Del Cavador

Raubzüge im Baumarkt?

Horse Agility – Teil 2 – Wir bauen uns ein Ponyspielzeugparadis- oder Basteln mit Bekloppten!

Mit Absperrband kann man so viel anstellen! – Findet der Zwerg zwar prinzipiell doof, aber was will er schon machen – danach gibts wenigstens Belohnung! – Foto: Privat

15. März 2019:

Nachdem wir jetzt wissen, was Horse Agility ist, brauchen wir noch ein paar Hindernisse. Wir erinnern uns: alle Hindernisse lassen sich auf diese sechs Typen zurück führen: 

Slalom – Stangengasse – Brett/Planke – Gasse – Halbreifen – Sprung, kombiniert und variiert sind die Möglichkeiten unendlich. Ich habe ein paar Tipps für kreative Bastler und alle, die es noch werden wollen:

Slalom:

Einfachste Möglichkeit: Nehmt einfach Eimer (oder die bekannten IKEA-Pipi-Töpfchen)! Sie sind billiger wie die rot-weißen Hütchen und man bekommt auch weniger Ärger, als wenn man wiederrechtlich an Straßenbaustellen anhält und versucht Baustellen-Hütchen zu klauen. 

Natürlich tun es auch einfache Steine. 

Wenn man ein höher-sichtbares Slalom haben möchte helfen einem Weidepaddock-Stickel. Oder Stickel in Kombination mit Unterstellböcken für Autos (da kann man Sachen fest rein packen) oder schlicht und einfach wieder Eimer (gefüllt mit Sand o.ä.). Da kann man auch prima Stangen reinstecken. Von Saller-Sport gibt es günstige Slalomstangen (die haben auch tolle Slalom-Ständer). Auch bei Decathlon findet man für wenig Geld Slalom-Kegel und Slalom-Stangen. 

An die Slalom-Stangen kann man auch wieder Flatter-Band ran basteln, dann wird es noch gruseliger. Ihr merkt schon: man bekommt von ganz alleine gute Ideen, wenn man Dinge zum Kombinieren hat!  

Stangen:

Wer keine stabilen Hindernis-Stangen hat, oder die professionellen blau-gelben Dualgassen, kann sich einfach mit Weidestickeln behelfen. Oder Bretter in verschiedenen Längen, die kann man als Begrenzungen auch toll benutzen, ohne dass sie verrutschen. Haas-Pferdesport bietet übrigens verschiedene Stangen-Sorten an: Ummantelt mit Plastik, diese viereckigen Quadrat-Soft-Stangen und passende Hindernisständer. Das alles gibt es natürlich auch bei ganz vielen anderen Pferdebedarfs-Herstellern. Alle Namensnennungen hier sind nur Beispiele. Man muss sich einfach nur durchs Internet klicken und suchen. Bestimmt findet man auch bei Ebay Kleinanzeigen oder in der benachbarten Schreinerei günstige Stangen. Oder man hat einen Bastler am Hof – da haben wir ja Glück. 🙂

verschiedene Stangen: Vierkant-Holz (Reste Baustelle), einfaches Brett (Reste Zaunbau), angemalter Weidestickel aus Holz (nicht so schwer wie normale Springstangen) – Foto: privat

Brett/Planke: 

Sagt ja schon der Name. Da sollte man tatsächlich zu Holz greifen. Vor allem, wenn man das Brett als Wippe definieren möchte. Wobei man natürlich super mit verschiedenen Materialien beim „normalen“ rüberlaufen spielen kann. Eine Plastikplane im Baumarkt ist nicht teuer und verbirgt so viele Möglichkeiten.

Beim Schweden gibt es diese klappbaren Joga-Matten (Plufsig): die bringen auch richtig Spaß. Man kann sie Falten und auch als Podest benutzen, man produziert auch beim drüber-Reiten richtig lustige Geräusche! Das sind alles tolle Übungen für die Ponys. Für Podeste kann man die bekannten Euro-Paletten verstärken und benutzen. Überall wo Pferde erhöht stehen sollen, muss man aber noch mehr auf Sicherheit und Tragkraft achten. Also nicht einfach einen Strohballen nehmen und eine dünne OSB-Platte drüber legen…. aber so doof ist hoffentlich niemand. 

Podest kann man auch zu zweit machen! (Kurs 2017) – Foto: privat

Gasse:

Habt Ihr schon mal an Balkon-Sichtschutz gedacht? Die eigenen sich toll für Gassen! Sie sind nicht so schwer und mann kann sie gut mit den Stangen und Halterungen zu Gassen umfunktionieren. Oder man nimmt einfach diese paravent-artigen Sichtschutz-Dinger vom Baumarkt. Wenn man sich mal intensiv mit Rohren/Drainagerohren beschäftigt, kann man sich auch ganz toll ganze Tunnel bauen. Steckrohr-Systeme und Plastikplanen oder alte Bettdecken können da richtig tolle Dinge zaubern! Ganz toll sind auch diese Schwimm-Nudeln/Pool-Nudeln, die kann man auch als Stangen und Gassen benutzen. 

Halbreifen:

Taucht einfach in die Welt der Drainagerohre, Muffen, Steckmuffen, T-Drainage-Rohre, ect ab, das ist ein wahres Quell an kreativen Bastellideen. Einfach mal „Drainagerohre“ googeln oder gleich im Baumarkt shoppen gehen. Baumärkte sind sowieso tolle Quellen für gute Ideen! Und sich dann Halbreifen, Gassen und Tunnel bauen. Das ist fast so toll wie Lego spielen! Und wer von Euch hat in seiner Jugend nicht mit Lego gespielt?

Übrigens: In die Welt der Drainagerohre tauche ich noch ab … bisher war dazu noch keine Zeit!

Jacinto wird immer mutiger! – Foto: privat

Sprung:

Wer keine Hindernisstangen und Sprungständer hat, kann sich mit Strohballen (oder wieder den bekannten sandgefüllten Eimern oder gestapelten Pipi-Töpfchen ect.) behelfen. Bei IKEA gibt es bezogenen Stoff-Kisten für die Kallax-Regale (FYSE), die kann man nebeneinander stellen und die Pferde springen lassen. Beim schwedischen leckeren Zimtschneckenverkaufenden Möbelhändler gibt es auch ganz tolle Kinderspielzeuge, die sich super als Hindernisse umfunktionieren lassen. Ich sag nur Tunnelrolle BUSA (45 cm x 145 cm)! Wir lieben sie. Und sie ist erstaunlich robust! 

Foto: Yvi Tschischka, Dea und Diosa Juli 2012 – Schecken für alle Fälle!

Ihr seht, wenn man mal damit angefangen hat, sind die Ideen und Möglichkeiten unendlich! 

Ganz neu in unserem Sortiment: Ein klappbarer Tunnel!

Den hat Dieter uns gebastelt und jetzt können wir damit üben! Vielen Dank!

Zwei Module zum Einhängen in die Hallenwand mit Klapp-Scharnier (damit man es wieder wegräumen kann) – und als Luxus noch Verstärkungen zum Einhängen für die Tunnelwand! – Genial und Einfach! – Foto: privat

An diesen Tunnel könnte man auch Dinge binden und so eine Flatter-Gasse simulieren … Ihr seht schon, beim Angucken der Bilder kommen mir schon wieder neue Ideen!

