Del Cavador

Equitana Open Air 2016?

19. Mai bis 22. Mai 2016:

Donnerstag – Anreisetag:
Um nicht in irgendwelche nervigen A3-Staus festzustecken haben Yvi und ich beschlossen schon relativ zeitig nach Neuss zur Equitana Open Air zu fahren. Das hat auch wunderbar funktioniert – es gab nur bei Düsseldorf stockenden Verkehr. Damit kann ich leben. Nicht leben konnte ich dafür mit einer leuchtenden Warnlampe beim Suzuki. Also Yvi und die Ponys am Messegelände abgesetzt und erst mal die nächste Suzuki-Werkstatt aufgesucht. Der Mann dort dachte wohl eher ich bin der Typ panische blonde Frau mit übergroßem Auto. Gut. Wir nehmen die Warnleuchte also nicht mehr ernst. Sie hörte dann auch zu leuchten auf ohne Hänger dran.

Sumpf im Visier
Sumpf im Visier – Messe-Pause – Foto: privat

Also zurück zur Messe. Alle zehn Paso Finos waren dieses Mal in einem langgezogenem Rennpferde-Außenboxentrakt untergebracht. Viel Platz für uns Fino-Leute und die Ponys hatten schön ihre Ruhe. Das Messegelände war so aufgebaut, wie schon das letzte Mal. Also der IGV-Stand in der Nähe der Töltbahn und auf der anderen Seite nah an dem Essenstand, bei dem es diese genialen Pommes Spezial gibt. Pommes, Röstzwiebeln, spezielle Soße und Mayo. Hmmmm. Sieht zwar extrem ekelig aus, ist aber extrem lecker! Nachdem wir uns einen Überblick verschafft hatten sind Yvi und ich erst mal geritten. Nach ein paar Runden auf der Ovalbahn waren wir erstaunt, wie locker die Ponys drauf waren. Anscheinend hat ihnen ein kleiner Tapetenwechsel auch gut getan. Abends sind wir dann erst mal mit der restlichen Fino-Truppe im Hotel eingefallen und haben dort lecker zu Abend gegessen. Auf das Hotel haben wir uns ja schon seit zwei Jahren wieder gefreut. Großzügige Zimmer und genialstes Frühstücksbuffet ever. Und keine fünf Minuten von der Rennbahn entfernt. Perfekt.

Messe
Messe-Outfit (Suzuki-Verräterauto im Hintergrund) – Foto: Claudia Metting

Freitag – erster Messetag
Nachdem Yvi und ich nicht so gut geschlafen hatten, beschlossen wir einfach zeitiger zur Messe zu fahren. Natürlich erst nach ausgiebigem Frühstück. Die Ponys haben wir mit an den IGV-Stand genommen. Dort konnten sie etwas Fino-Werbung machen und schön in der Sonne Gras fressen. Wir hatten Zeit den Stand aufzumachen, Leute zu treffen, zu Quatschen und später am Vormittag einmal gemütlich auf dem Gelände zu bummeln. Naketano waren ja wieder das, da mussten wir unbedingt mal gucken* (* meint shoppen *hust*) gehen! Ansonsten fand ich eigentlich nichts total spannend Neues auf der Messe. Aber das liegt wohl daran, dass zu Hause eigentlich ein Pferde-Shop da ist, da ist man bestens versorgt mit Neuheiten. Standard war natürlich noch der Stopp am Seiler Stand – da habe ich mir eine neue Turnier-Reithose natürlich aus Softshell gegönnt. Auffällig war, dass schon am Freitag ziemlich viele Menschen die Messe besucht haben, aber das lag wohl am perfekten Bummel-Wetter. Wir Gangpferde hatte heute zwei Auftritte – einmal in der Showarena und einmal auf dem Aktionsplatz. Nachdem wir so viele Finos dabei hatten, haben wir uns abgewechselt. So hatten die Ponys genügend Ruhe und man selber hatte auch genügend „Freizeit“. Yvi und ich waren im Aktionsring dabei. Einziges Manko: Jacinto hatte beschlossen mal wieder nicht stehen zu bleiben, wenn er stehen sollte.

