Del Cavador

Toxische Menschen?

Gefangen in der eigenen Destruktivität

26. Juni 2019:

Ein Thema über das ich momentan viel nachdenke sind toxische Menschen. Das hat nicht besonders viel mit Pferden zu tun. Aber Menschen findet man auch am Reitstall. Vielleicht kennt der eine oder andere von Euch den Begriff „toxische Menschen? Oder leidet gar selber unter ihnen? Ich selber bin auch schon an solche kräftezehrenden Vertreter der Spezies Mensch geraten. Dummerweise glaube ich immer sehr lange an das Gute im Menschen. 

Meine beste Freundin hat momentan so ein Exemplar als Vorgesetzte. Die Chefin ist ein kompletter Terror-Zwerg, manipuliert, macht ihre „Untergebenen“ nieder, auch gerne per lautstarkem Anschiss vor größeren Menschengruppen – das ist gerade deshalb (nicht) lustig, weil es ein Dienstleistungsbetrieb ist, deren größte Sorgfalt auf „macht es den Gästen so schön wie möglich“ liegt. Tja. Sie ist extrem anstrengend, ändert ständig ihre Regeln, steht mit ihren Intrigen dauernd im Mittelpunkt und fühlt sich ständig als Opfer. Man weiß nie, wann etwas richtig ist und wann nicht. Sie nimmt überhaupt keine Rücksicht. Sie raubt meiner Freundin die komplette Energie. Es ist ein richtiger Teufelskreis. Und meine Freundin leidet darunter, weil sie ein sozialer und feiner Mensch ist. 

Die Crux an der Sache ist, man merkt zuerst nicht, dass man sich in den Fängen eines toxischen Menschen befindet. Es setzt schleichend ein. Diese Menschen haben es extrem gut drauf ihr Umfeld so geschickt zu manipulieren, dass man gar nicht merkt wie befangen man ist. 

Wie erkennt man jetzt einen toxischen Menschen?

  • Sie tun Dinge, die Ihnen einfach nicht zustehen und zu denen sie kein Recht haben. Sie verhalten sich grenzüberschreitend und übergriffig. Sie erregen furchtbar gerne Mitleid und versinken hingebungsvoll in der „Opfer-Rolle“. Sie entschuldigen sich auch nicht. Weil SIE haben ja alles richtig gemacht. Schuld haben IMMER die Anderen. 
  • Sie haben selten Schuldgefühle, wenn sie andere verletzt haben. Sie haben konkrete Erwartungen an Dein Verhalten, ohne diese Erwartungen anzusprechen. Hältst Du Dich nicht an diese unsichtbaren Erwartungen, wirst Du dafür bestraft.
  • Sie haben immer Recht, andere Unrecht. Sie sind oft verbohrt, uneinsichtig und unbelehrbar. Sie sind gar nicht daran interessiert die Sichtweise des Anderen zu verstehen, oder gar ihr eigenes Verhalten zu ändern. 
  • Sie beginnen oft Streit, anstatt ein klärendes Gespräch zu führen. Es wird immer wieder auf Dingen herumgehackt, die längst geklärt schienen. Man dreht sich einfach andauernd im Kreis. 
  • Sie lügen um ihre Interessen durchzusetzen. Sie lassen Informationen weg, erfinden neue dazu, streuen Gerüchte. Man kann auch einfach sagen sie sind Meister der Manipulation und Fürsten der emotionalen Erpressung. Sie erzählen Dir, was Du hören willst. 
  • Sie verhalten sich oft eifersüchtig und missgünstig. Wenn Sie es nicht bekommen – dann keiner. Dann wird es lieber kaputt gemacht. Ganz dramatisch ist das natürlich in einer Beziehung oder bei gemeinsamem Vermögen/Firmen. 
  • Sie nehmen keine Rücksicht auf die Bedürfnisse und Gefühle von anderen. 
  • Sie hinterlassen ein Gefühl von Erschöpfung und Müdigkeit. 

Natürlich ist nicht jeder, der solche Verhaltensmuster zeigt ein Toxischer Mensch – jeder von uns bedient sich manchmal der einen oder anderen Range von toxischen Verhaltensmustern. Echte Toxische Menschen zeigen jedoch sehr viele dieser Verhaltensmuster über längeren Zeitraum – immer wieder in neuen Varianten. Sie sind Meister darin. 

Was hilft also?

Ich muss erst einmal erkennen, wann ich es mit einem toxischen Menschen zu tun habe. Und das dauert erstaunlich lange, bis man es selbst begreift. 

Wie soll ich mich verhalten?

Auf Abstand gehen. Nimm die Dinge, die Dir der Toxische Mensch sagt nicht zu Herzen. Das ist sehr schwierig (und lässt sich wirklich auf dem Papier super leicht sagen), aber solche Menschen leben von emotionalen Reaktionen. Sie saugen Deine emotionale Energie ab und nähren sich daran. Deshalb wirst Du Dich im Umgang mit ihnen auch jedes Mal schlechter fühlen. 

Achte darauf klare Ansagen zu machen. Nur Fakten und die Konsequenzen. Keine Interpretationsspielräume zulassen. Keine Emotionen. Keine Bewertungen. Nur Fakten. Achte darauf: Dein Mitgefühl wird ausgenutzt. Setze Dir klare Ziele und komme von denen nicht ab. Lass Dir kein schlechtes Gewissen einreden. Wenn Du feste Ziele hast, brauchst Du kein schlechtes Gewissen, weil Du nach menschlichen und sozialen Maßstäben handelst. Agiere statt zu reagieren. 

Der Toxische Mensch wird keine Ruhe geben, bis er sein „Ziel“ erreicht hat. Sei nicht das Ziel. Nimm ihm den Wind aus den Segeln. Sprich mit anderen Menschen in Deinem Umfeld. Hole Dir Meinungen ein. Hör auf Deine Mitmenschen. Sie erkennen einen toxischen Menschen meistens eher und besser wie man selber. 

Man kann toxische Menschen nicht verstehen – die Psyche ist sehr kompliziert. Dafür gibt es Menschen die mehrere Jahre studiert haben und Psychologen genannt werden. Zerbrich Dir nicht für die den Kopf. Es funktioniert nicht. 

Es fühlt sich irgendwie so an, wie wenn man mit einem Alkoholiker zusammen lebt. Dieser wird immer wieder Rückfällig, beteuert, dass er es schaffen wird, erschafft eine komplette Traumwelt um sich herum. Und alle anderen sitzen hilflos dabei, leiden und warten letztendlich auf den endgültigen Zusammenbruch. Erst wenn der kommt und die Person tatsächlich realisiert, dass etwas nicht stimmt, kann eine Heilung eintreten. Und selbst dann ist es noch ein langer Weg. Die betroffene Person muss es von sich aus wollen. Aber sie wird es niemals ohne professionelle Hilfe schaffen. Weder der Alkoholiker, noch der Mensch der psychologische Betreuung benötigt. 

Warum heute so ein ernstes Thema? Weil es mich beschäftigt. Weil ein Blog eine Art Tagebuch sein soll. Weil ich auf meinem Blog nachdenken kann, über was ich möchte. Weil ich möchte, dass meine Freundin auch von ihrer toxischen Chefin los kommt. Weil ich möchte, dass niemand unter toxischen Menschen leiden muss. Weil wir es einfach alle so schön haben könnten, wenn wir vernünftig miteinander umgehen würden. Weil es so erleichternd ist von toxischen Menschen los zu kommen und wirkliche Gemeinschaft und Rückhalt in einer Gruppe zu erleben. Das wünsche ich uns allen. 

So. Und wer bis hierher durchgehalten hat: Nächstes Mal kommt wieder der ganz normale Pony-Wahnsinn: Für uns geht es nämlich am Wochenende nach Fulda auf das EPFC Paso Fino Turnier und ich freue mich richtig alle Fino Freunde wieder zu treffen. Und ich freue mich darauf John zu erzählen, wie motiviert das Drachenpony momentan ist und wie viel Spaß sie macht – auch wenn ich mich zwischendurch mit solch düsteren Gedanken beschäftigen muss.  

Quellen zum Weiterlesen: arbeits-abc.deGedankenwelt.dezeitzuleben.de

Smart Ride?

Kurs mit John Pelaez in Flieden

14.06. bis 16.06.2019:

Mit großer Vorfreude haben wir auf diesen Termin gefiebert. Nachdem ich vor zwei Jahren schon so begeistert von John als Fino-Trainer war, habe ich mich sehr gefreut, dass er wieder einem Deutschland-Besuch zugestimmt hat. Britta Mülle hat wieder einen Kurs mit ihm im schönen Fliedetal organisiert – trotz Turnier-Vorbereitungsstress (Denkt daran: nächstes Wochenende ist EPFC Paso Fino Turnier in Fulda/Eichenzell!) und Umzugsstress. Vielen, vielen Dank dafür Britta und Gerd! Es ist so schön, dass Du uns immer wieder solche Kurse ermöglichst!

Dieses Mal durften Jacinto und das Drachenpony also jeweils einen vollen Kurs bei John nehmen. Gerade mit Jacinto habe ich immer noch sehr große Probleme mit dem Tölt – momentan verunsichert mich seine Gangmechanik einfach wahnsinnig. Und das Drachenpony ist sowieso eine Neverending Story … vor dem Kurs war sie so richtig angepisst und unmotiviert. Beste Voraussetzungen also! 

