Pferd & Jagd Hannover?

4. bis 7. Dezember 2014

Auch in diesem Jahr waren die Gangpferde wieder auf der Pferd & Jagd in Hannover. Erfreulicher Weise gab es dieses Jahr auch keine Unwetter-Katastrophen, so dass die Fahrt nach Hannover für alle unkompliziert war. Das schöne Wetter machte sich auch in den Besucherzahlen bemerkbar. 85.000 Besucher strömten durch die verschiedenen Hallen und konnten sich 800 Aussteller und diverse Pferdevorführungen ansehen.

Foto: Thorsten Ruthof

Finos machen Spaß! – Foto: Thorsten Ruthof

Dieses Jahr war ich wieder mit Pferd und mit tatkräftiger Unterstützung von Yvi dabei. Diosa durfte als Vertreterin der töltenden Schecken mitfahren. Insgesamt waren vier Paso Finos mit von der Partie: Esperanza mit Meike Wolf, Diosa mit Yvi Tschischka, Angelita mit Stan Paul und ich mit Leihpony Brujula. Eigentlich wollte ich ja ein paar gechillte Messetage erleben, ein paar Fotos machen und Diosa beim Laufen zugucken, aber nachdem Britta von einer fetten Bronchitis dahin gerafft wurde hat sie mir angeboten ihre weiße Töltmaschine zu reiten. Und mal ganz ehrlich, wer da nicht ja sagt ist selber schuld. Also kam ich in den Genuss in den vier Tagen ein tolles Pony mit ganz viel genialem Tölt reiten zu dürfen. Vielen Dank dafür Britta!
Davon, dass es mich während der Messe dann Erkältungstechnisch ordentlich dahin gerafft hat, so dass ich sogar ganz dringend zum Arzt musste und mal wieder ganz dringend Antibiotika brauchte sprechen wir jetzt mal nicht. Und auch nicht davon, dass meine Bakterien jetzt bestimmt bei anderen Gangpferdeleuten ordentlich verteilt sind …. *hust*

In Halle 17 gab es täglich um 15 Uhr die Gangpferde zu sehen. Eine halbe Stunde jeden Tag hatten wir die Gelegenheit dem zahlreich interessiertem Publikum die verschiedenen Gangpferderassen zu präsentieren. Gekonnt moderiert wurde unser Auftritt von dem Dieter Thomas Heck der Gangpferdeszene – Stephan Vierhaus. So wurde Stephan am Sonntag von der anmoderierenden Dame vorgestellt. Jedenfalls wurde die halbe Stunde immer sehr gut genutzt. Im Ring waren Töltende Traber (IG Töltende Traber), Paso Iberoamericano (PV), Paso Fino (PFAE), Paso Peruano (PPE), Rocky Mountainhorses (RMHA), Tennessee Walker (ETWHA) und ein Mangalarga Marchador. Die Präsentationen waren harmonisch und man konnte die Vielfalt der Rassen in der halben Stunde sehr gut beobachten.

Pferd & Jagd 2014 - Foto: Thorsten Ruthof

Pferd & Jagd 2014 – Foto: Thorsten Ruthof

Wer noch nicht genug von den Gangpferden hatte konnte dann täglich im Cavallo-Ring um 16.30 Uhr noch mehr Stephan Vierhaus lauschen. Zusammen mit Kaja Stührenberg und Nuno gab es dort täglich Vorträge mit Reitdemo zum Thema „Tölt über den Rücken“.

Unser IGV-Stand in Halle 16 war dieses Jahr etwas anders gestaltet. Eine große Säule mit verschiedenen Gangpferdebildern war mittig als Eye-Catcher platziert, rundum fand sich ein Info-Counter mit Broschüren und eine „Verpflegungsecke“. Kaffee und Süßigkeiten sind ja immens hilfreich bei einem langen Messetag – Mandarinen sind der totale Renner (danke an Thorsten für die Mandarinen-Versorgung). Dazwischen luden gemütliche Tische und Stühle zum verweilen und quatschen über die Gangpferde ein. Abgerundet wurde das Ganze mit ganz vielen bunten Roll-Ups der verschiedenen Rassen und zwei liebevoll antransportieren großen Plastikpferden in traditioneller Ausrüstung. Die verschiedenen Rassen wurden nicht getrennt präsentiert, sondern als gemeinsames großes Ganzes, was sehr gut ankam. Und auch untereinander hatte man so gut die Gelegenheit ins Gespräch zu kommen.

