Del Cavador

Motivation-Shortcut?

Es gibt jetzt Motivation bei Del Cavador! Primär um mich selber am Riemen zu reißen und mein Leben etwas sortierter zu bekommen (man wird ja nicht jünger … ), aber vielleicht ist für den einen oder anderen ebenfalls einen Anstoß dabei, etwas im täglichen Leben zu verbessern? – Ich bin gespannt!

Original: Yvi Tschischka Equinephotography

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

♥ Lächeln! ♥ 

 

 

Hä? Was will die Alte? Lächeln? Gehts noch?? Ja, lächelt Euch einfach jedes Mal zu, wenn Ihr einen Spiegel seht. Einfach grenzdebil in den Spiegel glotzen und sich selber anlächeln. Wenn Ihr Leuten auf der Straße begegnet, einfach mal lächeln. Schaufensterscheiben, Anlächeln. Wenn wer Euch am Telefon anruft, den ihr nicht hören wollt, aber trotzdem ran gehen müsst: vorher bewusst lächeln. Auch wenn einem nicht zum Lächeln zumute ist. Kacka-Egal. Einfach Lächeln was das Zeug hält.

Durch die, wenn auch erzwungene, Mimik überträgt sich die positive Grundstimmung in Eure Gehirne. Also quasi Hirnwäsche to go. Lächeln macht glücklich. Egal ob man jetzt tatsächlich einen Grund hat oder nicht, einfach mal die Mundwinkel nach oben ziehen. Ob das jetzt jemand sieht oder nicht ist auch egal.

Aber nicht übertreiben, sonst seht Ihr aus wie der Clown Pennywise aus „ES“. Es muss also schon ein echtes Lächeln sein (oder zumindest der Versuch eines „echten“ Lächelns). Übrigens, wenn Ihr Clowns seht, die Euch „lächelnd“ einen Luftballon anbieten wollen, schaut dass Ihr Fersengeld nehmt … Ihr wollt so NICHT Fliegen!

#angstvorclowns #wirddurchESnichtbesser #roteluftballons #fliegen #mundwinkelrauf!

 

Morgenstund hat Gold im Mund?

21. Oktober 2017:

Naja, sagen wir mal so: mit den richtigen Leuten zusammen, hat Morgenstund immer Gold im Mund! Auch wenn es in Strömen regnet  🙂 Und das war gestern auf jeden Fall so. Also nicht das mit dem Regen, aber das mit den richtigen Leuten.

Gestern waren das Drachenpony und der Zwerg also wieder einmal Foto-Objekte für ein Foto-Coaching von Yvi Tschischka. Die beiden Coaching-Kundinnen wünschten sich ein Morgen-Shooting. Was ja dank meiner neuen morgentlichen Aufsteh-Routine kein Problem mehr darstellt. Bedeutet: Bei Wecker-Klingeln auch tatsächlich SOFORT aufstehen. Mit dabei war natürlich wieder Annika, die als Model (und menschlich) super mit meinen Ponys harmoniert. Irgend wann fängt der Zwerg bestimmt das Sabbern an, wenn er Dich entdeckt. Dann hat er Dich komplett ins Herz (… äh … den Magen …) geschlossen Annika 🙂

Die beiden Coaching-Fotografinnen waren Annika und Anne – also doppelte Namen, total praktisch für Alzheimer-Menschen wie mich, die sich sowieso keine Namen merken können. Wir hatten also einen richtig goldenen Sonnenaufgang und wahnsinnig Glück mit dem Wetter. Perfekte Coaching-Bedingungen! Da können einem auch keine Wespenstiche, Nacktschnecken-Angriffe, offene Daumen oder Spinnen in meiner Jacke von guter Laune abhalten. Was tut man nicht alles für schöne Fotos! 🙂

Suchbild: Finde die Fotografen – Foto: privat

Erst standen Kuschel-Fotos mit Annika auf dem Programm – in diversen Versionen und Locations, bei genialem Sonnenaufgang. Dann durften beide Ponys noch für Bewegungsbilder etwas laufen. Die Ponys machen ja sehr lange sehr brav mit, aber gerade an Jacinto merkt man dann, wenn gut ist und er sich einfach bewegen möchte. Passt natürlich super ins Konzept, denn laufende Pferde sind noch mal eine andere Nummer zu fotografieren, als unbewegliche Objekte. Abschließend habe ich endlich mein Foto mit Jacinto und meinem Pullover, für den er Pate stand, bekommen. Also hoffe ich jedenfalls. Sie sind noch nicht bearbeitet 🙂

Vergleich Profi vs Amateur: Roh hingerotzte iPhone-Handyaufnahme – ohne irgendwas …. – Foto: privat
Foto ein paar Sekunden später von Yvi 🙂 – macht doch was aus Equipment, Fotoshop und anderer Winkel ….

Fazit: Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht, mit so vielen netten, lustigen und professionellen Menschen unterwegs zu sein. Ich bin ganz gespannt auf die Fotos von Annika und Anne. Es ist immer sehr interessant, wenn man die Original-Location kennt und dann sieht, was die einzelnen Fotografen für ein Foto daraus zaubern. Das finde ich immer extrem Spannend!

Von daher: Hoffentlich sehen wir uns wieder einmal, vielleicht bei einem Coaching?! Und viel Glück bei Eurer weiteren Foto-Entwicklung!

Erstes Foto von Annika Seiler

Also mal bitte merken: Annika Seiler Photographie und Anne Moorbrink Fotografie 🙂

Motivation-Shortcut?

Die Shortcut-Meldungen sind inzwischen in die Facebook-Posts übergegangen. Jetzt habe ich die Rubrik „Shortcut?“ übrig. Also Platz für Neues! Es gibt jetzt Motivation bei Del Cavador! Primär um mich selber am Riemen zu reißen und mein Leben etwas sortierter zu bekommen (man wird ja nicht jünger … ), aber vielleicht ist für den einen oder anderen ebenfalls einen Anstoß dabei, etwas im täglichen Leben zu verbessern? – Ich bin gespannt!

Ursprungsfoto: Yvi Tschischka Equinefotography

18. Oktober 2017

•  Aufstehen – OHNE Snooze-Taste!  •

Mir fällt es seit einiger Zeit sehr, sehr, sehr, sehr schwer morgens aufzustehen. Es ist sooo schön warm in meinem Bett und sooo gemütlich. Es ist toll. Ich liebe es! Ich habe eigentlich gar keine Lust da raus zu kommen, um mich der realen Welt zu stellen. Ich bin ein Meister im Schlummertaste drücken. Ich kann das stundenlang durchziehen.

Dementsprechend schaffe ich es meistens zu spät zur Arbeit. Das ist nicht gut. Ich beginne den Tag schon gehetzt und unzufrieden. Gut, ich kann mich innerhalb von fünf Minuten von im Bett liegend auf angezogen im Auto sitzend schaffen, aber das hat auch Nebenwirkungen. Manchmal habe ich noch Hausschuhe an. Ich bin auch schon in Schlafanzughose raus …. Nebenbei: je später ich zur Arbeit aufbreche, desto schlimmer wird der Verkehr. Ich bestrafe mich also doppelt. Ich brauche mehr Motivation! Ich will früher und frischer in den Tag starten! Ich will morgens Zeit für mich haben!

Also habe ich überlegt: Ich brauche eine andere Morgenroutine. Eine die mich sofort auch dem Bett treibt. Ich will etwas mehr Zeit haben. Und Ihr glaubt gar nicht, wie einfach dieses Problem zu lösen ist!