Und ich wurde nicht enttäuscht: John Pelaez hat eine tolle Art mit den Pferden. Er macht einfach – komplett ruhig und unerschütterlich. Er straft die Pferde nicht, was ich super finde. Gerade bei meinem USA-Import ist mir das sehr wichtig. Er ignoriert einfach Fehler weg und macht es einfach besser. Keine Ahnung – jedenfalls war das Drachenpony von Anfang an sehr kooperativ und motiviert. Fast schon ein bisschen verliebt. Sie hat sich sofort von John reiten lassen – locker und lässig – Hops- und Renn-Ansätze wurden einfach weg ignoriert und sie lief richtig, richtig gut! Abschnauben im Tölt am Sonntag – kein Problem! 

Jetzt heißt es das Gesehene und Gelernte umzusetzen und richtig nach zu machen. 

Fresspausen sind total wichtig! – Foto: privat

Wir haben etwas am Equipment geändert. Beide Ponys liefen sehr gut mit einer speziellen Hackamore – Danke an Barbara fürs ausleihen! Sie hilft mir und den Ponys einfach eine andere Balance und eine leicht höhere Kopfhaltung zu finden, um den Ponys (oder mir?) den Tölt zu erleichtern. Das Ding ist bestellt und unterwegs. Vielleicht hilft es mir mit Jacinto eine gewisse Sicherheit zu finden. Das würde mich sehr freuen. Natürlich ist ein Wechsel auf eine andere Zäumung kein Allheilmittel und ich möchte damit auch nicht sagen, dass nur durch das Ding alles besser wird. Aber wenn es hilft, kann eine gewisse Zeit mit einem Hilfsmittel die Arbeit für Reiter und Pferd vereinfachen und Dinge verständlicher machen. Vielleicht hilft es auch einfach meiner Psyche? Man weiß es nicht. Reiten ist eine Wissenschaft für sich und diese Paso Finos sind noch mal eine Wissenschaft für sich. Und die Psyche spielt eine große Rolle. Schließlich kann man so ein Pferd schon mit einer Blickrichtung lenken, da spielt der Kopf garantiert auch sehr mit. Ich hoffe ich bekomme mein Kopf-Problem bis nächstes Wochenende einigermaßen gebacken – aber das dürfte wohl Utopie sein. 

Voll professionell angebundener Zwerg, glaubt er bekommt Essen – Foto: privat

Jedenfalls hat mir John wieder sehr viel Zuversicht gegeben. Und das alleine ändert schon vieles. Er hat demonstriert, dass das Drachenpony ja eigentlich auch unter dem Sattel ein smartes Pony ist und dass wir das irgendwann schaffen werden. Das gibt mir enorm viel Auftrieb! Sie braucht Sicherheit und ich brauche Sicherheit. Eigentlich ganz einfach. Wobei er auch gemeint hat, dass sie sich seit dem letzten Kurs verbessert hat. Damals war das so wie jetzt noch nicht möglich gewesen. Meine Arbeit mit den ganz losen Zügeln und den Ausritten am komplett hingegebenen Zügel waren gute Vorarbeit. Eigentlich hatte ich ja schon komplett aufgegeben, dass das jemals noch was wird mit uns beiden. Was in dem Moment vielleicht auch gut war. Jetzt brauchen wir wieder mehr Zügel-Kontakt und da konnte John mir helfen.

Ich bin wieder sehr begeistert vom gesamten Kurs und hoffe John kommt auch nächstes Jahr wieder! Da arbeiten wir dann hoffentlich mit Resi an mehreren kompletten Reithallen-Runden und Feinheiten und nicht nur an kleinen Zirkeln! 

Darf ich vorstellen: Der wahre Chef des Hofes – sieht man gleich am Blick oder?! – Foto: Selfie mit harten Falten

Apropos Reithalle: Wir waren sehr begeistert vom neuen Reithallenboden (der Boden auch von uns – es finden sich immer noch Reste an meinen Stiefeln … *hust*) — überhaupt tut sich einiges im Fliedetal. Wir durften die neuen Besitzer kennen lernen und waren sofort begeistert. Franzi und Andreas werden sehr würdige Nachfolger für den Hof. Und das sage ich nicht nur, weil Franzi auch einen besonderen Schecken besitzt und ganz viele gerettete Hühner, die jetzt im eigenen „Offenstall“ ihren Lebensabend genießen dürfen. Was übrigens ungeheuer beruhigend ist, wenn man denen zuschaut wie sie einfach herum laufen. Wir freuen uns auf weitere Kurse im Fliedetal und auf weitere schöne Tage dort.

Wie immer hatten wir eine ganz tolle Truppe an Kursteilnehmern (und einen tollen Erick, der uns wieder zauberhaft lecker bekocht hat!) – wir haben ganz viele neue Leute kennen gelernt und hatten einfach ein ganz tolles Wochenende! 

PS: Die Motivation des Drachenponys hält auch bereits mehrere Tage nach dem Kurs noch an – ich bin hart begeistert und hochmotiviert. Wir arbeiten in kurzen, sehr guten Einheiten, heute auch mehrfach am Tag (an den meisten anderen Tagen kommt mir da leider mein Job dazwischen ….). 

Hoch im Kurs?

Kurs mit Stephan Vierhaus am Zykloopenhof

18./19.05.2019:

Auch dieses Jahr hatten wir das Vergnügen wieder einen Kurs mit Stephan Vierhaus bei uns am Zykloopenhof zu haben. Dieses Jahr sogar mit einer reinen Gangpferde-Truppe. Und was für eine tolle Truppe! Es hat richtig Spaß gemacht Euch alle kennen zu lernen und Eure tollen Isländer laufen zu sehen!  … und zu sehen, dass wir alle doch irgendwie die gleichen „Probleme“ haben 🙂

Drachenpony entspannt – Frau verwirrt – Foto: Yvi Tschischka

Wir hatten viel Spaß und haben auch viel gelernt. Auf jeden Fall hat sich wieder gezeigt, dass so ein vierter Gang extra diese ohnehin komplizierte Sache mit dem richtigen Reiten nicht wirklich einfacher macht. 

Jacinto und ich hatten am Samstag eine sehr gute Einheit (da sind wir viel guten, entspannten  Schritt geritten) und eine sehr deprimierende Einheit (da haben wir versucht ordentlich zu tölten). Aber Reiten ist ein ständiges Up and Down. Ohne die „downs“ kommt man nicht an die „ups“ – und wer immer „Up“ ist Lügt schlicht und einfach 🙂 

Am Sonntag durfte dann das Drachenpony eine Einheit nehmen. Sie war die ganze Zeit locker und hat gut mitgemacht – ich bin sehr zufrieden.

Durch die anderen Teilnehmer konnten wir wieder schön sehen, wie die verschiedenen Ansätze zum Tölt funktionieren. Und auch von der Bodenarbeit mit den Jungpferden konnte ich mir einiges abgucken. 

Stephan war wieder ein guter „Erklär-Bär“ mit vielen Tipps und natürlich hat er wieder jeden Teilnehmer da abgeholt, wo gerade die Problemstellung war und konnte Lösungsansätze bieten. 

Und ich finde so ein Kurs ist immer ein gute Gelegenheit mit vielen Gleichgesinnten – sei es am eigenen Stall, oder von Extern – eine gute Zeit zusammen mit den Ponys/Pferden zu verbringen.

Vielen Dank an Caro Jost-Kilbert, die unseren Kurs wieder so schön organisiert hat und uns auch wieder lecker verköstigt hat. Und natürlich auch an Johannes und Nadine, die den Zykloopenhof und die Gastboxen zur Verfügung gestellt haben. Wir hoffen doch, dass wir nächstes Jahr wieder einen Kurs organisiert bekommen! 

Denn es lohnt sich immer weiter zu lernen – wobei ich manchmal nicht weiß, ob bei Jacinto nicht Hopfen und Malz verloren ist, aber letztendlich lernt man nicht von den „Guten“ Pferden, sondern von den „Problempferden“. Und mitmachen kann sich bei so einem Kurs jeder trauen, weil wie gesagt, letztendlich haben wir alle die gleichen Problemchen. 

Durfte sie leider nicht behalten 🙂 – Foto: Yvi Tschischka

Mehr Fotos vom Kurs gibt es übrigens noch bei Gangpferde Vierhaus (draufklicken!!) auf der Seite – Yvi war so nett und hat am Sonntag ihre Kamera mit dabei gehabt!

Drachenpony?

Bedienungsanleitung und/oder Liebeserklärung?

Drachenpony 2014 – Foto: Yvi Tschischka

15. Mai 2019:

Das Drachenpony ist wahrscheinlich mein am kompliziertesten zu „bedienendes“ Pony. Nachdem ich sie jetzt seit einigen Jahren kenne, haben wir uns inzwischen ganz gut eingespielt und ich lerne sie zu lesen. Sie mich übrigens auch… 

Stimmung:

Das Drachenpony scheint oft völlig abwesend zu sein. Manchmal steht sie einfach nur still herum und hört irgendwie tief in sich selbst hinein. Keine Ahnung, was sie da hört. Vielleicht hat sie   Radioempfang in ihrem Gehirn oder hört Stimmen von Außerirdischen. Es würde mich nicht wundern, wenn sie einen Alu-Hut tragen würde. Man weiß es nicht. 

Sie nimmt aber natürlich auch rege Anteil an dem was so um sie herum passiert. Manchmal grummelt sie sogar und kommentiert Dinge wie Futtereimer oder Rückkehr von anderen Ponys, die ihr gefehlt haben. Sie wechselt die Stimmung zwischen nicht ansprechbar, schlecht gelaunt, freudig interessiert oder autistisch innerhalb von Sekunden. Ebenso ihren Standort. Sie hat die Gabe von jetzt auf nachher komplett lautlos zu verschwinden und an weit entfernten Stellen wieder aufzutauchen. Vielleicht kann sie sich Teleportieren? Vielleicht helfen ihr auch die Stimmen in ihrem Gehirn. Man weiß es nicht. 

