Del Cavador

Weit gereiste Eisbären?

25. Januar 2020:

Bei wunderbar mildem Reitwetter fand dieses Jahr unser 7. Eisbärenritt am Zykloopenhof statt. Wir hatten eine komplett neue Strecke ausgekundschaftet – uns verschlägt es auch nicht so oft in diese Richtung – von daher war es auch für uns beim Probereiten spannend!

Wir konnten 40 Starter auf die neue Strecke schicken und mehrere Teilnehmer hatten über 100 km Anreise! Wow … ich sage nur: WOW! Ihr seid ja Wahnsinnig! Es freut uns riesig, dass hier trotz Winterwetter keine Kosten und Mühen gescheut werden, um dabei sein zu können! 

Quoten-Traber bei der Begegnung mit dem Stier! – Foto: Eisbärenritt

Unsere Starter durften nach der Anmeldung erst mal in unserer kleinen „Reithalle“ ein paar Aufgaben bewältigen. Wir haben Teile des Trails im Working Equitation-Style angelegt. Einmal eine klassische Brücke und dann den Stier mit Garrocha stechen. Aber alles nur im Schritt – ganz gechillt. Als nächstes durften die Teilnehmer ihre kleinen grauen Gehirnzellen anstrengen und „Einkaufen“ gehen. Mit Pferd an einen Tisch parken, und dann die Einkaufsliste 10 Sekunden auswendig lernen und dann nach Gedächtnis von den Gegenständen am Tisch „einkaufen“. Danach durfte noch „Fußball“ gespielt werden. Den Ball mit einem Besen ins Tor schussern. Auch nicht so einfach.

Auenhof-Paso Finos beim Shoppen! – Foto: Eisbärenritt

Dann ging es erst mal auf die Strecke. Dieses Mal waren es 20 km mit mehreren Stationen, die wir unseren Startern per Karte zumuteten. Der erste Halt war am Flurdenkmal – hier waren wir vom Ritt im mystischen Tannenwald inspiriert und hatten unseren Dieter gebeten uns auch so eine „Leiter“ zu basteln. Quasi Stangen, die auf längeren Hölzern liegen und die beim Überreiten nicht umkippen sollten. Für viele Pferde war übrigens alleine schon das Hinreiten ganz „gefährlich“. Zur Erbauung bekamen die Reiter dann noch eine rohe Spagetti mit auf den Weg, um sie bei der nächsten Station heil wieder abgeben zu dürfen. Unterwegs musste man ja nicht nur nach Karte reiten, sondern auch eine Straße überqueren. Also nicht ganz so einfach. 

Connemara-Power an der „Leiter“ – Foto: Eisbärenritt

Aber viele brachten die Nudel trotzdem heil zur zweiten Station, intern die „Ortolan“-Station genannt. Hier durften die Reiter Geschicklichkeit beweisen, indem sie Dinge in unterschiedliche Felder werfen mussten. Und schon ging es weiter Richtung Mittagspause. Die hatten wir dieses Jahr an einem richtig urigen Blockhaus in einer Schrebergarten-Anlage. Hier gab es Getränke zum Aufwärmen (oder Abkühlen) und die berühmt-begehrten Eierringe, Kuchen und Unterhaltung. Wir hatten hier bewusst mal keine großen Aufgaben geplant. Die Reiter durften nur beim Weiterreiten von rechts aufsteigen, immer wieder eine gute Übung 🙂 und wurden nach dem „Ortolan“ gefragt. An der Station vorher war nämlich eine Reihe Schilder, die den Ortolan beschreibt. Das ist übrigens ein bodenbrütender Singvogel, der in Franken hauptsächlich im Getreide brütet und sich auch gerne in so Obstwiesen aufhält. Er soll übrigens auch Ludwig van Beethoven zur „Fünften Symphonie“ inspiriert haben und in Italien und Frankreich gelten sie als Delikatesse … nur mal, um etwas Kultur hier rein zu bringen! 🙂

Unsere fünfte Station war dann am „Eichelsee“ – ganz früher der Freibad-Weiher von Mainbernheim. Hier war wieder Working Equitation angesagt: vorwärts in Schlangenlinien durch die Bäume, Glocke klingeln lassen, und im Idealfall rückwärts zurück. Anschließend ging es zurück zum Zykloopenhof. Hier konnten die Ponys entspannen und sich die Reiter bei reichhaltigem Buffett stärken und wieder aufwärmen. 

