Del Cavador

Eisbären 4.0 ?

16. Januar 2016:

Eisbärendetails
Eisbärendetails – Foto: Y. Riegler

Auch in diesem Jahr gab es am Zykloopenhof wieder einen Eisbärenritt. Für unsere vierte Veranstaltung haben wir uns natürlich wieder etwas Neues ausgedacht. Neues Jahr – neue Strecken. Und zwar eine „Normale“ Strecke mit 12 km und eine „Harte“ Strecke mit 20 km, beides als Kartenritt. Dazwischen Stationen, an denen es kleine fiese Gemeinheiten zu erledigen gab und wieder Fragen für unterwegs zum Beantworten. Im Vorfeld wurden wir geradezu bombardiert mit Nennungen. Der Eisbärenritt scheint inzwischen ziemlich angesagt zu sein! 27 harte Eisbären gingen auf die Strecke. Zehn Reiter auf die „Harte“ und 17 Reiter auf die „Normale“ Strecke.

Eisbären
In unserem Roundpen gibt es Eisbären! – Foto: Y. Riegler

Was mich am meisten gefreut hat, alle kamen gut gelaunt zurück. Gut, später als der Schnee kam, waren die Gesichter etwas eingefrostet, aber das hat der guten Laune wenig anhaben können, oder nur bis zum nächsten Heißgetränk. Besonders gefreut hat mich, als Desi mit Cadencia zurück kam – sie hat so gestrahlt, das war schon Belohnung genug für mich als Strecken-Organisator. Die zwei passen einfach gut zusammen und haben die Herausforderung super gemeistert. Desi war als einzige Starterin von unserem Stall nämlich sozusagen die Testperson. Das restliche Zykloopenhof-Team war fast komplett als Helfer eingeteilt, sei es zum Misten, fürs „Catering“ – welches wieder fest in Mama-Zähs Hand lag (ein Hoch auf die Kartoffelsuppe! – und ein Hoch auf alle Kuchen- und Salatspenden) – oder als Stationen unterwegs. Vielen Dank noch mal an alle unseren fleißigen Einsteller und Freunde, dass Ihr so fleißig und mit Begeisterung dabei wart!

Desi
Desi und Cadencia – unsere ersten Starter – Foto: Y. Riegler

 

Hursti
Im Roundpen musste blind eine Runde geschätzt werden – Foto: Y. Riegler

Ehrlich gesagt habe ich fast gar nichts mitbekommen von dem was rundherum so passiert ist. Ich war komplett mit Anmeldung, Reiter auf die Strecke schicken und dann beim abschließenden Trail beschäftigt, so dass ich weder vom Buffett, noch von den meisten Besuchern etwas mitbekommen habe. Natürlich haben sich einige am Reitplatz sehen lassen, so dass es zumindest für ein paar Worte zwischendurch gereicht hat. Gefreut hat mich, dass wir sogar Besuch aus Flieden hatten – übrigens mit leckerer Tiramisu, die bis auf den letzten Krümel weggegessen wurde! Das weiß ich, weil ich mir eines der letzten Stücke gesichert habe.

Parallelwelten
Auf dem Weg zur zweiten Station – Foto: Nadine Rö

Aber erst mal von Anfang an! Gestartet wurde ab 10 Uhr. Oberhalb des Reitplatzes war meine Anmeldung aufgebaut. Jeder Reiter wurde mit Karte, Anweisungen und Startnummer versorgt und durfte dann die erste „Aufgabe“ meistern. Von der „verkehrten“ Seite aufsteigen. Ein Klassiker. Sorgt immer wieder für großes Aufstöhnen 🙂 Dann ging es weiter zu Yvi an den Roundpen. Hier bekamen die Reiter die Augen verbunden und wurden von Yvi geführt. Ziel war es zu erraten wann genau eine Runde vorbei ist. Wir waren überrascht, wie viele von Euch ziemlich genau mit ihrer Schätzung lagen. Diese Erfolgserlebnisse haben die Reiter natürlich unaufmerksam werden lassen ….. höhöhö … denn an der ersten Station der Strecke „Parallelwelten“ gab es ein böses Erwachen. Es galt nämlich mit Halsring um fünf Eimer zu Reiten. Gemeiner Weise wurde man dann gefragt, was in denn ersten drei Eimern drin lag! Nadine und Verena waren wahrscheinlich die meist gehasste Station 🙂 Es waren übrigens zwei Äpfel, eine Wassertrense und eins von Zwergs Hufeisen.

