Del Cavador

Pferd & Jagd 2019

Pferd&Jagd 2019 – Foto: Nadine Schumacher
Danke für die ganzen tollen Fotos Nadine!!!!

04. bis 08. Dezember 2019:

Puh! Ich weiß gar nicht womit ich anfangen soll! Auf jeden Fall war die Messe Pferd und Jagd in Hannover wieder eine komplette Erlebnisreise. Und es war uns ein Fest dabei sein zu dürfen und alle tollen Gangpferde- und Nicht-Gangpferde-Menschen in Hannover wieder treffen zu dürfen. Die Organisation von Kaja Stührenberg und Doro Martin war wieder einmal Topp! Sowieso ist das IGV-Messe-Team auf der Pferd und Jagd etwas ganz besonderes. Der Team-Geist ist wirklich unschlagbar! 

Messe Hannover hinter den Kulissen – ich mag die alten Expo-Gebäude! – Foto: Privat

Jedenfalls haben wir am Mittwoch Frau Sumpf auf den Hänger gepackt, unterwegs im fliegenden Wechsel noch Britta bei Fulda eingesammelt und sind gen Hannover getuckert. Britta, die Hotel-Abende mit Dir sind echt schon schöne Tradition! Den Donnerstag haben wir pferdetechnisch alleine gestemmt (Diosas Tochter Dea konnte leider doch nicht mitkommen) bis dann am Freitag Sabrina und Jalapena in Hannover aufgeschlagen sind. Somit war das Reiter-Team der Finos komplett. Und die beiden haben das super gemacht – erste Messe und dann gleich Hannover! Respekt Sabrina! Unser Bodenpersonal war natürlich auch topp – diesmal mit Anna und Julia sogar mit zwei „Neulingen“ bestückt 🙂 

Stand-Beschmückungs-Selfies bei der Arbeit …. läuft – Foto: privat

Wir hatten ein bis zwei Auftrittszeiten in der großen Show Arena – 4 Minuten Gangpferd komprimiert sozusagen – die Finos vorneweg – was schlichtweg genial ist, weil es so Spaß macht in diese Arena rein zu reiten. Täglich hatten wir außerdem eine halbe Stunde im Aktionsring, wo wir ausführlich über Gangpferde informieren konnten. 

Kaja Stührenberg hat uns gekonnt durch die Gangpferdereise moderiert: Erst alle Rassen zusammen im Ring, dann eine Vorstellung des „Tölt“ ansich, Elemente der Dressur und des Reitens mit Garrocha, Gaited Working Equitation und Trail-Reiten, Gangpferde ohne Sattel im Gang und in der Freiheitsdressur, Figure Eight des Paso Fino und Champanger-Tölt als Spaßprüfungen und dann als Abschluss noch einmal alle Rassen im Ring. 

Glitzernde Finos! – Foto: Nadine Schumacher

Eine sehr schöne Rundum-Vorstellung der verschiedenen Rassen. Yvi und ich haben uns immer tageweise mit Reiten abgewechselt. Frau Sumpf hat immer einen guten Job gemacht und immer abgeliefert. Sie ist schon das Beste Sumpfi dass wir haben. Es kamen sogar Leute zu mir, um sie mir abzukaufen. 

Putzige Ponys oder? – Foto: Privat

In der Manege Baroque gab es von Piaffe bis Tölt-Seitengänge täglich alles rund um eine solide Ausbildung von Gangpferden zu sehen und zu hören. 

Durch die Kompetenzecke hatte man die Möglichkeit Fachvorträgen zu lauschen. Am Stand der IGV konnte man sich von 10 bis nach 18 Uhr jederzeit Informieren, Quatschen, Ausruhen und Hilfe finden. Ein Team von 60 Menschen und 18 Pferden war in Hannover vertreten. Hut ab sag ich da nur! Hannover ist eine der anstrengendsten Messen für die Pferde, weil sie in großen Hallen unter gebracht sind, und man mehrere Tage nur Geräuschkulisse und wenig Tageslicht abbekommt, zusätzlich zu den ganzen Reizen die auf die Ponys und Menschen einstürzen. Respekt an alle, die da Cool bleiben. Man muss sich wirklich überlegen, welchem Pferd man das „antut“. 

Rumhängen am Acitionszirkel mit Sun in Motion und Stefanie – Foto: Privat
… man beachte diese gut gelaunten Ponys 🙂

Natürlich waren wir auch ein kleines bisschen Shoppen und Leute besuchen. Den Klaus von Quittpad, der endlich einen Sattelgurt mit dem bewährten Quittpad-Material heraus gebracht hat. Auf den bin ich schon gespannt – er muss nur erst für mich noch gebaut werden, weil meine Größe schon ausverkauft war. Dazu habe ich meine heiß geliebten Quittpads mitgebracht, damit die defekte Umrandung nachgenäht werden kann. Dann sind die nämlich immer noch wie neu. Den Service bietet Quittpad übrigens kostenlos an. 

Am Equimero-Stand kamen wir natürlich nicht ohne mehrere Sektchen an Saskia und Tina vorbei – und nicht ohne einzukaufen. Das Taomero ist neu bei uns eingezogen. Jasmin am Soulhorse-Stand wurde besucht und die liebe Denise von Filogran, die unseren Eisbärenritt auch mit ein paar sehr schönen Geschenken unterstützt. Es gibt immer ganz viel zu entdecken und man ist auch wirklich überfordert, wenn man sich alles ansehen möchte. Das Gute an mehreren Tagen Messe ist, man kann immer mal ein bisschen gucken gehen. Dazwischen quatscht man einfach mit Menschen, die man schon lange nicht mehr getroffen hat (leider zu kurz Meike und Thora!!!) und reitet ein bisschen, oder holt sich was leckeres zu Essen an den Food-Trucks. Das sind übrigens echt gute Erfindungen. Food-Trucks. Unser Stall-Chef Johannes hat uns auch einen Tag lang besucht. Am nächsten Tag hat er dann unseren Reitplatz fertig gebaut…  

Yvi/Diosa + Sabrina/Jalapena in der Showarena – Foto: Nadine Schumacher
…nur echt mit dem „Bibi&Tina“ Soundtrack im Ohr! (kleiner Insider)

Der Sonntag war für mich eher anstrengend – beim Hänger ankoppeln haben wir entdeckt, dass ich einen komplett platten Reifen am Hänger habe. Nagel rein und raus. Und das an einem Sonntag! Super. Ganz toll. Nach einem Ärger-Schockmoment wurden also Problemlösungen gesucht. Sabrina hatte zwar einen Ersatzreifen am Hänger, aber der war zu klein. Also direkt zu meinem Pferdeanhänger-Vertreiber auf der Messe gelaufen. Fazit: Er hat uns allen Ernstes vorgeschlagen einfach den kaputten Reifen so zu montieren, dass auf der Seite wo das Pferd steht zwei Reifen sind und hinten zwei ganze Reifen und das würde den kaputten Reifen kompensieren. Klar. Super Idee. Wenn das dann nicht geht sollen wir halt mal nach 20 Minuten gucken und dann den ADAC rufen. Ja. Danke liebe Firma Sirius. Für nichts. Ich fahre doch keine 400 km mit nur drei Reifen auf der Autobahn bei Regen und Wind mit meinem Pony im Hänger! 

Also Sirius waren uns keine Hilfe, was mich schon etwas enttäuscht hat. 

Nächster Händler: Reifen zu klein. Nächster Händler Careliner: „Ja, das ist unsere Reifengröße – warten Sie mal, ich rufe den Chef an, wenn der noch nicht losgefahren ist, dann bringt der Ihnen einen Reifen mit.“ Das war er noch nicht und er hat uns einen Reifen mitgebracht – ich wollte den Chef spontan heiraten, aber seine Frau hätte da wohl was dagegen gehabt. So gegen 16 Uhr konnte ich den Ersatzreifen überglücklich in Empfang nehmen. Also fast, nachdem keine EC-Zahlung möglich war, musste Julia mir noch Geld organisieren. Zum Dank habe ich ihr den kaputten Reifen für den Heimtransport (und gerne auch für immer … *gggg*) überlassen 🙂 – Vielleicht zerhacken wir das Ding gemeinsam oder zünden es einfach an. Careliner, Ihr habt meinen Tag gerettet! Mein nächster Hänger ist auf jeden Fall von Careliner – und ich empfehle Euch auch auf jeden Fall weiter. Das nennt man Kundenservice! 

