Del Cavador

Charakterstudien – Drachenpony?

Nachdem Ihr meine Ponys ja überwiegend durch Geschichten kennt oder auf Bildern seht – und Bilder sind immer Momentaufnahmen, die selten den Charakter eines Pferdes komplett beschreiben – dachte ich mir ich stelle Euch einfach mal Stück für Stück meine Ponys und Ihre Eigenheiten vor.

La Respuesta de los Angeles, so lautet „Resis“ kompletter Name, wurde 2012 mein Pony. Ich kannte sie schon seit sie nach Deutschland gekommen ist und nach dem Tod von meinem Nachwuchspony Dimera (Diosas erster Tochter) zog Resi im Sommer bei mir ein. Sie ist und bleibt ein Projekt-Pferd. Eine „gute“ USA-Erziehung und eingefahrene Verhaltensmuster machen es nicht immer leicht mit ihr. Aber sie hat so einen tollen Charakter und in ganz langsamen Schritten taut sie auf und manchmal zeigt sie was für ein tolles Pferd sie sein könnte, wenn sie sich nicht selber so im Weg stehen würde. Der Spitzname „Drachenpony“ kam mit ihrer schicken zackigen Kurzhaar-Frisur. Der Name ist übrigens auch Programm! Irgendwann färbe ich die Zacken mal Feuerrot!

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Perfekter Drachenponymoment 2017 – Foto: Yvi Tschischka PS: Das perfekte Beispiel, was Fotos ausmachen können. Was wie eine fluffige Galopp-Pirouette aussieht, ist eigentlich der Beginn von einer Resi-Typischen-Hopps-Salve 🙂 Aber ich liebe das Foto!

 

15 Dinge über Resi:

♠ Das Drachenpony hat die Fähigkeit sich ganz langsam über das Paddock zu bewegen. Fast zeitlupenartig, wie Katzen, die sich unauffällig anschleichen. Wenn man sich dann wegdreht und kurz danach wieder hinguckt ist sie auf einmal weg. Ist es Zauberei?

♠ Das Drachenpony leidet extrem wenn sie geimpft wurde oder ein Weh-Wehchen hat – aber nur so lange jemand hinsieht.

 

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Schmusedrachenpony weil Bauchweh – 23.12.2017 – Foto: Yvi

♠ Das Drachenpony verteidigt ihr Essen inzwischen sehr vehement. Da wird sie echt zum Drachen!

♠ Das Drachenpony neigt dazu sehr barocke Formen auszubilden. Aber sie ist NICHT FETT!

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Sie ist NICHT FETT!!!! – 2012 – Foto: Yvi Tschischka

 

♠ Das Drachenpony bleibt auch alleine zuverlässig in irgendwelchen Boxen stehen. Sie liebt es eine eigene Box zu haben. Aber nur, wenn da auch was zu Essen drin ist.

♠ Das Drachenpony neigt zu komischen Pusteln, riesengroßen Hautschuppen, komischen Schubberstellen und seltsamen Schwellungen an ihrem Körper. Vor allem, wenn sie sich nicht genügend beachtet fühlt. 

♠ Das Drachenpony mag keinen ekeligen Winter-Regen. Aber das mögen alle drei Ponys nicht. Da bricht dann doch das Südländische Erbe durch.

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Wildes Drachenpony! – Foto: Anne Moorbrink 2017

♠ Das Drachenpony hasst Sattelgurte. Da wird sie zum Schni-Schna-Schnappi!

♠ Das Drachenpony hasst es, wenn man ihre Ohren anfasst. 

♠ Das Drachenpony reagiert sehr extrem, wenn man die Zügel annimmt und schneller reiten möchte. 

♠ Das Drachenpony hasst es wie die Pest, wenn man auf Ihr drauf sitzt und mit komischen Dingen hantiert. Da reicht auch manchmal schon, wenn man nur ein Blatt Papier auffaltet.

♠ Das Drachenpony hat Momente, an dem sie Kuscheln kommt und Tage, an dem sie einen mit Blicken tötet. Das kann minütlich wechseln. 

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Das Drachenpony ist skeptisch 2017 – Foto: privat

♠ Das Drachenpony steht Bombensicher wenn sie steht. Auch wenn sie gerade irgendwie explodiert ist und wie eine Gestörte durch die Gegend gehopst ist.

♠ Das Drachenpony wäre gut im Poker. Sie starrt einen an und man weiß einfach nicht was sie will.

♠ Das Drachenpony ist außerordentlich vorbildlich im Handling. Wenn man sie wo hin stellt, bleibt sie da auch stehen. Das prädestiniert sie als perfektes Foto-Pony. Nur das mit dem Ohren vor wird manchmal schwierig.

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Drachenpony in Entspannt Hünxe 2017 – Foto: Yvi Tschischka

Charakterstudien – Frau Sumpf?

August 2018:

Nachdem Ihr meine Ponys ja überwiegend durch Geschichten kennt oder auf Bildern seht – und Bilder sind ja immer Momentaufnahmen, die selten den Charakter eines Pferdes komplett beschreiben – dachte ich mir, ich stelle Euch einfach mal Stück für Stück meine Ponys und Ihre Eigenheiten vor.

Nummer Zwei in meiner lustigen Pony-Sammlung ist Diosa „Frau Sumpf“ – wobei sie natürlich glaubt, sie ist immer die Nummer Eins. Etwas Anderes kommt natürlich gar nicht in Frage. Das beschreibt auch schon mal sehr schön ihren Charakter. Sie ist die Königin schlechthin. Sie herrscht großzügig und lässt sich bedienen. Aber wenn man ihre Zustimmung erlangt hat, dann macht sie auch ganz viel, um einem zu gefallen. Diosa und ich sind seit 13 Jahren ein Team. Vor sechs Jahren benötigte ich dringend Unterstützung für Frau Sumpfs Größenwahn und seitdem ist auch Yvi ihre Betreuerin – äh … Sklavin meine ich natürlich.

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Diosa schläft auch sehr gerne – man darf ihr dabei huldigen. Das Foto stammt von 2010 – da waren wir beide noch jung! – Foto: privat

20 Harte Fakten über Diosa:

  • Diosa ist die unangefochtene Herrscherin über Ihre Herde. Sie beherrscht diese per Gedankenübertragung. Gewalt ist von ihr aus nur im Notfall nötig. Sie herrscht einfach. 
  • Diosa ist fähig andere Pferde für ihre Zwecke zu Manipulieren. Es ist erstaunlich. 
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Frau Sumpf 2012 bei der Erziehung Ihrer ersten Tochter – Man weiß nicht genau, was sie ihr da beibringen will. Aber man weiß ja wie sehr Kinder nerven können 🙂 – Foto: privat
  • Diosa ist eine Rampensau. Sie liebt es im Mittelpunkt zu stehen und sie fordert es auch ein!
  • Panik oder Angst in Menschenmengen? – Nicht mit Frau Sumpf. Sie weiß, wie man mit Huldigungen umzugehen hat.
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Diosa in Reken IDMG 2010, Foto U. Neddens
  • Diosa sieht man ihre Stimmung immer sehr deutlich in ihrem Gesicht an.
  • Diosa röhrt wie ein Hengst. Sie wurde schon mehrfach verwechselt. 
  • Diosa muss man davon überzeugen, dass es Ihre Idee war, dann tut sie Alles für einen.
  • Diosa ist ein sehr zuverlässiges Reitpferd, wenn man ein Handpferd dabei hat. Da wird nicht gedrängelt und überholt. Frau Sumpf regelt das schon. Natürlich ist sie auch ohne Handpferd ein zuverlässiges Pony!
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Ausritt zu dritt – die Rasselbande (Dimera, Diosa und Jacinto 2009) – Foto: privat – Übrigens an diesem Platz steht heute das Roundpen!
  • Diosa wälzt sich nicht nach dem Waschen, sie schubbert sich im 45° Winkel an der Wand entlang. Wahlweise an anderen Ponys. Aber keine Erde! 
  • Diosa schläft zur Not auch auf Betonflächen, nur um ihr Frühstück nicht zu verpassen! Prioritäten setzen ist Alles!
  • Wenn Diosa sehr kuschelig drauf ist, muss man genau nachsehen. Es könnte sein, dass sie dann Krank ist.
  • Diosa ist ein Clown. Sie liebt es ihre Kunststückchen vorzuführen, um Belohnungen abzustauben. 
  • Diosa lernt sehr gerne Kunststückchen – sie mag Bodenarbeit und Freiarbeit mit Yvi – das ist nämlich nicht so anstrengend wie „richtige“ Reitgymnastik oder anstrengende Dressurarbeit. Bäh!
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Diosa und Yvi Winter 2017/2018 – Foto: privat
  • Diosa hat eine Hängelippe, wenn sie sich wohl fühlt. 
  • Diosa ist ein perfektes Trailpony! Sie ist mutig, unerschrocken und schlappt auf alles Drauf! Teppich liebt sie. Die Wippe ebenso!
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Perfekter Schwerer Trail in Aegidienberg 2013 – Da sind Yvi und Diosa auch Deutscher Meister geworden! – Foto: privat
  • Diosa hatte bisher drei Fohlen. Eine dunkelbraune Stute, eine gescheckte Stute und ein fuchsfalbenes Goldprämien-Hengstfohlen. Sie vererbt also ihren Scheckung nicht dominant weiter.  Dafür aber deutlich ihren Charakter!
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Diosa und Diego – März 2018 – Foto: Annika M.
  • Diosa liebt es den Popo gekratzt zu bekommen. Man merkt sofort, wenn sie möchte, dass man das für sie tut. Auch wenn man ganz schwer von Begriff ist.
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Frau Sumpf hat in Hannover ein Opfer gefunden, dass ihr den Popo kratzt. – Foto: Yvi
  • Warum sie den Namen „Frau Sumpf“ hat, bleibt ein Geheimnis. Es hat jedenfalls nicht mit einer Affinität zu Matsch zu tun. Frau Sumpf ist nämlich eigentlich sehr reinlich.
  • Frau Sumpf liebt Bananen. Und ihre Kraftfutter-Portionen. Überhaupt liebt sie Essen!
  • Frau Sumpf kommentiert gerne Alles und Jeden. Sie ist sehr kommunikativ.
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Diosa im Februar 2017 – Ein Clown! – Foto: Yvi Tschischka

 

Sentimentalitäten?

11. Juni 2018:

Heute haben wir Sara und ihren Samurai zum Springturnier begleitet. Eigentlich sollte ich sie ja fahren, aber mein Auto musste unbedingt wieder einmal Drama-Queen spielen und den Hänger-Zug verweigern. Long Story, short: Montag sind wir in der Werkstatt.

Jedenfalls hat mich das Turnier an die Anfänge meiner Reiterlaufbahn erinnert und ich bin sentimental geworden. Kann auch sein, dass bei mir langsam altersbedingte Hormonschwankungen einsetzen, die für  pferdetechnische Flashbacks zuständig sind. Oder ich werde langsam dement. Wer weiß das schon. Auf jeden Fall zogen alle meine Pony- und Pferdelieben an meinem inneren Auge vorbei.

Meine erste große Pferdeliebe war ein Welsh A Pony. Ihr Name war „José“ und mit ihr habe ich die  Gegend durchstreift. Bei uns am Dorf gab es einen Mann der Welsh-Ponys hatte. Hier haben wir uns mit kleinen Arbeiten das Reiten verdient. Der Grundstock bestand aus Hof kehren. Kehren kann ich also. Und Misten. Was ich schon an Tonnen von Mist geschaufelt habe! Ein Fußballfeld voll reicht wahrscheinlich gar nicht mehr aus!

José – sie war ein richtiges Buschreiter-Pony! – Foto: gezwungene Mutter 🙂

Später kam dann offizieller Reitunterricht im nahegelegenen Reitverein dazu. Josés letztes Fohlen, ein kleiner Inzucht-Weideunfall, war dann meine erste spezielle Pony-Liebe. Sie war sehr scheu und ich hatte viel Zeit nur in ihrer Box sitzend verbracht, damit sie vertrauen zu mir bekam. „Johanna“ war ihr Name. Sie war auch das erste Pony, dass ich angeritten habe. Johanna war speziell, sie ging Pass. Also quasi mein erstes Gangpferd 🙂 Keine Ahnung, ob das damals komplette Verspannung bei diesem sensiblen, kleinen Pferdchen war, komplette Inzucht, oder ob sie tatsächlich eine Gangveranlagung hatte. Auf jeden Fall träumte ich davon, dass sie im Schuppen hinter unserem Haus einziehen durfte. Tat sie natürlich nicht. Es hieß immer: Wenn Du mal erwachsen bist und selber Geld verdienst, kannst Du Dir ein Pferd kaufen!

Johanna – Die Blässe sieht ein bisschen aus wie bei Diosa oder? – Foto: arme gezwungene Mutter – Wir sind übrigens immer mit relativ kurzen Bügeln geritten, damit die Leute nicht denken, wir seien zu groß für die Ponys 🙂

Jedenfalls wurde sie eines Tages samt ihres Halbbruder-Vaters einfach als Gespann verkauft und war weg. Mein erster großer Verlust. Das hat wahrscheinlich auch meine Einstellung zu Reitbeteiligungen geprägt. Mir wurden oft einfach die Ponys ohne Worte sprichwörtlich unter dem Sattel wegverkauft. Eine harte Schule. So wollte ich zu meinen Reitbeteiligungen nie sein. Von daher bin ich glaube ich eine ziemlich gute Wahl, falls man Reitbeteiligung bei mir sein möchte 🙂 #eigenlobstinktgarnicht

Aber eigentlich kam ich auf die Sentimental-Schiene, weil wir heute Sara begleitet haben. Das erinnerte mich an meine ersten FN Reitschul-Turniere und natürlich die geliebten Schulpferde von damals. Da gab es „Dojan“ ein brauner Holländer und ausgemustertes Springpferd.

Dojan – mein erstes FN-Turnier 1990 – ein Reiterwettbewerb – Foto: gezwungene, auf Turnier geschleppte Mutter

Später kam Bergfee. Bergfee war sehr speziell und sehr flott unterwegs. Wahrscheinlich hat sich da schon meine Liebe für leicht bekloppte Pferde gefestigt. Leider blieb sie nicht lange als Schulpferd. Aber mit ihr hatte ich meinen ersten Wanderritt und 1993 zwei Turnierstarts. Auf diesem Bild wurde ich sogar Erster. Aber ich habe keine Ahnung mehr, wie viele Teilnehmer da dabei waren. Der Pokal steht jedenfalls immer noch in meinem Bücherregal.

Bergfee – Hier baute sich meine Tendenz für spezielle Pferde aus (leider muss ich sagen, dass ich schon damals anscheinend gerne nach links unten gesehen habe …. das ist heute noch so) – Foto: leidende Mutter

Für Bergfee kam Napoleon – ein großer Brauner Wallach. Mit ihm war ich auf jeden Fall einmal bei einer Quadrille im Rahmen irgend welcher Casteller Festivitäten dabei. Das muss 1994 gewesen sein. Soweit ich mich erinnere war Napoleon ein Privat-Pferd, dass dem Reitverein zur Verfügung gestellt wurde. Aber mich interessierte immer das Außen-Herum nicht so sehr, ich war mehr auf die Ponys und Pferde fixiert und wohl eher in meiner eigenen Welt unterwegs.

Napoleon – Auf dem Bild bin ich übrigens schon süße 18 Jahre alt. – Foto: keine Ahnung mehr wer

Aber meine eigentliche große Pony-Liebe war „Charly“, ein Welsh-Reitpony, geboren 1994. Ihn habe ich von Fohlen-Zeit bis ins Reitalter begleitet. Wir hatten eine schöne Zeit, er war sehr temperamentvoll und wirklich eigentlich „mein“ Pony. Mein tiefster Wunsch war, dass er mir gehören sollte. Aber das wurde mir aus unerfindlichen Gründen verwehrt. Also trennte ich mich komplett schwermütigen Herzens von den Welsh-Ponys und rutschte so in die alleinige Welt der Gangpferde. Speziell der Paso Finos. Denn Jacinto trat in mein Leben 🙂

Charly als Fohlen – Foto: wahrscheinlich meine langjährige Reitfreundin Renate 🙂 Wir zwei waren die BFs vom Welsh-Pony-Stall

Aber eigentlich hatte ich mich an dieses Bild hier erinnert: „Goletta“ – im alten Reitverein Trautberg 1993 im Springreiter-Wettbewerb. Was war ich stolz wie Bolle, einen ganzen Parcours geschafft zu haben. Das war damals übrigens ein fünfter Platz. Im Reitverein haben wir auch die Sommerferien verbracht. Da hängen viele schöne Erinnerungen an meine Reiter-Kindheit – Nachtwanderungen, Ausritte, Pommes-Essen – Hach ja! (PS: Claudia! Weißt Du noch!? :-)) – manchmal ist das Leben doch ein Ponyhof!

Goletta – Schulpferd – Foto: meine geplagte Mutter wahrscheinlich …

Doch genug mit Sentimentalitäten – die Realität ist: seit 17 Jahren bin ich selber Pferdebesitzer und hänge mein Herz nur noch an Pferde, die mir selber gehören. Oder an Pferde, die von meinen eigenen Pferden stammen. Die letzten 17 Jahre waren fantastische Jahre! Nicht immer einfach, aber immer hatte ich dieses gelbe, leicht autistische Pony bei mir, was oft nicht richtig läuft, mir viele Sorgen macht(e) und auf dessen Rücken ich mich immer zu Hause fühle: Jacinto! Der mir hoffentlich noch ganz viele Jahre bleibt, weil was ich ohne ihn machen soll weiß ich ehrlich gesagt nicht.

 

Hilfe für den Notfall?

Dimera hatte sich auf der Fohlenkoppel damals eine häßliche Platzwunde an der Nase zugezogen. Die Narbe fand ich immer ganz süß, aber es hätte leicht auch mehr passieren können – Foto: privat

Mai 2018:

Heute geht es um Versicherungen. Langweilig!!! – denken bestimmt einige, aber manchmal muss man sich eben auch um langweilige Dinge kümmern, die einem im Notfall ziemlich viel Rennerei und Kosten ersparen können. Wir sprechen heute über Operationsversicherungen bei Pferden.

Basic-Infos?
In Deutschland gibt es momentan drei große Anbieter für OP-Versicherungen: Allianz, Uelzener und R+V-Versicherung. Bei allen dieser drei Anbieter hat man die Möglichkeit zwischen drei verschiedenen Paketen zu wählen. In der Regel ein Basis-Angebot, ein Mittleres Angebot und ein Premium-Angebot. Preislich fängt das bei unter 10 Euro im Monat an und hört bei ungefähr knapp 40 Euro pro Monat Versicherungsschutz pro Pferd auf.
Natürlich muss man sich genau anschauen, was die jeweiligen Pakete enthalten. Das günstigste Paket enthält eine Beteiligung von 1.500.- € als Bezuschussung für eine Operation, was im Ernstfall nur der Tropfen auf einen heißen Stein an Kosten sein kann. Von daher Augen auf bei der Tarif-Wahl.
Auch die Möglichkeit von Selbstbeteiligungen muss man sich am Besten in einem Rechenbeispiel überlegen. Meistens bringt es im Ernstfall tatsächlich mehr, sich für ein höheres Versicherungspaket ohne Selbstbeteiligung zu entscheiden, hier „spart“ man dann im Ernstfall ordentlich Geld ein. Manchmal werden auch nur Vollnarkosen übernommen. Was ist aber, wenn das Pferd nur eine Standnarkose oder sogar nur eine lokale Sedierung benötigt?
Sind wir mal ehrlich, von einer OP-Versicherung profitieren insbesondere Reiter, die kein Geld für teure Tierarztbehandlungen auf der hohen Kante haben. Wer genügend gespart hat oder reiche Eltern hat ist hier fein raus und kann eigentlich aufhören zu lesen und stattdessen lieber Shoppen gehen. Eskadron hat ja die neue Sommer-Kollektion herausgebracht ….

Alle anderen haben die Qual der Wahl und die kann verwirrend sein. Je nach unterschiedlichem Versicherungspaket kann man auch Nachbehandlungstage für die Tage nach der Operation in der Klinik bekommen, bildgebende Verfahren werden erstattet (Röntgen, CT, MRT, Ultraschall), es werden unterschiedliche GOT-Sätze (Gebührenordnung für Tierärzte) erstattet, teilweise auch regenerative Therapien. Die Gebühren können im einfachen bis dreifachen Satz erstattet werden, je nach Schweregrad und angewendeten Methoden. Eine Erstattung des einfachen Satzes bei günstigen Versicherungen bringt jemandem, der sowieso kein Geld gespart hat im Prinzip überhaupt nichts. Die Kosten für eine Klinikbehandlung beim Pferd rutschen ganz schnell in den finanziellen Bereich, in dem man sich dafür stattdessen schon einen nagelneuen Kleinwagen mit sämtlichem Schnickschnack kaufen könnte. In Sonderlackierung. Mit Glitzer.

Auch das Pferdealter spielt eine Rolle bei Versicherungen. Seit 2016 gibt es zum Beispiel bei der Uelzener keine Altersbeschränkung für die Aufnahme mehr. Auch Pferde, die älter als 12 Jahre sind können noch zur 100%tigen Deckung versichert werden. Früher wurden alte Pferde gar nicht mehr aufgenommen. Und gerade im Alter ist der Verschleiß und die Anfälligkeit ja höher. Es ist ja wie beim Menschen, je älter, desto hinfälliger. Oder verkraftet Ihr etwa lange Partynächte noch genau so, wie damals mit Anfang 20? Also ich auf jeden Fall nicht. 🙂

Warum überhaupt eine OP-Versicherung für Pferde?
Eine OP-Versicherung übernimmt nicht die kompletten Tierarztkosten, die ein Pferd verursacht, aber sie hilft im Ernstfall eine wichtige Entscheidung zu erleichtern, die man sich ohne große finanzielle Rücklagen nicht leisten könnte.

Kolik bei Pferden – das kann schnell tödlich oder super-teuer enden. Resi in der Phase kurz vor dem zweiten Tierarzt-Besuch. Wir sind dann in die Klinik gefahren, weil die Krämpfe nicht besser wurden – Foto: privat

Ein Beispiel: Das Drachenpony hatte im Dezember eine Kolik. Deswegen war unsere Haustierärztin zweimal da und es wurde ein prophylaktischer Aufenthalt in der Tierklinik fällig. Dieser Aufenthalt beschränkte sich auf eine Nacht (weil am nächsten Tag Weihnachten war, deshalb fielen jetzt nicht so exorbitant hohe Kosten an). Eine Operation war zum Glück nicht notwendig. Die hätte ich mir auch gar nicht leisten können.
Eine Kolik Operation kostet je nach Umfang zwischen 5.000 und 12.000 Euro. Das Geld habe ich nicht auf der hohen Kante liegen und ich bin auch nicht gewillt mich wegen einer Pferde-OP in Schulden zu stürzen. Ich hätte mir das Leben meines Pferdes also nicht leisten können. Ich saß in der Klinik, es lag ein anstrengender Tag hinter mir und es war ungewiss, wie es mit Resi weiter geht und ich musste ein Papier unterschreiben, in dem ich auf eine Kolik-Operation verzichte, falls es meinem Pony über die Nacht schlechter gehen sollte. Das ist eine große Entscheidung, die man da fällt. Eine Entscheidung über Leben und Tod. Eine Entscheidung, die mir natürlich nicht leicht fällt, aber die ich mit einem finanziellen Polster hätte abmildern können.

Natürlich muss ich mein Pferd nicht künstlich am Leben erhalten. Ich habe als Tierbesitzer immer noch die Pflicht meinem Pferd ein Leben mit hoher Lebensqualität zu ermöglichen. Dazu gehört auch, dass ich im richtigen Moment die Reißleine ziehen kann und muss, wenn es meinem Pferd nicht mehr gut geht. Dazu gehört aber auch, dass ich die Möglichkeit einer Operation, in Betracht ziehen muss, wenn sie Sinn macht.

Kolik Klinikaufenthalt – wir konnten müdes, aber lebendiges Pony mit nach Hause nehmen – Foto: privat

In meinem Fall hätte ich einer Operation, die den Dickdarm meines Pferdes betrifft gerne zugestimmt. Hier liegt die Überlebenschance ziemlich gut und die Pferde werden meist schnell wieder normal einsetzbar. Prinzipiell: Wenn ich einer Operation zustimme, muss ich mir ja auch immer überlegen, wie geht es danach weiter? Kann ich mein Pferd wieder reiten? Bleibt es für immer eine Kostenfalle?

Nennt mich ruhig herzlos, aber nachdem ich keine Millionen auf dem Konto liegen habe, kann und will ich mir die Bürde für ein chronisch krankes Pferd nicht aufbinden. Ich möchte mit meinen Pferden Dinge unternehmen und Reiten. Ich kann mir kein chronisch krankes Pferd leisten. Irgendwann vielleicht kann ich das finanziell nicht mehr stemmen und dann? Was ist dann mit meinem Pferd? Soll ich es dann in eine ungewisse Zukunft entlassen, indem ich es als „Beistellpferd“ leicht eingeschränkt, aber schweineteuer in einer kostenlosen Internet-Annonce verscherbele?

Die nächste Frage ist nach einer großen Bauch-OP: Wie lange braucht das, bis es wieder verheilt ist? Kann mein Pferd danach im Offenstall leben? Benötigt es Extra-Aufwand? Dauermedikamente? Dauer-Behandlungen? Das sind alles Fragen, die man nicht leichtfertig beantworten möchte, mit denen man sich aber auseinandersetzen muss.

In meinem Fall wäre ich bereit gewesen dem Drachenpony eine Operation zu bezahlen, die Erfolg verspricht. Als Tierarzt kann man eine gewisse Einschätzung abgeben, wo die Kolik liegt und wie der Aufwand ist. Spätestens, wenn der Bauch dann offen ist, wird das ganze Dilemma sichtbar. Klar ist dann noch keine Garantie auf Überleben gestellt, aber mit einer Operationsversicherung im Rücken hätte ich im Dezember diese Möglichkeit gehabt. So blieb mir nur übrig in der Nacht nach Hause zu fahren mit dem unguten Gefühl, dass ich eventuell gerade mein Pony zum letzten Mal Lebend gesehen habe.

Glücklicher Weise ging bei Resi alles gut. Die Kolik konnte durch Magenschlundsonde, Bewegung, Medikamente und Flüssigkeitszufuhr behoben werden. Also durch eine intensive „konservative“ Therapie, die natürlich eine OP-Versicherung nicht abgedeckt hätte. Aber eine konservative Therapie mit einem Tag Klinik und vorheriger Haus-Tierarzt-Untersuchung kostet jetzt nicht die Welt. Versteht mich nicht falsch, ich habe rund 1.500 € nicht einfach zu Hause liegen, aber es fällt einem leichter so einen Betrag anzusparen, zusammenzukratzen, abzuzahlen, als die Kosten einer Bauch-Operation, die zwischen 5.000 und 12.000 € angesiedelt ist. Ohne die Folgekosten. Sowas verheilt ja nicht innerhalb von 10 Tagen, sondern zieht sich bis zu einem halben Jahr hinterher. Das kostet ja auch noch Geld, das bezahlt werden möchte. Und ich bin wirklich nicht gewillt mich wegen meiner Pferde in eine Bank setzen zu müssen und einen Kredit aufzunehmen, den ich dann völlig überteuert abstottere und mir danach nichts mehr leisten kann. Oder einem illegalen Geldverleiher meine Seele zu verkaufen und dann Schläger-Trupps in den Stall geschickt zu bekommen.

Von daher hatte ich Glück. Und hatte mir endlich vorgenommen mich ernsthaft mit dem Thema Pferdeversicherungen auseinander zu setzen. Nachdem ich ja ganze drei Pferde besitze, die schon etwas älter sind, und keines davon Geld scheißt, ist eine OP-Versicherung eine echte Kostenfrage. Ganz ehrlich, wenn ich „nur“ ein Pferd hätte, würde ich vielleicht sogar eine komplette Krankenversicherung für Pferde ausprobieren. Da ist letztendlich alles enthalten wie bei einer Krankenversicherung für Menschen, auch Vorsorgemaßnahmen wie Impfungen und Wurmkuren zu einem gewissen Betrag. Das wäre eine spannende Erfahrung, aber nachdem so etwas ab über 100.- € im Monat Beitrag kostet, entfällt das in meinem Fall für drei Pferde.

Verletzungen bei Pferden sind schnell passiert – Humpel-Diosa in jungen Jahren – Foto: privat

Versicherungsmakler?
Was ich also suchte war eine Versicherung, die mir im Ernstfall die Möglichkeit bietet Operationen oder ausführlichere Behandlungen zu ermöglichen. Eine große Hilfe ist da eine Versicherungsmaklerin, die einem nicht nur die Versicherung „andreht“, sondern die auch im Ernstfall hinterher für einen da ist.

Yvi (die ja auch für den kleinen Diego Versicherungen benötigt) und ich hatten ein nettes persönliches Gespräch mit Christine Schramm (einer unabhängigen Versicherungsmaklerin aus Würzburg), die extra zu uns an den Stall kam, um uns im direkten Gespräch über unsere Optionen zu informieren. Das finde ich immer besser, wie nur telefonischen Kontakt. Ich sehe Menschen bei wichtigen Gesprächen gerne direkt in die Augen und frage auch gerne nach. Wenn es sein muss auch mehrfach. Christine hat uns ausführlich informiert, unsere Fragen beantwortet und uns nicht in eine bestimmte Ecke gedrängt. Sollten wir unsere OP-Versicherungen in Anspruch nehmen können/sollen wir uns sogar jederzeit an sie wenden. Sie berät uns und unterstützt uns dann. Was ja gerade in Bezug auf komplizierte Verhaltensmuster von Versicherungen sehr viel Wert ist. Gerade wenn man dann sehr aufgeregt ist, weil das geliebte Tier krank ist. Da vergisst man schon einmal etwas, oder ist verwirrt. Von daher bietet mir das eine gewisse Beruhigung. Wobei mir als Mensch, der in einem Krankenhaus arbeitet, eigentlich solche Dinge geläufiger sind, wie bei Menschen, die nicht jeden Tag von bescheuerten Krankheiten und den seltsamen Bezahl-Nicht-Bezahl-Ideen von Krankenkassen umgeben sind.

Meine Wahl?
Ich habe mich für alle drei meiner Ponys für eine OP-Versicherung im mittleren Paket-Segment entschieden. Gerne hätte ich natürlich das Premium-Paket genommen, aber mit relativ alten Pferden ist das echt eine Geldfrage. Aber im mittleren Preissegment bin ich mit meinen Ponys gut aufgehoben. Die wichtigsten Operationen sind versichert. Nicht als Schlüsselloch-Chirurgie, keine Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, Hernien-OPs und Gelenk-Chip-Erkrankungen, aber damit kann ich Leben. Auf jeden Fall sind Kolik OPs und operative Frakturbehandlungen versichert (neben einer ganzen Menge anderer Dinge, auch Nicht-Operative Behandlungen) und das ist genau das, was ich für den Notfall wollte. Die Sicherheit, meinen Ponys zu einem akzeptablen Preis mehr bieten zu können.

Mit einer Vertragslaufzeit von 10 Jahren bin ich dann monatlich in in einem Preissegment, das ich stemmen kann. Wir sprechen hier von 20-25 Euro pro Pferd (bei drei Pferden gibt es auch noch einen Rabatt :-)). Das bedeutet ich gebe im Jahr für ein Pferd 240-300 € Versicherungsbeitrag aus. Für drei Pferde sind das 720 – 900 € im Jahr. Eine Kolik-Operation kostet ab 5.000.- € (tendenz steigend) – sprich: ich bin theoretisch günstig gefahren mir eine OP-Versicherung zu leisten. 5.000 € – diesen Betrag erreiche ich in 6 bis 8 Jahren bezahlen der Versicherungsgebühr. Plus „Nachbehandlungs“-Geld hätte ich so rein rechnerisch ungefähr eine Kolik-OP innerhalb von zehn Jahren gezahlt. Ich hoffe Ihr könnt dem Beispiel folgen 🙂

Wenn eines meiner „alten“ Pferde vorher sterben sollte erlischt der Vertrag natürlich. Von daher fühle ich mich jetzt sicherer. Ich bin mein bisheriges Pferdeleben zwar sehr gut gefahren mit Tierarzt-Kosten und auch benötigte ich den Tierarzt meist nur zu Impfungen und Routineuntersuchungen, aber man weiß ja nie, was die Zukunft so bringt. Und die Ponys werden auch nicht jünger. Frau Drachenpony ist jedenfalls nach einer sechsmonatigen Wartezeit für eine Kolik-Operation versichert. Das bedeutet für mich: nächstes Weihnachten kann ich pferdetechnisch ganz entspannt angehen.

Der Klinik-Aufenthalt ist glimpflich verlaufen – Überwachung, Nahrungsaufbau und Rekonvaleszenz in der Krankenbox zu Hause – Foto: privat

Fazit?
Ob OP-Versicherung ja oder nein muss jeder selber entscheiden. Es gibt tolle Möglichkeiten. Ein Versicherungsmakler hilft hier auf jeden Fall weiter. Mir verhilft die OP-Versicherung zu einer gewissen Sicherheit in der Zukunft, da ich nicht die finanziellen Mittel habe, um eine Operation aus der Portokasse zu bezahlen. Konservative Behandlungen bleiben trotzdem „Selbstzahlerleistungen“. Ein gewisses Polster für Tierartzbehandlungen anzusparen bleibt nicht aus. Man lebt mit Versicherung entspannter.

Hier ein paar Links zu OP-Versicherungen:
Hier kann man sich den Preis für eine beispielhafte Versicherung selber ausrechnen

Hier sieht man ein paar Möglichkeiten im Vergleich

Hier die Homepage und Facebook „unserer“ Versicherungsexpertin Christine Schramm

 

Weihnachtsmä(h)r(e)?

24. Dezember 2017:

 

Es war einmal eine nicht mehr ganz so junge Frau, die verliebte sich unsterblich in einen Pferdeanhänger aus Aluminium. „Das wird ein gar treffliches Gefährt für meine treuen Ponys sein!“ dachte sie sich. Das alte Gefährt sieht zwar noch gut aus, aber irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen getrennte Wege zu gehen. Und dieser Zeitpunkt war jetzt. Was die Männer-Midlife-Crisis mit flottem Autos und jungen Frauen beschert, bringt die Pferde-Mädchen-Midlife-Crisis anscheinend mit Aluminum-Hängern oder tollen Allrad-Autos. Die jungen Stallmänner dazu sind zu rar gesät.

Also fuhren sie auf der Holper-Autobahn gen Mittelfranken, um den alten gegen den neuen Hänger auszutauschen und auf ihrer Reise gar mannigfaltige Dinge zu erleben. (Beispiel: sprich niemals Mitarbeiter eines McCafes darauf an, dass er Dir ja schon am letzten Samstag einen Kaffee verkauft hat und dass Du sozusagen ein Dejavu hast. Es verwirrt sie total und sie kommen komplett durcheinander. Auch mit Deiner Bestellung.)

Der Deal ging reibungslos über die Bühne, das Pferdemädchen fuhr in der Dunkelheit mit dem neuen Sirius-Anhänger (S75 Aluminium) in den heimischen Hof und freute sich. „Morgen werden wir das Einsteigen in das neue Gefährt ausprobieren!“, dachte sie.

Sirius – Aluboden – Foto: privat
Sirius – die Graue Wand – Foto: privat

Gesagt getan. Ein schlechtgelaunt-geschecktes Ponytier und ein braunes Drachenpony mussten als erste Versuchskaninchen herhalten. Funktionierte reibungslos. Dann mussten die Versuchstiere in der neuen Bewegungshalle noch ein bisschen Bodenarbeit machen. Dabei entwickelte das Drachenpony eine neue Bewegungsform: sägebockartiges Stehen gefolgt von hinlegen in der Reithalle obwohl zwei weiteren Pferden mit darin waren. Alarmstufe Rot!

Schmerz-Drachenpony – Foto: Fotoschnickse

Das Drachenpony hat Schmerzen! Das doofe Drachenpony wahrt viel zu lange seine Fassade. Man merkt sehr schlecht, wenn ihr etwas nicht passt, wenn sie Schmerzen hat, wenn es ihr nicht gut geht. Das ist bei ihr alles mehr ein Ratespiel. Also rief die nicht mehr ganz so junge Frau die Tierärztin ihres Vertrauens, die schon kurze Zeit später mit ihrem silbernen Gefährt in den Hof ritt. Nachdem die nicht mehr ganz so junge Frau noch nie wegen einer Kolik beim Drachenpony bei ihr angerufen hatte, erkannte sie sofort die Dringlichkeit. Das Drachenpony wurde untersucht und war nicht amüsiert aber sehr tapfer.

Schmerz/Krampflöser per Spritze, sich Anfassen lassen, Abhören lassen, die große Hafenrundfahrt und Magenschlundsonde durch die Nase zum entgasen des Magens. Sie lies alles stoisch über sich ergehen. Nach einer gewissen Wartefrist, in der das Drachenpony wieder Schmerzen bekam und sich deutlich quälte, erschien die Frau mit dem silbernen Auto erneut und riet dann doch zu einer Fahrt mit dem neuen Pferdehänger gen Pferdeklinik. Sollte das Drachenpony noch schlechter werden mit den Vitalwerten bekäme man es nicht mehr über die Autobahn in eine Klinik transportiert. Gesagt getan.

Schmusedrachen unter Schmerzmittel – Foto: Fotoschnickse

In der Dunkelheit der Nacht wurde also das Häufchen Drachenpony in das neue Alu-Gefährt gestellt und durch die Nacht transportiert. Ideale Testbedingungen also: Naß, Kalt, Nebel, Nacht. Wobei die nicht mehr ganz so junge Frau ein deutlich positives Fahrgefühl mit dem neuen Sirius-Hänger hat. Allerdings ist er so hoch, dass man weder Ponys noch irgend etwas anderes im Rückspiegel erblickt. Es ist eine graue Wand, man fühlt sich verfolgt von grauem Nichts. Ihre Überlegung geht dahin, dass der Name Sirius deshalb gewählt wurde, weil ja auch Sirius Black in einem Schleier verschwand … ob es da Parallelen zum Potter’schen Universum gibt?

Hängerkamera – schon jetzt ihr Geld wert! – Foto: privat

Jedenfalls erreichten die nicht mehr ganz so junge Frau und die Foto-Schnickse heil die Pferdeklinik. Zur Entspannung der beiden konnten sie das Drachenpony die ganze Zeit in einem kleinen Monitor beobachten, wie es brav hinten im Hänger stand. In der Klinik wurde das Drachenpony, was schon ganz verschreckt, verschüchtert und deutlich erschöpft war noch einmal komplett durchgenudelt. Volles Programm: Ultraschall – dazu hat sie hübsche Karos in ihr Fell geschoren bekommen – die große Hafenrundfahrt, Schmerzmittel, Magenschlundsonde, Infusionskatheter. Intensivüberwachung über die Nacht mit Flüssigkeitsgabe und Bewegung. Wie ein Häufchen Elend stand sie da mit dem ganzen Schlauchkram.

Die nicht mehr ganz so junge Frau konnte gleich mal üben im Dunkeln irgendwo in der Pampas den neuen Hänger abzustellen ohne ihn zu demolieren. Dann sauste sie mit der Foto-Schnickse zurück über die Autobahn nach Hause um ins Bett zu fallen und sich dort weiter zu sorgen.

Banges Warten und einen erlösenden Anruf bekamen sie am nächsten Tag. Die erste Nacht ist geschafft, es wurde nicht schlimmer – also keine Darm-Operation, die sich die nicht mehr ganz so junge Frau sowieso nicht hätte leisten können.

Nachdem diese doofen Feiertage drohten und die Klinik während dieser Zeit keine Pferde entlässt, durften sie das Drachenpony schon wieder mit nach Hause holen.
Kostaufbau dann eben daheim. Das Pony braucht ja in den ersten Tagen ungefähr alle drei Stunden portioniert Essen, Bewegung und einen Trink-Doch-Was-Motivator. Die nicht mehr ganz so junge Frau wird also die Feiertage statt mit Erholen und ausgiebig herumgammeln damit verbringen dem Drachenpony Essen vor den Schlund zu werfen, es zu betutteln, zu bespaßen und sich über seine rektalen Ausscheidungen freuen.

Klinikentlassung – munteres Drachenpony – Foto: Fotoschnickse

In diesem Sinne wünschen wir Euch besinnliche Tage!
Und nicht vergessen: immer schön trinken! Sonst gibt es Kolik!

Testfahrt bestanden Ponys reisen zufrieden in die Klinik und von der Klinik nach Hause  – Foto: privat

Sonnenstrahlen traditionell einfangen?

23. bis 25. September 2016

An diesem Wochenende waren Yvi und ich wieder einmal zur „Fortbildung“ und zum Quatschen mit Gleichgesinnten unterwegs. Sozusagen direkt aus dem Sattel geklaut von den Nationals hat uns Britta Mülle den professionellen Paso Fino Trainer José R. Ochoa mit nach Europa gebracht. Eine Premiere. José trainiert in den Staaten Pferde für Marcia Davis (Züchtername: del Caron) und einige sehr erfolgreiche und sehr konstante Pferde, die von ihm trainiert wurden, leben hier in Deutschland. Auf seiner Europa-Reise machte José einige Tage in Flieden halt und wir hatten die Gelegenheit seine Arbeit mit den Pferden in einem dreitägigen Kurs zu erleben.

Als Kurspferd hatten wir Jacinto dabei, der in den drei Tagen ordentlich arbeiten durfte. Das Drachenpony kam als „Kumpel“ mit und durfte Urlaub in Flieden machen. Ziel ist ja eigentlich Frau Resi mitzuschleifen, damit sie etwas Stress hat und vielleicht etwas abnimmt. Aber das Pony fühlt sich in der Fremde sofort pudelwohl, ist interessiert, futtert ein Heunetz nach dem anderen leer und lässt sich überhaupt nicht beirren wenn Jacinto weg ist. Im Gegenteil zu ihm, der sich immer komplett allein gelassen fühlt, wenn Resi auch nur ums Eck biegt und völlig die Contenance verliert. Wallache! Es ist ein Drama!

Jacinto durfte also jeden Tag einmal ordentlich schuften. Wir haben ja momentan die Arbeit im Tölt komplett vernachlässigt, also Arbeit so insgesamt genauer gesagt. Jacinto wurde ziemlich aufgeweckt. Nach den drei Tagen hatte ich ein wieder zu 80 % töltendes Pony im Hänger stehen. José arbeitet insgesamt sehr traditionell. Etwas, was ich nicht dauerhaft durchziehen möchte, aber zum „Aufwecken“ war es interessant, einmal wieder die Arbeit eines USA-Trainers zu sehen.

Damit Resi nicht zu kurz kam, und wir an unsere Übungen vom Wochendende zuvor anknüpfen konnten, haben wir die Gelegenheit genutzt und auch eine Stunde bei Stan Paul genommen, welche sehr gut verlaufen ist. Da sind wir glaube ich auf einem guten Weg.

Tolle Truppe
Tolle Truppe – Foto: Yvi, drum ist sie auch nicht mit drauf!

Wir hatten ziemlich viel Spaß auch Abseits des Kursgeschehens. Die ganze Kurs-Truppe waren und sind natürlich überhaupt tolle Leute, die zu Treffen es immer wieder sehr viel Spaß macht. Auf jeden Fall ein sehr gelungenes Wochenende. Es blieb sogar Zeit für mehrere Fotoshootings. Samstag Vormittag sind wir mit Jacinto und Resi in den tollen Wald rund um den Hof gelaufen. Resi lässt sich nur am Bändel um den Hals durchs Dickicht führen. Die hat so einen Spaß daran im Wald herumzuklettern. Ich bin ganz stolz auf sie. Jacinto macht sich als Statue auch super. Den kann Yvi hinter sich abstellen und dann fängt er das Dösen an und sie kann in Ruhe Fotos machen, ohne dass er herumzappelt oder versucht zu fressen. Typisch „nervöse“ Finos halt.

Zwerg im Wald
Zwerg allein im Wald – Foto: Yvi Tschischka

Samstag blieb auch Zeit für eine kleine Geocaching-Tour. Es gibt da eine kleine Runde mit sieben Tradis in unmittelbarer Nähe durch den schönen Wald. Das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen und von daher kam Yvi auch aufs Pferd und wir haben die Runde mit den Ponys gedreht. Dabei konnten wir auch gute Fotoplätze ausmachen. Die haben wir dann gleich am Abend genutzt und sind die schöne tief stehende Sonne mit Helada, Hollandesa, Machiavelli, Respiro und Saca Manchas einfangen gegangen. Ich glaube ja fast, dass so Blitz-Fotoshootings im Dickicht in unwegsamem Gelände nur mit Paso Finos so schnell und reibungslos über die Bühne gehen 🙂 Dann war auch schon wieder Zeit für ein leckeres Erick-Essen. Erick hat uns das ganze Wochenende wieder liebevoll bekocht und dafür gesorgt, dass wir grundsätzlich pappsatt und zufrieden vom Tisch wieder aufstehen. Widerstand zwecklos! Erick kocht einfach zu gut! Vielen Dank dafür!

Drachenpony im Wald
Drachenpony im Wald – Foto: Yvi Tschischka

Vielen Dank auch an Britta und Gerd Mülle, die ihren Hof und ihre Gastfreundschaft wieder so herzlich zur Verfügung gestellt haben. Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß und gelernt haben wir dabei auch noch etwas. So soll das sein! Ich freue mich schon auf neue Kurse im nächsten Jahr.

Tageskurs?

17. September 2016:

Heute hatten wir Stan Paul für einen Tageskurs am Zykloopenhof. Unterricht ist ja immer gut und sich zwischendurch neue Inputs zu holen, oder einfach einen Trainer auf seine Arbeit mit dem Pferd gucken zu lassen schadet nie. Von daher hatte Yvi den Kurs mit Stan organisiert. Für mich natürlich eine feine Sache, weil einfach zum Stall fahren und reiten. Prima Idee Yvi!

Wir hatten ja jetzt wochenlang elend warmes Wetter, von daher war natürlich ausgerechnet heute ein Tag mit 100 % Regenwahrscheinlichkeit und unangenehmem Starkregen angesagt. Aber der Wettergott hatte Erbarmen mit uns und wir hatten angenehme Reittemperaturen und am Ende hat es dann doch noch das Regnen angefangen. Aber durchaus so, dass es noch akzeptabel war. Ein paar Zaungäste haben sich auch eingefunden, inclusive einer netten Erick-Überraschung! Erick bringt immer gute Stimmung mit.

Gelernt haben wir natürlich auch. Resi hat den Kurs begonnen und sich sehr gesittet präsentiert. Wir haben ja immer noch das Problem, dass ein vernünftiges „Schneller“ nicht möglich ist. Ich probiere jetzt sie in der „Hinterhand zu entspannen“. Ich kann es wirklich nicht beschreiben, aber ich habe jetzt ein Gefühl, was ich zu tun habe um Explosionen zu entschärfen bevor sie entstehen. Es ist Schwierig zu beschreiben, aber Reiten bedeutet für mich immer ein Gefühl zu bekommen, für das was richtig ist. Damit kann ich weiter arbeiten. Theoretische Erklärungen helfen mir nicht wirklich weiter, die verwirren mich nur. Von daher ist es wirklich wichtig jemanden zu haben, der eine Ahnung vom Thema Paso Fino hat und einfach mal drauf guckt.

Diosa und Yvi haben sich dann angeschlossen und daran gearbeitet den Trab und Tölt sauber voneinander zu trennen. Diosa fängt gerne im Trab das Tölten an, wenn ihr das Traben doch zu blöd wird. Dazu gab es auch einige sinnvolle Übungen von Stan mit denen die beiden jetzt weiterarbeiten können.

Für Jacinto habe ich ebenfalls gute Tipps mitbekommen. Ich muss versuchen ihn mehr in einem Rahmen zu halten, dann fällt ihm das Tölten leichter. Back to the Basics sozusagen. Den Pferden Sicherheit geben. Der Rest kommt dann von ganz alleine. Ich bin gespannt. In den letzten Monaten habe ich ja schon gemerkt, dass sich wieder ein zu schneller Schritt eingeschlichen hat und ich mich zu sehr auf seitliche Biegung konzentriert habe, anstatt einfach mal gerade aus zu reiten. Also Dinge, die ich schon so oft gehört habe, die aber immer wieder in Vergessenheit geraten. Immer das Selbe mit mir 🙂 Konzentriertes Arbeiten ist halt doch wichtig.

Was waren noch für Pferde dabei? Zwischendurch hatten wir einen Traberwallach von Außerhalb zur Bodenarbeit. Vom Zykloopenhof waren mehrere Reiter dabei. Ein Quarter-Wallach, eine Stute, die das erste Mal mit Bosal geritten wurde und unseren neusten Neuzugang spontan zur Bodenarbeit. Ich denke doch, dass jeder etwas mitgenommen hat, an dem er jetzt weiterarbeiten kann und fand es richtig schön, mit euch Stall-Kollegen so einen Tag zum gemeinsamen Lernen zu haben. Auf Deutsch: War schön mit Euch!

Ein Dickes Dankeschön an Stan und Johanna fürs vorbeikommen. An Yvi fürs Organisieren. An Nadine fürs Pizza holen und an Nadine und Johannes fürs zur Verfügung stellen des Zykloopenhofes. Das müssen wir unbedingt wiederholen. Und das gute an Stan Paul ist, er ist einfach universell einsetzbar. Egal ob Tölter oder Dreigänger, Jungpferd oder gestandenes Pferd. Er kann eigentlich immer weiterhelfen!

Und nächstes Wochenende geht es gleich wieder zum Lernen …. denn das ist dieses Jahr definitiv zu kurz gekommen!

FarmTour 2016?

03. – 04. September 2016:

Ein Ziel von mir ist es ja möglichst viele Paso Finos einmal zu Hause zu besuchen. Das ganze nennt sich dann Farm-Tour. Und wenn Yvi dabei ist, dann nennt man das Foto-Farm-Tour. Wir haben ja schon ziemlich viele Paso Finos besucht, aber einige fehlen noch. Am letzten Wochenende hat es endlich einmal bei Sarah und ihrer Familie geklappt. Sie besitzen sechs ganz unterschiedliche Paso Finos. Die wohnen in einer großen Offenstall-Anlage und haben dort ihren eigenen kleinen Bereich. Ein Stall im Stall sozusagen. Es ist sehr schön dort.

Nachdem das Wetter für Sonntag Gewitter angesagt hatte, haben wir das große Fotoshooting mit allen Paso Finos in Ludwigsburg und den beiden putzigen Isländern, die auch am gleichen Stall stehen, direkt nach unserer Ankunft begonnen. Acht Pferde zu fotografieren ist schon eine Hausnummer. Begonnen hat Yvi  mit Portrait-Fotos. Das hat dank perfektem Pferde-Bring-Management super geklappt. Anschließend Freilauf-Fotos einzeln und in der Gruppe, unterbrochen von einem Mittagspäuschen, welches wir am Reiterstübchen am Stall verbracht haben. Sarah weiß um meine Leidenschaft für eine Stuttgarter Schokoladenfabrik und versorgt mich passender Weise direkt aus dem Werk mit Ritter Sport. Sarah – irgendwann muss ich mich aufs Pferd rollen lassen!

Geronimo
Geronimo de la Suiza – Foto: Yvi Tschischka

Dann hieß es warten auf das perfekte Abendlicht und so sind wir in der Zwischenzeit zum Abkühlen zu Sarah gefahren. Ich mag ja Wohnungen mit vielen Bücherregalen. Und Schildkröten. Sarah hat Beides. Am Abend fotografierte Yvi dann noch Sarah und ihre Herz-Dame Milli. Wieder mal sehen die Fotos so aus, als ob sie direkt einem Märchenwald entsprungen sind, aber tatsächlich war es eine schlichte Apfelbaum-Wiese in Stallnähe.

Holla
Holla-die-Waldfee-Sarah 🙂 – Foto: Yvi Tschischka

Nachdem die Ponys dann versorgt waren ließen wir den Abend noch bei Sarahs Eltern mit lecker Essen und Pferdegesprächen ausklingen. Der Sonntag war dann tatsächlich wettertechnisch nicht fotogünstig. Das störte uns aber nicht im Geringsten. Wir haben noch Paso Fino Probereiten in der riesigen Reithalle des Hofes gemacht. Es ist immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich die einzelnen Pferde doch sind, obwohl sie einer Rasse angehören.

Auch das macht mich immer wieder neugierig – jeder Paso Fino hat seinen speziellen Tölt. Das wäre eigentlich mal eine coole Idee für „Wetten daß?“ gewesen: Ich wette, dass ich 50 verschiedene Paso Finos mit meinem Popo am Tölt erkennen kann! Super Idee oder? Schwierig nur, weil alle Pferde so weit auseinander wohnen und es „Wetten daß?“ nicht mehr gibt. Ich war schon immer meiner Zeit hinterher. Aber irgend was ist ja immer…. Auf jeden Fall hatten wir eine gute Zeit in Ludwigsburg. Vielen lieben Dank für die Einladung an Sarah und ihre Eltern. Wir kommen bestimmt wieder!

 

Stan kommt nächstes Wochenende:

Stan-Kurs
Stan-Kurs am Zykloopenhof – 17.09.2016

Nächste Woche, am Samstag den 17.09.2016, findet erstmals ein Kurs mit Stan Paul bei uns am Hof statt. Nachdem der Termin mehrfach verschoben werden musste, klappt es jetzt endlich. Wir sind ja froh, dass unser Reitplatz oder das neue Roundpen nicht mit abgebrannt ist, sonst wärs wieder nix geworden. Übrigens, wer Zeit und Lust hat zum Zuschauen vorbei zu kommen ist herzlich eingeladen. Es geht bei uns ab 10 Uhr los. Mit dem Drachenpony. Zeitgleich findet auch bei Rancho Paraiso in Frankenwinheim ein Tag der offenen Tür statt. Hier kann man ab 13 Uhr ein buntes Programm erleben.

Sumpfiges?

10. Juli 2016:

Der heutige Tag stand unter dem Motto Familienzusammenführung. Diosas zweites Kind Dea del Cavador verbringt momentan mit ihrer Besitzerin Thora ein paar Wochen in Flieden. Dieses Gelegenheit mussten wir natürlich nutzen, um Fotos von Diosa und ihrer Tochter zu machen. Und natürlich, um uns die „kleine Hexe“ genauer anzuschauen.

Mutter und Kind
Mutter und Kind – unverkennbar ❤ – Foto: Yvi Tschischka

Man sieht es mir natürlich nicht an, aber mir geht echt das Herz auf, wenn ich sehe, wie gut sich Dea entwickelt und was für ein tolles Team sie und Thora sind. Und noch mehr freue ich mich zu sehen, was Diosa ihrer Tochter alles vererbt hat. Und es ist sehr spannend zu sehen, wie sie sich vom Gang her entwickelt hat. Da erkennt man den Papa auf jeden Fall raus!

Ich bin schon gespannt Dea wieder laufen zu sehen, wenn wir Diosa wieder abholen kommen. Da hat sich dann bestimmt eine Menge Richtung locker-flockigen-Tölt getan. Momentan steht Dea nämlich erst am Anfang ihrer Reitpony-Karriere. Jedenfalls war es ein lustiger Nachmittag bei Britta und Gerd in Flieden und Yvi und ich durften auch selbst mal auf das Nachwuchspony steigen und ein paar Runden drehen. Das ist schon ein echt gutes Gefühl.

Nebenbei hat mich Britta noch mein derzeitiges absolutes Traumpony Anastasia reiten lassen, von der ich ja restlos begeistert bin. Genau das, was ich mir vorstelle. *seufz* Und Yvi wurde mit einem scheckigen Geburtstagskuchen-Pony mit Kerzen überrascht. Also alles in allem ein perfekter Sonntag! 🙂 Vielen Dank Britta! Überraschung gelungen!

Diosa und Dea
Diosa und Dea 2016 – Zuckerschock-Moment oder??? –  Foto: Yvi Tschischka

Jetzt macht Diosa also noch einmal Urlaub in Flieden – diesmal zusammen mit ihrem Kind und die beiden sind jetzt schon wie Pech und Schwefel. Scheckenplage im Doppelpack sozusagen. Und Thora kann schon mal schnuppern, was sie so erwartet. Wir haben ihr nämlich Diosa zu treuen Händen gleich mal zum Tuddeln aufs Auge gedrückt.

Wir waren ja gespannt, wie Mutter und Tochter sich zueinander verhalten. Und mir war glasklar, dass Sumpf ihr „nerviges“ Kind erkennt und erst mal voll ignoriert. Wenn sie sie nämlich nicht erkannt hätte, wäre sie „traschtantenmäßig“ zu ihr hin. Aber das Ignorieren hat mir schon alles gesagt. Dea war total freundlich und hat immer wieder Kontakt gesucht. Sie hat sogar Richtung ehemaliger Milchbar geschnuppert. Von daher ist mir schon immer klar: Pferde erkennen sich untereinander wieder. Garantiert. Da kann mir einer sonst was erzählen. 🙂

Also es bleibt spannend!

 

Hengstgeflüster?

28. Mai 2016:

Aus gegebenem Anlass sind Yvi und ich heute nach Flieden zu Britta und Gerd Mülle und dem Team Flieden gefahren. Das heißt Yvi ist gefahren. Der Verräter Schu-Schu-ki muckt immer noch herum. Böses Auto. In Flieden fand an diesem Wochenende ein Kurs mit John Pelaez statt. Während Yvi mit dem Foto unterwegs war konnte ich ihm ein bisschen beim Reiten zusehen und was ich sah hat mir sehr gut gefallen. Außerdem ist der in den USA lebende Kolumbianer ein sympathischer Typ. Ich finde diesen spanisch-englisch-Akzent so schön. Beim nächsten Kurs bin ich wahrscheinlich mit Pferd dabei. Reserviere mir schon mal einen Platz Britta 🙂

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El Sello la Rosa – Foto: Yvi Tschischka

Wir haben uns auch den frisch importierten Hengst „El Sello la Rosa“ angesehen. Sello wohnt bei Britta Mülle und Stan Paul PasoFino-Training im schönen Flieden und wird ab dieser Decksaison für frisches Blut in der Paso Fino Zucht in Deutschland sorgen. Er kam erst ein paar Tage nach unserem Brand an und hat sich schon sehr gut eingelebt in Deutschland.

Yvis Foto-Test hat er sofort bestanden. Er hat sich beim „hübsch“ machen benommen, ist auf der Koppel beim Freilaufen vorbildlich auf Yvi zu galoppiert und auf den Fotos überzeugt er auch. Von daher sind wir gespannt, wie er sich unter dem Sattel zeigen wird. Freilaufend hat er schon mal jede Menge Tölt.

Auf jeden Fall eine gute Art den Samstag zu verbringen – ein bisschen Finos gucken, ein bisschen Fotos machen, ein bisschen mit lieben Fino-Freunden quatschen, ein bisschen in der Sonne sitzen und am Abend selber noch eine Runde auf die Ponys.

#läuft #malwasohneBrand

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