Reitende Pinguine auf Paso Peruanos!? – Foto: Eisbärenritt

Vielen Dank an alle unsere fleißigen Helfer, alle Kuchenbäcker, alle Streckenposten, unsere Anmeldung, unsere Fotografen, unsere tolle Mittagsstation, unsere Hängerparkerin, und an alle Einsteller, die das jedes Mal „erdulden“ und natürlich an alle Teilnehmer und Besucher! Wir freuen uns jedes Mal, wenn alles so gut geklappt hat und alle zufrieden nach einem schönen Tag wieder nach Hause fahren. 

Wir freuen uns auch, dass wir dieses Jahr neben Paso Finos und Isländern auch zwei Paso Peruanos, einen Töltenden Traber (unseren Quoten-Traber :-)) und einen Tennessee Walker dabei hatten. Auch unsere Läufer waren mit ihren beiden Shettys dieses Jahr wieder mit dabei – das finden wir auch immer wieder Klasse! Und natürlich hatten wir auch dieses Jahr wieder ganz tolle Eisbärenkostüme am Start! Es freut uns immer wieder, wie viel Mühe Ihr Euch gebt! 

Unsere Siegerin hat sich gleich zu Beginn schon gefreut! – Foto: Eisbärenritt

Dieses Jahr konnte Katha Kemmer sich über den ersten Platz freuen – ein Shooting mit Yvi Tschischka Photography. Überhaupt hatten wir tolle Sponsoren! Filogran, Lanfranco Horse Fashion, Loesdau, Reitsport Veh, Zedan, Mühlendorfer – unsere Teilnehmer bekamen alle einen neu designten Zykloopenhof-Eimer mit tollen Sachen darin! 

An der Ortolan-Station – Foto: Eisbärenritt

Wir hatten dieses Jahr auch an jeder Station gebeten Plus- und Minus-Punkte zu verteilen für besonders faires und schönes Reiten. Uns freut dass dieses Jahr dieser Preis auch an die Teilnehmerin mit der längsten Anreise gegangen ist: Alexandra Rau von Paso Finos vom Auenhof, in 86480 Aletshausen. 

Wir hoffen Euch auch nächstes Jahr wieder einen tollen Eisbärenritt bieten zu können und freuen uns schon uns wieder „Gemeinheiten“ für Euch auszudenken! 

Isi(s) Unterwegs auf der Strecke – Foto: Eisbärenritt

PS: Die Teilnehmer bekommen noch eine Email mit dem Link für die Fotos, aber wer schon mal spitzen möchte: HIER

Jahresrückblick?

01. Januar 2020:

Ich habe mir lange überlegt, ob ich einen Jahresrückblick schreiben soll. Nachdem es ein sehr dramatisches Jahr war, wäre ich wohl nicht mehr aus dem erzählen raus gekommen …. dann bin ich gestern auf den bebilderten Rückblick von Yvi auf Facebook gestoßen und hab mir gedacht: Das machste einfach nach. Das Anblicken der Bilder hat mich irgendwie positiv gestimmt. Und positiv gestimmt ist die Grundeinstellung für nächstes Jahr. Von daher: et voila!

Und wir waren doch ganz schön unterwegs und haben richtig tolle Dinge erlebt! Von daher DANKE an alle, die wir auf der letztjährigen Reise getroffen haben und die uns begleitet haben. Ein ganz spezielles extra Dankeschön geht an meine „SoKoSven“-Herzmenschen und an Johannes, der meinen Pferden ein zu Hause gibt.

