Del Cavador

Sentimentalitäten?

11. Juni 2018:

Heute haben wir Sara und ihren Samurai zum Springturnier begleitet. Eigentlich sollte ich sie ja fahren, aber mein Auto musste unbedingt wieder einmal Drama-Queen spielen und den Hänger-Zug verweigern. Long Story, short: Montag sind wir in der Werkstatt.

Jedenfalls hat mich das Turnier an die Anfänge meiner Reiterlaufbahn erinnert und ich bin sentimental geworden. Kann auch sein, dass bei mir langsam altersbedingte Hormonschwankungen einsetzen, die für  pferdetechnische Flashbacks zuständig sind. Oder ich werde langsam dement. Wer weiß das schon. Auf jeden Fall zogen alle meine Pony- und Pferdelieben an meinem inneren Auge vorbei.

Meine erste große Pferdeliebe war ein Welsh A Pony. Ihr Name war „José“ und mit ihr habe ich die  Gegend durchstreift. Bei uns am Dorf gab es einen Mann der Welsh-Ponys hatte. Hier haben wir uns mit kleinen Arbeiten das Reiten verdient. Der Grundstock bestand aus Hof kehren. Kehren kann ich also. Und Misten. Was ich schon an Tonnen von Mist geschaufelt habe! Ein Fußballfeld voll reicht wahrscheinlich gar nicht mehr aus!

José – sie war ein richtiges Buschreiter-Pony! – Foto: gezwungene Mutter 🙂

Später kam dann offizieller Reitunterricht im nahegelegenen Reitverein dazu. Josés letztes Fohlen, ein kleiner Inzucht-Weideunfall, war dann meine erste spezielle Pony-Liebe. Sie war sehr scheu und ich hatte viel Zeit nur in ihrer Box sitzend verbracht, damit sie vertrauen zu mir bekam. „Johanna“ war ihr Name. Sie war auch das erste Pony, dass ich angeritten habe. Johanna war speziell, sie ging Pass. Also quasi mein erstes Gangpferd 🙂 Keine Ahnung, ob das damals komplette Verspannung bei diesem sensiblen, kleinen Pferdchen war, komplette Inzucht, oder ob sie tatsächlich eine Gangveranlagung hatte. Auf jeden Fall träumte ich davon, dass sie im Schuppen hinter unserem Haus einziehen durfte. Tat sie natürlich nicht. Es hieß immer: Wenn Du mal erwachsen bist und selber Geld verdienst, kannst Du Dir ein Pferd kaufen!

Johanna – Die Blässe sieht ein bisschen aus wie bei Diosa oder? – Foto: arme gezwungene Mutter – Wir sind übrigens immer mit relativ kurzen Bügeln geritten, damit die Leute nicht denken, wir seien zu groß für die Ponys 🙂

Jedenfalls wurde sie eines Tages samt ihres Halbbruder-Vaters einfach als Gespann verkauft und war weg. Mein erster großer Verlust. Das hat wahrscheinlich auch meine Einstellung zu Reitbeteiligungen geprägt. Mir wurden oft einfach die Ponys ohne Worte sprichwörtlich unter dem Sattel wegverkauft. Eine harte Schule. So wollte ich zu meinen Reitbeteiligungen nie sein. Von daher bin ich glaube ich eine ziemlich gute Wahl, falls man Reitbeteiligung bei mir sein möchte 🙂 #eigenlobstinktgarnicht

Aber eigentlich kam ich auf die Sentimental-Schiene, weil wir heute Sara begleitet haben. Das erinnerte mich an meine ersten FN Reitschul-Turniere und natürlich die geliebten Schulpferde von damals. Da gab es „Dojan“ ein brauner Holländer und ausgemustertes Springpferd.

Dojan – mein erstes FN-Turnier 1990 – ein Reiterwettbewerb – Foto: gezwungene, auf Turnier geschleppte Mutter

Später kam Bergfee. Bergfee war sehr speziell und sehr flott unterwegs. Wahrscheinlich hat sich da schon meine Liebe für leicht bekloppte Pferde gefestigt. Leider blieb sie nicht lange als Schulpferd. Aber mit ihr hatte ich meinen ersten Wanderritt und 1993 zwei Turnierstarts. Auf diesem Bild wurde ich sogar Erster. Aber ich habe keine Ahnung mehr, wie viele Teilnehmer da dabei waren. Der Pokal steht jedenfalls immer noch in meinem Bücherregal.

Bergfee – Hier baute sich meine Tendenz für spezielle Pferde aus (leider muss ich sagen, dass ich schon damals anscheinend gerne nach links unten gesehen habe …. das ist heute noch so) – Foto: leidende Mutter

Für Bergfee kam Napoleon – ein großer Brauner Wallach. Mit ihm war ich auf jeden Fall einmal bei einer Quadrille im Rahmen irgend welcher Casteller Festivitäten dabei. Das muss 1994 gewesen sein. Soweit ich mich erinnere war Napoleon ein Privat-Pferd, dass dem Reitverein zur Verfügung gestellt wurde. Aber mich interessierte immer das Außen-Herum nicht so sehr, ich war mehr auf die Ponys und Pferde fixiert und wohl eher in meiner eigenen Welt unterwegs.