Der Plan:
Mein Wecker (also mein Handy) – wird zukünftig weit weg vom Bett platziert.

Das hat zwei Vorteile: ich greife nicht im Halbschlaf danach und drücke die Schlummertaste. Es wird auch nicht mehr im Halbschlaf am Telefon gedaddelt, um das Aufstehen hinaus zu zögern. Schluss damit! Es wird ein sehr nerviger Weckton eingestellt und mich so sofort gezwungen aufzustehen.

Am Besten wäre zwar ein Butler, der mir statt Weckerklingeln einen nassen Waschlappen ins Gesicht klatscht. Das würde mich definitiv wecken! Aber so Butler sind ja auch so teuer im Unterhalt ….

Also: Wer hat noch dieses Schlummertasten-Problem? Und wen nervt das auch?

Diätis in the Haus?

13. Oktober 2017:

Heute war am Zykloopenhof wieder „Einweihungsfeier“. Was heißt Feier …. es war eher unspektakulär, aber dafür toll für die Ponys. Die sogenannte „Diätis“-Gruppe hat heute ihr Strohbett bezogen. Es ist wieder ein Gebäude am Stall fertig geworden! Jetzt kann der Winter also kommen – die „Diätis“ haben  ein festes Dach über dem Kopf.

Der „Diätis“-Stall mit glücklichen Bewohnern 🙂 – Foto: privat

Das Ganze besteht aus Strohbett und einem „Nebenraum“. Der soll später Sattelschränke für die Pferde der Gruppe beinhalten und ein bisschen Lager. Die Feinarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, aber Strohbett und die Anti-Matsch-Befestigung im Eingangsbereich der Pferde sind fertig.

Die Ponys haben also zwei Ein- oder Ausgänge, schön geschützt durch durchsichtige Lamellen-Vorhänge. Durch den oberen Teil der „Wand“ kann die Luft gut zirkulieren, die ist nämlich an beiden Seiten durchlässig.

Innenraum-Strohbett mit der ersten Bewohnerin – also Betten müssen sich die Ponys schon selber machen! 🙂  – Foto: privat

Vornedran ein schönes Sandpaddock, befestigt mit dick gerüttelter Schottergrundlage, alten Förderbändern und wie gesagt Sand drauf. Der gute Main-Sand. Wir sind gespannt, wie diese Kombi sich macht. Ein neuer Material-Mix sozusagen.

Förderbänder-Reloaded – Foto: privat

Johannes hat in den letzten paar Wochen ganz schön gebuckelt, um den Stall noch vor der ekeligen Jahreszeit fertig zu bekommen.

Rohbau noch vor einigen Wochen – Foto: privat

Zusammengefasst die Bauschritte: Beton-Bodenplatte – Grundgerüst – Wände drum herum – Dach.

Foto: privat

Funktioniert ungefähr so wie das Malen vom „Haus vom Nikolaus“ – könnt Ihr Euch noch an die Zeichnungen aus der Grundschulzeit erinnern? Nur den Stift nicht absetzen …. „…das ist das Haus vom Nikolaus….“ – Wer kann es noch malen? Und wer schafft zwei nebeneinander?

Ritter-Burg-Phase – Foto: privat

Zwischendurch sah es auch durchaus so aus, als ob es eine Ritterburg werden soll – aber wir erinnern uns: Es ist einfacher erst unten alles fertig zu machen, und dann alles schön bündig absägen und eben mal ein Dach drauf pappen …. Baustellen in Laien-Form einfach erklärt.

Cheffe steigt uns aufs Dach – Foto: privat

Und letztendlich sah es dann so aus: Cheffe aufm Dach – fertig! Noch ein bisschen Boden bearbeiten und fertig ist der neue Stall!

Wir sind gespannt, was Johannes als Nächstes fertig baut – ich persönlich hoffe ja auf baldige Fertigstellung einer Abfohlmöglichkeit für Frau Sumpf … *hust* *räusper* *chrmchrm* *dezenterwinkmitdemzaunpfahl* *hust* 🙂

Aber prinzipiell freuen wir uns über alles, was fertig wird. Ich denke mal demnächst gibt es erst noch ein bisschen mehr Licht, um alles auch im Winter gut versorgen zu können.

 

Motivations-Shortcut?

Die Shortcut-Meldungen sind inzwischen in die Facebook-Posts übergegangen. Jetzt habe ich die Rubrik „Shortcut?“ übrig. Also Platz für Neues! Es gibt jetzt Motivation bei Del Cavador! Primär um mich selber am Riemen zu reißen und mein Leben etwas sortierter zu bekommen (man wird ja nicht jünger … ), aber vielleicht ist für den einen oder anderen ebenfalls einen Anstoß dabei, etwas im täglichen Leben zu verbessern? – Ich bin gespannt!

Ursprungsfoto: Yvi Tschischka Equinephotography

11. Oktober 2017

• Aufräumen und Putzen •

 

Manchmal fällt es mir furchtbar schwer Ordnung in mein Chaos zu bekommen. Dinge, die ich schon lange erledigen wollten bleiben liegen. Das können deutlich sichtbare Haufen sein, aber auch unsichtbare Haufen in meinen Gedanken. Irgendwann türmen sie sich zu unüberwindbaren Bergen an. Da helfen nur noch Tricks, um die (Gedanken)-Berge bezwingen zu können. Wichtig ist den ersten Anstieg zu schaffen. Täglich angewendet verselbständigt es sich dann. Es wird zur Gewohnheit.

Heute also erster Tipp den Berg „anzugreifen“ und kleine, aber dauerhafte Erfolge zu erzielen. Immer daran denken: Wir fangen klein an und wollen uns nicht überanstrengen, aber dranbleiben.

Tipp 1 – Jeden Tag 5 Minuten Aufräumen und Putzen

Klingt jetzt erst mal bescheuert. Was sind schon fünf Minuten? Lohnt sich doch gar nicht.

Oh doch! In fünf Minuten schafft man eine ganze Menge. Stellt Euch einen Wecker (oder sucht Euch zwei Songs aus Eurer Playlist aus und lasst die laufen – dazu kann man nämlich zwischendurch noch herrlich abspacken!) und räumt einfach auf was herum liegt, macht das Bett, lüftet, wischt über den Tisch, schafft Ordnung im Bad, Waschmaschine ausräumen, ein Schubfach aufräumen, Dinge weg sortieren, egal was, einfach aktiv werden und machen. Vielleicht packt es Euch und Ihr räumt sogar noch ein bisschen weiter, auch wenn die Zeit um ist.

Und durch das Körperliche kommt das Gehirn zur Ruhe und vielleicht kommen dann die richtigen Ideen, um den Gedanken-Berg auch noch abzutragen, oder ihn zumindest umzusetzen/anzugreifen.

Es ist eine tolle Möglichkeit, um einfach überhaupt aktiv zu werden und wenigstens etwas zu tun. Und wer jeden Tag etwas tut, gewöhnt sich daran.
Man kann auch einfach zwischendurch fünf Minuten Putzen und Räumen – einfach, wenn man über etwas nachgrübelt, oder wenn man mit einer Situation nicht klar kommt, oder eine (Gehirn-)Pause braucht. Einfach ausbrechen und Putzen.

Auf die Nuss gekommen?