Rollin…rollin…rollin… durch die ganze Messe! – Foto: privat

In der Zwischenzeit haben wir Werkzeug und Wagenheber organisiert. Danke an Sabrina, Doro, Coco, Kaja und Thorsten! Thorsten war sowieso mein Retter, weil er den neuen Reifen so souverän ran geschraubt hat, dass ich wirklich sehr beruhigt losfahren konnte. Außerdem steckt seine Ruhe echt an. Ich habe viel über Reifenwechsel gelernt an dem Sonntag …. auch dass ich keinen Ersatzreifen im Kuga habe, sondern nur so ein komisches Klebe-Sprüh-Set. Man lernt nie aus. Ich werde mir wohl an den Pferdehänger einen Ersatzreifen basteln und in Zukunft darauf achten entsprechendes Werkzeug dabei zu haben. Aber auf das IGV-Team kann man sich echt verlassen. Zur Not hätte uns Nadine auch ihren Hänger geliehen. Nadine, die Schoki war auch gut für die Reise! Danke an Alle! 

Jedenfalls saßen wir kurz nach 17 Uhr im gepackten Auto und waren mit Sumpfi noch vor dem großen Chaos auf dem Heimweg. Und wir hatten eine echte Nerv-Fahrt. Regen und Sturm – auf gar keine Fall wäre ich da mit nur drei Reifen lebendig nach Hause gekommen! Kurz nach 22 Uhr waren wir dann am Stall und Frau Sumpf hat sich in ihre Herde verabschiedet. Und schon auf der Rückfahrt, die Hände verkrampft am Steuer, weil Windböe, Müde und Ausgelaugt, denkt man schon wieder über die nächste Pferd und Jagd nach. Pferdemenschen sind echt bekloppt! Ein Haufen Verrückter auf Hufen! 

Ein Haufen „Verrückter“ – Sonntags am Messestand – Foto: freundliche Frau vom Stand gegenüber

Pferd und Jagd 2019?

30. November 2019:

Pferd & Jagd – ich glaube 2017? – Foto: Thorsten Ruthof

Das Foto ist auch schon ein paar Jährchen alt – Yvi und ich waren damals ohne Pony bei der Pferd&Jagd, als optimistisches Bodenpersonal und professionelle Sprungständer-Halter mit Fino-Hüten. Irgendwie ist es inzwischen Tradition im Dezember nach Hannover zu fahren!

Ohne eigenes Pony ist es natürlich viel entspannter dabei zu sein. Man hat mehr Zeit zu bummeln und auch morgens im Hotel kann man das Frühstücksbuffet länger plündern. Man ist insgesamt entspannter, weil weniger Verantwortung. Aber irgendwie macht es mit eigenem Pony zum Reiten dabei mehr Spaß! Man lebt schließlich nur einmal.

Aber damals waren wir aber ganz schön froh ohne Pony gefahren zu sein. Es gab nämlich am Sonntag, dem Abreisetag, ein Schnee-Chaos rund um Hannover. Viele rutschige Straßen und auch die Autobahn war nicht gut befahrbar. Es war ein richtig ekeliger Heimweg. Wir haben sehr mit allen Reitern gebangt, die mit den Ponys im Hänger in der Nacht unterwegs waren und haben uns sehr darüber gefreut, von allen ein „Wir sind ENDLICH gut nach Hause gekommen!“ zu hören.

Messe ist immer ein Abenteuer – und deshalb sind wir sind auch dieses Jahr wieder mit Pony dabei – und hoffen auf einen gnädigen Wettergott und auf viele Gangpferdefreunde, die wir wieder treffen werden und die wir neu kennenlernen!

Besucht uns am Stand der IGV – wir sind die mit den weißen Hüten! 🙂

  • IGV-Stand mit Infos und Kompetenzecke: Halle 16 – Stand D 16 (täglich von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr)
  • Täglich in der großen Showarena (Dauer vier Minuten):
  • Freitags 06.12.: 11.08 Uhr und 16.08 Uhr
  • Samstag 07.12.: 11.08 Uhr
  • Sonntag 08.12.: 16.08 Uhr
  • Täglich 13.00 – 13.30 Uhr im Aktionsring Halle 17 – „Die Welt der Gangpferde, mehr als nur Tölt und Pass“ mit allen Gangpferden im Vergleich, Gang-Demo, Ausbildungs-Demo (Garrocha, Liberty, Dressur, Gaited Working Equitation, Figure Eight, Champagner Tölt)
  • Täglich in der Manege Baroque Halle 16 – 17.00 – 17.15 Uhr Ausbildungsdemo mit Kaja Stührenberg (Mit Handarbeit und Seitengängen zum geschmeidigen Gangpferd)

Tag 7 – Hannover 2011

12. November 2019:

Hannover 2011 – Foto: Marina Wroblowski

Ein Foto von Marina Wroblowski aus 2011 – die Paso Finos in der großen Show-Arena auf der Messe Pferd & Jagd in Hannover. Ich bin sehr dankbar, dass Familie Sperber mich und mein Pony damals im großen Trailer mitgeschleift haben.

Es ist tolles Erlebnis mit seinem eigenen Pony in dieser großen Show-Arena zu reiten – Gänsehaut pur! Ich mag dieses Messe sowieso – sie ist kurz vor Weihnachten, es gibt immer irgend ein Chaos mit dem Wetter, die Menschen und das Messe-Team dort sind super. Die Dinge, die wir dort im Hotel und auf dem Messegelände schon erlebt haben sind einfach gute Geschichten.

Man muss bildlich gesprochen einfach „nur“ sein Pony in den Hänger packen, losfahren und darauf warten, dass Dinge passieren – es ist ganz einfach eine gute Zeit zu haben! Man muss sich nur trauen, dann passieren die guten Geschichten von ganz alleine! 🙂

Und nicht zu vergessen: So ein Abenteuer schweißt alle zusammen. Man lacht übrigens schon seit Jahren über meinen kleinen Trinkunfall mit dem Latte Macciato am Frühstückstisch im Hotel in Hannover ….

Übrigens:

Wir sind dieses Jahr auch wieder mit dabei in Hannover und vertreten dort zusammen mit netten Menschen den PFAE – besucht uns doch am Stand der IGV (Internationalen Gangpferdevereinigung)!

Halle 16 – Stand D 16 (direkt gegenüber vom Campus/Blogger-Lounge). In der Nähe gibt es Food-Trucks, First Love Coffee, die Manege Baroque, Working Equitation, und Annica Hansen … das bunte Treiben kann man direkt vom Stand der IGV beobachten und dabei noch Gleichgesinnte treffen!)

Oder täglich im Aktionsring: 13.00 – 13.30 Uhr

oder täglich in der großen Show-Arena

Wir werden wieder Diosa mitbringen – und ihre Tochter Dea del Cavador wird auch wieder dabei sein! Wir freuen uns schon, die beiden wieder zusammen zu sehen! … dass man für diese Familientreffen aber auch immer so weit fahren muss!

Pferd und Jagd 2018?

Samstag Pferd und Jagd 2018 – Foto: Nadine Schumacher 

06. – 09.12.2018:

Auch in diesem Jahr haben Yvi und ich den weiten Weg nach Hannover zur Pferd und Jagd in Kauf genommen. Dieses Jahr sogar mit Pferd. Frau Sumpf ist mitgefahren und hat sich dort sehr gut präsentiert. Was sie nicht wusste: dort traf sie auf ihr Tochter Dea und es war toll zu sehen, wie die beiden sich wiedererkannt haben und gleich wieder ein eingeschweißtes Team gebildet haben. Richtig toll, Thora und Fabian, dass ihr dabei wart! Außerdem hatte Diosa das Vergnügen ihren Ex-Lover Sello (vorgestellt von Stan Paul Pasofinotraining) wieder zu sehen und seinen Kumpel Empressario (Johanna Paul) kennen zu lernen. Insgesamt haben vier Paso Finos die bunte Welt der Gangpferde für die IGV vertreten.  

Hinter den Kulissen – Dea und Diosa auf dem Weg zum Aktionszirkel – Foto: privat

Ich mag diese Messe einfach. Sie ist zwar reisetechnisch denkbar ungünstig – wobei wir uns dieses Jahr nicht beschweren konnten, immerhin Plusgrade und „nur“ Regen – aber sie ist immer das Jahres-Abschluß-Highlight der Saison. Irgendwie ist sie wie Weihnachten. Wir treffen dort immer auf einen ganzen Haufen toller, herzlicher, begeisterter Menschen, die gemeinsam für die Gangpferde Werbung machen und die sich inzwischen zu einer richtig tollen Truppe zusammen geschweißt haben. Es geht darum gemeinsam unsere tollen Pferde zu zeigen und nicht gegeneinander einzeln herum zu krebsen – gelebte Toleranz! Und dafür bin ich allen Beteiligten richtig dankbar! Es macht einfach Spaß mit dabei zu sein! 

