Del Cavador

Eisingen gerockt?

21. Juli 2019:

Heute waren wir endlich wieder einmal auf einem Orientierungsritt. Ich war früher (als ich noch kein eigenes Pony hatte) immer sehr begeistert von den tollen braven Ponys bei solchen Ritten. Es war immer mein Ziel selber ein Pony zu haben, mit dem ich auf solchen Ritten Abenteuer erleben und Spaß haben kann. Und heute war endlich wieder einmal so ein Tag! 

Yvi die alte Basketballerin …. – Foto: privat

Unterwegs mit lieben Freunden (Yvi und Lina) und den Ponys (Jacinto, Diosa und Ponymann) – was will man mehr? In Eisingen waren wir ja schon ein paar Mal (aber heute das erste Mal mit Lina) und mir gefällt die Reitgegend dort immer besser – jedes Mal wundere ich mich wie zwischen Autobahn und zwei Bundesstraßen doch noch so viel schönes Gelände passt ohne dass man merkt Nahe an einer Stadt zu sein!

Wir waren eigentlich zu dritt unterwegs, haben aber spontan noch eine Reiterin (Andrea und Luna) aufgesammelt und mitgenommen. Wir starteten mit dem Parcours in der Reithalle: Enten fischen, eine Flatter-Ballon-Gasse durchqueren und Ringe von einem „Baum“ pflücken und an einen Hutständer hängen. Zwerg dachte gleich es gibt statt Enten Äpfel zu fischen und ist freudig an den Wasserbottich hin und hat enttäuscht zwei Plastikenten mit den Zähnen herausgefischt, nur um zu merken: keine Äpfel! Mist! Manchmal bin ich doch stolz auf das Pony 🙂 Essen kann er jedenfalls – aber alle Ponys haben die gestellten Aufgaben toll erledigt und so konnten wir uns auf den eigentlichen Weg machen – und zwar genau ein Stück weiter bis zum Außenreitplatz. 

Dort erwarteten uns schon die nächsten Aufgaben: Wasserbomben zielgerichtet in Eimer werfen … ratet wer alle Bomben in den höchstbepunkteten Eimer geschafft hat? Jupp. Frau Griebel! Dann gab es Basketball-Werfen in einen Korb vom Pony aus  – drei Versuche — Yvi wird immer besser im Werfen! Also im Treffen eigentlich – Werfen kann sie schon ganz gut, nur das Zielen hapert ein bisschen 🙂 Und ein Schaukelpferd durften wir durch eine Stangengasse ziehen – auch hier war der Zwerg sehr vorbildlich. Anscheinend hat er sich das mit der Gasse aus Eichenzell gemerkt und hat seine Aufgabe gleich sehr cool erledigt. 

Dann konnten wir endlich auf die Strecke gehen – Bergauf – Bergab um Eisingen bis zum ehemaligen Springplatz. Zuvor gab es noch eine kleine Station, bei der wir über eine Plastikplane reiten mussten und dabei einen Rappel-Sack transportieren mussten. Eine unserer leichteren Übungen. An der Mittagsrast angekommen freuten wir uns erst einmal über ein Käsebrötchen und vor allem über eine kühle Apfelsaftschorle. 

Die Ponys durften ein bisschen Grasen und dann gingen die Aufgaben schon weiter: Wäsche aufhängen (ein Klassiker der Orientierungsritt-Aufgaben) – leicht erschwert durch leichte Textilien und einen frischen Wind 🙂 Und einen kleinen Sprung an dem Luftballons für Irritation sorgten. Aber nicht bei uns – alle vier haben wir unsere Aufgaben erledigt und konnten weiter reiten.

Kleines Erinnerungsfilmchen … wir hatten Spaß 🙂

Jetzt folgte eine große Schleife einfach nur Reiten, schön über die Felder zwischen Waldbrunn, Waldbüttelbrunn und Eisingen – eine echt schöne Reitgegend! Jacinto ist vorneweg gedappelt und ich war richtig zufrieden – zufrieden mit der Welt, mit dem Leben und Überhaupt. Genau deshalb habe ich immer ein eigenes Pferd gewollt – um die Natur zu durchstöbern, schöne Landschaften sehen und Zeit genießen – und genau das habe ich heute mit einem extrem entspannten Pony und tollen Menschen gehabt. Und als Bonus hat das Pony heute noch alles mitgemacht, was ich ihn angefragt habe. Jacinto hat heute als Herdenchef fungiert, er hat Sicherheit gegeben, er hat alle Aufgaben richtig toll bewältigt und er hatte selber noch Spaß und ist zufrieden vor sich hin gelaufen. 