08. Oktober 2017:

Warum ich auf die Nuss gekommen bin …. es gibt ja genügend Trends, die so durchs Internet und das reale Leben wabern, die mal mehr oder weniger sinnvoll sind. Leggings zum Beispiel. Ein Trend, der zu meinem Bedauern immer wieder hoch kommt. Die Dinger sind zwar ultra bequem, aber jeder, der nicht Konfektionsgröße 34 oder weniger hat sieht darin garantiert aus wie ein Wal bei der finalen Strandung. Und Menschen (wie ich), die zur ersten großen Leggings Zeit groß geworden sind und gleichzeitig Leggings UND Dauerwellenfrisur getragen haben wissen: Nö, da mach ich nicht mehr mit. Da tut man sich keinen Gefallen mit. Niemals wieder! Verbannte und verstaubte Beweisfotos in Schachteln ganz hinten im Schrank sind traurige Zeitzeugen dieser gruseligen Epoche.

So verhält es sich auch mit Wunder-Allheilmitteln. Sie ploppen auch immer mal wieder hoch. Teilweise berechtigt, teilweise gut beworben. Ich sage nur: Natürlich heilen mit Apfelessig, Wunderfrucht Grapefruit, Teebaumöl in der Hausapotheke, Arganöl, Eigenurin – der besondere Saft. Eigentlich warte ich ja auf den Trend: Mit Schokolade wirkungsvoll abnehmen. Oder: „Die 7-Wochen-Bier-Kur“ – Wundermittel für Haut, Psyche und Körper. Aber da wird wohl nichts draus.

Was ich aber seit Neustem entdeckt habe und ehrlich gesagt für meine Verhältnisse jetzt schon ziemlich lang kontinuierlich benutze ist Kokosöl. Eigentlich bin ich auf das Kokosöl gestoßen, als ich meine frustrane Suche nach passenden Fliegenmasken für das Drachenpony gestartet habe. Ich habe gelesen, dass die Fliegen den Geruch der Laurinsäure nicht leiden können. Ein bisschen Internetrecherche und zwei Tassen Kaffee später stand fest: Ich brauche Kokosöl! Und zwar nicht nur für die Ponys, sondern auch für mich.

Wie wirkt es also?
Kokosöl beim Pferd:
Ans Pony geschmiert, was ziemlich leicht geht, weil das feste Öl in der Hand bei Wärme schmilzt, wirkt es stark abweisend gegen allerlei Plagegeister (Zecken, Stechmücken, Bremsen, Milben, Läusen, Kriebelmücken) – durch den Geruch der Laurinsäure, den die Viecher nicht mögen. Außerdem bildet es durch seine Konsistenz einen hautpflegenden Barriereschutz – Kokosöl haftet länger im Pferdefell als andere Produkte. Und es ist gesünder. Ich möchte ehrlich gesagt gar nicht wissen, was die Industrie alles in Pferde-„Pflege“-Mittel kippt. Beim Menschen gibt es da schärfere Richtlinien, aber beim Tier?

By the Way, ladet Euch mal die kleine App „CodeCheck“ herunter und scannt die Inhaltsstoffe der Dinge, die Ihr Euch täglich ins Gesicht und auf den Körper schmiert. Ihr werdet ziemlich erschrecken.

Doch zurück zum Kokosöl beim Pferd! Entzündungen, Ekzeme, Verletzungen und Scheuerstellen heilen bei täglicher Pflege überraschend schnell ab. Es lindert den Juckreiz nach Stichen oder von Ekzemen. Übrigens auch beim Menschen 🙂
Momentan werden die Ponys je nach Bedarf ordentlich mit Kokosöl eingeschmiert. Um die Augen und am Bauch für/gegen die Fliegen. Wobei ich die Wirkung nicht wirklich einschätzen kann, aber zumindest macht es den Biestern durch den Hautschutz das Stechen schwieriger und die Pony-Haut wird zumindest gepflegt.

Das mit dem Zeckenschutz probiere ich mal im Frühjahr, wenn das Gras frisch hoch wächst aus.  Dann schmiere ich mal unterschiedlich hoch die Pferdebeine ein und teste bei zeckenbehafteten Geländestrecken den „Hängenbleib“-Effekt.

Toll ist es als Wundschutz. In der ersten Phase hatte Diosa eine ziemlich tiefe Wunde unterhalb vom Fesselgelenk. Das Pony ist beim Aussteigen vom Hänger ganz blöd hängen geblieben und hat sich eine 4 cm lange, relativ tiefe Wunde geholt. Nach Kompression war die Blutung gestoppt und eine Naht war grenzwertig. Aber damit die Wunde in den nächsten Tagen schön von unten heraus zuheilen konnte (und damit sich keine Entzündungen bilden – bei Dreck, Bewegung, Fliegen) habe ich nach der Wundreinigung immer Kokosöl an die Wundränder gegeben. Und es ist gut verheilt, war nicht geschwollen und hat sich nicht entzündet.

Jacinto hatte zur selben Zeit am hinteren Kronrand eine ordentliche und tiefe Schürfwunde (ca. 3 x 4 cm), bei der das Fell komplett abgelöst war. Auch hier habe ich mit Kokosöl gepflegt, damit die Haut geschmeidig bleibt. Das Fell ist tatsächlich relativ schnell nachgewachsen. Und auch hier hat sich nichts entzündet oder wieder aufgerissen. In dem Zusammenhang bin ich dann auch dazu über gegangen die Hufe der Ponys mit Kokosöl einzuschmieren. Es lässt sich mit den Fingern gut auftragen und es scheint auch lange zu halten. Sehen wir mal, was der Langzeiteffekt bringt.

Auch innerlich soll Kokosöl toll helfen. Die Darmflora verbessert sich, damit wird die Futterverwertung besser. Darmparasiten mögen auch kein Kokosöl (wobei ich jetzt nicht so weit gehen würde und es statt einer Wurmkur einsetzen würde :-)). Und es enthält natürlich viele wichtige Vitalstoffe. Aber innerlich habe ich es bei den Ponys bis jetzt nicht angewendet.

Kokosöl für die Hufe. Der Verkäufer des Öls ist natürlich egal – dieses hier ist ein exemplarisches Beispiel – Foto: privat

Kokosöl beim Menschen:

Dafür aber im Selbststest! Mit Kokosöl wird alles mögliche in der Pfanne angebrutzelt und ich habe mir angewöhnt früh morgens meinen ersten Kaffee mit einem Teelöffel Kokosöl zu verfeinern. Auf Neudeutsch heißt das „Bulletproof Coffee“, gemahnt an die Länder, in denen schwarzer Tee mit Butter als Energielieferant getrunken wird. Und es ist auch furchtbar Hipster und Trendy!
Funktioniert (bei mir ohne Butter) am Schnellsten so: Tasse Kaffee halb voll, Teelöffel mit Kokosöl reinglitschen lassen, mit einem batteriebetriebenem Milchaufschäumer kurz umwirbeln, restlicher Kaffee dazu. Fertig. Schmeckt gut, macht satt, ist gesund, soll eine abnehmpositive Wirkung haben, und am Besten: Die Lippen werden beim Kaffeetrinken super gepflegt und schmecken ganz samtig nach Kokos.

Kokosöl kann man auch vielfältig zur Haut- und Haarpflege, oder sogar bei Akne und Neurodermitis einsetzen. Natürlich funktioniert das mit der Fliegenabwehr auch beim Menschen. Unterstützt mit der inneren Einnahme soll das wahre Wunder wirken. Antioxidantien ist das Stichwort.
Durch die Inhaltsstoffe unterstützt es auch positiv bei Alzheimer, Demenz, Parkinson, Pilzbefall, Läuse/Flöhe, Krebserkrankungen, Herz-/Kreislauferkrankungen, Diabetes und vielem anderen. Es gibt mehrere Studien zur Wirksamkeit von Kokosöl. Es liegt wohl vor allem an den mittelkettigen Triglyceriden (MCT), diese Fettsäuren werden umgewandelt in Ketone, die als Ersatz für die Glukose im Gehirn dienen und dort deren Funktion übernimmt. Alzheimer-Gehirne sind nämlich nicht mehr in der Lage die vom Körper bereitgestellte Glukose zu nutzen. Die Ketone werden aber genutzt. Das ist ziemlich spannend oder?
Zum Nachlesen:
Die Newport-Studie – Erfahrungen einer Ärztin, deren Mann mit 59 Jahren an Alzheimer erkrankte.

