Del Cavador

Pferd & Jagd 2019

Pferd&Jagd 2019 – Foto: Nadine Schumacher
Danke für die ganzen tollen Fotos Nadine!!!!

04. bis 08. Dezember 2019:

Puh! Ich weiß gar nicht womit ich anfangen soll! Auf jeden Fall war die Messe Pferd und Jagd in Hannover wieder eine komplette Erlebnisreise. Und es war uns ein Fest dabei sein zu dürfen und alle tollen Gangpferde- und Nicht-Gangpferde-Menschen in Hannover wieder treffen zu dürfen. Die Organisation von Kaja Stührenberg und Doro Martin war wieder einmal Topp! Sowieso ist das IGV-Messe-Team auf der Pferd und Jagd etwas ganz besonderes. Der Team-Geist ist wirklich unschlagbar! 

Messe Hannover hinter den Kulissen – ich mag die alten Expo-Gebäude! – Foto: Privat

Jedenfalls haben wir am Mittwoch Frau Sumpf auf den Hänger gepackt, unterwegs im fliegenden Wechsel noch Britta bei Fulda eingesammelt und sind gen Hannover getuckert. Britta, die Hotel-Abende mit Dir sind echt schon schöne Tradition! Den Donnerstag haben wir pferdetechnisch alleine gestemmt (Diosas Tochter Dea konnte leider doch nicht mitkommen) bis dann am Freitag Sabrina und Jalapena in Hannover aufgeschlagen sind. Somit war das Reiter-Team der Finos komplett. Und die beiden haben das super gemacht – erste Messe und dann gleich Hannover! Respekt Sabrina! Unser Bodenpersonal war natürlich auch topp – diesmal mit Anna und Julia sogar mit zwei „Neulingen“ bestückt 🙂 

Stand-Beschmückungs-Selfies bei der Arbeit …. läuft – Foto: privat

Wir hatten ein bis zwei Auftrittszeiten in der großen Show Arena – 4 Minuten Gangpferd komprimiert sozusagen – die Finos vorneweg – was schlichtweg genial ist, weil es so Spaß macht in diese Arena rein zu reiten. Täglich hatten wir außerdem eine halbe Stunde im Aktionsring, wo wir ausführlich über Gangpferde informieren konnten. 

Kaja Stührenberg hat uns gekonnt durch die Gangpferdereise moderiert: Erst alle Rassen zusammen im Ring, dann eine Vorstellung des „Tölt“ ansich, Elemente der Dressur und des Reitens mit Garrocha, Gaited Working Equitation und Trail-Reiten, Gangpferde ohne Sattel im Gang und in der Freiheitsdressur, Figure Eight des Paso Fino und Champanger-Tölt als Spaßprüfungen und dann als Abschluss noch einmal alle Rassen im Ring. 

Glitzernde Finos! – Foto: Nadine Schumacher

Eine sehr schöne Rundum-Vorstellung der verschiedenen Rassen. Yvi und ich haben uns immer tageweise mit Reiten abgewechselt. Frau Sumpf hat immer einen guten Job gemacht und immer abgeliefert. Sie ist schon das Beste Sumpfi dass wir haben. Es kamen sogar Leute zu mir, um sie mir abzukaufen. 

Putzige Ponys oder? – Foto: Privat

In der Manege Baroque gab es von Piaffe bis Tölt-Seitengänge täglich alles rund um eine solide Ausbildung von Gangpferden zu sehen und zu hören. 

Durch die Kompetenzecke hatte man die Möglichkeit Fachvorträgen zu lauschen. Am Stand der IGV konnte man sich von 10 bis nach 18 Uhr jederzeit Informieren, Quatschen, Ausruhen und Hilfe finden. Ein Team von 60 Menschen und 18 Pferden war in Hannover vertreten. Hut ab sag ich da nur! Hannover ist eine der anstrengendsten Messen für die Pferde, weil sie in großen Hallen unter gebracht sind, und man mehrere Tage nur Geräuschkulisse und wenig Tageslicht abbekommt, zusätzlich zu den ganzen Reizen die auf die Ponys und Menschen einstürzen. Respekt an alle, die da Cool bleiben. Man muss sich wirklich überlegen, welchem Pferd man das „antut“. 

