Del Cavador

Fliegerzwerg?

13. – 14. April 2013:

Seitdem wir auf unserem Reitplatz ein paar Stangen herumliegen haben, beschäftige ich mich ein bisschen mit dem Thema „Springen“. Also eigentlich eher Stangenarbeit. Sprich ein paar Trabstangen oder einzelne kleine „Hüpfer“ machen. Gerade bei den Trabstangen habe ich gemerkt, sie helfen Jacinto sich zu koordinieren und machen ihn lockerer. Durch Trabstangen hat er auch gelernt unter dem Reiter zu Traben. Falls er sich soweit entspannt, dass er an Traben denken kann. Ist bei Jacinto ja nicht immer so einfach.

Per Zufall habe ich im Internet einen Springkurs im benachbarten Großlangheim (www.reitclub-am-schwanberg.de) entdeckt, der nicht, wie die meisten Kurse die so um uns herum angeboten werden als Turniervorbereitung gedacht war, sondern explizit für Anfänger und eher unter dem Thema Springgymnastik. Das klang interessant. Also haben wir uns kurzfristig angemeldet und beschlossen: Paso Fino goes Jumping! Yvi und Diosa waren auch so mutig mitzukommen. Wenn man bedenkt, dass Yvi überhaupt gar keine Springambitionen hat, zeigt das doch, wie gut Diosa und Yvi inzwischen als Team funktionieren.

Der Kurs (also sprich die zwei Springstunden, die wir mitgemacht haben) wurde von Frauke Hein (www.rtc-aischgrund.de) geleitet. Angefangen haben wir mit einzelnen Stangen am Boden, um erst einmal zu sehen, wie die Pferde überhaupt reagieren. Systematisch hat sich die „Springleistung“ dann bis zum Ende gesteigert. Am Ende der Stunde durchsprang jeder Teilnehmer einen kompletten kleinen Parcours.

Am nächsten Morgen war dann die zweite Stunde. Da war dann der Anspruch schon deutlich höher. Hier war dann der Focus eher auf In-out-Sprünge, bzw. Kombinationen. Alles nicht sehr hoch, aber schon kniffelig für (zumindest unsere ungeübten) Ponys. Davor hatte ich schon Respekt. Aber meine ganze Angst war total unbegründet. Jacinto ist gesprungen wie ein alter Hase. Er hatte eine Freude an den Springübungen und ist richtig gut mitgegangen. Die Kombinationen hat er prima taxieren können und ist flüssig und fast souverän gesprungen. Da schlummern ungeahnte Talente bei ihm. Abschließen konnten wir hier wieder mit einem richtigen Parcours. Ich bin fast am überlegen, einmal eine Springprüfung zu starten. Allerdings bin ich nicht sicher, ob man da mit Bosal starten darf.

Yvi und Diosa haben auch super mitgemacht und sich tapfer geschlagen, aber Yvi wird wohl eher bei den Nichtspringreitern bleiben. Vor allem aber Diosas Trab über die Stangen finde ich sehr ausdrucksstark. Jacinto und mich wird man bestimmt wieder in Großlangheim sehen. Das hat wirklich richtig Spaß gemacht und war komplett anderes wie sonst. Und mal ganz ehrlich, in dieser tollen, großen Halle macht das Reiten auch richtig Spaß.

Fazit: Eine gelungene Abwechslung für uns und ein schöner Blick über den Tellerrand. Frauke Hein hat uns gut geführt und hat auch die Eigenheiten der Paso Finos akzeptiert und uns da nicht versucht hineinzureden, was Reitweisen angeht. Was ich sehr gut finde. Zum Abschluss der ersten Stunde hat sie sich sogar auf Diosa geschwungen und ist ein paar Runden getöltet, was super geklappt hat. Der erste Kommentar war: „Mensch, das ist ja bequem!!!!“ … sprach‘s und töltete locker flockig um die Hindernisse herum mit diesem verdächtigen Lächeln im Gesicht …

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