Der Löffel Kokosöl ist also auch eine Art Prophylaxe gegen Demenz bei mir. Und vergesslich werde ich auch so schon ordentlich, da brauche ich nicht extra Alzheimer dazu.

Noch ein kleiner Tipp: Man kann sich eine kleine Menge Öl in einen kleinen Creme-Behälter umfüllen, oder in diese kleinen blauen Blechdöschen. So hat man immer Lippenpflege, Hautpflege …. und zur Not auch was zu Essen dabei! 🙂

Kokos-Produkte zum Essen:

Die Kokosnuss schenkt uns übrigens nicht nur das Öl. Es gibt auch noch weitere Produkte:
Kokoswasser: Voll das geypte, überteuerte In-Getränk weil basisch und isotonisch – man wird allerdings Arm dabei, wenn man nicht in einem Land wohnt, in dem man sich die grünen, noch unreifen Kokosnüsse nicht selber von der Palme schlagen kann. Lohnt hierzulande also nur zum Angeben, frei nach dem Motto: „Seht her wie healty und cool hippster-lifestylig ich unterwegs bin!“ Also nix für Pferdebesitzer. Die kaufen lieber Sachen fürs Pony. Schmeckt aber ganz gut.

Kokosmilch: Lecker in der Küche für Suppen, Gerichte und vor allem Cocktails! Ich sage nur Pina Colada oder Swimming-Pool. Zu finden auf jeder gut sortierten Cocktail-Karte in seriösen und unseriösen Bars.

Kokossirup:
Natürlich nicht gesund, weil Sirup, der einfach nach Kokos schmeckt, aber damit kann man seinen Kokosfetisch in Getränken und bei Cocktails ausleben. Und nachdem Cocktails trinken auch nicht gesund ist, fällt das Ganze … also Bar-Besuche mit kleinen Absackern … unter Sozialhygiene. Weil man hängt ja nicht alleine in Bars rum. Also positive Lebenszeit durch soziale Kontakte. Stichwort: Quality Time! *zwinker*

Kokosblütenzucker:
Ersetzt man den „bösen“ weißen Industriezucker durch Kokosblütenzucker ist man ebenfalls auf der guten Seite. Durch den niedrigen glykämischen Index wird er langsam vom Körper aufgenommen und die schlimmen Blutzuckerschwankungen (und damit auch die Heißhungerattacken) werden abgemildert. Nebenbei ist der Kokosblütenzucker auch besser für die Zähne, wir erinnern uns: in dem Kokosöl sind ja auch Inhaltsstoffe, die Karies-Bakterien abtöten.

Kokosmehl:
Gibt es auch noch, soll eine tolle Alternative für diverse Mehle sein. Nachdem ich aber ein küchentechnischer Vollhonk bin kann ich das nicht beurteilen. Das Stichwort hier ist aber „Basisch“ und „kein Cholesterin“, „Glutenfrei“ – und es beeinflusst den Blutzucker nicht, was ja gerade bei Diabetikern sehr interessant ist.

Eine ganz tolle Seite mit vielen Infos und mit Hinweisen auf wissenschaftliche Studien ist: www.kokosoel.info
Stöbert da mal ein bisschen herum! Da finden sich noch viel mehr Anwendungsgebiete!

Nachdem ich den Sommer über mit Kokosöl verbracht habe, bleibt jetzt noch die Frage: Wie krieg ich das Zeug im Winter flüssig, dass ich es weiter schmieren kann? Selbst jetzt im Herbst bröckelt einem das Zeug regelrecht aus den Fingern, bevor es warm genug ist. Ich werde wohl mit kleineren Abfüllungen experimentieren müssen, die durch Körpertemperatur aufgewärmt werden. Oder aber unser Aufenthaltsraum wird bald fertig. Dann kann ich das Zeug auf die Bodenheizung stellen 🙂

Wie steht Ihr zum Thema Kokosöl? Habt Ihr noch Tipps für mich?

— PS: dieser Blogpost enthält keine Werbung – alles selber gekauft, ausprobiert und für gut befunden —

IDMG2017 – Zwei Finos wie Pech und Schwefel?

24.08. bis 27.08.2017

IDMG 2017 – Holzpferdekumpel – Lena Strothmann Photographie

Endlich war es wieder so weit: IDMG-Zeit! Auf dieses Turnier freuen wir uns jedes Jahr, weil es einfach Spaß macht mit so vielen verschiedenen Gangpferderassen und Gangpferdemenschen zusammen ein paar schöne Tage zu verbringen. Dieses Jahr kam noch der Bonus neue Lokation dazu. Yvi und ich waren nämlich noch nie in Birrekoven und schon ganz gespannt den Hof von Ingrid Pinnecke-Arenz in Alfter (Bonn) kennen zu lernen.

Um erst mal in Ruhe ankommen zu können und um selber die Gelegenheit zu haben die Umgebung zu erkunden sind Yvi und ich bereits Mittwochs angereist, obwohl erst Donnerstag Nachmittag unsere erste Prüfung stattfand. So ein Turnier ist für uns immer „Urlaub“ – also Zeit fern von zu Hause mit anderem Tagesablauf – weil für „richtigen“ Urlaub reicht es dann halt einfach nicht mehr. Und Urlaub ohne Pferde ist ja auch irgendwie kein richtiger Urlaub!

Wir sind also gut durchgekommen (Danke A3 – kein Stau! – Danke Marc-Uwe Kling und dem Känguru, welches uns unterwegs gut unterhalten hat). Die Ponys durften in ihre Turnierunterkunft einziehen. In der kleinen Reithalle waren großzügige Panel-Boxen aufgestellt und Jacinto und Diosa durften dort wohnen. Zu Essen gab es lecker Heulage, die vor allem Jacinto sehr gut geschmeckt hat. Ich glaube das war das erste Turnier, an dem er nichts abgenommen hat, sondern vielleicht sogar eher zugenommen hat. Auf jeden Fall haben sich die Ponys wohl gefühlt! Das ist die Hauptsache!
Positiv fand ich auch alle Helfer am Hof: Alle haben super mitgedacht und reibungslos für einen perfekten Ablauf des Turniers gesorgt.
Nachdem die Ponys betüddelt waren ging es für uns erst mal ins Hotel und die Gegend checken. Wir mögen es ja beide sehr gerne in der Fremde erst mal zum Einkaufen zu gehen und zu gucken, was es unterschiedliches gibt, oder wie andere EDEKAs* so aussehen. Und in NRW kann man bis 22 Uhr einkaufen gehen! Ding-Ding-Ding! Perfekt! Ich bin ja eher ein Spät-Mensch. Also Morgens machmal aktiv, aber Sozial-Kontakte sollte man mir erst später am Tag angedeihen lassen. Also ist Abends einkaufen perfekt für mich.

Am Abend sind wir noch eine Runde durch den Wald mit den Ponys gedreht und haben versucht eine Aussichtsplattform zu finden, um von Birrekoven aus über Bonn und den Rhein blicken zu können. Haben aber nichts entdeckt, außer schönem Wald und ganz viel Idylle.