Napoleon – Auf dem Bild bin ich übrigens schon süße 18 Jahre alt. – Foto: keine Ahnung mehr wer

Aber meine eigentliche große Pony-Liebe war „Charly“, ein Welsh-Reitpony, geboren 1994. Ihn habe ich von Fohlen-Zeit bis ins Reitalter begleitet. Wir hatten eine schöne Zeit, er war sehr temperamentvoll und wirklich eigentlich „mein“ Pony. Mein tiefster Wunsch war, dass er mir gehören sollte. Aber das wurde mir aus unerfindlichen Gründen verwehrt. Also trennte ich mich komplett schwermütigen Herzens von den Welsh-Ponys und rutschte so in die alleinige Welt der Gangpferde. Speziell der Paso Finos. Denn Jacinto trat in mein Leben 🙂

Charly als Fohlen – Foto: wahrscheinlich meine langjährige Reitfreundin Renate 🙂 Wir zwei waren die BFs vom Welsh-Pony-Stall

Aber eigentlich hatte ich mich an dieses Bild hier erinnert: „Goletta“ – im alten Reitverein Trautberg 1993 im Springreiter-Wettbewerb. Was war ich stolz wie Bolle, einen ganzen Parcours geschafft zu haben. Das war damals übrigens ein fünfter Platz. Im Reitverein haben wir auch die Sommerferien verbracht. Da hängen viele schöne Erinnerungen an meine Reiter-Kindheit – Nachtwanderungen, Ausritte, Pommes-Essen – Hach ja! (PS: Claudia! Weißt Du noch!? :-)) – manchmal ist das Leben doch ein Ponyhof!

Goletta – Schulpferd – Foto: meine geplagte Mutter wahrscheinlich …

Doch genug mit Sentimentalitäten – die Realität ist: seit 17 Jahren bin ich selber Pferdebesitzer und hänge mein Herz nur noch an Pferde, die mir selber gehören. Oder an Pferde, die von meinen eigenen Pferden stammen. Die letzten 17 Jahre waren fantastische Jahre! Nicht immer einfach, aber immer hatte ich dieses gelbe, leicht autistische Pony bei mir, was oft nicht richtig läuft, mir viele Sorgen macht(e) und auf dessen Rücken ich mich immer zu Hause fühle: Jacinto! Der mir hoffentlich noch ganz viele Jahre bleibt, weil was ich ohne ihn machen soll weiß ich ehrlich gesagt nicht.

 

Frau Sumpf erzählt … uns was vom Mutter sein?

31. Mai 2018:

Hallo, ich bin’s wieder, Eure Diosa!

Nachdem mein drittes Fohlen jetzt aus dem Gröbsten raus ist, hab ich mal wieder Luft Euch was zu erzählen. Ich bin schon ziemlich stolz auf den kleinen Diego. Der ist mir bisher am Besten gelungen (und das lasse ich mir auch gerne sagen …. *räusper* … kleiner Spoiler …). Übrigens hatte die Frau, die mein Essen bezahlt recht: Es wurde ein Junge! Die kennt mich doch ganz gut. Ich muss wohl meine Verhaltensmuster ändern, damit sie mich nicht mehr durchschaut.

Diese Hormonschwankungen am Ende der Schwangerschaft waren echt der Horror sag ich Euch. Das hat mich selber sehr genervt. Schwangere Frauen sind so ziemlich das Anstrengendste was es gibt. Kurz überholt von Frauen am Rande der Meno-Pause, wie die Alte, die mein Futter bezahlt. Schlimm sag ich Euch, die will doch tatsächlich, dass ich konzentriert GYMNASTIK!!!!! mache! Ernsthaft????

 

Die Alte und die Fotoschnickse – Süß wie sie sich freuen! – Foto: Annika M.

Aber erst mal von vorne. Das war ein Spaß mit der Geburt. Die zwei nervtötenden Weiber sind zu den unmöglichsten Uhrzeiten aufgetaucht und haben geguckt, wie es mir geht und mir ausführlich gehuldigt. Natürlich hatten sie meistens was zu Essen für mich dabei. Sehr anständig. So lobe ich mir das! Guter Service! Das war der gute Teil. Also musste ich einen Tag für die Geburt finden, der sehr einprägsam ist. Das habe ich ja schon letztes Mal gut hinbekommen bei Dea. Das war der 06.06.2012 da ist irgend so ein Komet nachts vorbei gerauscht. Kosmisches Zeichen …. Bla …. Dieses Mal war Stephan Vierhaus zum Kurs da und die Frau bei der Dea jetzt wohnt, den Fokus durch Ablenkung der zwei Nervtanten musste ich also wieder komplett auf mich lenken. Am Sonntag Morgen habe ich den kleinen Diego ganz früh geboren, damit sich die Erste von den beiden Nervtanten ordentlich erschrickt. Das war in dem Fall die Foto-Schnickse. Die hat den kleinen Diego als Erste gesehen und sich erst mal den Emo-Schock ihres Lebens geholt. Höhö! Was ein Spaß!

Dann kam der anstrengende Teil: DAS FOHLEN NERVT! Der ist jetzt bereits so selbständig und selbstbewußt-anstrengend, den muss ich so schnell wie möglich wieder los werden sag ich Euch! Und ich war mit dem in eine Paddock-Box eingesperrt! Schlimm. Ständig will der Spielen, und vor allem Saufen! Habt Ihr mal jemanden mit frisch sprießenden Zähnen an Euren Brustwarzen rumbeißen lassen? Nein? Probiert das mal. Voll der Spaß…. Meine Laune war zu der Zeit nicht die Beste. Und dann muss man auf diese kleinen Fohlen gut aufpassen, biss die sich einigermaßen im Griff haben. Echt anstrengend. Und der lag immer auf meinem Heu rum, immer da wo ich gerade fressen wollte! Wenigstens gab es Extra-Futter. Ganz für mich alleine.