Spring Häschen, Spring – Horse Agility Kurs 2019
Messe-Team in Alsfeld – Foto: Timo Haas
Kurse mit dem Drachenpony bei Stephan Vierhaus und John Pelaez – Foto: Yvi Tschischka
Eichenzell – Grandiose Kulisse beim PFAE-Turnier

Schwitzen in Mannheim an der EOA – Foto: Ellen Vierhaus
Erster Orientierungsritt in Dettelbach – Foto: Privat
Orientierungsritt in Eisingen – Foto: Privat
Drachenponys Leistung in Hünxe – Foto: Wiebke Vierhaus

Drachenpony bei der IDMG in Wemding – Foto: Anna-Maria Steinert

Fino-Bond unterwegs am O-Ritt in Nenzenheim – Foto: privat
Oktoberfest-Orientierungs-Ritt in Atzhausen – Foto: Privat
Disney-Orientierungsritt mit Drachi und Diosa in TBB – Foto: Privat
Pferd&Jagd 2019 – Foto: Nadine Schumacher
Diego del Cavador wachsen sehen – Foto: Yvi Tschischka
Drachi motiviert halten und das graue Schnicksi auf den Weg bringen – Foto: privat

Der Grundsatz bleibt auf jeden Fall: Positiv Voraus!

Es sind schon ein paar ganz tolle Dinge für 2020 geplant. Primär wünsche ich mir aber ein langweiliges, aber lustiges Jahr, ohne Drama – Danke Schicksal, das wäre nett.

Strohgemauschel?

26. Dezember 2019:

Das Jahr neigt sich dem Ende zu …. also die Beste Zeit um noch mal total auszumisten! Wir haben die Tage nämlich das Strohbett der Weiber-WG gemistet und dazu gibt es ein kleines Filmchen.

Wir misten die Strohbetten komplett ungefähr alle halbe Jahr maschinell leer, geben neues Stroh hinein und freuen uns dann wie die Schnitzel, wenn die Ponys direkt reinkommen und als erstes in das frische Stroh pinkeln. Wie man das halt so macht als bekloppter Pferdebesitzer.

Das Strohbett wird natürlich auch täglich gepflegt. Es werden jeden Tag die frischen Pferdeäpfel abgelesen und je nach Benutzung bekommen die Ponys regelmäßig frische Stroh-Rundballen als Ergänzung der Matratze obendrauf. Das System hat sich über mehrere Jahre inzwischen sehr gut bewährt und die Ponys lieben ihr Strohbett.

Strohbett bei den Jungs – lädt ein zu diversen „Besprechungen“ – Foto: privat

Gefühlte Millionen Bilder von schlafenden Ponys in diversen Strohbetten beweisen das sehr eindrücklich. Jede Gruppe am Zykloopenhof hat so ein Strohbett.

Weihnachten?

24. Dezember 2019

Kasper-Deppen 🙂 – Foto: Yvis Kamera

Weihnachten – jedes Jahr ein Datum vor dem mir ein bisschen gruselt. Ich mag die Hektik vor Weihnachten nicht. Ich mag die Zwänge an Weihnachten nicht. Zwänge kann man hier getrost auch durch Traditionen ersetzen. Aber ich mag, dass es draußen Dunkel und Kalt ist. Im Idealfall liegt dort auch Schnee, man kann den ganzen Tag Glühwein und Kinderpunsch trinken ohne komisch angeschaut zu werden. Es gibt Lichterketten, Kekse und Lebkuchen. Das alles mag ich.

Zwerg kann so lustige Sachen mit seiner Schnute machen! – Foto: Yvis Kamera

Was mich nervt ist der Konsum, „Last Christmas“ im Radio, der Streß und die Hektik in den die Menschheit ausbricht und dass Weihnachten für alles als Entschuldigung genommen wird. Mich nervt, dass die Leute regelrecht austicken, wenn sie mal zwei Tage nicht einkaufen gehen können und wahre panikartige Hamsterkäufe beobachtet werden können. Mal abgesehen davon, dass man nicht einfach mal eben schnell kurz Kaffee kaufen kann, man wird von gestressten und genervten Menschen an der Kasse regelrecht belästigt und muss fast schon aufpassen, dass man nicht beiseite geschubst wird.

