Del Cavador

Pferd und Jagd 2019?

30. November 2019:

Pferd & Jagd – ich glaube 2017? – Foto: Thorsten Ruthof

Das Foto ist auch schon ein paar Jährchen alt – Yvi und ich waren damals ohne Pony bei der Pferd&Jagd, als optimistisches Bodenpersonal und professionelle Sprungständer-Halter mit Fino-Hüten. Irgendwie ist es inzwischen Tradition im Dezember nach Hannover zu fahren!

Ohne eigenes Pony ist es natürlich viel entspannter dabei zu sein. Man hat mehr Zeit zu bummeln und auch morgens im Hotel kann man das Frühstücksbuffet länger plündern. Man ist insgesamt entspannter, weil weniger Verantwortung. Aber irgendwie macht es mit eigenem Pony zum Reiten dabei mehr Spaß! Man lebt schließlich nur einmal.

Aber damals waren wir aber ganz schön froh ohne Pony gefahren zu sein. Es gab nämlich am Sonntag, dem Abreisetag, ein Schnee-Chaos rund um Hannover. Viele rutschige Straßen und auch die Autobahn war nicht gut befahrbar. Es war ein richtig ekeliger Heimweg. Wir haben sehr mit allen Reitern gebangt, die mit den Ponys im Hänger in der Nacht unterwegs waren und haben uns sehr darüber gefreut, von allen ein „Wir sind ENDLICH gut nach Hause gekommen!“ zu hören.

Messe ist immer ein Abenteuer – und deshalb sind wir sind auch dieses Jahr wieder mit Pony dabei – und hoffen auf einen gnädigen Wettergott und auf viele Gangpferdefreunde, die wir wieder treffen werden und die wir neu kennenlernen!

Besucht uns am Stand der IGV – wir sind die mit den weißen Hüten! 🙂

  • IGV-Stand mit Infos und Kompetenzecke: Halle 16 – Stand D 16 (täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr)
  • Täglich in der großen Showarena (Dauer vier Minuten):
  • Freitags 06.12.: 11.08 Uhr und 16.08 Uhr
  • Samstag 07.12.: 11.08 Uhr
  • Sonntag 08.12.: 16.08 Uhr
  • Täglich 13.00 – 13.30 Uhr im Aktionsring Halle 17 – „Die Welt der Gangpferde, mehr als nur Tölt und Pass“ mit allen Gangpferden im Vergleich, Gang-Demo, Ausbildungs-Demo (Garrocha, Liberty, Dressur, Gaited Working Equitation, Figure Eight, Champagner Tölt)
  • Täglich in der Manege Baroque Halle 16 – 17.00 – 17.15 Uhr Ausbildungsdemo mit Kaja Stührenberg (Mit Handarbeit und Seitengängen zum geschmeidigen Gangpferd)

Teilnehmen am Erfolgskonzept Gangpferdereiten?

03. – 06.12.2015:

 

Auch dieses Jahr war das erste Dezemberwochenende wieder für die Pferd & Jagd in Hannover reserviert. Yvi und ich waren zur Abwechslung ohne eigenes Pony dabei. Diosa durfte zu Hause bleiben. Wobei das Pony wahrscheinlich den ganzen Trubel ganz furchtbar genossen hätte. Auf der Hinfahrt sammelten wir noch Nadine und ihre beiden Fino-Wallache Cuy und Pastiz ein. Pastiz sollte eigentlich mein Leihpony werden. Er hatte aber kurzfristig beschlossen lieber einen auf Hinkebein zu machen und die Tage gemütlich betuddelt in der Box zu verbringen. Nadine war so nett und teilte sich mit mir bei den Auftritten dann ihren Cuy. Vielen Dank nochmal dafür Nadine! Es war dieses Jahr sowieso eine Messe der kurzfristigen Planänderungen. Aber dazu später mehr.