Kurz vor Rückkehr bei den Pferdefreunden Eisingen gab es noch eine kleine Station: Dosen werfen. Hier war allerdings eher die Schwierigkeit die Dosen rechtzeitig zu bewerfen, bevor der Wind sie von alleine von dem Tisch gepustet hat. Zurück an der Reithalle haben wir erst mal die Ponys versorgt und ein bisschen Grasen und Trinken lassen, bevor wir sie zur Siegerehrung auf den Hänger gepackt haben. Das war auch neu für mich – Ponys einfach auf den Hänger stellen und stehen lassen. Für Turnierreiter Normalität, für uns Premiere. Aber sie waren auch sehr zufrieden einfach nur herumstehen zu dürfen und sich am Heu im Hänger zu bedienen. Müde aber  glücklich würde ich sagen. 

Wir haben uns dann zur Siegerehrung in die Reiterstube gesellt. Und ich muss jetzt ein bisschen angeben: Jacinto hat doch tatsächlich dieses Mal besser abgeschnitten als Diosa! Diosa war nämlich „nur“ 5. und Jacinto tatsächlich der Zweite von ich glaube sogar rund 45 Startern. Lina war auch unter den ersten dreißig. Es gab wieder tolle Preise in einer Josera-Papptüte:  Futterproben, Leckerlies, Bonusscheine eine Schleife und ein Pokal und als zweiter Preis ein schwarzes Knotenhalfter, passend dazu geflochtene Zügel und einen Gutschein für eine Trainingsstunde bei Cindy Schwind. In Yvis Beutel war ein toller 1,7 l Wasserkocher in türkis drin. Was bei Lina noch drin war weiß ich jetzt gar nicht, aber sie hat sich so sehr über ihre erste eigene selbstverdiente Schleife bei einem Orientierungsritt gefreut, da ist alles andere schon Nebensache. 

Die Crew unterwegs – Foto: privat

Auf jeden Fall war es wieder ein super organisierter, sehr schöner und vor allem sehr erfolgreicher Orientierungsritt in Eisingen gewesen! Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr! Und ich hoffe dieses Jahr noch den einen oder anderen Orientierungsritt starten zu können! Das macht nämlich immer richtig Spaß!

Eigentlich …. war doch alles anders geplant oder?

23. Juni 2012:

Eigentlich wollten wir ja dieses Wochenende wieder nach Steckenroth fahren, zur Töltdistanz. Das erschien uns dann aber doch etwas zu viel, weil nächstes Wochenende Fiesta-Wochenende ist und die Pferde da schon genügend Stress haben. Also der Plan: nix machen und ausruhen. Aber dann ist mir diese kleine Orientierungsritt-Anzeige der Pferdefreunde Eisingen aufgefallen. Das ist nicht weit weg von uns und man kann sich noch spontan anmelden. Also gut, dann Samstag morgen Fénix und Jacinto eingepackt und spontan nach Eisingen gefahren.

Es war eine richtig gute Entscheidung. Der Ritt war super. Die Leute waren alle nett, die Mitreiter auch, die Strecke war schön zu reiten, das Wetter war perfekt, die Pferde waren gut drauf, der Ritt war neu für uns, das Gelände dort kannten wir noch nicht. Am Startpunkt gab es erst einmal ein Reiterspiel – Dosenwerfen. Inclusive lustig herumrennenden Hund, der immer die Bälle vom Dosenwerfen geklaut hat. Uns hat das nicht gestört, sind wir doch herumflitzende Hunde, Fohlen und Traktoren gewöhnt.