Yvi/Diosa, Thora/Dea, Stan/Sello im Aktionszirkel – Foto: Nadine Schumacher

Dieses Jahr konnte Stephan leider nicht dabei sein, dafür hat Kaja Stührenberg unseren Haufen souverän als Moderatorin durch die täglichen Auftritte manövriert. Jeden Tag hatten wir von 13.00 Uhr bis 13.30 Uhr die Gelegenheit im Aktionsring die verschiedenen Gangpferderassen zu präsentieren. Kompetent von Kaja moderiert wurden erst alle 17 Pferde im Ring vorgestellt und dann gab es Einzelvorführungen, um die verschiedenen Gangunterschiede noch einmal zu verdeutlichen. Außerdem konnten wir zeigen, dass man mit einem Gangpferd nicht nur im Kreis tölten kann. Elemente aus Trail und Working Equitation, ein Sprung, Garrocha-Arbeit, reiten im Damensattel (mit Sektglas in der Hand), die Paso Fino Figure-Eight, Dressurarbeit mit einem Isländer, im Western-Style vorgestellte Rockys – es gab viel zu sehen. Und nicht nur das, in der Manege-Barrock zeigte Kaja mit ihren Reitschülern auch gymnastizierendes Arbeiten mit Gangpferden (leider habe ich die Auftritte irgendwie immer verpasst – was Schade war, weil man immer neue Impulse mitnehmen kann). 

Vorträge am IGV-Stand – Sabrina erzählt über Rinderarbeit! – Foto: privat

An unserem neuen Stand-Standort in Halle 16 (direkt neben der Blogger-Lounge) konnten wir auch sieben Fachvorträgen lauschen, Yvi Tschischka und Ann-Christin von Ponyliebe-Fotografie haben für Pferdefotografen wieder eine kostenlose Portfolio-Review veranstaltet. Hier konnten Fotografen ihre Bilder vorzeigen und sich Tipps von den beiden Profis holen, um den Bildaufbau noch zu verbessern. 

Dazu kam die tolle Gelegenheit in der großen Showarena zweimal täglich für ein paar Minuten die Gangpferde zu präsentieren. Das war wirklich ein richtig schönes Erlebnis. Diese Energie, wenn man in diese Arena hineinreitet – unbeschreiblich! Ich durfte das schon einmal mit Jacinto erleben und jetzt dieses Jahr mit Diosa! *Gänsehautfeeling*

Diosa hat sich übrigens die ganzen vier Tage und die drei Auftritte pro Tag richtig gut geschlagen! Sie war durchweg motiviert und hat immer kooperativ mitgemacht. Nachdem sie nach dem diesjährigen Fohlen und dem Absetzen noch nicht wieder ihre gewohnte Rubens-Figur erreicht hatte, ging zwar ganz schön Gewicht verloren, aber jetzt zu Hause schaut sie schon wieder sehr gut aus. Ein bisschen Stress hat selbst eine so coole Socke wie Diosa. Und diese Messe verlangt viel von den Ponys ab. Die Unterbringung ist in einer großen Messe-Halle in Indoor-Boxen. Es herrscht ständig ein durchgehender Lautstärke-Pegel, trockene Luft und die Menschen und Auftritte sind auch nicht einfach für das Fluchttier Pferd. Aber ich bin sehr stolz auf mein tolles Pony – und ich bin richtig stolz auf ihre Tochter Dea, die ihren allerersten Messeaufenthalt so dermaßen entspannt mitgemacht hat. Auch auf Sello und Empressario von Stan und Johanna Paul bin ich sehr stolz, die beiden hatten nämlich ebenfalls ihren ersten Messe-Auftritt und die 13 Auftritte und vier Messetage haben alle Ponys souverän gemeistert.

Fast der ganze IGV-Haufen! – Foto: Nadine Schumachers Kamera 🙂 Weil Du bist ja drauf!

Natürlich war Nico dieses Jahr auch wieder mit von der Partie – unser heimlicher Pröbchen-King 🙂 Jeder wollte mit Nico unterwegs sein, weil er immer am Besten weiß, wo es die Gratis-Futterproben gibt. Wir haben nicht nur einen Stand unsicher gemacht und dabei echt viel gelacht.  Unsere spontane IGV-Stallgassen-Party war auch ein schönes Erlebnis – Sekt, guten Schnäppes, Knaberreien, viel Lachen, einen Haufen toller Menschen und die Ponys mitten drin! Leider konnten wir dieses Jahr nicht die Generalprobe der Gala-Show besuchen, aber das war dann doch nicht so schlimm. Dafür hatten wir viel Spaß beim Wiederfinden des obligatorischen Italieners in Sarstedt (kleiner Insider) 🙂

Jedenfalls möchte ich mich ganz herzlich bei allen Reitern, Helfern, Heuschleppern, Kaffeekochern, Technikern, Deko-Königen, Aufbauern, Staubsaugern, Kuchenbäckern (wie schafft man es auch noch Abends nach einem Messe-Tag noch zu Backen!?), Hindernisträgern, Fotografen, Besuchern, Standvertretern und Teilnehmern bedanken und ganz besonders bei Doro und Kaja, die die Organisation so lebendig und reibungslos gestaltet haben. Und bei Coco, der Zeitmanagement-Königin! Und bei Julia fürs spontane Traber reiten am Abreiteplatz 🙂 

Ihr seid alle Spitze! Und um es mit Kajas Worten zu sagen: „Ich bin sehr dankbar, ein Teil dieses Miteinanders, dieser Offenheit und dieser gelebten Toleranz zu sein.“ 

Diosa on Tour – Hannover wir kommen! – Foto: privat

Wir sehen uns alle im nächsten Jahr wieder! Hoffentlich schon vor der Pferd und Jagd 2019! 

PS: Britta! Du musst dann auch wieder dabei sein! Wir haben dich vermisst! 

Die Pferd und Jagd ist die größte Messe für Reiten, Jagen, Angeln. Dieses Jahr kamen 102.100 Besucher. Die Messe findet jährlich – seit 1981 statt – Messegelände Hannover-Laatzen.

Schnee in Hannover?

Pferd und Jagd Hannover 2017

Willkommen in der Welt der Gangpferde – Foto: privat

07. bis 10. Dezember 2017:

In den letzten Jahren ist es fast schon Tradition geworden, dass Yvi und ich auf die Messe Pferd und Jagd nach Hannover fahren. Es ist jedes Jahr wieder Abenteuer, irgendwie Urlaub und aber immer ganz viel Spaß wenn wir dort sind. Dieses Jahr waren wir als Bodenpersonal für den IGV-Stand und als durchgehende PFAE-Vertretung mit dabei – und zwar die vollen vier Tage!

Los ging es am Mittwoch Abend nach Arbeit und Stalldienst. Ganz gechillt haben wir noch Britta in Flieden abgeholt (inclusive Fohlen kuscheln und Sumpfs Ex-Lover besuchen) und sind weiter in unser Hotel in Hannover gedüst. Spät Abends blieb uns leider nur noch Zeit für ein schönes Abendessen und ganz viel Quatschen, bevor es dann am nächsten Morgen zum ersten Messetag nach Hannover ging. Doro und ihre fleißigen Helfer hatten den ganzen Stand am Vortag schon aufgebaut und so konnte der erste Vormittag herzhaft zum Shoppen genutzt werden. Yvi hat gleich mal den Stand mit den Brockamp-Pads überfallen – da war nämlich ein schwarzes Reitpad zu haben. Die sind ja, wenn man sie bestellt, momentan echte Mangelware. Ich habe mir einen schwarzen, wasserdichten „Blaumann“ für den Winter zugelegt, nachdem der Alte ja schon sehr – sagen wir mal „zugig“ geworden ist mit den Jahren. Der Blaumann hat schon drei Autos überlebt. Also Ziel erreicht. Die Ponys haben noch einen Nachschub an Leckerlies bekommen und neue Fahrpeitschen für die Bodenarbeit. Brot und Spiele ist hier die Devise!

Dieses Jahr hatten die Gangpferde einmal am Tag eine Show-Zeit im Aktionsring – dafür aber immer rund eine halbe Stunde lang. Und der Aktionszirkel war immer gut besucht. Da blieb genügend Zeit für Stephan Vierhaus alle anwesenden Gangpferderassen gewohnt kompetent und überzeugend vorzustellen und wir zeigten auch, dass Gangpferde nicht nur im Kreis tölten können, sondern auch für andere Dinge zu gebrauchen sind. Sabrina Scherweit und Ihre Stute „Honey“ zeigten, dass auch Gangpferde elegant über ein Hindernis kommen (Yvi und ich haben übrigens die lebenden „Sprungständer“ gespielt – so waren auf jeden Fall wenigstens Fino-Hüte in der Arena 🙂 ) Kaja Stührenberg und ihr Nuno zeigten Elemente der Working-Equitation und Sarah Seifert zeigte mit ihrem Gisli, dass auch Islandpferde in der Dressurarbeit und der Piaffe eine sehr gute Figur machen!

Vor dem Auftritt – Mr. Huiii und die beiden Kreiswälder fehlen auf dem Bild .-) – Foto: privat

Ansonsten waren an Gangpferden dabei: zwei Paso Peruanos (Familie Hoffmann), ein Aegidienberger (Natascha Cordes :-), ein Isländer (Sarah Seifert), ein Töltender Traber (Ellen Vierhaus), Paso Iberoamericano (Kaja Stührenberg), Tennessee Walking Horse (Anna Holstermann), zwei Kentucky/Rocky Mountain Horses (Sabrina Schwerweit und Mireille van Meer), vier Mangalarga Marchadores Freizeit (Sabine Krüll) und Sport (Gestüt Kreiswald) geritten. Wahrscheinlich habe ich sogar ein Pferd und Reiter vergessen!

