Del Cavador

Tag 351 nach dem Horrorszenario?

24. April 2017:

Und schon wieder ein Zykloopenhof-Post! Letzte Woche hat sich nämlich noch eine große Lücke geschlossen. Das heißt eigentlich war es gar keine Lücke, sondern eine Neuanfertigung. Als drittes „neues“ Gebäude mit Dach darf ich die „Halle“ präsentieren! *trommelwirbel*

Anfang der Woche – Zykloopenhof-Neuland was Gebäude betrifft. – Foto: privat

Die „Halle“ (mir ist noch kein anderer Name eingefallen) ist ganz neu entstanden zwischen Roundpen und dem „unteren Stall“. Sie wird wohl als Futter-Lagerhalle dienen … aber vielleicht kann man sie ja noch dem ein oder anderen zusätzlichen Zweck … z.B. Reithalle??? (hmmmm???) …. zuführen.

Jedenfalls bin ich am Mittwoch an den Stall gekommen und fast in den Graben gefahren, als ich gesehen habe, dass die Bauarbeiter wieder fleißig waren. Die haben innerhalb von ein paar Tagen das Ding hochgezogen und ein Dach drauf bekommen. Sehr beeindruckend.

Rohbau vom Strohbett-Stall aus gesehen – Foto: privat

Jedenfalls haben die Jungs voll reingeknüppelt ….

Schwindelfreie Jungs. – Foto: privat

Aber keine Angst, die Jungs haben mit Netz gearbeitet. Ansonsten hätte ich dringend wegsehen müssen.

 

Blick vom noch nicht fertigen Strohbett auf die „Halle“. – Foto: privat

Heute sah es dann so aus: Schwupps fertig. Yvis Kommentar dazu: „Da ist man mal zwei Tage nicht da und schon steht ein neues Gebäude!“ Yvi hatte nämlich ihren ersten Foto-Workshop an diesem Wochenende. Falls Ihr Kontrastprogramm zum Thema Baustelle braucht: Hier ein Video vom Workshop 🙂

Halle hat fertig! – Foto: privat

Ich bin gespannt, welches Gebäude als Nächstes in Angriff genommen wird. Auf jeden Fall ist es immer spannend an den Hof zu kommen. Langweilig geht anders. Das ist mal klar.

Tag 350 nach dem Horrorszenario?

23. April 2017:

Momentan geht es am Zykloopenhof bautechnisch gut voran! Die gute Nachricht: Mama Zäh bekommt Ihr Carport wieder. Die Männer-WG musste heute notgedrungen ihr provisorisches Strohbett aufgeben, welches sie gut über den Rest-Winter gebracht hat, dafür haben sie ein Nigel-Nagel-Neues-Deluxe-Strohbett bekommen!

Aber von vorne: Wie in „Tag 344 nach dem Horrorszenario“ schon bebildert geht es um den Strohbett-Trakt, der jetzt wieder aufgebaut ist. In den letzten Tagen wurde fleißig daran weiter gearbeitet.

Pflasterarbeiten vor dem Einstieg in die neuen Strohbetten. – Foto: privat

Schließlich ist Johannes jetzt wieder fit und versucht die verlorene Zeit anscheinend in Windeseile aufzuholen.

So sieht das dann von der anderen Seite fotografiert aus. – Foto: privat

 

Es wurde also gleich schon mal darauf geachtet dem kommenden Winter-Matsch keine Chance zu geben. Viel Drainage und dann drüber gepflastert. Nicht zu eng, damit das Wasser gut ablaufen kann. So ist der Plan.

Bild von heute morgen – Foto: privat

 

Darüber etwas Sand und dann kam schon der Zaun ran. Schließlich treffen hier zwei Gruppen aufeinander, die sollen schon unter sich bleiben.

Eröffnung des Strohbettes! – Foto: privat

Heute Nachmittag war dann alles so weit fertig, dass die Ponys einziehen konnten. Flugs wurden die Elektrozäune umgeändert und schon konnte die „Bevölkerung“ in Angriff genommen werden. Vorher mussten natürlich noch vereinzelt wachsende Grasbüschel vernichtet werden, erst dann konnten die Herren sich überzeugen lassen das Strohbett von innen anzusehen.

Natürlich wurde gleich mal davor hingeschissen. Viva la Revolution! *seufz* – Foto: privat

Momentan ist „drinnen“ noch in zwei Abteile für die Männer abgeteilt. Und so lange es noch Kalt ist, sind die Schiebetüren Richtung Hof geschlossen. Die können aber zur Belüftung jederzeit aufgeschoben werden.

 

Alles wird genauestens inspiziert – Foto: privat

Die geschlossene Tür im Hintergrund (wo noch die Baugeräte stehen), ist der Eingang zu den separaten Boxen. Hier entstehen noch Krankenboxen oder sonstige „Extra-Stell-Möglichkeiten“.

 

Zwerg und Smoke schauen sich derweil das Strohbett von innen an – Foto: privat

Das Strohbett von Innen – sieht gut aus oder? Schöne stabile Bretter an den Schiebetüren sorgen dafür, das alles da bleibt wo es ist. Und mit den Gittern ist das Misten per Traktor einfach möglich.