… und Diego steckt mitten in seiner oralen Phase …. – Foto: Yvis Kamera

Ich mag Weihnachten nicht. Ich mag den Gedanken Zeit mit seinen liebsten zu verbringen und mal einen Gang runter zu schalten. Aber alles andere außen herum mag ich einfach nicht. Da entziehe ich mich komplett. Es kann aber trotzdem sein, dass man mich an Weihnachten auch mal erwischt, wie ich schnulzige Filme gucke und den Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“. – Wobei den hab ich gestern geguckt und dabei ist mir aufgefallen, dass die den Pferden im Film ganz schön in den Mäulern herum zerren. Daran muss ich mich jetzt leider ständig erinnern.

Fast ein bisschen Süß die Beiden – Foto: Yvis Kamera

Nichtsdestotrotz versuchen wir Weihnachten lustige Dinge zu machen. Yvi und ich haben neulich versucht mit Diego und Jacinto seriöse Weihnachtsbilder zu machen. Aber eigentlich eher, weil wir es immer so lustig finden, wenn die Ponys Bommelmützen tragen. Und es war tatsächlich lustig. Die zwei Deppen haben die ganze Zeit herum gekaspert. Was dabei entstanden ist, könnt Ihr hier sehen.

Das ist also mein Weihnachtsgruß dieses Jahr: Kasperponys. Gerade auch weil die Ponys mir dieses Jahr eine echt große Stütze waren und sind und weil Lachen einfach gut tut.

Pferd & Jagd 2019

Pferd&Jagd 2019 – Foto: Nadine Schumacher
Danke für die ganzen tollen Fotos Nadine!!!!

04. bis 08. Dezember 2019:

Puh! Ich weiß gar nicht womit ich anfangen soll! Auf jeden Fall war die Messe Pferd und Jagd in Hannover wieder eine komplette Erlebnisreise. Und es war uns ein Fest dabei sein zu dürfen und alle tollen Gangpferde- und Nicht-Gangpferde-Menschen in Hannover wieder treffen zu dürfen. Die Organisation von Kaja Stührenberg und Doro Martin war wieder einmal Topp! Sowieso ist das IGV-Messe-Team auf der Pferd und Jagd etwas ganz besonderes. Der Team-Geist ist wirklich unschlagbar! 

Messe Hannover hinter den Kulissen – ich mag die alten Expo-Gebäude! – Foto: Privat

Jedenfalls haben wir am Mittwoch Frau Sumpf auf den Hänger gepackt, unterwegs im fliegenden Wechsel noch Britta bei Fulda eingesammelt und sind gen Hannover getuckert. Britta, die Hotel-Abende mit Dir sind echt schon schöne Tradition! Den Donnerstag haben wir pferdetechnisch alleine gestemmt (Diosas Tochter Dea konnte leider doch nicht mitkommen) bis dann am Freitag Sabrina und Jalapena in Hannover aufgeschlagen sind. Somit war das Reiter-Team der Finos komplett. Und die beiden haben das super gemacht – erste Messe und dann gleich Hannover! Respekt Sabrina! Unser Bodenpersonal war natürlich auch topp – diesmal mit Anna und Julia sogar mit zwei „Neulingen“ bestückt 🙂 

Stand-Beschmückungs-Selfies bei der Arbeit …. läuft – Foto: privat

Wir hatten ein bis zwei Auftrittszeiten in der großen Show Arena – 4 Minuten Gangpferd komprimiert sozusagen – die Finos vorneweg – was schlichtweg genial ist, weil es so Spaß macht in diese Arena rein zu reiten. Täglich hatten wir außerdem eine halbe Stunde im Aktionsring, wo wir ausführlich über Gangpferde informieren konnten. 

Kaja Stührenberg hat uns gekonnt durch die Gangpferdereise moderiert: Erst alle Rassen zusammen im Ring, dann eine Vorstellung des „Tölt“ ansich, Elemente der Dressur und des Reitens mit Garrocha, Gaited Working Equitation und Trail-Reiten, Gangpferde ohne Sattel im Gang und in der Freiheitsdressur, Figure Eight des Paso Fino und Champanger-Tölt als Spaßprüfungen und dann als Abschluss noch einmal alle Rassen im Ring. 

