Del Cavador

Pferd & Jagd 2019

Pferd&Jagd 2019 – Foto: Nadine Schumacher
Danke für die ganzen tollen Fotos Nadine!!!!

04. bis 08. Dezember 2019:

Puh! Ich weiß gar nicht womit ich anfangen soll! Auf jeden Fall war die Messe Pferd und Jagd in Hannover wieder eine komplette Erlebnisreise. Und es war uns ein Fest dabei sein zu dürfen und alle tollen Gangpferde- und Nicht-Gangpferde-Menschen in Hannover wieder treffen zu dürfen. Die Organisation von Kaja Stührenberg und Doro Martin war wieder einmal Topp! Sowieso ist das IGV-Messe-Team auf der Pferd und Jagd etwas ganz besonderes. Der Team-Geist ist wirklich unschlagbar! 

Messe Hannover hinter den Kulissen – ich mag die alten Expo-Gebäude! – Foto: Privat

Jedenfalls haben wir am Mittwoch Frau Sumpf auf den Hänger gepackt, unterwegs im fliegenden Wechsel noch Britta bei Fulda eingesammelt und sind gen Hannover getuckert. Britta, die Hotel-Abende mit Dir sind echt schon schöne Tradition! Den Donnerstag haben wir pferdetechnisch alleine gestemmt (Diosas Tochter Dea konnte leider doch nicht mitkommen) bis dann am Freitag Sabrina und Jalapena in Hannover aufgeschlagen sind. Somit war das Reiter-Team der Finos komplett. Und die beiden haben das super gemacht – erste Messe und dann gleich Hannover! Respekt Sabrina! Unser Bodenpersonal war natürlich auch topp – diesmal mit Anna und Julia sogar mit zwei „Neulingen“ bestückt 🙂 

Stand-Beschmückungs-Selfies bei der Arbeit …. läuft – Foto: privat

Wir hatten ein bis zwei Auftrittszeiten in der großen Show Arena – 4 Minuten Gangpferd komprimiert sozusagen – die Finos vorneweg – was schlichtweg genial ist, weil es so Spaß macht in diese Arena rein zu reiten. Täglich hatten wir außerdem eine halbe Stunde im Aktionsring, wo wir ausführlich über Gangpferde informieren konnten. 

Kaja Stührenberg hat uns gekonnt durch die Gangpferdereise moderiert: Erst alle Rassen zusammen im Ring, dann eine Vorstellung des „Tölt“ ansich, Elemente der Dressur und des Reitens mit Garrocha, Gaited Working Equitation und Trail-Reiten, Gangpferde ohne Sattel im Gang und in der Freiheitsdressur, Figure Eight des Paso Fino und Champanger-Tölt als Spaßprüfungen und dann als Abschluss noch einmal alle Rassen im Ring. 

Glitzernde Finos! – Foto: Nadine Schumacher

Eine sehr schöne Rundum-Vorstellung der verschiedenen Rassen. Yvi und ich haben uns immer tageweise mit Reiten abgewechselt. Frau Sumpf hat immer einen guten Job gemacht und immer abgeliefert. Sie ist schon das Beste Sumpfi dass wir haben. Es kamen sogar Leute zu mir, um sie mir abzukaufen. 

Putzige Ponys oder? – Foto: Privat

In der Manege Baroque gab es von Piaffe bis Tölt-Seitengänge täglich alles rund um eine solide Ausbildung von Gangpferden zu sehen und zu hören. 

Durch die Kompetenzecke hatte man die Möglichkeit Fachvorträgen zu lauschen. Am Stand der IGV konnte man sich von 10 bis nach 18 Uhr jederzeit Informieren, Quatschen, Ausruhen und Hilfe finden. Ein Team von 60 Menschen und 18 Pferden war in Hannover vertreten. Hut ab sag ich da nur! Hannover ist eine der anstrengendsten Messen für die Pferde, weil sie in großen Hallen unter gebracht sind, und man mehrere Tage nur Geräuschkulisse und wenig Tageslicht abbekommt, zusätzlich zu den ganzen Reizen die auf die Ponys und Menschen einstürzen. Respekt an alle, die da Cool bleiben. Man muss sich wirklich überlegen, welchem Pferd man das „antut“. 

