Del Cavador

Genießen in Gießen?

Reitsportmesse Rhein Main in Gießen

07.-09.09.2018

Ein interessantes Wochenende liegt hinter uns – aber wo fange ich an zu erzählen? Am Besten am Anfang, Freitag früh morgens 🙂 Es ist noch dunkel. Jacinto guckt mich und das Halfter an und denkt sich wahrscheinlich: „WTF?“, läuft aber trotzdem brav mit und lässt sich verladen, so dass Yvi und ich um 6 Uhr morgens bereits on the Road to Gießen sind. Zwei stockende Verkehre und ein paar Baustellen später sind wir noch vor Messebeginn in Gießen und damit auf der Reitsportmesse Rhein Main angekommen. Von den freundlichen Einweisern werden wir auf unsere Parkplätze geschickt und orientieren uns erst mal. 

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Hängerfahr-Zwerg – Foto: privat

Wichtige Dinge sind immer: Ponys gut versorgt? Yupp, Perfekt, in den bereits bekannten Turnier-Zelten mit Fenster nach draußen. Wo ist unser Stand? Wir haben im „Vereinsdorf“ ein Stehtischchen mit zwei Stühlen, netten Kollegen drum herum und Platz für zwei Aufsteller. Wo ist der beste Kaffee-Stand? Ums Eck, direkt neben dem WC, also optimal. Mit frisch gemahlenem Siebdruck-Kaffee, frischem Milchschaum und tollen Sirupsorten zur Auswahl. Wo treten wir auf? Im Louven-Ring, der Weg dorthin ist ganz einfach. Wo sind unsere lustigen Messe-Kollegen mit ihren Ständen? Gut gebündelt und bereit die Sache zu rocken! Hotel? Direkt gegenüber dem Messe-Gelände. Tragischer Weise trennt uns ein unüberwindbarer Zaun. Was echt leichtes Ost-Mauer-Feeling erahnen lässt. Es ist so nah, und dennoch unüberwindbar …. wir müssen trotzdem außen ums Gelände herum fahren, können aber vom Zimmer-Fenster aus die Boxen sehen. 

Unsere Mission? Wir sind im Rahmen der Paso Fino Association Europe auf der Messe vertreten, die erstmalig in Gießen stattfindet und dürfen unsere vier Pferde täglich im Show-Programm vorstellen. Mit dabei sind die Paso Finos „Anastacia“(geritten von Kira, Johanna und Stan), „Martina“ (mit Jürgen), „Camino“ (mit Terra und Anja) und „Jacinto“ (mit mir), begleitet von dem besten Fuß-Volk, was man sich wünschen kann: Britta (auch als Sprecherin am Ring), Yvi und Gerd. Dabei sind Anja und Kira Ihr erstes Messe-Debüt geritten – und haben das wirklich toll gemacht.

Wir hatten insgesamt sehr gute Resonanz, aber auch teilweise in ungläubige Gesichter geblickt. Teilweise ist der „Tölt“ und der Paso Fino immer noch eine echte Fremdsprache im normalen Pferdegeschehen. Von daher lohnt es sich weiter an der Integration dran zu bleiben und diese „komisch laufenden Pferde“ weiter vorzustellen. Die Mission: Irgendwann kennen alle diese Paso Finos! Oder erkennen zumindest töltende Pferde nicht als „unnatürlich“ an 🙂

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Barrida im Louven-Ring – Foto: privat

Die Messe fand an drei Tagen statt und bestand aus 9.000 qm Messe-Gelände, verteilt auf sieben Hallen, drei Auftrittsringen, dabei einer extra für ein Extreme Trail Turnier. Es wurden über 20.000 Besucher erwartet. Wir hatten mit unserem kleinen Stand trotzdem einen guten Platz – und genug Raum um ein Schwätzchen zu halten, Bekannte zu treffen, neue Leute kennen zu lernen und Interessierten den Paso Fino näher zu bringen. Was wir auch mit ein paar tollen Gesprächen getan haben. Nebenbei haben wir uns mit unseren Standnachbarn angefreundet. Vor allem mit den lustigen Leuten vom Kosmetik-Stand von schräg gegenüber und vom LAG-Stand neben dran. Wir haben Süßigkeiten gegen Hand-Behandlungen ausgetauscht und hatten die ganze Messe über topp gepflegte Hände! 