Schlecht gelauntes Drachenpony 2013 – Foto: privat

Bewegung:

Sie bewegt sich in der Herde oft sehr langsam. Fast schon wie eine schleichende Katzen vor dem Angriff. Aber das Drachenpony greift nicht an. Außer Heunetze. Die werden massiv geschüttelt und dann wird gemütlich vom Boden gefressen. Mash-artige Futtermittel schlabbern liebt sie über alles. Nur darf sie nicht so viel Essen, weil sie dazu neigt eine riesig ausgeprägte Rubens-Figur auszubilden. Schnell weg sein kann sie trotzdem. Man dreht sich kurz weg, holt ein Halfter und in dem Moment steht sie dann seltsamer Weise am anderen Ende des Paddock-Trails oder versteckt im Strohbett. Es ist eine wahre Kunst, die sie da beherrscht! Als Schatten-Ninja wäre sie unschlagbar. Allerdings müsste sie dazu noch ein paar Kilogramm abnehmen ….. 

Krankheiten:

Das Drachenpony neigt dazu komische Hautschuppen, kleine Furunkel, offene Stellen und nässende Scheuerstellen auszubilden – wahlweise in Kombination miteinander. Natürlich immer dann, wenn sie entweder:

zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, zu viel Aufmerksamkeit bekommt, es ihr anscheinend langweilig ist, sie zu viel zu tun hat, sie rossig ist, sie nicht rossig ist, sie sieht wie andere Ponys sich irgend wo kurz jucken, der Mond komisch steht, sie jemand komisch angesehen hat, sie nicht angesehen hat, oder wenn ich unterwegs bin. Aber nichts ist wirklich greifbar. Alles in Allem ein fast genau so unbegreifbarer Algorithmus wie der von Facebook/Instagram und Co. 

Darum trägt sie jetzt auch diesen schicken Kurzhaar-Schnitt. Da fallen kahle Haar-Stellen nicht so auf. Manchmal bildet sie auch komische Schwellungen aus oder fängt an massiv mit den Augen zu tränen. Es ist wirklich ein sehr kreatives Pony. Inzwischen besitze ich eine große Auswahl an Salben und vor allem Placebos, mit denen ich das Pony betüddeln und beschmieren kann. Wir haben inzwischen eine gute Balance gefunden. Sie hält ihre Hautprobleme in Grenzen und ich „untersuche“ sie gründlich und beschmiere sie ausreichend. Waschen hilft manchmal auch. Mit Schaum. Das hasst sie übrigens.  

Sie steht auch oft sehr wehleidig irgendwo herum und sendet Blicke aus, mit denen sie ihrer Umwelt suggeriert, dass sie gleich stirbt. Ganz dramatisch sind Impfungen. Wir haben inzwischen schon die besten Impfstellen gefunden. Aber das Drachenpony leidet tagelang. Manchmal kann sie den Hals gar nicht gerade machen und sich kaum bewegen – übrigens auch, wenn sie gar nicht in den Hals geimpft wurde … wenn man dann aber kurz wegsieht kann sie plötzlich ganz normal laufen und seltsamer Weise auch den Hals sehr gezielt zum Fressen oder andere Ponys dissen verbiegen. Habe ich ein Hypochonder-Pony? Ich glaube ja. 

Wenn sie dann aber mal richtig krank ist, muss man genau hinschauen. Wobei sie das dann auch sehr dramatisch verkörpert. Aber beim Tierarzt benimmt sie sich immer sehr vorbildlich. Die Leute in der Tierklinik waren ganz begeistert, wie brav sie die Kolik-Untersuchungen über sich ergehen hat lassen. Aber da hat sie wirklich richtig gelitten. Und da hatte sie tatsächlich mein echtes Mitleid, wie sie da stand mit ihren rasierten Stellen, dem Tropf und der Magensonde, so ganz verloren mit ihrem „Dackel“-Blick. 

gereiztes Drachenpony mit Schirm, Charme und Aluhut? – Foto: Yvi

Aufmerksamkeit:

Man muss immer gut aufpassen, wie das Drachenpony so drauf ist. Am Besten spricht man sie schon einige Schritte vor Ankunft an. NIEMALS und UNTER GAR KEINEN UMSTÄNDEN darf man sie einfach so anfassen. Wenn man ein gut gelauntes Drachenpony haben möchte, muss man sie erst höflich anfragen. Dann ist sie sehr kooperativ. Anfassen ohne Anfragen hasst sie wie die Pest und kann dann schon mal mit einem sehr tödlich-giftigen Blick bis gezieltem Kick rechnen. Putzen hasst sie übrigens auch. Manchmal zwar nicht, aber meistens schon. Grobe Fellreinigung: Nicht mit dem Drachenpony. Da wird es zum Schni-Schna-Schnappi. Das Wetter spielt übrigens auch eine Rolle. Mit Regen braucht man dem Drachenpony gar nicht kommen. Schließlich kommt sie aus Florida, da ist es nicht ekelig-kalt. Deshalb (er)trägt Madame seit zwei Wintern auch eine Decke. Aber Decken sind wieder ein eigenes Thema – vor allem die Passform von Decken. Ich sag nur Scheuerstellen … (siehe Krankheiten… ein Teufelskreislauf …)

Reiten:

Ja…. prinzipiell kann man sich auf das Drachenpony drauf setzen. Wenn man lebensmüde ist, kann man sie auch versuchen so zu reiten, wie ein normales Pferd. Klappt aber nicht. Sie ist sehr empfindlich auf „Druck“ – und „Druck“ definiert alleine das Drachenpony. Sobald man die Zügel aufnimmt ist sie weg. Mental und Körperlich. 

Sie zieht ihr Ding durch. Immer. Das bewundere ich an ihr übrigens sehr. Wir haben uns inzwischen auf folgenden Deal geeinigt: Sie bringt mich heile wieder nach Hause und passt auf, nirgends reinzufallen – dafür lasse ich sie in Ruhe, nehme die Zügel nicht zu plötzlich oder zu viel auf und lasse mich einfach tragen. Das erfordert sehr viel Disziplin NICHTS zu machen, wenn man auf einem Pferd sitzt und sich dem Pferd mehr oder weniger anzuvertrauen. Das funktioniert eigentlich ganz gut. Manchmal hat sie da inzwischen richtig gute Phasen. 

Zu etwas zwingen kann man sie jedenfalls nicht. Möchte man auch nicht, weil man dann definitiv den Kürzeren zieht. Ich habe schon sehr viel vom Drachenpony gelernt. Vor allem Ruhe und Gelassenheit. Geduld. Und das Gefühl von Versagen zu akzeptieren. Sie ist eine harte Nuss, aber ein ganz tolles Pony. Angst hatte ich übrigens noch nie bei ihr, egal was sie gerade angestellt hat. Bei allen meinen Ponys habe ich noch nie Angst verspürt. Ich vertraue allen dreien (bzw. vieren – Diego zählt ja irgendwie auch dazu). 

Heukampf 2016 – Foto: Yve Riegler

Charakter:

Das Drachenpony hat einen sehr starken Charakter. Sie zieht ihr Ding durch. Dabei ist sie eine ganz tolle Herden-Stute und Ersatz-Mama. Sie ist sehr gut erzogen und geländesicher. Sie fährt Hänger, benimmt sich beim Hufschmied und Tierarzt. 

Immer öfter kommt ihre Neugier zu Tage und sie steht in der Herden-Rangordnung nicht mehr an letzter Stelle. Sie traut sich inzwischen auch im Umgang mit ihren Menschen immer mehr zu – auch Dinge, für die sie wohl in Ihrer USA-Zeit massiv Ärger bekommen hat. 

Wenn sie „putzig“ drauf ist, ist sie einfach unschlagbar. Und was sie als „nicht gefährlich“ begriffen hat zeigt sie mit Feuereifer und freut sich über Lob. Sie ist sehr fein und sehr sensibel – das macht alles richtig Spaß – man darf nur nichts von ihr erwarten. Aber von Grund auf ist sie einfach ein tolles Pony! Auch wenn man sie erst lange Kennenlernen muss und gewisse Dinge einfach nicht machbar sind. Auf jeden Fall ist sie nicht mehr wegzudenken aus meiner kleinen Herde. Obwohl sie mit ihren fast 16 Jahren schon die ersten grauen Haare bekommt. Aber das kann auch an mir liegen 🙂 

Haarige Sache?

21. April 2019:

Die Zeit des Grauens ist wieder da! Meine absolut gehassteste Zeit im Jahr: der hartnäckige Frühjahrs-Fellwechsel beim Pferd! In Kombination mit Pollenallergie, erster Sonne, aufgeladenem Pferdehaar, drehendem Wind und Fleecebekleidung der absolute Horror im Pferdestall! 

Und sie sorgt auch für viel Spaß bei Nicht-Pferdebesitzern, die Pferdefreunde haben und so auch den ewigen Haaren ausgesetzt sind. Man findet sie überall: In der Unterwäsche, im Essen, im Bett, sogar auf der Arbeit in meiner Tastatur! Eigentlich braucht man gar nicht versuchen sich zu schützen, sie sind einfach überall! Am Besten lässt man es über sich ergehen. Man entkommt ihnen sowieso nicht. 

Inzwischen mache ich wenigstens keine Anfängerfehler mehr. Der größte Anfänger-Fehler ist meiner Meinung nach Fleece-Sachen tragen. So erkennt man die Anfänger richtig schnell. Nur noch glatte Materialien. Ganz geschickt wäre übrigens einer dieser weißen Anzüge, die man bei Tatort-Spurensicherungen trägt. Am Besten in Kombination mit Mundschutz, Spritzbrille und Haarnetz. Dann riecht man auch immer frisch, wenn man vom Stall kommt und muss sich nicht immer umständlich dekontaminieren, wenn man mal unter „normale“ Menschen gehen möchte. 