Rumhängen am Acitionszirkel mit Sun in Motion und Stefanie – Foto: Privat
… man beachte diese gut gelaunten Ponys 🙂

Natürlich waren wir auch ein kleines bisschen Shoppen und Leute besuchen. Den Klaus von Quittpad, der endlich einen Sattelgurt mit dem bewährten Quittpad-Material heraus gebracht hat. Auf den bin ich schon gespannt – er muss nur erst für mich noch gebaut werden, weil meine Größe schon ausverkauft war. Dazu habe ich meine heiß geliebten Quittpads mitgebracht, damit die defekte Umrandung nachgenäht werden kann. Dann sind die nämlich immer noch wie neu. Den Service bietet Quittpad übrigens kostenlos an. 

Am Equimero-Stand kamen wir natürlich nicht ohne mehrere Sektchen an Saskia und Tina vorbei – und nicht ohne einzukaufen. Das Taomero ist neu bei uns eingezogen. Jasmin am Soulhorse-Stand wurde besucht und die liebe Denise von Filogran, die unseren Eisbärenritt auch mit ein paar sehr schönen Geschenken unterstützt. Es gibt immer ganz viel zu entdecken und man ist auch wirklich überfordert, wenn man sich alles ansehen möchte. Das Gute an mehreren Tagen Messe ist, man kann immer mal ein bisschen gucken gehen. Dazwischen quatscht man einfach mit Menschen, die man schon lange nicht mehr getroffen hat (leider zu kurz Meike und Thora!!!) und reitet ein bisschen, oder holt sich was leckeres zu Essen an den Food-Trucks. Das sind übrigens echt gute Erfindungen. Food-Trucks. Unser Stall-Chef Johannes hat uns auch einen Tag lang besucht. Am nächsten Tag hat er dann unseren Reitplatz fertig gebaut…  

Yvi/Diosa + Sabrina/Jalapena in der Showarena – Foto: Nadine Schumacher
…nur echt mit dem „Bibi&Tina“ Soundtrack im Ohr! (kleiner Insider)

Der Sonntag war für mich eher anstrengend – beim Hänger ankoppeln haben wir entdeckt, dass ich einen komplett platten Reifen am Hänger habe. Nagel rein und raus. Und das an einem Sonntag! Super. Ganz toll. Nach einem Ärger-Schockmoment wurden also Problemlösungen gesucht. Sabrina hatte zwar einen Ersatzreifen am Hänger, aber der war zu klein. Also direkt zu meinem Pferdeanhänger-Vertreiber auf der Messe gelaufen. Fazit: Er hat uns allen Ernstes vorgeschlagen einfach den kaputten Reifen so zu montieren, dass auf der Seite wo das Pferd steht zwei Reifen sind und hinten zwei ganze Reifen und das würde den kaputten Reifen kompensieren. Klar. Super Idee. Wenn das dann nicht geht sollen wir halt mal nach 20 Minuten gucken und dann den ADAC rufen. Ja. Danke liebe Firma Sirius. Für nichts. Ich fahre doch keine 400 km mit nur drei Reifen auf der Autobahn bei Regen und Wind mit meinem Pony im Hänger! 

Also Sirius waren uns keine Hilfe, was mich schon etwas enttäuscht hat. 

Nächster Händler: Reifen zu klein. Nächster Händler Careliner: „Ja, das ist unsere Reifengröße – warten Sie mal, ich rufe den Chef an, wenn der noch nicht losgefahren ist, dann bringt der Ihnen einen Reifen mit.“ Das war er noch nicht und er hat uns einen Reifen mitgebracht – ich wollte den Chef spontan heiraten, aber seine Frau hätte da wohl was dagegen gehabt. So gegen 16 Uhr konnte ich den Ersatzreifen überglücklich in Empfang nehmen. Also fast, nachdem keine EC-Zahlung möglich war, musste Julia mir noch Geld organisieren. Zum Dank habe ich ihr den kaputten Reifen für den Heimtransport (und gerne auch für immer … *gggg*) überlassen 🙂 – Vielleicht zerhacken wir das Ding gemeinsam oder zünden es einfach an. Careliner, Ihr habt meinen Tag gerettet! Mein nächster Hänger ist auf jeden Fall von Careliner – und ich empfehle Euch auch auf jeden Fall weiter. Das nennt man Kundenservice! 