Die IGV bekam dieses Jahr einen taktisch gut gelegenen Stand in der Nähe des Aktionszirkels in der Halle 17. Nachdem wir die Ponys verräumt hatten, halfen wir Doro und dem restlichen Team erst mal Stand aufbauen. Das hat ja immer ein ganz eigenen nüchternen Industriecharme in den Hallen bevor die ganzen Besucher kommen. Dieses Jahr wurde im Rahmen dieser ganzen Terroranschläge relativ viel kontrolliert und gefilzt. Am Sonntag sind aufgrund einer Drohung auch Polizeistreifen durch die Hallen gelaufen. Aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen.

Doch zurück zum Stand! Das bewährte Konzept mit den Bartischen mit Informationsmaterial und Sitzgelegenheiten, die zum Quatschen einladen, wurde fortgeführt. Eine nette Einstellerin von Stephan stellte uns Salli-Sattelstühle, Hocker in Sattelform auf Rollen zur Verfügung, die super sind und gerne angenommen wurden. Gerne hätte ich mich mit den Dingern durch die ganzen Hallen rollen lassen, aber  niemand wollte mich fahren!

Direkt gegenüber war ein Händler mit Ariat und Westernsachen, hinter uns gleich der Anfang vom Isländerdorf und neben uns ein sehr unscheinbarer Stand, der uns noch viel Freude bereiten sollte. Das war nämlich ein Naketano-Outlet. Wir waren natürlich erst mal ahnungslos. Dass diese Firma mit den kuscheligen Pullovern existiert wusste ich, aber nicht, dass dieser nicht mal mit Firmenname beschriftete Stand so dermaßen viel Kundschaft anlockt. Es gab sogar Absperrbänder mit Einlass! Auf jeden Fall war es eine wahre Freude den jungen Mädels beim wühlen auf den Tischen zuzusehen. Interessant wurde es natürlich, als dann dieser Stand fast restlos ausverkauft war und nur noch Pullover in der Größe S da waren. „S“ für Kuschelpullover überhaupt herzustellen ist übrigens meiner Meinung nach ein Unding. Die sollen ja bequem sein und nicht aussehen wie Presswurst in Darmfüllung. Also könnte man die Größen „S“ und „XS“ direkt streichen. Mal ganz ehrlich – wer passt da schon freiwillig rein? Oder besser, wer kommt da elegant wieder raus …. jedenfalls sieht man interessante Verhaltensmuster von jungen Käuferinnen so über den Tag verteilt. Klassen von angehenden Verhaltensforschern hätten da ihre wahre Freude dran gehabt. Natürlich haben wir uns auch voll als Fashion-Opfer mit Naketano-Pullovern eingedeckt, aber wir konnten ja quasi schon vor Messe-Öffnung den Stand belagern und uns dann lässig geben.

Der erste Messetag ist immer eine Art Orientierung – Wie läuft etwas ab? Wo muss ich hin? Was gibt es alles? Wer ist noch alles da? Solche Dinge werden da abgecheckt. Man trifft viele nette Leute und Händler, die man von früheren Messen kennt. Ich sag nur, der Ingwer-Man, der Joghurt-Stand (bestes pseudogesundes Essen der Welt!). Man checkt den besten Kaffee-Stand ab, wo gibt es gutes Essen, an das man dann im Messeandrang auch heran kommt? Alles wichtige Dinge für Messe-Teilnehmer. Der beste Kaffeestand war gleich zweimal da – einmal draußen vor Halle 26, die mit den Creppes, und einmal direkt zwischen Aktionsring und Manège Baroque. Sehr praktisch, da sind wir nämlich mehrmals täglich vorbei gelaufen.

Gangpferde auf dem Weg zum Aktionsring - Foto: Thorsten Ruthof
Gangpferde auf dem Weg zum Aktionsring – Foto: Thorsten Ruthof

Auf Messen läuft man sowieso sehr viel. Man sollte gutes Schuhwerk dabei haben. In meinem jungendlichen Leichtsinn habe ich meine guten Laufschuhe zu Hause gelassen, weil ich zu faul war sie sauber zu machen. Solche Sünden straft der Herr sofort. Aber gottseidank war die Firma Quittpad mit ihren fantastischen Einlegesohlen wieder da! Klaus rettete damit meine Füße vor schmerzhaften Blasen. Eigentlich stellt Quittpad ja Sattelunterlagen her. Überhaupt hat Quittpad wieder etwas Neues am Start – eine neue Oberfläche für die Satteldeckenunterseiten. Es sieht aus wie Mikrofaser und sorgt für trockene Pferderücken. Ich bin gespannt darauf, die neue Unterseite auszuprobieren! Gespannt warte ich auch auf die angekündigten Sattelgurte aus dem bewährten Quittpad-Material. Der Prototyp fasst sich schon mal gut an. Es bleibt spannend.