Ansonsten muss ich sagen ist die Messe groß genug, um nicht langweilig zu werden und auch einiges zu beinhalten, was man die ganzen drei Tage lang entdecken kann. Aber doch nicht zu groß, um unübersichtlich zu werden. Man hat den großen Louven-Ring mit durchgängig Show, einen kleineren Ring draußen mit ganztägigen Vorführungen, eine Ecke mit Vorträgen über den ganzen Tag verteilt und den Extrem-Trail-Parcours mit Vorführung und Turnier. Also gut was zu gucken und zu hören, neben dem shoppen. „Shoppen“ waren wir übrigens auch, ein dickes Dankeschön an Filogran mit der großen Farbauswahl an Knotenhalftern (da fällt es ganz schön schwer sich zu entscheiden), Soulhorse (Jasmin, dieses pinke Ungetüm wird meine neue Tack-Transport-Tasche! Und scheiß auf Seriosität – da bin ich jetzt endgültig zu alt für … :-)), dem Equiteam (das Federleicht lässt grüßen! – Danke Saskia!).

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Komplett weg, diese Seriosität …. Pony Vuitton-Tasche von Soulhorse, pink, aber praktisch 🙂 – Foto: privat

Die nette Frau vom Balios-Futter-Stand hat für Jacintos Schlabber-Mahlzeiten gesorgt. Lookri Reithosen haben mich mit einer neuen Winter-Softshell-Reithose in einem grandiosen dunklen Türkis verführt. Ich bin echt so anfällig für diese Reithosen! Und Jennifer vom BEMER-Stand hat Jacinto und mir am Sonntag eine Runde Bemern zuteil werden lassen. Ich bin zwar immer noch unschlüssig, ob ich etwas gemerkt habe und ob es geholfen hat, aber Jacinto hat zumindest die Behandlung über sehr entspannt verbracht. 

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Jacinto lässt sich Weg-„Bemern“ …. – Foto: privat

Apropos entspannt: Jacinto war auf der Fahrt, im Stallzelt und draußen immer sehr vorbildlich unterwegs. Sehr entspannt, alles cool. Nur im Auftritt war kein (oder selten) Schritt möglich. Da hat er sich doch zu sehr aufgeregt. Ich hatte fast einen Classic Fino dabei … aber er kam aus dem Ring raus und war sofort im Entspannt-Modus. Verstehe einer dieses Pony!? Seine Tages-Highlights waren die Mahlzeiten (immer schön schlabbrig, da steht er total drauf – und so bringt man noch extra-Flüssigkeit ins Pony) und die große Heu-Portion, die er für sich alleine hatte.  

Sehr kurios war nur die Abreisesituation. Am Sonntag war dann hinter den Kulissen voll in das Aufbruchs-Chaos am Stallzelt gekommen. Wir hatten zwar einen guten Parkplatz, waren aber komplett eingeparkt mit unserem Hänger, so dass wir uns schon auf eine mega-lange Wartezeit eingestellt haben. Aber das fixe Messe-Team hat tatsächlich gemerkt, dass wir da so leicht ramdösig mit dem Gespann festsaßen und haben uns da raus geholt. Sie wollten zwar, dass ich noch rückwärts einparke, aber Jacinto war dann innerhalb von zehn Sekunden verladen und gesichert und wir konnten los düsen. Alles andere hätte mindestens fünfmal so lange gedauert 🙂 Topp-Team muss ich sagen! Die Helfer waren sowieso immer sehr freundlich und hilfsbereit. Das beruhigt ungemein. Letztendlich kamen wir dann mit der Dunkelheit zu Hause an und so konnte ich den Zwerg glücklich in seine Herde zurück entlassen. 

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Vor dem Auftritt 🙂 – Foto: privat

Auf jeden Fall eine sehr schöne Messe mit einem tollen Team, die es sich lohnt zu entdecken. Wir hatten vier Auftritte, die auch schön geklappt haben und hoffen ein paar mehr Reitern/Menschen/Interessierten die Paso Finos gut Vorstellen zu können. Vielen Dank an Britta Mülle als Sprecherin und für die ganze Messe-Orga 🙂 Gießen ist übrigens auch für Nicht-Reiter eine sehr interessante Stadt, also kann man den nächsten Messe-Besuch auch gut mit einer kleinen Stadt-Erkundigung koppeln. Jetzt geht es für uns aber erst einmal etwas entspannter weiter.    

PS: dieser Blog-Beitrag beinhaltet Werbung, weil Marken-Nennung und Verlinkung ….

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