Rollin…rollin…rollin… durch die ganze Messe! – Foto: privat

In der Zwischenzeit haben wir Werkzeug und Wagenheber organisiert. Danke an Sabrina, Doro, Coco, Kaja und Thorsten! Thorsten war sowieso mein Retter, weil er den neuen Reifen so souverän ran geschraubt hat, dass ich wirklich sehr beruhigt losfahren konnte. Außerdem steckt seine Ruhe echt an. Ich habe viel über Reifenwechsel gelernt an dem Sonntag …. auch dass ich keinen Ersatzreifen im Kuga habe, sondern nur so ein komisches Klebe-Sprüh-Set. Man lernt nie aus. Ich werde mir wohl an den Pferdehänger einen Ersatzreifen basteln und in Zukunft darauf achten entsprechendes Werkzeug dabei zu haben. Aber auf das IGV-Team kann man sich echt verlassen. Zur Not hätte uns Nadine auch ihren Hänger geliehen. Nadine, die Schoki war auch gut für die Reise! Danke an Alle! 

Jedenfalls saßen wir kurz nach 17 Uhr im gepackten Auto und waren mit Sumpfi noch vor dem großen Chaos auf dem Heimweg. Und wir hatten eine echte Nerv-Fahrt. Regen und Sturm – auf gar keine Fall wäre ich da mit nur drei Reifen lebendig nach Hause gekommen! Kurz nach 22 Uhr waren wir dann am Stall und Frau Sumpf hat sich in ihre Herde verabschiedet. Und schon auf der Rückfahrt, die Hände verkrampft am Steuer, weil Windböe, Müde und Ausgelaugt, denkt man schon wieder über die nächste Pferd und Jagd nach. Pferdemenschen sind echt bekloppt! Ein Haufen Verrückter auf Hufen! 

Ein Haufen „Verrückter“ – Sonntags am Messestand – Foto: freundliche Frau vom Stand gegenüber

Pferd und Jagd 2019?

30. November 2019:

Pferd & Jagd – ich glaube 2017? – Foto: Thorsten Ruthof

Das Foto ist auch schon ein paar Jährchen alt – Yvi und ich waren damals ohne Pony bei der Pferd&Jagd, als optimistisches Bodenpersonal und professionelle Sprungständer-Halter mit Fino-Hüten. Irgendwie ist es inzwischen Tradition im Dezember nach Hannover zu fahren!

Ohne eigenes Pony ist es natürlich viel entspannter dabei zu sein. Man hat mehr Zeit zu bummeln und auch morgens im Hotel kann man das Frühstücksbuffet länger plündern. Man ist insgesamt entspannter, weil weniger Verantwortung. Aber irgendwie macht es mit eigenem Pony zum Reiten dabei mehr Spaß! Man lebt schließlich nur einmal.

Aber damals waren wir aber ganz schön froh ohne Pony gefahren zu sein. Es gab nämlich am Sonntag, dem Abreisetag, ein Schnee-Chaos rund um Hannover. Viele rutschige Straßen und auch die Autobahn war nicht gut befahrbar. Es war ein richtig ekeliger Heimweg. Wir haben sehr mit allen Reitern gebangt, die mit den Ponys im Hänger in der Nacht unterwegs waren und haben uns sehr darüber gefreut, von allen ein „Wir sind ENDLICH gut nach Hause gekommen!“ zu hören.

Messe ist immer ein Abenteuer – und deshalb sind wir sind auch dieses Jahr wieder mit Pony dabei – und hoffen auf einen gnädigen Wettergott und auf viele Gangpferdefreunde, die wir wieder treffen werden und die wir neu kennenlernen!

Besucht uns am Stand der IGV – wir sind die mit den weißen Hüten! 🙂

  • IGV-Stand mit Infos und Kompetenzecke: Halle 16 – Stand D 16 (täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr)
  • Täglich in der großen Showarena (Dauer vier Minuten):
  • Freitags 06.12.: 11.08 Uhr und 16.08 Uhr
  • Samstag 07.12.: 11.08 Uhr
  • Sonntag 08.12.: 16.08 Uhr
  • Täglich 13.00 – 13.30 Uhr im Aktionsring Halle 17 – „Die Welt der Gangpferde, mehr als nur Tölt und Pass“ mit allen Gangpferden im Vergleich, Gang-Demo, Ausbildungs-Demo (Garrocha, Liberty, Dressur, Gaited Working Equitation, Figure Eight, Champagner Tölt)
  • Täglich in der Manege Baroque Halle 16 – 17.00 – 17.15 Uhr Ausbildungsdemo mit Kaja Stührenberg (Mit Handarbeit und Seitengängen zum geschmeidigen Gangpferd)

Tag 20 – Zykloopenhof

29. November 2019:

 

Zykloopenhof am 27.09.2009 – Foto: privat

Mein Stall! Ich bin seit 2003 Zykloopenhof-Bewohner mit meinen Pferden. Und ich hoffe doch stark, dass alle meine Pferde dort auch bleiben, bis sie nicht mehr leben. Am Zykloopenhof habe ich schon einiges mitgemacht.