Die Gangpferde hatten insgesamt drei Auftritte pro Tag. Schön konzentriert auf den Nachmittag. Erste Vorstellung war in der Manège Baroque – Marie Wendel mit ihrer Aegidienberger Stute und Stan mit Machiavelli führten ihre Pferde hier unter dem Gesichtspunkten Elemente der barocken Dressur in der Gangpferdereiterei vor, natürlich gekonnt von Stephan Vierhaus moderiert.

Die große Rassenvorstellung war dann immer um 15 Uhr im Aktionsring – alle Gangpferde im Vergleich zusammen im Ring, von Stephan kurzweilig präsentiert. Stephan hat es halt einfach drauf. Die Leute hören ihm gerne zu und er schafft es die Zuschauer zu unterhalten.

Stephan Vierhaus - Foto: Thorsten Ruthof
Halle 17 – Aktionsring – Foto: Thorsten Ruthof

Im Aktionszirkel gab es an den vier Messetagen zwei Paso Finos zu sehen. Angelita mit Johanna und Cuy mit seiner Chefin Nadine oder mit mir. Objektiv oder nicht, ich finde auf jeden Fall die Finos sahen dieses Jahr wieder sehr schick herausgeputzt aus mit Zamarros und traditionellen Zaumzeguen, die Ponys gleichfarbig, die Reiterinnen schick mit Hut und neu gestalteter Fino-Jacke. Die gibts übrigens auch im Shop (www.paso-shop,de) bei Nadine zu kaufen, wer noch nach einem Geschenk sucht, könnte hier Abhilfe finden. Einfach mal Nadine anschreiben!

Cuy und ich - Foto: Thorsten Ruthof
Cuy und ich – Foto: Thorsten Ruthof

Um 16 Uhr gab es dann noch einmal drüben in Halle 25 im Cavallo-Ring Gangpferd zu sehen. Leider erkrankte Nuno von Kaja mit unklarem Fieber am Donnerstag Abend und musste in die Klinik. Stan sprang für Kaja ein – auch im Cavallo-Ring, wo Stan mit einem äußerst geduldigem Machiavelli (er erinnert mich so dermaßen an meine verstorbene Dimera – unglaublich!) zusammen mit Stephan das „Anreiten“, Reiten und gymnastizieren von Pferden mit kolumbianischen Bosal demonstrierten. Auf jeden Fall eine sehr schöne Werbung für unsere Ponys. Auch die Tatsache, dass der Paso Fino ja traditionell gebisslos angeritten wird und somit ja momentan – oder eher eigentlich schon immer – voll im Trend ist. Nuno geht es übrigens wieder gut.

Machiavelli ... so geduldig im Cavallo Ring - Foto: Thorsten Ruthof
Machiavelli … so geduldig im Cavallo Ring – Foto: Thorsten Ruthof

Insgesamt war es wieder eine sehr schöne Messe. Natürlich anstrengend, aber auch schön. Wir trafen viele nette Leute, neue und alte, hatten viel Spaß und irgendwie finde ich, dass das IGV-Team wunderbar harmoniert. Es macht einfach Spaß mit motivierten Gangpferdefreunden egal welcher Rasse zusammen zu sitzen und Gangpferde zu zeigen. Auch dieses Jahr organisierte Doro wieder eine Stand-Party für uns. Das ist auch immer ein schönes Erlebnis. Man hockt Abends zusammen in den leeren Messehallen und hat Zeit für Gespräche. Das Fino-Team in diesem Jahr bestand übrigens aus Stan (Machiavelli), Johanna (Angelita), Britta, Gerd, Nadine (Cuy/Pastiz), Meike, Yvi und mir. Tageweise begleiteten uns auch Flo, Basti, Heike und Eric am Stand. Eric hatte natürlich genügend selbstgemachte Snacks dabei – und es gab schon früh am Vormittag Sekt 🙂 Natürlich wurden wir auch von vielen Fino-Freunden aus ganz Deutschland besucht, was immer wieder schön ist. Besonders gefreut hat es mich auch Deas neue Besitzerin in „Echt“ kennen zu lernen. Überhaupt macht es viel Spaß die verschiedenen Gangpferdefreunde zu treffen.