Perfekt war unser Stand mit den vielen Sitzgelegenheiten dann auch für die von Doro Martin organisierte Standparty geeignet. Doro versorgte uns am Freitag wieder mit Sekt/Orangensaft, Chilli, der legendären Kartoffelsuppe und Häppchen. So wurde der zweite Messetag dann zusammen gemütlich gefeiert. Einige Gäste verirrten sich natürlich auch an die Feier.

Insgesamt war es wieder eine sehr schöne Messe, die dank der fleißigen Helfer mit und ohne Pferd wieder zu einem Highlight im Gangpferdejahr wurde und zugleich eine sehr gute Gelegenheit war viele Gangpferdefreunde zu treffen. Ein spezielles Dankeschön geht auch an unser fleißiges Bodenpersonal: Nadine und Basti Hoinza, Gerd Mülle, Florian Wolf und allen Fino-Freunden die uns am Stand besucht haben!

Foto: Thorsten Ruthof

Barrida! – Foto: Thorsten Ruthof

Natürlich konnten wir auf der Pferd & Jagd auch wieder nette Leute treffen – im Speziellen meine ich da den Klaus von Quittpad, auf den ich mich bei jeder Messe freue und der uns wieder mit neuen Ideen überrascht hat und mit dessen Quittpads wir alle unsere Finos vorgestellt haben. Da war auch wieder der Ingwer-Mann (bei dem ich mich mit scharfem Ingwer gegen die Bakterien eingedeckt habe) und HottiKlamotti mit den schönen Fino-Taschen, um die man nicht herum kommt! Und meine neuste Entdeckung: der Yeti-Fellbezug (Bartel), da hab ich mir ein Schönes mit langen Haaren für Jacintos Sattel bestellt.

Besonders stolz bin ich aber auf Yvi und Diosa, die sich so schön im Ring präsentiert haben. Diosa ist sowieso ein Schatz. Als altes Herdentier hat sie sich die ganzen 400 km lang alleine im Hänger mitschleifen lassen, war brav auf der Messe und hat sich die vier Tage für Diosa-Verhältnisse sehr gut benommen und wieder brav alleine im Hänger zurückfahren lassen. So eine Indoor-Messe ist gerade für ein Offentstallpferd und Herdentier eine extreme Herausforderung. Durch den Lärm und den Trubel eine echte Dauerbelastung. Ich bin extrem dankbar so ein tolles Pony haben zu dürfen, das jeden Unsinn mitmacht und alles so gut wegsteckt. Was ja auch wieder für den tollen Charakter der Paso Finos spricht!

PS: Vielen Dank an Thorsten Ruthof für die tollen Fotos von der Messe!

Wer noch ein bisschen Filmchen gucken möchte:

Kaja und Nuno:

von textundfotoschmiede

Vorführung Gangpferde Pferd & Jagd 2014:

von TopwalkerTW (Paso Finos laufen ab ca. 4:40 Min)

 

Eisbärenritt?

Dezember 2014:

Es ist wieder so weit! Es heißt wieder: Auch die Harten kommen in den Garten!

Diesen Winter wird es wieder einen Eisbärenritt geben! Wir freuen uns schon darauf Euch wieder zahlreich bei uns begrüßen zu dürfen! Der Ritt findet dieses Jahr am 17.01.2015 statt (am Samstag).

Was hat sich geändert? Dieses Mal möchten wir den Ritt als Winter-Orientierungsritt gestalten. Das bedeutet, es wird in kleinen Gruppen geritten, die dann nach Karte einen Weg durch die hoffentlich leicht verschneite und winterliche Mainbernheimer Landschaft finden müssen. Keine Bange, unterwegs gibt es auch eine Stärkungs-Station!

