Del Cavador

Was war 2017? – Jahreserinnerungen

30. Dezember 2017:

Eigentlich finde ich Jahresrückblicke doof. Aber irgendwie mag ich es mir am Ende des Jahres bewusst zu machen, wie schnell die letzten zwölf Monate vergangen sind, und was letztendlich meine schönsten Erlebnisse waren. Auf jeden Fall war dieses Jahr ein gutes Jahr. Es gab keine großen Probleme, (fast) keine dramatischen Ereignisse und vor allem gab es sehr viel Spaß. Und das war ja das Ziel, von daher: 100 Punkte!

Meine Besten Ponys! – Foto: Yvi Tschischka

Zu meinen Pferdehighlights gehört auf jeden Fall die Messe Jagen-Reiten-Fischen-Offroad in Alsfeld im März. Hier waren wir mit Britta und Gerd Mülle, Johanna und Stan Paul und Terra Mülle und Jürgen Töpper mit sechs Paso Finos im Showprogramm vertreten. Es war (… es IST …) eine lustige Truppe und die Atmosphäre an der Messe war grandios. Vor allem die streng-herzliche Art von Stallmeister Rudi bleibt mir in guter Erinnerung. Wir hatten die Choreografie am Freitag Abend in Flieden noch „nebenbei“ einstudiert und dann am Messewochenende drei mal in der Halle in Alsfeld gezeigt. Es macht einfach nur Spaß, wenn etwas funktioniert und man positive Resonanz zurück bekommt. Nachdem Diosa nächstes Jahr um die Zeit eine runde Babybauch-Kugel schiebt, können wir leider nicht dabei sein. Was mich schon ein bisschen traurig macht.

Flieden im Morgen – Foto: privat

Im April waren wir wieder in Hessen unterwegs. Britta Mülle hat einen Kurs in Flieden mit dem USA-Trainer John Pelaez organisiert. Ich habe mit Jacinto und dem Drachenpony teil genommen und war restlos begeistert. John hat so eine tolle Art mit den Pferden zu arbeiten. Ich konnte wertvolle Tipps für die Arbeit mit beiden Ponys mit nach Hause nehmen. Und das Drachenpony und ich hoffen, dass John unbedingt wieder kommt, dann sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei. Wobei das Drachenpony hofft eher auf große Heu-Portionen, als auf Arbeit, aber ich bin da mal nicht so.

Ein weiteres Highlight in diesem Jahr war auch meine „Stunde“ auf Brittas genialer Fino-Stute Anastasia – mein heimlicher Pony-Traum. Wobei heimlich sieht anders aus …. sie hat mir an der Lechleite mein perfektestes Board ever beschert. Hach! Geld müsste man haben! Dann dürfte das Pony sofort bei mir einziehen.

Anastasia und ich an der Lechleite – Töltlokomotive pur! – Foto: Yvi Tschischka

Der Sommer brachte wieder Rekordhitze. Das war NICHT schön. Da bin ich total gelähmt. Schön war, dass wir es dieses Jahr endlich wieder geschafft haben bei ein paar Orientierungsritten mitzumachen. Die bringen immer eine Menge Spaß und man reitet mal wo anders.

Der August brachte einen fantastischen Aufenthalt in Hünxe bei Ellen und Stephan Vierhaus mit ganz vielen lieben Menschen und tollen Erinnerungen. Wir fuhren mit Jacinto und dem Drachenpony dort hin, um das Gaited Working Equitation Hausturnier mitzumachen, und um uns mal endlich den Vierhaus’schen Hof anzusehen. Jacinto und ich haben dort eine ganz passable erste Version einer Schweren Rittigkeit abgeliefert (die wir dann natürlich auf der IDMG in Birrekoven deutlich schlechter, bis ganz grottig gezeigt haben). Aber die erste Version fand ich toll.