Teile des Teams am Sonntag - Foto: Thorsten Ruthof
Teams am Sonntag Abend – Foto: Thorsten Ruthof

Unser Hotel war auch wie immer perfekt. Zwar ist das Parkhotel etwas außerhalb gelegen, aber wir kommen immer wieder gerne dort hin. Schon alleine wegen dem Kellner mit seinem trockenen Humor im Restaurant oder wegen dem guten Frühstück. Das fehlt mir übrigens jetzt zu Hause. Gutes Frühstück.

Für die Zahlenfreunde unter uns die Pferd und Jagd 2015 in Zahlen und Stichworten:
100.000 Besucher – 850 Aussteller – Weltrekord Bau des Brandenburger Tor aus Hufeisen – Nacht der Pferde Galashow – Bestes Messewetter – keine Unwetter – keine Kathastrophen

PS: Nächstes Mal muss ich mich mal mit dem Abendshow-Programm beschäftigen. Man hätte nämlich die Gelegenheit berühmten Leuten über die Schulter zu gucken, wenn sie wie Otto-Normal-Reiter am Abreiteplatz ihre Pferde arbeiten. Nur erkenne ich die Leute nicht, weil ich nicht weiß wie sie aussehen! Das muss sich mal ändern!

Um einen kleinen Messe-Eindruck zu vermitteln, habe ich Euch mal ein paar YouTube-Filmchen verlinkt – guckt mal rein – vielleicht entdeckt Ihr auch ein paar Paso Finos? 🙂

ClipMyHorse – Nacht der Pferde 2015:

Halle 17, Salli-Stühle, Finos, Shopping:

ClipMyHorse – Eindrücke:

Pferd & Jagd Hannover?

4. bis 7. Dezember 2014

Auch in diesem Jahr waren die Gangpferde wieder auf der Pferd & Jagd in Hannover. Erfreulicher Weise gab es dieses Jahr auch keine Unwetter-Katastrophen, so dass die Fahrt nach Hannover für alle unkompliziert war. Das schöne Wetter machte sich auch in den Besucherzahlen bemerkbar. 85.000 Besucher strömten durch die verschiedenen Hallen und konnten sich 800 Aussteller und diverse Pferdevorführungen ansehen.

Foto: Thorsten Ruthof
Finos machen Spaß! – Foto: Thorsten Ruthof

Dieses Jahr war ich wieder mit Pferd und mit tatkräftiger Unterstützung von Yvi dabei. Diosa durfte als Vertreterin der töltenden Schecken mitfahren. Insgesamt waren vier Paso Finos mit von der Partie: Esperanza mit Meike Wolf, Diosa mit Yvi Tschischka, Angelita mit Stan Paul und ich mit Leihpony Brujula. Eigentlich wollte ich ja ein paar gechillte Messetage erleben, ein paar Fotos machen und Diosa beim Laufen zugucken, aber nachdem Britta von einer fetten Bronchitis dahin gerafft wurde hat sie mir angeboten ihre weiße Töltmaschine zu reiten. Und mal ganz ehrlich, wer da nicht ja sagt ist selber schuld. Also kam ich in den Genuss in den vier Tagen ein tolles Pony mit ganz viel genialem Tölt reiten zu dürfen. Vielen Dank dafür Britta!
Davon, dass es mich während der Messe dann Erkältungstechnisch ordentlich dahin gerafft hat, so dass ich sogar ganz dringend zum Arzt musste und mal wieder ganz dringend Antibiotika brauchte sprechen wir jetzt mal nicht. Und auch nicht davon, dass meine Bakterien jetzt bestimmt bei anderen Gangpferdeleuten ordentlich verteilt sind …. *hust*