Sieger
Es gab auch blaue Eisbären 🙂 – Foto – Y. Riegler

Dann führte die Strecke weiter Richtung „Die Milch macht’s“, der Mittagsstation. Unterwegs gab es ein paar Fragen zu beantworten und ein paar Dinge zu finden und zu zählen. Bestimmt gab es auch ein paar erstaunte Spaziergänger, die auf einmal mit einer berittenen Horde verkleideter Eisbären konfrontiert wurden. Dieses Jahr gab es wieder tolle Eisbärenverkleidungen! Die Mittagsrast war dieses Jahr am Hof der Familie Drobek und ihren Kühen. Vielen Dank für die tolle Möglichkeit unseren Mittagsstopp hier durchzuführen! Luxuriöser Weise teilweise überdacht, mit festem Klo und natürlich heißen Getränken, Kuchen und den legendären Eierringen. Dank der Firma Zott konnte Joghurt probiert werden. Auch hatten jeder die Gelegenheit den Laufstall mit den 120 Kühen des Hofes zu besichtigen. Jeder Eisbär musste sich dann noch als Melker versuchen und „Milch“ melken. Die Mittagsstation wurde dieses Jahr wieder souverän von Silvana, Manuela, Hannah und unserem Jonathan geleitet.

Milch
Mittagsrast – Die Milch macht’s – Foto: Helmut Weber

Ab der Mittagsrast teilten sich die Strecken. Die „Normalos“ durften an der gelben Kapelle von Willanzheim vorbei zurück reiten (7 Fenster übrigens), die „Harten“ durften ein Stück zurück und Richtung Hagenmühle aufbrechen. Durchs Breitbachtal (in der Hagenmühle gibt es übrigens leckere Breitbachtalforelle in allen Variationen und auch Pferdefutter) und dann entlang des Waldes bis fast nach Obernbreit, vorbei am Flurdenkmal und zurück Richtung Zykloopenhof. Genügend Zeit die Ponys richtig laufen zu lassen!

Alisa
Unterwegs – Foto: Nadine Rö

Als letzte Station gab es in der Nähe der Bahnunterführung noch die Station „Plastik und Spaß dabei“. Sie wurde von unseren „Omis“ geleitet (das zugehörige Pferd heißt Naomi, wird aber von allen „Na Omi?“ genannt, daher der Spitzname :-)) Hier musste schlicht und einfach eine Plastikfolie überritten werden, was auch fast alle prima gemeistert haben. Auch so ein Klassiker, von dem es sich lohnt das mal zu Hause in Ruhe zu üben. Zurück am Reitplatz gab es noch einen kleinen Abschluss-Trail zu absolvieren. Hier wurde es dann kurzfristig etwas stressig für Yvi und mich, als dann wegen dem Schnee-Wetter mehrere Gruppen gleichzeitig eintrudelten und natürlich nicht lange im Schnee warten wollten. Aber ich hoffe, wir haben es einiger Maßen zügig hinbekommen.

sChe
Schneetreiben – Foto: Y. Riegler

Am Reitplatz gab es noch drei Aufgaben: Transport von Zwergs restlichen drei Hufeisen und einem Staubwedel in einem Eimer einmal rund um den Reitplatz. Stangen überreiten – einmal seitlich und einmal als Stangensalat. Und der rosa Monster-Fußball, den ich als Schnäppchen auf der Pferd und Jagd erstanden hatte, musste in ein Tor geschossen werden. Zugegeben das war ziemlich gemein, gerade als das Schneewehen einsetzte, weil der Ball nämlich durchaus ein Eigenleben bei Wind führt. Aber Yvi und ich haben tatkräftig mitgeholfen. Es ging eigentlich darum, ob die Pferde überhaupt an das rosa Ungetüm hingehen und sich auf Körperkontakt einlassen, was auch tatsächlich funktioniert hat. Zwei Eisbären aus Richtung Karlstadt (wir wollen jetzt keine Namen nennen, gell Julia …. Tina … die Einschleimversuche seitens Freiberger Hursti zählten übrigens nicht mit in die Punktevergabe!) waren sogar so mutig sich das rosa Ungetüm in die Hand geben zu lassen und es ins Tor zu reiten, werfen, was auch immer. Jedenfalls hatten wir viel Spaß am Reitplatz und auch einige Zuschauer, die sich ins Schneetreiben gewagt hatten.