Maue versuche Haare von Kleidung zu entfernen …. – Foto: privat

Letztendlich komme ich jedes Jahr an den Punkt, an dem ich mir sage: Warum tust du dir das an? Die Zossen wohnen im Offenstall – geh doch einfach mehrere Wochen nicht an den Stall und tauch dort erst wieder auf, wenn die Haare alle wieder weg sind. Geht natürlich nicht. Man ist ja als Pferdebesitzer grundsätzlich masochistisch veranlagt. 

Sogar die Satteldecken sehen direkt nach dem Waschen gleich wieder komplett dreckig und haarig aus. Obwohl man sie noch gar nicht benutzt hat, sondern nur zum Stall getragen hat. Pferdehaare ziehen magisch saubere Dinge an. Es ist unheimlich, nein – es ist Magie! 

Wieso lassen diese Pferde nicht einfach plötzlich alle Haare fallen? So auf einmal und dann schnell wegkehren und verbrennen. Warum haben Pferde gefühlt Monate lang diesen lästigen Fellwechsel? Ist das die ultimative Rache fürs Reiten? Es ist physikalisch doch unmöglich, dass ein einziges Pferd so viele Haare verlieren kann! Wo kommen die alle her?

Warum fangen die überhaupt das Haaren an?

Das Tageslicht ist schuld. Ab Mitte/Ende Januar werden die Tage länger und die Zirbeldrüse (für Leute, die mit rudimentärem Latein prahlen wollen folgt das lateinische Wort dafür: Epiphysis cerebri) des Pferdes springt voll drauf an. Nachdem die Temperatur auch ein bisschen mitspielen darf kommt es bei Kälteeinbrüchen auch immer wieder zum Stoppen, bzw. Verlangsamen des Fellwechsels. Deshalb zieht sich das so lange hin. Die Reihenfolge  des Wechsels ist übrigens lange Oberhaare und dann die dichtere, dickere Unterwolle. Also Happy-Hour beim Pferd: Zweimal Haarwechsel zum Preis für eins. Super. 

Und gratis dazu bekommt man auch noch ein für Krankheiten anfälligeres Pferd im Frühjahr. Nachdem diese lästige Prozedur des Fellwechsels anstrengend für den Pferdeorganismus ist und das Immunsystem deshalb weniger Nährstoffe zur Verfügung hat (weil die alle in die Produktion neue Haare gepulvert werden *) kann es sein, dass beim Pony jetzt Mangelerscheinungen auftreten, sie Gewicht abnehmen oder einfach matter sind und insgesamt einfach anfälliger für Krankheiten sind. Super. Win-Win-Situation für alle. Nicht. Und dann werden die Dinger im Herbst wieder abgeworfen …. 

Nebenbei ist so ein Pferd auch anfälliger für Hautkrankheiten im Fellwechsel. Die Barriere für Eindringlinge, Parasiten und Krankheiten sinkt und lädt zum Einnisten ein. Da sage ich nur: Hallo Sommer-Ekzem, Hallo Haarlinge, Hallo Milben, Hallo Pilze – schön schaut ihr unter dem Mikroskop aus, aber bleibt bitte von den Haaren meiner Ponys weg. 

Die Pferde schuppen sich auch noch doller wie sonst, weil die Haut des Pferdes beim Fellwechsel ordentlich beansprucht wird. Es juckt also auch noch. Nicht nur dem Besitzer, sondern auch den Ponys. Ausgiebige Putz-Sessions mit viel Massage tun den Ponys sichtbar gut, treiben dafür menschliche Handgelenke und Finger ans Ende ihrer Kräfte. 

Was können wir also tun?

Die Ponys gründlich putzen und enthaaren. Oder sich Personal einstellen, was das für einen tut. 

Kein Personal gefunden – vielleicht helfen Mundschutz und Handschuhe? – Foto: Yvis Handy

Die Ponys beobachten, ob sich Veränderungen ergeben. Hautbild, ist das Haar stumpf? Wie sind Ernährungszustand, Gefühlslage, Gesamtsituation?

Die Ponys ggf. Zufüttern mit Energie und Mineralien – manche Pferdebesitzer gönnen Ihren Ponys auch Entgiftungskuren. Da gibt es ein unendliches Angebot diverser Futterhersteller, die manchmal sinnvoll, manchmal nur für die jeweilige Firma finanziell sinnvolle Dinge anbieten und Zusatzfutter kredenzen. 

Durch die Auswahl muss sich jeder selber durchkämpfen. Letztendlich bleibt wie immer zu sagen: Gute Grundernährung mit genügend gutem Heu und Mineralstoffversorgung müsste eigentlich bei den meisten Ponys ausreichen. Junge, Kranke und ältere Pferde brauchen einfach noch Energie zusätzlich, um sich leichter zu tun. Aber ansonsten ist Pferdeernährung ja eine Wissenschaft für sich – da möchte ich mir nicht anmaßen irgend etwas Wichtiges dazu zu sagen zu können. 

Jacinto schwächelt dieses Jahr erstmalig ein bisschen und bekommt momentan eine Mahlzeit aus eingeweichten Wiesencobs, Mineralfutter, einer Schippe Hafer, einem großen Schwups Öl und ein bisschen Mischfutter „Senior“ für den Geschmack zusätzlich. Das findet er natürlich toll. Schlabbern und Essen bleiben selbstverständlich seine Kernkompetenzen neben manchmal hübsch aussehen und toll Pferdehänger fahren können. 

Das Drachenpony läuft momentan mit einer dicken undurchdringlichen Staubschicht in den Haaren herum, die man nicht mehr ab bekommt und die sich sofort elektrostatisch auflädt, wenn man das Drachenpony nur ansieht. Anscheinend verbringt sie viel Zeit den wohltuend-schrubbeligen Sandboden zu konsultieren und sich Sachen zu überlegen, um nicht angefasst werden zu müssen. Sie sieht momentan leicht dauer-gräulich aus. Wahrscheinlich rächt sie sich jetzt bei mir für die Decke im Winter. Man weiß es nicht. Hauptsache sie bleibt gesund. Aber eine sehr nasse Wäsche mit ganz viel Schaum wird ihr nicht erspart bleiben. Wenn nicht sogar mehrere Waschgänge ….  

Frau Sumpf ist da pflegeleichter. Sie sieht nur grundsätzlich im Frühjahr schon zwei Minuten nach dem Putzen so aus, als ob sie noch nie in ihrem Leben geputzt und enthaart worden wäre. Es ist ein Traum. Ein haariger Albtraum.  

Ansonsten bleibt mir nur zu sagen: Ich hoffe Ihr kommt alle gut durch den leidigen Frühjahrs-Fellwechsel und wir sehen uns im Sommer enthaart und frisch geschniegelt bei diversen Events! Ich freue mich! 

PS: Falls Ihr noch Tipps rund um den Fellwechsel habt, her damit! 🙂  

Pro-Tipp: Mundschutz – wenn man auch noch eine Sonnenbrille aufsetzt, bleiben auch die Augenringe verborgen…. – Foto: Yvis Handy

*   Die dann wieder in ein paar Monaten abgestoßen werden …. wieso wachsen denen nicht einfach noch zusätzliche Winterhaare? 

Frühjahrsputz?

16. April 2019:

Frühjahrsputz-Chaos …. – Foto: Privat


Es ist Frühling. Die klassische Zeit für Frühjahrsputz. Einfach mal den Staub und die Spinnweben rauskehren und nebenbei richtig aufräumen. Damit habe ich kein Problem. Im Gegenteil. Ich bin der klassische Fall von zwangsneurotischem Ordnungsfanatiker. Bei mir hat alles seinen Platz. Und ich liebe es Dinge zu sortieren. Gerne auch nach der Arbeit im Supermarkt – wenn da etwas unordentlich steht, ich muss es zurecht rücken. Putzen ist Seelen-Therapie. Da kann man so viel bei Nachdenken. Und wenn man dann alles wieder sauber und ordentlich hat, hat man seine Gedanken auch wieder sortiert. Ich mache das gerne. 

Auch deshalb, weil ich sonst nix mehr finde. Das nennt man beginnende Alters-Demenz. Und ich habe zu viel Zeug. Und ich trenne mich sehr ungern von Dingen. Ganz schlimm. Was uns schon ganz flockig zu Teil 2 des Frühjahrsputzes bringt: dem Aussortieren. Da haben sich doch tatsächlich in 18 Jahren eigene Pferde und vorher schon komplette Ausstattung für fremde Pferde ganz viele Dinge angesammelt. Ich weiß gar nicht wie das so eskalieren konnte. 

Mir wurde das wieder bewusst, als ich gestern eigentlich nur ein Regal meines Sattelschrankes aufräumen wollte. Irgendwie eskaliert das dann immer. Es fängt ganz harmlos an. Ich versuche nur ein Brett im Regal aufzuräumen und ehe ich mich versehe sitze ich hilflos inmitten meiner Sachen und frage mich: Wie konnte es nur so weit kommen?! Mal ganz ehrlich: wie schaffen es Leute ihre Sachen für mehrere Pferde in einem einzigem winzig kleinem Bundeswehrschrank unter zu bringen? Habt Ihr da einen Zauber drüber gelegt, wie Hermine im letzen Harry Potter-Teil? Ihr erinnert Euch, diese Handtasche wo alles rein passt?

Also ehrlich. Ich sitze da in meinem Gerümpel und denke mir: dieses Minimalismus-Ding mag ja eine echt große Sache sein. Wie machen die Leute das? Und macht das die Leute tatsächlich auf Dauer glücklich? Gruß an Frau Kondo. Aber mal ganz ehrlich: Für mich ist das nix. Der Mensch ist und bleibt einfach ein Jäger und Sammler. Und da ich komplett unsportlich bin, bleibt mir nur das Sammeln übrig. Und noch mal ganz ehrlich: Das dürfte jedem schon spätestens nach dem Kauf des dritten Ponys klar geworden sein. Minimalistisch wäre halt einfach nur ein Pony. 

Ich gestehe das jetzt einfach mal: Ich bin ein Sammler. Und es macht mir nix aus. Und ganz ehrlich, wenn ich mir die hübsch inszenierten Bilder zum Thema Minimalismus ansehe oder in Wohnungszeitschriften blättere, denke ich mir immer: Wo habt ihr euer Geraffel versteckt? Jeder Mensch hat doch bestimmt mindestens eine dunkle Ecke, wohin alle Dinge verschwinden, die man eigentlich nicht hergeben kann? Oder ein ganzes Gerümpel-Zimmer. Wo sind all die Dinge, die man nicht vorzeigen kann, die einem aber ans Herz gewachsen sind? Kein Mensch kann immer so gut aufgeräumt sein. Innerlich und Äußerlich. Da muss sich doch etwas verstecken. Ich möchte jeden Anschreien: Lasst es doch einfach raus! Seid nicht perfekt! Niemand kann nur perfekt sein! 

Gut, in meinem Pferdeschrank finden sich jetzt nicht allzu viele peinliche Sachen – vielleicht abgesehen von der flauschigen, blauen Satteldecke mit den Schäfchen drauf. Aber die habe ich damals fürs Möppi gekauft und die gebe ich auch nicht mehr her, auch wenn ich sie nicht benutze. Oder wenn man mal absieht von meiner exzessiven Sammel-Leidenschaft für Bosals und Barbadas. Und weil ich ein gerne fauler Mensch bin, müssen die auch alle an eigenen Kopfstücken hängen, dann kann ich mir einfach eines aussuchen. Oder Roulett spielen: Blind hinein greifen und dem Pony anziehen. Und ja, Neonfarben sind vielleicht nicht immer eine gute Wahl. OK. Das sind weiße Stiefel auch nicht, und trotzdem tragen Frauen weiße Stiefel. Oder Leggins. Die waren schon in den 90ern Grenzwertig.

Aber dafür habe ich zumindest keine exzessive Sammel-Leidenschaft für komplette Eskadron Sets. DAS braucht ja mal richtig viel Platz – keine Ahnung wie die Leute das schaffen. Finanziell und Platztechnisch! Ich habe mal auf Youtube gesehen, wie eine sehr junge Frau ihre komplette Eskadron-Set-Sammlung vorgestellt hat. Die hatte locker 50 verschiedene Schabracken und teilweise dazu noch die passenden Bandagen, Ohrenmützen und Abschwitzdecken dazu. Diese Sammlung hat ausgebreitet einen großen Teil einer kompletten Reithalle in Beschlag genommen, was mich nachhaltig schockartig beeindruckt hat. DAS finde ich dann doch etwas bedenklich, aber es beruhigt mich auch wieder. 

Es gibt Menschen, die eskalieren noch viel deutlicher wie ich. Und es gibt Menschen, die haben halt weniger. Soll jeder machen wie er denkt, so lange man damit glücklich ist und sich selbst nichts vormacht. Von daher finde ich: Solange man nicht mehrere gleiche Kopfstücke hat, die sich nur durch unterschiedliche Farben unterscheiden, kann es nicht so schlimm sein. Moment mal …. Blau, Gelb, Schwarz, Rot, Türkis, …. äh ….  schnell Themenwechsel. 

Nein, die sind nicht alle gleich! ….. – Foto: privat

Jedenfalls auch ich bemühe mich alles im Griff zu behalten. Mein Leben und meinen Sattelschrank. Ab und an ziehen neue Dinge ein, aber ab und an zieht auch mal was aus. So hält sich alles in Grenzen. Im Stall wie im Leben. Eigentlich muss man „nur“ seinen eigenen Stil finden. Und dann durchziehen und sich nichts einreden lassen. Das entspannt. Und perfekt sein? Wer will schon perfekt sein – ist doch langweilig! 

Häschen Hops?

Horse Agility Kurs am Zykloopenhof

29.03. – 30.03.2019:

Spring Häschen, Spring! – Jacinto im Freisprung – Foto: privat

An diesem Wochenende hatten wir bei uns am Hof einen Kurs mit Manuela von www.crazy-pinto.de, den ich jetzt einfach unter dem Oberbegriff Horse Agility zusammen fassen. Aber es war natürlich noch ganz viel mehr dabei. Bodenarbeit, Zirkuslektionen – jeder konnte machen worauf er Lust hatte, oder spontan neue Dinge probieren. Lina, die den Kurs organisiert hat – ein dickes, fettes Dankeschön an Dich dafür! Und für das ganze Essen was Du besorgt hast 🙂 Wir haben nämlich erst mal mit einem gemeinsamen Frühstück gestartet, bevor wir mit den Ponys losgelegt haben. Das fand ich eine gute Idee. 

Erst mal zeigen, wohin es gehen soll! – Foto: privat

Jeder hatte am Tag zwei Einheiten. Ich habe meine Zeit zwischen Jacinto und dem Drachenpony aufgeteilt. Yvi hat ihre Zeit auch zwischen Diego und Diosa aufgeteilt. So hatten alle vier Ponys an diesem Wochenende ordentlich was für den Kopf zu tun. Bodenarbeit ist einfach auch anstrengend. Die Ponys werden mit Dingen konfrontiert, die sie normal nicht machen. Und das strengt auch an. Kopfarbeit. Eine aussterbende Sache übrigens … wenn man sich mal so in seinem Umfeld privat und beruflich umsieht. Aber jetzt egal. Ich fasse für mich persönlich übrigens unter dem Begriff „Bodenarbeit“ alles zusammen, was ich mache, wenn ich nicht auf dem Pferd sitze, also Putzen, Führen, Langzügel, Longieren, Freiarbeit, Zirkuslektionen, Gymnastik, Longieren, Horse Agility, was auch immer. Nur um das mal zu definieren. Mit diesen ganzen Begriffen kommt man ja sonst durcheinander. Simpel halten. 

Sumpfbespaßung-Stalker-Fotos! – Foto: privat

Aber zurück zum Kurs! Manuela hat uns in der ersten Stunde erst mal führen lassen, bzw. abgecheckt, wie weit wir so sind. Eine knifflige Aufgabe war das 8-er longieren, sprich Pony um zwei Pylonen schicken, ohne sich selbst groß mitzubewegen. Fördert unheimlich die beidhändige Koordination beim „Reiter“ und testet das Körpersprachen-Verständnis des Ponys für uns – und sorgt nebenbei noch für Gelächter beim Publikum. Wobei man hier sagen muss: Wir haben uns nicht gegenseitig ausgelacht, sondern hatten zwei Tage lang richtig viel Spaß! Es waren einfach lustige Situationen dabei und jeder hatte einfach eine gute Zeit am Stall mit seinem Pony und mit der Stallgemeinschaft. Der Kurs wurde nämlich durchgehend von Zykloopenhof-Bewohnern besucht. Wir waren also eine bunte Truppe an verschiedenen Pferden und Leuten. Aber jeder ist auf den Geschmack gekommen, bzw. hatte seine Erkenntnis-Momente. Mein heimlicher Star war übrigens der zweijährige Jamie – ein Fino-Nachwuchs und Kumpel von Diego, der mit einem Spaß und Eifer alle Hindernisse meisterte, das war einfach toll anzusehen. Ein richtiger Streber! Oder wie die Kids mit den Ponys zusammen gearbeitet haben und aneinander gewachsen sind. Einfach Klasse! Oder wie Zwergs Kumpel Sam richtig aufgeblüht ist, beim „Spielen“! 

Streber! 🙂 – Foto: privat

Nachdem ich mit Jacinto das Steigen angefangen habe – was er ja erstaunlicher Weise relativ schnell gelernt hat, möchte ich das jetzt noch verbessern. Dazu hat Manuela mir auch ein paar Tipps gegeben. Wir werden uns jetzt im „Schul-Halt“ (also Pferde-Popo absenken – oder besser gesagt Gewicht aufnehmen) üben. Das als Grundübung, um Jacinto zu zeigen, dass er sich mehr „setzen“ kann und dann insgesamt auch etwas höher kommt. Momentan sieht Jacintos Steigen nämlich eher aus wie behindertes Häschen-Hops. Aber er guckt dabei so lustig bedröppelt, dass das alleine schon putzig ist. 

Raschelfolie ist eigentlich total langweilig – Foto: privat

An der Bergziege müsste ich mit ihm auch mehr arbeiten. Das wäre nämlich insgesamt auch eine sehr gute Übung, um uns einfach mal zu entschleunigen und bewusst einzelne Schritte zu setzen. Eben so das „Sitzen“ auf einem Sitzsack. Es ist unheimlich schwierig, ein Pferd präzise Schritt für Schritt Rückwärts an einen „Gegenstand“ zu bugsieren, und dann auch noch zu verlangen, dass es den Gegenstand mit dem Popo berührt. Probiert das mal, da seid Ihr tagelang mit beschäftigt. An solchen Dingen möchte ich jetzt mehr arbeiten. Das kommt dem hektischen Fino-Reiter glaube ich ziemlich entgegen.