In Halle 17 gab es täglich um 15 Uhr die Gangpferde zu sehen. Eine halbe Stunde jeden Tag hatten wir die Gelegenheit dem zahlreich interessiertem Publikum die verschiedenen Gangpferderassen zu präsentieren. Gekonnt moderiert wurde unser Auftritt von dem Dieter Thomas Heck der Gangpferdeszene – Stephan Vierhaus. So wurde Stephan am Sonntag von der anmoderierenden Dame vorgestellt. Jedenfalls wurde die halbe Stunde immer sehr gut genutzt. Im Ring waren Töltende Traber (IG Töltende Traber), Paso Iberoamericano (PV), Paso Fino (PFAE), Paso Peruano (PPE), Rocky Mountainhorses (RMHA), Tennessee Walker (ETWHA) und ein Mangalarga Marchador. Die Präsentationen waren harmonisch und man konnte die Vielfalt der Rassen in der halben Stunde sehr gut beobachten.

Pferd & Jagd 2014 - Foto: Thorsten Ruthof
Pferd & Jagd 2014 – Foto: Thorsten Ruthof

Wer noch nicht genug von den Gangpferden hatte konnte dann täglich im Cavallo-Ring um 16.30 Uhr noch mehr Stephan Vierhaus lauschen. Zusammen mit Kaja Stührenberg und Nuno gab es dort täglich Vorträge mit Reitdemo zum Thema „Tölt über den Rücken“.

Unser IGV-Stand in Halle 16 war dieses Jahr etwas anders gestaltet. Eine große Säule mit verschiedenen Gangpferdebildern war mittig als Eye-Catcher platziert, rundum fand sich ein Info-Counter mit Broschüren und eine „Verpflegungsecke“. Kaffee und Süßigkeiten sind ja immens hilfreich bei einem langen Messetag – Mandarinen sind der totale Renner (danke an Thorsten für die Mandarinen-Versorgung). Dazwischen luden gemütliche Tische und Stühle zum verweilen und quatschen über die Gangpferde ein. Abgerundet wurde das Ganze mit ganz vielen bunten Roll-Ups der verschiedenen Rassen und zwei liebevoll antransportieren großen Plastikpferden in traditioneller Ausrüstung. Die verschiedenen Rassen wurden nicht getrennt präsentiert, sondern als gemeinsames großes Ganzes, was sehr gut ankam. Und auch untereinander hatte man so gut die Gelegenheit ins Gespräch zu kommen.

Perfekt war unser Stand mit den vielen Sitzgelegenheiten dann auch für die von Doro Martin organisierte Standparty geeignet. Doro versorgte uns am Freitag wieder mit Sekt/Orangensaft, Chilli, der legendären Kartoffelsuppe und Häppchen. So wurde der zweite Messetag dann zusammen gemütlich gefeiert. Einige Gäste verirrten sich natürlich auch an die Feier.

Insgesamt war es wieder eine sehr schöne Messe, die dank der fleißigen Helfer mit und ohne Pferd wieder zu einem Highlight im Gangpferdejahr wurde und zugleich eine sehr gute Gelegenheit war viele Gangpferdefreunde zu treffen. Ein spezielles Dankeschön geht auch an unser fleißiges Bodenpersonal: Nadine und Basti Hoinza, Gerd Mülle, Florian Wolf und allen Fino-Freunden die uns am Stand besucht haben!

Foto: Thorsten Ruthof
Barrida! – Foto: Thorsten Ruthof

Natürlich konnten wir auf der Pferd & Jagd auch wieder nette Leute treffen – im Speziellen meine ich da den Klaus von Quittpad, auf den ich mich bei jeder Messe freue und der uns wieder mit neuen Ideen überrascht hat und mit dessen Quittpads wir alle unsere Finos vorgestellt haben. Da war auch wieder der Ingwer-Mann (bei dem ich mich mit scharfem Ingwer gegen die Bakterien eingedeckt habe) und HottiKlamotti mit den schönen Fino-Taschen, um die man nicht herum kommt! Und meine neuste Entdeckung: der Yeti-Fellbezug (Bartel), da hab ich mir ein Schönes mit langen Haaren für Jacintos Sattel bestellt.