Fertiger Tunnel von Innen – einfach Plane darüber schmeißen – Fertig! – Foto: privat


In diesem Blog-Beitrag kommt Werbung durch Namensnennung vor. Es gab keine Produkt-zur-Verfügung-Stellungen – Wenn was gekauft wurde, dann von eigenem Geld. Oder vom Geld anderer Einsteller. Oder Dieter hat uns was gebastelt. Außerdem müssen wir unbedingt noch Fotos von mehr Hindernissen machen! Das Benutzen und Bauen macht nämlich riesig Spaß!

Tunnelblick?

10. März 2019:

Nachdem es heute so dermaßen windig war, haben wir uns einen Spaß-Parcours in unserer Bewegungshalle aufgebaut und einfach mit allen Ponys mal ein bisschen Bodenarbeit gemacht!

Tunnelblick? März 2019 – Wir haben ein bisschen Spaß!

Der Tunnel hat uns besonders viel Spaß gemacht 🙂 – Wir brauchen einen professionelleren Tunnel!!!! 🙂

Sind wir auf den Hund gekommen?

Freestyle Horse Agility – Was soll dass schon wieder sein? – Teil 1

Drachenpony und Sumpf testen gelangweilt verschiedene Materialien – Foto: Privat


10. März 2019:

Bereits im letzten November durfte ich einem Vortrag von Corinna Ertl lauschen. Sie betreibt mit Herz und Seele „Freestyle Horse Agility“. Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht: Was ist denn das schon wieder? Was hat sie da nur wieder für Zeug aufgeschnappt! Die Frau lässt sich aber auch schnell begeistern …. tztztz…

Bei der Horse Agility bewältigen Pferd und Führperson zusammen Hindernisse. Man kennt es eher aus dem Hundesport. Im Idealfall macht das Pferd das auch mit ordentlich Tempo und ohne Strick, nur mit Fingerzeig. Und ich meine nicht nur Sprünge, da ist auch mal einer dabei, aber es geht um viel mehr! Slalom, Stangengassen, Brett/Planke, Gassen und Halbreifen – oder kurz gesagt: Alles, was sich als Hindernis eignet. 

Jacinto findet ja nicht ALLES muss unbedingt als Hindernis herhalten! (hier die Joga-Matte vom schwedischen Möbelhaus) – Foto: Privat

Die Horse Agility bietet also dem Pony nicht nur bunte Abwechslung bei der Hindernis-Gestaltung, es bietet auch dem Pferdebesitzer die Möglichkeit sich kreativ auszutoben beim Hindernis-Aufbau und Hindernis-Erfindung. Gerade in der Gruppe kommt man da auf sehr verrückte Ideen …. wir haben es schon ausprobiert 🙂

Aber erst mal ganz von vorne! Corinna beantwortete erst einmal die Frage: Wozu ist Horse Agility überhaupt gut? Es ist natürlich für alle Pferde und Menschen geeignet. Egal ob gehandicapt oder Turnierkracher. Spaß und Abwechslung sind immer gut. Gerade auch für nicht reitbare Pferde ist es eine tolle Möglichkeit den „Kopf fit zu halten“. Langeweile tut niemandem gut. Nebenbei baut man ganz einfach eine gute Beziehung zu seinem Partner Pferd auf. Durch die gemeinsame Bewegung und Gymnastizierung erhöht man sanft die Beweglichkeit von Mensch und Tier. Auch für Sport-Muffel wie mich oder Yvi die optimale Art des „Sports“. Es fördert auch die Konzentration, die eigene und die des Pferdes. Und die Ponys werden mutiger!

Die Grundlage, um mit der Horse Agility anzufangen zu können ist „lediglich“ ein halfterführiges Pferd. Das Pony sollte sich ohne Rempeln führen lassen und im Idealfall neben dem Führ-Menschen auch „schneller“ laufen können. Auf Beamten-Deutsch: „harmonisches Laufen nebeneinander unter gegenseitigem Verständnis und Deutung der Körpersprachen beider Spezies“. Und probiert das mal aus: Pferde reagieren so fein auf minimale Gesten – die Sinnesorgane der Pferde sind wesentlich sensibler ausgebildet als unsere eigenen, teilweise sehr grobmotorischen Gesten. Wahrscheinlich denken die Pferde ständig wir würden sie nur anschreien! 

Ein ganz altes Bild: Dimera und ich beim Führtraining vor einem ganz frisch gebauten Zykloopenhof – Wer hätte es erkannt? – Foto: privat

Was braucht man jetzt sonst noch für Sachen für die Horse Agility? Es reicht ein Halfter und ein guter Führstrick/Bodenarbeitsstrick. Und Lob (sei es in Form von Futter oder Stimme – oder Klicker). Dann braucht man noch ein paar Hindernisse. Und hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – aber denkt an die Sicherheit! 

Eigentlich lassen sich alle Hindernis-Arten in sechs verschiedene Kategorien einteilen: Slalom – Stangengasse – Brett/Planke – Gasse – Halbreifen – Sprung. Jetzt muss man „nur“ noch daran arbeiten, die Hindernisse auch schön und sinnvoll zu überwinden. Ganz wichtig sind die Lauflinien und die Position von Mensch und Pferd – aber das alles zu beschreiben, könnte man ein ganzes Buch füllen. Tada! Zufällig kann ich Euch da eines empfehlen: „Freestyle Horse Agility – Sport auf Augenhöhe mit dem Pferd (Spiel und Spaß mit Pferden)“ von Corinna Ertl (erschienen 2012 im Cadmos-Verlag – PS: Werbung weil Buchnennung. Das Buch hab ich mir selber gekauft).

Übrigens gibt es inzwischen auch richtige Freestyle Hores Agility-Turniere! Wer also Lust hat sich sportlich zu messen, kann sich hier richtig austoben. Und nicht nur in Deutschland. Googelt einfach mal „Horse Agility“, da findet Ihr eine große Anzahl Youtube-Videos – und auch eine Anzahl guter Anregungen für tolle Hindernis-Ideen. Übrigens, was ich total toll finde: Im Turnierreglement sind Freude und Übermut sogar ausdrücklich erlaubt! 

Diosa demonstriert: Übermut ist Erlaubt! – Foto: Yvi Tschischka Photography

Viele Hindernisse kann man mit wenig Geld selber basteln. Angefixt von dem Vortrag von Corinna Ertl und parallel durch unsere Stallkollegin Lina wird bei uns am Hof Ende März ein Kurs mit Manuela Feiler (www.crazy-pinto.de) stattfinden, bei dem wir offiziell in die Welt der Horse Agility hineinschnuppern werden. Wir sind schon gespannt – und davon werde ich natürlich auch berichten. 

Diosa und Yvi beim Podest-Üben beim Zirkuslektionen Kurs 2017 – Foto: Privat


Alkoholtest?


5. März 2019:

Die Yuppie-Karre auf nem dunklen Parkplatz – Foto: Privat


Letztes Wochenende. Kathrin und ich kommen vom kleinen Abendschoppen zurück gefahren. Auf einmal steht ein neongelber Mensch auf der dunklen Straße und fuchtelt aggressiv winkend mit einer Kelle vor mir herum. Ich bin erst irritiert, erkenne dann aber: Ah! Polizei. Eine Kontrolle. 

Ich lasse die Scheibe runter und frage: „Was geht denn hier vor sich?“ 

„Guten Abend, Polizeikontrolle. Halten Sie hier und machen Sie das Fahrzeug aus!“

„Genau hier?“

„Ja, Fahrzeug aus. Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte.“ er guckt streng.