Zweite Station: Hier bekamen wir erst mal ein Brötchen und ein Getränk in die Hand gedrückt. Das kam gerade recht, nachdem ich ja selten frühstücke. Zugegeben wir dachten schon am nächsten Stopp gibt es dann Kaffee und Kuchen, das wäre dann noch die Krönung gewesen. Als Aufgabe mussten wir einen Cacher in die Hand nehmen, um enge Hütchen Slalom reiten, einen kleinen Sprung, mit dem Cacher aus einem Bottich Tennisbälle fischen, zurück zum Ausgangspunkt und Ball in einem Eimer ablegen. Wer in zwei Minuten die meisten Bälle schafft. Und, oh Wunder, Fénix und Jacinto haben sich richtig ins Zeug gelegt. Enge Wendungen sind ja perfekt für wendigen Finos. Die beiden haben sich heute von ihrer besten Seite gezeigt. Ruhig und gelassen wenn wir warten mussten und aufmerksam und toll mitarbeitend wenn es drauf an kam.

Fénix in Aktion!

Am dritten Stopp gab es dann einen Fragebogen zum Ausfüllen. Pferdeanatomie-Fragen und Giftpflanzen-Fragen. Anatomie geht ja noch, da bekomme ich zur Not sogar die lateinischen Begriffe zusammen, aber Giftpflanzen … Oh weia … Da muss ich mich dringend mal mit beschäftigen! Seidelbast? Noch nie gehört! Aber wir konnten dann doch einige Fragen richtig beantworten. Den Kindern, die beschäftigt waren die Pferde zu hüten, damit die Reiter in Ruhe die Fragen ausfüllen konnten, ist übrigens aufgefallen, wie gut erzogen unsere beiden Finos gewartet haben an diesem Stopp.

Die Jungs beim Rumstehen

Weiter ging es durch traumhafte Reiterlandschaft. Am nächsten Stopp empfing uns ein netter Mensch mit Zielscheibe und Klettbällen. Sinn war auf die Zielscheibe zu treffen, nicht den Mann oder die Landschaft zu bewerfen. Das hat sogar ganz gut geklappt und Jacinto bekam auch keinen Herzinfarkt als ihm Bälle gereicht wurden oder etwas über seine Ohren flog.

Flott ging es dann zurück zur Reitanlage. Dort noch ein letztes Reiterspiel auf Zeit. An einem Bottich los reiten, hinter an ein Stangen L, rückwärts durch, weiter unter eine gespannte Leine, drei Mäuse abbeissen, über einen kleinen Sprung, zurück an den Bottich und einen Apfel mit dem Mund rausfischen. Übrigens waren das Schaum-Mäuse, keine echten Mäuse.

Wir haben die Jungs dann eingeladen und erst mal nach Hause gefahren. Hatten noch genügend Zeit um klein Dea laufen zu lassen und den Stall zu machen und konnten dann gemütlich wieder nach Eisingen fahren, um die Siegerehrung mitzubekommen und das Johannisfeuer zu sehen. Die Pferdefreunde Eisingen organisieren jedes Jahr ein gigantisches Johannisfeuer und dieses Jahr eben auch einen Orientierungsritt dazu. Wo bekommt man schon zur Siegerehrung ein gigantisches Feuerchen zum wärmen? Und so ein Feuer ist tatsächlich ganz schön heiß, selbst wenn man nicht in der unmittelbaren Nähe steht.

Aber erst mal zurück zur Siegerehrung. 30 Reiter sind gestartet. Was soll ich sagen, für uns unbegreiflich hat sich Fénix mit Nadine den ersten Platz gesichert, inclusive einem hübschen Pferdekopfpokal und einem Sack Futter. Das Angsthasenpony Jacinto und eine Reiterin aus Eisingen waren zusammen auf dem zweiten Platz. Wir bekamen auch einen kleinen Pokal und einen Sachpreis. Wer hätte damit gerechnet? Dick (Fénix) und Doof (Jacinto) gewinnen einen Orientierungsritt? Wir waren ganz perplex. Und nach der Siegerehrung waren wir noch lange gesessen und haben geratscht – natürlich über Pferde. Wieder mal ein perfekter Pferdetag!

Ein ganz dickes Dankeschön an die nette Organisatorin des Orientierungsrittes und alle netten Helfer. Ein wirklich gelungener Ritt.

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