Del Cavador

IDMG 2019 – Goldmädels?

Die 25. IDMG 2019 in Wemding

Josef’s Walkaway Farm in Wemding im Sonnenuntergang – Foto: privat

05.09. – 08.09.2019:

Wer uns auf Facebook folgt hatte schon die Gelegenheit ein paar Filmchen von unseren Ritten auf der IDMG mit Diosa und dem Drachenpony zu sehen. Ich bin sehr stolz auf die Ponys! (und auf Yvi) (und überhaupt!)

Die 25. IDMG fand dieses Jahr endlich einmal im Süden von Deutschland statt, auf einer Anlage, die uns Paso Finos bereits von schönen Fino-Turnieren bekannt war: Josef’s Walkaway Farm in Wemding. Meine Mutter sagt immer: die Fuchsien-Stadt – ich sage, die Stadt im Ries, zu der ich noch nie auf der gleichen Strecke hingefahren bin – irgendwie verändert sich der Weg dorthin und vor allem der zurück immer. Übrigens auch der Weg in unser Hotel – der war sehr idyllisch – zwei Ortschaften waren aufgebaggert, so dass wir uns erst nicht getraut haben da durch zu fahren, und dann ging es lustig am Waldrand auf einer Schotterpiste entlang. Abenteuerlich, aber wozu fährt man einen Allrad? Das kommt vor allem im Dunkeln super vertrauensvoll rüber 🙂 Gerade wenn einem noch urzeitliche Tiere im Dunkeln über den Weg laufen …. Aber das Hotel war sehr schnuckelig und holzig-gemütlich – diesmal mit Gemeinschaftsraum (und gefülltem Getränke-Kühlschrank) und einer Sonnenterrasse (auf der der Morgen-Kaffee vor dem Frühstück gleich noch mal besser geschmeckt hat). 

Jedenfalls haben wir uns gefreut einmal nicht rund 350 km zu einem Turnier zu fahren, sondern nur knapp 150 km einfach. Und was uns noch gefreut hat: es waren insgesamt 12 Paso Finos! Wir waren eine richtig tolle Truppe! Es war richtig schön mit so vielen Fino-Leuten ein IGV-Turnierwochenende zu verbringen! Ich fand es richtig prima, dass Ihr alle dabei wart! Und wir haben alle miteinander mitgefiebert – richtig schön! Da werd ich ganz sentimental!

Nach der Präsentation am Langen Zügel – Foto: Nano H.-H.

Den Donnerstag haben wir genutzt um uns einzurichten, die Bahn zu testen und den Ponys ein bisschen Eingewöhnungszeit zu geben. Und wir haben einen ganz tollen Sonnenuntergang in Wemding erlebt! Das Liebe ich so am Spätsommer und Herbst – diese mega Sonnenuntergänge. Und wir haben die nette Frau vom Catering leer gegessen: vegetarische Burger, vegetarische Hot Dogs (!!!!!) und dieser Nudelsalat! Perfekt. Gutes Essen und Kaffee sind sehr wichtig bei einem Turnier. Kaffee gab’s übrigens wieder von der IGV spendiert – sehr gute Anschaffung diese große Kaffee-Maschine 🙂 

Freitags war dann irgendwie ein anstrengender Reit-Tag: Diosa hatte die Schwere Rittigkeit, das Drachenpony die Mittlere Rittigkeit, beide die Präsentation am langen Zügel und Diosa noch die Pleasure Gangprüfung. Dazwischen waren wir natürlich am Mitfiebern für die anderen Fino-Reiter: Nico, Anna, Magdi, Franziska, Sabrina, Kathinka, Nano, Tine, Alex, Isi, Vicki. Und wir hatten ja noch den Turnier-Allround-Betreuungs-Service von Nano und Carino (nachfolgend nur noch „die Prinzessin“ genannt :-)) angeboten und durchgezogen! Den Abend haben wir ganz verhungert beim Italiener in der Stadt ausklingen lassen – sehr zu empfehlen. 

