Del Cavador

Frau Sumpf erzählt … uns was vom Mutter sein?

31. Mai 2018:

Hallo, ich bin’s wieder, Eure Diosa!

Nachdem mein drittes Fohlen jetzt aus dem Gröbsten raus ist, hab ich mal wieder Luft Euch was zu erzählen. Ich bin schon ziemlich stolz auf den kleinen Diego. Der ist mir bisher am Besten gelungen (und das lasse ich mir auch gerne sagen …. *räusper* … kleiner Spoiler …). Übrigens hatte die Frau, die mein Essen bezahlt recht: Es wurde ein Junge! Die kennt mich doch ganz gut. Ich muss wohl meine Verhaltensmuster ändern, damit sie mich nicht mehr durchschaut.

Diese Hormonschwankungen am Ende der Schwangerschaft waren echt der Horror sag ich Euch. Das hat mich selber sehr genervt. Schwangere Frauen sind so ziemlich das Anstrengendste was es gibt. Kurz überholt von Frauen am Rande der Meno-Pause, wie die Alte, die mein Futter bezahlt. Schlimm sag ich Euch, die will doch tatsächlich, dass ich konzentriert GYMNASTIK!!!!! mache! Ernsthaft????

 

Die Alte und die Fotoschnickse – Süß wie sie sich freuen! – Foto: Annika M.

Aber erst mal von vorne. Das war ein Spaß mit der Geburt. Die zwei nervtötenden Weiber sind zu den unmöglichsten Uhrzeiten aufgetaucht und haben geguckt, wie es mir geht und mir ausführlich gehuldigt. Natürlich hatten sie meistens was zu Essen für mich dabei. Sehr anständig. So lobe ich mir das! Guter Service! Das war der gute Teil. Also musste ich einen Tag für die Geburt finden, der sehr einprägsam ist. Das habe ich ja schon letztes Mal gut hinbekommen bei Dea. Das war der 06.06.2012 da ist irgend so ein Komet nachts vorbei gerauscht. Kosmisches Zeichen …. Bla …. Dieses Mal war Stephan Vierhaus zum Kurs da und die Frau bei der Dea jetzt wohnt, den Fokus durch Ablenkung der zwei Nervtanten musste ich also wieder komplett auf mich lenken. Am Sonntag Morgen habe ich den kleinen Diego ganz früh geboren, damit sich die Erste von den beiden Nervtanten ordentlich erschrickt. Das war in dem Fall die Foto-Schnickse. Die hat den kleinen Diego als Erste gesehen und sich erst mal den Emo-Schock ihres Lebens geholt. Höhö! Was ein Spaß!

Dann kam der anstrengende Teil: DAS FOHLEN NERVT! Der ist jetzt bereits so selbständig und selbstbewußt-anstrengend, den muss ich so schnell wie möglich wieder los werden sag ich Euch! Und ich war mit dem in eine Paddock-Box eingesperrt! Schlimm. Ständig will der Spielen, und vor allem Saufen! Habt Ihr mal jemanden mit frisch sprießenden Zähnen an Euren Brustwarzen rumbeißen lassen? Nein? Probiert das mal. Voll der Spaß…. Meine Laune war zu der Zeit nicht die Beste. Und dann muss man auf diese kleinen Fohlen gut aufpassen, biss die sich einigermaßen im Griff haben. Echt anstrengend. Und der lag immer auf meinem Heu rum, immer da wo ich gerade fressen wollte! Wenigstens gab es Extra-Futter. Ganz für mich alleine.

