Del Cavador

Coronata 2020

PFAE-Herbstveranstaltung in Killingen

Sammeln vor der Cabalgata – Foto: Privat

09.10. bis 11.10.2020:

Coronata 2020 war die Idee und der Versuch das Paso Fino-Jahr zumindest mit einer kleinen, privateren Veranstaltung ausklingen zu lassen. Anstatt des großen 20-Jahre-Events, welches dann hoffentlich 2021 stattfinden kann. Bei der Coronata ging es in erster Linie darum ein bisschen Spaß zu haben – und natürlich die perfekte Gelegenheit für junge Pferde und interessierte Reiter ein bisschen Turnier-Feeling zu schnuppern. Knapp 20 Pferde fanden sich in Killingen auf der Reitanlage Walter ein – einer wunderschönen Springreiter-Anlage, nahe Ellwangen an der A7 in Baden Württemberg gelegen. Die Anlage bietet alles was das Herz begehrt, große Reithalle mit viel Platz – wunderschönes Ausreitgelände und nette, professionelle Betreiber. Unsere beiden Richter Anna Eschner und erstmals Günter Schulz – zusammen mit Daniel Sewing als Sprecher ergänzten die Veranstaltung perfekt. Es macht immer sehr viel Spaß mit Euch! 

Insgesamt muss ich zugeben, dass ich aufgrund der vermaledeiten Covid-Situation schon etwas Bammel hatte, aber letztendlich konnte man sich sehr gut verteilen und auch die Besucher hielten sich in Grenzen, von daher wirklich eine sehr private Veranstaltung. Oder wie sagt man? Handverlesen? 🙂

Erstmals durfte Drachis beste Ausreitfreundin Belicia (Bella) mit Besitzerin Julia im Pferdehänger mitfahren – also Julia durfte natürlich vorne sitzen. Die beiden Rennsemmeln ziehen seit diesem Sommer zusammen auf unseren großen Mut-zur-Strecke-Touren gemeinsam durch die Gegend und sind seitdem Partners-in-Crime – auf Deutsch: Leidensgenossen. Julia musste natürlich auch Fino-Turnier-Infiziert werden, was erstaunlich gut geklappt hat. Wir hatten übrigens schon viel Spaß bei der Hinfahrt auf der Autobahn – ich sag nur Stau und Aktionen, die Menschen da so treiben, wenn sie gelangweilt sind (oder mal müssen). 

Julia und Bella im Trail – Foto: Yvi Tschischka

Die Ponys wurden auf die Gastboxen der Anlage verteilt und durften erst mal ankommen. Am Abend gab es dann noch ein gemeinsames Reiten in der großen Reithalle zum Kennenlernen – und Julias und Bellas erstes gemeinsames Soundingboard. Bella ist da drüber, als ob sie noch nie was anderes gemacht hat. Also war mir klar: Läuft! Mission erledigt.

Unser Hotel war übrigens der Hammer, ein neues, fast schlossartig angelegtes Parkhotel am Waldrand – großzügige Appartements und wahnsinnig ruhig! Ich konnte unter anderem auch deshalb nicht schlafen, weil es so dermaßen ruhig war! In Hotels schlafe ich ja bekannter Maßen nie gut. Es gab zwar kein opulentes Frühstücks-Buffett, das wäre die Krönung gewesen, aber als Appartements waren alle Zimmer mit Küchenzeile ausgestattet, so dass der Morgenkaffee kein Problem war. Echt eine tolle Entdeckung von Britta, die für uns mit gebucht hat. 

Der Samstag war dann der erste offizielle Coronata-Tag. Jeder bekam sein Starterset: Zeitplan, eine Stallplakette, einen PFAE-Untersetzer (aus Schiefer – sponsored by Terra Müller), eine PFAE-Mund-Nasen-Bedeckung (ein bisschen knapp bemessen :-)), ein Corona-Bier (sehr herb – Lecker!) ein tolles Sponsor-Geschenk vom Zykloopenhof und eine Futterprobe. Nicht schlecht für eine Spaßveranstaltung. Für die Trainingsklasse bekam jeder noch eine extra schicke, große Coronata-Erinnerungs-Herbstschleife. 

Wir sattelten die Ponys und starteten alle zusammen bei etwas suboptimalem leichtem Regenwetter zur Cabalgata. Geführt durch die tolle Killinger Reitgegend – die Anlage liegt direkt an einem Waldgebiet, in dem sich auch zwei alte Raubritter-Ruinen befinden – hat uns Walter Senior mit Springpferd Charlotta, in seinem Herzen ein alter Buschreiter! Nachdem ein Teil sehr flott im Schritt unterwegs war und ein Teil eher gemütlicher, hatten wir die Möglichkeit uns zu trennen, so dass der Teil der Reiter, die gemütlicher unterwegs waren direkt zur Mittagsstation reiten konnten und die schnellere Gruppe noch einen flotten Schlenker reiten konnten. 

Walter Senior und Charlotta – Foto: privat

Das war toll. Das Drachenpony war zwar durch den Wind wie nie  – sie hasst es anscheinend in Gruppen zu reiten, die anderen Pferde sind ihr zu laut, zu nah, zu weit weg, zu nervig, was auch immer, jedenfalls ist sie hochgekocht wie schon lange nicht mehr. Die längere Route hat sie etwas beruhigt, und war landschaftlich und streckentechnisch echt ein Abenteuer. Wir erklommen einen tollen Aussichtspunkt und dann ging es wahrlich ab durchs Gebüsch. Walter Senior verschwand auf einmal im Dickicht. Komplett. Ich habe mir nur gedacht: „ach komm, wenn der das mit seinem großen Pferd schafft, kommt das Drachi da alle mal durch“ und hab mich hinterher gestürzt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Abenteuer, ganz nach meinem Geschmack.