Ganz viele Finos! – Foto: privat oder Anna 🙂

Samstag war dann Trail-Tag – und leichter bis nerviger Regen-Tag. Aber besser wie 35° ohne Schatten, ganz ehrlich. Der Samstag war auch der Tag, an dem die meisten Fino-Freunde zum Zuschauen und mitfiebern dabei waren. Richtig schön! Und wir haben unseren jüngsten Fino-Nachwuchs endlich mal live gesehen – und Sarah war so stolz auf ihren Arandano, der die Pleasure gewonnen hat. Und das Drachenpony hat die Performance durchgehalten! Ich war so stolz ❤

Noch mehr Finos! – Foto: WhatsApp-Fundus!

Am Nachmittag fanden dann die Trails statt. Die Walkaway Farm hat einen ganz tollen Trail-Platz mit tollen Naturhindernissen und schicken großen Wippen und Hängebrücken, kleinen Hügeln und Wassergräben. Ich bin hart verliebt in den Platz – und hatte richtig Bock da den Trail zu starten! Und er war richtig gut! Diosa hat einen souveränen schweren Trail gezeigt und das Drachenpony einen richtig tollen Mittleren Trail – und Nano einen super souveränen Siegesritt im Mittleren Trail mit der Prinzessin gebracht! Erst nervös wie Hulle sein und dann so gechillt da durch rauschen Nano!!!! Super! Alles richtig gemacht!

Diosa und Yvi im schweren Trail – Foto: Ellen Vierhaus

Der Abend war dann leicht nostalgisch. In der Abendveranstaltung erzählte Kurt von 25 Jahren IGV und der Entwicklung und den ganzen Erlebnissen, den waren die Ehrungen der Rittigkeiten und Trails, Carina Heller hat aus ihrem neuen Buch vorgelesen (sehr schön im Dunkeln auf dem Sofa in der Reithalle sitzend), Stephan Vierhaus hat einen gänsehauttollen Auftritt im Dunkeln mit seinem Pescador und der Feuer-Nummer abgeliefert, hinterher gab es noch eine Champangner-Töltprüfung im Dunkeln auf dem Soundingboard (souverän von Kathinka und Ensueno gewonnen!) – dann sind wir ins Hotel abgedüst, weil anstrengend und müde und kalt und Kopfweh – verpasst haben wir noch den SpeedTrail, Sara Seifert mit ihrem tollen Isländer und die Cutting Demo von den Foxtrottern und Musik und Bowle gab es auch noch. Eine richtig schöne Veranstaltung. Alle sitzend in der Reithalle, drumherum Kerzenlichter auf der Bande – sehr stimmig und sehr schön! Die Gangpferdefamilie ist doch eine richtig schön gewachsene Familie, auf die man sich eigentlich immer verlassen kann, auch wenn es mal nicht ganz rund läuft. Letztendlich wird alles gut.  

Der Sonntag war für mich dann gechillt – Drachenpony und ich hatten keine Prüfung mehr. Ich bin sie nur noch einmal auf der Bahn geritten, um ein bisschen Routine zu bekommen, was gut geklappt hat. Diosa und Yvi hatten noch die Country Pleasure – diesmal wieder mit Tine und Mina zusammen – und nach einer spannenden Prüfung konnte dieses Mal Yvi gewinnen. Wir hatten Zeit ein paar mehr Bahn-Prüfungen zu sehen und noch ein bisschen mit den Leuten zu quatschen. Blöderweise hatte ich starke Kopfschmerzen und habe dringend versucht wieder klar zu werden, um die Ponys sicher nach Hause zu bringen. Mein Geheimrezept: Momo, der Hund von Ellen Vierhaus 🙂 

Insgesamt war es eine sehr schöne IDMG – leider etwas mau besucht, aber dafür um so familiärer. Positiv war, das so viele Paso Finos da waren. Und die Stimmung war sehr schön. Wir haben viele Gangpferdefreunde getroffen, uns mit vielen Reitern mitgefreut und hatten echt eine schöne Zeit in Wemding! 