Racing Resi im Trail – Foto: Yvi Tschischka

Spektakulär war aber das Drachenpony. Sie hat sich von einer richtig guten Seite gezeigt. Ich bin mit ihr erstmalig den Speed-Trail gestartet. Wenn sie was ist, dann schnell …. Gut, da hatte sie komplette Aussetzer bei Seitwärtsstange und Tor, aber der Rest war einwandfrei. Also sehr explosiv, aber immerhin. Ich bin bei ihr schon froh, wenn sie die Füße am Boden behält und dabei die gewünschte Richtung einhält, ohne sich wild kreiselnd hoch zu pushen.

Versuchsweise durfte sie auch den Mittleren Trail starten und auch hier hat sie erstaunlich gut mitgemacht. Die Turnieratmosphäre hat ihr schon einiges abverlangt, aber insgeheim ist sie irgendwie gerne mittendrin dabei. Auf jeden Fall dickes Lob ans Drachenpony. Auch wenn sich bestimmt mancher Zuschauer gedacht hat: „Was schleppt die Alte dieses bekloppte Pony auf ein Turnier?“ – Mir ist es egal. Nur durch Mitschleifen bekommt sie eine gewisse Routine. Und manchmal (… oder meistens ….) überraschen einen die Ponys in der Fremde positiv und man bekommt für zu Hause neue Impulse und Ideen. Von daher darf sich gerne über das komische Drachenpony amüsiert werden. Hünxe war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis, auf das ich mich auch nächstes Jahr wieder freue!

Schwere Rittigkeit bei Regen – Foto: Yvi Tschischka

Was in diesem Jahr auch ein Highlight war: Der Zykloopenhof! Es ist noch lange nicht wieder in Ordnung, aber die Wiederaufbauarbeiten nach dem Brand schreiten stetig voran. Ein definitives Luxus-Highlight ist unsere neue „Bewegungshalle“ – eine gut beleuchtete, trockene, fantastische Möglichkeit ganz luxuriös die Ponys im Dunkeln, bei Regen, Matsch und Trallala völlig unbeeinträchtigt Arbeiten zu können! Oder sich einfach in der Halle wieder trocknen zu lassen. Beste Idee ever Johannes! Wir geben die Halle nie wieder her!

Ganz akut, freue ich mich natürlich als besonders (teures) Highlight, dass das Drachenpony ihre Kolik und den kurzen Klinikaufenthalt so gut überstanden hat und noch lebt. Diese Dinge führen einem immer wieder vor Augen, wie schnell etwas vorbei sein kann und wie dankbar man für jeden einzelnen Tag mit den Ponys sein sollte. Deshalb auch weiterhin meine Devise: Aus jedem Tag das Beste machen. Und wenn es nur einmal Ponynase streicheln sein sollte. Dankbar sein, dass es sie gibt und dass sie leben. Dann ist der Tag eigentlich schon gerettet.

Diosa und Yvi – Foto: privat

Und nachdem ich grade sentimental bin: Danke auch an Nadine und Johannes Zäh und das gesamte Zykloopenhof-Team. Ich bin froh, dass ich Euch habe.

Fehlt natürlich ganz viel Team auf dem Bild! Anna die Mist-Fee und Bettina die Fütter-Queen zum Beispiel! Und die männlichen Bau-Heimwerker-Feen – außerdem gibt es immer Grund für einen Sekt! – Foto: privat

Und natürlich Danke an meine Beste aller Fotoschnicksen: Yvi Tschischka – die sich so toll um meine Ponys kümmert und Diosa lauter Unsinn beibringt, um das dicke, schwangere Pony bei Laune zu halten.

Perfekter Drachenponymoment – Foto: Yvi Tschischka

Ich freue mich auf 2018 – es wird ein spannendes Jahr. Wir bekommen ein Fohlen! Das dürfte für genügend emotionale Highlights und Lachanfälle sorgen! Und ich hoffe natürlich auch im nächsten Jahr möglichst viele Gangpferde-Freunde mit und ohne ihren Ponys zu treffen und zusammen ganz viel Spaß zu haben!

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