 

Der Einweihungssekt war natürlich dringend nötig!!! 🙂 – Foto: privat

Zwischen den Weiber und Männer-Strohbetteingängen gibt es einen „leeren“ Raum, damit es nicht zu Zaunstreitigkeiten kommen kann. Hier würde sich doch eine Bank gut machen oder?

 

kleines Chef-Sit-in – Foto: privat

Für die „Damen“ gab es natürlich auch Einweihung. Frau Sumpf war übrigens als erstes drin. Das Pony ist komplett unerschrocken. Sie ist gleich vom noch stehen gebliebenen Stall rüber in das neue Abteil gewischt.

 

Damen-Abteil – Foto: privat

Die Damen haben jetzt also auch wieder zwei Strohbetten. Das gibt etwas mehr Ruhe. Weiber halt.

 

Blick vom Alten Strohbett raus – Foto: privat

Da möchte man gerne Pferd sein oder?

 

Blick anders herum – Foto: privat

Das Drachenpony hält sich erst mal aus dem Getümmel heraus und guckt lieber dekorativ aus dem alten Strohbett heraus. Sie wäre aber gerne mitten dabei. Traut sich aber nicht.

Jedenfalls hatten die Ponys heute einen tollen Tag und sind mit ihrer neuen Unterkunft sichtlich zufrieden. Eigentlich könnte jetzt sofort wieder Winter kommen! 🙂

 

Tag 345 nach dem Horrorszenario?

18. April 2017:

Heute stelle ich Euch also das zweite Gebäude mit Dach vor. Das ist der frühere „untere Stall“. Hier soll zukünftig die „Seniorengruppe“ einziehen. Es wird ein sehr schicker Stall. Und passend zur Seniorengruppe ist hier auch die provisorische Toilette untergebracht. Da habe ich Euch ja schon mal ein Bild von Resi im Klo gezeigt. Also: läuft bei uns. Im doppelten Sinn.

Januar – Der Schnee im Rohgebäude. Sehr idyllisch …. – Foto: privat

 

Das Dachgerüst steht! – Foto: Nadines Mobiltelefon

 

Bau im Regen – Der Kran war immer sehr beeindruckend – Foto: Nadines Mobiltelefon

 

Fine-Tuning läuft – Merke: Erst die Wände und die Dachrinne, dann das Dach. Keine Ahnung warum, aber ist so. – Foto: privat

 

Innenausbau läuft! – rechts wird Laufstall, hinten Paddock-Boxen, hinten links Toiletten-Solar-Raum. An die Wand links kommen auch so schicke Sattelschränke, wie sie im oberen Stall sind. Sieht doch voll professionell aus oder? – Foto: privat

Demnächst laufe ich mal mit der Kamera außen um das Gebäude herum. Auf jeden Fall haben wir schon einen guten Schritt in Richtung neues Pferdeparadies getan, aber es ist noch viel Arbeit übrig. Und wir sind natürlich lange nicht so weit, wie wir eigentlich sein wollten. Vielleicht erinnert sich jemand an die Aussage: Im Dezember stehen die ersten Gebäude.

Vielleicht hätte mal wer fragen sollen welches Jahr? 🙂 Aber es ist ja klar, dass Baustellen sich immer verzögern. Es gibt immer Ärger und viel Schreib- und Telefonierkram mit den Versicherungen und Baufirmen. Da ist nach oben echt Luft. Von daher sind wir froh, wie es ist. Alles andere wird sich fügen. Da bin ich ganz zuversichtlich.

Tag 344 nach dem Horrorszenario?

17. April 2017:

Es ist langsam wieder einmal an der Zeit ein kleines Zykloopenhof-Update zu machen. Um nicht zu viel Verwirrung zu stiften habe ich vor jedes neue Stallgebäude einzeln zu beleuchten. Momentan gibt es zwei große Bauabschnitte: „Strohbett“ und „Unterer Stall“ – diese beiden Gebäude sind in den letzten Monaten entstanden und haben inzwischen ein Dach über dem Kopf. Zwischendrin steht der „Paso Shop“ – der ist  momentan immer noch nur ein Fundament.

Heute widmen wir uns mal dem „Strohbett“. Eigentlich kann man es inzwischen nicht mehr wirklich als Strohbett bezeichnen. Es entsteht ein Luxus-Liegeplatz. Also wenn er  mal fertig wird. Momentan leidet die  Baustelle unter Personalmangel wegen unfallchirurgisch indizierten Ausfällen. Hübscher Satz oder? Heißt übersetzt: Mist, Johannes Fuß putt, nix Baustelle.

Ich habe ein paar Bilder von den verschiedenen Entstehungsphasen des neuen „Strohbettes“ zusammengestellt:

Die Bodenplatte kennt Ihr ja schon. Hier der „Gerüstbau“ von Anfang diesen Jahres. Foto: Schlechtes Mobiltelefonbild, definiv kein iPhone.