„Ok, Moment bitte, ich bin schon lange nicht mehr kontrolliert worden. Das macht mich etwas nervös.“ 

„Hmhm.“ Prüfender Blick mit Taschenlampe ins Fahrzeuginnere während ich in meiner Handtasche herum krusche. 

„Haben sie einen nicht abgelaufenen Verbandskasten und ein Warndreieck?“

Ich strahle ihn an und sage: „Natürlich!“ 

„Würden Sie mir den zeigen?“

„Na, da haben Sie aber Glück, dass das ganze Pferdefutter nicht mehr im Kofferraum ist, sonst wäre es etwas schwer geworden da ran zu kommen. Sie haben hoffentlich keine Pferdehaar-Allergie?“

Er guckt komisch. Wir steigen aus und ich gehe an den Kofferraum. 

„Gucken Sie mal, der geht sogar von alleine auf! Toll oder?“

Er antwortet nicht. Der Kofferraum geht piepsend auf. 

„Ah – hier, mein Warndreieck. Es ist sogar noch eingeschweißt. Sehr vorbildlich oder?“

„Danke, sehr gut.“

„Wollen Sie auch meinen erste Hilfe Kasten sehen? Der muss hier irgendwo sein, den habe ich neu seit dem letzten TÜV.“

„Nein geht schon, das sieht hier sehr gut aus.“

„Na kommen Sie, wenn ich schon kontrolliert werde, dann möchte ich auch korrekt kontrolliert werden! Ich such ihn eben!“

„Nein, lassen Sie mal – alles gut!“ Ich krame weiter und frage: „„Möchten Sie meinen Führerschein auch sehen?“

„Den haben Sie mir gerade gegeben.“

„Echt? Kann ich ihn wieder haben?“

„Gleich. Haben Sie etwas getrunken?“

Ich überlege kurz, ob ich Lügen soll. Ich habe nämlich einen Faible für nette Männer in Uniform. Andererseits habe ich auch einen Faible für Männer in Uniform, die dann „böse“ werden, aber das wäre hier wohl unangebracht. 

„Ja. Ein 0,1 Glas Rotwein. Bürgerspital. Jahrgang 2015. Ein Caberne Sauvignon, im Barrique gereift, feinste Aromen von grünem Paprika und Tabak, pfeffrig, würzig im Abgang. Sehr interessante Geschmackskonstellation.“

Kathrin nickt.

Er schaut uns mit so einem komischen Blick an. 

„Würden Sie bitte mitkommen für einen Alkoholtest?“

Kathrin fragt: „Darf ich auch mitkommen? Ich wollte auch schon immer mal Pusten!“

Ich frage: „Wenn ich mich widersetze, werden Sie dann Böse?“

Er seufzt. Ich glaube ein Augen-Rollen wahrgenommen zu haben. Wir wackeln ihm hinterher.

„Hier, Ihr Mundstück.“ Er reicht mir ein in Plastik eingeschweißtes Ding. 

„Packen Sie mal aus und stecken Sie das hier rein.“ Er hält mir den Alkomat vor die Nase. 

„Wie? Ich muss das selber auspacken? Wo bleibt denn da der Service?“

„Machen Sie bitte einfach…“ ich füge mich. 

Ich puste. Das Gerät piepst und neugierig linse ich aufs Display.

„0 Promille??? Das kann doch gar nicht sein! Ihr Gerät ist kaputt!“

Er guckt mich wieder so komisch an. 

„Darf ich nochmal? Da müsste doch zumindest ein bisschen was sichtbar sein! Wir wollen das doch ordnungsgemäß testen! Es geht hier schließlich um die Verkehrssicherheit.“

„Nein, sie dürfen nicht mehr. Das ist gut so.“

„Aber es ist NULL!“ Ich stampfe mit dem Fuß auf. 

Kathrin mischt sich ein: „Darf ich jetzt auch mal?“ 

Er stöhnt. „Sie müssen aber das selbe Mundstück verwenden.“ Kathrin pustet auch. 

„Auch Null?! So geht das doch nicht. Ist dieses Gerät ordnungsgemäß geeicht worden? Haben Sie das kontrolliert? Wann war es zuletzt beim TÜV? Haben Sie einen Beleg bei sich? Wir fühlen uns hier nicht ordentlich überwacht! Und was ist mit dem Plastikmüll hier? Darf ich das Ihnen zurück geben?“

„Nein, das schenke ich Ihnen.“

„Das ist aber nicht sehr Umweltfreundlich. Haben Sie mal an die Wasserschildkröten im Meer gedacht? Diese ganzen Videos  auf Facebook, wo diese armen Tiere sich aus dem Plastik nicht mehr befreien können. Ganz Schlimm. Dieser ganze Verpackungswahnsinn. Nachhaltig geht anders. Und alles wegen NULL Promille. So geht das doch nicht! Da muss es doch eine andere Lösung geben!“

Er seufzt. 

„Sie sind hier fertig, steigen Sie bitte in ihr Fahrzeug und fahren sie weiter!“

„Sie wollten doch, dass wir anhalten!“

„Fahren Sie bitte weiter!“

„Aber jetzt warten Sie doch mal! Wir sind überhaupt nicht ordentlich kontrolliert worden. Nicht mal meinen Verbandskasten wollten Sie sehen! Ich möchte Ihren Vorgesetzten sprechen.“

Er guckt schon wieder so komisch. Er bugsiert mich zum Auto.

„FAHREN SIE JETZT!“

„Nein! Ich möchte nicht! Sie haben uns nicht nach Drogen durchsucht!“

„FAHREN. SIE. JETZT.“

Verdammt, der versteht aber gar keinen Spaß. Da trifft man schon mal andere Menschen außerhalb des Pferdestalles und dann wollen die sich nicht unterhalten. Ich starte einen letzten Versuch. 

„Warum kontrollieren Sie heute überhaupt?“

„Wir haben Fasching.“

„Echt? Ach ja, da war was … sind Sie morgen auch wieder hier?“

„Das darf ich Ihnen nicht sagen. Fahren Sie jetzt. Bitte.“

„Also gut. Dann kommen wir morgen noch mal vorbei, wenn das für Sie ok ist? Ich hab da noch einige Fragen zum Thema Verkehrssicherheit! Und mögen Sie kleine Snacks? Und vielleicht Kaffee?“

„Gute Fahrt!“

Wir sitzen wieder im Auto. „Mensch, der war aber sehr kurz angebunden, oder Kathrin? Ich kann gar nicht verstehen, warum der uns so schnell wieder los werden wollte.“ 

Am nächsten Abend war leider keine Verkehrskontrolle mehr. Wir sind den ganzen Abend herum gefahren und niemand hat uns angehalten. Dabei hatten wir uns so gut vorbereitet: Desinfektionsspray, selbstgebastelte Papp-Puste-Röhrchen und einen ganzen Notiz-Zettel Straßenverkehrsfragen extra für ihn aufgeschrieben. Die Sandwiches und den Kaffee haben wir dann einfach selber verputz. Es wird einem auch gar kein Spaß mehr gegönnt!


Pferdebesitzer-Typisierung?

Zwergenliebe – Foto: Yvi Tschischka

01. März 2019:

Nach ein paar Jahrzehnten Pferde-Stall-Leben habe ich inzwischen ausreichend zwischenmenschliche Geschichten erlebt, um schreiend davon zu rennen, vor-und-zurück-schaukelnd in der Ecke zu sitzen*, oder die verschiedenen Typen einfach in Schubladen zu stecken. Falls sich jemand angesprochen fühlt, muss er nicht, kann er aber. Mischtypen sind übrigens auch möglich. Wer erkennt sich wieder? 