Glitzernde Finos! – Foto: Nadine Schumacher

Eine sehr schöne Rundum-Vorstellung der verschiedenen Rassen. Yvi und ich haben uns immer tageweise mit Reiten abgewechselt. Frau Sumpf hat immer einen guten Job gemacht und immer abgeliefert. Sie ist schon das Beste Sumpfi dass wir haben. Es kamen sogar Leute zu mir, um sie mir abzukaufen. 

Putzige Ponys oder? – Foto: Privat

In der Manege Baroque gab es von Piaffe bis Tölt-Seitengänge täglich alles rund um eine solide Ausbildung von Gangpferden zu sehen und zu hören. 

Durch die Kompetenzecke hatte man die Möglichkeit Fachvorträgen zu lauschen. Am Stand der IGV konnte man sich von 10 bis nach 18 Uhr jederzeit Informieren, Quatschen, Ausruhen und Hilfe finden. Ein Team von 60 Menschen und 18 Pferden war in Hannover vertreten. Hut ab sag ich da nur! Hannover ist eine der anstrengendsten Messen für die Pferde, weil sie in großen Hallen unter gebracht sind, und man mehrere Tage nur Geräuschkulisse und wenig Tageslicht abbekommt, zusätzlich zu den ganzen Reizen die auf die Ponys und Menschen einstürzen. Respekt an alle, die da Cool bleiben. Man muss sich wirklich überlegen, welchem Pferd man das „antut“. 

Rumhängen am Acitionszirkel mit Sun in Motion und Stefanie – Foto: Privat
… man beachte diese gut gelaunten Ponys 🙂

Natürlich waren wir auch ein kleines bisschen Shoppen und Leute besuchen. Den Klaus von Quittpad, der endlich einen Sattelgurt mit dem bewährten Quittpad-Material heraus gebracht hat. Auf den bin ich schon gespannt – er muss nur erst für mich noch gebaut werden, weil meine Größe schon ausverkauft war. Dazu habe ich meine heiß geliebten Quittpads mitgebracht, damit die defekte Umrandung nachgenäht werden kann. Dann sind die nämlich immer noch wie neu. Den Service bietet Quittpad übrigens kostenlos an. 

Am Equimero-Stand kamen wir natürlich nicht ohne mehrere Sektchen an Saskia und Tina vorbei – und nicht ohne einzukaufen. Das Taomero ist neu bei uns eingezogen. Jasmin am Soulhorse-Stand wurde besucht und die liebe Denise von Filogran, die unseren Eisbärenritt auch mit ein paar sehr schönen Geschenken unterstützt. Es gibt immer ganz viel zu entdecken und man ist auch wirklich überfordert, wenn man sich alles ansehen möchte. Das Gute an mehreren Tagen Messe ist, man kann immer mal ein bisschen gucken gehen. Dazwischen quatscht man einfach mit Menschen, die man schon lange nicht mehr getroffen hat (leider zu kurz Meike und Thora!!!) und reitet ein bisschen, oder holt sich was leckeres zu Essen an den Food-Trucks. Das sind übrigens echt gute Erfindungen. Food-Trucks. Unser Stall-Chef Johannes hat uns auch einen Tag lang besucht. Am nächsten Tag hat er dann unseren Reitplatz fertig gebaut…  

Yvi/Diosa + Sabrina/Jalapena in der Showarena – Foto: Nadine Schumacher
…nur echt mit dem „Bibi&Tina“ Soundtrack im Ohr! (kleiner Insider)

Der Sonntag war für mich eher anstrengend – beim Hänger ankoppeln haben wir entdeckt, dass ich einen komplett platten Reifen am Hänger habe. Nagel rein und raus. Und das an einem Sonntag! Super. Ganz toll. Nach einem Ärger-Schockmoment wurden also Problemlösungen gesucht. Sabrina hatte zwar einen Ersatzreifen am Hänger, aber der war zu klein. Also direkt zu meinem Pferdeanhänger-Vertreiber auf der Messe gelaufen. Fazit: Er hat uns allen Ernstes vorgeschlagen einfach den kaputten Reifen so zu montieren, dass auf der Seite wo das Pferd steht zwei Reifen sind und hinten zwei ganze Reifen und das würde den kaputten Reifen kompensieren. Klar. Super Idee. Wenn das dann nicht geht sollen wir halt mal nach 20 Minuten gucken und dann den ADAC rufen. Ja. Danke liebe Firma Sirius. Für nichts. Ich fahre doch keine 400 km mit nur drei Reifen auf der Autobahn bei Regen und Wind mit meinem Pony im Hänger! 

