Del Cavador

Shortcut?

September 2016:

Ganz kurz, noch einen Shortcut eingeworfen: Wir waren ja Ende August auch noch in Aschaffenburg bei Terra und Jürgen. (Häschtagg: FarmTour :-)) Im Rahmen einer Life-Vorstandssitzung (heutzutage läuft das ja über Skype, da braucht man nicht mehr so oft durch die verstopften Autobahnen dieser Republik zu geistern – aber zwischendurch tut es auch mal gut den Vorstand in „Echt“ zu sehen … ) haben wir uns alle an der hessischen Grenze getroffen und natürlich gleich die Gelegenheit genutzt dort mal den Hof anzuschauen.

Mir hat es total gut gefallen – die Ponys wohnen dort nämlich fast in einer eigenen Wohnung. Der Offenstall hat nämlich mehrere „Zimmer“, was natürlich tolle Ausweich-Räume schafft und ist optimal durchorganisiert. Und sowieso ist der Hof super gelegen. Allerdings muss man an diesem furchterregendem, riesigen Wachhund vorbei, mit dem ich unbedingt ein „Selfie“ machen musste 🙂

Furchterregender Wachhund
Furchterregendster Wachhund ever – Schnappschuss  …. und ich durfte sie nicht mit einpacken! – Foto: Yvi

FarmTour 2016?

03. – 04. September 2016:

Ein Ziel von mir ist es ja möglichst viele Paso Finos einmal zu Hause zu besuchen. Das ganze nennt sich dann Farm-Tour. Und wenn Yvi dabei ist, dann nennt man das Foto-Farm-Tour. Wir haben ja schon ziemlich viele Paso Finos besucht, aber einige fehlen noch. Am letzten Wochenende hat es endlich einmal bei Sarah und ihrer Familie geklappt. Sie besitzen sechs ganz unterschiedliche Paso Finos. Die wohnen in einer großen Offenstall-Anlage und haben dort ihren eigenen kleinen Bereich. Ein Stall im Stall sozusagen. Es ist sehr schön dort.

Nachdem das Wetter für Sonntag Gewitter angesagt hatte, haben wir das große Fotoshooting mit allen Paso Finos in Ludwigsburg und den beiden putzigen Isländern, die auch am gleichen Stall stehen, direkt nach unserer Ankunft begonnen. Acht Pferde zu fotografieren ist schon eine Hausnummer. Begonnen hat Yvi  mit Portrait-Fotos. Das hat dank perfektem Pferde-Bring-Management super geklappt. Anschließend Freilauf-Fotos einzeln und in der Gruppe, unterbrochen von einem Mittagspäuschen, welches wir am Reiterstübchen am Stall verbracht haben. Sarah weiß um meine Leidenschaft für eine Stuttgarter Schokoladenfabrik und versorgt mich passender Weise direkt aus dem Werk mit Ritter Sport. Sarah – irgendwann muss ich mich aufs Pferd rollen lassen!

Geronimo
Geronimo de la Suiza – Foto: Yvi Tschischka

Dann hieß es warten auf das perfekte Abendlicht und so sind wir in der Zwischenzeit zum Abkühlen zu Sarah gefahren. Ich mag ja Wohnungen mit vielen Bücherregalen. Und Schildkröten. Sarah hat Beides. Am Abend fotografierte Yvi dann noch Sarah und ihre Herz-Dame Milli. Wieder mal sehen die Fotos so aus, als ob sie direkt einem Märchenwald entsprungen sind, aber tatsächlich war es eine schlichte Apfelbaum-Wiese in Stallnähe.

Holla
Holla-die-Waldfee-Sarah 🙂 – Foto: Yvi Tschischka

Nachdem die Ponys dann versorgt waren ließen wir den Abend noch bei Sarahs Eltern mit lecker Essen und Pferdegesprächen ausklingen. Der Sonntag war dann tatsächlich wettertechnisch nicht fotogünstig. Das störte uns aber nicht im Geringsten. Wir haben noch Paso Fino Probereiten in der riesigen Reithalle des Hofes gemacht. Es ist immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich die einzelnen Pferde doch sind, obwohl sie einer Rasse angehören.