 

Bild von Weiber-Strohbett aus aufgenommen. Die Wände stehen! – Foto: privat

 

Blick vom Weiber-Strohbett aus. Im Eingangsbereich gibt es noch einiges zu tun …. – Foto: privat

 

Innenausbau läuft – Dach ist drauf. Ganz links wird ein kleiner Abteil noch zweites „Weiber-Strohbett“ – Mittlerer, großer Teil wird „Männer-Strohbett“ – und ganz rechts außen separate Paddock-Boxen für Krankenfälle oder Abfohlboxen. Je nach dem was gebraucht wird. – Foto: privat

 

Hier der Blick auf die separaten Boxen. Im Hintergrund kann man das provisorische Männer-Strohbett sehen. – Foto: privat

 

Die prolligen Holztore sind inzwischen auch angebracht. Sehr geil oder? Im Hintergrund seht Ihr den neuen „Unteren Stall“ und dazwischen wird irgendwann der Paso-Shop stehen. Foto: privat

 

Bisschen Löcher stopfen …. – hier wird gerade der Bereich vor den Paddock-Trails begehbar gemacht. Das dunkle Gebäude im Hintergrund ist das „Weiber-Strohbett“ – nach rechts schließen die beiden großen Trails an. – Foto: privat

 

Das „Männer-Strohbett“ in fast fertig. Das Gebäude sieht doch schon mal topp aus oder? – die Eingänge werden auch so langsam. Wenn Johannes wieder fit ist bekommen die Herrschaften Pferde einen ganz exquisiten Ruhestall! – Foto: privat

 

So sieht das Ganze von mal mit Blick vom „Weiber-Strohbett“ aus. Hier könnt Ihr im Hintergrund übrigens einen von den Erdhügeln sehen. Foto: privat

 

 

Fotozeit?

15. April 2017:

Momentan ist bei Yvi voller Foto-Kalender. Es gibt viel zu tun. Ab und an begleite ich sie als Foto-Assi oder meine Ponys spielen selber Fotopferde. Das sind immer schöne Nachmittage, an denen man neue Leute kennen lernt (oder mit alten Bekannten eine gute Zeit hat) oder einfach nur rumsteht und guckt, dass das jeweilige Pferdemodel schön guckt. Ein guter Ausgleich zu einem Job, in dem man ständig nachdenken muss.

Neulich waren wir bei Melanie und ihrem Connemara-Cremello Micado, den ich irgendwie sofort in mein Herz geschlossen habe. Gut, das könnte an seinem kleinen Schnurrbart gelegen haben, oder auch weil er einfach so ein tolles (Foto-)Pony ist und die neue Aufgabe total cool gemeistert hat. Jedenfalls war das ein lustiger Nachmittag. Annika war natürlich auch dabei – diesmal als Online-Kommentatorin. Man kann das übrigens auch auf Yvis Facebook-Seite als „Live-Story“ (mit-/nach-/)verfolgen.

Als Model stand dieses mal Nadine Heidt hair & make-up artist vor der Kamera.

Das lustige an der Foto-Gesichte ist: für mich schließen sich dabei oft Kreise. Melanie, die Besitzerin von Micado kenne ich von einem Orientierungsritt. Das Waldstück, in dem wir die Fotos gemacht haben hat eine interessante militärische Vorgeschichte und dort habe ich schon mit einer Freundin nach Geocaches gesucht und auch gefunden. In so rudimentär erhaltenen, verwildert-verwunschenen ehemaligen Sprengstoff-Lagern. Da wusste ich aber noch nicht, dass da immer noch Bildgänger herumliegen können. Was aber ja irgendwie logisch ist wenn man mal kurz nachdenkt  …. naja …. jedenfalls finde ich es immer interessant, wenn sich solche „Kreise“ schließen. Auf jeden Fall mag ich das Bild von Nadine und Micado. Gerade auch wegen dem direkten Blick in die Kamera.

Gestern dann waren wieder mal die Cavador-Ponys als Models gefragt. Yvi hatte ein Foto-Coaching mit zwei Fotografinnen, die normalerweise auf Hochzeiten und Portraits spezialisiert sind und einmal in das Thema Pferdefotografie reingeschnuppert haben. Da gibt es ja doch ein paar Unterschiede. 🙂

Jacinto durfte anfangen und hat sich tapfer geschlagen. Man unterschätzt immer wie anstrengend dieses Stillstehen und schön Gucken für das Pferd ist. Es ist ein komplett ungewohntes Feld für die Pferde. Normalerweise möchte der Besitzer immer irgend eine Aktion vom Pferd. Selten, dass es ganz still stehen soll. Jacinto hat jedenfalls eine sehr lange Zeit sehr schön mitgemacht. So ganz allein in weiter Flur bei Wind ist das nicht der Regelfall. Irgendwann kann er dann aber auch nicht mehr konzentriert bleiben und muss sich bewegen. Was ganz gut gepasst hat, so konnten die beiden Damen dann ins Thema Pferde beim Laufen fotografieren einsteigen. Die Biester bewegen sich nämlich richtig schnell. Die guten Phasen zu treffen ist da nicht einfach. Gerade bei Hinkebein-Hops-Trallala-Jacinto!

Auf jeden Fall gab es an dem Nachmittag ordentlich rauchende Köpfe. Vor Konzentration. Und Annika hat sich tapfer durchgefroren – sie durfte nämlich mal wieder Model bei Jacinto und Resi spielen. Aber das klappt ja alles bei uns schon richtig eingespielt. An meine Ponys darf ja nicht jeder. Aber Annika auf jeden Fall.

Das Bild v0n den beiden finde ich auch richtig schön. Vor allem jetzt im Fellwechsel sieht der Zwerg jeden Tag ein bisschen anders aus. Und er passt sehr schön zum Hintergrund!

