Del Cavador

Was war 2013 für ein Jahr?

24. Dezember 2013:

Ein erneutes äußerst turbulentes Pferde-Jahr möchte Revue passiert werden. Angefangen hat es mit unserer ersten hofeigenen Veranstaltung: Dem ersten Eisbärenritt im Januar. Eine Truppe gestandener Reiter traute sich bei frostigen Temperaturen auf die Cabalgata-Strecke und beim anschließenden Grillfest fanden sich überraschend viele Besucher ein. Die Franken sind schon ein harter Haufen! Jedenfalls hatten wir so viel positive Resonanz, dass wir gleich am 04.01.2014 den nächsten Eisbärenritt veranstalten. Diesmal sogar mit einer Tombola! Lasst Euch das nicht entgehen! Allgemeines Grillfest am Hof ist ab ca. 15.30 Uhr.

Im Februar fand dann die Richtertagung der IGV am Sternberghof statt. Thema: Paso Fino. Hier hatten Diosa und Yvi ihren ersten öffentlichen Auftritt. Ich habe ihr übrigens erst hinter her verraten, dass das da ein Haufen bekannter Gangpferdetrainer im Publikum saßen. Eine Woche später war dann der Reitkurs mit Stephan Vierhaus am Sternberghof, der uns für Diosa und Jacinto wieder viele gute Ideen gezeigt hat. Im April habe ich entdeckt, dass Jacinto Talent zum Springpony hat. Wir haben einen zweitägigen Springkurs absolviert und Jacinto war mit Feuereifer dabei. Seitdem ist er nur noch als „Fliegerzwerg“ bekannt. Wir gönnen uns seit dem immer mal wieder zwischendurch eine Springstunde im benachbarten Reitverein und haben dabei eine Menge Spaß. Nadine und ich waren im windigen April beim ersten Ritt dieses Jahr. Erst verschlug es uns nach Bechhofen zum Orientierungsritt mit dem Thema Märchen und dann verschlug es uns die Sprache, weil wir auch noch gewonnen hatten.

Fliegerzwerg die Zweite - Foto: Yvi Tschischka
Fliegerzwerg in Aktion – Foto: Yvi Tschischka

Im Mai war dann wieder Fortbildung angesagt: Shaw Laney war am Sternberghof und wir haben uns Anregungen geholt. Weiter haben wir Zuwachs bekommen. Einen „kleinen“ Hofhund namens „Taimi“ – inzwischen nennt sie aber jeder liebevoll oder schimpfend nur noch „Muff“ – und zwei Einstellerpferde. Mit Diosa war ich in Untersambach beim ersten Paso Fino Turnier nach ihrer Baby-Pause. Sie hat sich gewohnt entspannt präsentiert. Ich werde schon gewitzelt, weil ich wohl ziemlich der einzige Fino-Reiter bin, der mit Gerte startet. Aber Frau Sumpf findet es sinnlos sich für im Kreis rennen anzustrengen. Was natürlich für sie spricht. Kluges Pony. Kommt man doch immer wieder am Ausgangspunkt an. Resi hatte beim traditionellen Pfingstritt in Ochsenfurt ihren ersten öffentlichen Auftritt. Mit Fénix/Nadine und Diosa/Yvi zeigten wir so viele Paso Finos wie nie auf einen Haufen in Ochsenfurt. Und ein ganzer Haufen bedeutet in dem Fall immerhin drei Pferde.

Der Juni begann mit einem Highlight diesen Jahres – der Waldmeisterschaft von Doris Sperber und dem Sternberghofteam. Ein Tag voller Spaßprüfungen und lustiger Verkleidungen, von Dackelweitwurf über Trail, gewürzt mit Spaß und guter Laune und leckeren Käsebaguettes. Auch hier war das Zykloopenhof-Team mit vier Pferden dabei. Besonders stolz war ich auf meine Resi, die diesen Tag richtig gut mitgemacht hat. Genial ging es dann weiter mit dem jährlich-obligatorischen Kreinbergkurs. Auch hier war ich mit Hopse-Resi dabei und wir konnten an ihren eingefahrenen Mustern arbeiten.

Resi - Foto: Yvi Tschischka
Resi – Foto: Yvi Tschischka

Es folgte ein schöner Sommer mit lustigen Orientierungsritten in Bad Windsheim, in Eisingen, in Kosbach, in Hohenholz und insgesamt viel zu viel Hitze. Darum war bis Mitte August überhaupt nicht an ernsthaftes Training oder anstrengendere Dinge wie Gras holen zu denken. Der Gefrierschrank am Stall sorgte für dauernden Wassereisnachschub. Dafür hatten wir dann Ende August beim Orientierungsritt der Poenleinsmühle Dauerregen und Unwetterwarnung. Aber es war trotzdem richtig lustig dort.

Im September habe ich mich breitschlagen lassen mit Nadine zusammen den Kirchweihumzug in Rödelsee zu bereichern. Als Pferdeführer von Kleopatra und Cäsar. Aber eigentlich weiß ja jeder, dass es bei den Römern noch keine Paso Finos gegeben hat. Ein weiters Highlight in diesem Jahr war dann die IDMG in Aegidienberg. Lange habe ich mich gefreut hier einmal zu reiten und es war ein tolles Turnier mit einer tollen Truppe. Besonders stolz war ich auf Jacinto, der konstant eine super Leistung auf dem Turnier gezeigt hat. Und natürlich auf Yvi und Diosa, die sich ebenfalls tapfer geschlagen haben auf ihrem ersten gemeinsamen Turnier. Frisch aus Aegidienberg zurück haben wir dann noch beim ersten Hoffest von Rancho Paraiso mitgemischt. Ich durfte zusammen mit Ursula Richter spielen und anschließend haben wir erstmals unsere „Tütensumpf“-Nummer gezeigt. Cooles Pony, dieser Schecke! Der September war neben dem Mai und Juni einer der anstrengendsten Monate dieses Jahres. Aber er wurde entlohnt mit einem entspannten Besuch im Norden bei Wolfshuus und einer abschließenden wunderschönen Hochzeitsfeier von Nadine und Sebastian Hoinza in Salzgitter.

