noch Gewichte schätzen. Wie schwer ist eine Schippe gequetschter Hafer, eine Schippe Pellets und eine Schippe Hafer/nochwas-gemischt. Ich hab vergessen was es war. Eine interessante Aufgabe, weiß man doch eigentlich nicht wirklich wie viel eine Schippe seines eigenen Futters zu Hause wiegt. Mal Hand aufs Herz, wer hat das schon mal nachgewogen?

Die letzte Etappe der Strecke führte uns dann noch mal richtig durch den Wind und wir waren froh, als wir in der windfreien Reithalle ankamen und den Trail machen konnten. Auch hier war Teamwork gefragt. Jeder durfte zwar die Hindernisse probieren, aber gewertet wurde nur ein Reiter, was man vorher festlegen musste. Es gab Trabstangen (die natürlich, frisch gestärkt durch den Springkurs letze Woche) Diosa und ich angegangen sind. Dann eine Stange am Boden, über die die Ponys jeden Fuß einzeln drüber setzen mussten und zwischendrin Pause machen. Das obligatorische Stangen-L rückwärts, allerdings als Verschärfung einen aufgeklappten Regenschirm in der Hand halten. Eine Luftballon-Gasse, in der man kurz Anhalten musste. Ein Stangenviereck zum hineinreiten, drehen und an der selben Stelle wieder hinausreiten. Ein Podest. Und ein Plastik-Dach, durch das man die Pferde hindurch führen musste. Insgesamt alles schöne Übungen, die wir auch gut geschafft haben.

Wir durften für die Ponys ein Paddock aufbauen, was natürlich für die beiden das Highlight schlechthin war. Die Reiter konnten sich in der Reiterstube des Vereins aufwärmen und mit Kaffee und Kuchen stärken. Vor der Siegerehrung gab es dann etwas Warmes zu Essen. Bratwürstchen, Kraut und Kartoffelsalat mit Brötchen. Ich hatte einen ganz schönen Kohldampf. Die Siegerehrung war auch professionell aufgebaut. Erst sind von hinten nach vorne die Siegerpärchen aufgerufen worden und haben jeweils Urkunden mit Fotos erhalten. Dann wurden die gestellten Fragen von der Strecke beantwortet. Wobei ich immer noch sicher bin, dass das Märchen „Die drei kleinen Schweinchen“ nicht von den Gebrüdern Grimm veröffentlicht wurde. Aber ist ja nicht so schlimm, dieses Märchen hat ja zum Thema gepasst, rein Wettertechnisch :-) Zitat aus dem Märchen: ,,Ich werde strampeln und trampeln, ich werde husten und prusten und dir dein Haus zusammenpusten.”

Hinterher wurden die Pärchen dann einzeln aufgerufen zum Aussuchen der reichlich vorhandenen Sachpreise. Wirklich jeder hat etwas mitbekommen. Herr Fénix kann sich jetzt an einer neuen Abschwitzdecke mit Halsteil erfreuen, die übrigens perfekt passt. Und Frau Sumpf hat einen riesigen Eimer Pferdeleckerli bekommen.

Bechhofen 2013 - Foto: privat

Bechhofen 2013 – Foto: privat

Fazit: Der Ritt hat uns richtig gut gefallen. Schöne Strecke, professionelle Organisation, freundliche Helfer, die mit Spaß an der Sache dabei waren, trotz des eisigen Windes. Es ist zwar weit weg von uns, aber irgendwann kommen wir bestimmt mal wieder, weil es echt schön war. Und nicht nur weil wir den Ritt auch noch gewonnen haben …. :-)

Westerweiterung?

April 2013:

Johannes hat schon wieder angebaut. Nachdem das neue Stroh-Schlafzimmer bei den Pony so gut angekommen ist haben Johannes und Nadine beschlossen es einfach noch ein Stück zu erweitern. Gesagt getan, die West-Erweiterung wurde inzwischen offiziell freigegeben! Die Ponys sind natürlich begeistert.

Strohbett wie gehabt

Strohbett wie gehabt, aber frisch gemistet – Foto: privat

Das erste komplette Misten der Strohbett-Matraze ging auch erstaunlich flott von statten. Johannes ist mit dem Frontlader gefahren und wir haben nur den Mist aus den Ecken kratzen müssen. So viel “Siff” wie erwartet war auch nicht vorhanden. Eine echte Matrazenstreu funktioniert also tatsächlich erstaunlich gut. Vielleicht auch, weil die Fläche relativ groß ist und die Luft doch schön zirkulieren kann, ohne die Ponys im Zug stehen zu lassen. Wir sind begeistert!