Caro
Caro hält Sumpf bei Laune – Foto: Tschischka

Am Abend haben wir dann die Choreografie für die morgige Abendshow geprobt. Erst zu Fuß, was bestimmt für alle vorbeilaufenden Menschen ziemlich lustig ausgesehen hat. Jeder hatte zwar die schriftliche Choreografie vorab zum Auswendig lernen bekommen, aber zusammen ist das ja dann doch noch mal anders. Glücklicher Weise ergab sich, dass wir das Ding noch einmal in der Showarena abreiten konnten. Terra und Jürgen haben es punktgenau durch die Staus der A3 zur „Generalprobe“ geschafft. Danach waren wir alle schon mal ziemlich erleichtert. Essenstechnisch ging dann natürlich Abends nichts mehr. Bis wir alle fertig waren, war das Hotelrestaurant menschenmäßig überfordert, die Messestände schon zu, also blieb nur Fastfood übrig. Übrigens eine für mich erstmalige und wohl dauerhaft einmalige Erfahrung bei KFC.

Fuß
lustige Fußprobe mit Sekt beschwingt .. äh … ernsthafte Probe meine ich – Foto: Claudia Metting

Samstag – Staub und Menschenmenge
Yvi und ich konnten wieder schlecht schlafen und so folgten wir dem Rhythmus des letzen Tages. Frühstücken, Ponys zum Stand mitnehmen, Standwache halten, Leute treffen, nicht so viel herumlaufen, weil einfach zu viel los war. Unglaublich, was für Menschenmengen den Samstag genutzt haben! Heute hatten wir sogar drei Auftrittszeiten. Wie immer gekonnt moderiert von Stephan Vierhaus. Wir waren zusammen mit den Töltenden Trabern, einer Töltkreuzung, einem Aegidienberger, Isländer, Tennessee Walkern, Mangalarga Marchadores und Paso Peruanos am Start. Also doch einige Gangpferderassen, die man in den verschiedenen Rassepräsentationen der IGV im Vergleich zusammen laufen sehen konnte. Yvi und ich waren 16.20 Uhr im Showring zu sehen.

Zewerg
Zwerg hat alles im Blick – Foto: privat

Nachdem im Rahmen der Messe auch dieses Mal wieder ein IPZV-Turnier abgehalten wurde, gab es auch wieder zwei offene Klassen für Gangpferde. Aufgrund nicht vorhandenen Trainings habe ich beschlossen dieses Jahr Yvi und Diosa in den Trail zu schicken – da braucht es nicht viel Kondition zu. Das war kurz nach dem Auftritt. Yvi und Diosa haben das so souverän gemacht! Ich war total stolz auf die Beiden. Die sind da rein, haben das total cool durchgezogen und sind in aller Seelenruhe wieder raus spaziert. Alle Einzelwertnoten nicht unter 8.0! Letztendlich hat das zum zweiten Platz gereicht. Interessanter Weise hat Diosa dafür einen Gutschein bei „Gangsalat“ gewonnen – der Stand, bei dem ich kurz vor der Prüfung noch schnell eine Gerte für Diosa gekauft habe, weil unsere natürlich nicht greifbar war und Frau Sumpf etwas „Drohung“ vor dem Start gut vertragen konnte.
Yvi und Diosa sind dann noch übers Gelände gebummelt, haben die Signum-Bar entdeckt und haben Kontakte geknüpft. Yvi hat einige Fotografen-Kolleginnen getroffen. Ann-Christin (Ponyliebe-Fotografie) und ihr Freund waren ja auch bei uns im Hotel untergebracht. Und wir lernten Alexandra Evang kennenlernen, die uns zehn Finos am Liebsten sofort zu einem Fotoshooting an den Rheinstrand entführen wollte.

Claudia
Janette und ich am Strahlen während der Show – Foto: Claudias Kamera

Dann war auch schon Zeit für die Vorbereitung auf die Abendshow. Die Paso Finos haben die Show mit zehn Pferden und einer wirklich guten Choreografie über zwei Sounding-Boards eröffnet. Echt Genial, dieses Gefühl, wenn alles funktioniert, man seinen Reitpartner dort trifft, wo man ihn treffen sollte, man Spaß hat und sich noch selber im Großbildmonitor laufen sieht. Adrenalin pur. Das gehört zu den Momenten, an die ich mich bestimmt immer wieder gerne zurückerinnern werde. Vielen Dank an unsere gesamte Fino-Truppe: Britta (Brujula), Gerd, Johanna (Shakira), Stan (Red), Heike (mobile Party-Bar), Erick, Astrid, Benedict, Claudia (Exelencia), Janette (Gitana), Terra (Martina), Jürgen, Meike (Matraca), Flo, Johanna und Kaisy. Es hat wirklich richtig viel Spaß gemacht mit Euch! Jederzeit gerne wieder! 🙂 Der Abend wurde dann noch bei der After-Show-Party an der Rennbahn-Tribüne gefeiert.