Besonders stolz bin ich aber auf Yvi und Diosa, die sich so schön im Ring präsentiert haben. Diosa ist sowieso ein Schatz. Als altes Herdentier hat sie sich die ganzen 400 km lang alleine im Hänger mitschleifen lassen, war brav auf der Messe und hat sich die vier Tage für Diosa-Verhältnisse sehr gut benommen und wieder brav alleine im Hänger zurückfahren lassen. So eine Indoor-Messe ist gerade für ein Offentstallpferd und Herdentier eine extreme Herausforderung. Durch den Lärm und den Trubel eine echte Dauerbelastung. Ich bin extrem dankbar so ein tolles Pony haben zu dürfen, das jeden Unsinn mitmacht und alles so gut wegsteckt. Was ja auch wieder für den tollen Charakter der Paso Finos spricht!

PS: Vielen Dank an Thorsten Ruthof für die tollen Fotos von der Messe!

Wer noch ein bisschen Filmchen gucken möchte:

Kaja und Nuno:

von textundfotoschmiede

Vorführung Gangpferde Pferd & Jagd 2014:

von TopwalkerTW (Paso Finos laufen ab ca. 4:40 Min)

 

„Rheines“ Abenteuer?

01. bis 02.02.2014:

An diesem Wochenende habe ich mir sozusagen eine Auszeit von zu Hause genommen und bin zur Jahreshauptversammlung der IGV (www.igv-online.de) gefahren. Dieses Mal fand die Versammlung im schönen Osterspai statt. Die Gegend dort am Rhein um die Loreley mit den ganzen Burgen ist sowieso eine Reise wert. Leider hat es am Samstag geregnet, sonst hätte ich das kleine Städtchen und die Gegend dort gerne noch zu Fuß erkundet.

Was ich richtig schön finde, man hat an diesen Wochenenden endlich Zeit in Ruhe mit den unterschiedlichsten Gangpferdeleuten zu quatschen, fernab von Turnier- oder Messe-Troubel. Im Prinzip haben wir kleinen Vereine ja alle die selben „Probleme“. Von daher tut es einfach gut sich auszutauschen. Und ganz wichtig: Man hat die Möglichkeit einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen und in die Reitweise/Richtweise anderer Gangpferderassen hinein zu schnuppern.

Am Sonntag fand nämlich auch ein Seminar mit dem Thema „Trailreiten“ statt. Als Referendare standen uns Susanne Heid und Carolin Jost-Kilbert, Richterinnen der EMFTHA (Missouri Foxtrotter Horses Europa) Frage und Antwort. Nach einem theoretischen Teil im Hotel fand auf Gut Liebeneck, welches wunderschön oberhalb des Rheins gelegen ist, der Outdoor-Teil statt. Wer sich in das Thema vertiefen möchte: Mein ausführlicher Bericht über den Tag auf der IGV-Homepage (mit Bildern von Ellen Vierhaus):

http://www.igv-online.de/index.php/aktuelle-informationen/92-igv-seminar-trailreiten-christine-griebel-war-live-dabei-fotos-in-kuerze

Töltlokomotiven?

März 2012:

Zeit für etwas Paso Fino im Allgemeinen –

erschienen bei http://www.pferd-und-mensch.com – Spezialrassen/Rasseportraits:

Beobachtet man einen Paso Fino auf der Töltbahn denkt man automatisch an kleine Lokomotiven. Wie auf Schienen ziehen sie unbeirrbar ihre Runden im klaren Viertakt Tölt – Bei den Paso Fino Reitern im langsamen Tempo Paso Corto, im schnellen Tempo Paso Largo genannt.