Auch das macht mich immer wieder neugierig – jeder Paso Fino hat seinen speziellen Tölt. Das wäre eigentlich mal eine coole Idee für „Wetten daß?“ gewesen: Ich wette, dass ich 50 verschiedene Paso Finos mit meinem Popo am Tölt erkennen kann! Super Idee oder? Schwierig nur, weil alle Pferde so weit auseinander wohnen und es „Wetten daß?“ nicht mehr gibt. Ich war schon immer meiner Zeit hinterher. Aber irgend was ist ja immer…. Auf jeden Fall hatten wir eine gute Zeit in Ludwigsburg. Vielen lieben Dank für die Einladung an Sarah und ihre Eltern. Wir kommen bestimmt wieder!

 

Stan kommt nächstes Wochenende:

Stan-Kurs
Stan-Kurs am Zykloopenhof – 17.09.2016

Nächste Woche, am Samstag den 17.09.2016, findet erstmals ein Kurs mit Stan Paul bei uns am Hof statt. Nachdem der Termin mehrfach verschoben werden musste, klappt es jetzt endlich. Wir sind ja froh, dass unser Reitplatz oder das neue Roundpen nicht mit abgebrannt ist, sonst wärs wieder nix geworden. Übrigens, wer Zeit und Lust hat zum Zuschauen vorbei zu kommen ist herzlich eingeladen. Es geht bei uns ab 10 Uhr los. Mit dem Drachenpony. Zeitgleich findet auch bei Rancho Paraiso in Frankenwinheim ein Tag der offenen Tür statt. Hier kann man ab 13 Uhr ein buntes Programm erleben.

Schwitzen in der Schweiz?

07. bis 09. August 2015:

An diesem weiteren heißen Wochenende waren Yvi und ich mal wieder unter dem Motto Farmtour unterwegs. Dieses Mal ging es erst einmal runter ins tiefste Bayern zu Alex Rau und ihren Paso Finos. Die Familie Rau hat es sich mit ihren Paso Finos in einem schnuckeligen Hof gemütlich gemacht. Perfekte Größe, eine kleine Reithalle, ein kleiner Reitplatz mit direktem Zugang zu den Koppeln. Wir kamen gerade richtig, damit Yvi noch ein paar schöne Fotos im Abendlicht schießen konnte. Neben dem äußerst fotogenen Hengst Tabu und den super gelungenen und ziemlich aufgeweckten Fohlen, durfte Campino zeigen was er kann.

Campino
Campino (Zwergs Halbbruder und gleichzeitig Diosas Halbbruder) – wir lernen Steigen – Foto: Yvi Tschischka
Tabu
Tabu – ein feiner, aufmerksamer Gentleman! – Foto: Yvi Tschischka

Am nächsten Morgen setzten Yvi und ich unsere Reise in die Schweiz fort. Nachdem wir keinen Zeitdruck hatten wählten wir die gemütliche Strecke um den Bodensee herum. Die dauerte zwar wesentlich länger wie gedacht, aber es ist einfach traumhaft schön. Immer wieder blitzt der See mit seinen weißen Segelschiffen auf und man fühlt sich wie im Urlaub. Unser Ziel, die Swiss Paso Fino Farm von Claudia und Daniel Greb, erreichten wir dann total entspannt. Die Swiss Classic war schon im vollen Gang und wir genossen den Tag mit vielen Fino-Freunden und tollen Pferden. Das Turnier war wieder super organisiert und die Reiter top motiviert trotz der Sommerhitze.

Joyero de la Suiza
Joyero de la Suiza – Beuteschema!!!! – Foto: Yvi Tschischka
Swiss Classic 2015
Swiss Classic 2015 – Hochkarätige Klassen – Foto: Yvi Tschischka

Wir konnten tolle Pferde laufen sehen und haben uns einige tolle Ponys ausgesucht, die wir gerne mit nach Hause genommen hätten. Gut, dass wir keinen Hänger dabei hatten. Die Schweiz ist auf jeden Fall immer eine Reise wert. Man kann sich an den vielen Paso Finos kaum sattsehen. Yvi konnte sich mit ihrer Kamera richtig austoben. Mich hat es eher in den Schatten gezogen, von wo ich mir das Turniergeschehen gemütlich angesehen habe. Es war wirklich ein heißes Wochenende und die Pferde und Reiter haben ihr Bestes gegeben.

El Cazador de Luna Llena
El Cazador de Luna Llena – Grebs schicker Nachwuchshengst – Foto: Yvi Tschischka
Elio
Elio de la Suiza – mein Lieblings-Scheck-Wallach! – Foto: Yvi Tschischka

Den Abend haben Yvi und ich dann nach einem deftig-leckerem Raclette im Catering-Zelt dann noch in Romanshorn ausklingen lassen. Das liegt direkt am Bodensee und hier lässt es sich vorzüglich am Seeufer entlang flanieren und das südländische Flair genießen. Gut, der eigentliche Grund war ein paar Geocaches zu machen, wenn man schon mal in der Schweiz ist, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel.