Zwischendurch müssen kleine Aufgaben erledigt werden. Und bevor es los geht wird Eure Geschicklichkeit mit dem Pferd zusammen auf die Probe gestellt. Lasst Euch überraschen :-) Zurück am Hof gibt es dann eine kleine Siegerehrung.

Hinterher gibt es wie gehabt ein schönes, wärmendes Feuer bei uns am Hof mit Grillen, leckeren Salaten, Kuchen und heißen und kalten Getränken. Wer schon da war, weiß wie der Hase läuft. An alle Anderen: Lasst Euch das Event im Januar ebenfalls nicht entgehen!

Natürlich sind auch dieses Jahr Gäste ohne Pferd und zu Fuß zum Grillen und Quatschen wieder herzlich eingeladen.

 

Eckdaten:
3. Eisbärenritt – 17.01.2015 (Samstag)
Startzeiten: 10.00 – bis 11.30 Uhr in kleinen Gruppen
Startgebühr: 10.- Euro (Essen und Getränke sind nicht enthalten, das gibt es auf freiwilliger Spendenbasis beim Grillbuffett)
Ende Ritt: auf jeden Fall bevor es dunkel wird
Ende Grillen: wenn der Letzte Aufgegessen hat
Anmeldung: verbindlich bis 12.01.2015 unter der Emailadresse  eisbaerenritt@gmail.com – Nennformular gibts dieses Jahr keines, einfach per Email nennen – am Start gibt es dann was auszufüllen. 
 

Am Besten meldet Ihr Euch rechtzeitig an. Es wird eine begrenzte Reiter-Teilnehmerzahl geben. Natürlich wäre es für die Planung ebenfalls schön, wenn Gästen ohne Pferd sich mit einer kurzen Email auch zum Grillen anmelden.

 

Einladung:    Eisbärenritt_2014

 

 

EisLogo

Wie weit laufen sie denn?

29. November 2014:

Heute war es so weit, die Ponys bekamen noch ein Stück mehr Paradies! Der Zykloopenhof lud heute zur feierlichen Eröffnung des neu angebauten Paddock Trails ein. Was heißt feierliche Eröffnung? Wir hatten Besuch von ein paar netten Leuten und sahen gemeinsam zu, wie die Ponys mit vollem Elan in ihre neue Paddock-Trail-Erweiterung galoppiert sind.

StutenTrail

Die Stuten – mit vollem Karacho rundum! – Foto: Privat

JungsTrail

Die Jungs – erst mal den Zwerg vorschicken, wenn der nicht gefressen wird, passt es! – Foto: privat

Unendliche Weiten

Unendliche Weiten – sieht schon ganz schön weit weg aus die Truppe! – Foto: privat

Dazu gab es kräftigen November-Wind, eine leckere heiße Kürbissuppe, eine kleine Ansprache von Johannes und Prosecco zum Anstoßen. Ach ja, und glücklich flitzende Ponys :-)

Auf jeden Fall möchte ich Euch ein paar Bilder zeigen, um Euch einen kleinen Eindruck zu verschaffen, wie weit die Ponys jetzt laufen können! (… und wir auch …. mal eben schnell Pferd holen geht jetzt wohl nicht mehr …)

Gäste im Trail-Mittelgang

Gäste im Trail-Mittelgang – Foto: privat

Tränke

Am anderen Ende vom Trail: Selbsttränke beheizt und Kletterhügel – Foto: privat

Kletterberg

Kletterhügel wird gleich erkundet! – Foto: privat

Der Clou, jeder der beiden neuen Trails hat am anderen Ende einen Kletterhügel und eine weitere beheizbare Selbsttränke. Das coole an den Tränken: sie sind auch von den Koppeln aus nutzbar. Johannes hat das Gras jetzt im Herbst noch ausgesät und es sprießt schon! Dazu war der warme Herbst auf jeden Fall perfekt geeignet. Wir sind gespannt, wie die Ponys die Kletterhügel annehmen, aber beim heutigen Kontrollgang waren auf jeden Fall schon Hufspuren an den Seiten zu sehen. Der Belag für den Trail ist übrigens Sand/Splitt-Gemisch auf Naturboden.