Für den zweiten Teil durfte dann Resi als Model einspringen. Da waren wir alle schon ziemlich durchgefroren. Es war nämlich garstig windig und kalt gestern. Ich jedenfalls war froh in meinen dicken Reitklamotten im Gebüsch herumlungern zu können 🙂

Apropos Gebüsch – bei dem Foto von Annika und dem Drachenpony stand das Drachenpony hinter einem Gebüsch und jedes Mal wenn der Wind gröber geblasen hat, gab es einen kleinen Klaps mit einem Ast vom Gebüsch auf den Popo. Und das tolle Drachenpony hat sich trotzdem schön abstellen lassen. Das war aber unbeabsichtigt, die Klapse habe ich erst bemerkt, als wir schon fertig waren, bzw. als es Resi dann doch leicht unheimlich wurde. Obwohl, vielleicht muss man manchmal die Ponys etwas „schlecht“ behandeln, dann freuen sie sich um so mehr auf „gute“ Zeiten?

Jedenfalls war es ein anstrengender Tag gestern. Das Rumstehen ist doch anstrengender als man glaubt. Aber ich bin gespannt auf die weiteren Ergebnisse und hoffe von den beiden Coaching-Damen was Spannendes zu sehen. 🙂 Aber wie würde meine Mutter sagen: „Wenigstens bist Du an der frischen Luft und gerätst nicht in schlechte Gesellschaft!“. Wo sie recht hat, hat sie recht 🙂

Damit wünsche ich Euch ein paar schöne Rest-Feiertage – und viel frische Luft!

 

 

 

 

Verbitterte Menschen?

28. März 2017:

Ein schöner Tag bricht an. Die Vögel zwitschern, die Sonne scheint, der Kaffee duftet. Alles läuft. Man ist zufrieden, die Welt scheint in Ordnung zu sein. Es ist friedlich.
Trifft man in dieser Grundstimmung auf Menschen, die alt und verlebt aussehen, mit diesem bitteren Zug um den Mund, die Augen böse verkniffen, erst mal ein Pöbeln auf den Lippen, dann betrachtet man solche Personen mit einer Güte im Blick und denkt sich wertungsfrei: „Was zur Hölle ist nur mit Dir passiert, dass Du so verbittert wurdest?“

Diese Menschen, die immer was zu meckern haben, die erst mal alles blöde finden und die ganze Menschheit und überhaupt JEDEN (gerne auch abwechselnd) schlecht finden. Diese Menschen, die wenn man ihnen was erzählt, erst mal alles doof finden, und alles viel besser wissen, oder alles verteufeln. Diese Menschen, die man schon gleich daran erkennt, dass der Glanz aus den Augen gewichen ist, die Mundwinkel nach unten zeigen und sich gar keine Lachfalten um die Augen bilden. Menschen die nur noch sich im Fokus haben und ihr Leid – oder ihr eingebildetes Leid. Kennen wir sie nicht alle? Diese Menschen, die in der Vergangenheit/Scheinwelt leben und nur dort ist alles gut. Diese Menschen, die neidisch sind auf die Erfolge anderer.

Hand aufs Herz – wir haben alle schon mit solchen Menschen zu tun gehabt. Und manchmal ärgern wir uns über sie, manchmal nerven sie einfach nur und manchmal streiten wir uns auch mit ihnen. Verbitterte Menschen. Doch in einer positiven Grundstimmung überlegt man sich vielleicht auch, warum sie so geworden sind.

In einer solch losgelösten Stimmung, leicht müde vom Tag, aber frei in den Gedanken war ich heute, als ich mir einen Podcast angehört habe. Ich höre gerne lustigen Menschen beim Quatschen zu. Heute waren es Jan und Olli von Fest & Flauschig. Irgendwie kamen sie auf „verbitterte Menschen“. Ein Nebensatz war ungefähr so: Menschen werden verbittert, weil sie im Leben Fehlentscheidungen getroffen haben und diese dann im Alter bereuen. Das hat mich zum Nachdenken gebracht. Eigentlich haben die beiden echt recht.

In der Jugend ist man selten verbittert. Das Leben wird noch erkundet, alles ist frei und man erlebt viele Dinge zum ersten Mal. Fantastisch. Dann kommt die Verantwortung, das Leben schlägt zu. Man erlebt Verluste, Enttäuschung und Leid. Man wird vielleicht in ein Leben gepresst, dass man sich so gar nicht vorgestellt hat. Man hängt mit den falschen Leuten ab. Ist unglücklich verliebt. Hat keinen Spaß im Job. Egal was. Man trifft falsche Entscheidungen und zieht sie aber trotzdem eiskalt durch. Und irgendwann bereut man sie. Oder man überlegt sich: „Was wäre, wenn ich mich damals so oder so entschieden hätte?“ Wird man dadurch verbittert?

Ich glaube schon. Wenn man sich nur noch um dieses eingebildete Gedankenkonstrukt dreht unbedingt. Jedenfalls möchte ich keine dieser alten, verbitterten Omis werden, die schon einen Schreianfall bekommen, wenn man verbotenerweise über den Rasen am Haus läuft. Oder so ein böser Opi, der sich alle Kennzeichen am Straßenrand aufschreibt und einem die Politesse auf den Hals jagt, wenn man drei Sekunden zu lange mit dem Auto in der Einfahrt geparkt hat. Anstatt zu fragen, ob er vielleicht die Tür aufhalten soll, weil er sieht, dass man gerade Kisten schleppt. Und das sind nur die harmlosen Beispiele. Oder ein Mensch, der ständig nur verkniffen aus der Wäsche schaut, der gar keinen Spaß mehr im Leben hat und nur im Leben von anderen herumstochert, damit er nicht an sein eigenes Dasein denken muss. Einer dieser Menschen, die sich selbst so furchtbar wichtig nehmen, dass sie auf interessant-aberwitzige Gedankenkonstrukte kommen, auf die man selber als Normaldenkender gar nicht kommen würde. Ich denke Ihr wisst, was ich meine. Da werden Geschichten erfunden und zurechtgestutzt, dass sich die Balken biegen.