Romanshorn
Romanshorn – Idyll am Bodensee – Foto: privat
Unser Blick von der Pension aus
Unser Blick von der Pension aus  – Foto: Yvi Tschischka

Den nächsten Morgen begannen wir mit dem berühmt-berüchtigten Birchermüsli von Frau Stähli, unserer Pensionswirtin. Es ist ein Muss dort, dieses Müsli zu essen! Gestärkt ging es dann wieder aufs Turnier, um spannende Klassen zu sehen. Mein Favorit ist unter anderem der Trail. Ich mag es einfach, wenn die Paso Finos über sich hinaus wachsen und „gruselige“ Situationen für „ihre“ Reiter überwinden. Das ist einfach immer schön anzusehen, wie sie sich anstrengen. Aber auch die Traditional Klassen waren hochkarätig besetzt und toll anzusehen. Die Schweiz hat ja eine eigene Prüfungsordnung, was interessant ist. Man hat andere Prüfungs-Namen und ein bisschen andere Anforderungen. Da reizt es natürlich schon, mal mit Pferd in die Schweiz zu kommen und mitzureiten. Aber dieses Wochenende war auch ohne auf dem Pferderücken zu sitzen perfekt.

Wanderzelt
Wanderzelt … Schatten war sehr gefragt! – Foto: privat

Auf jeden Fall ein tolles Wochenende mit vielen Gesprächen, schönen Momenten und vielen schön gerittenen Paso Finos. Wir haben uns in der Schweiz wieder einmal sehr wohl gefühlt und kommen gerne wieder. Die Rückreise haben wir dann um die andere Seite des Bodensees gewählt, so dass wir quasi an diesem Wochenende einmal um den Bodensee herum gefahren sind. Wobei uns in Deutschland erst mal ein Stau ausgebremst hat … vielleicht hätten wir einfach umdrehen und in der Schweiz bleiben sollen?

Wundervolle Wunderburg?

20. September 2014:

Heute stand wieder ein mal ein für uns neuer Orientierungsritt auf dem Programm und zwar in Marloffstein an der Wunderburg. Yvi und ich haben bei der Gelegenheit auch wieder ein bisschen Farmtour betrieben. Julia und Reinhold haben nämlich im nächsten Dorf ihr schönes neues Zuhause und hier war ein Besuch schon lange überfällig.

Aber zuerst zum Orientierungsritt. Nachdem wir äußerst professionell unseren Theorie-Teil ausgefüllt hatten … „Was meinst Du?“ … „öh…“ … „ok, ich kreuz das mal an, das klingt nett“ …. starteten wir mit dem Parcours in der Reithalle, bevor wir auf die idyllische Strecke gingen. Dort war neben den fast schon traditionellen Hindernissen: Tor, Flattervorhang, Slalom und Plastikplane ein neues Spiel aufgebaut. Ein Starter (also ich mit meiner Rechts-Links-Schwäche) musste ein Elektroauto mit Fernsteuerung bis zu dem Reitpartner (Yvi mit der furchtlosen Diosa) fahren, auf dem ein Korb gebastelt war, in dem ein Metallplättchen lag. Der Reiter sollte dann mit einer Magnetangel das Plättchen rausfischen. Gar nicht so einfach, aber definitiv lustig! Und sehr ungünstig, wenn man unterwegs im Reithallensandboden das Plättchen verliert.

Dann starteten wir auf die Strecke, wo uns weitere fünf Stationen mit jeweils drei Aufgaben erwarteten. Unterwegs sollten wir noch nach wundersamen Dingen Ausschau halten und ein Gedicht mit vorgegebenen Worten erdichten. Wir haben natürlich mehrere wundersame Dinge entdeckt, als die eigentlich abgefragten Dinge: Eimer mit Heu, Äpfeln, Stroh und Hafer. Wir fanden noch mit orangen Raben bemalte Bäume, Besen, die an Bäumen hängen, ein über dem Weg aufgehängtes Tampon (zum Glück unbenutzt!!!), eine Plastikpistole unter einem Baum (wir hofften doch, dass sie aus Plastik war!) und Plastik-Tintenfische am Wegesrand. Öhm … da waren wohl auch die Pfadfinder unterwegs …. Die Stationen waren auf jeden Fall lustig.