Spielzwerge – Zwischendurch sind die gut aufgeräumt …. Zeit zum Durchatmen – Foto: Yvi Tschischka

Inzwischen wohnen wir wieder komplett in der Herde, was eine große Erleichterung für mich ist. Das Nerv-Fohlen kann Spielen und wird öfters mal von meiner Untergebenen „Struppi“ bewacht und bespielt. Das ist ganz putzig. Die hatte noch kein Fohlen und weiß nicht, was sie sich da antut … Jungstuten sag ich Euch! So leichtsinnig! Möhö! Inzwischen hat Diego auch einen Spielkumpel. Das ist Prima. Leider sind die beiden Jungs etwas bescheuert. Es hat gedauert, bis sie erkannt haben, dass beide so Klein sind und man miteinander spielen kann. Männer, sag ich nur…

Ich bin genervt und das sieht man! – Foto: Yvi Tschischka

Auf jeden Fall klappt das alles mal wieder wie am Schnürchen mit meinem Kind. Ich bin einfach eine geniale Mutter und habe mein Leben komplett im Griff. Ganz im Gegenteil zu der Frau, die mein Essen bezahlt und der Foto-Schnickse … Ich weiß gar nicht, wie die zwei Vollhonks überhaupt Überleben können. Deshalb quälen die mich jetzt. Sie verlangen von mir „in Shape“ zu kommen. Was soll dass denn bitte heißen? Gymnastik? Kondition aufbauen? Also bitte! Sollen die erst mal drei Kinder raus quetschen und dann sehen wir mal, wer eher wieder „in Shape“ ist. Unverschämtheit. Wenn man die drei Runden um den Platz joggen lassen würde, dann würden die Sterben, weil sie keine Luft mehr bekommen. Diese Opfer! Aber MICH da rumscheuchen. Ich sag’s Euch: SO NICHT! Die können nur froh sein, dass ich so ein liebenswertes Pony bin …. Ihr entschuldigt, ich muss mir überlegen, wie ich aus der Nummer wieder raus komme ….

Diosa erzählt?

18. November 2016:

Hallo, ich bin’s die Diosa. Meine Bespaßungsbezahlerin Christine hat mir erzählt, dass die Ayla jetzt auch „viral“ unterwegs ist. Vielleicht habt Ihr schon auf ihrem Blog nachgelesen? Noch nicht? Dann müsst Ihr das aber schleunigst nachholen!

https://pasofinosdeisabel.wordpress.com/blog/

Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt: Wer ist eigentlich Ayla? Sie ist eine ganz alte Freundin von mir. Wir haben uns damals am Sternberghof kennen gelernt. Ich war zwei Jahre alt und kam gerade frisch aus Schweden – und habe kein Wort verstanden. Ich kannte ja auch noch nix. Christine sagt, ich war damals total schüchtern. Das glaubt mir heute kein Mensch mehr. Aber es war echt so.

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Das bin ich 2005 – Da war ich noch ganz frisch aus Schweden in Deutschland – Foto: privat

Die Ayla und ich wurden zusammen auf die Sommerweide geschickt. Ayla war schon immer ein bisschen Terror-Tussy-mäßig drauf und hat mich erst mal über die Koppel gejagt. Die doofe Kuh. Aber wir haben uns dann ganz gut zusammen gerauft. Best Friends und so … das war auch echt gut so, weil wir dann zusammen nach Mainbernheim gezogen sind. Da war dann erst mal Schluß mit dem freiem Weide-Leben. Da mussten wir dann in die „Grundschule“ und so blödes Zeug wie angebunden stillstehen, Hufe geben und Bodenarbeit und so nen Quatsch machen. Aber das hat uns natürlich nicht davon abgehalten zusammen Unsinn zu fabrizieren.

Diosa und Ayla
Best Friends auf der Sommerweide – Foto: privat

Wenn die Ayla nicht dabei war habe ich natürlich auch alleine Unsinn gemacht. Der Zwerg zum Beispiel. Der war damals ein total eingebildeter Blödmann. Der mochte mich überhaupt nicht. Aber ich hab den einfach immer weiter belästigt, bis er sich dann letztendlich doch an mich gewöhnt hat. Der Zwerg ist glaube ich ein bisschen autistisch veranlagt. Der checkt ewig Sachen nicht und irgendwann vermisst er es dann. So habe ich das mit ihm auch gemacht. Jetzt ist er mir hörig. Höhö. Einfach immer rangeschmissen, bis er kapiert hat, dass ich jetzt auch dazu gehöre. Wahrscheinlich wollte er Christine ganz für sich alleine. Das kann er aber knicken. Ich hab es eh voll raus Leute um den Finger zu wickeln.