Macher:

Macht einfach. Lässt sich wenig reinreden, probiert mal herum, sucht sich Inspiration, übernimmt die, wenn sie taugt in seine eigenen Gepflogenheiten. Ist pragmatisch. Sorgt sich zwar um sein Pferd, aber auf einem gesunden Niveau. Das Pferd ist kein Ersatz für irgend etwas. Das Pferd darf Pferd sein. Das Pferd darf sich dreckig machen und ein Eigenleben führen. Der Macher wirkt oft etwas Seltsam, ist aber Kompetent und für fast jeden Blödsinn zu haben. 

Rentner-Bespaßer:

Leute mit alten oder chronisch kranken Pferden, die einfach nicht mehr geritten werden und nur noch „getüddelt“ werden. Was ja auch gut ist. Schließlich haben die Pferde ihr ganzes Leben beim Rentner-Bespaßer verbracht und jetzt wird ihnen dafür gedankt. Was super ist. Hier findet man viele lustige Symbiosen zwischen Pferd-und-Mensch. Oft sehr amüsant für Außenstehende. Es schleichen sich viele kleine Rituale ein, die mit anderen Pferden so nicht funktionieren würden, sich über die Jahre eingeschlichen haben und hier ihren besonderen Charme haben. Die Pferde dürfen Pferd sein und bekommen extra Aufmerksamkeit. 

Psycho-Tüddler: 

Menschen, die Pferde als Ersatz für irgend etwas haben. Meist Menschen, die mit sich selbst nicht im Reinen sind. Sie projizieren viele Dinge auf die Pferde. Oft Krankheiten, Emotionen und Gewohnheiten. So ein Pferd hat es nicht einfach. Die Umwelt dieser Menschen und andere Einsteller übrigens auch nicht.

Das komplett (miss-)verstandene Tier bekommt schon eine Decke bei 20° Plus im Schatten, drölfzig verschiedene Zusatzfutter-Mittelchen, eine spezielle Art der Ganzkörpermassage und Spezial-Putz-Sessions. Klangschalen und Räucherstäbchen sind auch ein Thema. Gerne wird mit so Methoden wie Tierkommunikation oder gewaltminimiertem Kuschel-Training gearbeitet. Der Osteopath ist ungefähr fünf Mal im Jahr da. Der Tierarzt potentiell öfters, gerne auch umsonst. Was ärgerlich für den Tierarzt ist, der kostbare Zeit verschwendet, in der er hätte echte Patienten behandeln können. 

Im Idealfall ist das Pferd ein Schaaf und wird einfach lethargisch, weil „Todgetüddelt“, oder es trampelt seinem Besitzer auf der Nase herum (… gerne auch wortwörtlich). Insgesamt hapert es dem Tüddler an realem Verständnis für Pferdeverhalten. Kann lustig sein. Kann aber auch gefährlich sein. Dieser Typ verlässt relativ zügig wieder den Stall, weil er mit den ganzen seltsamen Menschen um sich herum nicht zurecht kommt – oder weil das Pferd sich nicht zu Hause fühlt; wahlweise negative Feng-Shui-Schwingungen in seiner Box hat. Oder der Hafer** nicht rechtsgedreht gelagert wird. Irgendwas ist immer.

Selten-Da: 

Hat zwar ein Pferd, stellt es gut unter (zahlt Miete und Tierarzt, ect) und überlässt es weitestgehend sich selber. Was nicht das Schlechteste ist. Der Selten-Da kommt immer mal zum Reiten, das Pony ist aber eigentlich in der Herde gut aufgehoben. Freut sich dann, wenn es menschliche Ansprache hat und hat so eigentlich ein ziemlich entspanntes Leben. 

Drama-Queen:

Eigentlich geht es hier gar nicht um das Pferd. Das Pferd ist nur ein Transportmittel der mentalen Ergüsse. Man hat zwar ein Pferd, aber letztendlich legt man viel Wert auf das, was andere Menschen sagen und machen. Bestätigung und Beliebtheit sind hier die Zauberworte. Man muss schon aufpassen, das solche Menschen nicht abkippen und in die Fänge von anderen Drama-Queens geraten. Die Dramas gibt es nämlich in mehreren Ausprägungen: Drama-Queens, die selber leiden und Drama-Queens, die Drama machen. Nämlich immer dann, wenn sie keine Aufmerksamkeit mehr bekommen. Sehr kompliziert. Sehr nervig. Aber eine wahre Fundgrube für gute Geschichten. 

Hardcore-Turnier-Reiter:

Kommt zugegeben im Offenstall nicht oft vor. Das Pferd wohnt eher in einer Box, bekommt regelmäßiges Training, wird eher als Sportgerät gehalten. Wenn es die Leistung nicht bringt kann es auch weiter verkauft werden. Sehr zielorientierte Reiter. Die Pferde haben nicht so viel zu lachen, außer sie sind auch ein bisschen masochistisch veranlagt.

Traumichnicht:

Trauen sich einfach nicht. Finden immer, dass sie etwas nicht richtig machen, oder zu schlecht sind. Dabei haben sie die gechilltesten und tollsten Pferde im ganzen Stall! Sie machen sich ständig Gedanken, dabei könnten sie einfach machen und genießen! 

Einhorn-Glitzer:

Lebt in seiner eigenen Welt. Einhörner in Maßen genossen sind ja ganz ok. Vor allem wenn sie Sekt dabei haben – aber für immer und mit Dauerglitzer? Ne. Der Typ Einsteller schwebt in eigenen Sphären, wirkt als ob er ständig auf Droge wäre. Äußerst atmosphärische Menschen, anstrengend. Deren Ponys sind die reinsten Geisterwesen, unglaublich toll, unglaublich intellent***, und unglaublich erfolgreich. Außerdem ist deren Verbindung zum eigenen Pferd sowas von Zwei-Seelen-ein-Gedanke-Mäßig, dass mir grundsätzlich dabei richtig schlecht wird.  

Horsemanshiper:

Hier wird gehorsemanshipt, was das Zeug hält. Alles was Freiheit, Leichtigkeit und Natural verspricht (und dazu das passende Equipment verkauft) ist bei diesem Typ total im Trend. Da wird mit Halsring ausgeritten, obwohl der Zossen keine Bremse und keine Lenkung hat. Braucht er ja nicht, weil er nur durch Gedankenübertragung gearbeitet wird. Funktioniert halt so lange super, wie keine Kreuzung, Eisenbahn oder Bundesstraße im Weg ist. So eine Dampflock hat halt einfach mal die höhere Durchschlagkraft. Fragt „Apollo 13“ (aus „Der Schuh des Manitu“), der kannte sich damit aus (R.I.P.). Die Pferde sind hier gerne mit ihren Besitzern überfordert, alle anderen übrigens auch. Sehr stressy. 

Daswarschonimmerso:

Horror für jedes Pferd und jeden Menschen. Leute, die ihre Pferde so und so behandeln, weil das schon immer so war. Da wird nix hinterfragt, weil das war schon immer so. Da wird nicht nachgedacht, weil das war schon immer so. Da wird nix an der Routine geändert, weil das war schon immer so. Kommen übrigens nicht so wirklich klar mit Leuten, bei denen alles anders ist. Komisch oder? Das war schon immer so. Argh!

Habe ich jemanden vergessen?