So möchte ich nicht werden. Bin ich glaube ich auch nicht. Mein Lebensmotto ist eigentlich: „Leben und Sterben lassen“ (James Bond) und natürlich das berühmte „Niemals Aufgeben, Niemals Kapitulieren!“ (Galaxy Quest) Darum mein Gegenprogramm: Beschäftige Dich mit Deinen eigenen Wünschen. Damit ist man gut beschäftigt. Aber nicht übertreiben. Mach Dich nicht abhängig von Anderen, aber habt zusammen Spaß. Freu Dich doch mal über einfache Dinge wie schönes Wetter, guten Kaffee, nette Gespräche. Sei nett zu Menschen. Lächle ihnen zu. Genieße das Leben. Nimm Dir mal eine Auszeit. Lies ein Buch. Geh raus an die frische Luft. Give a shit auf das was Andere sagen. Die kennen Dich nämlich nicht. Niemand kann in Deinen Kopf gucken. Stell Dir Leute einfach mit grünen Haaren vor, oder nackig, oder mit Sprachfehler, wenn sie Dich ärgern. Hab Spaß! Misch Dich nicht ungefragt in anderer Menschen Leben ein. Das geht Dich nämlich primär gar nichts an. Sei Du selbst. Das alles ging mir heute angestoßen durch den Podcasts durch den Kopf.

Dann bin ich losgezogen und habe mich mit zwei alten Freundinnen auf einen Kaffee in die Sonne gesetzt. Gut, es war Schatten und ein McDonalds-Hinterhof, aber draußen, mit netten Menschen. Face to Face. Um noch mal ein paar Anglizismen raus zu kramen. Und dieses losgelöst-gute Gefühl möchte ich mir möglichst oft und möglichst lange erhalten.

Warum ich das jetzt hier erzähle? Keine Ahnung. Aber es hat mich heute einfach bewegt, diese Erkenntnis: Bereue nicht, Lebe einfach! Dann klappt es auch mit dem befreit und nicht verbittert Alt werden 🙂

PS: Das Foto hat eigentlich gar nichts mit dem Text zu tun. Oder doch?

 

Hoch hinaus in kleinen Schritten! – Foto: Yvi Tschischka

Hessen Halligalli?

10. bis 12.03.2017:

Britta fragte ob wir nicht Lust hätten mit den Ponys beim Showprogramm der Fachmesse Jagen – Reiten – Fischen – Offroad in Alsfeld mitzumachen. Nachdem wir immer gerne für Neues aufgeschlossen sind und gerne Zeit mit netten Fino-Freunden verbringen haben wir natürlich zugesagt. Ohne eigentlich zu wissen, auf was wir uns einlassen. So wie immer halt 🙂

Die Internet-Recherche zu dieser Messe besagte erst mal nicht so viel. Es ist eine überregionale Fachmesse, die bereits zum 16. Mal in der Hessenhalle in Alsfeld stattfindet. Eigentlich sogar in drei Messehallen mit ungefähr 200 Ausstellern auf 8000 Quadratmetern Plus der Reithalle. Also doch gar nicht so Klein. Neben Jagd und Fischen waren dort auch Falkner mit Greifvögeln, leckere Fischspezialitäten und eine Jagdhundeschau zu finden. Und natürlich ein paar Offroad-Auto Hersteller. Und eine kleine fast unbemerkte Anti-Jagd-Demo mit vier Teilnehmern am Samstag vor dem Haupteingang. Die haben Yvi und ich übrigens bei unserem Mittagessen am Fisch-Stand monoton ihre Protest-Litanei herunter rasseln hören. Naja. Leben und Sterben lassen sag ich da nur. Zumindest waren sie dabei an der frischen Luft gestanden.

Dieses Jahr war der Verband der Pony und Pferdezüchter Hessen e.V. mit der Frühjahrskörung in die Messe integriert und einem bunten Showprogramm im Pferdezentrum. Dort traten wir also mit einer Paso Fino Choreographie mit kleiner Rasse-Vorstellung in den drei Showblöcken auf. Wir waren sechs Paso Finos (Amistad/Britta, Angelita/Johanna, Bandolera/Terra, Camino/Jürgen, Diosa/Yvi und ich mit Jacinto) und natürlich fleißigen Helfern (Gerd, Stan, Ann-Karin und Sonntag noch Heike und Erick, die spontan vorbei gekommen sind). Übrigens Glückwunsch an Marie Wendel zu ihrem schicken Körungs-Siegerhengst Ferdinand (Aegidienberger), den haben wir uns natürlich gleich in „echt“ angeguckt und für sehr schick befunden.