Rumhängen am Acitionszirkel mit Sun in Motion und Stefanie – Foto: Privat
… man beachte diese gut gelaunten Ponys 🙂

Natürlich waren wir auch ein kleines bisschen Shoppen und Leute besuchen. Den Klaus von Quittpad, der endlich einen Sattelgurt mit dem bewährten Quittpad-Material heraus gebracht hat. Auf den bin ich schon gespannt – er muss nur erst für mich noch gebaut werden, weil meine Größe schon ausverkauft war. Dazu habe ich meine heiß geliebten Quittpads mitgebracht, damit die defekte Umrandung nachgenäht werden kann. Dann sind die nämlich immer noch wie neu. Den Service bietet Quittpad übrigens kostenlos an. 

Am Equimero-Stand kamen wir natürlich nicht ohne mehrere Sektchen an Saskia und Tina vorbei – und nicht ohne einzukaufen. Das Taomero ist neu bei uns eingezogen. Jasmin am Soulhorse-Stand wurde besucht und die liebe Denise von Filogran, die unseren Eisbärenritt auch mit ein paar sehr schönen Geschenken unterstützt. Es gibt immer ganz viel zu entdecken und man ist auch wirklich überfordert, wenn man sich alles ansehen möchte. Das Gute an mehreren Tagen Messe ist, man kann immer mal ein bisschen gucken gehen. Dazwischen quatscht man einfach mit Menschen, die man schon lange nicht mehr getroffen hat (leider zu kurz Meike und Thora!!!) und reitet ein bisschen, oder holt sich was leckeres zu Essen an den Food-Trucks. Das sind übrigens echt gute Erfindungen. Food-Trucks. Unser Stall-Chef Johannes hat uns auch einen Tag lang besucht. Am nächsten Tag hat er dann unseren Reitplatz fertig gebaut…  

Yvi/Diosa + Sabrina/Jalapena in der Showarena – Foto: Nadine Schumacher
…nur echt mit dem „Bibi&Tina“ Soundtrack im Ohr! (kleiner Insider)

Der Sonntag war für mich eher anstrengend – beim Hänger ankoppeln haben wir entdeckt, dass ich einen komplett platten Reifen am Hänger habe. Nagel rein und raus. Und das an einem Sonntag! Super. Ganz toll. Nach einem Ärger-Schockmoment wurden also Problemlösungen gesucht. Sabrina hatte zwar einen Ersatzreifen am Hänger, aber der war zu klein. Also direkt zu meinem Pferdeanhänger-Vertreiber auf der Messe gelaufen. Fazit: Er hat uns allen Ernstes vorgeschlagen einfach den kaputten Reifen so zu montieren, dass auf der Seite wo das Pferd steht zwei Reifen sind und hinten zwei ganze Reifen und das würde den kaputten Reifen kompensieren. Klar. Super Idee. Wenn das dann nicht geht sollen wir halt mal nach 20 Minuten gucken und dann den ADAC rufen. Ja. Danke liebe Firma Sirius. Für nichts. Ich fahre doch keine 400 km mit nur drei Reifen auf der Autobahn bei Regen und Wind mit meinem Pony im Hänger! 

Also Sirius waren uns keine Hilfe, was mich schon etwas enttäuscht hat. 

Nächster Händler: Reifen zu klein. Nächster Händler Careliner: „Ja, das ist unsere Reifengröße – warten Sie mal, ich rufe den Chef an, wenn der noch nicht losgefahren ist, dann bringt der Ihnen einen Reifen mit.“ Das war er noch nicht und er hat uns einen Reifen mitgebracht – ich wollte den Chef spontan heiraten, aber seine Frau hätte da wohl was dagegen gehabt. So gegen 16 Uhr konnte ich den Ersatzreifen überglücklich in Empfang nehmen. Also fast, nachdem keine EC-Zahlung möglich war, musste Julia mir noch Geld organisieren. Zum Dank habe ich ihr den kaputten Reifen für den Heimtransport (und gerne auch für immer … *gggg*) überlassen 🙂 – Vielleicht zerhacken wir das Ding gemeinsam oder zünden es einfach an. Careliner, Ihr habt meinen Tag gerettet! Mein nächster Hänger ist auf jeden Fall von Careliner – und ich empfehle Euch auch auf jeden Fall weiter. Das nennt man Kundenservice! 