Nirgends ist man sicher! – Foto: Privat

Der Donnerstag war dann erster Prüfungstag. Ganz gechillt erst am Nachmittag, so konnten wir schön den anderen Startern zusehen und uns der Aufnahme isotonischer Getränke** widmen und dabei in der Sonne herumhängen und mit Leuten quatschen. Zwischendurch sind wir noch unsere Dressur-Prüfungen geritten: Diosa und Yvi die Mittlere Rittigkeit und Jacinto und ich die Schwere Rittigkeit. Ja, Schwamm drüber … Frau Sumpf ist durch die Prüfung „gemöht“ *** und Herr Zwerg durch die Prüfung gehops-trallalat****. Aber wir wollten unbedingt bei der diesjährig erstmalig stattfindenden „Gaited Working Equitation“-Wertung mitmachen. Die besteht aus der Rittigkeit Mittel oder Schwer, dem Schweren Trail und einer Gangprüfung. Und ich finde die Idee Super, weil es einfach Spaß macht und die Vielseitigkeit der Pferde unter Beweis stellt. Und ich hoffe, dass diese Idee weiter ausgebaut wird. Zum Beispiel mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. An diesem ersten Versuch starteten jedenfalls 11 Teilnehmer – was dem Schweren Trail eine so hohe Starterzahl wie noch nie einbrachte 🙂 und eine Menge Spaß gemacht hat. Wir haben uns nämlich untereinander gut verstanden und hatten ziemlich viel Spaß auch abseits der Prüfungen.

Freitag und Samstag waren dann Vorentscheidungstage. Diosa und Yvi sind in der Naturtölt und in der Pleasure Gang gestartet. In der Pleasure konnte sie sich den Platz für das A-Finale sichern. Jacinto lief in der offenen einfachen Töltprüfung. Da haben wir es sogar in das A-Finale geschafft. Keine Ahnung wie, denn Jacinto fand den Boden vor und auf der Ovalbahn ätzend. Kleine Steinchen. Es war sowieso ein Wunder, dass Frau Sumpf auf dem Boden so toll gelaufen ist. Sie ist nämlich komplett unbeschlagen und rumpelt tatsächlich über alles drüber. Das Pony ist unverwüstlich.

Was uns am Samstag auch super gefallen hat war die leider einzige****** Paso Fino Prüfung am Turnier – die Country Pleasure. Nachdem das für uns eher ein Zeigen der Finos war (weil eine Prüfung mit zwei Leuten ist keine Prüfung, schon gar nicht, wenn einem beide Ponys gehören, dann gewinnt man immer! :-)) wollten wir ein ganz hartes, ungewöhnliches Workout, damit wir einfach ein bisschen die Vielseitigkeit der Pferde und der Prüfungs-Möglichkeiten demonstrieren können. Wir durften also Tölt um die Richterzelte zeigen, Sounding-Bord mit Stehen Bleiben, Auf- und Absteigen und Rückwärtsrichten. Und die Prüfung hat so total Spaß gemacht! Unsere Ehrenrunde im Galopp hat das dann noch abgerundet. Richtig gut. Dafür ist unsere Sportwartin Britta Mülle extra für uns angereist, um die Prüfung zu ehren 🙂

Foto: Ellen Vierhaus

Der Samstag Vormittag war auch dem Trail vorenthalten. Sprich um 8 Uhr am Turniergelände sein und mit Stephan Vierhaus den Parcours abgehen. Lustig wie immer. Der Trail geritten war auch nicht so schlecht. Jacinto hat mehr ordentlich gemacht wie in Hünxe – gut das Stangen-L hat er komplett zerstört. Die Brücke hat er natürlich NICHT betreten, aber diesmal sind wir wenigstens durch das Tor gekommen und Jacintos Sprung war der Beste. Und meine Bögen und Slaloms fand ich auch sehr gut. Der Stier war auch getroffen und ich habe mir auch extra Mühe gegeben dabei Böse zu gucken*****. Das soll man nämlich 🙂 Diosa war auch sehr gut. Sie hat alles gemacht. Yvi war zwar nicht so zufrieden, weil Frau Sumpf immer nach Jacinto geschielt hat und demnach unkonzentriert war, aber es hat immerhin für einen 3. Platz in der Gesamtwertung gereicht. Da kann man doch nicht Meckern!
Auf jeden Fall ein großes Dankeschön an Stephan Vierhaus für diesen Trail-Parcours und für die Idee mit der Gaited Working Equitation – und dank Signum Sattelservice hat jetzt jedes meiner Ponys so eine schicke, prollige Gaited Working Equitation-Satteldecke. Es gab nämlich für jeden Starter vorab schon mal so eine schöne Satteldecke. Läuft. Mehr wollte ich gar nicht.

Trail Schwer – Motiv Böser Blick am Stier – Foto: Rico Abendroth

Den Workshop mit Andrea Jänisch und Stephan Vierhaus am Sonntag konnten wir leider nicht besuchen, weil Yvi noch eine Prüfung geritten ist. Schade. Das war super interessant und wäre sehr lehrreich gewesen. Nach Yvis Pleasure Prüfung durfte ich mit Jacinto noch mal die Brücke am Trail versuchen – und mit Sumpf zusammen ist er dann drüber. Jacinto und ich haben auf jeden Fall eine Menge Hausaufgaben.

Nachdem wir dann eigentlich nur noch auf die Gesamtehrung gewartet hätten, haben wir beschlossen schon am Nachmittag nach Hause zu fahren, um nicht mitten in der Nacht noch mit Hänger und Ponys herum rangieren zu müssen, sondern gemütlich fahren zu können. Außerdem waren wir nach vier vollen Tagen doch etwas Platt!

Foto: Lena Strothmann Photography

Aber es hat auf jeden Fall richtig Spaß gemacht. Es war ein super organisiertes Turnier an einem sehr schönen Hof mit Blick über Bonn. Einziges Manko: Die blöden Steinchen auf der Bahn. Aber Versorgung, Organisation, Spaßfaktor und isotonische-Getränke-Versorgung waren Topp! Vielen Dank an alle Helfer, alle Beteiligten, alle Teilnehmer und alle Gäste. Ihr seid alle Fantastisch!
Und wir haben eine Menge neue Leute kennen gelernt – und viele „alte“ Leute getroffen – vielen Dank dafür. Und damit freuen wir uns auf nächstes Jahr! Und darauf alle wieder zu sehen!

#wirliebengangpferde #youhavetobeinintowinit #IDMG2017

Guckst Du hier ganz viele Fotos: Lena Strothmann + Marina Wroblowski + Ellen Vierhaus + Interessengemeinschaft Gangpferde (Fotos: ganz viele verschiedene Alben)

 

*         willkürlich ausgewählter Name – es gibt auch noch E-Center, ALDI, Norma, Lidl, Rewe, Tengelmann, Plus … ne Plus gibts nicht mehr, die sind den Schleckers in die ewigen Jagdgründe gefolgt ….
**       Radler und Kölsch
***     Das Pony entwickelt in seiner Schwangerschaft eine irrationale Angst alleine gelassen zu werden und artikuliert das lautstark und andauern in die Öffentlichkeit. Gerade auch dann wenn es KEINER hören möchte.
****   Gangsalat. Passgurke. Schrecklich unlocker. Dafür schaut es nett aus und kann gut fressen.
***** … hat ihr wahres Gesicht gezeigt …..
******    Leute, kommt unbedingt auch mit Euren Paso Finos zur IDMG – es macht Spaß!