Am Nachmittag starteten dann schon die ersten Vorträge im Rahmen des „Kompetenzzentrums“ – sprich kleine, interessante Vorträge zu den verschiedensten Themen rund um die Gangpferdeszene. Zum Beispiel: „Gaited Working Equitation – Arbeitsreiten mit Gangpferden“ (Stephan Vierhaus), „Die Gangarten und Farben des Rocky Mountain Horses“ (Sabrina Scherweit und Mireille van Meer), „Wanderreiten mit Mangalarga Marchadores“ (Sabine Krüll), „Was sie schon immer über den Paso Fino wissen wollten“ (Britta Mülle und Christine Griebel), „Gymnastizierung von Gangpferden – Herausforderungen im Tölt“ (Kaja Stührenberg), „Zucht, Zuchtlinien und Aufzucht des Mangalarga Marchadores“ (Annegret Dallmann), „Der Mangalarga Marachador – Entstehung, Geschichte Gangarten“ (Andrea Scheidler), „Die Singlefooter – eine neue Gangpferderasse in Europa?“ (Stephan Vierhaus), „Paso Peruanos in Canada“ (Sabine Steffens), „Internationale Gangpferdevereinigung e.V.“ (Carolin Jost-Kilbert). Das waren feine Vorträge, die für viel Interesse innerhalb unseres Stand-Teams gesorgt haben – vereinzelt auch außerhalb … sprich: ich möchte sagen: da ist durchaus noch Luft nach oben möglich!!! 🙂 – und die für das Verständnis untereinander grandios beigetragen haben. So viel geballtes Insiderwissen hört man nicht alle Tage. Ich fand die Vorträge auf jeden Fall eine super Idee.

Unscharfe Handybilder aus dem Aktionszirkel – kann ich! – Foto: privat

Nachdem ich selber auch dort gestanden habe, konnte ich auf jeden Fall freies Reden üben. Das war zuletzt in der Berufsschule gefordert. Von daher: So ein Gangpferd fordert einen in alle Richtungen! Nicht nur unter dem Sattel! Hier speziell ein dickes Dankeschön an Technik-Thorsten :-), der uns souverän verkabelt hat und dafür gesorgt hat, dass alles reibungslos funktioniert.

Schön war auch die Idee von vier Pferdefotografinnen eine kostenlose „Portfolio Review“ für Nachwuchsfotografen zu organisieren. Man konnte nämlich Samstags gemütlich am Stand der IGV seine Fotografien von drei tollen Pferdefotografinnen begutachten lassen und sich Tipps holen. Ann-Christin von Ponyliebe Fotografie fiel leider dem Fieber zum Opfer und konnte nicht dabei sein (Schade!!!), aber Alina Geis Fotografie, Frederike Scheytt Photography und Yvi Tschischka haben sie würdig mit vertreten. Es kamen eine ganze Menge talentierter Jungfotografinnen, da hat das Mitgucken in den Bildern total Spaß gemacht. Und Samstags konnte man sich sowieso nicht durch die Messe bewegen, weil so viel los war. Von daher: Perfekt!

Britta musste uns leider Freitags schon wieder verlassen (aber sie hat den Zimt-Schnaps da gelassen!), dafür kam Nico – oder wie wir ihn ab sofort nennen: Pröbchen-King – als Vertretung für die Paso Finos für die restliche Zeit. Nico hat es geschafft, immer etwas zum Stand zu schleppen und zu wissen, wo es die besten Futterproben gibt. Mit Nico hatten wir auch lustige Abendessen und Frühstück im Hotel. Das Buffett kann ja ohne Pferdeversorgung ganz schön lange ausgenutzt werden. Natürlich hatten wir auch lieben Besuch von vielen Gangpferdefreunden und Fino-Freunden auf der Messe. Meike und Flo – Wir sehen uns viel zu selten!

Natürlich habe ich auch jeden Tag den Klaus von Quittpad besucht. Schon alleine wegen ihm lohnt sich die Fahrt nach Hannover 🙂 Und wir haben ganz viele Leute wieder getroffen, oder neu kennen gelernt. Es macht einfach immer Spaß mit dabei zu sein. Egal ob am Stand, in der Generalprobe der „Nacht der Pferde“, beim Essen suchen, Rotwein probieren (haben wir jetzt doch nicht geschafft Nadine!), oder bei den Pferden. Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue auf das tolle Stand-Team der IGV und es ist immer ein lustiger und herzlicher Haufen! Ein dickes Dankeschön an jeden Einzelnen, der dabei war! Ich hoffe wir sehen uns alle wieder nächstes Jahr?

Fino-Truppen-Selfie am IGV-Stand – Britta fehlt!!!! – Foto: Yvi

Dann auch bestimmt wieder mit pferdiger Paso Fino-Beteiligung! Wobei wir ehrlich gesagt ganz froh waren, dass wir dieses Jahr keinen Pferdeanhänger dabei hatten. Auf den Straßen war ganz schönes Verkehrschaos am Sonntag – Schneesturm vom Feinsten! Aber alle sind mehr oder weniger später nach Hause gekommen. Abenteuer pur! Als Mitglied in einem Verein erlebt man richtige Abenteuer! Schon alleine im Hotel … aber das sind wieder andere Geschichten! Die lassen wir hier bleiben, die sind nämlich nicht jugendfrei! 🙂

Teilnehmen am Erfolgskonzept Gangpferdereiten?

03. – 06.12.2015:

 

Auch dieses Jahr war das erste Dezemberwochenende wieder für die Pferd & Jagd in Hannover reserviert. Yvi und ich waren zur Abwechslung ohne eigenes Pony dabei. Diosa durfte zu Hause bleiben. Wobei das Pony wahrscheinlich den ganzen Trubel ganz furchtbar genossen hätte. Auf der Hinfahrt sammelten wir noch Nadine und ihre beiden Fino-Wallache Cuy und Pastiz ein. Pastiz sollte eigentlich mein Leihpony werden. Er hatte aber kurzfristig beschlossen lieber einen auf Hinkebein zu machen und die Tage gemütlich betuddelt in der Box zu verbringen. Nadine war so nett und teilte sich mit mir bei den Auftritten dann ihren Cuy. Vielen Dank nochmal dafür Nadine! Es war dieses Jahr sowieso eine Messe der kurzfristigen Planänderungen. Aber dazu später mehr.

Die IGV bekam dieses Jahr einen taktisch gut gelegenen Stand in der Nähe des Aktionszirkels in der Halle 17. Nachdem wir die Ponys verräumt hatten, halfen wir Doro und dem restlichen Team erst mal Stand aufbauen. Das hat ja immer ein ganz eigenen nüchternen Industriecharme in den Hallen bevor die ganzen Besucher kommen. Dieses Jahr wurde im Rahmen dieser ganzen Terroranschläge relativ viel kontrolliert und gefilzt. Am Sonntag sind aufgrund einer Drohung auch Polizeistreifen durch die Hallen gelaufen. Aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen.

Doch zurück zum Stand! Das bewährte Konzept mit den Bartischen mit Informationsmaterial und Sitzgelegenheiten, die zum Quatschen einladen, wurde fortgeführt. Eine nette Einstellerin von Stephan stellte uns Salli-Sattelstühle, Hocker in Sattelform auf Rollen zur Verfügung, die super sind und gerne angenommen wurden. Gerne hätte ich mich mit den Dingern durch die ganzen Hallen rollen lassen, aber  niemand wollte mich fahren!

Direkt gegenüber war ein Händler mit Ariat und Westernsachen, hinter uns gleich der Anfang vom Isländerdorf und neben uns ein sehr unscheinbarer Stand, der uns noch viel Freude bereiten sollte. Das war nämlich ein Naketano-Outlet. Wir waren natürlich erst mal ahnungslos. Dass diese Firma mit den kuscheligen Pullovern existiert wusste ich, aber nicht, dass dieser nicht mal mit Firmenname beschriftete Stand so dermaßen viel Kundschaft anlockt. Es gab sogar Absperrbänder mit Einlass! Auf jeden Fall war es eine wahre Freude den jungen Mädels beim wühlen auf den Tischen zuzusehen. Interessant wurde es natürlich, als dann dieser Stand fast restlos ausverkauft war und nur noch Pullover in der Größe S da waren. „S“ für Kuschelpullover überhaupt herzustellen ist übrigens meiner Meinung nach ein Unding. Die sollen ja bequem sein und nicht aussehen wie Presswurst in Darmfüllung. Also könnte man die Größen „S“ und „XS“ direkt streichen. Mal ganz ehrlich – wer passt da schon freiwillig rein? Oder besser, wer kommt da elegant wieder raus …. jedenfalls sieht man interessante Verhaltensmuster von jungen Käuferinnen so über den Tag verteilt. Klassen von angehenden Verhaltensforschern hätten da ihre wahre Freude dran gehabt. Natürlich haben wir uns auch voll als Fashion-Opfer mit Naketano-Pullovern eingedeckt, aber wir konnten ja quasi schon vor Messe-Öffnung den Stand belagern und uns dann lässig geben.

