Del Cavador

Arschlochpferd?

07. Januar 2018:

Alleine unter Reitern – Arschlochpferd (Sachbuch), iFuB-Verlag
Das Buch zum Blog von Nika S. Daveron

ISBN 978-3-95936-033-3 (Taschenbuch)

Heute habe ich eine Pferdebuch-Rezension für Euch. Lesen bildet ja bekanntlich und dieses Buch wird als Sachbuch geführt. Es ist also ein sehr ernst zu nehmender Ratgeber für das Leben mit Pferd. Außerdem hilft es im sozialen Umgang mit anderen Reitern. Ganz Ehrlich.

Das „Arschlochpferd“ ist eigentlich eine Seite auf Facebook – momentan flockige 50.000 Likes – die jeden Tag kleine Geschichten über die Reiterszene veröffentlicht. Das bedeutet Reiter lachen gerne. Oder freuen sich insgeheim, wenn einer mal auf die Kac** haut oder Drama passiert. Und es passiert IMMER Drama, auch wenn tatsächlich gar nichts passiert ist. Die Reiterwelt ist eine Fundgrube. Geschichten, die einem entweder ein milde-grenzdebiles Lächeln ins Gesicht zaubern, oder einem mit aufgeklappten Mund, sprachlos-speichelsabbernd (weil Mund offen) zurück lassen. Jedenfalls sehr skuril. Satire und Ironie pur.

Nika S. Daveron hat die Geschichten jetzt gebündelt und in neuer Form als Buch heraus gebracht. Was heißt „jetzt“ – das Buch ist schon zwei Jahre alt. Aber ich habe es jetzt geschenkt bekommen und gelesen. Und möchte auch das neue Buch lesen, welches die Tage heraus kam. Aber habe momentan kein Geld, weil das Drachenpony eine so teure Tierarztrechnung produziert hat. Gemeinheit. Aber zurück zum „alten“ Buch. Das ist so richtig zum Blättern. Und in Farbe und Bunt. So steht es auf dem Cover. Was mich schon zum Lächeln brachte. (Reminiszenz an meine Jugend – das war ein Spruch aus einer Comedy-Serie in Schwarzweiß gedreht …. fragt nicht ….). Ein durchdachtes Buch. Damit hat mich das Arschlochpferd schon mit dem Cover. Wobei das eigentlich der Verlag ist. iFuB-Verlag – In Farbe und Bunt.

Im Buch selber steht die Geschichte von einer Reiterin, ahnungslos wie die Jungfrau Maria und mit einer sehr aktiven, aber eher unproduktiven Gehirnleistung ausgestattet, die auszog, um ein Einhorn (also ein einmalig, tolles, wunderschönes Seelen-Pferd mit Ruhmespotential in Social Media und Turnier) zu kaufen. Und was ihr dabei passiert ist. Wir begleiten die Frau also durch die Höhen und Tiefen des Pferdebesitzertums – angefangen von Pferdeverkaufsanzeigen, Stallsuche, Equipmentkauf, über Reitweisen und Kursbesuche mit Folgen.

Ich möchte jetzt nicht zu viel verraten, aber ich habe dieses Buch direkt nach „Es“ von Stephen King gelesen. Womit ich jetzt nicht King und Daveron vergleichen möchte, aber eine gewisse Parallele gibt es schon: Manchmal möchte man das Buch einfach weglegen, weil man sich denkt: „Ne! Das kann jetzt nicht sein!“ – Bei King aus Grusel-Gründen, bei Daveron weil man als Pferdemensch ständig denkt: „Ne! Das kann jetzt nicht sein!“ Ein Satz, der entweder bedeutet: „Mann ist die doof! Das war doch soooo klar!“ – oder King-esk „Ihr wollt doch alle Fliegen?!“ (Zack! Ab in die Abwasserkanäle mit weniger Körperteilen und mehr tödlichen Bissen im Gesicht als zuvor). Beides ruft also einen gewissen angenehmen Schauer in einem hervor.

Jedenfalls gibt es von mir eine klare Lese-Empfehlung für das erste „Arschlochpferd“-Buch. Und so dick ist es auch nicht. Mit angenehmen knapp 200 Seiten ist es auch für Wenig-Leser ein gutes Buch zum Einsteigen. Also ran an das Buch! Lesen bildet, auch wenn es Lachmuskulatur am Bauch ist.

Und ich bin übrigens eindeutig dafür: das Wort „Schibbi-Schabbi“ muss in den Duden!
Viel Spaß beim Lesen!

Gestelltes Leseszenario mit Tee – Foto: privat

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