 

Turnierstatistik für Diosa und Jacinto: 
Diosa:
Pleasure Gang:  3. Platz (6) – Wertnote: 5.87
Naturtöltprüfung: 12. Platz (15) – Wertnote:  4,97
Country Pleasure: 1. Platz (2) – Wertnote: 6.0
Mittlere Rittigkeit: 10. Platz (14) – Wertnote: 4,25
Trail Schwer: 3. Platz (13) – Wertnote: 6,28

Jacinto:
Einfache Töltprüfung: 8. Platz (14) – Wertnote: 5,67/5,03
Country Pleasure: 2. Platz (2) – Wertnote: 5,0
Schwere Rittigkeit: 9. Platz (11) – Wertnote: 4.46
Trail Schwer: 10. Platz (13) – Wertnote: 4,44

Gaited Working Equitation-Wertung:

GWE-Wertung – Quelle: IGV-Online

 

Und damit bleibt nur noch zu sagen: Wir sehen uns nächstes Jahr zur IDMG 2018!

Die IDMG2017 Kaffeebecher gab es für jeden Teilnehmer mit der ersten Füllung umsonst – Foto: privat

Heidegeister?

18. bis 20. August 2017:

Dieses Wochenende stand unter dem Zeichen Heidegeister und Fotoschnicksen … oder heißt es Heidschnucken und Fotogeister? Jedenfalls habe habe ich Yvi in die schöne Südheide begleitet. Wir waren schon total beeindruckt von den schnurgeraden Straßen die dort hin führen. Über 50 km schnurstracks gerade aus. Ein ganz anderes Fahrgefühl. Nachdem wir im Hotel eingecheckt hatten, erkannt haben, dass wir im Niemandsland was WLAN und Telefonverbindungen betrifft gelandet sind und diesen Schock verdaut hatten, sind wir erst mal Heide gucken gegangen. Wir haben den Nachmittag mit dem Besuch dreier verschiedener Heideflächen verbracht und waren sehr angetan von der schönen Gegend. Pferde gibt es hier wie Sand am Meer. Alle Nase lang fährt ein Pferdehänger vorbei. Überall sind Ställe und Reiterhöfe. Die Heide ist durchzogen mit Naturhindernissen und schönen Reitwegen. Ein richtiges Reiterparadies! Und die Heide riecht ziemlich angenehm.

Die schöne Heide – Foto: privat

Am Abend erreichten Lina und Olaf mit den beiden Paso Peruano-Wallachen Pablo und Volantin das Hotel. Hier kann man nämlich auch super mit Pony Urlaub machen! Nach einem gemütlichen Abendessen in der Alten Fuhrmanns-Schänke und einem abschließendem Heidegeister-Umtrunk ging es dann aber erst mal schlafen. Der Samstag sollte mit einem Morgenshooting beginnen. Nix mit Ausschlafen und rumgammeln.

Unser Morgen-Shooting Pony hat dann allerdings kurz vor dem besten Morgen-Sonnenstand beschlossen, lieber nicht fotografiert zu werden und flitzte Richtung Kumpel nach Hause. Gottseidank ist er uns im Naturschutzgebiet Südheide nicht verloren gegangen. Stellt Euch mal vor, er würde jetzt als lebender Heidegeist umher tölten und Nachts heimlich in Koppeln einbrechen, Möhren klauen, sogar andere Ponys befreien und eine Herde Geisterponys um sich sammeln. Robin Hood, König der Möhren! 🙂 Aber alles ist gut gegangen, wir haben den Geist schnell wieder eingesammelt (er hat ja auch Spuren gelegt … er ist halt doch ein gutmütiger Geist), aber das Zauberlicht konnten wir nur im vorbei huschen wahrnehmen.

Am Vormittag besuchten uns noch Nadine und Celine Schuhmacher mit ihrer Rocky Mountain Horse Stute Nikki zum Shooting. Die hübsche Scheckstute haben wir ja schon letztes Wochenende in Hünxe kennen gelernt. Nach einem entspannten Shooting sind Yvi und ich erst mal WLAN und Kaffee suchen gefahren. Zwei starke Suchtmittel. Dabei war gleich etwas Sightseeing angesagt, wenn man schon mal da ist, kann man ja ein bisschen gucken.

Guckt Euch ein ähnliches Bild bei Yvi Tschischka Photography an im Vergleich 🙂 – Foto: privat

Den späten Nachmittag versüßten uns dann Sabrina Scherweit mit ihrer Familie, „Dotty“-Pony und Kentucky Mountain Horse „Honey“ ebenfalls zum Shooting. Honey hat mit ihrer schönen Farbe übrigens perfekt in die Heide gepasst. Die letzten Abendsonnenstrahlen nutzen Lina und Olaf für Post-Wedding-Fotos mit (und ohne) ihren beiden Peruanos. Bei Yvi gibt es die Profi-Fotos zu sehen – guckt mal bei Ihr rein. Bei mir gibt’s dafür nur nett geknipste Bilder. Ich versuche mich momentan ein bisschen im Einstellungen finden und nicht im Automatik-Modus zu fotografieren. Aber keine Angst, ich werde kein Fotograf 🙂 Nachdem auch das letzte Sonnenlicht ausgenutzt war, wurde der Fototag dann noch mit einem Besuch beim Griechen mit viel Quatschen – natürlich über Pferde – beendet. Nachdem es in der Heide eher ruhig zugeht und nicht bis ultimo Essen gibt, muss man den Tag über schon planen. Aber dafür eignet sich die Heide wunderbar zum Abschalten und Ausruhen. Was mich dort auch sehr beeindruckt hat sind die Sterne – die sieht man dort wunderbar ohne störende Großstadt-Lichter.

Honey und Sabrina in der Heide – Foto: privat

Am Sonntag standen dann noch einmal Volantin und vor allem Pablo vor der Kamera – diesmal im traditionellen peruanischen Outfit. Allerdings haben wir erst ausgeschlafen und gemütlich gefrühstückt. Ein bisschen Urlaub braucht der Mensch ja schließlich auch 🙂 Eines kann ich schon mal sagen: ich mag die Heide. Es hat etwas ziemlich beruhigendes in ihr herum zu sitzen, den Bienen zuzuhören, dabei den Geruch einzuatmen und den Blick schweifen zu lassen.

Am Nachmittag durften wir noch bei Scherweit’s Mountain Horses Station machen und Sabrina und Steffens Hof besuchen. Ein Träumchen sag ich! Wir durften bei einem Ausritt den stufenlos verstellbaren Naturtölt der Mountain Horses genießen. Das sind wirklich tolle Pferde, schöne Farben und klare Köpfe. Die perfekten Begleiter für alle Lebenslagen. Leider ging es für uns dann wieder zurück auf die Autobahn, um nach Hause zu fahren. Ich sag nur A7, du Quell unerklärlich stockenden Verkehrs, gerade zwischen Hannover und Kassel – ich liebe es … NICHT. Jedenfalls dauerte es ein bisschen bis die 440 km geschafft waren und sogar ich als Hardcore-Autofahrer war dann doch geschafft. Aber es hat sich gelohnt! Ein tolles Wochenende mit ganz lieben Menschen, neuen Eindrücken und in schöner Kulisse. Was will man mehr?

Celine und Nikki – Foto: privat

 

Peruano Luces del Norte
Scherweit’s Mountain Horses

Gaited Working Equitation in Hünxe?