Nebenbei kann Jacinto jetzt schon fast „Nein“ sagen. Am „Ja“ sagen hapert es noch. Aber „Nein“ bekommt er auch momentan öfter zu hören …. das Gras fängt wieder an zu wachsen, wenn Ihr wisst was ich damit andeute  ….

Bedröppelter Sumpf-Blick – Bergziege und Sitzen … – Foto: privat

Am Nachmittag sind wir dann raus auf den Platz gegangen und hatten die Gelegenheit unsere Spielwiese zu erproben. Manuela hat uns ein paar Dinge mitgebracht und wir haben ja auch ein paar Sachen. Jeder konnte ausprobieren und üben und am Ende haben wir dann einen ganzen „Parcours“ absolviert. Wir hatten: einen Tunnel, eine Gruselgasse, unsere große Wippe, eine Vorderbein-Wippe, Sprünge, Klapper-Wiese mit Plastik, einen bunten Sprung-Ring, Slalom, Hängematte, zwei Podeste, Sitzsack, Dinge zum Hinterherziehen, Dinge um Füße hinein zu stellen, diverse Oberflächen um die Ponys drauf zu stellen – also eine ganze Menge Zeugs zum Austoben! 

Spielwiese für Horse Agility und Bodenarbeit – Foto: privat

Für den Nachmittag habe ich mir dann das Drachenpony mitgenommen. Und sie hat es gehasst. Ganz viele Dinge die Flattern (Flattertore), die sie am Bauch berührt haben (Tunnel mit Schwimmnudeln) und die sie in ihrer Fluchtmöglichkeit eingeschränkt haben. Das hasst sie. Aber sie hat sich zusammengerissen (meistens jedenfalls) – irgendwann merkt sie vielleicht, dass sie nicht stirbt, wenn irgendetwas Fremdes sie berührt. Andererseits könnte sie auch irgendwann sterben, wenn sie was berührt. Man weiß es nicht. 

Doch nicht gestorben, obwohl Plastik am Bauch! – Foto: privat

Am zweiten Nachmittag sind wir sogar in einen richtigen Flow reingekommen. Das war sehr intensiv. Mich hat es richtig gepackt und wir haben ordentlich konzentriert und gar nicht auf Flucht gepolt gearbeitet. Ein sehr intensives und gutes Gefühl. Letztendlich hat sich das Drachenpony ganz konzentriert auf eine winzige Wippe gestellt. Bergziege macht sie sowieso richtig toll! Balance hat sie – da macht ihr keiner was vor! Das war jedenfalls ein richtig gutes Gefühl so intensiv mit ihr zu Arbeiten. 

Tolles Drachenpony – Bergziege auf Mini-Wippe! – Ich bin stolz! – Foto: privat

Fazit: Ein sehr guter Kurs – tolle Menschen, tolle Pferde – ich mag meinen Stall! Manuela hat einen guten Blick für Probleme und hat auch gute Lösungen parat, ermutigt einen aber auch selbstständig zu Arbeiten. Man ist ja normalerweise auch Alleine – also ein guter Ansatz. Ich mag Manuela, sie ist lustig! Und sie hat auch einen Falben und einen Schecken. Mehr muss ich nicht sagen 🙂 

konzentrierte Bergziege auf dem Podest – Bergziege geht immer ….. – Foto: privat

Wir üben also insgesamt langsamer zu machen und mutiger zu sein. Koordination an mir selber (Thema: Links – Rechts) ist glaube ich Hopfen und Malz verloren. Damit muss ich mich abfinden. Ansonsten fallen uns bestimmt noch lustige Dinge ein, die wir machen können! 

PS: Die Fotos sind alle entweder von Dani, Desis Kamera und meinem Handy. Oder Yvis Handy. Nachdem ich Trollo sie gemischt habe, bekomme ich nicht mehr korrekt auseinander gedröselt was von wem ist 🙂

Belohnung ist auch wichtig – Casperkopf Sumpf – Foto: Dani

Fenster auf Kipp?

Buntes Messe-Team vor dem Auftritt in Alsfeld – Foto: Rico Abendroth

22.03. bis 24.03.2019:

18. Messe Jagen-Fischen-Offroad in Alsfeld


Letztes Wochenende waren Yvi und ich wieder als Messe-Teilnehmer für die PFAE mit den Ponys unterwegs. Die Reise führte uns wieder einmal nach Hessen. Genauer nach Alsfeld, welches romantisch an der A5 gelegen ist. Dort fand die 18. Fachmesse Jagen – Fischen – Offroad (Neuer Shit: Pferde sind jetzt „Offroad“ :-)) statt. Das ist eine kleine, aber feine Messe, die zwar sehr traditionell ist, aber trotzdem überraschender Weise immer interessante und „tellerrandfremde“ Gespräche bietet. Und sie bietet in Halle 4 (dem Pferdezentrum) zweimal täglich ein buntes Showprogramm mit Pferdevorführungen. Und dazu hat Britta Mülle uns gefragt, ob wir wieder bei den Auftritten mitmachen wollen. Sagen wir mal so: mehrere Fino-Leute zusammen, gerade bei Auftritten mit einer Choreografie, die erst einstudiert werden muss bedeutet immer Spaß! Das Problem: Beamen wurde noch nicht erfunden – wir wohnen alle zu weit weg. Das bringt immer den extra Nervenkitzel: Klappt die Choreografie oder Desaster? 

Wir sind also schon am Freitag Mittag in Alsfeld aufgeschlagen. Sehr gechillt tuckerten wir mit Diosa und Jacinto die A7 rauf. Statt Choreografie zu lernen haben wir natürlich lieber das Känguru gehört. Wir hatten dann gut Zeit, um die Ponys im Stallgebäude unterzubringen. In Alsfeld gibt es nämlich schöne feste Boxen und einen sehr hessisch-herben Stallmeister namens Rudi, der hart grummelig und wortkarg erscheint, aber in seinem Herzen ein ganz Netter ist. Jedenfalls passt Rudi auf unsere Ponys auf, wenn die Messe dicht macht. Und Rudi sorgt dafür, dass alles funktioniert – und wer nicht nach seiner Pfeife tanzt, bekommt den Besen zu spüren! Den guten Reisigbesen übrigens 🙂 – ich liebe diese „alten“ Besen!

Messe-Team – 3-erBarrida – Foto: Timo Haas Fotografie

Während die Ponys schon mal ihr Heu mümmelten, sind Yvi und ich nach Alsfeld rein gefahren, um in unser Hotel einzuchecken. Alsfeld ist eigentlich ein sehr schönes Städtchen – viele Fachwerkhäuser – aber auch ein sehr viel befahrenes Städtchen! 

Am Abend waren dann alle Fino-Freunde mit ihren Ponys da. Wir konnten die Choreografie zusammen am Boden üben. Was bestimmt sehr lustig für Außenstehende anzusehen ist: taumelnde Menschen mit weißen Hüten, die mit Zetteln in der Hand komische Kringel laufen und dabei kichernd vor sich hin faseln …. – und dann direkt auf den Ponys in der Halle noch einmal festigen. Wir hatten sechs Ponys dabei: Britta mit Amistad, Jürgen mit Camino, Ela mit Lluvia, Kay mit Delgado (und Mitreiterin Jojo), Yvi und Diosa und mich mit Jacinto. Und natürlich als fest installiertes Bodenpersonal Yvonne, Gerd und Manni. 

Unsere Show-Blöcke waren täglich von 10 – 12 Uhr und von 14 – 16 Uhr. Also genug Zeit um selber einmal über die Messe zu schlendern. Aber vor dem ersten Auftritt ist dazu erst mal keine Zeit. Wir saßen letztendlich alle auf den Ponys, Choreo noch mal durchgegangen, aber unser Bord war noch nicht da! Der ganze Auftritt kommt erst richtig zur Geltung, wenn die Finos über das Sounding-Bord donnern können! Und das Bord nicht in Sicht! Panik! Info: Gerd und Manni stehen noch vor dem Hattenbacher Kreuz auf der Autobahn fest! Horror! Bangen! Panik! Um die Szene für Euch abzukürzen: die zwei Jungs haben es tatsächlich noch geschafft: zwei Minuten vor dem Aufritt sind sie ums Eck geschossen gekommen! Das gab spontanen Szenenapplaus von uns (und irritierte Blicke von anderen Wartenden…). Dann wurde das Bord schnellstens umgeladen und wir sind rein in den Auftritt! Wahnsinn. Und alles hat geklappt. Ich glaube einfach an Karma. Das macht schon, dass alles funktioniert wenn es funktionieren soll. Wenn nicht nicht, aber man muss einfach an Karma glauben!

Jacinto auf dem Bord – Foto: Timo Haas Fotografie

Entspannt nach dem ersten Auftritt sind Yvi und ich erst mal über die Messe geschlendert. Wir haben uns die anderen drei Hallen angesehen. Suzuki war auch dort (die haben ja ein beliebtes Automodell für Jäger – genau so wie andere Autohersteller wie Landrover und Isuzu zum Beispiel….) – die Typen vom Verkauf waren auch bei uns im Hotel untergebracht. Und schon beim Frühstück habe ich mir jegliche Schuschuki-Geschichten und Schuschuki-Dissereien heruntergeschluckt, weil die Jungs ja nichts dafür können. Aber das war sehr lustig. Die zwei Jungs in ihren roten Jacken sind uns quasi wie Schatten gefolgt, am Frühstücksbüffet, einer war definitiv unser Zimmer-Nachbar (der hat sogar Nachts noch lautstark Dauergespräche geführt) und beim gleichen Italiener waren sie auch zum Essen …. das aber nur am Rande. 