* der Fachbegriff dafür ist übrigens „Jaktation“ (falls ihr mit Fachwörtern angeben wollt 

** hier wahlweise Heu/Stroh/Schubkarren/Wassereimer #jedesbeliebigeworteinsetzen

*** intelligent wurde mit Absicht falsch geschrieben. Ist so ein T(r)ick von mir. 

Einstellungssache?

24. Februar 2019:

Was ist nur mit der Motivation los? Und damit meine ich meine eigene Motivation … 

Sie muss gehegt und gepflegt werden und ist schwierig auf einem guten Level zu halten.  

Suchen die Motivation … – Foto: Yvi Tschischka Photography

Kennt ihr den Film „Galaxy Quest“? Ein Film aus 1999 über ein paar abgehalfterte Serien-Darsteller einer Raumschiffserie, die sich mit Eröffnungen von Supermärkten und Conventions über Wasser halten. Sie werden von einem naiven außerirdischen Volk für echte Helden gehalten und engagiert, um den Sieg gegen einen außerirdischen Bösewicht zu erringen. Die Schauspieler müssen auf einmal real agieren und Entscheidungen treffen, die echte Leben kosten können. Bei den Abenteuern landen sie auch auf einem Planeten und Kapitän „Jason“ muss vor einem gewalttätigen Fels-Monster, was nur aus riesigen Steinquadern besteht flüchten. Die Crew versucht ihren Kapitän vom Raumschiff aus heraus zu beamen, aber das gestaltet sich etwas schwierig (dank der Angstblockade des Technikers „Fred“). Dabei schafft es Jason natürlich letztendlich sein T-Shirt auszuziehen und es entspinnt sich folgender Dialog: 

„Fred schafft es nicht Jason! Du musst es töten!“

„Töten? (Flüchtet dabei vor dem Felsmonster im malerisch-dramatischen Staubwolken) …. also ich bin für jeden Vorschlag dankbar!“

„Ziel auf die Augen!“

„Es hat keine Augen!“

„Ziel auf den Mund oder die Kehle, oder irgend eine verwundbare Stelle!“

„Es ist ein FELS! Es hat keine verwundbare Stelle!“ (Schnaufen, Rennen)

„Ich habe eine Idee! Du baust Dir eine Waffe! Sieh Dich um, kannst Du Dir eine Art primitive Werkbank herstellen?“

(Handgemenge aus dem Raumschiff ist hörbar)

„Werkbank?!!! Geh aus der Leitung!“

„Alexander, Du bist mein Berater! Berate mich!“ (schnaufen)

„Ich denke, Du musst einfach nur herausfinden was es will! Was ist seine Motivation?“

„ES IST EIN FELSEN! ES HAT KEINE MOTIVATION!!!“

Letztendlich folgt dann eine motivierende Ansprache an den angstgehemmten Techniker Fred, während Jason vom Monster herumgeschleudert wird und dann wird er natürlich in letzter Sekunde gerettet. Ohne sein T-Shirt. 

Jedenfalls muss ich immer, wenn das Wort „Motivation“ irgendwo auftaucht, an dieses Filmszene denken – und dann muss ich immer Lachen.  

Was will ich also mit dieser Szene sagen? 

Gute Laune hilft bei allem. Sie macht, dass alles nicht mehr ganz so Schlimm erscheint. Und Motivation ist gut. Vor allem, wenn man sie hat. Mir fehlt sie momentan ganz schön. Sie lauert im Hintergrund und möchte nicht an die Oberfläche. 

Motivation ist ursprünglich genetisch und instinktiv vererbtes Verhalten. Hunger, Durst und Fortpflanzung stehen auf ihrer primären Erfüllungsliste. Wobei Fortpflanzung und Familienbildung in meinem Fall nicht wirklich ausgeprägt vorhanden sind, eher im Gegenteil … aber DAS ist wieder ein anderes Thema. Also wie motiviert man sich weiter, wenn die genetischen Triebe erfüllt sind? Wenn man Ziele erreichen möchte, die auf intellektueller Ebene erhöhen sollen? Wichtig dabei sind Emotionen. Sie treiben einen an. Man möchte sich immer wohl fühlen. Also muss man Wohlfühlen anstreben, dann hat man auch Motivation. Klingt alles etwas theoretisch und verwirrend oder?

Meine primäre Motivation ist es jeden Tag in Ruhe aufzustehen (dabei erst mal nicht angesprochen werden, bis der erste Kaffee wirkt), gute Arbeit zu leisten und jeden Tag positiv abzuschließen. Dabei spielen auch die Ponys eine wichtige Rolle. Sie tragen maßgeblich zu meinem Wohlgefühl-Faktor bei. Dort bewege ich mich und interagiere (im Idealfall mit netten Menschen und vor allem mit den Ponys). Meine Motivation ist also eine gute Zeit bei den Ponys zu erleben. Dafür erdulde ich Einiges. Ich nehme zum Beispiel in Kauf den ganzen Tag arbeiten zu müssen, um Geld zu verdienen, dass ich mir das mit den Ponys auch leisten kann. Man bekommt ja schließlich nichts in den Arsch geschoben. Wobei ich meine Arbeit echt gerne mag.  

Was mich nicht motiviert: mich nerven zu lassen oder Dauernörgler zu ertragen. Meine Freizeit möchte ich nicht damit verbringen. Und schon gar nicht, wenn sie mir nicht gut tun. Dafür habe ich keine Zeit. Von daher ein kleiner Tipp an euch: Überlegt was ihr wollt und was ihr nicht wollt. Manchmal hilft es auch schon ganz klar zu definieren was man NICHT möchte. 

Und wie könnt Ihr das erreichen? Streicht einfach ein paar Dinge, die Euch nicht gut tun von Eurer Liste – und wenn das andere Menschen sind, die immer nur nehmen und nie geben – gut so – lasst sie ziehen! Natürlich sagt sich das hier so einfach. Emotionalen Ballast abwerfen tut gut. Weil letztendlich zählt die eigene Motivation und das eigene gute Gefühl. Denn nur dann kann man auch ein gutes Gefühl an andere Menschen weiter vermitteln.

Was hat das jetzt in einem Pferdeblog zu suchen? Keine Ahnung. Das sind Gedanken, die mich in den letzten Monaten (wenn nicht sogar Jahren) beschäftigt haben. Wie kann ich mich optimieren, damit es mir besser geht. Was wiederum bewirkt, dass ich motivierter bin? Weil wenn man etwas ändern möchte, dann muss man bei sich selber anfangen. Jemand anders tut es nicht. Und dann klappt es vielleicht auch wieder mit der Motivation für so Dinge wie Geschichten erzählen und lustige Blogbeiträge schreiben. Ich arbeite jedenfalls daran! 

Wir bleiben dran! – Foto: Yvi Tschischka Photography (ganz frühe Werke :-))


Pferd und Jagd 2018?

Samstag Pferd und Jagd 2018 – Foto: Nadine Schumacher 

06. – 09.12.2018:

Auch in diesem Jahr haben Yvi und ich den weiten Weg nach Hannover zur Pferd und Jagd in Kauf genommen. Dieses Jahr sogar mit Pferd. Frau Sumpf ist mitgefahren und hat sich dort sehr gut präsentiert. Was sie nicht wusste: dort traf sie auf ihr Tochter Dea und es war toll zu sehen, wie die beiden sich wiedererkannt haben und gleich wieder ein eingeschweißtes Team gebildet haben. Richtig toll, Thora und Fabian, dass ihr dabei wart! Außerdem hatte Diosa das Vergnügen ihren Ex-Lover Sello (vorgestellt von Stan Paul Pasofinotraining) wieder zu sehen und seinen Kumpel Empressario (Johanna Paul) kennen zu lernen. Insgesamt haben vier Paso Finos die bunte Welt der Gangpferde für die IGV vertreten.  