Wir haben die beiden Trails jetzt auch räumlich etwas voneinander getrennt. In der Mitte wurde ein Gang frei gelassen, so dass die Mädels die Jungs jetzt nur noch über die Entfernung “anmachen” können. Sobald ich eine Idee habe, wie ich die ganze Anlage auf ein Bild bekomme, werde ich Euch erneut berichten. Dann gibt es bestimmt auch schon Erfahrungsberichte zum Thema: Wie miste ich so einen Paddock-Trail? Und wie die Herrschaften den Kletterhügel angenommen haben.

Denn eines ist Gewiss, am Zykloopenhof gibt es ständig was Neues!

Neulich im Steinbruch?

November 2014:

Heute ein weiterer kleiner Einblick in mein Zweithobby. Am Tag der deutschen Einheit war ich mit ein paar netten Leuten unterwegs auf einer ganztägigen Cache-Tour. Ziel war ein verlassenes Dorf in Thüringen. Es ist ein spezielles Dorf, an einem alten Schiefersteinbruch gelegen, der Oertelsbruch. Normalerweise verrät man keine sogenannten Lost Places, aber dieses spezielle Dorf ist inzwischen äußerst bekannt und auch weit entfernt von “verlassen”. Wir haben auf unserer Tour mehrere Touristen, Spaziergänger und mehrere Gruppen Urbexer getroffen. Es ist irgendwie ein gemütliches Miteinander. Die Lokation wird sehr oft fotografiert und dient wohl auch oft als Kulisse für Filmaufnahmen. Wohl in erster Linie für Musikvideos.

Oertelsbruch - Fabrikhalle

Fabrikhalle – wo führen wohl die Schienen hin? – Foto: privat

Das faszinierende an diesem Dorf ist, dass es eine geballte Sammlung verschiedenster leerstehender Häuser ist. Man könnte auch sagen, ein riesengroßer Spielplatz für Erwachsene mitten im Wald. Man kommt an verlassenen einfachen Wohnhäusern, Werkstätten, Lagerhallen, Scheunen und einer gespenstischen Villa vorbei. Gespickt mit einem Ausblick auf diesen wunderschönen See im Bruch.

Blick in den Bruch-See

Blick in den Bruch-See – Foto: privat

Natürlich hat der Vandalismus und das Müll herumliegen lassen die Häuser schon sehr in Mitleidenschaft gezogen. Infantile Graffitis zieren die Wände, dazwischen verstecken sich auch ein paar schöne Arbeiten. Ich bin ja ein großer Fan von gut gemachten Graffitis. Es ist definitiv faszinierend durch die alten Mauern zu streifen. Wenn man sich dann noch verdeutlicht, dass die Häuser bis 2009 noch in Betrieb waren ist es unglaublich ergreifend zu sehen, wie schnell die Natur sich ihr Recht zurückerobert.

Obacht

Witzige Details am Rande – Foto: privat

Teilweise sind die Häuser auch mit einem Stollensystem verbunden. Teile des Bruches sind nämlich noch aktiv und wer in den Stollen aufgefunden wird, sollte sich nicht über eine Strafanzeige wundern. Im zweiten Weltkrieg wurden die Stollen übrigens auch zu Raketentriebwerk-Tests verwendet. Es gibt in der Nähe auch eine KZ-Gedenkstätte. Diese leidvolle und wechselhafte Geschichte macht einen Streifzug durch so ein Gelände noch einmal intensiver. Auch das legendäre Bernsteinzimmer könnte hier irgendwo versteckt worden sein. Jedenfalls ist viel Spielraum für die Fantasie gegeben.

Versteckte Lebensweisheiten

Versteckte Lebensweisheiten – Foto: privat

Und manchmal entdeckt man zwischen Gerümpel und Verfall einen Blick auf ein Arrangement wie das auf dem nächste Foto, mit einem warmen Sonnenstrahl beleuchtet. Das ist fast schon Kunst in meinen Augen. Ich mag das Bild sehr. Auf jeden Fall sind die meisten Dinge einen zweiten Blick wert.