Überschwemmung, Luftturbulenzen, zweimal ist uns das Dach weggeflogen, dann ist das ganze Ding abgebrannt, Leute kamen, Leute gingen, Ponys kamen, Ponys gingen (gestorben sind auch welche), alles wurde immer Größer. Aber auch in den schwersten Zeiten habe ich dort ganz viel Optimismus und Zusammenhalt erleben dürfen – gerade der Brand und der Neuaufbau mit all seinen Folgen war eine Zeit, die sehr prägend war. Auf jeden Fall kann man eines sagen: Bei uns am Stall wird es nie Langweilig. Und ich bin gespannt, was ich noch alles erleben darf! (… nur vielleicht mit weniger Drama bitte :-))

Das Foto ist übrigens von 2009 – noch mit dem alten Stallgebäude und „nur“ einer Gruppe mit Pferden. Damals gab es auch noch das „Dickie“ – Die Tinker-Stute meiner Schwester. Hach ja. Und mein alter Pferdehänger mit den kleinen draufgemalten Finos, den sieht man auch. Und einen Reitplatz hatten wir damals auch nicht. Da wurde einfach ein Stück vom Auslauf abgetrennt. Da wird man richtig Melancholisch!

Und hiermit ist meine Novemberchallenge auch vorbei! Hat sie Euch gefallen? Mögt Ihr zwischendurch gerne wieder alte Fotos sehen? Gebt mir doch ein bisschen Feedback, vielleicht krame ich noch ein bisschen in meiner alten Fotokiste …

Tag 19 – Drachenpony

 28. November 2019:

Drachenpony in Entspannt – Foto: Yvi Tschischka

Das Drachenpony kam als Beschäftigungstherapie nach dem Tod von Dimera in meinen Besitz. Dieses sehr spezielle Pony hat bei mir auch eine Lebensstellung. Wer will schon so ein komisches Pony haben? Es neigt dazu ein Pummel-Pony zu sein. Man kann sie nicht richtig reiten, weil sie sehr spezielle Ideen hat. Sie neigt dazu komische Pusteln und Schwellungen zu bekommen. Man weiß nicht wirklich, was sie genau möchte. Manchmal trägt es Decke. Manchmal haßt es ALLES. Manchmal ist sie mental anwesend, manchmal nicht. Aktuell überlegt sie gerade, ob ihr ihr diesjährig gekaufter Sattel überhaupt noch genehm ist. Aber sie ist ein ganz mutiges und tolles Pony. Und sie hat diesen gewissen putzigen Blick.

Jetzt ist sie 16 Jahre alt und vielleicht ist sie jetzt so weit, dass ich sie als mein „Nachwuchspony“ zukünftig auf Turniere mitschleifen kann. Wir werde sehen. Auf jeden Fall hat mir dieses kleine rehäugig blickende Pony schon viel emotionale Verzweiflung gebracht, aber auch sehr viel Freude und ich habe von ihr und über sie schon so viel gelernt. Auf jeden Fall bin ich froh, dass ich das kleine Drachenpony besitze!

Das Foto stammt aus Hünxe beim Hofturnier 2017, da hatte sie mir eine ganze lange Seite lockern Tölt geschenkt. Der Rest sah eher etwas weniger locker aus … 🙂 Drachenponyrules eben.

Tag 18 – Dimera

27. November 2019:

Dimera del Cavador 2012 – Foto: privat

Nein, das ist nicht das Drachenpony, das ist eines der wenigen Reit-Bilder, die es von Dimera gibt. Übrigens sehe ich auf dem Bild so dermaßen Jung aus – und meinem heute knapp vierjährigen Neffen so dermaßen ähnlich, dass mich das doch irgendwie erschreckt. Anscheinend hatte ich in der Zwischenzeit ein paar Harte Winter zu viel 🙂

Im Hintergrund sieht man noch die Anfänge des Zykloopenhofes. Jetzt würde man hier unter Dach stehen und statt dem Abgang in den Misthaufen geht es jetzt hier zum Heulager, wo die Heunetze gestopft werden. Und an Rico: Herrn Fenix beim Essen!

Die Zeit vergeht so schnell! Jedenfalls bin ich sehr dankbar, dass ich Dimera ausbilden durfte. Auch wenn es fast niemand gesehen hat. Mir selber hat es sehr viel Spaß gemacht und sie war einfach mein Herzpferd und sie hat mich so oft zum Lachen gebracht. 