Also Sirius waren uns keine Hilfe, was mich schon etwas enttäuscht hat. 

Nächster Händler: Reifen zu klein. Nächster Händler Careliner: „Ja, das ist unsere Reifengröße – warten Sie mal, ich rufe den Chef an, wenn der noch nicht losgefahren ist, dann bringt der Ihnen einen Reifen mit.“ Das war er noch nicht und er hat uns einen Reifen mitgebracht – ich wollte den Chef spontan heiraten, aber seine Frau hätte da wohl was dagegen gehabt. So gegen 16 Uhr konnte ich den Ersatzreifen überglücklich in Empfang nehmen. Also fast, nachdem keine EC-Zahlung möglich war, musste Julia mir noch Geld organisieren. Zum Dank habe ich ihr den kaputten Reifen für den Heimtransport (und gerne auch für immer … *gggg*) überlassen 🙂 – Vielleicht zerhacken wir das Ding gemeinsam oder zünden es einfach an. Careliner, Ihr habt meinen Tag gerettet! Mein nächster Hänger ist auf jeden Fall von Careliner – und ich empfehle Euch auch auf jeden Fall weiter. Das nennt man Kundenservice! 

Rollin…rollin…rollin… durch die ganze Messe! – Foto: privat

In der Zwischenzeit haben wir Werkzeug und Wagenheber organisiert. Danke an Sabrina, Doro, Coco, Kaja und Thorsten! Thorsten war sowieso mein Retter, weil er den neuen Reifen so souverän ran geschraubt hat, dass ich wirklich sehr beruhigt losfahren konnte. Außerdem steckt seine Ruhe echt an. Ich habe viel über Reifenwechsel gelernt an dem Sonntag …. auch dass ich keinen Ersatzreifen im Kuga habe, sondern nur so ein komisches Klebe-Sprüh-Set. Man lernt nie aus. Ich werde mir wohl an den Pferdehänger einen Ersatzreifen basteln und in Zukunft darauf achten entsprechendes Werkzeug dabei zu haben. Aber auf das IGV-Team kann man sich echt verlassen. Zur Not hätte uns Nadine auch ihren Hänger geliehen. Nadine, die Schoki war auch gut für die Reise! Danke an Alle! 

Jedenfalls saßen wir kurz nach 17 Uhr im gepackten Auto und waren mit Sumpfi noch vor dem großen Chaos auf dem Heimweg. Und wir hatten eine echte Nerv-Fahrt. Regen und Sturm – auf gar keine Fall wäre ich da mit nur drei Reifen lebendig nach Hause gekommen! Kurz nach 22 Uhr waren wir dann am Stall und Frau Sumpf hat sich in ihre Herde verabschiedet. Und schon auf der Rückfahrt, die Hände verkrampft am Steuer, weil Windböe, Müde und Ausgelaugt, denkt man schon wieder über die nächste Pferd und Jagd nach. Pferdemenschen sind echt bekloppt! Ein Haufen Verrückter auf Hufen! 

Ein Haufen „Verrückter“ – Sonntags am Messestand – Foto: freundliche Frau vom Stand gegenüber

Pferd und Jagd 2019?

30. November 2019:

Pferd & Jagd – ich glaube 2017? – Foto: Thorsten Ruthof

Das Foto ist auch schon ein paar Jährchen alt – Yvi und ich waren damals ohne Pony bei der Pferd&Jagd, als optimistisches Bodenpersonal und professionelle Sprungständer-Halter mit Fino-Hüten. Irgendwie ist es inzwischen Tradition im Dezember nach Hannover zu fahren!

Ohne eigenes Pony ist es natürlich viel entspannter dabei zu sein. Man hat mehr Zeit zu bummeln und auch morgens im Hotel kann man das Frühstücksbuffet länger plündern. Man ist insgesamt entspannter, weil weniger Verantwortung. Aber irgendwie macht es mit eigenem Pony zum Reiten dabei mehr Spaß! Man lebt schließlich nur einmal.