Aber erst mal von Anfang an! Yvi und ich hatten den Freitag schon frei, deshalb sind wir ganz gemütlich erst mal mit den Ponys nach Flieden gefahren. Wie schon mehrfach panisch erwähnt, hatten wir die Choreographie ja noch nicht groß angesehen. Also war gemeinschaftliches Üben am Abend in Flieden angesagt. Das hat erstaunlich gut geklappt, sogar in der kleinen Reithalle mit sechs Finos in fast-echt Geschwindigkeit zu Pferd. Also perfekt. So konnte der Abend gemütlich bei gutem Essen enden. Samstag früh sind wir dann im Konvoi nach Alsfeld aufgebrochen.

Ponys im Zwischendomizil …. warten aufs Essen … auf was sonst? – Foto: privat

Übrigens erlebt man auf der Autobahn immer „lustige“ Dinge. Leute ohne Nummernschild, komisch rauchende Laster auf der Standspur fahrend, obwohl sie so aussehen als ob sie gerade abbrennen würden (und auch so stinken), aber auch ganz toll eine korrekt gebildete Rettungsgasse im Stau. Autobahnfahrten mit Pferdehänger beeindrucken mich immer. Vor allem, wenn ich dann endlich sicher angekommen bin!

In Alsfeld haben die Ponys erst mal ihr Quartier bezogen (komfortable Boxen im Pferdezentrum) und wir haben Rudi den Hausmeister kennen gelernt. Sehr durchgreifender Charakter, aber auch ein ganz Netter. Nur kleiner Tipp: NIEMALS im Parkverbot stehen bleiben. Und wir konnten uns in Ruhe orientieren und schon mal über die Messe schlendern. Yvi hat auch ihr Traumauto gefunden. Leider mangelt es noch an Sponsoren. Aber wenn Landrover sich überlegt ins Sponsor-Geschäft für arme Fotografen und Fino-Besitzer einzusteigen, Yvi und ich wären da sofort dabei. Wir würden auch die Firma LANDROVER ganz oft erwähnen. Und Fotos machen. Yvi hätte ihren übrigens gerne in weiß. Und ich in schwarz. *hust*

Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber ich würde mich natürlich momentan auch super gerne von FORD sponsern lassen, da gibt es ja schon wieder ein tolles Nachfolgemodell meines derzeitigen Pferdekutschen-Vehikels. Welches ich übrigens sehr gerne mag. Automatik als Zugmaschine – warum hatte ich das nicht schon eher? Ok, ich hör jetzt auf rumzuspinnen … aber vielleicht sponsert mir irgendwann mal wer einen Kaffee. Das wäre auch nett 🙂

Zurück zur Messe: Jedenfalls hatte wir enorm viel Spaß vor und hinter den Kulissen. Jacinto und Diosa haben sich beim Warten auf den Auftritt gleich mit zwei knuffigen Shetty-Hengsten (87 cm) angefreundet, die ganz viele Kunststückchen können. Mit einem hab ich gleich herum geknutscht (Er hat angefangen!!!!), da war der Zwerg aber grad nicht dabei, sonst wäre er vielleicht noch eifersüchtig geworden. Die drei Auftritte liefen super – ich bin immer noch ganz begeistert von Jacinto, wie toll er das gemacht hat. Überhaupt, wie toll ich meine beiden Ponys überall hin mitschleifen kann, und wie gechillt die beiden sich verhalten. Egal wie unruhig es um sie herum ist. Das ist echt Gold wert. Diosa liebt es ja sowieso eine Box und mehrere Sklaven um sich zu haben, die sie bedienen und versorgen. Also mich und Yvi in dem Fall. Und wer da sonst noch so vorbei gelaufen kommt. Diosa ist sehr kommunikativ, wenn sie in einer Box steht.

Sonntag war dann unser anstrengender Tag mit zwei Auftritten am Tag. Schade dass ich den Showblock nicht selber sehen konnte (unser Auftritt war immer ziemlich in der Mitte). Aber es war einiges geboten: eine Springstudie, Pferd und Hund, Freiheitsdressur, unsere Shetty-Freunde, Voltegieren, Kaltblüter in Aktion (der Kontrast in der Abreitehalle Fino vs. Kaltblut ist übrigens interessant 🙂 ), Trakehnerhengste in der Dressur, eine Fahrquadrille, Geschicklichkeitsfahren auf Zeit und die American Saddlebred Horses der Familie Güldner, inclusive Christiane Kress in der Dressur. Immer wieder beeindruckend! Und sehr coole Reitmäntel. Wahrscheinlich habe ich jetzt sogar noch Akteure vergessen. Ich werde alt.

Rumtrödeln mit den Shetty-Hengsten …. (also einer ist sichtbar) – Foto: privat

Aber alles lief richtig gut, wir haben gutes Feedback bekommen. Und die Hessenhalle war richtig voller Zuschauer! Auf jeden Fall hat es richtig Spaß gemacht mit dabei zu sein und mit so fantastischen „Kollegen“ diese Choreographie zu reiten. (Auf Facebook als Video ansehen) Als Überraschung hat sich Hausmeister Rudi dann am letzten Auftritt mit einem Tablett voller Sektgläser mit in die Bahn gestellt und nach dem Ritt sind wir alle vorbei geschwirrt und haben uns ein Glas Sekt abgeholt für eine Extra-Runde. Wie gesagt, eine sehr schöne Messe am Pferdezentrum in Alsfeld. Schöne Gespräche, viel Spaß, viel Lachen – ich glaube wir sind bestimmt wieder mal mit dabei 🙂