Der erste Messetag ist immer eine Art Orientierung – Wie läuft etwas ab? Wo muss ich hin? Was gibt es alles? Wer ist noch alles da? Solche Dinge werden da abgecheckt. Man trifft viele nette Leute und Händler, die man von früheren Messen kennt. Ich sag nur, der Ingwer-Man, der Joghurt-Stand (bestes pseudogesundes Essen der Welt!). Man checkt den besten Kaffee-Stand ab, wo gibt es gutes Essen, an das man dann im Messeandrang auch heran kommt? Alles wichtige Dinge für Messe-Teilnehmer. Der beste Kaffeestand war gleich zweimal da – einmal draußen vor Halle 26, die mit den Creppes, und einmal direkt zwischen Aktionsring und Manège Baroque. Sehr praktisch, da sind wir nämlich mehrmals täglich vorbei gelaufen.

Gangpferde auf dem Weg zum Aktionsring - Foto: Thorsten Ruthof
Gangpferde auf dem Weg zum Aktionsring – Foto: Thorsten Ruthof

Auf Messen läuft man sowieso sehr viel. Man sollte gutes Schuhwerk dabei haben. In meinem jungendlichen Leichtsinn habe ich meine guten Laufschuhe zu Hause gelassen, weil ich zu faul war sie sauber zu machen. Solche Sünden straft der Herr sofort. Aber gottseidank war die Firma Quittpad mit ihren fantastischen Einlegesohlen wieder da! Klaus rettete damit meine Füße vor schmerzhaften Blasen. Eigentlich stellt Quittpad ja Sattelunterlagen her. Überhaupt hat Quittpad wieder etwas Neues am Start – eine neue Oberfläche für die Satteldeckenunterseiten. Es sieht aus wie Mikrofaser und sorgt für trockene Pferderücken. Ich bin gespannt darauf, die neue Unterseite auszuprobieren! Gespannt warte ich auch auf die angekündigten Sattelgurte aus dem bewährten Quittpad-Material. Der Prototyp fasst sich schon mal gut an. Es bleibt spannend.

Die Gangpferde hatten insgesamt drei Auftritte pro Tag. Schön konzentriert auf den Nachmittag. Erste Vorstellung war in der Manège Baroque – Marie Wendel mit ihrer Aegidienberger Stute und Stan mit Machiavelli führten ihre Pferde hier unter dem Gesichtspunkten Elemente der barocken Dressur in der Gangpferdereiterei vor, natürlich gekonnt von Stephan Vierhaus moderiert.

Die große Rassenvorstellung war dann immer um 15 Uhr im Aktionsring – alle Gangpferde im Vergleich zusammen im Ring, von Stephan kurzweilig präsentiert. Stephan hat es halt einfach drauf. Die Leute hören ihm gerne zu und er schafft es die Zuschauer zu unterhalten.

Stephan Vierhaus - Foto: Thorsten Ruthof
Halle 17 – Aktionsring – Foto: Thorsten Ruthof

Im Aktionszirkel gab es an den vier Messetagen zwei Paso Finos zu sehen. Angelita mit Johanna und Cuy mit seiner Chefin Nadine oder mit mir. Objektiv oder nicht, ich finde auf jeden Fall die Finos sahen dieses Jahr wieder sehr schick herausgeputzt aus mit Zamarros und traditionellen Zaumzeguen, die Ponys gleichfarbig, die Reiterinnen schick mit Hut und neu gestalteter Fino-Jacke. Die gibts übrigens auch im Shop (www.paso-shop,de) bei Nadine zu kaufen, wer noch nach einem Geschenk sucht, könnte hier Abhilfe finden. Einfach mal Nadine anschreiben!

Cuy und ich - Foto: Thorsten Ruthof
Cuy und ich – Foto: Thorsten Ruthof

Um 16 Uhr gab es dann noch einmal drüben in Halle 25 im Cavallo-Ring Gangpferd zu sehen. Leider erkrankte Nuno von Kaja mit unklarem Fieber am Donnerstag Abend und musste in die Klinik. Stan sprang für Kaja ein – auch im Cavallo-Ring, wo Stan mit einem äußerst geduldigem Machiavelli (er erinnert mich so dermaßen an meine verstorbene Dimera – unglaublich!) zusammen mit Stephan das „Anreiten“, Reiten und gymnastizieren von Pferden mit kolumbianischen Bosal demonstrierten. Auf jeden Fall eine sehr schöne Werbung für unsere Ponys. Auch die Tatsache, dass der Paso Fino ja traditionell gebisslos angeritten wird und somit ja momentan – oder eher eigentlich schon immer – voll im Trend ist. Nuno geht es übrigens wieder gut.

Machiavelli ... so geduldig im Cavallo Ring - Foto: Thorsten Ruthof
Machiavelli … so geduldig im Cavallo Ring – Foto: Thorsten Ruthof

Insgesamt war es wieder eine sehr schöne Messe. Natürlich anstrengend, aber auch schön. Wir trafen viele nette Leute, neue und alte, hatten viel Spaß und irgendwie finde ich, dass das IGV-Team wunderbar harmoniert. Es macht einfach Spaß mit motivierten Gangpferdefreunden egal welcher Rasse zusammen zu sitzen und Gangpferde zu zeigen. Auch dieses Jahr organisierte Doro wieder eine Stand-Party für uns. Das ist auch immer ein schönes Erlebnis. Man hockt Abends zusammen in den leeren Messehallen und hat Zeit für Gespräche. Das Fino-Team in diesem Jahr bestand übrigens aus Stan (Machiavelli), Johanna (Angelita), Britta, Gerd, Nadine (Cuy/Pastiz), Meike, Yvi und mir. Tageweise begleiteten uns auch Flo, Basti, Heike und Eric am Stand. Eric hatte natürlich genügend selbstgemachte Snacks dabei – und es gab schon früh am Vormittag Sekt 🙂 Natürlich wurden wir auch von vielen Fino-Freunden aus ganz Deutschland besucht, was immer wieder schön ist. Besonders gefreut hat es mich auch Deas neue Besitzerin in „Echt“ kennen zu lernen. Überhaupt macht es viel Spaß die verschiedenen Gangpferdefreunde zu treffen.

Teile des Teams am Sonntag - Foto: Thorsten Ruthof
Teams am Sonntag Abend – Foto: Thorsten Ruthof

Unser Hotel war auch wie immer perfekt. Zwar ist das Parkhotel etwas außerhalb gelegen, aber wir kommen immer wieder gerne dort hin. Schon alleine wegen dem Kellner mit seinem trockenen Humor im Restaurant oder wegen dem guten Frühstück. Das fehlt mir übrigens jetzt zu Hause. Gutes Frühstück.

Für die Zahlenfreunde unter uns die Pferd und Jagd 2015 in Zahlen und Stichworten:
100.000 Besucher – 850 Aussteller – Weltrekord Bau des Brandenburger Tor aus Hufeisen – Nacht der Pferde Galashow – Bestes Messewetter – keine Unwetter – keine Kathastrophen

PS: Nächstes Mal muss ich mich mal mit dem Abendshow-Programm beschäftigen. Man hätte nämlich die Gelegenheit berühmten Leuten über die Schulter zu gucken, wenn sie wie Otto-Normal-Reiter am Abreiteplatz ihre Pferde arbeiten. Nur erkenne ich die Leute nicht, weil ich nicht weiß wie sie aussehen! Das muss sich mal ändern!

Um einen kleinen Messe-Eindruck zu vermitteln, habe ich Euch mal ein paar YouTube-Filmchen verlinkt – guckt mal rein – vielleicht entdeckt Ihr auch ein paar Paso Finos? 🙂

ClipMyHorse – Nacht der Pferde 2015:

Halle 17, Salli-Stühle, Finos, Shopping:

ClipMyHorse – Eindrücke:

Pferd & Jagd Hannover?

4. bis 7. Dezember 2014

Auch in diesem Jahr waren die Gangpferde wieder auf der Pferd & Jagd in Hannover. Erfreulicher Weise gab es dieses Jahr auch keine Unwetter-Katastrophen, so dass die Fahrt nach Hannover für alle unkompliziert war. Das schöne Wetter machte sich auch in den Besucherzahlen bemerkbar. 85.000 Besucher strömten durch die verschiedenen Hallen und konnten sich 800 Aussteller und diverse Pferdevorführungen ansehen.