Am Mittagsrast-Punkt warteten dann schon Brötchen und heiße und kalte Getränke und natürlich die anderen Reiter auf uns. Frisch gestärkt ging es weiter. Allerdings musste ich nach 200 Meter abbrechen und das Drachenpony nach Hause führen. Während die eine Gruppe noch die zweite Raubritter-Ruine besucht hat und die langsameren Reiter eine extra Schleife gedreht haben kamen das Drachenpony und ich dann zu Fuß als Erstes wieder nach 14 km an der Anlage an. Reiten ging gar nicht mehr. Aber Drachi hat sich wenigstens zu Fuß wieder beruhigt. Wie sagt man so schön: Wer sein Pferd liebt, der Schiebt!

Am späten Nachmittag gab es dann ein Meet-and-Greet mit Kaffee und Kuchen und ein paar Besuchern, die sich für die Abendveranstaltung eingefunden hatten. Julia und ich hatten sogar eine Zykloopenhof-Fankurve mit selbstgebastelten Schildern dabei! Mädels, Ihr seid die Besten! So angefeuert läuft es doch am Besten!

Der Abend begann mit einem Trail – übrigens sehr schön von Kira ausgedacht: Thema Corona und Hygienemaßnahmen, ich hab mich sehr gefreut darüber. Die Starter konnten sich überlegen, ob sie reiten oder führen wollten. Drachi und ich waren als erstes dran und ich war mir nicht sicher, ob ihre Nerven das durchhalten. Aber sie war so souverän wie selten, sie hat alles gemeistert, war komplett ansprechbar und beim Stangen-C auf jeden Fall die Beste. Für mich war das Drachi die Nummer eins. 

Drachi im Trail – Foto: Yvi Tschischka

Daran folgend (unterbrochen durch ein Abendessen – das Catering übernahmen die Walters selber mit guter Hausmannskost) starteten die Fun-Klassen. Wir starteten mit einem leicht wilden Fußballspiel – ich sage mal, es gab letztendlich keine Verletzten und Jürgen und Camino leben auch noch – das Drachi war voll in seinem Element. 

Die darauf folgende Kostümklasse war auch wieder richtig kreativ und lustig. Da gab es Biene Maya und Willi mit Flipp und Thekla aus dem Erzgebirge, Mario Kart von der Schweizer Grenze her gerast und die Daddy Cool-Schimmel-Combo. Alle echte Highlights!

Daddy Cool-Gang – Foto: privat

Beim anschließenden Paarreiten mit Julia zusammen war Drachi dann etwas hopsig drauf, die berittene Kavallerie hätte sich über das Terre a Terre artige Gehopse bestimmt gefreut. Aber für uns war danach trotzdem Schluß mit Fun und Fiesta. Ich habe vom weiteren Programm nichts mehr mitbekommen, weil Frau Drachi trocken geführt werden wollte. Aber Julia und Bella hatten viel Spaß beim Copa de Champagne, dann gab es noch eine Gleichmäßigkeitstölt-Prüfung. Mich hat jedenfalls der Besuch unserer Zykloopenhof-Mädels (und Jungs) sehr gefreut und dass Bella so toll mitgemacht hat. Als ob sie nichts anderes macht – tja Julia, Schade, ihr müsst jetzt halt immer mit kommen! 

Beste Zykloopenhof-Cuties – Foto: Yvi Tschischka

Der Sonntag stand dann eher als Fortbildungstag im Fokus. Anna Eschner hat am Vormittag kurzweilig und charmant ihr Wissen mit uns geteilt. Ich habe es mir selber nicht angehört, weil mein Kopf momentan schon mit weniger Informationen überfordert ist, von daher kann ich leider nichts über den Inhalt erzählen, aber alle waren begeistert. Praktische Ausführungen gab es dann hinter her in den drei Trainingsklassen. Also ein kleines bisschen echtes Turnierfeeling für die Starter. Und die perfekte Gelegenheit für junge und unerfahrene Pferde, die auch genutzt wurde. Also rundum eine sehr gemütliche, familiär geprägte Veranstaltung. 

Trainingsklasse Adult – Foto: Sarah Meier-Renz

Es war schön die verstreute Fino-Familie dieses Jahr teilweise doch noch einmal „in Echt“ zu sehen und auch die Paso Finos übers Board laufen zu hören, hat sehr gut getan. So ein bisschen fehlt die Turniersaison doch, aber insgesamt bietet dieses Jahr auch ohne große Pferde- und Messe-Aktion tolle Gelegenheiten, trotz Covid. Ich hoffe, dass wir so eine Veranstaltung wieder einmal auf die Beine stellen können. 

Bella in der Trainingsklasse – Foto: Sarah Meier-Renz

Meine persönlichen Highlights an diesem Wochenende: 

Fino-Leute zu treffen! 

Belicias erstes Soundingboard

Abenteuerwege mit Walter Senior im Wald

Drachenponys souveräner gerittener Trail

George Clooney mit PFAE-Mund-Nasen-Maske

Rico und Fénix den geführten Trail laufen sehen (Gänsehaut-Feeling) 

Fußballspiel gegen Jürgen 🙂

Die Kostümklasse!

Unser Zykloopenhof-Support! 

Jürgens Bandolera in der Trainingsklasse (tolles Pony – aber da bin ich wohl befangen, weil sie vom äußeren Look hart an das Drachi erinnert!)

Brittas Mandarina in der Trainingsklasse zu sehen (Schade, wird doch ein Classic Fino! :-))

Ein bisschen „Normalität“ schnuppern können

Einfach mal raus aus dem Alltag gekommen zu sein – das war dringend nötig

Gelungenes Coronata-Wochenende – Foto: Sarah Meier-Renz

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