Für uns am Spaßigsten war auf jeden Fall die Pantomimen-Station. Hier mussten wir gegenseitig Begriffe erraten, die der Andere nur mit Gesten erklären durfte. Hier war auch ein Teppich ausgerollt, auf dem Zahlen in Kreise gemalt waren und man vorher festlegen musste, in welchen Kreis die Pferde auf jeden Fall mit einem Huf treten würde. Teppichfest sind wir auf jeden Fall. Und Bälle vom Pferd aus in Eimer werfen. Ich sag nur: Schlüpfrige, windanfällige kleine Scheißerchen.

Eine weitere Station war dann die Erste-Hilfe-Station. Stabile Seitenlage und medizinische Versorgung der Pferde im Ernstfall war hier gefragt. Vor der nächsten Station hatten wir ein bisschen Orientierungsschwierigkeiten, aber dank der Vorreiter war der Weg gut „ausgeäpfelt“. Hier durften wir dann mit der Wasser-Pump-Gun einen Ball durch ein Rohr schießen und Sand-Kuchen backen, nachdem wir uns auf dem Pferd sitzend durch Hulla-Hup Reifen gequetscht hatten.

An der vierten Station, an einem Springplatz am Waldrand, war Blind-Reiten gefragt. Yvi dirigierte mich auf Jacinto um zwei Pylonen herum, ich hatten dabei noch einen Joghurt-Becher in der Hand, mit dem ich dann beim jeweiligen erreichen von Diosa/Yvi diese blind mit Joghurt füttern musste. Joghurt auf Reithose ist übrigens bäh. Aber eine spannende Erfahrung. Jacinto war durch das Blind reiten auch nur minimal irritiert.
Hier war auch noch eine Parade-Übung für Finos gefragt – Klopapier-Paarreiten, da waren Yvi und ich ja noch von der Spring Classic in Wemding her im Training. Also kein Problem für uns.

Wunderburg-Wald
Wunderburg-Wald – Foto: Yvis Handy … leider habe ich keine Fotos von uns beim Ritt gemacht. Obwohl ich die kleine Kamera die ganze Zeit mitgeschleppt habe. Schande über  mich!

 

An der letzten Outdoor-Station war dann Wäscheaufhängen gefragt. Leicht abgewandelt in Team-Work. Einer sammelt Wäscheklammern und Aufhängstücke auf, übergibt sie an den nächsten Reiter, der sie dann vom Pferd aus aufhängen muss. Jeweils einzeln. Nach einer gewissen Zeit ging es dann wieder zurück. Also abhängen und wieder abliefern. Hier durften wir auch ein unförmig-großes Plastik-Monster aus einer Tonne fischen, einen Kringel reiten und das riesige Plastik-Teil dem Partner-Reiter übergeben, der dann den Kringel zurück reiten durfte und das Plastik-Teil wieder in der Tonne versenken musste.

Insgesamt ein schöner Ritt, mit fast schon zu vielen Aufgaben (ich hab gar nicht alle erwähnt) an den Stationen. An jeder Station hatten wir etwas Wartezeit, was natürlich auch den Vorteil hat, dass man sieht, was die anderen Reiter so für lustige Sachen produzieren. Zurück an der Wunderburg angekommen hat uns Julia schon mit ihren Ponys Lorenzo und Corrado erwartet und wir sind mit ihr zusammen dann zurück in Julia und Reinholds neues Zuhause geritten, wo wir die Ponys auf der Koppel zwischenparken durften.

Natürlich gab es hier noch die lang erwartete Haus- und Hof-Tour, ordentlich Kaffee und Kuchen bis wir dann wieder zur Siegerehrung an die Wunderburg gebracht wurden. Es gab eine Paar-Wertung und gestartet haben 25 Paare. Das Orga-Team hatte sich definitiv nicht lumpen lassen und hat ein so dermaßen beeindruckendes Sachpreise-Kontingent an hochwertigen Preisen zusammengesammelt, das war echt beeindruckend. Bei den meisten Turnieren bekommt man für den ersten Platz weniger, wie wir hier für den 13. Platz. Wir haben gewonnen: Ein Buch, einen Reithelm, eine Steppweste und Pferdeleckerli, Urkunden und Stallplaketten. Auf die Paso Shop-Goodies haben wir sogar noch verzichtet. Essenstechnisch war auch ganz schön was geboten. Es gab zwei Gerichte, einmal Hähnchen mit Reis und vegetarische Wirsing-Rouladen mit Reis. Mal echt was Anderes und richtig gut. Ein großes Dankeschön an die Veranstalter und die fleißigen Helfer!