Foto: Thorsten Ruthof
Finos machen Spaß! – Foto: Thorsten Ruthof

Dieses Jahr war ich wieder mit Pferd und mit tatkräftiger Unterstützung von Yvi dabei. Diosa durfte als Vertreterin der töltenden Schecken mitfahren. Insgesamt waren vier Paso Finos mit von der Partie: Esperanza mit Meike Wolf, Diosa mit Yvi Tschischka, Angelita mit Stan Paul und ich mit Leihpony Brujula. Eigentlich wollte ich ja ein paar gechillte Messetage erleben, ein paar Fotos machen und Diosa beim Laufen zugucken, aber nachdem Britta von einer fetten Bronchitis dahin gerafft wurde hat sie mir angeboten ihre weiße Töltmaschine zu reiten. Und mal ganz ehrlich, wer da nicht ja sagt ist selber schuld. Also kam ich in den Genuss in den vier Tagen ein tolles Pony mit ganz viel genialem Tölt reiten zu dürfen. Vielen Dank dafür Britta!
Davon, dass es mich während der Messe dann Erkältungstechnisch ordentlich dahin gerafft hat, so dass ich sogar ganz dringend zum Arzt musste und mal wieder ganz dringend Antibiotika brauchte sprechen wir jetzt mal nicht. Und auch nicht davon, dass meine Bakterien jetzt bestimmt bei anderen Gangpferdeleuten ordentlich verteilt sind …. *hust*

In Halle 17 gab es täglich um 15 Uhr die Gangpferde zu sehen. Eine halbe Stunde jeden Tag hatten wir die Gelegenheit dem zahlreich interessiertem Publikum die verschiedenen Gangpferderassen zu präsentieren. Gekonnt moderiert wurde unser Auftritt von dem Dieter Thomas Heck der Gangpferdeszene – Stephan Vierhaus. So wurde Stephan am Sonntag von der anmoderierenden Dame vorgestellt. Jedenfalls wurde die halbe Stunde immer sehr gut genutzt. Im Ring waren Töltende Traber (IG Töltende Traber), Paso Iberoamericano (PV), Paso Fino (PFAE), Paso Peruano (PPE), Rocky Mountainhorses (RMHA), Tennessee Walker (ETWHA) und ein Mangalarga Marchador. Die Präsentationen waren harmonisch und man konnte die Vielfalt der Rassen in der halben Stunde sehr gut beobachten.

Pferd & Jagd 2014 - Foto: Thorsten Ruthof
Pferd & Jagd 2014 – Foto: Thorsten Ruthof

Wer noch nicht genug von den Gangpferden hatte konnte dann täglich im Cavallo-Ring um 16.30 Uhr noch mehr Stephan Vierhaus lauschen. Zusammen mit Kaja Stührenberg und Nuno gab es dort täglich Vorträge mit Reitdemo zum Thema „Tölt über den Rücken“.

Unser IGV-Stand in Halle 16 war dieses Jahr etwas anders gestaltet. Eine große Säule mit verschiedenen Gangpferdebildern war mittig als Eye-Catcher platziert, rundum fand sich ein Info-Counter mit Broschüren und eine „Verpflegungsecke“. Kaffee und Süßigkeiten sind ja immens hilfreich bei einem langen Messetag – Mandarinen sind der totale Renner (danke an Thorsten für die Mandarinen-Versorgung). Dazwischen luden gemütliche Tische und Stühle zum verweilen und quatschen über die Gangpferde ein. Abgerundet wurde das Ganze mit ganz vielen bunten Roll-Ups der verschiedenen Rassen und zwei liebevoll antransportieren großen Plastikpferden in traditioneller Ausrüstung. Die verschiedenen Rassen wurden nicht getrennt präsentiert, sondern als gemeinsames großes Ganzes, was sehr gut ankam. Und auch untereinander hatte man so gut die Gelegenheit ins Gespräch zu kommen.

Perfekt war unser Stand mit den vielen Sitzgelegenheiten dann auch für die von Doro Martin organisierte Standparty geeignet. Doro versorgte uns am Freitag wieder mit Sekt/Orangensaft, Chilli, der legendären Kartoffelsuppe und Häppchen. So wurde der zweite Messetag dann zusammen gemütlich gefeiert. Einige Gäste verirrten sich natürlich auch an die Feier.

Insgesamt war es wieder eine sehr schöne Messe, die dank der fleißigen Helfer mit und ohne Pferd wieder zu einem Highlight im Gangpferdejahr wurde und zugleich eine sehr gute Gelegenheit war viele Gangpferdefreunde zu treffen. Ein spezielles Dankeschön geht auch an unser fleißiges Bodenpersonal: Nadine und Basti Hoinza, Gerd Mülle, Florian Wolf und allen Fino-Freunden die uns am Stand besucht haben!

Foto: Thorsten Ruthof
Barrida! – Foto: Thorsten Ruthof

Natürlich konnten wir auf der Pferd & Jagd auch wieder nette Leute treffen – im Speziellen meine ich da den Klaus von Quittpad, auf den ich mich bei jeder Messe freue und der uns wieder mit neuen Ideen überrascht hat und mit dessen Quittpads wir alle unsere Finos vorgestellt haben. Da war auch wieder der Ingwer-Mann (bei dem ich mich mit scharfem Ingwer gegen die Bakterien eingedeckt habe) und HottiKlamotti mit den schönen Fino-Taschen, um die man nicht herum kommt! Und meine neuste Entdeckung: der Yeti-Fellbezug (Bartel), da hab ich mir ein Schönes mit langen Haaren für Jacintos Sattel bestellt.

Besonders stolz bin ich aber auf Yvi und Diosa, die sich so schön im Ring präsentiert haben. Diosa ist sowieso ein Schatz. Als altes Herdentier hat sie sich die ganzen 400 km lang alleine im Hänger mitschleifen lassen, war brav auf der Messe und hat sich die vier Tage für Diosa-Verhältnisse sehr gut benommen und wieder brav alleine im Hänger zurückfahren lassen. So eine Indoor-Messe ist gerade für ein Offentstallpferd und Herdentier eine extreme Herausforderung. Durch den Lärm und den Trubel eine echte Dauerbelastung. Ich bin extrem dankbar so ein tolles Pony haben zu dürfen, das jeden Unsinn mitmacht und alles so gut wegsteckt. Was ja auch wieder für den tollen Charakter der Paso Finos spricht!

PS: Vielen Dank an Thorsten Ruthof für die tollen Fotos von der Messe!

Wer noch ein bisschen Filmchen gucken möchte:

Kaja und Nuno:

von textundfotoschmiede

Vorführung Gangpferde Pferd & Jagd 2014:

von TopwalkerTW (Paso Finos laufen ab ca. 4:40 Min)

 

Fliegende Finos?

05. – 08. Dezember 2013:

Aktionsring Halle 21, Foto: Basti Hoinza
Aktionsring Halle 21, Foto: Basti Hoinza                                                                                                                                                                     (leider war meine Hausfotografin nicht dabei, aber Basti hat trotz meiner miesen Kamera akzeptable Bilder hinbekommen – Dankeschön! 🙂 )

Pferd & Jagd 2013 – „offizieller Teil“:

Auch dieses Jahr waren die Paso Finos im Rahmen der IGV wieder mit auf der Messe Pferd & Jagd in Hannover. Diesmal neu in Halle 21 angesiedelt hatten wir richtig viel Standfläche und konnten uns richtig schön ausbreiten. Es entstand sozusagen ein kleines Gangpferde-Dorf, in dem man an jedem Stand gut versorgt wurde. Sei es mit Informationen, Flyern, dem neuen IGV-Jahrbuch oder mit kleinen Naschereien, Kaffee, Getränken. Alle Stände waren perfekt ausgerüstet. 

Gewusel am Stand, Foto: privat
Gewusel beim Aufbau des Standes, Foto: privat

Stephan Vierhaus hatte in den untiefen seines Stephan-Mobils sogar ein stabiles Regal mit einem Fernseher und DVD-Player, so dass den ganzen Tag Gangpferde auch in filmischer Aktion gezeigt werden konnten. Echt peruanisches Equipment konnte man an einem großen Schaufensterpuppen-Pferd bewundern. Am Paso Fino-Stand gab es einen beleuchteten Weihnachtsbaum mit kleinen glitzernden-Fino-Anhängern. Wir sollten uns überlegen damit in Produktion zu gehen – es waren mehrere Leute da, die versucht haben die Anhänger zu kaufen. Als Lese-Schmankerl gab es das neue IGV-Jahrbuch druckfrisch direkt zur Messe geliefert.