Hinter den Kulissen – Dea und Diosa auf dem Weg zum Aktionszirkel – Foto: privat

Ich mag diese Messe einfach. Sie ist zwar reisetechnisch denkbar ungünstig – wobei wir uns dieses Jahr nicht beschweren konnten, immerhin Plusgrade und „nur“ Regen – aber sie ist immer das Jahres-Abschluß-Highlight der Saison. Irgendwie ist sie wie Weihnachten. Wir treffen dort immer auf einen ganzen Haufen toller, herzlicher, begeisterter Menschen, die gemeinsam für die Gangpferde Werbung machen und die sich inzwischen zu einer richtig tollen Truppe zusammen geschweißt haben. Es geht darum gemeinsam unsere tollen Pferde zu zeigen und nicht gegeneinander einzeln herum zu krebsen – gelebte Toleranz! Und dafür bin ich allen Beteiligten richtig dankbar! Es macht einfach Spaß mit dabei zu sein! 

Yvi/Diosa, Thora/Dea, Stan/Sello im Aktionszirkel – Foto: Nadine Schumacher

Dieses Jahr konnte Stephan leider nicht dabei sein, dafür hat Kaja Stührenberg unseren Haufen souverän als Moderatorin durch die täglichen Auftritte manövriert. Jeden Tag hatten wir von 13.00 Uhr bis 13.30 Uhr die Gelegenheit im Aktionsring die verschiedenen Gangpferderassen zu präsentieren. Kompetent von Kaja moderiert wurden erst alle 17 Pferde im Ring vorgestellt und dann gab es Einzelvorführungen, um die verschiedenen Gangunterschiede noch einmal zu verdeutlichen. Außerdem konnten wir zeigen, dass man mit einem Gangpferd nicht nur im Kreis tölten kann. Elemente aus Trail und Working Equitation, ein Sprung, Garrocha-Arbeit, reiten im Damensattel (mit Sektglas in der Hand), die Paso Fino Figure-Eight, Dressurarbeit mit einem Isländer, im Western-Style vorgestellte Rockys – es gab viel zu sehen. Und nicht nur das, in der Manege-Barrock zeigte Kaja mit ihren Reitschülern auch gymnastizierendes Arbeiten mit Gangpferden (leider habe ich die Auftritte irgendwie immer verpasst – was Schade war, weil man immer neue Impulse mitnehmen kann). 

Vorträge am IGV-Stand – Sabrina erzählt über Rinderarbeit! – Foto: privat

An unserem neuen Stand-Standort in Halle 16 (direkt neben der Blogger-Lounge) konnten wir auch sieben Fachvorträgen lauschen, Yvi Tschischka und Ann-Christin von Ponyliebe-Fotografie haben für Pferdefotografen wieder eine kostenlose Portfolio-Review veranstaltet. Hier konnten Fotografen ihre Bilder vorzeigen und sich Tipps von den beiden Profis holen, um den Bildaufbau noch zu verbessern. 

Dazu kam die tolle Gelegenheit in der großen Showarena zweimal täglich für ein paar Minuten die Gangpferde zu präsentieren. Das war wirklich ein richtig schönes Erlebnis. Diese Energie, wenn man in diese Arena hineinreitet – unbeschreiblich! Ich durfte das schon einmal mit Jacinto erleben und jetzt dieses Jahr mit Diosa! *Gänsehautfeeling*

Diosa hat sich übrigens die ganzen vier Tage und die drei Auftritte pro Tag richtig gut geschlagen! Sie war durchweg motiviert und hat immer kooperativ mitgemacht. Nachdem sie nach dem diesjährigen Fohlen und dem Absetzen noch nicht wieder ihre gewohnte Rubens-Figur erreicht hatte, ging zwar ganz schön Gewicht verloren, aber jetzt zu Hause schaut sie schon wieder sehr gut aus. Ein bisschen Stress hat selbst eine so coole Socke wie Diosa. Und diese Messe verlangt viel von den Ponys ab. Die Unterbringung ist in einer großen Messe-Halle in Indoor-Boxen. Es herrscht ständig ein durchgehender Lautstärke-Pegel, trockene Luft und die Menschen und Auftritte sind auch nicht einfach für das Fluchttier Pferd. Aber ich bin sehr stolz auf mein tolles Pony – und ich bin richtig stolz auf ihre Tochter Dea, die ihren allerersten Messeaufenthalt so dermaßen entspannt mitgemacht hat. Auch auf Sello und Empressario von Stan und Johanna Paul bin ich sehr stolz, die beiden hatten nämlich ebenfalls ihren ersten Messe-Auftritt und die 13 Auftritte und vier Messetage haben alle Ponys souverän gemeistert.

Fast der ganze IGV-Haufen! – Foto: Nadine Schumachers Kamera 🙂 Weil Du bist ja drauf!

Natürlich war Nico dieses Jahr auch wieder mit von der Partie – unser heimlicher Pröbchen-King 🙂 Jeder wollte mit Nico unterwegs sein, weil er immer am Besten weiß, wo es die Gratis-Futterproben gibt. Wir haben nicht nur einen Stand unsicher gemacht und dabei echt viel gelacht.  Unsere spontane IGV-Stallgassen-Party war auch ein schönes Erlebnis – Sekt, guten Schnäppes, Knaberreien, viel Lachen, einen Haufen toller Menschen und die Ponys mitten drin! Leider konnten wir dieses Jahr nicht die Generalprobe der Gala-Show besuchen, aber das war dann doch nicht so schlimm. Dafür hatten wir viel Spaß beim Wiederfinden des obligatorischen Italieners in Sarstedt (kleiner Insider) 🙂

Jedenfalls möchte ich mich ganz herzlich bei allen Reitern, Helfern, Heuschleppern, Kaffeekochern, Technikern, Deko-Königen, Aufbauern, Staubsaugern, Kuchenbäckern (wie schafft man es auch noch Abends nach einem Messe-Tag noch zu Backen!?), Hindernisträgern, Fotografen, Besuchern, Standvertretern und Teilnehmern bedanken und ganz besonders bei Doro und Kaja, die die Organisation so lebendig und reibungslos gestaltet haben. Und bei Coco, der Zeitmanagement-Königin! Und bei Julia fürs spontane Traber reiten am Abreiteplatz 🙂 

Ihr seid alle Spitze! Und um es mit Kajas Worten zu sagen: „Ich bin sehr dankbar, ein Teil dieses Miteinanders, dieser Offenheit und dieser gelebten Toleranz zu sein.“ 

Diosa on Tour – Hannover wir kommen! – Foto: privat

Wir sehen uns alle im nächsten Jahr wieder! Hoffentlich schon vor der Pferd und Jagd 2019! 

PS: Britta! Du musst dann auch wieder dabei sein! Wir haben dich vermisst! 

Die Pferd und Jagd ist die größte Messe für Reiten, Jagen, Angeln. Dieses Jahr kamen 102.100 Besucher. Die Messe findet jährlich – seit 1981 statt – Messegelände Hannover-Laatzen.

Gut Versichert?