Ein spezielles Dankeschön geht an Britta und Gerd Mülle und das Team Flieden, die uns während des Wochenendes bei sich aufgenommen haben. Es macht immer wieder Spaß bei Euch. Und natürlich ein dickes Dankeschön auch an alle, die dabei waren und die wir getroffen haben (dieser Blog-Artikel ist übrigens speziell dafür da, morgen früh jemandem beim Kaffee trinken zu erfreuen *zwinker*). Aber die Ponys waren dann am Sonntag Abend doch sehr froh endlich wieder zu Hause anzukommen. Die Hängerfahrt über waren sie doch ziemlich müde – aber in jeder Lage topp brave Hängerfahr-Profis).

Outfit für den Auftritt – Foto: Yvis Handy glaub ich ….

PS: Wer Instagram hat kann zwischendurch unsere Abenteuer live mitverfolgen bei Yvi Tschischka Photography – dort gibts immer mal Live-Storys zwischendurch

Die drei Sätze?

28. Februar 2017:

Die drei Sätze

Ich muss mich heute aufregen. Es geht um drei Sätze. Totschlag-Sätze. Sie ersticken alles im Keim. Außer meiner Wut. Seid Ihr bereit? 🙂

Satz Nummer eins: „Das war schon immer so.“ – hmhm… soso … und das heißt dann automatisch, dass es besser ist? Anscheinend. Veränderung scheint schlecht zu sein. Entwicklung auch. Und bloß nix in Frage stellen. Auf gar keinen Fall. Oder am Ende noch hinterfragen? Da könnte ja eine andere Meinung raus kommen. Oder noch schlimmer: Ein besseres Ergebnis. Neee, das geht nicht. „Das war schon immer so.“ Drum stehen Pferde heute noch in Ständern. Drum laufen Leute heute noch mit Leggings und schlechten Dauerwellen rum. Drum gibt es Fax statt Internet. Drum heißt Raider heute Twix. Ok, das war ein schlechtes Beispiel, schmeckt immer noch gut. „Das war schon immer so“ blockiert alles. Im Keim. Von Anfang an. Ohne wenn und aber. Bloß nix verändern … – da kommen wir zu

Satz Nummer zwei: „Früher war alles Besser.“ Klar. Am Arsch war alles Besser. Es ist psychologisch erwiesen, dass Menschen ab einem gewissen Alter mehr Erinnerungen an ihre Vergangenheit speichern, als an die noch verbliebende Zeit. Autobiographische Gedächtnisforschung ist das Stichwort. Das renommierte Birnbaum-Institut hat dazu eine Statistik erstellt. Menschen verklären ihre Erinnerungen an die Vergangenheit. Fehler, schlechte Erinnerungen, Schmerz, negative Erlebnisse werden nach und nach weichgezeichnet, oder sogar vergessen. Am Schlimmsten sind die jungen Erwachsenenjahre, da erlebt man alles zum ersten Mal ziemlich intensiv. Deshalb bleibt es auch verklärt in der Erinnerung hängen. Professor Bernhard B. Birnbaum weiß wovon er spricht.
Früher war alles besser zählt also nicht. Es ist weichgefiltert und weichgespült. Und hat Null mit Realität zu tun. Und bei weichgespült bin ich schon bei

Satz Nummer drei: „Kaffee draußen nur im Kännchen.“ What? Was sind das überhaupt für Kännchen? In diese sogenannten Kännchen bekommt man gerade zwei Tassen rein. Und zwar von der Sorte Tasse, in die eh nix rein geht. Diese kleinen Tässchen, in denen der Kaffee schon kalt wird, wenn er nur eingegossen wird. Sprich er schmeckt eh wie kalte Katzen-Pisse mit einer Prise Asche drin. Und die Henkel klemmen immer die Finger ein. Wieso draußen nur Kännchen? Seid Ihr zu Faul einfach einen großen Becher hin zu stellen? Oder wer hat überhaupt dieses Kännchen-Gedöns erfunden? Stellt einfach ordentliche Becher hin und große Thermoskannen, damit das Zeug auch warm bleibt! Wer fängt schon wegen drei Schluck das Kaffeetrinken an? Pfff…. am Ende ist das die Fraktion, die früher alles besser fand und außerdem war das schon immer so!

Jetzt mal ernsthaft. Ich habe keine Lust mehr auf Menschen, die alles schlecht reden. Menschen die immer nur von früher reden. Menschen die immer nur an anderen herumkritteln. Ich bin jetzt über vierzig und möchte mich mit meinen verbleibenden guten Jahren nicht mehr mit irgend welcher Kacke von „Früher“ beschäftigen. Ich möchte jeden Tag als einen guten Tag erleben. Es gibt genug Dinge, die ich noch erleben möchte. Ich will, dass in meinem Fokus die guten Dinge stehen, die jeden einzelnen Tag neu passieren. Die kleinen Momente, die viel Spaß machen. Ich möchte meinen Fokus auf kommende Dinge richten, die ich vielleicht noch gar nicht abschätzen kann, weil sie so großartig und unerwartet auf mich zukommen. Ich möchte nicht gefangen sein in einer Welt aus Vergangenheit und Draußen gibts Kännchen.