Strohacker-Sumpf, Foto: privat
Strohacker-Sumpf, Foto: privat

Im Oktober war dann der letzte Orientierungsritt in diesem Jahr. Der Ritt durch den Mystischen Tannenwald in Tauberbischofsheim. So schließt sich der O-Ritt-Kreis, angefangen mit Märchen und endet mit Mythen. Das lässt so gesehen viel Raum für Interpretationsversuche. Im November war dann der große Tag von Nadine und Johannes. Die beiden haben standesamtlich geheiratet und ich kann jetzt schon sagen, nächstes Jahr gibt es mindestens eine richtig große Feier, die kirchliche Hochzeit der beiden im Sommer.

Im November fand wie üblich auch die Mitgliederversammlung des PFAE statt. In diesem Jahr hingen uns die Ereignisse vom letzten Jahr noch ziemlich nach. Aber ich hoffe wir sind jetzt auf einem guten Weg alles Unnütze hinter uns zu lassen und uns auf das einzig Wichtige zu konzentrieren – den Paso Fino.

In diesem Rahmen einmal meine Gedanken an alle Menschen, die Vereinsmitglieder sind, völlig losgelöst von dem PFAE und schon gar nicht auf einzelne Leute bezogen, sondern ganz allgemein gesprochen. Ein Verein funktioniert nur, wenn jedes einzelne Mitglied sich überlegt, was es selber für den Verein zu tun bereit ist. Er funktioniert nicht, wenn Mitglieder nur herumsitzen, rumnörgeln und sich fragen: Was kann der Verein bitte für mich tun? So ein Verein ist zu einem bestimmten Zweck gegründet worden, den man auch aktiv verfolgen sollte. Und alles andere ist Überflüssig. Außer, dass das Ganze auch Spaß machen soll und man die Chance hat nette Leute kennen zu lernen. Also, wer sich berufen fühlt, sollte sich einbringen und wer nicht, sollte seine destruktive Kritik vielleicht in vernünftige Verbesserungsvorschläge umwandeln und nicht nur lamentieren. Das wäre ein Ansatz.

Zurück zum Thema PFAE: Ich wünsche mir, dass sich im nächsten Jahr möglichst viele Menschen darum kümmern, die Rasse Paso Fino in Europa einem breiten Publikum bekannt zum machen und mehr Freunde für den Paso Fino zu gewinnen. Und auch, wenn das „nur“ bedeutet einfach mit seinem Paso Fino loszuziehen und Spaß zu haben. Das kann jeder für sich selbst verwirklichen.

Zurück aber zu meinem Pferdejahr. Es endete mit der Teilnahme an der Pferd & Jagd in Hannover, wo ich Nadine Hoinzas „Kasperkopf“ Pastiz vorstellen durfte. Auch dieses Mal war Hannover wieder eine Reise wert und ziemlich abenteuerlich. Immerhin war Sturmtief Xaver zur gleichen Zeit wie ich im Norden unterwegs.

Spaß kann man auch im Regen haben! - Foto: privat
Spaß kann man auch im Regen haben! – Foto: privat

Im Stall hat sich auch einiges übers Jahr verteilt getan. Wir haben weitere Flächen „entmatscht“ und das Stroh-Schlafzimmer wurde erweitert. Außerdem wurde die „Sumpf-Box“ modernisiert. Der Reitplatz hat eine Veranda mit Bänken für Zuschauer bekommen. Hier steht die Einweihungsfeier übrigens noch aus! Die Einfahrt zum Stall wurde gepflastert. Es wird immer schöner bei uns. Und wir sind schon wieder am werkeln … über den Jahreswechsel ist am Zykloopenhof traditionell die Zeit des Umbauens. Aber dazu dann nächstes Jahr mehr.

Prognose für 2014:

Letztendlich hat sich was ich mir für 2013 gewünscht habe bestätigt. Es war ein gutes Jahr. Ein sehr anstrengendes, aber auch schönes Jahr. Wir waren wieder viel unterwegs, haben viele Freunde getroffen und haben viel Schönes mit den Pferden erleben dürfen.

Und was wird nächstes Jahr? Wir werden auch wieder viel unterwegs sein und eigentlich genau das machen, was wir gerne machen: Reiten, Freunde treffen, Spaß haben, Feiern und schöne Gegenden erkunden. Hoffen, dass alle gesund bleiben, dass es nicht ins Heu regnet und dass das Gras schön wächst.

Einziger Wermutstropfen wird der Sternberghof sein. Doris und Reini Sperber ziehen nächstes Jahr in die alte Heimat zurück und das wird schwer für uns werden. Die Ära Sternberghof wie wir ihn kannten geht damit zu Ende. Sie wird uns fehlen, aber alles was zu Ende geht bedeutet auch einen Neuanfang. Und ich wünsche Doris und Reini alles Gute im zukünftigen neuen Zuhause. Außerdem ziehen Sperbers ja nicht an das Ende der Welt …. in diesem Sinne: Ich hoffe, wir sehen uns alle im nächsten Jahr gesund und munter wieder. Es wird wieder einiges zu berichten geben!

Regenschirmresi - Foto: Yvi Tschischka
Regenschirmresi – Foto: Yvi Tschischka

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