Spielzwerge – Zwischendurch sind die gut aufgeräumt …. Zeit zum Durchatmen – Foto: Yvi Tschischka

Inzwischen wohnen wir wieder komplett in der Herde, was eine große Erleichterung für mich ist. Das Nerv-Fohlen kann Spielen und wird öfters mal von meiner Untergebenen „Struppi“ bewacht und bespielt. Das ist ganz putzig. Die hatte noch kein Fohlen und weiß nicht, was sie sich da antut … Jungstuten sag ich Euch! So leichtsinnig! Möhö! Inzwischen hat Diego auch einen Spielkumpel. Das ist Prima. Leider sind die beiden Jungs etwas bescheuert. Es hat gedauert, bis sie erkannt haben, dass beide so Klein sind und man miteinander spielen kann. Männer, sag ich nur…

Ich bin genervt und das sieht man! – Foto: Yvi Tschischka

Auf jeden Fall klappt das alles mal wieder wie am Schnürchen mit meinem Kind. Ich bin einfach eine geniale Mutter und habe mein Leben komplett im Griff. Ganz im Gegenteil zu der Frau, die mein Essen bezahlt und der Foto-Schnickse … Ich weiß gar nicht, wie die zwei Vollhonks überhaupt Überleben können. Deshalb quälen die mich jetzt. Sie verlangen von mir „in Shape“ zu kommen. Was soll dass denn bitte heißen? Gymnastik? Kondition aufbauen? Also bitte! Sollen die erst mal drei Kinder raus quetschen und dann sehen wir mal, wer eher wieder „in Shape“ ist. Unverschämtheit. Wenn man die drei Runden um den Platz joggen lassen würde, dann würden die Sterben, weil sie keine Luft mehr bekommen. Diese Opfer! Aber MICH da rumscheuchen. Ich sag’s Euch: SO NICHT! Die können nur froh sein, dass ich so ein liebenswertes Pony bin …. Ihr entschuldigt, ich muss mir überlegen, wie ich aus der Nummer wieder raus komme ….

Hilfe für den Notfall?

Dimera hatte sich auf der Fohlenkoppel damals eine häßliche Platzwunde an der Nase zugezogen. Die Narbe fand ich immer ganz süß, aber es hätte leicht auch mehr passieren können – Foto: privat

Mai 2018:

Heute geht es um Versicherungen. Langweilig!!! – denken bestimmt einige, aber manchmal muss man sich eben auch um langweilige Dinge kümmern, die einem im Notfall ziemlich viel Rennerei und Kosten ersparen können. Wir sprechen heute über Operationsversicherungen bei Pferden.

Basic-Infos?
In Deutschland gibt es momentan drei große Anbieter für OP-Versicherungen: Allianz, Uelzener und R+V-Versicherung. Bei allen dieser drei Anbieter hat man die Möglichkeit zwischen drei verschiedenen Paketen zu wählen. In der Regel ein Basis-Angebot, ein Mittleres Angebot und ein Premium-Angebot. Preislich fängt das bei unter 10 Euro im Monat an und hört bei ungefähr knapp 40 Euro pro Monat Versicherungsschutz pro Pferd auf.
Natürlich muss man sich genau anschauen, was die jeweiligen Pakete enthalten. Das günstigste Paket enthält eine Beteiligung von 1.500.- € als Bezuschussung für eine Operation, was im Ernstfall nur der Tropfen auf einen heißen Stein an Kosten sein kann. Von daher Augen auf bei der Tarif-Wahl.
Auch die Möglichkeit von Selbstbeteiligungen muss man sich am Besten in einem Rechenbeispiel überlegen. Meistens bringt es im Ernstfall tatsächlich mehr, sich für ein höheres Versicherungspaket ohne Selbstbeteiligung zu entscheiden, hier „spart“ man dann im Ernstfall ordentlich Geld ein. Manchmal werden auch nur Vollnarkosen übernommen. Was ist aber, wenn das Pferd nur eine Standnarkose oder sogar nur eine lokale Sedierung benötigt?
Sind wir mal ehrlich, von einer OP-Versicherung profitieren insbesondere Reiter, die kein Geld für teure Tierarztbehandlungen auf der hohen Kante haben. Wer genügend gespart hat oder reiche Eltern hat ist hier fein raus und kann eigentlich aufhören zu lesen und stattdessen lieber Shoppen gehen. Eskadron hat ja die neue Sommer-Kollektion herausgebracht ….

Alle anderen haben die Qual der Wahl und die kann verwirrend sein. Je nach unterschiedlichem Versicherungspaket kann man auch Nachbehandlungstage für die Tage nach der Operation in der Klinik bekommen, bildgebende Verfahren werden erstattet (Röntgen, CT, MRT, Ultraschall), es werden unterschiedliche GOT-Sätze (Gebührenordnung für Tierärzte) erstattet, teilweise auch regenerative Therapien. Die Gebühren können im einfachen bis dreifachen Satz erstattet werden, je nach Schweregrad und angewendeten Methoden. Eine Erstattung des einfachen Satzes bei günstigen Versicherungen bringt jemandem, der sowieso kein Geld gespart hat im Prinzip überhaupt nichts. Die Kosten für eine Klinikbehandlung beim Pferd rutschen ganz schnell in den finanziellen Bereich, in dem man sich dafür stattdessen schon einen nagelneuen Kleinwagen mit sämtlichem Schnickschnack kaufen könnte. In Sonderlackierung. Mit Glitzer.

Auch das Pferdealter spielt eine Rolle bei Versicherungen. Seit 2016 gibt es zum Beispiel bei der Uelzener keine Altersbeschränkung für die Aufnahme mehr. Auch Pferde, die älter als 12 Jahre sind können noch zur 100%tigen Deckung versichert werden. Früher wurden alte Pferde gar nicht mehr aufgenommen. Und gerade im Alter ist der Verschleiß und die Anfälligkeit ja höher. Es ist ja wie beim Menschen, je älter, desto hinfälliger. Oder verkraftet Ihr etwa lange Partynächte noch genau so, wie damals mit Anfang 20? Also ich auf jeden Fall nicht. 🙂

Warum überhaupt eine OP-Versicherung für Pferde?
Eine OP-Versicherung übernimmt nicht die kompletten Tierarztkosten, die ein Pferd verursacht, aber sie hilft im Ernstfall eine wichtige Entscheidung zu erleichtern, die man sich ohne große finanzielle Rücklagen nicht leisten könnte.

