Del Cavador

EPFC 2019 – Schloss Fasanerie?

28. bis 30.06.2019:

Dieses Wochenende war es wieder so weit: Turnier-Zeit für die Paso Finos! Das Turnier-Highlight für uns Fino-Reiter, der EPFC 2019 in Fulda/Eichenzell. Diesmal residierten wir ganz herrschaftlich auf der Anlage des Reitclubs Fulda auf dem Schloss Fasanerie – eine richtig schöne Anlage mit einem ganz tollen Park.

Richter waren dieses Jahr wieder Anna Eschner und Nicholas Burgos (USA), die uns wieder gekonnt und mit Humor durch die Prüfungen geführt haben. Ebenso war Daniel Sewing als routinierter Turniersprecher wieder mit von der Partie. Es war ein rundum gelungenes Turnier – einen ganz herzlichen Dank an Britta und Gerd Mülle und alle fleißigen Helfer! Da steckt so viel Detail-Liebe und Organisationswahnsinn hinter so einem Turnier, um alles so reibungslos ablaufen zu lassen: Hut ab! 

Ganz tolle Erinnerungsholzpferdchen für jeden Starter! – Foto: privat

Einzig die Sonne hat es etwas zu gut mit uns gemeint: Am Sonntag herrschten Temperaturen bis zu 38° am Nachmittag – aber die Ponys haben es alle super weggesteckt und wir waren sehr froh um die große Reithalle – die wenigstens Schatten gespendet hat, auch wenn die Luft dort drinnen sehr saunaartig war. Aber trotz allem haben alle Ponys ihr Bestes gegeben! Und auch das Publikum hat tapfer durchgehalten. 

Für Yvi und mich waren es drei sehr anstrengende, aber auch sehr schöne Tage. Wir sind mit Diosa und Jacinto angereist und Yvi hat neben dem Turnier auch noch 11 Foto-Shootings gemacht. Sprich wir sind die ersten beiden Tage nicht wirklich zur Ruhe gekommen. Ich habe erstaunlich wenige Prüfungen gesehen, bin dafür viel durch den schattigen Park gelaufen 🙂 Aber die Fotos haben es in sich – auf der Anlage sind so tolle Fotoecken – lasst Euch überraschen von den Ergebnissen! 

Steigender Hengst vor Schloss als kleiner Teaser – Das Foto, das Yvi gemacht hat ist dafür Mega! Ich zeig es Euch, wenn es veröffentlicht wird 🙂 – da sieht mann dann, warum genau es sich lohnt einen Fotografen zu engagieren! – Foto: privat

Zeit blieb aber bei dem Turnier-Coaching mit John Pelaez mitzumachen – sonst wären wir wahrscheinlich am Freitag vor dem Prüfungsbeginn gar nicht aufs Pferd gekommen! 

Mit dem Hotel hatten wir dieses Wochenende auch einen Jackpot! Nicht nur tolles Frühstück:  Buffett mit Spiegelei/Rührei/gekochtes Ei, Fisch … und Schockostreuseln für aufs Brot!!! – leider keine Erdnussbutter (kleiner Insider….), dafür ein angenehmes, sauberes Zimmer – als Bonus gab es sogar noch einen Balkon dazu. Next Level Hotel sag ich nur 🙂 Sehr angenehm. Wir sind gespannt, ob sich das noch toppen lässt!

Das Turnier war wieder sehr familiär – eine kleine, aber feine Starterzahl, aber dafür ganz viel Herzblut. Was mir sehr positiv aufgefallen ist und was mir auch von Zuschauern zugetragen wurde: Alle haben miteinander mitgefiebert, es wurde füreinander gefreut. Es herrscht ein ganz anderes Klima wie bei „normalen“ Turnieren. Aussage einer Zuschauerin, die ganz alleine vorbei kam: „Das war richtig schön! Alle waren so nett miteinander! Da komm ich wieder mal vorbei! Man kann sich auch richtig gut unterhalten.“ Wir arbeiten natürlich jetzt daran, dass sie nächstes Mal einfach ihr Pony mitbringt …. dann ist es nämlich noch schöner 🙂 Gefreut hat mich auch, dass wieder neue Mensch-Pferd-Kombinationen dabei waren. Ich kann wirklich nur jedem Paso Fino-Besitzer empfehlen: packt Eure Ponys ein, bringt sie mit auf Turnier, das schafft ihr alle! Und es macht so viel Spaß. Niemand muss perfekt sein – es reicht einfach dabei zu sein und Spaß zu haben! Niemand reißt einem den Kopf ab, im Gegenteil: jeder hilft jedem. In dem Zug noch mal ein dickes Dankeschön an Nano, die mir mein Glücksrad „repariert“ hat, nachdem ich es in der Prüfung „verloren“ hatte – die Schnalle ging auf und mein Pony hatte auf einmal nichts mehr am Kopf 🙂 Das ist mir auch noch nicht passiert – aber wir haben jetzt ein schickes Unikat-Glücksrad! Von daher war es das Wert 🙂 Und alles was passiert ist eine Klasse Übung, um Dinge an sich und seinem Pferd zu entdecken, an denen man dann zu Hause ein bisschen weiter trainieren kann. 

Neugieriges Pack linst nach den anderen Trail-Teilnehmern 🙂 – Foto: Claudia K.

