Del Cavador

IGV-Richtertagung?

3. Februar 2013:

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung der IGV fand am Sternberghof eine Richtertagung zum Thema „Reiten und Richten von Paso Finos“ statt. Doris und Reini Sperber luden ein und circa 40 interessierte Gangpferdefreunde nutzen die Gelegenheit, um tiefer in die Materie Paso Fino hinein zu schnuppern. Begonnen wurde mit einem theoretischen Teil über den Körperbau und die verschiedenen Typen des Paso Fino. Als Anschauungsobjekte am Boden dienten der Performance-Hengst Merengue und die Country-Pleasure Stute La-Ti-Da (Doris neue Falbscheckstute). Zwei sehr gegensätzliche Typen Paso Fino.

Danach zogen wir in den extra geheizten und zum Konferenzraum umgebauten Stall um. Dort wurde das theoretische Wissen noch mit Filmen aus USA und Columbien vertieft. Nebenbei konnte man sich bei Kaffee und Kuchen aufwärmen. Doris und Frederik erläuterten die Entwicklung der Paso Finos in den USA und den Ursprungsländern in den letzen zwanzig Jahren sehr anschaulich. Weiter ging es mit Fragen zum Reiten, der Ausrüstung und dem Training.

Nach dem theoretischen Teil war erst mal eine kleine Stärkung angesagt. Es gab Gulasch aus der Gulaschkanone, belegte Brötchen und Zeit für Gespräche. Frisch gestärkt und aufgewärmt kamen wir nun zum praktischen Teil. Es gab echte Pferde in Aktion zu sehen.

Diosa/Yvi und Limo/Christine
Diosa/Yvi und Limo/Christine – warten auf die „Prüfung“, Foto: privat

Begonnen wurde mit einem kleinen Ausflug in die klassische Reiterei. Dann konnten die Teilnehmer die verschiedenen Typen der Finos beurteilen und richten. Begonnen haben die Country Pleasure Pferde: Kapoho mit Bianca, Diosa mit Yvi und Limoges, die ich reiten durfte. Limoges ist erst seit kurzem nach der Babypause wieder in Training und noch dementsprechend unsicher, aber sie macht Spaß und mal abgesehen von der schicken Farbe entwickelt sie einen rhythmischen Tölt, der sich auf jeden Fall zukünftig in einer Pleasure Prüfung sehen lassen könnte.

In der zweiten Abteilung waren dann die Pleasure Pferde. Providencia mit Nadine, Safarina mit Sandra, Matraca mit Bianca. Auch hier durfte ich mit einem mir fremden Pferd mitreiten – Policarpa. Ich mag dieses Pony ja sowieso, sie ist die ultimative Töltlokomotive. Sie macht einfach nur Spaß.

Doris hat in der Zwischenzeit weiter erzählt. Leider konnte ich nicht genügend mithören, weil ich ja mit Reiten beschäftigt war. Aber es gab während der ganzen Zeit viele interessierte Fragen und Kommentare aus den Reihen der Zuschauer.

Naturgemäß war die Gruppe der Performance und Classic Fino Pferde dann geringer bestückt. Ensueno als klassischer Performance wurde gezeigt und Borrasca als Classic Fino. Im Anschluss gab es noch einmal eine große Gruppe unterschiedlicher Pferde gemeinsam in der Halle zu sehen und auch die Möglichkeit einen Paso Fino mal selbst zu reiten, was auch gut angenommen wurde.

Fazit: Ein gelungener Tag, der sicher wieder etwas mehr Licht ins Dunkel der Frage: „Was ist ein Paso Fino? Und kann man mit dem auch vernünftig Reiten?“ gebracht hat. Der Paso Fino ist einfach viel mehr als das hektische Trippelpferd. Ein Bild, welches leider noch in vielen Köpfen verankert ist. Aber die hektischen Trippler überwiegen in Europa eben nicht. In Europa sind Paso Finos Pferde, die ihre Reiter unermüdlich durchs Gelände tragen und sich ganz vielseitig in allen Gangarten einsetzen lassen. Und deshalb sollte auch beim Richten und Beurteilen der lockere und rhythmische Tölt im Vordergrund stehen und nicht das verspannte „Trippeln“.

Vielen herzlichen Dank an unsere Gastgeber und die vielen fleißigen Helfer im Hintergrund, die diesen gelungenen Tag ermöglicht haben.

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