Kolik bei Pferden – das kann schnell tödlich oder super-teuer enden. Resi in der Phase kurz vor dem zweiten Tierarzt-Besuch. Wir sind dann in die Klinik gefahren, weil die Krämpfe nicht besser wurden – Foto: privat

Ein Beispiel: Das Drachenpony hatte im Dezember eine Kolik. Deswegen war unsere Haustierärztin zweimal da und es wurde ein prophylaktischer Aufenthalt in der Tierklinik fällig. Dieser Aufenthalt beschränkte sich auf eine Nacht (weil am nächsten Tag Weihnachten war, deshalb fielen jetzt nicht so exorbitant hohe Kosten an). Eine Operation war zum Glück nicht notwendig. Die hätte ich mir auch gar nicht leisten können.
Eine Kolik Operation kostet je nach Umfang zwischen 5.000 und 12.000 Euro. Das Geld habe ich nicht auf der hohen Kante liegen und ich bin auch nicht gewillt mich wegen einer Pferde-OP in Schulden zu stürzen. Ich hätte mir das Leben meines Pferdes also nicht leisten können. Ich saß in der Klinik, es lag ein anstrengender Tag hinter mir und es war ungewiss, wie es mit Resi weiter geht und ich musste ein Papier unterschreiben, in dem ich auf eine Kolik-Operation verzichte, falls es meinem Pony über die Nacht schlechter gehen sollte. Das ist eine große Entscheidung, die man da fällt. Eine Entscheidung über Leben und Tod. Eine Entscheidung, die mir natürlich nicht leicht fällt, aber die ich mit einem finanziellen Polster hätte abmildern können.

Natürlich muss ich mein Pferd nicht künstlich am Leben erhalten. Ich habe als Tierbesitzer immer noch die Pflicht meinem Pferd ein Leben mit hoher Lebensqualität zu ermöglichen. Dazu gehört auch, dass ich im richtigen Moment die Reißleine ziehen kann und muss, wenn es meinem Pferd nicht mehr gut geht. Dazu gehört aber auch, dass ich die Möglichkeit einer Operation, in Betracht ziehen muss, wenn sie Sinn macht.

Kolik Klinikaufenthalt – wir konnten müdes, aber lebendiges Pony mit nach Hause nehmen – Foto: privat

In meinem Fall hätte ich einer Operation, die den Dickdarm meines Pferdes betrifft gerne zugestimmt. Hier liegt die Überlebenschance ziemlich gut und die Pferde werden meist schnell wieder normal einsetzbar. Prinzipiell: Wenn ich einer Operation zustimme, muss ich mir ja auch immer überlegen, wie geht es danach weiter? Kann ich mein Pferd wieder reiten? Bleibt es für immer eine Kostenfalle?

Nennt mich ruhig herzlos, aber nachdem ich keine Millionen auf dem Konto liegen habe, kann und will ich mir die Bürde für ein chronisch krankes Pferd nicht aufbinden. Ich möchte mit meinen Pferden Dinge unternehmen und Reiten. Ich kann mir kein chronisch krankes Pferd leisten. Irgendwann vielleicht kann ich das finanziell nicht mehr stemmen und dann? Was ist dann mit meinem Pferd? Soll ich es dann in eine ungewisse Zukunft entlassen, indem ich es als „Beistellpferd“ leicht eingeschränkt, aber schweineteuer in einer kostenlosen Internet-Annonce verscherbele?

Die nächste Frage ist nach einer großen Bauch-OP: Wie lange braucht das, bis es wieder verheilt ist? Kann mein Pferd danach im Offenstall leben? Benötigt es Extra-Aufwand? Dauermedikamente? Dauer-Behandlungen? Das sind alles Fragen, die man nicht leichtfertig beantworten möchte, mit denen man sich aber auseinandersetzen muss.

In meinem Fall wäre ich bereit gewesen dem Drachenpony eine Operation zu bezahlen, die Erfolg verspricht. Als Tierarzt kann man eine gewisse Einschätzung abgeben, wo die Kolik liegt und wie der Aufwand ist. Spätestens, wenn der Bauch dann offen ist, wird das ganze Dilemma sichtbar. Klar ist dann noch keine Garantie auf Überleben gestellt, aber mit einer Operationsversicherung im Rücken hätte ich im Dezember diese Möglichkeit gehabt. So blieb mir nur übrig in der Nacht nach Hause zu fahren mit dem unguten Gefühl, dass ich eventuell gerade mein Pony zum letzten Mal Lebend gesehen habe.

Glücklicher Weise ging bei Resi alles gut. Die Kolik konnte durch Magenschlundsonde, Bewegung, Medikamente und Flüssigkeitszufuhr behoben werden. Also durch eine intensive „konservative“ Therapie, die natürlich eine OP-Versicherung nicht abgedeckt hätte. Aber eine konservative Therapie mit einem Tag Klinik und vorheriger Haus-Tierarzt-Untersuchung kostet jetzt nicht die Welt. Versteht mich nicht falsch, ich habe rund 1.500 € nicht einfach zu Hause liegen, aber es fällt einem leichter so einen Betrag anzusparen, zusammenzukratzen, abzuzahlen, als die Kosten einer Bauch-Operation, die zwischen 5.000 und 12.000 € angesiedelt ist. Ohne die Folgekosten. Sowas verheilt ja nicht innerhalb von 10 Tagen, sondern zieht sich bis zu einem halben Jahr hinterher. Das kostet ja auch noch Geld, das bezahlt werden möchte. Und ich bin wirklich nicht gewillt mich wegen meiner Pferde in eine Bank setzen zu müssen und einen Kredit aufzunehmen, den ich dann völlig überteuert abstottere und mir danach nichts mehr leisten kann. Oder einem illegalen Geldverleiher meine Seele zu verkaufen und dann Schläger-Trupps in den Stall geschickt zu bekommen.