Auf einer Jagdmesse findet man vorzüglich halt einfach mal Jäger-Zeugs, was nicht so wirklich interessant für Reiter ist. Wobei man auch gut nach warmer Kleidung sehen konnte. Jäger sitzen ja viel in der Kälte rum, also kann man da ruhig mal seinen Bekleidungs-Horizont erweitern. Was wir aber vor Allem gefunden haben ist eine Erweiterung unserer Besser-Reisen-Rubrik: nach den Klappstühlen mit Becherhaltern, die wir an diesem Wochenende wieder sehr gefeiert haben, gibt es jetzt im Del-Cavador-Fundus einen klappbaren Sattelcaddy für zwei Sättel. 

Zusammenklappbar, passt super in die Sattelkammer vom Hänger, ist mega-Stabil und hält was er verspricht. Wir sind begeistert. Der Erwerb war allerdings nicht ganz so einfach. In Hessen geht man nicht einfach an einen Stand, gibt Geld und bekommt etwas in die Hand gedrückt. Nein, wir haben einen Zettel bekommen, sind dann komplett aus dem Messe-Gelände raus gelatscht. Mit den Fino Hüten auf, was übrigens gelegentlich zu Irritationen bei der Normalbevölkerung führt. Durch das Industriegebiet Alsfeld gelatscht, in den Stabilo-Markt, um dort zu bezahlen und wieder einen Zettel mit zu bekommen, um den allerletzten, einzigen, übrigen dieser stabilen Sattel-Caddys zu erwerben, um dann wieder in die Messe zu latschen, und dann endlich das Ding mitnehmen zu können. Das war so anstrengend, wir mussten erst mal mit unseren Klappstühlen in der Stallgasse chillen! 🙂

Yvi und Sumpf ganz Außen – Foto: Rico Abendroth

Der Samstag ging dann mit dem zweiten Auftritt und noch ein bisschen rumhängen auf der Messe (super Eis übrigens!) schnell rum und wir wurden dann quasi von Rudi rausgeschmissen. Unser restliches Team ist zwischen Flieden und Alsfeld gependelt und Yvi und ich waren vor Ort (und haben Mist-Meister und Futter-Meister gespielt) und auf einmal waren wir alleine in der Stallgasse und Rudi meint, ob wir jetzt fertig sind und wir nicht gehen wollen! So früh sind wir noch nie mit einem Messe-Tag fertig gewesen! Wir waren ganz perplex und sind dann erst mal planlos nach Alsfeld rein gefahren. Und was machen planlose Frauen? Klar, erst mal shoppen. Ich liebe es in fremden Städten in Supermärkte zu gehen und dort zu gucken was die so haben. Das irritiert im ersten Moment, ist aber auch immer spannend. Jedenfalls waren wir damit auch ziemlich zügig fertig und mega früh im Hotel. Dort hatte irgend eine übereifrige Putz-Dame anscheinend etwas gegen zünftigen Pferdegeruch und hatte alle Fenster in unserem Zimmer auf Kipp gelassen. Es war also mega Kalt, als wir ins Hotel kamen. Und es wurde nicht mehr besser. Anscheinend war direkt unterm Dach keine Heizung im Zimmer. Super. Drum war das Zimmer wohl auch billiger …. Ich liebe die Hotels in Hessen. Wir sind erst mal zum Italiener am Eck essen gegangen. Die Dame hat uns bereits wieder erkannt. Und wenn ich an das Essen denke, bekomme ich gleich schon wieder Hunger. Um es abzukürzen: Yvi und ich lagen bereits eingemummelt um 20 Uhr im Bett und haben vor uns hingefroren. 

Backstage-Blick von der Abreitehalle in die Show-Halle (und auf Yvonne im aufblasbaren Pferdchen-Kostüm :-)) – Foto: privat

Dementsprechend schlecht war die Stimmung Sonntag früh. Dauerfrieren, schlechter Filter-Kaffee im Hotel und dann kommt mir noch so eine Trulla vom Messe-Kaffee-Stand zehn Minuten vor offiziellem Messebeginn mit dem Satz: „Ich kann Ihnen noch keinen Kaffee verkaufen, die Messe hat noch nicht geöffnet!“. Ne, so nicht. Aber keine Angst. Ich hab sie nicht getötet. Aber Kalt UND keinen Kaffee da hört der Spaß auf. Da brauchte ich erst mal etwas Zeit alleine beim Pony. Aber der Tag ist doch noch gut geworden. Mit den ganzen Fino-Leuten kann man nur gute Laune bekommen! 

Stallgassenparty von Karma-Klappspaten auf Klappstühlen – Im Hintergrund der Sattel-Candy 🙂 – Foto: Jojo

Auf jeden Fall kann ich sagen: Leute, Ihr seid ein super Messe-Team! Sehr schön war auch, dass Fino-Freunde zu Besuch kamen. Man sieht sich ja so selten! Und dieser gesunde Kräuter-Schnäppes – der war übrigens sehr gut! Jedenfalls alle Auftritte haben geklappt, jeder war noch einen Ticken besser wie vorher – aber das ist jede Messe so. Man stellt sich aufeinander ein und der Sonntag-Nachmittag klappt dann immer am Besten und man geht mit einem schönen Hoch-Gefühl aus der Arena raus. Und dann ist der ganze Zauber schon wieder vorbei, man packt ein und fährt die A7 wieder nach Hause. Schade! Die Zeit geht viel zu schnell vorüber und schon hat einen der Alltag wieder.

Vielen Dank an Alle die dabei waren – und vielen lieben Extra-Dank liebe Britta und Gerd fürs Organisieren, uns fragen, ob wir mit wollen und vor allem fürs Da sein! 🙂 

Alsfeld-Barrida – Foto: Rico Abendroth (Danke Rico für die Bilder! :-))

Optimierte Gespräche?

Kaffee Karma

22. März 2019:

Unterwegs auf Deutschlands Autobahnen – Foto: Yvi Privat


Nennt mich bekloppt, aber so langsam fange ich an mich mit „optimierten“ Gesprächen* anzufreunden. Das sind Gespräche, deren Ende/Ergebnis so verläuft, wie ich das gerne möchte. Man führt sie deshalb mit sich selber. Laut. Damit die betroffene Person auch den Spiegel vorgehalten bekommt und für das nächste Mal hoffentlich dazu gelernt hat. Das eröffnet tolle neue Möglichkeiten!

Wir sind mit den Ponys unterwegs und stehen am Rastplatz. Schnell aufs Klo und dann noch ab in die Schlange vor dem Kaffee-Verkauf. Vor mir wird groß eingekauft. Oder besser gesagt, zum Leidwesen der ganzen Schlange: nicht, weil die Person vor mir sich nicht entscheiden kann.  

Die Verkäuferin guckt bereits endgenervt und hat das Angebot schon zweimal vorgelesen. 

„Entschuldigen Sie, aber meine Ponys warten draußen im Pferdehänger darauf dass wir weiterfahren können und sind etwas unruhig. Deshalb wäre ich hoch erfreut, wenn Sie Sich entscheiden könnten, was für einen Kaffee Sie nehmen wollen. So würden wir alle hier Zeit sparen. Soll ich Ihnen behilflich sein?“

Die Frau dreht sich mit Adlerblick um. Ich versuche ein gewinnendes Lächeln. 

„Wissen Sie, Sie können einfach noch mal kurz überlegen, oder Sie nehmen einfach den Double-Schokolade-Waffel-Milchschaum-Zimt-Haselnuss-Latte mit extra Sirup.“ 

Zur Verkäuferin gewandt führe ich mein Gespräch fluffig weiter „Das ist doch der Teuerste, den Sie verkaufen oder? Das wäre eine Win-Win-Situation für Ihren Laden oder?“  

Ich zwinkere ihr verschwörerisch zu. Sie schaut mich genervt an. 

Ich plappere weiter:

„Vielleicht könnten Sie mir in der Zwischenzeit schon mal einen ganz einfachen schwarzen Kaffee in so einen Pappbecher to To füllen? Geht ja auch ganz schnell.“ 

Und zwinkere ihr zu, dabei wende ich mich wieder der bestell-unfreudigen Kundin zu. 

„Man hat es ja auch nicht leicht. Steht ganz vorne in der Schlange und merkt nicht, wie genervt die anderen Menschen hinter einem sind. Man hat ja schließlich keine Augen hinten.“ 

Dazu nicke ich verständnisvoll. 

Weil die Frau wie versteinert da steht und mich anstarrt verstelle ich die Stimme und antworte für sie.

„Oh entschuldigen Sie bitte! Wir möchten doch keine Kaffee-Eskalation hier haben. So ein Mord geschieht ja so schnell! Und gerade Menschen ohne ausreichend Koffein im Blut sind so schnell reizbar. Gehen Sie doch bitte vor junge Frau, ich sehe doch, dass Sie so eine Süchtige sind, die zu aggressiven Ausfällen neigt. Ich überlege einfach noch. Dafür lade ich Sie auch zur Entschädigung ein!“

Ich verstelle meine Stimme wieder zurück.

„Wirklich!? Das ist ja total nett von Ihnen!!! Gute Frau, sie retten meinen Tag! Vielen Dank für Ihr Verständnis! Sie haben gerade richtig Karma-Punkte gesammelt!“

Mit verstellter Stimme antworte ich mir erneut selber. Hinter mir in der Schlange wird gekichert. 

„Gerne Geschehen! Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag!“

und schummle mich dabei in der Reihe nach vorne, um den bereits eingefüllten, verlockend duftenden schwarzen Kaffee entgegen zu nehmen und dann schnell weg zu sein. 

Die Frau starrt mir nach. 

