Del Cavador

Selbstreflexion und Dekolleté?

Kurs mit Stephan Vierhaus am Zykloopenhof

 

14. – 15. Juli 2018:

An diesem Wochenende hatten wir das Vergnügen, dass ein weiterer Kurs am Zykloopenhof mit Stephan Vierhaus stattfand. Von Jungpferd bis alter Hase waren ganz unterschiedliche Pferde mit dabei. Ein Jungpferd, das Tipps für die zukünftige Arbeit am Boden bekam, fünf Paso Finos, eine Araberstute und einen Ponymann. Schwerpunkt lag dieses Mal bei der Working Equitation und Stephan konnte für Jeden neue Denkanstöße geben, Wissen vermitteln und allen Teilnehmern ein gutes Stück weiter helfen. 

Es ist so wichtig auch einen Blick von „Außen“ auf das Pferd zu bekommen, das fängt übrigens schon beim richtigen Sattelgurt an. Einige von uns mussten direkt lernen, dass unsere Sattelgurte falsch verschnallt sind und die Ellbogengelenke unserer Pferde behindern. *Räusper* So simple Dinge können auch schon ein Grund für eine schlechte Laune beim Pferd sein. Und unsere Pferde erdulden ja sowieso schon heroisch viel menschliche Inkompetenz…

Versuchsaufbau Sonntag Morgen – unser Reitplatz – Foto: privat

Für mich war es der erste Kurs, in dem es nicht nur um das Reiten am Platz ging, sondern auch um die Bewältigung von Trail-Hindernissen. Und für mich persönlich gab es dieses Mal, neben einer ordentlichen Dekolleté-Bräune eine ordentliche Portion Selbstreflexion. Ich bin zu uneindeutig in meinen „Hilfen“ und ich neige dazu hektisch zu werden. Paso Fino reiten verleitet einen ja durchaus hektischer zu werden. Man lässt sich echt viel zu schnell vom Pferd anstecken. Ja, ich muss mir mehr Zeit lassen, erst nachdenken und dann eindeutige Hilfen geben und meine Denkmuster ändern (meist reicht schon die Vorstellung etwas zu tun aus). Jedenfalls deckt so ein Tor, eine Brücke oder eine Garrocha ganz gut sämtliche Schwachstellen in meiner Reiterei auf. 

Wir werden also wieder einmal mehr an der „Langsamkeit“ arbeiten – sprich vernünftiger Schritt und Biegen, Bremsen ohne das Pferd anzuhalten oder am Zügel zu ziehen – aber dem Pferd auch die Möglichkeit lassen, zum Beispiel die Brücke, selbständig zu bewältigen. Die reine Vorstellungskraft bewirkt da echte Wunder. Ich zögere an der Brücke unbewusst, da muss ich kompetenter werden. Ich muss mehr an meiner Körperhaltung arbeiten, Jacinto driftet nach links weg, weil ich schief sitze. 

Beim Drachenpony muss ich eindeutig mehr an der Hinterhand-Kontrolle arbeiten. Die Vorhand lässt sich super bewegen, aber die Hinterhand braucht mehr Koordination. Wir müssen daran arbeiten vernünftig an Tonnen oder Tore heran zu reiten. Resi neigt dazu die Hinterhand wegzudrehen, da muss ich eindeutiger werden. Also ganz viele Hausaufgaben! 

Selbstreflexion ist nötig! – Jacinto und ich im „Linksdrall“ – Foto: Yvi Tschischka

Diosa braucht konditionsbedingt auch wieder mehr Kraft in der Hinterhand und mehr Biegung. Dazu haben wir auch schöne Übungen bekommen. Diego war natürlich noch nicht dabei, aber er war mit Muttern zusammen auf dem Reitplatz und hat durch gutes Benehmen geglänzt. Außerdem haben wir an ihm das „Zigeunermaß“ ausprobiert und prophezeien, dass er ca. 137 cm groß wird. Ich bin gespannt, ob das so ungefähr zutrifft 🙂 

Auf jeden Fall hatten wir sehr viel Spaß und haben neue Freunde für die Übungen der Working Equitation gewinnen können. Außerdem ist ein Kurs super für die Stallgemeinschaft, weil alle längere Zeit zusammen verbringen, zusammen arbeiten und nachdenken und zusammen auch feiern, was wir mit einem schönen ersten Kurstag-Abschluss beim Italiener auch getan haben. Und unsere Stallgemeinschaft macht wirklich Spaß! Vielen Dank an Caro für das Organisieren dieses Kurses und vielen Dank auch, dass Du dafür gesorgt hast, dass wir nicht verhungern 🙂

Wir hoffen, nächstes Jahr wieder einen Kurs mit Stephan bei uns organisieren zu können und freuen uns schon auf neuen Input! 

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