Von daher hatte ich Glück. Und hatte mir endlich vorgenommen mich ernsthaft mit dem Thema Pferdeversicherungen auseinander zu setzen. Nachdem ich ja ganze drei Pferde besitze, die schon etwas älter sind, und keines davon Geld scheißt, ist eine OP-Versicherung eine echte Kostenfrage. Ganz ehrlich, wenn ich „nur“ ein Pferd hätte, würde ich vielleicht sogar eine komplette Krankenversicherung für Pferde ausprobieren. Da ist letztendlich alles enthalten wie bei einer Krankenversicherung für Menschen, auch Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen und Wurmkuren zu einem gewissen Betrag. Das wäre eine spannende Erfahrung, aber nachdem so etwas ab über 100.- € im Monat Beitrag kostet, entfällt das in meinem Fall für drei Pferde.

Verletzungen bei Pferden sind schnell passiert – Humpel-Diosa in jungen Jahren – Foto: privat

Versicherungsmakler?
Was ich also suchte war eine Versicherung, die mir im Ernstfall die Möglichkeit bietet Operationen oder ausführlichere Behandlungen zu ermöglichen. Eine große Hilfe ist da eine Versicherungsmaklerin, die einem nicht nur die Versicherung „andreht“, sondern die auch im Ernstfall hinterher für einen da ist.

Yvi (die ja auch für den kleinen Diego Versicherungen benötigt) und ich hatten ein nettes persönliches Gespräch mit Christine Schramm (einer unabhängigen Versicherungsmaklerin aus Würzburg), die extra zu uns an den Stall kam, um uns im direkten Gespräch über unsere Optionen zu informieren. Das finde ich immer besser, wie nur telefonischen Kontakt. Ich sehe Menschen bei wichtigen Gesprächen gerne direkt in die Augen und frage auch gerne nach. Wenn es sein muss auch mehrfach. Christine hat uns ausführlich informiert, unsere Fragen beantwortet und uns nicht in eine bestimmte Ecke gedrängt. Sollten wir unsere OP-Versicherungen in Anspruch nehmen können/sollen wir uns sogar jederzeit an sie wenden. Sie berät uns und unterstützt uns dann. Was ja gerade in Bezug auf komplizierte Verhaltensmuster von Versicherungen sehr viel Wert ist. Gerade wenn man dann sehr aufgeregt ist, weil das geliebte Tier krank ist. Da vergisst man schon einmal etwas, oder ist verwirrt. Von daher bietet mir das eine gewisse Beruhigung. Wobei mir als Mensch, der in einem Krankenhaus arbeitet, eigentlich solche Dinge geläufiger sind, wie bei Menschen, die nicht jeden Tag von bescheuerten Krankheiten und den seltsamen Bezahl-Nicht-Bezahl-Ideen von Krankenkassen umgeben sind.

Meine Wahl?
Ich habe mich für alle drei meiner Ponys für eine OP-Versicherung im mittleren Paket-Segment entschieden. Gerne hätte ich natürlich das Premium-Paket genommen, aber mit relativ alten Pferden ist das echt eine Geldfrage. Aber im mittleren Preissegment bin ich mit meinen Ponys gut aufgehoben. Die wichtigsten Operationen sind versichert. Nicht als Schlüsselloch-Chirurgie, keine Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Hernien-OPs und Gelenk-Chip-Erkrankungen, aber damit kann ich Leben. Auf jeden Fall sind Kolik OPs und operative Frakturbehandlungen versichert (neben einer ganzen Menge anderer Dinge, auch Nicht-Operative Behandlungen) und das ist genau das, was ich für den Notfall wollte. Die Sicherheit, meinen Ponys zu einem akzeptablen Preis mehr bieten zu können.

Mit einer Vertragslaufzeit von 10 Jahren bin ich dann monatlich in in einem Preissegment, das ich stemmen kann. Wir sprechen hier von 20-25 Euro pro Pferd (bei drei Pferden gibt es auch noch einen Rabatt :-)). Das bedeutet ich gebe im Jahr für ein Pferd 240-300 € Versicherungsbeitrag aus. Für drei Pferde sind das 720 – 900 € im Jahr. Eine Kolik-Operation kostet ab 5.000.- € (tendenz steigend) – sprich: ich bin theoretisch günstig gefahren mir eine OP-Versicherung zu leisten. 5.000 € – diesen Betrag erreiche ich in 6 bis 8 Jahren bezahlen der Versicherungsgebühr. Plus „Nachbehandlungs“-Geld hätte ich so rein rechnerisch ungefähr eine Kolik-OP innerhalb von zehn Jahren gezahlt. Ich hoffe Ihr könnt dem Beispiel folgen 🙂

Wenn eines meiner „alten“ Pferde vorher sterben sollte erlischt der Vertrag natürlich. Von daher fühle ich mich jetzt sicherer. Ich bin mein bisheriges Pferdeleben zwar sehr gut gefahren mit Tierarzt-Kosten und auch benötigte ich den Tierarzt meist nur zu Impfungen und Routineuntersuchungen, aber man weiß ja nie, was die Zukunft so bringt. Und die Ponys werden auch nicht jünger. Frau Drachenpony ist jedenfalls nach einer sechsmonatigen Wartezeit für eine Kolik-Operation versichert. Das bedeutet für mich: nächstes Weihnachten kann ich pferdetechnisch ganz entspannt angehen.

Der Klinik-Aufenthalt ist glimpflich verlaufen – Überwachung, Nahrungsaufbau und Rekonvaleszenz in der Krankenbox zu Hause – Foto: privat

Fazit?
Ob OP-Versicherung ja oder nein muss jeder selber entscheiden. Es gibt tolle Möglichkeiten. Ein Versicherungsmakler hilft hier auf jeden Fall weiter. Mir verhilft die OP-Versicherung zu einer gewissen Sicherheit in der Zukunft, da ich nicht die finanziellen Mittel habe, um eine Operation aus der Portokasse zu bezahlen. Konservative Behandlungen bleiben trotzdem „Selbstzahlerleistungen“. Ein gewisses Polster für Tierartzbehandlungen anzusparen bleibt nicht aus. Man lebt mit Versicherung entspannter.