Westerweiterung

Westerweiterung mit wegschwenkbaren Toren – Foto: privat

Und die ehemalige “Sumpf-Box” ist auch erneuert worden. Wir haben jetzt also eine größere, ganz komfortable Quarantäne-Box – sogar mit Heuraufe und Wasserfass-Halterung! Das Dach wurde mit einer Regenrinne versehen und die Seite zum Stalldach noch geschlossen und eine Häcksel-Liegeschicht im Trockenen sorgt für eine bequeme Liegemöglichkeit. Die ehemalige Quarantänebox im Stall blieb natürlich bestehen, aber der dazugehörige Außen-Paddock wurde erst mal abgebaut, dass die Ponys den Windschutz zum Stroh-Schlafzimmer von beiden Seiten benutzen können und eine Art Rundlauf haben.

Sumpfbox-Reloaded

Sumpfbox-Reloaded – Foto: privat

Wer jetzt mitgedacht hat fragt sich natürlich: Wozu eine Sumpfbox-Reloaded? Tja … dieses Geheimnis wird in den nächsten Wochen gelüftet werden!

Fliegerzwerg?

13. – 14. April 2013:

Seitdem wir auf unserem Reitplatz ein paar Stangen herumliegen haben, beschäftige ich mich ein bisschen mit dem Thema „Springen“. Also eigentlich eher Stangenarbeit. Sprich ein paar Trabstangen oder einzelne kleine „Hüpfer“ machen. Gerade bei den Trabstangen habe ich gemerkt, sie helfen Jacinto sich zu koordinieren und machen ihn lockerer. Durch Trabstangen hat er auch gelernt unter dem Reiter zu Traben. Falls er sich soweit entspannt, dass er an Traben denken kann. Ist bei Jacinto ja nicht immer so einfach.

Per Zufall habe ich im Internet einen Springkurs im benachbarten Großlangheim (www.reitclub-am-schwanberg.de) entdeckt, der nicht, wie die meisten Kurse die so um uns herum angeboten werden als Turniervorbereitung gedacht war, sondern explizit für Anfänger und eher unter dem Thema Springgymnastik. Das klang interessant. Also haben wir uns kurzfristig angemeldet und beschlossen: Paso Fino goes Jumping! Yvi und Diosa waren auch so mutig mitzukommen. Wenn man bedenkt, dass Yvi überhaupt gar keine Springambitionen hat, zeigt das doch, wie gut Diosa und Yvi inzwischen als Team funktionieren.

Der Kurs (also sprich die zwei Springstunden, die wir mitgemacht haben) wurde von Frauke Hein (www.rtc-aischgrund.de) geleitet. Angefangen haben wir mit einzelnen Stangen am Boden, um erst einmal zu sehen, wie die Pferde überhaupt reagieren. Systematisch hat sich die „Springleistung“ dann bis zum Ende gesteigert. Am Ende der Stunde durchsprang jeder Teilnehmer einen kompletten kleinen Parcours.

Am nächsten Morgen war dann die zweite Stunde. Da war dann der Anspruch schon deutlich höher. Hier war dann der Focus eher auf In-out-Sprünge, bzw. Kombinationen. Alles nicht sehr hoch, aber schon kniffelig für (zumindest unsere ungeübten) Ponys. Davor hatte ich schon Respekt. Aber meine ganze Angst war total unbegründet. Jacinto ist gesprungen wie ein alter Hase. Er hatte eine Freude an den Springübungen und ist richtig gut mitgegangen. Die Kombinationen hat er prima taxieren können und ist flüssig und fast souverän gesprungen. Da schlummern ungeahnte Talente bei ihm. Abschließen konnten wir hier wieder mit einem richtigen Parcours. Ich bin fast am überlegen, einmal eine Springprüfung zu starten. Allerdings bin ich nicht sicher, ob man da mit Bosal starten darf.

Yvi und Diosa haben auch super mitgemacht und sich tapfer geschlagen, aber Yvi wird wohl eher bei den Nichtspringreitern bleiben. Vor allem aber Diosas Trab über die Stangen finde ich sehr ausdrucksstark. Jacinto und mich wird man bestimmt wieder in Großlangheim sehen. Das hat wirklich richtig Spaß gemacht und war komplett anderes wie sonst. Und mal ganz ehrlich, in dieser tollen, großen Halle macht das Reiten auch richtig Spaß.

Fazit: Eine gelungene Abwechslung für uns und ein schöner Blick über den Tellerrand. Frauke Hein hat uns gut geführt und hat auch die Eigenheiten der Paso Finos akzeptiert und uns da nicht versucht hineinzureden, was Reitweisen angeht. Was ich sehr gut finde. Zum Abschluss der ersten Stunde hat sie sich sogar auf Diosa geschwungen und ist ein paar Runden getöltet, was super geklappt hat. Der erste Kommentar war: „Mensch, das ist ja bequem!!!!“ … sprach‘s und töltete locker flockig um die Hindernisse herum mit diesem verdächtigen Lächeln im Gesicht …

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