Del Cavador

Verpiss Dich 2016!

30. Dezember 2016:

2016 – ein Jahr Namens Schei**?

Mein kleiner Jahresrückblick auf 2016. Was soll ich zu diesem Jahr bloß sagen? Ein Jahr Namens Schei** passt wirklich ziemlich gut. Es war Einiges geboten. Darum möchte ich mich auch gar nicht mit den negativen Dingen dieses Jahres aufhalten. Sie sind es Wert verdrängt zu werden.
Stattdessen habe ich mich hingesetzt und zu jedem Monat etwas positives überlegt. Das solltet Ihr auch mal probieren. Denn es kommt tatsächlich was zusammen für jeden Monat – und hinterher fühlt man sich richtig gut! Darum gibt es dieses Jahr ein paar speziell herausgepickte Dinge von meiner Liste, um ein Gefühl zu vermitteln.

Da war ein Moment während des Eisbärenrittes. Wir hatten gerade alle Reiter auf die Runde verabschiedet und haben auf die Rückkehr der ersten Reiter gewartet. Die Sonne kam heraus und hat uns im Januar am Sitzplatz oberhalb vom Reitplatz ein paar sonnige Momente tiefster Zufriedenheit beschert. Alles lief wie geschmiert, ein Heißgetränk und Sonne im Gesicht. Das Tüpfelchen auf dem „i“ war dann, als die erste Starterin so dermaßen Glücklich vom Ritt zurück kam, da konnte man sich einfach nur mitfreuen! Und das hielt den ganzen restlichen Tag an.

Drachenpony im Wald
Drachenpony im Wald – Foto: Yvi Tschischka

Resi, die dieses Jahr irgendwie innerlich aufgeblüht ist, auch gerade, weil wir sie vermehrt mitgeschleift haben. Das Pony und ich hatten ganz tolle Momente. Und das Drachenpony schafft es immer wieder mich zu verblüffen. Sie folgt mir nur mit Halsring durch einen undurchdringlichen Wald, in dem sie noch nie vorher unterwegs war. Ich glaube eine gewisses Vertrauen ist da schon vorhanden. So etwas berührt mich sehr.

Insgesamt ist es ein Jahr der großen Gefühle gewesen. Positive und Negative. Am gewaltigsten war aber die Zeit nach dem Brand, als wir vom Zykloopenhof diese Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft erfahren durften. Das war eine so positive Kraft, die uns mitgezogen hat! Das möchte ich auf gar keinen Fall missen. Eine Erkenntnis des Jahres ist auf jeden Fall: Es geht immer weiter! Und wenn man alles als positive Erfahrung wahrnimmt, auch wenn es der größte Scheiß überhaupt ist – mit etwas Abstand kann man aus allem Kraft schöpfen. Auch wenn dieses Jahr selbst viel Kraftlosigkeit inne hatte. Die Gemeinschaft ist sehr wichtig.

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Trümmerfeld Zykloopenhof – Foto: privat

Man kann sich auch mal helfen lassen. Man kann auch mal die Zügel aus der Hand geben und vertrauen. Oder einfach nur erleben, wie sich Dinge fügen. Gutes und schlechtes. Ein guter Moment war auch die Abendshow auf der Equitana Open Air. Dieses Gefühl, wenn alles klappt, man seinen Choreographie-Partner dort trifft, wo man ihn treffen soll, man ihm am liebsten während des Reitens ein High-Five zuklatschen möchte weil ebenfalls fettes Grinsen im Gesicht und man sich nebenbei noch auf dem Großbildschirm über den Fino Strip laufen sieht. Unbezahlbar!

Unbezahlbar waren auch viele Momente mit den Ponys. Der Tag, als Diosa sich von uns hat ablegen lassen, war auch sehr ergreifend. Da legt sich so ein 400 kg-Brummer vor uns auf den Boden und das nur, weil wir sie darum gebeten haben. Das muss man sich mal vorstellen! Genial war auch Yvi und Diosa im Trail an der Equitana zuzusehen. So, und nur so geht Arsch-Cool. Eiswürfel sind heiß dagegen. Das war wohl der beste Trail überhaupt. Oder mein Jacinto, er hat dieses Jahr auch viel mitgemacht. Aber er tut vieles nur deshalb, weil ich es möchte. Das ist ein ganz großes Geschenk!