Und manchmal ist es fast schon Kunst!

Und manchmal ist es fast schon Kunst! – Foto: privat

Fotoromantik?

1. November 2014:

An diesem Tag habe ich mich vertrauensvoll in Yvis Fotografenhände begeben. Sie hatte nämlich eine romantische Foto-Idee und irgendwie sollte ausgerechnet ich ausführendes Organ werden. Das Wetter am Wochenende war traumhaft und so verbrachten wir den Nachmittag mit Fotoshooting. Ganz untypisch für mich wurde ich in ein Monster-Rüschen-Kleid mit ausufernder Tüllschleppe gezwängt.

 

Tüllalbtraum2014

Ballkleidromantik – Foto: Yvi Tschischka

 

Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Anscheinend steht mir die Farbe doch ganz gut. Jedenfalls habe ich gedacht, ich zeige Euch mal ein paar von den Bilder. Schließlich bekommt man mich nicht alle Tage in einem solchen Tüll-Albtraum zu sehen :-)

 

bbb

Bester aller Jacintos – Foto: Yvi Tschischka

Vielen Dank auch an Manu und Katha, die sich als Foto-Assis ganz schön verausgabt haben. Wer am Wochenende mit der Bahn Richtung Würzburg unterwegs war und wie gedopt herumlaufende Leute mit so einem großen runden Foto-Reflex-Dings hat herumhüpfen sehen – es waren keine ausgebrochenen Irren, sondern Manu und Katha in Action. Es ist echt nicht einfach “schön guckende” Pferde zu kriegen! Um das Kleid auch auf einem dunkleren Pferd zur Geltung zu bekommen, haben wir dann Yvi ebenfalls ins Kleid gezwängt und sie mit Frau Resi kombiniert. Was sehr, sehr schön aussieht!

Yvi-Tüll

Yvi und Resi – Foto: Yvis Kamera

 

Übrigens eignet sich Frau Resi viel besser als Stillsteh-Fotomodell. Sie steht bombensicher. Sie zittert zwar innerlich, aber lässt es sich nicht so anmerken wie Jacinto. Der ist ja immer ganz schnell auch nach außen hin furchtbar aufgeregt. Nur das mit den gespitzten Ohren müssen beide noch üben!

Schaut mal bei Yvis Facebook-Seite vorbei, sie war jetzt im Herbst ein paar Mal für schöne Fotos unterwegs.

https://www.facebook.com/pages/Yvi-Tschischka-Photography/111542068939735?fref=ts

Des mit denne Tupperdösli?

November 2014:

 

Nachdem ich neben den Paso Finos auch noch ein weiteres interessantes Hobby habe, möchte ich den Versuch starten, Euch hier visuell etwas zu beteiligen. Vielleicht interessieren Euch die Bilder oder Geschichten dieser zweiten Aktivität? Gebt mir mal ein Feedback!

Wie viele von Euch wissen bin ich seit einigen Jahren auch als Geocacher unterwegs. Was ist Geocaching? Nun in erster Linie mal so etwas wie eine GPS-unterstützte Schnitzeljagd für Erwachsene. Ein Cacher hat es mal so beschrieben: Leute rennen mit milliardenschwerer Technik bewaffnet (weil GPS-Satelliten im All sind teuer!) durch den Wald, um billige Plastikdöschen zu finden. Da ist was Wahres dran. Man kann die Faszination Geocaching auch nicht wirklich sinnvoll erklären. Es ist wie beim Paso Fino – wer es mal ausprobiert hat ist entweder begeistert oder sagt sich: Was sind das für Spinner! Von daher eigentlich das perfekte Hobby für mich.

Finde den Cache?

Finde den Cache? – Typischer Tradi. Allerdings so auffällig versteckt, dass es schon wieder witzig ist! – Foto: privat

 

Wer mehr darüber wissen möchte, bitte einfach nachgoogeln oder mich direkt fragen. In zweiter Linie ist Geocaching die Möglichkeit Landschaften zu erkunden. Man wird dank schön platzierter Geocaches an Orte geführt, an die man sonst nie gekommen wäre. Man entdeckt tolle Orte, die sich vielleicht hinter einer Ecke verstecken, von der man gedacht hätte: Böh… da wär ich nie hin, weil es so hässlich ist. Und dann schaut man eine Ecke weiter oder verändert einfach den Blickwinkel und entdeckt etwas ganz unerwartet Wunderbares. So habe ich schon ganz viele Flecken Erde in meiner Heimat erkundet und war immer wieder überrascht wie schön es doch bei uns ist. Und in dritter Linie: Man lernt interessante Leute kennen.

Blickwinkel

Blickwinkel verschieben – so wird aus einem langweiligen Kornfeld ein toller Ausblick! – Foto: privat

Geocaching ist unheimlich vielschichtig. Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Caches, vom einfachen “Döschen” für zwischendurch, über Wandercaches, versteckte/verfallene-Orte (Lost Places), technisch aufwändig gestaltete und gruselige Nachtcaches, Klettercaches, Familienrunden, Rätselcaches, lieblos platzierte Dosen, eigentlich ist alles möglich. Man kann sich je nach Lust und Laune eine Spielart heraussuchen. Natürlich geht das Ganze auch mit den Pferden. Nachdem ich Yvi und Nadine ja schon angesteckt habe reiten wir die passenden Caches in unserer direkten Umgebung inzwischen mit den Ponys an.

Dioas

Diosa untersucht einen Tradi in unserem täglichen Ausreitgelände – Foto: privat

Spaß machen aber vor allem die längeren Caches (“Multis”), die einem eine Geschichte erzählen und über mehrere Stationen durch die Natur (oder durch verlassene Häuser) führen. Geocaching kann man auch prima nutzen, um sich fremde Städte mit den Augen der Einheimischen anzusehen. Einfach einen Stadtführungs-Cache raussuchen und loslegen. Man spart sich den Fremdenführer und wird zu den Orten geführt, die wirklich Sehenswert sind. Dank dem cachen habe ich inzwischen auch einige Dinge getan, die ich normalerweise nie im Leben gemacht hätte. Ich bin schon durch Röhren gekrochen, auf Bäume geklettert, habe mir Blasen gelaufen,  bin in verfallenen Häusern/Kellern unterwegs gewesen. Wenn man offen für Neues ist, dann erschließt man sich auch neue Möglichkeiten und neue Welten. Und das ist immer gut.

Ntur

Die Natur erobert sich Lebensräume zurück – Foto: privat

Ich möchte Euch unter dieser Rubrik einfach ein paar Bilder zeigen (manchmal gute, manchmal vielleicht unscharfe) und vielleicht kurze Geschichten dazu erzählen. Es soll Euch einfach teilhaben lassen, an den schönen oder verfallenen oder seltsamen Orten die ich besuche. Das ist nämlich eine ganz faszinierende Welt, unsere Welt auf der wir leben. Und man kann sie nicht nur vom Pferderücken aus erkunden!

 

Von Heutürmen und Fressbäumen?

01. November 2014:

Es ist schon längstens an der Zeit Euch wieder einmal mit den Um- und Verschönerungsarbeiten auf dem Zykloopenhof auf dem Laufenden zu halten. Inzwischen hat sich schon wieder eine Menge getan und alles ist momentan “nur” eine Vorbereitung auf den Dezember. Da kommt es dann Knüppeldick. Aber das verrate ich erst, wenn es fertig ist.