Hier ein paar Links zu OP-Versicherungen:
Hier kann man sich den Preis für eine beispielhafte Versicherung selber ausrechnen

Hier sieht man ein paar Möglichkeiten im Vergleich

Hier die Homepage und Facebook „unserer“ Versicherungsexpertin Christine Schramm

 

Sonntagskind?

25. März 2018:

Unser „neuer“ im Team:

Willkommen Diego del Cavador!

geb. 25.03.2018

Mutter: Diosa del Rio – Fuchsschecke

Vater: El Sello la Rosa – Falbschimmel

Diego del Cavador – ein Tag alt – Foto: privat

Gestern ist er unkompliziert und routiniert geschlüpft. Heute Nachmittag war unsere Tierärztin zur Kontrolle da. Mit dem kleinen Mann ist alles in Bester Ordnung. Die erste Nacht war auch ruhig. Die ersten Ausflüge in die Halle zum Laufen lassen hat er auch schon gemeistert.

Heutiges Tagesziel: Stufe zum Paddock alleine gebacken bekommen: erledigt.

Frauchens um den Finger wickeln: erledigt.

Jetzt muss er  „nur“ noch groß werden! Herzlichen Glückwunsch liebe Yvi zum ersten eigenen Pony!

Räusper – Übrigens …. wie sagt man so schön: Es bleibt nie bei nur einem Paso Fino! 🙂

Fohlenbau?

März 2018:

Abfohlboxen-Bau:

Stufe 1 – Rohbau der Abfohlboxen – Foto: privat

Eigentlich schon total lange überfällig ist eine kleine Bilderreihe von unserem neusten Stallgebäude. Die Weiber-WG war bisher ohne Krankheits- oder Seperationsboxen. Das hat sich jetzt geändert. In den letzten Monaten ist ein kleiner Stall mit großzügigen Boxen und angehängten Paddocks entstanden.

Stufe 2 – Roh-Holzbau im Sonnenuntergang – Foto: privat

Man macht das wie das Haus vom Nikolaus malen: Erst die Wände, dann das Dach 🙂

Stufe 3 – Es regnet. Die zukünftigen Wände liegen im Stall 🙂 – Foto: privat

Die neuen Boxen werden akut erst mal als Abfohl- und Mutter-Kind-Boxen verwendet. Nachdem wir dieses Jahr sogar drei Fohlen haben werden ist das natürlich Perfekt. Jede werdende Mama hat seit ein paar Tagen eine eigene Box und die Ponys können sich gemeinsam auf Ihre Zeit als Mütter vorbereiten.

Stufe 4 – die Wände stehen – jetzt kommt das Dach! – Foto: privat

Johannes achtet auf Sicherheit … ich habe aber eher die Befürchtung, dass er eigentlich gerne eine Hängematte hätte. 🙂

Stufe 5 – Dachbau wird wegen plötzlichem Wintereinbruch unterbrochen – immer diese Überraschungen im Januar … – Foto: privat
Stufe 6 – Johannes macht den Stall von Innen schön – Foto: privat

Innenausbau mit den Obligatorischen OSB-Platten. Frostsichere Tränken und die Aufhängung für Heunetze komplettieren alles. Natürlich gibt es auch eine dicke Stroheinstreu und herausnehmbare Innenwände, damit die Matte schnell gemistet werden kann. Natürlich kann auch Späneeinstreu genutzt werden, aber die Muttis haben jetzt erst mal dick Stroh bekommen. Jeder einen eigenen Rundballen!

Stufe 7 – Fertig! Die Ponys ziehen ein! – Foto: Yvi

Die Ponys sind jedenfalls sehr begeistert von ihren neuen Schlafgelegenheiten. Sie haben Ihre Ruhe, sind aber doch mitten im Geschehen dabei.

Stufe 8 – Frau Sumpf regiert vom neuen Domizil aus – Alles schön Fohlensicher! – Foto: Yvi
Stufe 9 – Die Paddocks werden auch gleich getestet – Foto: privat

Wer genau hinsieht, kann auch den Parkplatz vom Sirius-Hänger erkennen 🙂 Ich freue mich immer noch jedes Mal, wenn ich an ihm vorbei laufe/fahre/reite. Das muss übrigens ziemlich dämlich aussehen. Ich werde dafür schon ausgelacht.

Momentan sind die Stuten also eingezogen. Es braucht noch etwas Fine-Tuning, wenn alles Fix und Fertig ist gibt es noch neue Bilder. Wir warten Quasi jeden Tag darauf, dass das erste Fohlen schlüpft. Ihr könnt ja lustig mitraten: Wer bekommt sein Fohlen zuerst: Frau Sumpf, die süße Schwarze oder die Tinker-Dame? Wetten werden noch angenommen …. – bzw. wir sind froh, wenn alle drei Fohlen gesund auf die Welt kommen.

 

 

Gewinnspielauslosung?

21. Januar 2018:

Diosa im März 2017 – Foto: Frau Sumpfs Sklavin Yvi Tschischka

Es wurde aber auch Zeit! Frau Sumpf hat sich ganz schön lange Bitten lassen, endlich ihr Gewinnspiel auszulosen. Das faule Ding!