12./13. August 2017:

Drachenpony in Entspannt – Foto: Yvi Tschischka

An diesem zweiten Augustwochenende besuchten Yvi und ich erstmals Familie Vierhaus in Hünxe (NRW). Dort fand das zweite Turnier auf dem neuen Hof statt. Und zwar ein Gaited Working Equitation & Working Equitation Turnier. Also Dreigänger (Leistungsklasse WA) und Tölter (in zwei Leistungsklassen: Mittel und Schwer) zusammen. Für das „kleine“ Hausturnier fanden sich knapp über 40 Starter ein. Als Richter konnten wir uns auf Günter Schulz freuen.

Yvi hatte die Kamera im Gepäck und ich das Drachenpony und Jacinto. Für Jacinto sollte es ein Test für die IDMG werden – dort habe ich ja leichtsinniger Weise die Schwere Rittigkeit und den Schweren Trail genannt, um in die Gaited Working Equitation-Wertung zu kommen. Komplettiert wurde die Nennung mit der „Einfachen Töltprüfung“ und dem „Speedtrail“. Ambitioniert, aber man lebt nur einmal – da kann man schon mal über seine Verhältnisse hinaus nennen. Das Drachenpony „durfte“ einfach so mitkommen, damit Jacinto nicht alleine Hänger fahren muss. Und weil es schon dabei war, durfte es auch zwei Prüfungen starten. Ansonsten hätte es sich wahrscheinlich nicht aus der Nähe des Heunetzes wegbewegt. Das Drachenpony verteidigt Ihr Essen nämlich ziemlich gut. So sieht sie leider auch aus. Also der Plan: Etwas Bewegen zwischendurch schadet nicht. Nachdem Gangprüfungen mangels fehlendem „zweiten“ Gang nicht in Frage kommen, musste das Drachenpony den mittleren Trail und den Speedtrail machen. Da lässt sich das als Einziges erfolglos kaschieren.
Nachdem wir eine Anreise von 409 km einfach haben, sind wir bereits Freitag Vormittag losgefahren, um rechtzeitig anzukommen und um den Ponys ein bisschen Ruhe vor dem Trubel zu gönnen. Wir hatten einen schönen festen und halb überdachten Paddock mit einem großen Baum, und dem Heulager gleich im Rücken. Perfekt. Den Hänger konnten wir auch direkt dort parken. Wunderbar.

Der Samstag als erster Turniertag startete leider feucht von oben. Regen. Bäh. Mein Telefon hat es optimistisch als „Niesel“ bezeichnet, was doch etwas untertrieben war. Aber egal, die gute Stimmung war nicht sonderlich beeinträchtigt, es gab ja trockene Sitzgelegenheiten, Kaffee, Kuchen und für uns Vegetarier den neusten Trend: Senfbrötchen 🙂 Den Vormittag über lief also das große Starterfeld der Dreigänger Worker Dressur (ich glaube 27 Starter), gefolgt von der Mittleren Rittigkeit (12 Starter) und der Schweren Rittigkeit (6 Starter). Wobei die Starterzahlen bestimmt nicht genau stimmen – Zahlen und ich mögen uns ja bekannter Weise nicht so.

Schwere Rittigkeit bei Regen – Foto: Yvi Tschischka – Es ist übrigens ziemlich genial seinen hauseigenen Turnierfotografen dabei zu haben 🙂 – Danke Yvi!

Jacintos und meine große Feuerprobe war die Schwere Rittigkeit. Und sie lief richtig gut. Nachdem Jacinto am Vorabend beim Abreiten so dermaßen einen auf Durchzug geschaltet hat und überhaupt nicht mehr klar Schritt gegangen ist – das Drachenpony dafür eine ganze Zirkelrunde Tölt gezeigt hat, war ich schon kurz davor, die Ponys einfach auszutauschen! Der Zwerg hat eine unerklärliche Ablenkung im Kopf durch ein Maultier namens „Bifi“ entwickelt. Jedes Mal, wenn Jacinto Bifi gesehen hat, war er durch und hat alles vergessen. Seine Contenance. Seine Erziehung. Wie stehen bleiben geht. Sehr seltsam. Wir müssen Diosa mal lange Ohren ankleben und gucken, wie er darauf reagiert. Ich habe das Pony noch nie so dauerhaft abgelenkt gesehen. Aber während der Rittigkeit war Bifi nicht da und Jacinto hat doch eine ganz passable Leistung gezeigt – wir wurden sogar Zweiter nach Kaja Stührenberg mit ihrem Nuno. Hierfür gab es übrigens eine schicke Satteldecke mit „Gaited Working Equitation“ Bestickung von der Firma Signum Sattelservice. So eine wollten wir nämlich gewinnen, damit jedes Pony eine hat. Auf der IDMG gibt es diese schicken Schabracken nämlich auch für jeden Starter, die die „Gaited Working Equitation“ überhaupt startet. Super oder? Und nachdem dort Diosa und Jacinto dabei sind, musste noch eine für das Drachenpony gewonnen werden. Erledigt. Die To-Do-Liste war damit also schon voll: Hof von Vierhausens besuchen, die Schwere Rittigkeit testen und eine Satteldecke gewinnen. Läuft.

Jacinto hat mich dann gleich noch in der anschließenden „Einfachen Töltprüfung“ überrascht, die hat er nämlich gewonnen. Keine Ahnung wie das kam, aber es hat mich gefreut! Wir hatten anscheinend noch genügend Bifi-Energie intus, die raus musste 🙂

Speedtrail Resi – Foto: Yvi Tschischka

Am Abend fand dann der Speedtrail statt. Drachenponys erster Auftritt. Und ich glaube sie hat gut Stimmung verbreitet. Auf so eine sehr explosive und „Wasistdas??“-Weise, aber Stimmung. Und sie war richtig gut! Also, bis auf den Teil, wo sie an Seitwärts und Tor „festgefroren“ ist, und ich mich dann noch verritten habe, aber der Rest war Bombe. Tonnen, Sprung, „Gummimatten“-Steg, Slalom, da kann man nicht meckern. Das Pony springt sogar an den Slalom-Pylonen fliegende Galoppwechsel! Alter Falter sag ich da nur!
Jacinto war leider nicht ganz so gut, er war ziemlich durch und überreizt, eigentlich hätte ich die Prüfung schon eher abbrechen müssen. Nachdem er nicht gesprungen ist, war mir eigentlich klar, dass er gerade nicht mehr wirklich „anwesend“ war. Aber wir haben noch einen sauberen Absprung hinbekommen und der Zwerg war dann auch relativ schnell wieder klar, als die beiden zusammen am Heunetz gemümmelt haben.

Sprung Jacinto im Schweren Trail – Foto: Yvi Tschischka

Der Sonntag stand dann ganz im Zeichen des Trails. Stephan hat auf seiner großen Reitwiese einen gigantischen Trail aufgebaut. Früh um 8 Uhr morgens war allgemeine Begehungen. Ich mag ja die Begehungen mit Stephan, die sind immer so unterhaltsam. Und dann ging es schon los mit dem großen Block der Dreigang-Starter im Trail. Einreiten, Bergauf ins dunkle Gebüsch, Glocke klingeln, wieder runter reiten, einen Natursprung, Garrocha aufnehmen und den Stier … äh … den Ring stechen, Garrocha wieder ablegen (im Schweren dann mit Garrocha weiterreiten) durch den Tonnen-Slalom (es heißt glaube ich korrekt Parallel-Slalom), dann in eine Gasse einreiten, und rückwärts raus (im Schweren Trail rückwärts einparken und rückwärts durch die Gasse), den Slalom anreiten, direkt gefolgt von einem Holzsteg in zwei Breiten (mit Fröschen an der Seite :-)), Seitwärts treten direkt nach dem Steg (im Schweren Trail in beide Richtungen), großer Bogen zu einer Silo-Ballen-Acht, das Tor (wahlweise Eisen-Tor oder Seil-Tor), Stangen L mit Glocke (vorwärts rein und rückwärts raus) – damit war Dreigang und Mittlerer Trail komplett, der Schwere Trail durfte noch mal über den Sprung und ins Gebüsch zum Glocke klingeln. Also definitiv machbar. Wenn die Ponys alles gut beherrschen. Zwischen den Hindernissen sollte Gang/Trab gezeigt werden. Jedenfalls war unser Richter Günter Schulz den ganzen Tag mit dem Trail beschäftigt. Wir konnten schön in der Sonne rumlungern und zusehen. So lässt es sich an einem Sonntag gut aushalten!