Rollin…rollin…rollin… durch die ganze Messe! – Foto: privat

In der Zwischenzeit haben wir Werkzeug und Wagenheber organisiert. Danke an Sabrina, Doro, Coco, Kaja und Thorsten! Thorsten war sowieso mein Retter, weil er den neuen Reifen so souverän ran geschraubt hat, dass ich wirklich sehr beruhigt losfahren konnte. Außerdem steckt seine Ruhe echt an. Ich habe viel über Reifenwechsel gelernt an dem Sonntag …. auch dass ich keinen Ersatzreifen im Kuga habe, sondern nur so ein komisches Klebe-Sprüh-Set. Man lernt nie aus. Ich werde mir wohl an den Pferdehänger einen Ersatzreifen basteln und in Zukunft darauf achten entsprechendes Werkzeug dabei zu haben. Aber auf das IGV-Team kann man sich echt verlassen. Zur Not hätte uns Nadine auch ihren Hänger geliehen. Nadine, die Schoki war auch gut für die Reise! Danke an Alle! 

Jedenfalls saßen wir kurz nach 17 Uhr im gepackten Auto und waren mit Sumpfi noch vor dem großen Chaos auf dem Heimweg. Und wir hatten eine echte Nerv-Fahrt. Regen und Sturm – auf gar keine Fall wäre ich da mit nur drei Reifen lebendig nach Hause gekommen! Kurz nach 22 Uhr waren wir dann am Stall und Frau Sumpf hat sich in ihre Herde verabschiedet. Und schon auf der Rückfahrt, die Hände verkrampft am Steuer, weil Windböe, Müde und Ausgelaugt, denkt man schon wieder über die nächste Pferd und Jagd nach. Pferdemenschen sind echt bekloppt! Ein Haufen Verrückter auf Hufen! 

Ein Haufen „Verrückter“ – Sonntags am Messestand – Foto: freundliche Frau vom Stand gegenüber

Wie war Wemding 2011?

19.05. bis 22.05.2011:

Dieses kleine, feine Fino-Turnier war richtig gelungen. Wir hatten so viel Spaß und ich habe viele Fino-Freunde wieder getroffen, konnte den ganzen Tag nur über Pferde reden, tolle Pferde reiten und habe neue Fino-Freunde gefunden. Es war irgendwie wie ein großes Familienfest, nur ohne Streit und mit den richtigen Familienmitgliedern.

Herzlichen Dank an alle die dieses schöne Turnier möglich gemacht haben! Ihr seid die Besten! Macht weiter so!

Meine Pferde sind natürlich auch die Besten. Jacinto hat sich zwar geschickt aus der Affäre gezogen indem er sich beim Geländeritt eine Prellung zugezogen hat. Den Rest des Turniers durfte er das Stallzelt hüten.

Dafür hat sich Diosa dieses Mal richtig ins Zeug gelegt. Sie lief konstant locker, flockig und kooperativ. Also gut, bis auf das Auf- und Absteigen in der Country-Pleasure. Das hat gar nicht geklappt. Aber so haben wir wieder etwas zum Üben für zu Hause mitbekommen.

Die für mich eindrucksvollste Prüfung war die Viergang. Da hat fast alles geklappt wie am Schnürchen. Das ist ein geniales Gefühl. Diosa hat dann auch souverän gewonnen. Das selbe Gefühl hatte ich auch in der Country-Pleasure, bis auf das Auf- und Absteigen natürlich. Unser Zusammenspiel klappt immer besser.

Nadine Weinmann ist mit Diosa die Geländestrecke und die Naturtölt gestartet. In der Naturtölt war ich auf die beiden richtig stolz. Und entgegen aller Unkenrufe waren sie nicht die Letzten 🙂 Sehr schön gemacht!

Wemding 2011, Foto: Christine Farkas
Wemding 2011, Foto: Christine Farkas

Am Sonntag bin ich dann noch mit zwei tollen Pferden fremd gegangen. Ich durfte spontan die Pleasure Amateur Schooling mit meinem Lieblings-Kasper-Schecken Kapoho starten. Den Kerl muss man einfach mögen. Vielen Dank an Bianca Schneider, die mir ihren vierbeinigen Schatz so spontan anvertraut hat. Das war bestimmt nicht unsere letzte Kooperation 🙂

Und die Pleasure Amateur Adult durfte ich mit Policarpa von Doris Sperber starten. Eine große Ehre für mich. Vor allem, weil ich die Stute noch nie richtig geritten bin. Einmal kurz nach ihrer Ankunft aus USA, aber das zählt nicht wirklich. Ein geniales Pferd. Sie hat mich auch auf Anhieb auf den zweiten Platz getragen.

Wemding 2011, Foto: Christine Farkas

Also rundum ein gelungenes Wochenende. Ich freue mich schon auf das nächste Turnier, um die ganze Rasselbande wieder zu sehen!

PS: Ausführlicheres und mehr Hintergründe gibt es in der nächsten Brio!

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