November 2018:

Nachdem mit dem nasskalten Herbst auch wieder die Zeit anfängt, wo ein gewisses, momentan sehr mopsiges Pony letztes Jahr eine Kolik geschoben hat, weil es sich nicht so gerne bei Regen draußen bewegt, rückt das Thema Pferde-OP-Versicherung wieder in den Vordergrund meines Gedächtnisses. Wir sind jetzt dank guter Beratung für den nächsten „Notfall“ gut versorgt und können entspannt der Weihnachtszeit entgegen sehen.

Wir erinnern uns: Dezember 2017: Klinikentlassung eines schlanken, munteren Drachenponys – Foto: Privat

Ergänzend zu meinem Blog-Beitrag „Hilfe für den Notfall?“ habe ich noch ein kleines Interview mit Christine Schramm geführt und sie gebeten, ein bisschen aus ihrem Arbeitsalltag zu erzählen.

Im Notfall ist es sehr sinnvoll kompetente Hilfe zu haben, wenn man sich im Versicherungs-Dschungel zurecht finden muss. Damit meine ich nicht nur den Vertragsabschluss (Was ist für mich und mein Pferd die beste Option an Versicherung?), sondern gerade wenn man eine Versicherung nach „Schadensfall“ in Anspruch nehmen muss und man als Pferdebesitzer den Kopf gerade nicht frei hat für kompliziert klingende Versicherungstexte.

Versicherungen sind sehr kniefiesselig, was Zahlungen betrifft. Im Einstreichen von Beiträgen dagegen sind sie schneller. In meinem Beruf habe ich oft mit abgewiesenen Krankenhausrechnungen zu tun. Die Krankenkassen (für Menschen) möchten aus den haarsträubendsten und absurdesten Gründen nicht, oder nur teilweise, bezahlen. Hier hilft eine gute Dokumentation und vor allem gute Argumentation und – vor allem – das klare Verstehen von Versicherungsregeln und ein sicherer Umgang mit Gesetzestexten und Gerichtsurteilen. Damit ist man als Laie überfordert und deshalb ist es gut kompetente Hilfe zu haben.

Nachdem ich noch keinen Schadensfall an meinen eigenen Pferden eingereicht habe, bin ich natürlich neugierig wie so etwas im Tier-Versicherungs-Bereich abläuft, deshalb habe ich einfach Christine ein bisschen befragt:

Hallo Christine, Du bist seit 20011 selbständige Versicherungsmaklerin für ganz Deutschland. Du hast Dich seit ein paar Jahren auf Pferde- und Hundeversicherungen spezialisiert. Wie kam es dazu?

„Das hatte sich aus dem Hobby Reiten entwickelt. Ich war damals bei den Gesprächen mit anderen Reitern immer wieder überrascht, wie wenig doch über die richtige Absicherung für Reiter und Pferd bekannt ist. So entstand meine Spezialisierung für den Tiere, Reiter und Pferde. Dabei geht es auch nicht nur um die passenden Versicherungen für das Pferd sondern auch für den Reiter. Reiten ist ein wundervolles Hobby, bei dem man nicht vergessen sollte, dass die Unfallgefahr doch sehr groß ist. Jeder Reiter sollte daher auch sich ausreichend abgesichert haben.“

Wenn das geliebte Tier erkrankt ist, geht einem das ziemlich an die Substanz. Gegen Aufregung hilft Routine. Erkläre uns doch einfach einmal: Wie verhalte ich mich im Falle eines Notfalles?

„Als erstes bitte immer sofort den Tierarzt rufen oder in die Klinik fahren und versuchen ruhig zu bleiben. Ich selbst war mit meinem Pferd 3 mal in der Klinik und weiß, wie schwer das sein kann.
Nachdem Sie wissen, was Ihr Pferd hat, kann geprüft werden, ob es sich um einen versicherten Fall handelt. Bei der Krankenversicherung ist das etwas leichter als bei der OP Versicherung. Meine Kunden dürfen dann gerne auch noch mich anrufen um den Fall zu besprechen.“

Kannst Du einen beispielhaften Ablauf eines Versicherungsfalles wiedergeben?

„Im Idealfall läuft das so ab. Das Pferd wird in der Klinik operiert, Sie reichen die Rechnung bei der Versicherung ein und haben spätestens nach 10 Werktagen das Geld auf dem Konto.
Oftmals wird jedoch noch geprüft, ob das Pferd schon vor Versicherungsbeginn krank war oder Symptome hatte. Um einen reibungslosen Ablauf garantieren zu können ist es daher sehr wichtig, dass man sein Pferd möglichst zeitnah versichert und alle Vorerkrankungen ehrlich und komplett angibt.“

Was macht Dir am Meisten Spaß in Deinem Beruf?
„Definitiv die Abwechslung. Ich lerne jeden Tag neue Leute kennen, suche nach passenden Tarifen für meine Kunden und helfe bei Schäden weiter.“

 

Vielen Lieben Dank für das Interview und weiterhin viel Gesundheit für Tier und Mensch!

 

Schaut gerne einmal hier vorbei: Christine beschreibt immer wieder Beispiele und auch sehr schön, welche Versicherung was gezahlt hätte. Klickt Euch einfach mal durch!

 

PS: Das ist übrigens unbezahlte Werbung durch Namensnennung 🙂 Ich wurde nicht außer der Norm vergünstigt oder hatte sonst irgend welche Vorteile mit meiner eigenen Versicherung. Außer natürlich einer kompetenten und netten Beratung. Muss ja heutzutage extra dazu gesagt werden! 🙂 

Reitplätze?

3. November 2018:

Momentan bin ich etwas schreibfaul … keine Ahnung woran das liegt. Erzählen könnte ich eigentlich immer etwas. Schließlich veranstalten die Ponys jeden Tag lustige Sachen. Vielleicht ist es ein Herbst-Blues. Mal sehen, wie sich der noch weiter entwickelt. Vielleicht wisst Ihr ja ein paar Tipps dagegen?

Aber was ich auf jeden Fall erzählen möchte: Wir haben sind am Stall jetzt für den kommenden Winter gerüstet. Zumindest was unsere Reitmöglichkeiten angehen. Matschprophylaxe wird zusätzlich laufend und akut betrieben, wenn es dann wieder so weit ist. Aber Johannes hat schon viele Flächen, die früher kritisch waren gepflastert oder beseitigt. Von daher: Winter komm ruhig! (… und bring etwas Regen mit!!!)

Nach 8 Jahren Nutzung hat unser „kleiner“ Reitplatz ein komplettes Makeover bekommen. Wir haben den Reitplatz-Boden ausgetauscht und erneuert. Dabei wurde der Zaun auch gleich komplett neu gemacht. Der war inzwischen schon etwas wackelig.

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Original-Bau des „kleinen Reitplatzes“ – hier kann man schön den Unterbau sehen. Foto: privat von 2011

Ich kann also ganz angeberisch verkünden, dass der Zykloopenhof jetzt VIER Reitmöglichkeiten anbieten kann. Eigentlich fünf, wenn man das Reitgelände bei uns mitzählt 🙂 Das ist alles auf jeden Fall mehr, als ich mir je erträumt hätte. Ich war damals schon mehr als zufrieden, endlich einen kleinen abgezäunten Platz zu haben, auf dem man im Winter (oder überhaupt) einigermaßen beleuchtet ein bisschen Gymnastik mit dem Pony machen konnte.