Ich habe mich jedenfalls für so viele Menschen gefreut – und war auch mit der Leistung meiner eigenen Pferde sehr zufrieden. Nachdem ich einen jungen Halbbruder zu Jacinto gesehen habe sind mir wieder ganz viele Dinge eingefallen, mit denen ich und Jacinto am Anfang „gekämpft“ haben und die ich komplett verdrängt hatte. Ich kann wirklich so stolz sein auf mein Pony, auch wenn ich immer wieder hart am Zweifeln bin. Er ist eigentlich genau das Traumpony geworden, dass ich wollte: Zuverlässig im Umgang, Geländesicher, macht für mich, was er soll (meistens zumindest) – und wenn er mal austickt, weil sein Gehirn nicht mitmacht oder er Dinge einfach nicht versteht, dann ist das auch in Ordnung. Letztendlich lässt er sich inzwischen immer wieder sehr schnell zurück holen auf einen Entspannungszustand. Das war früher nicht möglich. Ich bin stolz auf mein Pony. 

Line-Up in der Reithalle – Foto: privat

Er gibt so viel für mich und wir trainieren momentan wieder sehr intensiv am Thema taktklaren Tölt. Ein Thema was mich bei Jacinto schon viel Verzweiflung gekostet hat – es ist einfach nicht so leicht, wenn man ein Pferd hat, was so schnell die Gangarten verschiebt und das kein Gang-Professor ist. Aber es ist Anna Eschner aufgefallen, dass wir Fortschritte gemacht haben. Und wir sind gelobt worden. Es ist mir tatsächlich viel mehr wert, insgesamt weiter zu kommen. Die Konventionen 1. Platz oder 3. Platz ist bei einem kleinen Turnier doch eigentlich egal. Jacinto und ich haben es jedenfalls konsequent durchgezogen immer „Letzter“ zu sein. Aber wenn man das anders formuliert, klingt es nach: ein Zweiter, zwei Dritte, ein Vierter und ein Fünfter Platz – also immer in der Platzierung. Kann man auch sagen 🙂 Wie gesagt: mir war wichtig, dass er die drei Tage im Kopf klar bleibt und motiviert mitmacht. Das hat er – er hat seine Tölt-Leistung im Verlauf des Samstags (da durften wir drei Mal starten) kontinuierlich gesteigert und das fand ich super. Außerdem starte ich gerne Prüfungen, weil man einfach immer lustige Abreiteplatz-Gespräche hat und im Line-Up mittendrin, statt nur dabei ist 🙂 Wie mit der alten Fight-Club-Regel gesagt: „Was auf dem Abreiteplatz besprochen wird, bleibt auf dem Abreiteplatz!“ 

Lustigste Kostümklasse Ever! – Spaß muss sein! – Foto: privat

Diosa und Yvi haben eine richtig gute Dressur-Kür hingelegt. Im Vergleich zu unserem Probelauf am letzten Feiertag in der Reithalle war das sowas von souverän und sauber – da kannste nix sagen! Mein Sieger der Herzen sind die Beiden auf jeden Fall! Auch im Trail war sie sehr souverän. Frau Sumpf hat es einfach drauf. In der Dreigang lief es nicht so glatt, aber Frau Sumpf mag einfach keine Reithallen. Wahrscheinlich, weil sie so klein ist und nicht über die Bande gucken kann. Das neugierige Stück. Im Stallzelt hängt sie jedenfalls immer mit dem Kopf draußen, guckt schlecht gelaunt, hat aber immer alles im Blick und das gefällt ihr glaube ich sehr gut 🙂 Wahrscheinlich stiftet sie die anderen Ponys auch zu irgend einem Unsinn an. Und sie kommentiert auch ziemlich viel mit ihrem „Möhöhöö“. Weil sie so gut mitgemacht hat und wir sie schonen wollten für nächstes Wochenende in Mannheim durfte sie dann nach der Dressur-Kür den Rest des Turniers chillen. Die Western-Pleasure wurde gestrichen um Kräfte zu schonen. Und am Sonntag hat Yvi einfach die Gelegenheit genutzt, um etwas Langzügel-Arbeit während der Abschluss-Barrida zu machen, um in Turnier-Atmosphäre zu üben. Weil nach dem Turnier ist vor dem Turnier 🙂 und wir freuen uns schon darauf einige „Verrückte“ nächstes Wochenende in Mannheim wieder zu sehen!

Motivierte Turnier-Ponys 🙂 – Foto: privat

Übrigens hat mich das Turnier auch sehr motiviert. Ich habe mir am Sonntag die Best of Traditional Klassen angesehen, die wirklich mit sehr starken und tollen Pferden besetzt waren – Respekt Leute! Ich habe John mit Dinamica von Britta in der Performance reiten sehen – das hat mich so motiviert. Das war ehrlich gesagt mein Highlight – Das Board von Dinamica – weil ich weiß, was für eine tolle Arbeit John mit seiner ruhigen Art in kurzer Zeit geleistet hat. Und es hat mich motiviert mit einem Performance Pferd eine Performance zu reiten – ich will unter Turnierbedingungen eine Figure-8 und ein geiles Board reiten – Komisch, was für Dinge einen manchmal motivieren oder? … mal sehen, ob wir das irgendwann schaffen!

Die süßeste Verführung, seit es Zimtschnecken gibt! – Foto: privat

Turnierstatistik Yvi und Diosa:

  • Dreigang 3. Platz (4)
  • Dressur Kür 2. Platz (4)
  • Trail 3. Platz (5)

Turnierstatistik Jacinto und Christine:

  • Dreigang 4. Platz (4)
  • Trail 5. Platz (5)
  • Versatility 3. Platz (3)
  • Western Pleasure 2. Platz (2)
  • Country Pleasure (Level 2) – 3. Platz (3)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: