Del Cavador

Noch’n Gedicht?

Juni 2013:

Kleiner Nachtrag zum Orientierungsritt in Eisingen: Frau Weinmann war ja auf der Wegstrecke damit beschäftigt ein bisschen zu dichten. Das  ist ganz praktisch, da hat man hinterher schön was zum Lachen. Hier das Ergebnis:

An einem schönen Tag im Mai,
PC an-google-ein-zwei-drei,
ne Seite auf der Ritte steh’n gewählt:
es soll nach Eisingen gehen.
 
Der Ritt entlang ’ner tollen Strecke,
mit Weihnachtsbaum und Rosenhecke,
Stationen mit viel Spiel und Spass,
und Regenschauern, pfui, wie nass!
 
Da frag ich mich wie’s einstmals war,
als Ritter zu Pferd das ganze Jahr.
Johannisfeuer mit viel Most,
drum ist die Rüstung ‚zammgerost.
 
Denn musste ein Ritter einmal pieseln, 
lies er’s einfach obi-rieseln ….
Da hat’s ein Cowboy von heut leicht,
sein „Klo“ bis an den Sattel reicht,
und merkt nicht wer im Schatten steht,
mit Kamera und schraubt und dreht,
die Yvi schussbereit am Zoomen,
und er „gießt“ einfach Sonnenblumen …. 
 
Nadine Weinmann

Ode an die Sumpf?

27. Juli 2012:

Ich liebe Gedichte über Paso Finos! Ganz besonders, wenn meine eigenen Pferde darin vorkommen. Dieses Gedicht hat Sandra Hornickel ersonnen und ist Diosa gewidmet. Einen ganz herzlichen Dank in den Westerwald. Ich hoffe es folgen noch ganz viele Gedichte! Sandra dichtet nämlich auf ihrer Facebook-Seite wie eine Wilde über das Leben auf dem Eulenhof (Paso Finos de los Buhos) und über die Bewohner dort – es lohnt sich ihr zu folgen!

Diosa del Rio

Im tiefen Unterfranken wohnt
so manches wundersames Tier.
Und weil es sich tatsächlich lohnt,
berichte ich euch allen hier.

Die Leute dort sind echt ok,
es sind ja fast schon Jecken.
Sie haben nur, ich sag : „Oh weh!“,
dort viel zu wenig Schecken.

Jetzt muss man folgendes mal wissen,
von den Schecken gibt´s nicht viele.
Drum woll´n wir eine Züchterin nicht missen,
ich mein damit Christine Griebel.

Die Schecken sind schon sehr speziell
und sie fallen nunmal auf.
Das gilt für Schecken generell,
doch Diosa setzt noch einen drauf.

Sie ist für jeden Spaß zu haben,
denn sie macht fast alles mit.
Und ich möchte hier mal sagen,
auch ihr Fohlen ist ein Hit!

Ich hoff, daß ihr so weitermacht,
in diese Richtung muss es gehn.
Ich sag´s euch : „Schecken an die Macht!“
Vor allem wenn sie sind so schön.

Sandra Hornickel

Foto: IsiFotonet – Diosa 2011 in Kassel

Weihnachtsgedicht?

23.12.2011:

Und hier der letzte Beitrag meiner kleinen Reihe Weihnachtstöltgeschichten – ein leicht pferdesozialkritisch angehauchtes Gedicht von einer meiner wenigen, aber dafür um so teureren, nichtreitenden Freundinnen:

Weihnachtsdemo – von Paula Giersch (Nicht-Reiterin)

Meine Tränke ist vereist,

die Heugabel zerbrochen,

was das für Paso Finos heißt,

wird leider nie besprochen.

Man liest von frohen Pferden nur,

der Rest töltet allein,

vom harten Alltag keine Spur

im schleimig „Wendy“-Schein.

Doch was genug ist, ist genug!

Gepfiffen und getrommelt!

Wie aus einem Atemzug

wird Widerstand gesammelt!

Verpackt ins Weihnachtskrippenspiel

soll’s öffentlich nun werden,

Wie hart man schafft und auch wie viel

bei Paso Fino-Pferden!

So spielt Diosa den Caspar

Jacinto Melchior

Fénix lugt als Balthasar

aus seiner Box hervor.

Dimera steht mariengleich

hinter dem Christuskind,

geschminkt ist Serafin ganz bleich,

wie Engel nun mal sind.

Zu fünft stell’n die Geburt sie nach

im Stall, in dem sie wohnen,

sie wiehern alle Menschen wach:

Der Aufwand soll sich lohnen!

Als die Menschen aufgeweckt

die Boxengass’ betreten,

sind sie nicht wenig aufgeschreckt,

nicht weil die Pferde beten,

sondern weil sie, hufbemalt,

Transparente zeigen.

Drauf steht: „Ihr werdet nun beschallt

mit Wiehern statt mit Geigen!

„Weihnachten, das ist für Euch

viel Kitsch mit Zimt und Zucker,

uns scheint, dass Euch dabei nicht deucht,

dass nichts hier ist in Butter!

Selbst Euer Jesus hatte ja

’ne Krippe ganz intakt,

doch uns’re Tränke, diese da,

ist’s nicht – ich glaub’ es hackt!

Auch Gabeln für das Heu – kaputt!

Das kann doch wohl nicht sein!

Wir leben hier im Stall im Schutt – 

ihr schön im Kerzenschein!

Wir schuften hier tagein, tagaus,

Befehle wir stets hören, 

wir reiten selbst bei Regen aus

und das für ein paar Möhren?!?“

Die Menschen wurden kleinlaut sehr,

sie scharrten mit den Füßen,

und holten schließlich alles her,

um’s Finos zu versüßen.

Und die Moral von alledem:

Black Beauty ist ein Scheiß,

auch Fury, Wendy ganz extrem

und wie das alles heißt.

Reiten ist mit Herz und Hirn,

mit Sorgfalt und Bedacht.

Wenn deine Pferde demonstrier’n,

denk lieber drüber nach!

Zur Autorin: Frau (demnächst Dr.) Paula Giersch ist eine meiner wenigen nichtreitenden Freunde, was der Freundschaft keinen Abbruch tut. Im Gegenteil. Paula lernt mit Begriffen wie Biothane und Barbada etwas anzufangen und ich im Gegenzug lerne Begriffe wie Keilabsatz und Konstantin. Paula lebt unter den Dächern von Trier, ist von Beruf Zeitzeuge, Mitglied der Gesellschaft Wilder Wutzen, macht fantastische Museums- und Stadtführungen und schreibt wunderbare Gedichte. Auch Paula hat einen Preis gewonnen. Sie musste mich ein Wochenende in Trier ertragen und wir haben gemeinsam mit meinen beiden restlichen Nichtreiterfreundinnen Kathrin und Natascha den Weihnachtsmarkt unsicher gemacht.

Diosa auf dem Weihnachtsmarkt in Trier 2011

Und somit wünsche ich Euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2012!

Frohe Weihnachten – Ein Festakt in vier Aufzügen für Paso Finos?

Ich freue mich ganz besonders Euch heute eine weitere Töltgeschichte präsentieren zu können. Es ist sogar mehr als eine Töltgeschichte, es ist ein ganzes Theaterstück in vier Aufzügen! Viel Spaß dabei:

Darsteller (vierbeinig): Diosa (genannt Sumpfi I), Jacinto (genannte Zwerg), Fénix (genannt Féni); Dimera (genannt Möpi oder Sumpfi II) und Serafin (genannt Fini)

Darsteller (zweibeinig): Christine G., der Haussklave der vierbeinigen Darsteller

Diverse Statisten (siehe weiteren Verlauf)

Szene 1: 24. Dezember. Es ist Winter und ziemlich kalt. Ein kleiner Stall irgendwo im lieblichen Franken an der Bahnlinie. Die Sonne geht gerade über tief verschneiten Feldern und Wiesen auf. Unsere fünf vierbeinigen Helden räkeln sich genüsslich und warten schon ungeduldig auf ihre Haussklavin, damit das Frühstück serviert wird. Endlich das lang ersehnte Motorengeräusch und Christine G. biegt um die Ecke. Flugs ausgestiegen und die Hotties begrüßt und ran ans Heu … aber was ist denn das? Welcher Dödel hat denn die Heugabel zerbrochen? Jacintooooo, Féeeeenix seid ihr wieder mit euren Plattfüßen auf der Gabel herumgetrampelt? Na, der Tag fängt ja gut an. Christine G. muss also zu allem übrigen weihnachtlichen Vollstress – natürlich hat sie noch keine Geschenke eingepackt, die Wohnung muss noch gestaubt und gesaugt werden (Achtung: kurze Blende in Christines Wohnung) und der Vorrat an Schokolade, um den ganzen Weihnachtsstress zu überstehen, neigt sich auch bedrohlich dem Ende zu (Achtung Regie: Kameraschwenk auf eine kleine bereits angeknabberte Tafel Schoki), und jetzt zu allem Übel auch eine neue Heugabel organisieren. Na prima! So dann aber zackig gemistet und Kraftfutter verteilt. Jedem der verwundert dreinblickenden Vierbeiner liebevoll die Mähne entwirrt und ab geht es zur Baywa!

Szene 2: Eine Baywa irgendwo in Franken – unzählige Landwirte sind gerade dabei ihren Frauen noch schnell ein letztes Weihnachtsgeschenk zu besorgen (ja, in der Baywa gibt es auch Melkfett mit Orangenduft und geblümelte Gummihandschuhe mit extra weichem Fließfutter für die anspruchsvolle Landfrau) und mittendrin unsere Christine G. auf der Suche nach einer neuen Heugabel. Aber anscheinend sind in diesem Jahr Heugabeln der absolute Renner, denn es ist nirgendwo ein solches Wunderwerk der Technik zu entdecken. Christine G. drängt sich in das Beratungsgespräch zwischen einem dicklichen, schwitzenden Kunden und schon ziemlich genervten Verkäufers in roter Zipfelmütze (schließlich ist ja Weihnachten, da will man seinen Kunden schon etwas bieten). „Tschuldigung, ich suche die Heugabeln, wo finde ich die denn?“ „Heugobeln sin aus, kumma erscht widder noch Silfester“. „Ja so ein Sch …, und wie soll ich jetzt bis dahin meinen Stall machen?“ „Ja guade Fraa, des waas ich fei ahh nett. Borgn’s halt a Gobel baam Nachbern“ sprach der genervte Verkäufer und wandte sich wieder seinem ungeduldigen Kunden zu, der sich nicht zwischen einer neonfarbenen Schneeschaufel und einem batteriebetrieben Eiskratzer für Autoscheiben entscheiden kann. Christine G. verlässt verärgert und leicht ratlos die Baywa und fährt erst mal zum nahgelegenen Supermarkt, um sich wenigstens mit Schokolade einzudecken. Nach einem harten Kampf am Schokoladenregal mit überforderten alleinerziehenden Vätern, ratschenden Hausfrauen und streitenden Kindern, steht sie endlich an der Kasse in einer schier endlos erscheinenden Schlange, als wie von Zauberhand über ihr eine liebliche Stimme watteweich aus dem Lautsprecher engelsgleich verkündet „Heute im Angebot ergonomisch geformte Heugabeln aus biologischem Anbau mit Weihnachtmotiv für nur 10,99“. Christine G. schießt blitzschnell aus der Schlange und begibt sich auf die abenteuerliche Suche nach den angepriesenen Heugabeln. Hier kommt ihr jetzt ihre Piratenausbildung zu Gute und sie hat ziemlich schnell den Ständer mit den Heugabeln entdeckt und zum Glück gibt es auch noch 2 Exemplare. Schnell zugegriffen und ein Modell in Tannengrün mit kleinen Weihnachtswichteln ausgesucht und zurück in den Kassenkampf. Nach 40 Minuten kommt Christine erschlagen, aber glücklich und zufrieden zuhause an.

Szene 3: Christine G. entspannt auf dem Sofa mit einer Tafel ihrer Lieblingsschokolode, die mit der extra Portion Zimt (auch wenn Zimt nicht nur ein Weihnachtsgewürz ist) und den glücklichen Kühen. Sie freut sich schon nachher nochmal in den Stall zu fahren und ihren vierbeinigen Lieblingen eine kleine „Weihnachtsüberraschung“ zu bereiten. Dazu hat sie bereits im Vorfeld entsprechend eingekauft. So bekommt jeder der Fünf einen neuen, schicken Eimer in den Lieblingsfarben (es war gar nicht einfach einen lila Eimer für den guten Fénix aufzutreiben, aber dank einer befreundeten Inhaberin eines kleinen aber feinen Tackshops hat das doch noch rechtzeitig zu Weihnachten geklappt – da wird auch Nadine Augen machen) gefüllt mit leckerem Mash. Dazu gibt es für jeden eine extra Portion Möhren und Äpfel und natürlich auch die ein oder andere Banane. Das wird ein Fest!

Szene 4 (letzte Szene): Es ist später Nachmittag geworden, die Sonne geht gerade hinter dem Bahndamm unter (wir erinnern uns – der Stall liegt an einer Bahnlinie). Die Vierbeiner erwarten schon voller Spannung ihre Christine G., denn schließlich ist ja Weihnachten und als fränkischer Paso Fino in einem kleinen Stall an der Bahnlinie weiß man ja, dass es am 24.12. immer ein besonderes Festmahl gibt (warum weiß man zwar nicht, aber das ist ja auch einem Pferd egal – Hauptsache es gibt lecker Fresschen). Voll bepackt mit den Eimern und dem Obst, im linken Arm noch die neue, schicke Weihnachtsheugabel, schwankt Christine G. unter den erwartungsfrohen Blicken der kleinen Herde in den Stall und macht sich dran die Eimer zu befüllen. Oh wie das duftet! Den Fünfen läuft schon das Wasser im Mund zusammen und sie können es gar nicht erwarten … Diosa und Jacinto weißen mal eben die beiden Youngsters, Möpi und Serafin, in die Schranken, die sich da vorwitzig in die erste Reihe gestellt haben, so geht es ja nicht. Erst kommen die Erwachsenen und dann erst die Kinder! So, flugs die Eimer verteilt und sich dann an den mit selig-verklärten Blicken mampfenden und schmatzenden Pferden erfreut. Ach, so ist das Leben doch schön … Christine G. freut sich jetzt bei der klirrenden Kälte auf das warme Wohnzimmer ihrer Familie und auf die vielen leckeren Weihnachtsköstlichkeiten. Schnell will sie noch die Tränke der Pferde kontrollieren, aber – oh weh – was muss Christine da sehen: Die Tränke ist zugefroren. „Ja gedonnert und gepfiffen – ist es denn die Möglichkeit. Auch das noch! Man, wie soll ich denn jetzt die blöde Tränke auf tauen … und Nadine ist auch nicht da. Ich kann doch nicht die Pferde die ganze Nacht ohne Wasser zurücklassen“ … Verzweiflung macht sie so langsam breit und draußen wird es nun richtig dunkel. Da erinnert sich Christine an einen ihrer Orientierungsritte bei dem man ein Pferd punktgenau mit dem Hintern auf einen kleinen Hocker manövrieren musste. Diosa hat das damals 1a gemacht. Ein Blick auf die Tränke, dann ein Blick auf das Hinterteil von Sumpfi I, dann noch mal eben die Tränke anvisiert … Ja, das könnte hinhauen! Diosa wird also rückwärts an den Tränker geschoben, und schwupps ist die Auftauhilfe platziert. Nun noch genug Nachschub, damit das Pferdi bei Laune und auf dem Becken sitzen bleibt und Daumen drücken dass es klappt. Nach bangen 10 Minuten Warten, bilden sich erste Risse im Eis und es entsteht eine kleine Pfütze im Becken. Nochmal 10 Minuten und das Eis ist nun weich genug, dass es Christine mit einem Hufkratzer in kleine Stücke hacken und aus der Tränke entfernen kann. Das Wasser läuft auch wieder nach. Diosa hat das Ganze seelenruhig über sich ergehen lassen und wundert sich nur, weshalb die ganze Aufregung. Erleichtert sperrt Christine die Pferde in den Stall – das sollte als Heizung über Nacht ausreichen – und wünscht Christine jedem einzelnen noch Frohe Weihnachten und macht sich endlich von dannen, um den Weihnachtsabend endlich gemütlich mit ihrer Familie zu verbringen.

Nachspiel (wirklich letzte Szene): Christine sitzt in Mitten eines festlich dekorierten Wohnzimmers unter dem Weihnachtsbaum und packt ihre Geschenke aus, als ihre Mutter ihr zu guter Letzt noch ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk mit den Worten überreicht: Nachdem deine alte Heugabel schon ziemlich ramponiert war, dachte ich mir, dass du bestimmt eine von diesen neuen und modernen High-Tech Teilen gut gebrauchen kannst. Die sollen auch nicht mehr kaputt gehen! Ich hoffe, sie gefällt dir! Frohe Weihnachten, liebe Christine!

Vorhang und Applaus von allen Hufen!

Autor: Frei Erfunden

Zur Autorin: Dieses geniale Theaterstück stammt aus der Feder von Sandra Hofstetter. Sandra dürfte allen in der Paso Fino-Szene ein Begriff sein. Sie ist Besitzerin zweier Paso Finos: „Safarina“, einer Performance-Stute mit viel Brio und Neuerwerbung „Missy“, eine zukünftige Mitstreiterin von „Dimera“. Vom Team der beiden coolen Socken Missy und Möpi werdet Ihr in Zukunft bestimmt noch viel hören. Wir haben so einiges in Petto … lasst Euch überraschen.

Vielen Dank an Sandra für die tolle Geschichte, die übrigens auch in der aktuellen Ausgabe der „Brioso“ erscheint. Natürlich hat Sandra auch etwas gewonnen: Einen Ausritt mit sämtlichen Hauptdarstellern des Theaterstückes im winterlichen, weihnachtlichen Franken, entlang der Bahnlinie, inclusive eines Hinternabdruck-Autogrammes der Hauptdarstellerin Diosa auf der Motorhaube von Sandras Auto. Kurz Starthilfe genannt …..

Töltgeschichten? Ja … eine Weihnachtsgeschichte!

Heute zum ersten Advent ist hier die erste Weihnachtsgeschichte für Euch. Viel Spaß beim Lesen:

Es ist Weihnachten. Die Tränken sind vereist. Die Heugabel ist beim Ausmisten zerbrochen. Es riecht überall nach Zimt. Überall wird  „gepfiffen und getrommelt“. Alle Ponys mampfen gemütlich Ihr Futter. Alle Ponys? Nicht alle Ponys. Nur Diosa, Jacinto, Dimera und Serafin mampfen.

Aber Fénix das kleine schwarze Pony nicht, weil: Ihm saust ständig die selbe Frage durch den Kopf: Warum muss ich unbedingt so schwarz sein. Warum kann ich nicht einfach schön weiß sein?

Da hörte er ein leises klingeln und es wurde immer lauter. Auf einem Mal sah er den Weihnachtsmann. Der Weihnachtsmann sah das Pony und ging zu ihm. Er fragte das Pony: Kannst du mir helfen? Ein Rentier hat sich  erkältet. Darf es sich hier ausruhen? Na klar!

Aber der Weihnachtsmann zögerte noch lange. Aber wie sollen die Rentiere es schaffen einen Schlitten zu ziehen, wenn eins fehlt? Ich werde dir helfen! Aber ich kann ja gar nicht fliegen! Überlass das Alles mir. 

Und….

Das Pony flog! 

Sie brachten allen Kindern die Geschenke.

Hannah, 7 Jahre

Zur Autorin: Hannah ist erst sieben Jahre alt und schon ein Talent im Geschichtenschreiben. Sie ist die Tochter meiner Arbeitskollegin Steffi und hat zu meiner Freude ganz spontan einen Beitrag geschickt.

Zur Belohnung und als Überraschung haben Nadine und Fénix und ich mit Diosa Hannah und ihre Schwester Freya zu Hause besucht. Die Kinder durften ausgiebig Ponyreiten, Ponyführen und Ponystreicheln und waren begeistert.

Töltgeschichten?

Ja, es gibt sie hoffentlich die Töltgeschichten. Und zwar wünsche ich mir ganz viele davon!

Ich wünsche mir, dass Ihr aktiv werdet und selber Geschichten erfindet. Und zwar eine Paso-Fino Weihnachtsgeschichte. Es sollten folgende Begriffe darin vorkommen:

  • Paso Fino
  • Weihnachten
  • Tränke vereist
  • Heugabel zerbrochen
  • Zimt (wobei ich betonen möchte, dass Zimt kein ausschließliches Weihnachtsgewürz ist)
  • „Gepfiffen und Getrommelt!!!!“
  • Diosa, Jacinto, Fénix, Dimera und Serafin

Viel Spaß beim Erfinden. Zeit habt Ihr bis 20.12.2011. Bitte an c.griebel@gmx.de schicken. Die schönste Geschichte gewinnt natürlich wieder etwas. Wer keine Geschichten schreiben mag, darf natürlich auch ein Gedicht schicken. Ich freue mich auf zahlreiche Einsendungen!

Was ist das denn wieder?

Töltgedichte …. es gibt sie noch. Und in dem Zusammenhang: wenn Euch was einfällt, aufschreiben und her damit!

Vielen Dank an Katja Spies, die  angeheizt von der bevorstehenden Europameisterschaft folgendes gedichtet hat:

Ich tölte hin, ich tölte her.

Mit einem Fino ist das nicht schwer!

Bequem von A nach B,

Erschütterungsfrei vom Kopf zum Zeh.

Das ist Reiten ohne Verdruss,

Einfach ein wahrer Hochgenuss.


Zu meiner großen Freude töltet

Mein Fino heute als wäre sein einzig ansinnen

Die Europameisterschaften zu gewinnen.

Drum bleibt nicht mehr zu sagen

Lasst euch nicht weiter plagen

Von so manch sturem Ross,

Kommt lieber gleich in den Paso-Fino-Familien Schoß

Und Faultier Diosas Mitreiterin Nadine Weinmann ist auch was eingefallen:

Ich kenne da ein buntes Pony,

Statt Regen mag es lieber Sonne,

Es dachte sich: im Regen rennen?

Vielleicht fragen sie, BEVOR sie nennen…

Drum blieb es stehen weigerlich, die Richter lachten königlich…

Fazit:

Ein bunter Fino ist keine Maschine,

Und schläft lieber, umsummt von einer Biene.

😮


Diosa 2010 - ohne Worte :-)

Was ist eigentlich mit den Töltgedichten?

Für die Aktion „Tölt-in-Worten“ gibt es eine Gewinnerin!

Toxo (die gerne unbekannt bleiben will) hat sich mit ihrem Gedicht den Preis erschrieben.

Ein schwarzes Käppi mit original Del Cavador -Logo in Gold darauf. Ein Bild gibt es leider keines, aber das Käppi ist ein Unikat und fällt garantiert bei einschlägigen Veranstaltungen auf. Natürlich ist die Trägerin gezwungen das Käppi zwecks Werbemaßnahmen bei Pferdeveranstaltungen zu tragen. 🙂

Außerdem warte ich immer noch sehnsüchtig auf weitere Töltgedichte und gebe die Hoffnung nicht auf doch noch welche zu bekommen!

Nachtrag:

Die Gewinnerin hat sich doch entschlossen erkannt zu werden und mir ein Bild mit dem erdichteten Käppi zukommen lassen:

Del Cavador - Käppigewinnerin

Gedichtbrainstorming am Nachmittag?

Und weiter gehts mit tollen Gedichten,

Caro schrieb:

„So mal ein paar Versuche von mir …. mit reimen tue ich mir schwer …:“

Wenn dein Fino töltet sei auf der Hut,

dass dir nicht abgeht der Groove

es geht ab mit Brio , drum sei bedacht,

dass es rockt und  du auch töltest mit hocks

lass es tacan mit korkenknall und prickelndem sekt,

dass dein Fino töltet so quick

und dein Herz quirlig hüpft ….

UND:

Wenn ich tölte in den Sonnenaufgang ich fühl mich leicht und frei

weil wirbelende Hufe im Morgentau machen mich glücklich und HIGH!

Ein herzliches Dankeschön an Caro!

Gedichtbrainstorming?

Und weiter geht es mit Gedichten, bzw. diesmal mit exklusiven Zweizeilern von zwei schon frühmorgens sehr kreativen Fino-Besitzern 🙂 hier ein kleiner Auszug:

Ich trinke Pellegrino

auf meinem Paso Fino.

Danach kam logischerweise:

Ich trinke Capuchino
auf meinem Classic Fino.
Ok, nicht sonderlich kreativ, aber es ist noch früh am Tag und so nüchtern dichtet es sich auch nur halb so gut … also weiter mit:
Ich tölte fröhlich vor mich hin
weil ich ein Fino-Reiter bin.
Hmmmmm ja …

Ich fühl‘ mich völlig hip
auf meinem Pleasure-Typ.
Es wird, langsam und unauffällig …

Es ist fast wie ein Däääääns
auf meinem Performäääääns.
An diesem Punkt haben die beiden sicherheitshalber erstmal abgebrochen. Schade.
Insgeheim und offensichtlich warte ich natürlich auf ein weiteres Brainstorming der Beiden.
Vielen herzlichen Dank aber erst ein mal an Britta Mülle und Conni Schneider!

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