Trail
Konzentration im Trail – Foto: Helmut Weber

Hinterher hieß es für die Reiter Pferde versorgen oder kurz Heim fahren, sich am Buffett stärken und Aufwärmen. Nadine hatte den ganzen Tag im Paso-Shop gut eingeheizt und man konnte sich hier in Ruhe zum Einkaufen und Quatschen und Aufwärmen aufhalten. Übrigens habe ich die Gelegenheit am Abend dann noch genutzt um mir endlich mal einen dicken Reitmantel zuzulegen. Das war eine richtig gute Idee von mir, schließlich soll man sich grad in meinem Alter warm anziehen. Yvi, Silvana und ich errechneten dann flugs die Ergebnisse, was mit eingefrorenen Fingern anfangs gar nicht so leicht ist. Aber wir haben es geschafft und konnten dann schnellstmöglich zur Siegerehrung rufen.

Legado
Christin und Legado – man beachte das Krönchen! – Foto: Y. Riegler

Hierzu erst einmal ein dickes Kompliment an alle Starter, die sich bei Wind und Wetter (und etwas Sonnenschein) auf die Strecke gewagt haben. Aber ganz dickstes Kompliment an unseren jüngsten Starter Moritz Rautenbach (10 Jahre), der mit dem ältesten Pferd, einem Isländer (26 Jahre) unterwegs war und dann noch die lange Strecke geritten ist. Respekt. Seine Schwester Carina (grad mal drei Jahre älter) hat dann noch die höchste Punktzahl überhaupt erreicht und somit den Ritt der „Harten“ -Eisbären gewonnen. Platz zwei ging an Anna Eberth, Platz drei an Monika Link und Christina Hertel.

Strahlebär
Reiten macht Spaß! – Foto: Helmut Weber

Bei den „Normalen“ -Eisbären konnte dieses Jahr Melanie Brückner siegen, dicht gefolgt von den beiden zweitplatzierten Alisa Konrad und Kerstin Flindt. Kerstin hat übrigens letztes Jahr den Eisbärenritt gewonnen. Und der Popo ihres Ponys mit rasiertem Eisbären-Logo drauf ziert übrigens die schönen Pflegespray-Fläschchen die jeder Starter zusammen mit dem obligatorischen Zykloopenhof-Eimer bekommen hat. Drittplatzierte wurde Julia Väth mit ihrem Trabertier. Extra-Geschenke gab es natürlich auch wieder für die weiteste Anreise mit Hänger (90 km), das älteste Pferd (2 mal 26 Jahre) und das beste Kostüm. Was natürlich jedes Jahr extrem schwierig ist, aber dieses Jahr hat Christin Bachmann mit ihrem Hengst Legado den Vogel abgeschossen. Mit rosa Krönchen, Bling-Bling an der Stirn, Bademantel und noch weiteren ganz vielen Details (inklusive Eisbär im Schweif) war das fast nur noch von den Biohazard-Eisbären und dem geflügelten Eisbären zu übertreffen, aber fast Standard ist inzwischen der Start mit Eisbären-Ohren. Und ich finde es immer wieder Klasse! 🙂 Bleibt nur zu sagen: Herzlichen Glückwunsch an die Platzierten und an alle, die mitgemacht haben. Herzliches Dankeschön an alle unsere fleißigen Helfer und an alle die uns besucht haben. Es hat wieder sehr viel Spaß gemacht mit Euch!

Eis
Man beachte die Füße! – Foto: Y. Riegler

PS: Mehr Fotos gibts auf der Facebook-Seite vom Zykloopenhof!

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