Das heißt nicht, dass ich mich nicht an „früher“ erinnern darf. Das mache ich auch gerne, aber ich staune eher, was in der Zwischenzeit passiert ist. Ich bin eher erschrocken, wie viel Zeit seit dem schon vergangen ist, und was in dieser Zeit alles passiert ist. Ich möchte versuchen jeden Tag eine gute Version von mir abzugeben. Und das kann ich nicht, wenn ich in der Vergangenheit gefangen bin. Das kann ich erst, wenn ich der Zukunft gestatte mein Leben zu bereichern. Das kann ich auch erst, wenn ich mich nicht mehr mit dem Mist von anderen Leuten beschäftige, der mich sowieso gar nichts angeht.

Ich will auch nicht hören: „Boah, schon wieder Montag/Arbeit/*freieinseztbareswort* – ich möchte gerne jedem neuen Tag eine Chance geben. Und wenn ich früh morgens aufstehe und mir sage: „Boah, was für ein Scheiß, schon wieder Montag, ich muss auf Arbeit gehen…..bläh….“ dann wird das auch nix. Im Kopf fängt die positive Stimmung an. Ich stehe vielleicht auch früh auf und hab keinen Bock auf die Arbeit zu gehen, aber dann denke ich mir: „Och jo, auf Arbeit gibts Kaffee“ Das ist doch schon mal was. Vielleicht bringt wer war zu Essen mit, dann ist es noch mal gut. Und während ich zufrieden an meinem warmen Schreibtisch (oder sonst wo) sitze höre ich mir das Gejammer von Anderen an und denke mir: „Lustig, total lustig, mit was für einem Zeug ihr euch blockiert, anstatt dem Tag eine Chance zu geben!“

Und es funktioniert (auch bei mir nicht immer), aber wenn man einfach unbelastet und NUR mit der Suche nach positiven Dingen durch seinen Tag geht (und wenn sie auch noch so klein sind), dann wird der Tag gut. Ich arbeite jedenfalls daran. Ich will nur noch gute Tage haben. Und dazu darf man sich gerne auch Bilder aus seinem alten Fotoalbum ansehen von schönen Erlebnissen. Und dabei darf man träumen und überlegen, was man noch alles tolles Erleben möchte. Und dann muss man es einfach in Angriff nehmen. Einfach mal Sachen als gegeben nehmen und ANNEHMEN und nicht als unüberwindbare Grenze sehen, sondern als Herausforderung. Oder als Sprungbrett. Es passieren nämlich ziemlich viele gute Dinge, wenn man sie einfach passieren lässt und sich darauf einlässt. Garantiert.

Resi Richtige Richtung?
Vorwärts schauen ist die Devise – klappt zwar nicht immer, aber immer besser! – Foto: Yvi Tschischka

Tag 293 nach dem Horrorszenario?

25. Februar 2017:

Heute ist also Tag 293 nach dem Brand am Zykloopenhof. Nachdem ich Euch letztes Mal davon berichtet habe, wie das erste neue Gebäude endlich Wände und ein Dach bekommen hat, berichte ich heute vom zweiten neu entstehenden Gebäude: dem ehemaligem/neuem Strohbett für die Jungs-WG.

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Sieht aus wie ein insziniertes modernes Art-Irgendwas-Bild oder? – Foto: privat

Das ist der Blick aus dem ursprünglichen, übrig gebliebenen Stallgebäude (Weiber-WG Strohbett). Johannes hat gestern in einer seiner gefürchteten Spontan-Aktionen die Wand entfernt und die Vorbereitung für die Anbindung an das zukünftige neue Stroh-Bett-Gebäude für die Jungs begonnen.

Blick
Blick vor den zukünftigen Stroh-Bett-Stall. Foto: privat

Hier wird sich in den nächsten Tagen einiges tun! Auf jeden Fall macht es sehr großen Spaß den Bauarbeitern beim wieder Aufbauen zuzusehen. Und die neuen Gebäude sehen schon mal richtig toll aus. Wir sind total begeistert!

Stimmung
Romantische Baustellen-Stimmung – Foto: privat

Der Wiederaufbau schreitet als jetzt gut sichtbar voran und das macht richtig Spaß zu beobachten. Von daher gibt es jetzt bestimmt in den nächsten Wochen viel zu berichten! 🙂

 

Klickertraining?

22. Februar 2017:

… es wird übrigens fleißig weiter geklickert – nicht täglich, dazu reicht die Zeit zwischen des Alltags „Geldverdienen“ nicht wirklich, aber ich finde es jetzt im Winter, wenn man zu faul zum Reiten ist, oder als Ergänzung, oder für Zwischendurch wirklich eine schöne Beschäftigung.

Frau Drachenpony ist in der Zwischenzeit auch schon richtig locker geworden und folgt mir relativ häufig relativ lange. Heute ging sogar das erste Mal etwas schneller, ohne dass sie gleich die Motivation verloren hat. Insgesamt hat sie sehr an Freude bei der „Arbeit“ dazu gewonnen. Gut, sie ist ein verfressenes kleines Luder, aber dabei so was von putzig, man kann ihr nicht böse sein! Und ja, ich passe auf, dass sie nicht zu fordernd und bettelig wird.

Aber seht selber – ein kleines Filmchen von letzter Woche – ein weiterer Teil der Klicker-Dokumentation:

 

 

 

 

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