Aber damals waren wir aber ganz schön froh ohne Pony gefahren zu sein. Es gab nämlich am Sonntag, dem Abreisetag, ein Schnee-Chaos rund um Hannover. Viele rutschige Straßen und auch die Autobahn war nicht gut befahrbar. Es war ein richtig ekeliger Heimweg. Wir haben sehr mit allen Reitern gebangt, die mit den Ponys im Hänger in der Nacht unterwegs waren und haben uns sehr darüber gefreut, von allen ein „Wir sind ENDLICH gut nach Hause gekommen!“ zu hören.

Messe ist immer ein Abenteuer – und deshalb sind wir sind auch dieses Jahr wieder mit Pony dabei – und hoffen auf einen gnädigen Wettergott und auf viele Gangpferdefreunde, die wir wieder treffen werden und die wir neu kennenlernen!

Besucht uns am Stand der IGV – wir sind die mit den weißen Hüten! 🙂

  • IGV-Stand mit Infos und Kompetenzecke: Halle 16 – Stand D 16 (täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr)
  • Täglich in der großen Showarena (Dauer vier Minuten):
  • Freitags 06.12.: 11.08 Uhr und 16.08 Uhr
  • Samstag 07.12.: 11.08 Uhr
  • Sonntag 08.12.: 16.08 Uhr
  • Täglich 13.00 – 13.30 Uhr im Aktionsring Halle 17 – „Die Welt der Gangpferde, mehr als nur Tölt und Pass“ mit allen Gangpferden im Vergleich, Gang-Demo, Ausbildungs-Demo (Garrocha, Liberty, Dressur, Gaited Working Equitation, Figure Eight, Champagner Tölt)
  • Täglich in der Manege Baroque Halle 16 – 17.00 – 17.15 Uhr Ausbildungsdemo mit Kaja Stührenberg (Mit Handarbeit und Seitengängen zum geschmeidigen Gangpferd)

Tag 20 – Zykloopenhof

29. November 2019:

 

Zykloopenhof am 27.09.2009 – Foto: privat

Mein Stall! Ich bin seit 2003 Zykloopenhof-Bewohner mit meinen Pferden. Und ich hoffe doch stark, dass alle meine Pferde dort auch bleiben, bis sie nicht mehr leben. Am Zykloopenhof habe ich schon einiges mitgemacht.

Überschwemmung, Luftturbulenzen, zweimal ist uns das Dach weggeflogen, dann ist das ganze Ding abgebrannt, Leute kamen, Leute gingen, Ponys kamen, Ponys gingen (gestorben sind auch welche), alles wurde immer Größer. Aber auch in den schwersten Zeiten habe ich dort ganz viel Optimismus und Zusammenhalt erleben dürfen – gerade der Brand und der Neuaufbau mit all seinen Folgen war eine Zeit, die sehr prägend war. Auf jeden Fall kann man eines sagen: Bei uns am Stall wird es nie Langweilig. Und ich bin gespannt, was ich noch alles erleben darf! (… nur vielleicht mit weniger Drama bitte :-))

Das Foto ist übrigens von 2009 – noch mit dem alten Stallgebäude und „nur“ einer Gruppe mit Pferden. Damals gab es auch noch das „Dickie“ – Die Tinker-Stute meiner Schwester. Hach ja. Und mein alter Pferdehänger mit den kleinen draufgemalten Finos, den sieht man auch. Und einen Reitplatz hatten wir damals auch nicht. Da wurde einfach ein Stück vom Auslauf abgetrennt. Da wird man richtig Melancholisch!