Auf dem Weg nach Draußen bleibe ich dann seltsamerweise äußerst ungeschickt an der Drehtür hängen. Dramatisch flutscht der Deckel vom To Go-Becher weg, trillert ein paar Runden in der Luft und der Kaffee geht gut sichtbar verschütt. Auf meinen frischen Pullover – unter anderem. Ich verbrenne mir die Finger und fange laut und deftig an zu Fluchen. Hinter mir höre ich ein schrilles, giftiges Lachen. Die Frau, die sich nicht entscheiden konnte, schwebt mit ihrem koffeinhaltigen Milchschaum-Heißgetränk an mir vorbei und sagt gehässig: 

„Da haben Sie Ihre Karma-Punkte! Sie Idiotin!“

In meinem Kopf höre ich dazu ein imaginäres Schlagzeug: Padabusch!!!! 

Und höre dazu meine innere Stimme: „Super! Vielleicht solltest Du das Konzept mit den optimierten Gesprächen noch mal überdenken.“

Am Pferdehänger angekommen fragt mich Yvi wieso ich keinen Kaffee habe, aber danach rieche. Ich gucke sie nur böse an und sage: „Karma-Punkte Yvi! Ich habe Karma-Punkte gesammelt und sie gleich wieder verloren!“

Den nächsten Kaffee lasse ich lieber wieder Yvi holen. Aber ohne vorheriges optimiertes Gespräch… Sie bringt beim nächsten Stopp tatsächlich welchen mit und wirft mir zusätzlich eine Packung Schnaps-Pralinen in den Schoß: „Damit Du Dich ein bisschen abregst!“

Ich liebe Autobahnfahrten.  

Danke Marc-Uwe!

*Also ehrlich gesagt erst, seitdem mich Marc-Uwe Kling mit seiner Geschichte „Wackeldackel und Winke-Katze“ (aus den „Känguru-Apokryphen“) darauf gebracht hat. Man sollte viel mehr Känguru in seinen Alltag implementieren!

Raubzüge im Baumarkt?

Horse Agility – Teil 2 – Wir bauen uns ein Ponyspielzeugparadis- oder Basteln mit Bekloppten!

Mit Absperrband kann man so viel anstellen! – Findet der Zwerg zwar prinzipiell doof, aber was will er schon machen – danach gibts wenigstens Belohnung! – Foto: Privat

15. März 2019:

Nachdem wir jetzt wissen, was Horse Agility ist, brauchen wir noch ein paar Hindernisse. Wir erinnern uns: alle Hindernisse lassen sich auf diese sechs Typen zurück führen: 

Slalom – Stangengasse – Brett/Planke – Gasse – Halbreifen – Sprung, kombiniert und variiert sind die Möglichkeiten unendlich. Ich habe ein paar Tipps für kreative Bastler und alle, die es noch werden wollen:

Slalom:

Einfachste Möglichkeit: Nehmt einfach Eimer (oder die bekannten IKEA-Pipi-Töpfchen)! Sie sind billiger wie die rot-weißen Hütchen und man bekommt auch weniger Ärger, als wenn man wiederrechtlich an Straßenbaustellen anhält und versucht Baustellen-Hütchen zu klauen. 

Natürlich tun es auch einfache Steine. 

Wenn man ein höher-sichtbares Slalom haben möchte helfen einem Weidepaddock-Stickel. Oder Stickel in Kombination mit Unterstellböcken für Autos (da kann man Sachen fest rein packen) oder schlicht und einfach wieder Eimer (gefüllt mit Sand o.ä.). Da kann man auch prima Stangen reinstecken. Von Saller-Sport gibt es günstige Slalomstangen (die haben auch tolle Slalom-Ständer). Auch bei Decathlon findet man für wenig Geld Slalom-Kegel und Slalom-Stangen. 

An die Slalom-Stangen kann man auch wieder Flatter-Band ran basteln, dann wird es noch gruseliger. Ihr merkt schon: man bekommt von ganz alleine gute Ideen, wenn man Dinge zum Kombinieren hat!  

Stangen:

Wer keine stabilen Hindernis-Stangen hat, oder die professionellen blau-gelben Dualgassen, kann sich einfach mit Weidestickeln behelfen. Oder Bretter in verschiedenen Längen, die kann man als Begrenzungen auch toll benutzen, ohne dass sie verrutschen. Haas-Pferdesport bietet übrigens verschiedene Stangen-Sorten an: Ummantelt mit Plastik, diese viereckigen Quadrat-Soft-Stangen und passende Hindernisständer. Das alles gibt es natürlich auch bei ganz vielen anderen Pferdebedarfs-Herstellern. Alle Namensnennungen hier sind nur Beispiele. Man muss sich einfach nur durchs Internet klicken und suchen. Bestimmt findet man auch bei Ebay Kleinanzeigen oder in der benachbarten Schreinerei günstige Stangen. Oder man hat einen Bastler am Hof – da haben wir ja Glück. 🙂

verschiedene Stangen: Vierkant-Holz (Reste Baustelle), einfaches Brett (Reste Zaunbau), angemalter Weidestickel aus Holz (nicht so schwer wie normale Springstangen) – Foto: privat

Brett/Planke: 

Sagt ja schon der Name. Da sollte man tatsächlich zu Holz greifen. Vor allem, wenn man das Brett als Wippe definieren möchte. Wobei man natürlich super mit verschiedenen Materialien beim „normalen“ rüberlaufen spielen kann. Eine Plastikplane im Baumarkt ist nicht teuer und verbirgt so viele Möglichkeiten.

Beim Schweden gibt es diese klappbaren Joga-Matten (Plufsig): die bringen auch richtig Spaß. Man kann sie Falten und auch als Podest benutzen, man produziert auch beim drüber-Reiten richtig lustige Geräusche! Das sind alles tolle Übungen für die Ponys. Für Podeste kann man die bekannten Euro-Paletten verstärken und benutzen. Überall wo Pferde erhöht stehen sollen, muss man aber noch mehr auf Sicherheit und Tragkraft achten. Also nicht einfach einen Strohballen nehmen und eine dünne OSB-Platte drüber legen…. aber so doof ist hoffentlich niemand. 

Podest kann man auch zu zweit machen! (Kurs 2017) – Foto: privat

Gasse:

Habt Ihr schon mal an Balkon-Sichtschutz gedacht? Die eigenen sich toll für Gassen! Sie sind nicht so schwer und mann kann sie gut mit den Stangen und Halterungen zu Gassen umfunktionieren. Oder man nimmt einfach diese paravent-artigen Sichtschutz-Dinger vom Baumarkt. Wenn man sich mal intensiv mit Rohren/Drainagerohren beschäftigt, kann man sich auch ganz toll ganze Tunnel bauen. Steckrohr-Systeme und Plastikplanen oder alte Bettdecken können da richtig tolle Dinge zaubern! Ganz toll sind auch diese Schwimm-Nudeln/Pool-Nudeln, die kann man auch als Stangen und Gassen benutzen. 

Halbreifen:

Taucht einfach in die Welt der Drainagerohre, Muffen, Steckmuffen, T-Drainage-Rohre, ect ab, das ist ein wahres Quell an kreativen Bastellideen. Einfach mal „Drainagerohre“ googeln oder gleich im Baumarkt shoppen gehen. Baumärkte sind sowieso tolle Quellen für gute Ideen! Und sich dann Halbreifen, Gassen und Tunnel bauen. Das ist fast so toll wie Lego spielen! Und wer von Euch hat in seiner Jugend nicht mit Lego gespielt?

Übrigens: In die Welt der Drainagerohre tauche ich noch ab … bisher war dazu noch keine Zeit!

Jacinto wird immer mutiger! – Foto: privat

Sprung:

Wer keine Hindernisstangen und Sprungständer hat, kann sich mit Strohballen (oder wieder den bekannten sandgefüllten Eimern oder gestapelten Pipi-Töpfchen ect.) behelfen. Bei IKEA gibt es bezogenen Stoff-Kisten für die Kallax-Regale (FYSE), die kann man nebeneinander stellen und die Pferde springen lassen. Beim schwedischen leckeren Zimtschneckenverkaufenden Möbelhändler gibt es auch ganz tolle Kinderspielzeuge, die sich super als Hindernisse umfunktionieren lassen. Ich sag nur Tunnelrolle BUSA (45 cm x 145 cm)! Wir lieben sie. Und sie ist erstaunlich robust! 

Foto: Yvi Tschischka, Dea und Diosa Juli 2012 – Schecken für alle Fälle!

Ihr seht, wenn man mal damit angefangen hat, sind die Ideen und Möglichkeiten unendlich! 

Ganz neu in unserem Sortiment: Ein klappbarer Tunnel!

Den hat Dieter uns gebastelt und jetzt können wir damit üben! Vielen Dank!

Zwei Module zum Einhängen in die Hallenwand mit Klapp-Scharnier (damit man es wieder wegräumen kann) – und als Luxus noch Verstärkungen zum Einhängen für die Tunnelwand! – Genial und Einfach! – Foto: privat

An diesen Tunnel könnte man auch Dinge binden und so eine Flatter-Gasse simulieren … Ihr seht schon, beim Angucken der Bilder kommen mir schon wieder neue Ideen!

Fertiger Tunnel von Innen – einfach Plane darüber schmeißen – Fertig! – Foto: privat


In diesem Blog-Beitrag kommt Werbung durch Namensnennung vor. Es gab keine Produkt-zur-Verfügung-Stellungen – Wenn was gekauft wurde, dann von eigenem Geld. Oder vom Geld anderer Einsteller. Oder Dieter hat uns was gebastelt. Außerdem müssen wir unbedingt noch Fotos von mehr Hindernissen machen! Das Benutzen und Bauen macht nämlich riesig Spaß!

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