Jetzt haben wir zur Auswahl (und alle vier mit Beleuchtung! … also nicht „Flutlicht-Fußball-Live-Ausstrahlungsmodus-Beleuchtung“, aber auf jeden Fall „Funzelig-aber-ich-seh-über-was-ich-nicht-fallen-möchte-Modus“:

Der kleine Reitplatz:

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2018: komplett neuer Boden, komplett neuer Zaun! – Foto: privat

Komplett neuer Boden und komplett neuer (und höherer Zaun) – mit Eingangstor, dass wir immer zum „Tor“-Üben benutzen und „Palo“ (Longier-Pfosten) – wird gerne von uns als Trail-Platz benutzt. Mit Sitzgelegenheit für lüsterne Zuschauer.

Hinten im Bild seht Ihr gleich das Roundpen und die Bewegungshalle! Der Ovalplatz befindet sich direkt dahinter. Ach ja, und an dem tollen Pferdeanhänger im Hintergrund erfreue ich mich immer, wenn ich ihn sehe. Er glitzert ein bisschen in der Sonne.

Das Roundpen

Roundpen  – schaut nach, wie es gebaut wurde.

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Testzwerg – Foto vom Roundpen kurz nach der Fertigstellung – Foto: privat

Perfekte Ergänzung zum Reitplatz. Griffiger Boden – Wunderbar um konzentriert Dinge üben zu können, ohne sich ablenken zu lassen.

Die Bewegungshalle:

Bewegungshalle – hier findet Ihr alle Infos

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Bewegungshalle im Panorama – Foto: privat

Perfekt im Winter, wenn draußen alles nass ist. Man geht nass und klamm in die Bewegungshalle und trocknet windgeschützt während der Arbeit mit dem Pony, so dass man hinterher wieder trocken und aufgewärmt raus in die reale Welt stolpern kann.

 

Der Oval-Platz:

 

Ovalplatz
Ovalplatz 2018 – neuer Boden und „Naturtöltbahn“ außenherum – Foto: privat

 

Der hat sich inzwischen zu einem richtig schönen Reitplatz gemausert. Er bekam den alten Boden vom kleinen Reitplatz und ist seitdem richtig griffig zum Reiten. Hier haben wir ein paar Stangen und kleine Sprungständer deponiert, da kann ein bisschen Stangen-Gymnastik betrieben werden (Danke, an Dieter, der sich momentan dem Streichen von neuen Hinderniss-Stangen widmet). Man kann auch schön um den Oval-Platz herum reiten – das ist unsere „Töltbahn“ aus Naturboden.

Jetzt bin ich gespannt, wann wir unseren eigene kleine Trail-Wiese mit Wasser-Durchgang bekommen …. *hust* … Wunschliste an Johannes! 🙂

Zykloopenhof – Infos insgesamt und Rundgang – Werbung da Hofnennung.

Charakterstudien – Drachenpony?

Nachdem Ihr meine Ponys ja überwiegend durch Geschichten kennt oder auf Bildern seht – und Bilder sind immer Momentaufnahmen, die selten den Charakter eines Pferdes komplett beschreiben – dachte ich mir ich stelle Euch einfach mal Stück für Stück meine Ponys und Ihre Eigenheiten vor.

La Respuesta de los Angeles, so lautet „Resis“ kompletter Name, wurde 2012 mein Pony. Ich kannte sie schon seit sie nach Deutschland gekommen ist und nach dem Tod von meinem Nachwuchspony Dimera (Diosas erster Tochter) zog Resi im Sommer bei mir ein. Sie ist und bleibt ein Projekt-Pferd. Eine „gute“ USA-Erziehung und eingefahrene Verhaltensmuster machen es nicht immer leicht mit ihr. Aber sie hat so einen tollen Charakter und in ganz langsamen Schritten taut sie auf und manchmal zeigt sie was für ein tolles Pferd sie sein könnte, wenn sie sich nicht selber so im Weg stehen würde. Der Spitzname „Drachenpony“ kam mit ihrer schicken zackigen Kurzhaar-Frisur. Der Name ist übrigens auch Programm! Irgendwann färbe ich die Zacken mal Feuerrot!

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Perfekter Drachenponymoment 2017 – Foto: Yvi Tschischka PS: Das perfekte Beispiel, was Fotos ausmachen können. Was wie eine fluffige Galopp-Pirouette aussieht, ist eigentlich der Beginn von einer Resi-Typischen-Hopps-Salve 🙂 Aber ich liebe das Foto!

 

15 Dinge über Resi:

♠ Das Drachenpony hat die Fähigkeit sich ganz langsam über das Paddock zu bewegen. Fast zeitlupenartig, wie Katzen, die sich unauffällig anschleichen. Wenn man sich dann wegdreht und kurz danach wieder hinguckt ist sie auf einmal weg. Ist es Zauberei?

♠ Das Drachenpony leidet extrem wenn sie geimpft wurde oder ein Weh-Wehchen hat – aber nur so lange jemand hinsieht.

 

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Schmusedrachenpony weil Bauchweh – 23.12.2017 – Foto: Yvi

♠ Das Drachenpony verteidigt ihr Essen inzwischen sehr vehement. Da wird sie echt zum Drachen!

♠ Das Drachenpony neigt dazu sehr barocke Formen auszubilden. Aber sie ist NICHT FETT!

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Sie ist NICHT FETT!!!! – 2012 – Foto: Yvi Tschischka

 

♠ Das Drachenpony bleibt auch alleine zuverlässig in irgendwelchen Boxen stehen. Sie liebt es eine eigene Box zu haben. Aber nur, wenn da auch was zu Essen drin ist.

♠ Das Drachenpony neigt zu komischen Pusteln, riesengroßen Hautschuppen, komischen Schubberstellen und seltsamen Schwellungen an ihrem Körper. Vor allem, wenn sie sich nicht genügend beachtet fühlt. 

♠ Das Drachenpony mag keinen ekeligen Winter-Regen. Aber das mögen alle drei Ponys nicht. Da bricht dann doch das Südländische Erbe durch.

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Wildes Drachenpony! – Foto: Anne Moorbrink 2017

♠ Das Drachenpony hasst Sattelgurte. Da wird sie zum Schni-Schna-Schnappi!

♠ Das Drachenpony hasst es, wenn man ihre Ohren anfasst. 

♠ Das Drachenpony reagiert sehr extrem, wenn man die Zügel annimmt und schneller reiten möchte. 

♠ Das Drachenpony hasst es wie die Pest, wenn man auf Ihr drauf sitzt und mit komischen Dingen hantiert. Da reicht auch manchmal schon, wenn man nur ein Blatt Papier auffaltet.

♠ Das Drachenpony hat Momente, an dem sie Kuscheln kommt und Tage, an dem sie einen mit Blicken tötet. Das kann minütlich wechseln. 

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Das Drachenpony ist skeptisch 2017 – Foto: privat

♠ Das Drachenpony steht Bombensicher wenn sie steht. Auch wenn sie gerade irgendwie explodiert ist und wie eine Gestörte durch die Gegend gehopst ist.

♠ Das Drachenpony wäre gut im Poker. Sie starrt einen an und man weiß einfach nicht was sie will.

♠ Das Drachenpony ist außerordentlich vorbildlich im Handling. Wenn man sie wo hin stellt, bleibt sie da auch stehen. Das prädestiniert sie als perfektes Foto-Pony. Nur das mit dem Ohren vor wird manchmal schwierig.

Resi Gaited Working Equitation Hünxe
Drachenpony in Entspannt Hünxe 2017 – Foto: Yvi Tschischka

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