Ich habe ihr immer wieder gesagt: „Sumpf, Du musst mal mitmachen jetzt!“

Sie so: „Ach, kratz mir doch lieber den Hintern!“

Ich so: „Na gut, weil Du so schwanger bist … aber dann: Auslosung?“

Sie so: „Noch mehr! Dann vielleicht…“

Ich so: „Seufz“

10 Minuten später ….

Sie so: „Mit den dreckigen Fingern willst Du jetzt die Loszettel halten und ich soll zwei Fressen? Bist Du Jeck? – Das ist doch eklig! Geh weg!“

Ich so: „Du wolltest es doch so!“

Sie so: „Da hast Du mich missverstanden!“

*pupstmirinsgesicht* *gehtweg* *legtsichinsstrohbett*

Ich so: „Danke Sumpf, dass ich Dein Leben bezahlen darf!“

Sie so: „Gerne doch. Wen besser zu manipulierendes hätte ich ja nicht finden können!“

Ich so: „argh..“

Jedenfalls hat Frau Sumpf dann doch noch mitgemacht: Herzlichen Glückwunsch an

Anja und Lena!

Ihr habt beide Gewonnen und schon eine Email von mir bekommen 🙂

PS: Ich passe auch auf, dass Diosa Eure Gewinne einpackt und nicht aus lauter Spaß nur eine Ladung Pferdeäpfel … zuzutrauen wäre es Frau Sumpf nämlich 🙂

Vielen Dank an Alle, die mitgemacht haben: Des Rätsels Lösung ist tatsächlich, wie Ihr alle ziemlich schnell herausgefunden habt: Frau Drachenponys rechte Brustseite im Karo geschoren. Übrigens wachsen diese Stellen sehr spärlich nach. Ich bin mir nicht sicher, ob das an der Decke liegt, oder ob das immer so ist. Bei meinem Glück wachsen dem Pony jetzt große viereckige, weißhaarige Stellen nach. Dann schaut das Drachenpony tatsächlich aus wie ein Flickenteppich!

Arschlochpferd?

07. Januar 2018:

Alleine unter Reitern – Arschlochpferd (Sachbuch), iFuB-Verlag
Das Buch zum Blog von Nika S. Daveron

ISBN 978-3-95936-033-3 (Taschenbuch)

Heute habe ich eine Pferdebuch-Rezension für Euch. Lesen bildet ja bekanntlich und dieses Buch wird als Sachbuch geführt. Es ist also ein sehr ernst zu nehmender Ratgeber für das Leben mit Pferd. Außerdem hilft es im sozialen Umgang mit anderen Reitern. Ganz Ehrlich.

Das „Arschlochpferd“ ist eigentlich eine Seite auf Facebook – momentan flockige 50.000 Likes – die jeden Tag kleine Geschichten über die Reiterszene veröffentlicht. Das bedeutet Reiter lachen gerne. Oder freuen sich insgeheim, wenn einer mal auf die Kac** haut oder Drama passiert. Und es passiert IMMER Drama, auch wenn tatsächlich gar nichts passiert ist. Die Reiterwelt ist eine Fundgrube. Geschichten, die einem entweder ein milde-grenzdebiles Lächeln ins Gesicht zaubern, oder einem mit aufgeklappten Mund, sprachlos-speichelsabbernd (weil Mund offen) zurück lassen. Jedenfalls sehr skuril. Satire und Ironie pur.

Nika S. Daveron hat die Geschichten jetzt gebündelt und in neuer Form als Buch heraus gebracht. Was heißt „jetzt“ – das Buch ist schon zwei Jahre alt. Aber ich habe es jetzt geschenkt bekommen und gelesen. Und möchte auch das neue Buch lesen, welches die Tage heraus kam. Aber habe momentan kein Geld, weil das Drachenpony eine so teure Tierarztrechnung produziert hat. Gemeinheit. Aber zurück zum „alten“ Buch. Das ist so richtig zum Blättern. Und in Farbe und Bunt. So steht es auf dem Cover. Was mich schon zum Lächeln brachte. (Reminiszenz an meine Jugend – das war ein Spruch aus einer Comedy-Serie in Schwarzweiß gedreht …. fragt nicht ….). Ein durchdachtes Buch. Damit hat mich das Arschlochpferd schon mit dem Cover. Wobei das eigentlich der Verlag ist. iFuB-Verlag – In Farbe und Bunt.

Im Buch selber steht die Geschichte von einer Reiterin, ahnungslos wie die Jungfrau Maria und mit einer sehr aktiven, aber eher unproduktiven Gehirnleistung ausgestattet, die auszog, um ein Einhorn (also ein einmalig, tolles, wunderschönes Seelen-Pferd mit Ruhmespotential in Social Media und Turnier) zu kaufen. Und was ihr dabei passiert ist. Wir begleiten die Frau also durch die Höhen und Tiefen des Pferdebesitzertums – angefangen von Pferdeverkaufsanzeigen, Stallsuche, Equipmentkauf, über Reitweisen und Kursbesuche mit Folgen.

Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, aber ich habe dieses Buch direkt nach „Es“ von Stephen King gelesen. Womit ich jetzt nicht King und Daveron vergleichen möchte, aber eine gewisse Parallele gibt es schon: Manchmal möchte man das Buch einfach weglegen, weil man sich denkt: „Ne! Das kann jetzt nicht sein!“ – Bei King aus Grusel-Gründen, bei Daveron weil man als Pferdemensch ständig denkt: „Ne! Das kann jetzt nicht sein!“ Ein Satz, der entweder bedeutet: „Mann ist die doof! Das war doch soooo klar!“ – oder King-esk „Ihr wollt doch alle Fliegen?!“ (Zack! Ab in die Abwasserkanäle mit weniger Körperteilen und mehr tödlichen Bissen im Gesicht als zuvor). Beides ruft also einen gewissen angenehmen Schauer in einem hervor.

Jedenfalls gibt es von mir eine klare Lese-Empfehlung für das erste „Arschlochpferd“-Buch. Und so dick ist es auch nicht. Mit angenehmen knapp 200 Seiten ist es auch für Wenig-Leser ein gutes Buch zum Einsteigen. Also ran an das Buch! Lesen bildet, auch wenn es Lachmuskulatur am Bauch ist.