PS: Die Reithose, die ich da trage habe ich immer noch in Gebrauch! Beste Reithosen ever. www.lookri.de – Werbung weil Produktnennung – Leider not sponsored. Ich wäre da sehr euphorisch 🙂

Tag 17 – Die Frost Fotos

26. November 2019:

Perfekter Drachenponymoment – Foto: Yvi Tschischka

Ich liebe alle Bilder aus dieser Serie total. Das war ein spontanes Shooting im Januar – es gab Bilderbuch-Frost. Den hat es bei uns nur ganz selten. Von daher mussten wir die Zeit nutzen. Dieses Bild ist der perfekte Beweis für Momentaufnahmen. Es sieht so aus, als ob das Drachenpony mit Leichtigkeit eine Pirouette springt, dabei ist es in Echt gerade der Beginn von „voll abspacken“.

Aber ich mag das Bild total – es ist für mich eine Vorschau, was sein könnte, wenn ganz viele „könntes“ und „würdes“ zusammen getroffen „hätten“ oder „wären“. Es ist ein Bild welches einfach sagt: Höre niemals auf zu Träumen, nimm einfach, was passiert. Vielleicht klappen Dinge, die man sich wünscht einfach irgendwann. Man muss nur dran bleiben – und dieses Jahr hat sich mit mir und dem Drachenpony einiges getan. Aber das Bild ist und bleibt einfach ein Traum! 

Tag 16 – Yvi

25. November 2019:

Diosa und ich – ganz frühes Tschischka-Werk 🙂

Das war ein ganz frühes Yvi Tschischka Bild. Ich mag die Serie total, ich mag den Herbst total und ich mag die Farben. Ich freue mich auch total, dass mir Yvi passiert ist. Ich hatte mich für eines ihrer ersten Pferdeshootings bei Facebook beworben und sie dann gleich behalten, weil es menschlich so gut geklappt hat.

Und sie tut Frau Sumpf einfach gut. Inzwischen sind die beiden zu einem super Team geworden und Yvi ist nicht mehr weg zu denken. Wir hatten schon ganz viele tolle Erlebnisse mit den Ponys und es ist einfach schön, mit Gleichgesinnten unterwegs zu sein. Und ich bekomme hin und wieder einfach schöne Bilder, die ganz tolle Erinnerungen sind, wie diese von Diosa und mir. 

Und Diego, die kleine Pupsbacke, gehört natürlich auch mit zur Familie.

Tag 15 – Vertrauen

22. November 2019:

Jacinto und ich – Jahr keine Ahnung – Foto: Yvi Tschischka privat

Das Bild von Yvi von Jacinto und mir steht für das Vertrauen, was ich in alle meine Ponys setze. Allen dreien vertraue ich zu 100 Prozent. Ich hatte noch nie Angst sie zu reiten und sie wollten mich noch nie loswerden. Sprich keines meiner Ponys hat mich versucht abzubuckeln oder fies herunter zu schmeißen.

Gut mit Jacinto bin ich mal ein einen Graben gefallen. Das war aber nicht dramatisch. Da kam ein Traktor angefahren im Gelände und Jacinto hat sich überlegt, er hat plötzlich Angst vor Traktoren (was dumm ist, weil Johannes bei uns am Hof wie ein Berserker mit dem Traktor herumfährt und meistens damit Futter bringt….) – also ist er ganz dramatisch und in Zeitlupe in den Graben „gefallen“, eher hineingerutscht. Ich hatte gemütlich Zeit abzusteigen und mich über Jacinto hinzustellen, abgestützt an die Wände des Grabens, während Jacinto malerisch darin lag. Das muss wohl sehr komisch ausgesehen haben. Der Traktorfahrer war auch leicht irritiert. Es ist uns nichts passiert. Jacinto hat sich ab dann auch überlegt, dass das viel zu anstrengend ist vor Traktoren Angst zu haben. Das finde ich sehr nett. 

Und mit dem Drachenpony war ich auch einmal am Boden gelegen. Was für Drachi-Verhältnisse echt nicht viel ist. Wir waren damals Ausreiten und Frau Resi hat einmal mehr das Kreiseln und Abspacken angefangen, was auf rutschigem Lehmboden zu dem Ergebnis geführt hat, dass ich auf einmal deutlich tiefer saß. Frau Drachenpony ist einfach ausgerutscht und hat sich hingelegt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Aber auch hier ist nichts passiert. Ich stand einfach neben meinem Pony. Yvi war etwas irritiert davon, das ich als ihr Gesprächspartner so schnell weg war, aber sonst ist nichts passiert. Das ist dem Drachenpony dann übrigens nicht mehr passiert. Anscheinend hat sie mein Gewicht und die Trägheit ab dann in ihrem Pferde-Physiker-Gehirn immer richtig berechnet und wir hatten keine Um-Fälle mehr, und das Drachenpony neigt zu sehr riskanter Wegführung. Je steiler ein Abhang, desto näher muss sie daran laufen. Sie liebt Klettern und Kraxeln!

Ich vertraue meinen Pferden – sie dürfen auch Dinge selber entscheiden. Ich geben ihnen Zügel im Gelände. Sie sorgen für den sicheren Weg – ich für die Richtung.

Manchmal hilft es die Zügel lang zu lassen und zu vertrauen – sei es auf dem Pferd sitzend oder im Leben. Dinge passieren einfach, man kann sie nicht kontrollieren. Aber man kann entspannter sein, dann tut man sich leichter. 

Tag 14 – Fremde Ponys

21. November 2019:

Flieden 2018 – Osiris del Gavilan – Foto: Yvi Tschischka

Dieses Foto steht stellvertretend für die ganzen tollen „fremden“ Ponys, die ich in meinem Leben schon auf Turnier vorstellen durfte. Zwischendurch darf ich immer mal wieder richtig tolle Pferde spontan auf Turnieren vorstellen. Da habe ich vorher nie die Chance viel zu üben – meisten stelle ich mich auf dem Abreiteplatz auf das Pony ein und reite in die Prüfung. Das hat bis jetzt immer gut funktioniert.

Ich habe mit fremden Ponys schon einige Prüfungen gewinnen können, oder Platzierungen erreichen können. Was mich natürlich total für die Besitzer freut. Dieses tolle Pony hier ist „Osiris del Gavilan“ von Steffi – ihn kenne ich schon seit er drei Tage alt ist. Ich habe ihn damals durch die Stallgasse tölten sehen wie eine Maschine und war schockverliebt. Dazu noch die Farbe! Osiris durfte ich bereits zwei mal vorstellen. Ganz früher auf einer Fiesta am Sternberghof konnte ich eine Pleasure Schooling mit ihm gewinnen und hier in Flieden waren wir zusammen mit Mina und Tine Gewinner der Western Pleasure.

Eine Prüfung die ich total gerne mag. Man „verkleidet“ sich und fühlt sie wie John Wayne und reitet „coooooool“ durch die Gegend. Dafür bekommt man dann im Idealfall noch einen Preis, ansonsten hat man eine Menge Spaß während der Prüfung. Eine total unterschätzte Prüfung wie ich finde! 

Mir bleibt auch unvergessen, als ich auf der Swiss Classic in Schocherswill Borrasca in der Horsemanship Prüfung vorstellen durfte. Das war eine Prüfung, die lief auf den Punkt perfekt, da war das Gefühl von „läuft“ wirklich übermächtig genial.

Tag 13 – Orientierungsritte

 20. November 2019:

Kreuth 2008 – Finos For Pleasure-Start mit Jacinto, Diosa und Lorenzo – Foto: privat

Das war wieder in Kreuth – diesmal 2008. Das Foto steht stellvertretend für all die schönen Orientierungsritte, die ich in meinem Leben schon mitreiten durfte. Man erlebt immer sehr viel, wenn man sein Pony einfach einpackt, losfährt, und wo anders herum reitet.

Egal ob innerhalb eines Wettbewerbes oder ohne – lustig ist es immer. Und man sieht ganz tolle neue Reitlandschaft. Ich liebe das. Die neueren Fotos von Orientierungsritten, meistens mit Yvi zusammen, dürften Euch bekannter sein. Deshalb hier ein ganz altes Bild. Jacinto und ich, Diosa mit meiner „kleinen“ Schwester und Lorenzo und Julia (noch eine Julia! Mein Leben ist voll mit Julias, da kann man übrigens nie genug von haben! Und Linas, Linas braucht auch jeder! :-)).

Wir sind da gerade am Losreiten auf die Strecke rund um Kreuth. Man sieht noch ungeduldige, unverschwitzte Ponys! Die Strecke da führt teilweise an den Geländehindernissen vorbei/hindurch und man fühlt sich wie ein echter Buschreiter, wenn man da entlang galoppiert! Und ja ich trage als Einzige keinen Helm. Böse Frau Griebel!

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