Auch die Fino-Gemeinschaft habe ich in guter Erinnerung. Am EPFC in Hünfeld, oder bei Kursen, oder wenn man sich in kleineren Runden getroffen hat. Es tut einfach gut einen Haufen ähnlich Bekloppter Menschen zu treffen! Und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Ich hoffe auf eine große, wie auch immer geartete Gemeinschaft, die ihre (hierwahlweisewörterdereigenenwahleinsetzen) Querelen überwindet und sich den Paso Finos widmet.

Sabine Saalfrank Photos - Ich liebe dieses Bild aus der Frostinn-Serie! :-) Danke!
Sabine Saalfrank Photos – Ich liebe dieses Bild aus der Frost-Serie! 🙂 Danke!

Ich habe meinen Neffen das erste Mal im Arm gehalten. Auch so ein Wunderwerk der Natur. Ich habe Dea und Diosa zusammen gesehen. Es war toll zu sehen, wie die beiden sich doch wieder erkannt haben. Ich durfte Resis Tochter reiten! Ich habe tolle Momente mit tollen Menschen erlebt.

Es ging so richtig los mit dem Neubau des Zykloopenhofes! Also zumindest mit den Erdarbeiten und dem ganzen Beton-Gedöns. Und der Look des Hofes veränderte sich schlagartig, nachdem die „Twin-Towers“ gefallen waren. Aber auch das werte ich als ein positives Gefühl. Es wird alles anders. Besser. Schöner. Größer. Moderner. Klarer.

Wenn man das Jahr nur nach positiven Dingen abgrast klingt es tatsächlich ziemlich gut oder? Probiert das einfach aus. Setzt Euch hin und schreibt das tatsächlich auf – nur für Euch. Es hilft.

Meine Zukunft sehe ich positiv. Schlechte Dinge werden zukünftig einfach bei Seite geschoben, Prioritäten verschoben, Dinge, die vielleicht früher wichtig waren, sind es heute einfach nicht mehr. Oder waren es schon immer nicht. Wobei ich einige Dinge oder Leute auch vermisse, aber man sieht sich immer wieder wenn es sein soll. Ich bin da zuversichtlich.

Uns kann 2017 eigentlich nichts passieren. Wir haben in 2016 schon alles durch. Vieles habt Ihr nicht mitbekommen, was passiert ist, oder was ich erlebt habe. Oder wie es mir ging. Weil es auch noch ein Leben außerhalb des Pferdestalles gibt. Verzweiflung, Krankheit und Tod haben im Blog nichts verloren. Hier sollen nur gute Geschichten stehen. Unterhaltsame Geschichten. Geschichten die andere Menschen vielleicht kurz von Ihren Problemen ablenken, schmunzeln lassen, oder aufregen lassen. Hauptsache Ablenkung. Egal in welche Richtung.

Rundlauf Weiber
Es geht immer weiter – und wenn es auch erst mal nur außen herum geht 🙂 – Foto: privat

Ich weiß auf jeden Fall, dass ich aus 2016 innerlich verändert hervorgehen werde. Stärker. Sicherer. Gestählter. Ich werde mich nicht mehr mit Dingen belasten, die nicht gut für mich sind. Ich werde mich aber sehr wohl auf Dinge einlassen, die mir gut tun. Oder Menschen, die mir gut tun. Momente genießen. Bewusst langsamer machen. Einfach MEIN Ding machen.

Niemals Aufgeben, Niemals Kapitulieren!
Nie war dieser Leitsatz wichtiger als im Kack-Jahr 2016 ….

Ich weiss noch nicht genau, was ich an Silvester mache. Aber ich werde dem alten Jahr eine gehörige Portion Spucke und einen fetten Fluch hinterher schieben. Dann bin ich damit fertig und offen für Neues.

Von daher wünsche ich Euch allen einen guten Start in ein kraftvolles, positives 2017!

Wir sehen uns!

 

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