Und ich bin übrigens eindeutig dafür: das Wort „Schibbi-Schabbi“ muss in den Duden!
Viel Spaß beim Lesen!

Gestelltes Leseszenario mit Tee – Foto: privat

Gewinnspiel?

3. Januar 2018:

Hallo!

Ich bin’s mal wieder, die Diosa! Die nicht mehr ganz so junge Frau und die Fotoschnickse sind grad mit Arbeiten beschäftigt, darum nutze ich die Gelegenheit und bin nett zu Euch.

Es gibt nämlich was zu gewinnen!

Was müsst Ihr dafür tun?

Ganz einfach: Erkennt was auf dem folgendem Bild zu sehen ist!

Was ist das? – Foto: privat

 

Es gibt zwei Gewinn-Packages:
Eine Mütze mit meinem Logo (die Alte braucht das nicht, die soll mal Krank werden und nicht so oft kommen! – bestickt von der Stickkönigin), einen Hamilton Führstrick (der passt farblich nicht in meine Halfter-Kollektion! Das geht gar nicht! Weg damit! den gibt’s übrigens im Paso Shop) und ein Pferdeshampoo (das muss ich dann nicht selber benutzen. Schaum ist nämlich doooof!)

Gewinn-Package 1 – Foto: Diosa

Eine Putztasche (die hat der Zwerg an der IDMG in Birrekoven gewonnen, aber der checkt das gar nicht, wenn ich das an Euch verticke. Der ist ja so minderbemittelt …. boah ey …. außerdem hat er mich neulich genervt. Also mit neulich meine ich in letzter Zeit IMMER!) mit einem Führstrick von Pferdeliebe (den hat die Alte geschenkt bekommen, aber er ist ihr ein bisschen zu kurz. Ihr wisst ja, die bewegt sich nicht mehr so schnell – da braucht die längere Stricke … *Augenroll* – aber schön ist der schon – und er fasst sich richtig gut an … eigentlich Schade drum … aber ich bin heute mal nicht so) ein kleines Shampoo und einem Hufkratzer. Wir wollen ja nicht, dass die mich mit dem Zeug zu Tode pflegen … da müsst Ihr Abhilfe schaffen!

Gewinn-Package 2 – Foto: Diosa

Also, setzt mal Euren Grips in Schwung und überlegt Euch eine Antwort! Ach ja und ein „Like“ bei Del Cavador wäre auch noch knorke  …

Die Antwort kann der Wahrheit entsprechen (Package 1) oder Ihr seid kreativ und erfindet was Schönes (Package 2) – gerne mit einer kleinen Geschichte 🙂 Ich zähle auf Euch! Und bin schon ganz gespannt, was Ihr so erfindet – mir ist nämlich ein bisschen langweilig. Rumlaufen ist bei dem Sauwetter nämlich nicht so prickelnd. Da bleib ich lieber im Strohbett. Da ist das WLAN auch besser.

Eure Diosa

PS: Das Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Facebook, Instagram oder sonst irgendwas oder irgendwem. Der Rechtsweg ist auch ausgeschlossen. Das sagt man doch immer so. Ihr habt bis 15. Januar Zeit mir hier was zu Posten, oder als Kommentar unter den Blog-Eintrag zu schreiben. Oder Ihr schreibt mir eine Email: diosa@delcavador.de
Ich lose dann höchstpersönlich aus! Oder ich fresse alle Zettel auf und wer übrig bleibt hat gewonnen. Das entscheide ich dann noch … apropos – hängt da wer Heunetze auf??? Ich bin dann mal weg!

Dach überm Kopf?

31. Dezember 2017:

Mir ist aufgefallen, dass ich Euch einen neuen wichtigen Teil vom Zykloopenhof noch gar nicht vorgestellt habe: Die „Bewegungshalle“! Es ist eines der neuen Gebäude und schon jetzt unser absoluter Lieblingsplatz im Winter.

Bewegungshalle – Foto: Sascha

Sie ist ein Platz, in dem man bei Wind und Regen und Dunkelheit mit seinem Pony gepflegt Trainieren kann. Sie heißt nicht Reithalle, weil sie keine schräge Bande hat und auch keine Standardmaße, aber das ist uns egal. Wir lieben sie jetzt schon. Sie ist luftig, hell, windfrei und trocken! Mehr brauchen wir nicht. Absoluter Luxus! Wir genießen es momentan total Weichei-Reiter zu sein und sind mehr in der Halle zu finden, als wo anders. Die Ponys finden es doof. Jetzt können die bekloppten Reiter also auch im Dunkeln gepflegt Ponys quälen. Unverschämtheit.

Bauphase – Sumpf testet. Oder ruht sich aus. – Foto: privat

Wie Ihr seht, ganz einfach konstruiert – eine Bergehalle, die umfunktioniert wurde als Reitgelegenheit. Als Grundstock Naturboden, nochmal feiner Erde-Kies-Gemisch verdichtet, Häcksel drüber und fertig war der Bodenbelag. Als Seitenwände dienen die allzeit beliebten und traditionellen OSB-Blatten.

Rohbau Bergehalle – Foto: privat

Hier noch mal der Rohzustand. Die kleine Tür im Hintergrund ist jetzt unsere Haupt-Eingangstüre. Die großen Schiebetore sind mit Holzplanken in Schienen zur „Bande“ umfunktioniert worden. Man kann sie also nach Belieben wieder entfernen und die Tore (und somit die Halle) für andere Dinge nutzen. Allerdings hoffe ich stark, dass die Halle für nichts anderes mehr benutzt wird 🙂

Licht, trockener Boden, vier Ecken – was braucht der Mensch mehr? – Foto: privat

Was die Größe betrifft – effektiv nutzbarer Raum: 14 x 20 Meter. Sie wirkt aber deutlich Größer. Und wie man sieht, kommen zwei Ponys einem darin richtig verloren vor!

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