Del Cavador

Fliegende Finos?

05. – 08. Dezember 2013:

Aktionsring Halle 21, Foto: Basti Hoinza
Aktionsring Halle 21, Foto: Basti Hoinza                                                                                                                                                                     (leider war meine Hausfotografin nicht dabei, aber Basti hat trotz meiner miesen Kamera akzeptable Bilder hinbekommen – Dankeschön! 🙂 )

Pferd & Jagd 2013 – „offizieller Teil“:

Auch dieses Jahr waren die Paso Finos im Rahmen der IGV wieder mit auf der Messe Pferd & Jagd in Hannover. Diesmal neu in Halle 21 angesiedelt hatten wir richtig viel Standfläche und konnten uns richtig schön ausbreiten. Es entstand sozusagen ein kleines Gangpferde-Dorf, in dem man an jedem Stand gut versorgt wurde. Sei es mit Informationen, Flyern, dem neuen IGV-Jahrbuch oder mit kleinen Naschereien, Kaffee, Getränken. Alle Stände waren perfekt ausgerüstet. 

Gewusel am Stand, Foto: privat
Gewusel beim Aufbau des Standes, Foto: privat

Stephan Vierhaus hatte in den untiefen seines Stephan-Mobils sogar ein stabiles Regal mit einem Fernseher und DVD-Player, so dass den ganzen Tag Gangpferde auch in filmischer Aktion gezeigt werden konnten. Echt peruanisches Equipment konnte man an einem großen Schaufensterpuppen-Pferd bewundern. Am Paso Fino-Stand gab es einen beleuchteten Weihnachtsbaum mit kleinen glitzernden-Fino-Anhängern. Wir sollten uns überlegen damit in Produktion zu gehen – es waren mehrere Leute da, die versucht haben die Anhänger zu kaufen. Als Lese-Schmankerl gab es das neue IGV-Jahrbuch druckfrisch direkt zur Messe geliefert.

An Pferderassen waren neben den acht Paso Finos auch noch die Rocky Mountain Horses, die Töltenden Traber, Paso Peruanos, Tennesee Walking Horses und Kaja Stürenberg mit Nuno als Vertreter der Paso Iberoamericanos dabei. Dieses Jahr war das Konzept der Messe so, dass in der großen Show-Arena nur Wettbewerbe/Turnierprüfungen und große Shows gezeigt wurden und die ganzen Rasse-Präsentationen direkt in der Messehalle 21 im Aktionszirkel zu sehen waren. Was den Vorteil hatte, dass wir näher am Publikum waren, gerade weil der Aktionszirkel auch in der selben Halle aufgebaut war wie unsere Standfläche. Und wir hatten mit 15 Minuten Präsentation auch wesentlich mehr Zeit unsere Pferde zu zeigen und zwar alle zusammen. Das heißt man hatte die Gelegenheit alle Gangpferde im direkten Vergleich zu sehen. Hautnah und über einen vernünftigen Zeitraum. Insgesamt fanden trotz Sturmtief „Xaver“ insgesamt 79.000 Besucher den Weg zur Messe und 800 Aussteller waren in den verschiedenen Hallen zu finden. Sogar für uns Messeteilnehmer viel zu viele Stände, um die Messe komplett zu sehen.

Paso Finos im Aktionsring, Foto: Basti Hoinza
Paso Finos im Aktionsring, Foto: Basti Hoinza (leider schlechtes Licht und schlechte Kamera!)

Jeden Tag um 12.45 Uhr hieß es also Gangpferde in Halle 21 bestaunen. Stephan Vierhaus moderierte unseren Auftritt auch gekonnt und situationsgerecht was natürlich auch viel besser ankam als die ansprechende, aber sonore Stimme des Vorlesers in der großen Arena, der einen vorbereiteten Text vom Blatt abliest ohne groß auf die jeweilige Aktion einzugehen, einfach weil er die Rassen und Reiter nicht kennt. Der Ablauf war täglich gleich. Alle Gangpferde kamen zusammen in die Arena, zeigten Tölt in der Bahn – was trotz so vielen (und einigen messeunerfahrenen, jungen oder frisch importierten) Pferden richtig gut geklappt hat. Dann wurden die Pferde aufgestellt und jede einzelne Rasse wurde auf der Bahn vorgestellt. Zum Abschluss drehten wir dann wieder alle zusammen ein paar Runden. Wir hatten schöne, geordnete Vorstellungen. Trotz der vielen Pferde gab es kein Gedränge. Ich fand es positiv, dass die Zuschauer die Möglichkeit hatten über längeren Zeitraum die Pferde (und Reiter) zu beobachten und auch im direkten Vergleich die verschiedenen Rassen zu sehen. Ich bin mir sicher, wir hätten auch noch ein paar Pferde mehr in den Ring bekommen!

http://youtu.be/gmD0zJwxpAs

Stephan konnte auch noch Extra-Zeiten für uns organisieren. Am Freitag Nachmittag durften zwei Paso Finos mit in den Cavallo-Ring in Halle 26 um Kaja Stührenberg mit Nuno ein bisschen zu unterstützen. Dort moderierte Stephan unter dem Titel „Tölt im System der klassischen Reitkunst“ dressurbasiertes Reiten von Gangpferden. Wir Paso Finos stellten dabei feines Reiten auf feinen Pferden dar und die verschiedenen Ausbildungsgrade. Ein Pferd im Bosal (Cuy) und eines auf Kandare (Florencia) geritten vorgestellt in lockerem, entspanntem Tölt und Trocha. Und ich muss sagen, je kleiner der Aktionszirkel ist und je enger das Publikum um einen herum steht, desto schwieriger ist es.

Cavallo-Aktionszirkel mit Kaja Stührenberg und Stephan Vierhaus, Foto: Basti Hoinza
Cavallo-Aktionszirkel mit Kaja Stührenberg und Stephan Vierhaus, Foto: Basti Hoinza

Am letzten Messe-Tag, dem Sonntag bekamen alle Gangpferderassen zusammen noch eine halbe Stunde zusätzliche Auftrittszeit zur Verfügung gestellt. Wir Paso Finos hatten die Gelegenheit innerhalb zehn Minuten eine Solo-Vorstellung unsere Rasse zu präsentieren.

Resüme:

Insgesamt waren die Paso Finos mit acht Pferden und Reitern mit mindestens noch einmal so vielen Helfern am „Boden“ und am Stand sehr gut dabei und konnten uns positiv präsentieren. Einen ganz großen Dank an alle die dabei waren und die für die Rasse Paso Fino ihre Freizeit und ihr Weihnachtsgeld geopfert haben, keine Kosten und Mühen gescheut haben und tatkräftig mitgeholfen haben.

Als Reiter und Helfer (in Klammern dahinter) mit dabei waren:
Alexandra Rau – Esperanza
Babs Moorhouse – Florencia (Michael Bruckmann)
Britta Mülle – Brujula (Gerd Mülle)
Carolina Rathgens – Ophelia (Frederike Rathgens, Anna Carolina, Sophia Borenius)
Christine Griebel – Pastiz
Meike Wolf – Sinergia (Florian Wolf)
Nadine Hoinza – Cuy (Basti Hoinza)
Stanley Paul – Machiavelli (Johanna Paul)

Und natürlich haben wir uns gegenseitig auch an den verschiednen Ständen ausgeholfen. Vor allem das „Hüten“ des jungen Hundes von den Rockys war ein begehrter Job.

Hundesitter am Stand - heiß begehrter Job! Foto: privat
Hundesitter am Stand – heiß begehrter Job! Foto: privat

Pferd & Jagd 2013 – „Inoffizieller Teil“:

Messe ist ja auch immer Abenteuer. Im Vorfeld hatten wir etwas mit kaputten Autos zu kämpfen, aber pünktlich zur Messe war alles wieder in Ordnung. In diesem Jahr durfte ich als Leihpferd „Pastiz“ von Nadine Hoinza reiten. Ich hatte also die große Ehre „Pastiz“ allerersten öffentlichen Auftritt aktiv zu gestalten. Und ich muss sagen, als Cosmos-Kind mit einer gewissen Coolness ausgestattet, er hat das richtig gut gemacht. Natürlich war da der ein oder andere Hüpfer dabei. Am Anfang war ihm auch das Publikum, das ja wirklich hautnah an der Abgrenzung stand etwas suspekt, aber er hat toll mitgemacht und war auch während der ganzen Zeit äußerst entspannt. Natürlich auch weil sein Kumpel „Cuy“ dabei war, den Nadine selber vorgestellt hat. Hier noch einmal vielen lieben Dank an Nadine, die mir ihren fuchsfarbenen „Kasperkopf“ geliehen hat.

Pastiz - Kasperkopf und Halbbruder zu Diosa, Foto: privat
Pastiz im Messestall – Kasperkopf und Halbbruder zu Diosa, Foto: privat

Alle Pferde waren ziemlich relaxed, die Reiter routiniert. Hinter den Kulissen hat alles gut geklappt. Die Pferde sind in einer eigenen riesigen Messehalle in Boxen untergebracht, wo man dann auch den ein oder anderen „berühmten“ Pferdemenschen treffen kann und auch sehen kann, wie die Profis sich so hinter den Kulissen verhalten, was auch immer sehr interessant ist. Lästig waren einzig die ziemlich langen Wege auf dem Messegelände. Insgesamt war der Weg vom Fino-Stand bis zum Boxen-Trakt hin und zurück „läppische“ zwei Kilometer lang. Also waren wir auch Bewegungstechnisch gut dabei. Gut war dieses Jahr, dass der Abreiteplatz von Kutschen befreit war, man musste also nicht den eher knappen Platz auch noch mit den Kutschenfahrern teilen.

Am Donnerstag Abend fand die bereits traditionelle „Stand-Party“ der IGV statt. Alle Gangpferdeleute trafen sich um bei Gulasch- und Kartoffelsuppe, viel zu viel Baguette, selbstgebackenem Kuchen und Dresdner Christstollen mit Sekt und Selters anzustoßen und sich ein bisschen auszutauschen. Immer eine nette Gelegenheit nach dem täglichen Messe-Stress mal Neuigkeiten auszutauschen oder neue Leute kennen zu lernen. Die restlichen Abende ließen wir entweder im bewährten Parkhotel oder beim Italiener in Sarstedt ausklingen. Raubtierfütterung sozusagen. Von dem vielen herumlaufen waren wir immer ganz schön Hungrig.

Unser Stand war auch immer gut besetzt. Wir hatten insgesamt viel zu viel Essen und zu Trinken dabei. Feste Anlaufstation war auch die Senseo-Maschine vom Wolfshuus. Und  dank Nadine und Basti konnte ich ein neues Getränk erfinden – den „MaKi“. Ein sehr leckeres Fruchtgetränk aus Mango- und Kirschsaft, direkt erweiterbar als Alkohol-Cocktail. Sehr erfrischend. Apropos Basti, Nadines Mann hat uns immer wieder erstaunt, musste er doch ständig irgend welche Erledigungen machen (Weihnachtsbaum kaufen, Getränke kaufen) aber irgendwie hat er es immer geschafft sich die Stände auf den Messen genau anzusehen und uns dann mit Dingen zu verblüffen die er gesehen, erlebt oder erbeutet hat. Er hat Schuhsohlen angeschleppt von einem Stand bei uns in der Halle, der tolle Sattelpads herstellt. Die Firma Quittpad wirbt mit Giveaway-Schuhsohlen aus dem selben Material, aus dem auch die Pads bestehen zum Selber testen sozusagen. Eine tolle Idee und auch tolle, warme Schuhsohlen! Dementsprechend war dann ein Großteil des Fino-Standes immer mal wieder am Schuhsohlen schnorren. Sattelpads haben wir gleich mit ausgeliehen um sie live zu testen. Das Testpad habe ich gerade im Stall und werde noch darüber berichten.

Um meine beginnende Erkältung zu stoppen hat er mich zu einem Ingwer-Stand geschleppt und ich durfte scharfen Ingwer essen. Dann hat er uns noch eine der Jagd-Hallen geschleppt und wir haben schießen mit Gewehr geübt. Der betreuende Schütze hat Nadine und mich als „Flintenweiber“ bezeichnet, als wir Basti dann fast in Grund und Boden geschossen haben. Er meint natürlich es wäre schwieriger gewesen Freihand zu schießen und wir wären ja bevorteilt gewesen mit aufgestützten Gewehren. Das war auch einmal eine interessante Erfahrung.

Letztendlich war die Zeit nach vier Tagen vollem Programm dann doch viel zu schnell vorbei und es hieß wieder Abschied nehmen von allen Gangpferde-Mitstreitern, liebgewonnenen Freunden und einer spannenden Zeit. Es ist einfach viel zu Schade, dass wir uns alle viel zu selten sehen. Die nächste Pferd & Jagd findet übrigens vom 04.-07.12.2014 wieder in Hannover statt.

Machiavelli und Pastiz auf dem Weg zum Aktionsring, Foto: Basti Hoinza
Machiavelli und Pastiz auf dem Weg zum Aktionsring, Foto: Basti Hoinza – Man beachte meine schicke Nikolaus-Geschenk-Jacke mit dem del Cavador-Logo! Eine Überraschung von Nadine Zäh, die ich direkt ins Hotel geschickt bekam! *freu*

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