Stimmung
Stimmungsbild – Foto: Mirka Nilkens (danke dafür!)

Sonntag – letzter Messetag:
Der Sonntag lief dann ebenso entspannt ab wie die anderen Tage. Der allgegenwärtige Staub der Rennbahn haftet mir glaube ich immer noch in der Nase. Das war so das Eindrücklichste neben der Abendshow, was mich an Neuss erinnert. Gegen Mittag hatten Diosa und Jacinto noch einmal die Ehre im Aktionszirkel die Paso Finos zu präsentieren. Dann hat Yvi ihren Preis vom Trail abgeholt (die Siegerehrung hatten wir leider verpasst). Und dann haben wir uns auf den Weg nach Hause gemacht.

Gerade auch, um genügend Luft wegen dem Suzuki zu haben. Das hat auch gut funktioniert, bis nach gerade mal 100 km die Warnlampe erneut anging. Gefangen zwischen Siebengebirge und noch nicht mal Frankfurt sind wir erst mal auf die Raststätte und haben dem Auto ein Päuschen gegönnt. Und meinen Nerven auch. So hangelten wir uns von erneutem Warnlampen angehen (und dann nicht mehr ausgehen) von Raststätte zu Raststätte bis wir in Würzburg angekommen waren. Da ging dann gar nichts mehr. Nachdem Suzuki dann dauerhaft schwarzen Ruß hinten raus gepustet hat war es vorbei. Meine Nerven waren durch – ich wollte nicht mehr weiter. Ziel war eigentlich um die Würzburger Gegend zu kommen, dann könnten wir uns abholen lassen. Das haben wir dann auch getan Tobi und meine Schwester sind uns retten gekommen. Ponys entladen, Hänger umgehängt, Ponys wieder rein. Sumpf war glaube ich froh über die Pause, sie hat erst mal herzhaft vor den Burger King an die Raststätte gestrullert. Typisch Sumpf halt. Aber die Ponys waren so brav – die haben topp mitgemacht. Und sie waren auch ziemlich erleichtert, als sie das nächste Mal tatsächlich zu Hause aussteigen durften. Wir haben den Suzuki noch an der Raststätte abgeholt und der steht jetzt in der Werkstatt (inclusive dem Messe-Chaos im Auto-Inneren :-)). Ich bin total erleichtert wieder heil zu Hause angekommen zu sein.

Zwerg und Sumpf
Zwerg und Sumpf entspannen sich am Arbeitsplatz – Foto: Claudia Metting

Fazit:
Auf jeden Fall war es wieder eine sehr schöne Messe mit lieben Freunden und neuen Bekannten. Die ganzen Erlebnisse müssen erst noch verdaut werden und werden uns bestimmt noch ein bisschen beschäftigen. Als nächstes ist jetzt erst einmal wieder Zykloopenhof-Reload im Tagesprogramm. Aber wir werden versuchen auch etwas zu trainieren, dass wir im Rahmen des EPFC (dem Paso Fino-Turnier in diesem Jahr!) in Hünfeld im Juni auch ein gutes Bild abgeben werden. Und ich wäre dankbar, wenn das restliche Jahr mit etwas weniger Drama abgehen könnte. Davon habe ich momentan echt genug! Und dem Suzuki-Mann in Neuss wünsche ich mindestens eine schlaflose Nacht  mit wirren Träumen von panischen Frauen in großen Autos und wilden Pferden an den Hals!

PS: Danke an alle Fotografen, deren Bilder ich „gemopst“ habe!

PPS: Ich habe ganz vergessen Thora zu erwähnen!!!! Thora hat uns nämlich auch besucht und wir haben sie „zwingen“ müssen sich mal auf Frau Sumpf zu setzen und ein paar Runden zu drehen. Deas Frauchen hatte Diosa ja noch nie live gesehen – aber es waren ganz viele „Ah!“-Das-kommt-mir-bekannt-vor-Momente dabei 🙂 Die beiden Schecktiere sind sich doch ähnlich! Wir sehen uns bestimmt im Sommer noch einmal mit beiden Ponys zusammen – dann freue ich mich schon auf Mutter-Kind-Bilder! Und darauf Deas Fortschritte live zu erleben!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: