Del Cavador

Warst du schon wieder bei Pete Kreinberg?

26.03. bis 27.03.2011

Am Wochende war ich mit Diosa am Sternberghof. Dort fand der erste Kurs dieses Jahres mit Pete Kreinberg statt. Wir arbeiteten auch dieses Mal wieder in Gruppen von drei bis vier Pferden, zweimal am Tag. Bereits am ersten Tag konnte man deutliche Fortschritte und einige Aha-Erlebnisse feststellen. Einige Teilnehmer sind ja bereits das zweite oder dritte mal dabei. Pete konnte so auf einer bereits gut vorgearbeiteten Basis weiter aufbauen. Er hat übrigens auch bei allen „Mehrfachtätern“ gute Fortschritte loben können.

Dieses Mal hat sich Pete auch selber auf einige Pferde gesetzt um eindrücklich zu zeigen, wie „Gentle Touch“ funktioniert. Es ist wirklich erstaunlich was man alles „nur“ mit dem richtigen Sitz bei einem Pferd erreichen kann.

Das faszinierende an Kreinberg ist: der Mann kann tatsächlich richtig gut reiten. Er braucht keine besonderen Hilfsmittel. Kreinberg verkauft keine besondern Longen, Halfter, Gerten, Clicker oder sonstigen Dinge. Er hat seinen Körper. Den setzt er richtig ein und jedes Pferd funktioniert. Das fasziniert einfach. Und das Tolle an seinem System – es ist im Prinzip keine große Kunst. Jeder kann das lernen. Man muss „nur“ seinem Pferd zuhören und ihm die Gelegenheit geben Dinge richtig zu machen. Je einfacher desto effektiver. Die meisten Probleme hat nämlich nicht das Pferd. Die meisten Probleme hat der Reiter, der sein Pferd mit ungenauen Signalen verwirrt.

Ich habe unter anderem das Problem, dass Diosa beim Rückwärts gehen dazu neigt schief zu werden. Die simple Lösung dafür ist: nimm doch einfach dein ganzes Bein zwei Zentimeter zurück. Funktioniert. Das hat mich schon zur Verzweiflung getrieben. Bein zurück und es klappt. Ganz simpel.

Mit solchen kleinen Tipps schafft Pete es aus unharmonischen Pferd-Reiter-Konstellationen Einheiten zu formen. Paare, die sich gegenseitig zuhören und fein aufeinander reagieren. Und was ich noch toll finde: Pete erkennt wunderbar wo die tatsächlichen Schwächen und Probleme liegen. Er hat Diosa und mich genau dort abgeholt und uns weiter geholfen.

Pete hat bei der Vorbesprechung einen sehr schönen Vergleich gebracht. Reiter(innen) und ihre Pferde. Die meisten haben einen absoluten Tunnelblick. Sie sitzen am Grund eines Brunnens und schauen nach oben. Da gibt es keine Möglichkeit in andere Tunnel zu blicken. Jeder sieht nur seine eigenen Mauersteine. In jedem Brunnen sitzt also ein Reiter und Pete tanzt auf den Brunnenschächten oben entlang und schaut immer mal nach unten. Somit hat der unten Sitzende einmal die Möglichkeit den Blick zu erweitern. Ein lustig-treffender Vergleich wie ich finde. Und ich hoffe, mein Blick bleibt offen für gute Ideen!

Um die Zeit bis zum nächsten Kreinberg-Kurs zu überbrücken, habe ich jetzt doch etwas bestellt, was Pete verkauft. Zwei Bücher. Vielleicht erinnere ich mich so an mehr gute Tipps für die Zwischenzeit und die flauen Phasen, die sich bestimmt wieder einschleichen werden.

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