Del Cavador

50Shades of Sumpf?

20. November 2015:

Neulich beim Ausreiten kam mir eine schräge Idee: Habt Ihr mal überlegt, was für Filme die Charaktere Eurer Pferde widerspiegeln? Da kamen in meinen Gedanken ziemlich seltsame oder vielleicht doch gar nicht so abwegige Assoziationen heraus.

50Shades of Sumpf
Denken wir mal an „50 Shades of Grey“. Ein ziemlich umstrittener Film (bzw. Buch). Die einen mögen ihn, die anderen halten ihn für überflüssig. Ich gebe zu, ich habe das Buch gelesen und sogar den Film geguckt. Heimlich. Wobei jetzt ist es ja nicht mehr heimlich. Ich werte die Geschichte als netten Zeitvertreib ohne großen Hintergrund. Typ kitschiger Bergdoktor Roman, nur halt mit Fesseln statt edelweiss-berauschter Bergwelt. Das Buch hat auf jeden Fall eine Menge Kritiker, selbsternannte und tatsächliche Fachleute und ganze Menschenmassen inklusive Moralapostel dazu gebracht, darüber ihren Senf abzugeben. Womit wir beim Thema Frau Sumpf wären, mitten in so einer Kritiker- und Menschenmasse fühlt sie sich nämlich pudelwohl. Aufmerksamkeit, dein Name ist Diosa. Frau Sumpf benimmt sich manchmal genau so wie Christian Grey.

Natürlich ist sie dabei vielschichtiger und hübscher und natürlich weiblicher. Sie beherrscht selbstbewusst und intrigant ihr Imperium. Nur mit einem Wimperzucken oder Ohranlegen führt sie die Stutenherde. Mit Subs kennt sie sich auch aus. Erst hat sie Jacinto benutzt, Guapa terrorisiert, dann den feurigen „Spanier“ fast um den Verstand gebracht. Momentan folgt Boogie ihr auf Schritt und Tritt und fast meint man, sie himmelt Frau Sumpf an und führt eingegebenen Befehle ergeben aus. Frau Sumpf nutzt das natürlich schamlos aus.

Frau Sumpf nutzt alles schamlos aus. Gib ihr den kleinen Finger und sie nimmt die ganze Hand. Die ganze Welt ist ihr Spielzimmer. Natürlich auf extrem charmante Sumpfart. Zuckerbrot und Peitsche. Yvi und ich sind übrigens auch ihre Subs. Wir tanzen oft nach ihrer Pfeife, quälen sie aber ihrer Meinung nach auch oft. Aber letztendlich hat auch das schattige Scheckpony ein gutes Herz, und lässt sich überzeugen, ebenso wie Christian Grey sich führen lässt. Nur dass der nicht tölten kann und Frau Sumpf in Leder deutlich besser aussieht!

Oder denkt mal an „Forrest Gump“. Ich bin mir sicher Jacinto und Forrest sind ein und die selbe Person. Beide nicht mit besonders viel Intelligenz gesegnet, dafür können beide aber schnell Laufen. Ich kann mir Jacinto auch gut an einer Bushaltestelle herumstehend vorstellen, Leuten seine Lebensgeschichte erzählen. Also wenn er reden könnte. Nur dass Jacinto nicht so viele berühmte Leute getroffen hat wie Forrest. Jacintos Hüftschwung ist nicht so berühmt wie Forrests „Elvis the Pelvis“, ich finde ihn aber attraktiver. Über Forrests/Jacintos besten Freund Bubba Gump kann ich auch noch etwas erzählen. Er erinnert mich ziemlich an Fénix, der auf jeden Fall genau so dunkel wie Bubba Gump ist. Zumindest isst Fénix ziemlich gerne. Dafür bin ich mir aber sicher, dass Fénix niemals auf einen Shrimps-Kutter steigen würde. Wobei, wenn da was zu Essen liegt …. hmmm…. lassen wir das. Jedenfalls wenn Jacinto etwas zu viel wird, fängt er an zu rennen. Genau so wie Forrest. Von daher … lauf Jacinto Gump, lauf!

Bei Resi wird es schon etwas schwerer. Sie erinnert mich irgendwie an einen Autisten. Es gibt da einen sehr ergreifenden Film namens „Snow Cake“ (Der Geschmack von Schnee) mit Alan Rickman und Sigourney Weaver (Ja, die Frau mit den Aliens im Bauch kann auch ernsthaft). Rickman spielt einen umherreisenden Engländer, der eine Anhalterin mitnimmt. Als sie losfahren wird das Auto gerammt und die Anhalterin stirbt bei dem Unfall. Rickman möchte Linda, der Mutter des Mädchens, die Nachricht selber überbringen. Dabei stellt er fest, dass Linda besonders ist. Sie nimmt viele Dinge anders wahr als andere Menschen. Einiges viel intensiver, einiges bedeutet ihr gar nichts.

Linda ist Autistin. Autisten sind Menschen mit angeborenen, unheilbaren Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörungen des Gehirns. Rickman bleibt ein paar Tage bei Linda und lernt ihren nicht ganz normalen Alltag kennen. Man bekommt im Film ein Gespür dafür, wie Autisten das Leben sehen. Sehr ergreifend, dieser Film. Den solltet Ihr Euch unbedingt anschauen. Das erinnert mich irgendwie immer an Resi. Sie steht auch da, schaut ganz putzig. Dann aber macht sie Dinge, die kein Mensch nachvollziehen kann. Man hat den Eindruck, es sind für Resi normale Dinge. Uns fehlt nur der Bezug zu ihrer Realität. Das bedeutet natürlich auch, dass sie keinen Bezug zu unserer Realität hat. Was ich dann immer sehr schön finde ist, wenn unsere beiden Realitäten sich angleichen und Dinge einfach funktionieren.

Ihr seht, bei so einem Ausritt kommt man manchmal auf ganz seltsame Gedankengänge. Wie seht Ihr das? Habt Ihr auch Film-Pferdecharakter-Assoziationen? Wer möchte, kann mir da gerne mal schreiben. Das finde ich nämlich spannend.

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