Und hiermit ist meine Novemberchallenge auch vorbei! Hat sie Euch gefallen? Mögt Ihr zwischendurch gerne wieder alte Fotos sehen? Gebt mir doch ein bisschen Feedback, vielleicht krame ich noch ein bisschen in meiner alten Fotokiste …

Tag 19 – Drachenpony

 28. November 2019:

Drachenpony in Entspannt – Foto: Yvi Tschischka

Das Drachenpony kam als Beschäftigungstherapie nach dem Tod von Dimera in meinen Besitz. Dieses sehr spezielle Pony hat bei mir auch eine Lebensstellung. Wer will schon so ein komisches Pony haben? Es neigt dazu ein Pummel-Pony zu sein. Man kann sie nicht richtig reiten, weil sie sehr spezielle Ideen hat. Sie neigt dazu komische Pusteln und Schwellungen zu bekommen. Man weiß nicht wirklich, was sie genau möchte. Manchmal trägt es Decke. Manchmal haßt es ALLES. Manchmal ist sie mental anwesend, manchmal nicht. Aktuell überlegt sie gerade, ob ihr ihr diesjährig gekaufter Sattel überhaupt noch genehm ist. Aber sie ist ein ganz mutiges und tolles Pony. Und sie hat diesen gewissen putzigen Blick.

Jetzt ist sie 16 Jahre alt und vielleicht ist sie jetzt so weit, dass ich sie als mein „Nachwuchspony“ zukünftig auf Turniere mitschleifen kann. Wir werde sehen. Auf jeden Fall hat mir dieses kleine rehäugig blickende Pony schon viel emotionale Verzweiflung gebracht, aber auch sehr viel Freude und ich habe von ihr und über sie schon so viel gelernt. Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich das kleine Drachenpony besitze!

Das Foto stammt aus Hünxe beim Hofturnier 2017, da hatte sie mir eine ganze lange Seite lockern Tölt geschenkt. Der Rest sah eher etwas weniger locker aus … 🙂 Drachenponyrules eben.

Tag 18 – Dimera

27. November 2019:

Dimera del Cavador 2012 – Foto: privat

Nein, das ist nicht das Drachenpony, das ist eines der wenigen Reit-Bilder, die es von Dimera gibt. Übrigens sehe ich auf dem Bild so dermaßen Jung aus – und meinem heute knapp vierjährigen Neffen so dermaßen ähnlich, dass mich das doch irgendwie erschreckt. Anscheinend hatte ich in der Zwischenzeit ein paar Harte Winter zu viel 🙂

Im Hintergrund sieht man noch die Anfänge des Zykloopenhofes. Jetzt würde man hier unter Dach stehen und statt dem Abgang in den Misthaufen geht es jetzt hier zum Heulager, wo die Heunetze gestopft werden. Und an Rico: Herrn Fenix beim Essen!

Die Zeit vergeht so schnell! Jedenfalls bin ich sehr dankbar, dass ich Dimera ausbilden durfte. Auch wenn es fast niemand gesehen hat. Mir selber hat es sehr viel Spaß gemacht und sie war einfach mein Herzpferd und sie hat mich so oft zum Lachen gebracht. 

PS: Die Reithose, die ich da trage habe ich immer noch in Gebrauch! Beste Reithosen ever. www.lookri.de – Werbung weil Produktnennung – Leider not sponsored. Ich wäre da sehr euphorisch 🙂

Tag 17 – Die Frost Fotos

26. November 2019:

Perfekter Drachenponymoment – Foto: Yvi Tschischka

Ich liebe alle Bilder aus dieser Serie total. Das war ein spontanes Shooting im Januar – es gab Bilderbuch-Frost. Den hat es bei uns nur ganz selten. Von daher mussten wir die Zeit nutzen. Dieses Bild ist der perfekte Beweis für Momentaufnahmen. Es sieht so aus, als ob das Drachenpony mit Leichtigkeit eine Pirouette springt, dabei ist es in Echt gerade der Beginn von „voll abspacken“.

Aber ich mag das Bild total – es ist für mich eine Vorschau, was sein könnte, wenn ganz viele „könntes“ und „würdes“ zusammen getroffen „hätten“ oder „wären“. Es ist ein Bild welches einfach sagt: Höre niemals auf zu Träumen, nimm einfach, was passiert. Vielleicht klappen Dinge, die man sich wünscht einfach irgendwann. Man muss nur dran bleiben – und dieses Jahr hat sich mit mir und dem Drachenpony einiges getan. Aber das Bild ist und bleibt einfach ein Traum! 

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