Die Finos sollen nicht durch hohe Beinbewegungen auffallen. Sie begeistern durch gleichmäßige Bewegungen, die kurz und schnell sind. Und ungeheuer bequem. Kleine Schritte verursachen wenig Schwung. Ein weiterer Beweis für die Ruhe ist auch die fast nicht vorhandene Kruppenbewegung. Wo fast keine Bewegung im Rücken stattfindet, kann auch nichts werfen. Eine äußerst bequeme Angelegenheit.

Man sieht es auch am Reiter. Nicht nur am Lächeln, nein man könnte meinen er schwebt dahin. Im Vergleich dazu der trabende Reiter. Hier ist eine deutliche Auf- und Ab-Bewegung erkennbar. Aber der Paso Fino kann neben dem Tölt natürlich auch in den drei Grundgangarten geritten werden. Zusätzlich bieten viele Pferde einen Trabtölt (= Trocha) an. Einige wenige Pferde beherrschen den sogenannten Classic Fino.

Das ist ein ganz versammelter Tölt, bei dem die Beinbewegungen fast schon nicht mehr mit dem bloßen Auge erkennbar sind. Deshalb wird dieser Gang gerne auf einem sogenannten Soundingboard gezeigt. Ein Holzssteg, damit man den klaren Takt hören kann. Das reißt im Ursprungsland Kolumbien und im größten Nachzuchtgebiet USA das Publikum begeistert von den Sitzen. Und ist leider auch der Grund, weshalb der Paso Fino hier in Europa immer noch mit dem Vorurteil des hektischen Tripplers zu kämpfen hat.

Die meisten Paso Finos hier tragen tagein tagaus ihre zufriedenen Reiter bequem durchs Gelände. Man kann mit Paso Finos so unendlich viel mehr machen, als sie nur im Classic Fino über einen Holzsteg schicken. Sie gehen Orientierungsritte, Wanderritte, Distanzen, Trailritte. Sie machen unter dem Westernsattel eine gute Figur, eignen sich hervorragend für die klassische Dressur und vor dem Schlitten fühlen sie sich auch wohl. In England gibt es sogar eine Reiterin die springt mit ihrem Paso Fino ganze Parcours.

Durch die große Vielfalt der Rasse findet eigentlich jeder sein passendes Pferd. Grob eingeteilt werden die Pferde in drei Typen:

Pleasure: Sie sind am häufigsten Vertreten. Es sind die Pferde mit denen ganze Familien Spaß haben – die als Allrounder einsetzbar sind. Sie machen im Wald und auf dem Turnier ein gutes Bild.

Performance: Sie sind temperamentvoller, oft auch sehr sensibel, viel Brio wie wir sagen. Das Brio ist eine Mischung zwischen abrufbarem Temperament und gleichzeitig sanftem Wesen.

Classic Fino: die Showstars unter den Paso Finos. Sie sind die Creme de la Creme, wenn man auf der Suche nach einem äußerst sensiblen Pferd mit überschäumendem Temperament ist.

In Europa gibt es momentan circa 1000 Pferde. Der größte Teil (ca. 700) wohnt in Deutschland, dicht gefolgt von der Schweiz. Vertreten werden die Paso Finos hierzulande durch die PFAE, die Paso Fino Association Europe (www.pfae.org).

Unser Ziel ist es die Paso Finos durch viele unterschiedliche Aktionen bekannter zu machen. Jährlich findet außerdem ein großes Turnier statt, auf dem man aus ganz Europa Pferde bewundern kann. Außerdem möchten wir eine qualitativ hochwertige Zucht erreichen. Auf der Homepage findet man viele Züchter und Trainer, die jederzeit gerne bereit sind ein Probereiten zu vereinbaren und auch gerne bei Problemen oder Fragen zum Paso Fino Auskunft geben. Man kauft nicht einfach einen Paso Fino – man erwirbt damit, wenn man sich darauf einlässt eine ganze Familie!

Außerdem hat die Seite http://www.frankenhorse.de (unter Reitwesen/Gangpferde) einen Artikel von mir über Gangpferde im Allgemeinen gebracht. Dort findet Ihr auch ganz viele schöne Paso Fino Bilder 🙂

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