Beim Stänkern
Beim Stänkern … der Rambo war aber auch ein gutes „Opfer“ der hat voll mitgemacht – Foto: privat

Was total Spaß gemacht hat, waren die gemeinsamen Ausritte. Christine saß auf dem Zwerg und hat mich als Handpferd mitgenommen. Sie hat was von wegen, da lernst Du mal die Welt kennen …. bla …. und ein bisschen Ausdauergymnastik hat auch noch niemandem geschadet … bla … bla … (aber selber läuft sie zu Fuß nicht wirklich viel, die faule Kuh!) … bla … der hab ich einen ordentlichen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Zwerg fand das eh doof, dass ich da am Strick mit neben dran hing. Also hat der sich total aufgeführt und ist rumgehopst und so. Das habe ich natürlich noch verstärkt, indem ich ihn voll zur Weißglut getrieben habe. Naja. Ziel war erreicht, Christine hat mich nicht mehr mitgenommen und ist mit dem Zwerg alleine ausgeritten. So hatte ich mehr Zeit mit Ayla. Dachte ich jedenfalls ….

Schläfchen
Schläfchen mit Ayla … natürlich in gehobener Position! – Foto: privat

Dafür hat sie mich dann mit der ollen Dickie mitgenommen. Das war vielleicht was sage ich Euch. Diese Tinker-Trulla war ja mal echt lahmarschig unterwegs und die hat es überhaupt nicht gestört, wie ich da rumgehampelt habe. War zugegeben eine echt doofe Idee rückblickend. Mich hat es nämlich voll auf die Schnauze gehauen beim rumhampeln. Und so ein Tinker bremst ja nicht so schnell wie ein Fino. Frauchen fand das voll Lustig. Die hat mich erst mal ausgelacht, als ich hingeflogen bin. Die doofe Nuss. Also das hat so dann auch keinen Spaß mehr gemacht, da habe ich dann beschlossen mir was Neues zu überlegen und bin ab sofort brav mitgegangen. Dann hat Christine das mit dem Dickie Ausreiten schnell eingestellt. War ihr wohl auch zu langsam.

Das Dickie war aber ansonsten eine echt coole Socke. Die mochte ich gerne. Die war so der ruhende Pol im Rundlauf. Leider hat sie uns schon vor ein paar Jahren in die ewigen Jagdgründe verlassen. Aber auch das ist gut so, da hat jetzt meine Dimera dort einen Ruhepol. Den Gedanken finde ich beruhigend. Man muss ja auch auf seine Kinder achten. Aber das ist ein anderes Thema. Damals dachte ich noch nicht an Kinder. An Jungs schon, aber das waren nur jugendliche Flirts.

Rasselnde
Da sind wir mit dem Dickie! – Foto: privat

Aber beim Zwerg mitlaufen und ihn ärgern war ich hartnäckig. Der hat das bis heute nicht akzeptiert, das ich als Handpferd mitlaufe. Aber der lebt ja eh in seiner eigenen Welt. Keine Ahnung was der sich so denkt. Wahrscheinlich ist er deshalb immer so auf Fluchtmodus. Aber prinzipiell habe ich mir den inzwischen ganz gut gezogen.

So, ich muss dann mal wieder. Der Johannes hat grad einen frischen Rundballen ins Strohbett gekippt und bei dem Sauwetter muss ich da jetzt unbedingt im Trockenen Stroh mümmeln und kleine Strohlöcher tunneln. Also, bis die Tage. Sagt halt mal Bescheid, ob ich Euch mal wieder was erzählen soll, oder ob die Alte was schreiben soll. Und wenn ja, sagt was Ihr hören wollt! Ich hab ja schon so Einiges erlebt. Ihr könnt mir übrigens auch direkt per email (diosa@del-cavador.de) antworten. Christine muss ja nicht alles mitbekommen …

Bis bald, Eure

Diosa

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