Del Cavador

„Es war einmal….“?

15. Juli 2017:

 

Nachdem wir schon letztes Wochenende unterwegs waren, dachten wir uns: Hey, da geht doch dieses Wochenende auch gleich noch einer! Ein bisschen Abwechslung braucht der Mensch ja. Deshalb sind Diosa, Yvi, Jacinto und ich heute nach Langenzenn gefahren zum ersten Orientierungsritt des PSV Langenzenn-Wittinghof. Unsere Startzeit war richtig spät am Nachmittag, was total ungewöhnlich für einen Orientierungsritt ist. Ich hatte sogar noch Zeit Vormittags mit dem Drachenpony eine Runde im Gelände zu drehen.

Nach unserer Ankunft haben wir erst mal die Lage gecheckt und geguckt, wo es die wichtigen Dinge gibt: also Klo und Kaffee. Gestärkt und erleichtert konnten wir die Ponys in aller Ruhe fertig machen und Fliegensicher verpacken. Nachdem wir letztes Wochenende so geplagt wurden haben wir das volle Programm aufgefahren: Fliegenspray, Fliegendecke und Ohrenhäubchen. Obwohl es heute, dank annehmbaren Langärmel-Temperaturen gar nicht nötig gewesen wäre. Aber man weiß nie. Und schon sind wir auf die schöne Strecke durch den tollen Sandbodenwald bei Nürnberg gestartet. Übrigens war das Thema des Rittes „Es war einmal …. „ – mit dem Thema Märchen hat man mich immer sofort. Märchenritte sind immer toll! Erwünscht war zwar Verkleidung, aber wir waren da irgendwie uninspiriert. Es waren aber ganz tolle Verkleidungen am Start – total super!

Am Anfang bekamen wir Instruktionen und ein rohes Ei in die Hand gedrückt. Das sollten wir am Ende des Rittes wieder heil abgeben. Gut, dass ich noch meinen Kaffeebecher in der Hand hatte. Das Ei wurde also in eine leere Taschentuchpackung gesteckt, mit Taschentuch umwickelt und in dem Becher deponiert. Perfekt. Wir haben es heil wieder nach Hause gebracht. Insgesamt gingen nur zwei Eier ganz kaputt und eines hatte einen Sprung. Die Wertung dieses Rittes war Paarweise und insgesamt gingen (soweit ich richtig mitbekommen habe) 23 Paare an den Start.

Die zehn Kilometer lange Strecke führte gut markiert durch den Wald, unterbrochen von mehreren Stopps. Gleich am Anfang durften wir in unserer Paradedisziplin „Klopapier“-Reiten glänzen. Slalom im Paarreiten durch die Pylonen mit ungefähr sechs Blatt Klopapier dazwischen. Luxus pur – sind wir doch höchstens drei Blatt gewöhnt. Das mit den Pylonen könnten wir allerdings auch in unsere Paarreiten-Aussortierung mit einbauen!

Fliegenvermummt unterwegs bei den sieben Geißlein – Foto: privat

Kaum hatten wir uns an den schönen Wald gewöhnt kam schon der zweite Stopp: Dosenwerfen. Diesmal auf Zeit und die Zeit läuft unbarmherzig bis alle Dosen vom Tisch geschossen sind. Das durfte Yvi erledigen, die ja schon letztes Wochenende nahezu fast getroffen hatte. Und sie hat sogar alle Dosen vom Tisch gefegt … also gemächlich, aber immerhin! Weiter ging es durch den schönen Wald. Hier haben wir die dritte Station, eine unbemannte Rätselstation übersehen. Auch auf dem Rückweg sind wir hier nicht mehr fündig geworden. Aber egal.

Die nächste Station war dann „Tischlein Deck Dich“ in ganz gemein. Zwischen zwei Bäumen waren Seile gespannt mit Apfelstückchen dran, die man ebenfalls auf Zeit mit dem Mund ohne Hinzulangen fangen musste. So was mag ich ja gar nicht, weil ich essenstechnisch voll Etepetete bin, aber das ist gar nicht so einfach! Schlüpfrige kleine Scheißerchen, um es mal mit einem einem Filmzitat zu sagen! Die Ponys haben sich jedenfalls über die Äpfel gefreut.

Und weiter ging es durch den Wald. Die nächste Station waren der „Wolf und die sieben Geißlein“ – sieben Steine vom Pony aus in einen Eimer werfen, natürlich auf Zeit! Hier durfte ich mal wieder meine spärlich vorhandenen Wurfkünste einsetzen.

Als nächstes kam eine Stopp, bei dem man eine vorgegebene Strecke so langsam wie möglich Galoppieren sollte. Das durften Yvi und Diosa machen, wobei die ganz schön flott unterwegs waren. Dann blieb ein schönes Stück reiten durch den Wald zurück zum Hof übrig. Hier haben wir uns noch mit dem mitbekommenen Fragebogen beschäftigt. Hier gab es ein paar Reiter- und viele Märchenfragen zu beantworten. Und eine Frage zum Schuh des Manitu! Zu dem Film können Yvi und ich ja alle Fragen beantworten, weil wir das Hörspiel im Auto oft bei langen Strecken exzessiv hören.

putzige Details – Foto: privat

Am Springplatz gab es dann noch eine Fino-Spezial-Disziplin: Wasserkrug im Trab/Tölt um eine vorgegebene Strecke transportieren und möglichst wenig verschütten. Yvi und Diosa haben das perfekt demonstriert. Dafür musste ich mir dann die Augen verbinden lassen und mich durch eine Stangengasse mit mehreren Ecken „führen“ lassen. Also Yvi auf Diosa geritten, die mich „nebenbei“ durch die Gasse manövriert. Das fand ich ziemlich spannend und das hat auch ziemlich gut geklappt. Sofern man mir nicht Begriffe wie „links“ und „rechts“ zuruft funktioniert das auch ganz gut.

Regenbogenkuchen ❤ – Foto: privat

Nachdem wir die Ponys versorgt hatten durften/mussten 🙂 wir noch zum Abschluss auf dem Fischteich im Schlauchboot paddeln. Natürlich wieder auf Zeit. Das gibt glaube ich Muskelkater in den Oberarmen! Die Ponys konnten in einem Paddock ausruhen und wir haben uns an der Salatbar vergnügt und ein bisschen Kuchen gegessen. Leider hat es bis zur Siegerehrung ziemlich lange gedauert und wir hatten dann irgendwie ein kleines Durchhänge-Müde-Kaputt-Tief. Wahrscheinlich zu wenig Koffein im Blutkreislauf. Aber insgesamt war es ein sehr gelungener erster Orientierungsritt. Wir hatten Spaß, die Strecke hätte gerne noch länger durch den schönen Wald führen können und das Orga-Team und alle Helfer waren nett und gut gelaunt. Was will man mehr?

Übrigens sind wir auf Platz 16 gelandet – aber halt auch ohne Verkleidung und mit einer fehlenden Station. Aber es kommt ja nicht darauf an zu gewinnen, sondern Spaß zu haben – und den hatten wir auf jeden Fall! Und ich mag die Gegend um Nürnberg mit diesem tollen Wald und den schönen Wegen, schon alleine deshalb lohnt es sich den Hänger zu packen.

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