Gerade als die Siegerehrung am Laufen war, sprich die ersten Plätze vergeben wurden hat es das Wetter dann nicht mehr ausgehalten. Es hat so richtig derb das Regnen und Gewittern angefangen. Es gab einen wuchtigen Platzregen mit ordentlich Überschwemmung. Jeder, der nicht mit dem Öffnen von irgend welchen Gully-Deckeln beschäftigt war suchte sich ein trockenes Plätzchen und das Naturschauspiel wurde einigermaßen trocken kritisch beäugt. Unterbrochen mit kollektivem Zusammenzucken und erschreckten Aufschreien beim Blitzen und Donnern. Eine der kurzen weniger-Regen-Pausen nutzten wir dann, um schnell an unser Auto und den Hänger zu kommen.

Meldestelle -
verwaiste Meldestelle – aus sicherem Plätzchen heraus fotografiert!

Hier begann dann erst mal das wirkliche Abenteuer. Es gab nämlich eine wirklich abenteuerliche Fahrt runter ins Dorf zu Julia und Reinhold und unseren Ponys. Sturzbäche hatten sich auf den Straßen gebildet, die Gully-Deckel hat es nach oben gedrückt und das gesamte Dorf stand unter Wasser. Land unter sozusagen und wir mit dem Hänger mitten durch. Aber so schnell wie der Spuk kam, ging er auch wieder, als wir ankamen heulten bereits die Feuerwehr-Sirenen los und alles an Helfern und Feuerwehr rückte aus, um die vollgelaufenen Keller wieder leer zu kriegen. Julia und Reinhold haben zum Glück keinen Keller – so war hier alles in Ordnung. Meine Angst war ja, dass Jacinto und Diosa sich beim Gewitter irgendwie panikartig irgendwo ins Mittelfränkische verflüchtigen würden. Aber die beiden waren so cool, ignorierten Regen und Gewitter komplett und hatten nur Fressen im Kopf. Was hab ich doch für brave Ponys!

Die Heimfahrt war dann auch noch etwas abenteuerlich. Nachdem wir Tschüss gesagt hatten und alles einigermaßen trocken verstaut war, kamen wir nämlich mit Hänger und Ponys drin im nächsten Dorf an. Hier stand auch noch alles unter Wasser. Abgesperrt mit Feuerwehr und mords Hallo. Tiefes Wasser auf den Straßen, Gully-Deckel ahoi sag ich nur. Aber alles lief glimpflich ab, wir kamen gut durch und der Rest der Strecke war, bis auf ein bisschen obligatorisches Verfahren in Erlangen, reine Routine. Ich verfahre mich grundsätzlich wenn ich in Nürnberg/Erlangen oder Fürth bin. Das ist schon Standard und gehört einfach dazu.

Auf jeden Fall kann ich eines sagen: In Mittelfranken erlebt man immer was – Lustig war es und wir kommen bestimmt wieder – mit oder ohne Gewitter! Und ich hoffe für alle betroffenen Dörfler, dass das der letzte Keller-Schwemmer-Regen für lange Zeit gewesen ist.

 

PS: Noch unser Gedicht!!! 
Die Sonne scheint, die Vöglein singen – Ein guter Tag, um sich aufs Pferd zu schwingen!
Der Hubba-Bubba kaut sich schwer, fast schlimmer wie ein alter Teddy-Bär.
Auf die Ranch sind wir gespannt, denn sie wird Wunderburg genannt!
 
 
PPS: Unser Ersatz-Gedicht von Frau Z. vom heimischen Stickplatz gedichtet ist natürlich viel schöner!!!!:
 
Die Sonne scheint, die Vöglein singen, ein Tag um sich aufs Pferd zu schwingen.
Stehen hier an ’ner Station und gucken was die andern machen.
Hunger, Durst, ein bisschen schon. Und trotzdem können wir viel lachen.
Der Blick geht auf die Wunderburg, wir wühlen hungrig in den Taschen.
Jooo, Hubba-Bubba, Underberg! Wir haben immer was zum Naschen!
Und ratet, was noch mit dabei? Hokus Pokus, eins zwei drei – 
ein Teddy-Bär, zerquetscht und nass, denn auch Gewitter macht noch Spaß …
Beim Rudelkuscheln auf der Ranch …. 
Hört auf zu Tuscheln … Mensch …. Mensch … Mensch ….
 

 

 

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