Nett finde ich, dass GoogleEarth mal wieder Mainbernheim überflogen hat und ein relativ aktuelles Bild unseres Hofes dabei entstanden ist. Yvi hat es mal graphisch verfeinert und so könnt Ihr Euch einen guten Grobüberblick über die zwei Laufgruppen und den “unteren Stall” in Natura machen:

Zykoopenhof 2014

Zykoopenhof 2014 – rot: Mädels Paddock Trail, blau: Jungs Paddock Trail

 

Jetzt wollt Ihr aber bestimmt wissen: Was hat sich konkret getan? Also fangen wir an. Nachdem bei uns immer mehr Einsteller einziehen, wurde die natürlich schon alleine von uns gut belagerte Sattelkammer zu klein. Also haben wir ein Stück von der Maschinenhalle geopfert und die Sattelkammer nach außen vergrößert. Jetzt haben wir wieder genügend Platz und es hat sich sogar noch Platz für eine kleine Sitzgruppe und den im Sommer äußerst beliebten Eiskühlschrank gefunden. Wir haben nämlich ein Gefrierfach mit Eis in der Sattelkammer. Sehr praktisch, wenn man durchgeschwitzt mit misten fertig ist, und dringend eine Abkühlung benötigt.

Schritt zwei: Mehr Pferde brauchen auch mehr Futter. Also, um genügend Platz in der Sattelkammer zu haben, musste eine eigene Futterkammer her. Ist ja sowieso schöner, wenn alles beieinander ist und die beiden Bereiche getrennt sind. Dazu wurde ein Durchbruch in das bisherige Heulager im Mädels-Stall geschaffen.

Umbau

Umbau Futterkammer – hell und luftig. So ist das schön! Foto: privat

 

Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt, wo ist das Heu hin? Nachdem wir ja komplett auf Netzfütterung übergegangen sind und inzwischen ja auch sehr viele Mengen an Netzen gestopft und gelagert werden müssen, war es praktischer die Netze direkt am großen Heulager zu befüllen. Dazu hat Johannes die Bank am Putzplatz etwas verkleinert und einen Durchgang zum Heulager nach unten geschaffen, wo jetzt fleißig gestopft und gestaubt werden kann. Der Vorteil ist natürliche auch, dass unsere Sättel nicht mehr dem Heustaub ausgesetzt sind, weil alles schön nach draußen verlagert ist.

Das hat natürlich weiter zur Folge, dass das komplette Heulager im “Ur-Stall” und das Fressgitter dort überflüssig wurden. Um die Fläche anderweitig zu nutzen, hat Johannes beschlossen es einfach als zweites Pferdebett umzubauen. Die Damen haben jetzt also zwei Pferdebetten zur Auswahl, das bisherige und das Neue im “Urstall”.

Strohbett Nr. Drei - Foto: privat

Strohbett Nr. Zwei – Foto: privat

 

Bei den Jungs im Paddock Trail wurde dafür vom Mädels-Strohbett etwas abgeknapst und das Jungs-Strohbett deutlich vergrößert. Die Jungs müssen ja schließlich auch genügend Platz zum Schlafen und trocken stehen haben. Das Fressgitter, was bei den Jungs zur Grasfütterung aktiv war wurde ebenfalls funktionslos. Erstens war es für die langen Walle-Mähnen nicht sonderlich zuträglich, zweitens wurde es mit Abschluss der Gras-zufütter-Saison geschlossen.

Und an faulen Sonntagen bastelt Johannes übrigens immer wieder an kleinen Überraschungen für Zwischendurch. Als wir neulich alle zur Fuchsjagd weg waren hat er den Tag genutzt und der “Mädels-WG” ein Pendant des Fressturms gebastelt. Manchmal traut man sich gar nicht mehr nach Hause zu kommen, vor lauter Angst, das Zuhause nicht mehr wieder zu erkennen!

Fressbaum

Mädels-Fressbaum (mit Resi) im grauen Oktoberlicht – Foto: privat

 

Im Vergleich dazu noch mal den Jungs-Fressturm im Sonnenlicht:

 

Jungs-Fressturm

Jungs-Fressturm – Solange Man(n) noch drunter passt ist alles gut – Foto: privat

 

Damit dürftet Ihr jetzt erst einmal auf dem neusten Stand der Dinge sein. Und nachdem der Winter ja bei uns die klassische Umbau-Jahreszeit ist, weil ist ja so schön ungemütlich draußen …. hahaha … gibt es in der nächsten Zeit bestimmt noch etwas zu berichten.