An Pferderassen waren neben den acht Paso Finos auch noch die Rocky Mountain Horses, die Töltenden Traber, Paso Peruanos, Tennesee Walking Horses und Kaja Stürenberg mit Nuno als Vertreter der Paso Iberoamericanos dabei. Dieses Jahr war das Konzept der Messe so, dass in der großen Show-Arena nur Wettbewerbe/Turnierprüfungen und große Shows gezeigt wurden und die ganzen Rasse-Präsentationen direkt in der Messehalle 21 im Aktionszirkel zu sehen waren. Was den Vorteil hatte, dass wir näher am Publikum waren, gerade weil der Aktionszirkel auch in der selben Halle aufgebaut war wie unsere Standfläche. Und wir hatten mit 15 Minuten Präsentation auch wesentlich mehr Zeit unsere Pferde zu zeigen und zwar alle zusammen. Das heißt man hatte die Gelegenheit alle Gangpferde im direkten Vergleich zu sehen. Hautnah und über einen vernünftigen Zeitraum. Insgesamt fanden trotz Sturmtief „Xaver“ insgesamt 79.000 Besucher den Weg zur Messe und 800 Aussteller waren in den verschiedenen Hallen zu finden. Sogar für uns Messeteilnehmer viel zu viele Stände, um die Messe komplett zu sehen.

Paso Finos im Aktionsring, Foto: Basti Hoinza
Paso Finos im Aktionsring, Foto: Basti Hoinza (leider schlechtes Licht und schlechte Kamera!)

Jeden Tag um 12.45 Uhr hieß es also Gangpferde in Halle 21 bestaunen. Stephan Vierhaus moderierte unseren Auftritt auch gekonnt und situationsgerecht was natürlich auch viel besser ankam als die ansprechende, aber sonore Stimme des Vorlesers in der großen Arena, der einen vorbereiteten Text vom Blatt abliest ohne groß auf die jeweilige Aktion einzugehen, einfach weil er die Rassen und Reiter nicht kennt. Der Ablauf war täglich gleich. Alle Gangpferde kamen zusammen in die Arena, zeigten Tölt in der Bahn – was trotz so vielen (und einigen messeunerfahrenen, jungen oder frisch importierten) Pferden richtig gut geklappt hat. Dann wurden die Pferde aufgestellt und jede einzelne Rasse wurde auf der Bahn vorgestellt. Zum Abschluss drehten wir dann wieder alle zusammen ein paar Runden. Wir hatten schöne, geordnete Vorstellungen. Trotz der vielen Pferde gab es kein Gedränge. Ich fand es positiv, dass die Zuschauer die Möglichkeit hatten über längeren Zeitraum die Pferde (und Reiter) zu beobachten und auch im direkten Vergleich die verschiedenen Rassen zu sehen. Ich bin mir sicher, wir hätten auch noch ein paar Pferde mehr in den Ring bekommen!

http://youtu.be/gmD0zJwxpAs

Stephan konnte auch noch Extra-Zeiten für uns organisieren. Am Freitag Nachmittag durften zwei Paso Finos mit in den Cavallo-Ring in Halle 26 um Kaja Stührenberg mit Nuno ein bisschen zu unterstützen. Dort moderierte Stephan unter dem Titel „Tölt im System der klassischen Reitkunst“ dressurbasiertes Reiten von Gangpferden. Wir Paso Finos stellten dabei feines Reiten auf feinen Pferden dar und die verschiedenen Ausbildungsgrade. Ein Pferd im Bosal (Cuy) und eines auf Kandare (Florencia) geritten vorgestellt in lockerem, entspanntem Tölt und Trocha. Und ich muss sagen, je kleiner der Aktionszirkel ist und je enger das Publikum um einen herum steht, desto schwieriger ist es.

Cavallo-Aktionszirkel mit Kaja Stührenberg und Stephan Vierhaus, Foto: Basti Hoinza
Cavallo-Aktionszirkel mit Kaja Stührenberg und Stephan Vierhaus, Foto: Basti Hoinza

Am letzten Messe-Tag, dem Sonntag bekamen alle Gangpferderassen zusammen noch eine halbe Stunde zusätzliche Auftrittszeit zur Verfügung gestellt. Wir Paso Finos hatten die Gelegenheit innerhalb zehn Minuten eine Solo-Vorstellung unsere Rasse zu präsentieren.

Resüme:

Insgesamt waren die Paso Finos mit acht Pferden und Reitern mit mindestens noch einmal so vielen Helfern am „Boden“ und am Stand sehr gut dabei und konnten uns positiv präsentieren. Einen ganz großen Dank an alle die dabei waren und die für die Rasse Paso Fino ihre Freizeit und ihr Weihnachtsgeld geopfert haben, keine Kosten und Mühen gescheut haben und tatkräftig mitgeholfen haben.

Als Reiter und Helfer (in Klammern dahinter) mit dabei waren:
Alexandra Rau – Esperanza
Babs Moorhouse – Florencia (Michael Bruckmann)
Britta Mülle – Brujula (Gerd Mülle)
Carolina Rathgens – Ophelia (Frederike Rathgens, Anna Carolina, Sophia Borenius)
Christine Griebel – Pastiz
Meike Wolf – Sinergia (Florian Wolf)
Nadine Hoinza – Cuy (Basti Hoinza)
Stanley Paul – Machiavelli (Johanna Paul)

Und natürlich haben wir uns gegenseitig auch an den verschiednen Ständen ausgeholfen. Vor allem das „Hüten“ des jungen Hundes von den Rockys war ein begehrter Job.

Hundesitter am Stand - heiß begehrter Job! Foto: privat
Hundesitter am Stand – heiß begehrter Job! Foto: privat

Pferd & Jagd 2013 – „Inoffizieller Teil“:

Messe ist ja auch immer Abenteuer. Im Vorfeld hatten wir etwas mit kaputten Autos zu kämpfen, aber pünktlich zur Messe war alles wieder in Ordnung. In diesem Jahr durfte ich als Leihpferd „Pastiz“ von Nadine Hoinza reiten. Ich hatte also die große Ehre „Pastiz“ allerersten öffentlichen Auftritt aktiv zu gestalten. Und ich muss sagen, als Cosmos-Kind mit einer gewissen Coolness ausgestattet, er hat das richtig gut gemacht. Natürlich war da der ein oder andere Hüpfer dabei. Am Anfang war ihm auch das Publikum, das ja wirklich hautnah an der Abgrenzung stand etwas suspekt, aber er hat toll mitgemacht und war auch während der ganzen Zeit äußerst entspannt. Natürlich auch weil sein Kumpel „Cuy“ dabei war, den Nadine selber vorgestellt hat. Hier noch einmal vielen lieben Dank an Nadine, die mir ihren fuchsfarbenen „Kasperkopf“ geliehen hat.

Pastiz - Kasperkopf und Halbbruder zu Diosa, Foto: privat
Pastiz im Messestall – Kasperkopf und Halbbruder zu Diosa, Foto: privat

Alle Pferde waren ziemlich relaxed, die Reiter routiniert. Hinter den Kulissen hat alles gut geklappt. Die Pferde sind in einer eigenen riesigen Messehalle in Boxen untergebracht, wo man dann auch den ein oder anderen „berühmten“ Pferdemenschen treffen kann und auch sehen kann, wie die Profis sich so hinter den Kulissen verhalten, was auch immer sehr interessant ist. Lästig waren einzig die ziemlich langen Wege auf dem Messegelände. Insgesamt war der Weg vom Fino-Stand bis zum Boxen-Trakt hin und zurück „läppische“ zwei Kilometer lang. Also waren wir auch Bewegungstechnisch gut dabei. Gut war dieses Jahr, dass der Abreiteplatz von Kutschen befreit war, man musste also nicht den eher knappen Platz auch noch mit den Kutschenfahrern teilen.

Am Donnerstag Abend fand die bereits traditionelle „Stand-Party“ der IGV statt. Alle Gangpferdeleute trafen sich um bei Gulasch- und Kartoffelsuppe, viel zu viel Baguette, selbstgebackenem Kuchen und Dresdner Christstollen mit Sekt und Selters anzustoßen und sich ein bisschen auszutauschen. Immer eine nette Gelegenheit nach dem täglichen Messe-Stress mal Neuigkeiten auszutauschen oder neue Leute kennen zu lernen. Die restlichen Abende ließen wir entweder im bewährten Parkhotel oder beim Italiener in Sarstedt ausklingen. Raubtierfütterung sozusagen. Von dem vielen herumlaufen waren wir immer ganz schön Hungrig.

Unser Stand war auch immer gut besetzt. Wir hatten insgesamt viel zu viel Essen und zu Trinken dabei. Feste Anlaufstation war auch die Senseo-Maschine vom Wolfshuus. Und  dank Nadine und Basti konnte ich ein neues Getränk erfinden – den „MaKi“. Ein sehr leckeres Fruchtgetränk aus Mango- und Kirschsaft, direkt erweiterbar als Alkohol-Cocktail. Sehr erfrischend. Apropos Basti, Nadines Mann hat uns immer wieder erstaunt, musste er doch ständig irgend welche Erledigungen machen (Weihnachtsbaum kaufen, Getränke kaufen) aber irgendwie hat er es immer geschafft sich die Stände auf den Messen genau anzusehen und uns dann mit Dingen zu verblüffen die er gesehen, erlebt oder erbeutet hat. Er hat Schuhsohlen angeschleppt von einem Stand bei uns in der Halle, der tolle Sattelpads herstellt. Die Firma Quittpad wirbt mit Giveaway-Schuhsohlen aus dem selben Material, aus dem auch die Pads bestehen zum Selber testen sozusagen. Eine tolle Idee und auch tolle, warme Schuhsohlen! Dementsprechend war dann ein Großteil des Fino-Standes immer mal wieder am Schuhsohlen schnorren. Sattelpads haben wir gleich mit ausgeliehen um sie live zu testen. Das Testpad habe ich gerade im Stall und werde noch darüber berichten.

Um meine beginnende Erkältung zu stoppen hat er mich zu einem Ingwer-Stand geschleppt und ich durfte scharfen Ingwer essen. Dann hat er uns noch eine der Jagd-Hallen geschleppt und wir haben schießen mit Gewehr geübt. Der betreuende Schütze hat Nadine und mich als „Flintenweiber“ bezeichnet, als wir Basti dann fast in Grund und Boden geschossen haben. Er meint natürlich es wäre schwieriger gewesen Freihand zu schießen und wir wären ja bevorteilt gewesen mit aufgestützten Gewehren. Das war auch einmal eine interessante Erfahrung.

Letztendlich war die Zeit nach vier Tagen vollem Programm dann doch viel zu schnell vorbei und es hieß wieder Abschied nehmen von allen Gangpferde-Mitstreitern, liebgewonnenen Freunden und einer spannenden Zeit. Es ist einfach viel zu Schade, dass wir uns alle viel zu selten sehen. Die nächste Pferd & Jagd findet übrigens vom 04.-07.12.2014 wieder in Hannover statt.

Machiavelli und Pastiz auf dem Weg zum Aktionsring, Foto: Basti Hoinza
Machiavelli und Pastiz auf dem Weg zum Aktionsring, Foto: Basti Hoinza – Man beachte meine schicke Nikolaus-Geschenk-Jacke mit dem del Cavador-Logo! Eine Überraschung von Nadine Zäh, die ich direkt ins Hotel geschickt bekam! *freu*

Pferd und Jagd 2010 – Hannover

02.12. bis 05.12.2010

Alles rund ums Pferd, um die Jagd und um Hunde gab es vom 2. bis 5.12.2010 in Hannover auf der Messe „Pferd und Jagd“ zu erleben. 700 Aussteller aus 20 Nationen boten ihre Waren und Ideen an. Mit ca. 72.000 Besuchern war die Messe etwas schlechter besucht als im Vorjahr. Das lag aber am plötzlichen Wintereinbruch, der nicht nur die Besucher überraschte.

Wir vom Sternberghof-Team (Doris, Reini, Stan, Nadine und ich) starteten zu Hause bei lauen – 4°C und Sonnenschein und kamen in Hannover bei eisigen -11°C und schneidendem Wind mit Schneegestöber an. Der einzige, der nicht gefroren hat war Reini. Er hat während der Fahrt immer noch lustig Cola mit Eis getrunken. Flugs wurde der Messestand bestückt und unsere Nachbarn begrüsst.

Mir hatte es vor allem der Sommer-Stand angetan. René Sommer hat pünktlich zur Messe einen speziellen Barrock-Sattel fertig gestellt. Ganz schlicht, aber genial. Mein nächster Sattel!

Die verschiedenen Gangpferderassen fanden sich unter dem Dach der IGV in Halle 22 wieder. Neben den Paso Finos waren Paso Peruanos, Töltende Traber, Tennessee Walker,  American Saddlebreds und Töltiberer vertreten. Die American Saddlebreds bestritten außerdem am Freitag ihr Championat 2010. Scherzhalber wollten wir Sinergia als Mini-Saddler mitlaufen lassen, aber Stan hatte seinen Frack nicht dabei.

Natürlich waren auch ganz viele Isländer vertreten. Und damit natürlich auch ganz tolle Stände mit warmen, heißbegehrten Wollsachen. Die Isländer hatten sogar ein Sounding-Board aufgebaut. Ist ganz komisch, wenn man da Isis drüber laufen sieht und nicht unsere Finos. Verkehrte Welt.

Am Donnerstag Abend feierten alle IGV-Stände eine Rassen-Party in unserer Messehalle. Es gab ein kleines Buffett und wir hatten Zeit untereinander ins Gespräch zu kommen.

Unser Fino-Stand bekam ab Freitag noch Unterstützung von Meike und dem Wolfshuus-Team. Netter Besuch von den viel zu wenigen Fino-Leuten im Norden schneite natürlich auch immer mal herein.

Fino-Stand in "Aktion"

Zwei- bis drei mal pro Tag konnten sich die Gangpferde in der großen Showarena präsentieren. Die Paso Finos vertreten durch Policarpa mit Doris, der flotten Sinergia mit Stan und Kapoho mit mir, boten zusammen mit den Paso Peruanos von Mireille van Meer und den Mangalarga Marchadores aus Kreiswald einen guten Einblick in die südamerikanischen Gangpferderassen.

Sinergia, Policarpa und Kapoho

Eigentlich wollte ich Jacinto nach Hannover mitnehmen, aber er hatte es vorgezogen sich zu prügeln und mit dickem Bein zu Hause zu bleiben. Doris hat mir netter Weise ihren Scheckhengst Kapoho geliehen. Der ist übrigens ein ganz einmalig tolles Pferd. Er bestätigt mich einmal mehr in meiner Schecken-Leidenschaft.

Kaja Stührenberg, Marie Wendel und Stephan Vierhaus demonstrierten täglich im Aktionszirkel, dass dressurmäßige Arbeit auch mit Gangpferden sinnvoll ist und funktioniert. Das wissen wir Gangpferdereiter schon lange, aber man wird ja gerne gefragt, ob man diese komischen Trippler auch gymnastizieren und „vernünftig“ reiten kann.

Sogar die Bildzeitung war am Donnerstag da und hat Fotos von uns gemacht. Ich habe dem Fotografen natürlich erst mal nicht geglaubt, dass der wirklich von der Bild kam, aber ich hab das Bild per Email vom Springer-Verlag erhalten, also war es richtig. Leider haben wir es dann nicht in die fertige Zeitung geschafft sondern ein Hund der Frisbee-Scheiben fängt.

Spannend war der Besuch der Gala „Nacht der Pferde“. Fahrschule unter dem Sattel und die Schulquadrille vom Niedersächsischen Landgestüt Celle, Poesie und Akrobatik auf dem Pferderücken, Traumfriesen in Aktion, die Schäferin zu Pferde Anne Krüger, ein rasantes Viererzug-Hindernisfahren, die Thunderguys mit ihren Stunts, Jean-Francios Pignon mit seinen Pferden, Doma Vaquera mit Manolo Oliva und Co. Und natürlich The Horse Man Team – die Jungs die äußerst leicht bekleidet über Hindernisse springen.

Vor allem Jean-Francois Pignon hat mich fasziniert. Er hat die Freiheitsdressur wirklich perfektioniert. Am Sonntag habe ich ihn durch die Stall-Halle laufen sehen mit allen seinen sechs Pferden bei der Abreise. Die Pferde liefen frei und artig hinter ihm her, kein einziges war am Halfter oder wurde geführt.

Auch außerhalb der Messe hatten wir eine Menge Spaß. Unser Hotel hat eine schnuckelige Bar, in der wir am Abend immer noch gesessen haben. Dort haben Doris, Nadine und ich dann die Bekanntschaft eines Musikers aus Manchester gemacht. Kevin von den Herman‘s Hermits. Den haben wir dann auch mit den Finos vollgequatscht und Videos gezeigt. Wahrscheinlich hat der sich gefreut, endlich mal mit „normalen“ Menschen reden zu können anstatt ständig von irgend welchen Groupies belästigt zu werden. Die Groupies kamen dann am nächsten Abend. Es fand ein großes 60-Jahre-Revival-Konzert mit verschiedenen Bands im benachbarten Hildesheim statt.

Die Hermits und Smokie sind in unserem Hotel abgestiegen und damit auch die „Groupies“. Sehr zu unserer „Freude“. Wir konnten nämlich nicht schlafen, weil ständig irgend wer lautstark an unserem Zimmer vorbei gestöckelt ist oder weil Gespräche direkt vor unserer Zimmertür geführt wurden. Um halb drei in der Nacht bin ich dann wie eine Furie mit abstehenden Haaren und äußerst schlecht gelaunt vor die Tür und habe wohl zwei alternde 60-er Jahre Musiker furchtbar erschreckt. Nadine hat dann später noch ein paar Groupies vertrieben, dann blieben noch vier Stunden zum Schlafen übrig. Blöder Weise haben wir uns keine Autogramme besorgt. Vielleicht hätten wir die gut verkaufen können?

Ein kleines Video von den Auftritten – Danke an Nadine Weinmann 🙂

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