Ringstechen mit dem Zwerg – Foto: Yvi Tschischka

Meine beiden Ponys waren am Nachmittag dran. Das Drachenpony hat sich richtig gut geschlagen. Dafür, dass es nur zur Übung mitlaufen sollte, hat es sich sogar im Mittelfeld platziert, was mich natürlich sehr gefreut hat. Sie war sehr aufmerksam und fokussiert, aber auch sehr aufgeregt, aber immer kontrollierbar. Wir haben sogar ein bisschen schönen lockeren Tölt gezeigt. Jacintos Trail war nicht so gut, er war sehr aufgeregt. Es ist halt doch ein Glücksspiel bei ihm. Basics, die wir zu Hause geübt haben wie zum Beispiel das Tor, haben nicht funktioniert. Anscheinend muss ich das zu Hause noch einmal anders üben. Also die Übung mehr auseinanderfrickeln. Auswärts zeigen sich die Schwächen halt einfach gnadenlos. Dann hat man wieder was zum Üben. Der ewige Kreislauf 🙂 Auf den Steg ist er auch nicht drauf, aber auch das ist so ein Glücksspiel bei ihm. Entweder es funktioniert beim Anreiten, oder das wars. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden. Und es ist noch deutlich Luft nach Oben für einen ruhigen, korrekt gerittenen Trail. In der Schweren Wertung waren neben Jacinto (Platz 3 übrigens ….) noch Maren mit Bajar und Kaja mit Nuno, die beide einen wesentlich besseren Trail hingelegt haben! Toll gemacht Ihr Vier!

Racing Resi im Trail – die Signum Sattelservice Decke passt doch super zum Kopfstück oder! –  Foto: Yvi Tschischka

Dann war schon Abschlussrunde und das Turnierwochenende war schon wieder vorbei! Yvi und ich sind aber noch bis Montag geblieben, weil ich mir die lange Fahrt in der Nacht nicht antun wollte und weil Yvi ja noch ein paar Models vor der Kamera hatte. Da sind richtig schöne Bilder bei rum gekommen 🙂

Fazit: Ein richtig tolles „Haus“-Turnier. Vielen Dank an Familie Vierhaus fürs Organisieren, Veranstalten, Versorgen, Spaß haben lassen – und natürlich auch ein dickes Dankeschön an alle fleißigen Helfer, denn ohne die geht nämlich gar nichts – und an alle Teilnehmer und Besucher. Die 409 km haben sich auf jeden Fall gelohnt! Und wir kommen bestimmt wieder! Es war richtig schön bei Euch und wir hatten ganz viel Spaß!

Die Spannung steigt?

07. August 2017:

Die Spannung steigt – ab Freitag startet unsere F-O-E-Tour. Klingt geheimnisvoll oder? Bedeutet aber Yvi und Christine fahren drei Wochenenden am Stück an Orte, an denen sie vorher noch nie gewesen sind. Also „F“-antastische „O“-rte „E“-rkundungs-Tour. Wir starten dieses Wochenende mit der Teilnahme am Working Equitation Turnier von Gangpferde Vierhaus in Hünxe, nächstes Wochenende treffen wir uns zum Shooting in der Heide und dann geht es mit den Ponys zur IDMG nach Birrekoven. Andere Menschen fahren zwei Wochen in den All-Inclusive-Urlaub – ich habe Ponys.

Das mit der Working Equitation fand ich schon längere Zeit faszinierend, dachte aber immer: mit deinen hippeligen Finos brauchst Du damit gar nicht erst anfangen. Aber durch stete „Berieselung“ auf Messen und nach dem Horsemanship-Tag in Aegidienberg mit der Demo von Andra Jänisch, die dort einen WE-Trail vorgestellt hat und die „Regeln“ erklärte, haben wir zu Hause auch mal ein bisschen ernsthafter das Üben angefangen. Für mich gehört die Abwechslung zwischen Trail-Aufgaben und „normalem“ Reiten auch schon immer zum alltäglichen Training dazu.

Speziell haben wir „Tor“ durchreiten geübt. Das hat mich schon immer geärgert, dass ich das nicht kann. Wir haben seit Anfang des Jahres ein ordentliches Reitplatz-Tor und damit gab es keine Ausreden mehr, das nicht zu können. Mein Training fängt also meistens schon damit an, dass ich am Putzplatz aufs Pferd steige und in den Reitplatz hinein reite. Das war gerade für Jacinto eine richtig gute Übung. Der ist mir vorher immer am Tor rumgehampelt wie Hans im Glück auf Speed mit Turbolader im Hintern. Aber die regelmäßige Übung lässt uns jetzt zumindest das heimische Tor im Griff haben. Im wahrsten Sinne des Wortes. Gespannt bin ich auf fremde Tore!

Weiter habe ich mit Jacinto auch das Problem, dass er keine Geduld hat. Er will alles gleich erledigen und aus gruseligen Situationen ganz schnell wieder raus. Also Stangen-L zum Beispiel. Reinreiten geht gerade noch, dann entdeckt er, dass er von Stangen umzingelt ist und rumpelt wieder heraus. Mit dem Übungsansatz  gaaaaanz laaaangsam komme ich da nicht weiter. Jacinto verspannt sich und „explodiert“ sozusagen. Wenn ich die Übungen jetzt aber ein bisschen schneller verlange, dann baut sich bei dem Zwerg die angestaute Energie gar nicht so auf, bzw. bis er wieder draußen ist, ist alles vorbei und er kann sich wieder entspannen und bleibt so auch bei gefordertem langsamerem Tempo oft entspannter. Komische Welt, in der er da lebt. Aber da muss man auch erst mal dahinter kommen.

Jedenfalls traue ich mich dieses Jahr ernsthaft an gerittene Trails mit dem Zwerg. Seinen ersten hat er ja in Friedberg schon ganz toll gemeistert. Sehen wir mal, ob das ein Zufalls-Treffer bleibt, oder ob der Zwerg jetzt insgesamt ruhiger und gelassener geworden ist. Jetzt brauchen die Ponys nur noch einen Besuch vom Hufschmied und dann können wir loslegen. Ich hoffe ja seit über einer Woche, dass die Eisen noch halten. Sie klappern gar furchtbar, aber bis jetzt ist alles noch dran! Ich bin auf jeden Fall ziemlich gespannt, wie die beiden Nicht-Alte-Hasen-Trail-Ponys in fremder Trail-Umgebung drauf sind.

Ach ja, und an die schwere Rittigkeit wagen wir uns auch erstmalig heran … Es ist also ein Jahr der spannenden Neuentdeckungen bei uns 🙂

Also hier mal eine kleine gefilmte Versuchsanordnung:

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