Drachenpony in der Performance – Foto: Anna-Maria Steinert

Angeber-Statistik der Goldmädels: 

Diosa und Yvi:

  • Schwere Rittigkeit 8. Platz (von 9)
  • Pleasure Gang 6. Platz (von 8)
  • Schwerer Trail 1. Platz (von 8) und damit Deutscher Meister
  • Präsentation am langen Zügel 2. Platz (nach dem Drachenpony)
  • Country Pleasure Paso Fino 1. Platz (nach Mina)

Wertung Gaited Working Equitation Schwer: 4. Platz (weiß nicht mehr wie viele!)

Wertung Gangpferd des Jahres: 2. Platz punktgleich mit der Gewinnerin! – und damit der Paso Fino, der bis dato am Höchsten in diese Wertung aufgestiegen ist!

Drachenpony und Christine:

  • Mittlere Rittigkeit – 8. Platz (von 9) 
  • Präsentation am Langen Zügel 1. Platz (von 2) – und damit Deutscher Meister
  • Performance Paso Fino 3. Platz (von 4)
  • Mittlerer Trail 2. Platz (von 4)

Wertung Gaited Working Equitation Mittel: 2. Platz (von 2)

Wertung Freizeit IGV 2019: 7. Platz (von 48)

Drachenpony im Trail

Diosa im Trail

Drachenpony Performance

… übrigens scrollt gerne durch Facebook – da gibts noch ein paar Posts und Filmchen zur IDMG zu entdecken 🙂

Pferd und Jagd 2018?

Samstag Pferd und Jagd 2018 – Foto: Nadine Schumacher 

06. – 09.12.2018:

Auch in diesem Jahr haben Yvi und ich den weiten Weg nach Hannover zur Pferd und Jagd in Kauf genommen. Dieses Jahr sogar mit Pferd. Frau Sumpf ist mitgefahren und hat sich dort sehr gut präsentiert. Was sie nicht wusste: dort traf sie auf ihr Tochter Dea und es war toll zu sehen, wie die beiden sich wiedererkannt haben und gleich wieder ein eingeschweißtes Team gebildet haben. Richtig toll, Thora und Fabian, dass ihr dabei wart! Außerdem hatte Diosa das Vergnügen ihren Ex-Lover Sello (vorgestellt von Stan Paul Pasofinotraining) wieder zu sehen und seinen Kumpel Empressario (Johanna Paul) kennen zu lernen. Insgesamt haben vier Paso Finos die bunte Welt der Gangpferde für die IGV vertreten.  

Hinter den Kulissen – Dea und Diosa auf dem Weg zum Aktionszirkel – Foto: privat

Ich mag diese Messe einfach. Sie ist zwar reisetechnisch denkbar ungünstig – wobei wir uns dieses Jahr nicht beschweren konnten, immerhin Plusgrade und „nur“ Regen – aber sie ist immer das Jahres-Abschluß-Highlight der Saison. Irgendwie ist sie wie Weihnachten. Wir treffen dort immer auf einen ganzen Haufen toller, herzlicher, begeisterter Menschen, die gemeinsam für die Gangpferde Werbung machen und die sich inzwischen zu einer richtig tollen Truppe zusammen geschweißt haben. Es geht darum gemeinsam unsere tollen Pferde zu zeigen und nicht gegeneinander einzeln herum zu krebsen – gelebte Toleranz! Und dafür bin ich allen Beteiligten richtig dankbar! Es macht einfach Spaß mit dabei zu sein! 

Yvi/Diosa, Thora/Dea, Stan/Sello im Aktionszirkel – Foto: Nadine Schumacher

Dieses Jahr konnte Stephan leider nicht dabei sein, dafür hat Kaja Stührenberg unseren Haufen souverän als Moderatorin durch die täglichen Auftritte manövriert. Jeden Tag hatten wir von 13.00 Uhr bis 13.30 Uhr die Gelegenheit im Aktionsring die verschiedenen Gangpferderassen zu präsentieren. Kompetent von Kaja moderiert wurden erst alle 17 Pferde im Ring vorgestellt und dann gab es Einzelvorführungen, um die verschiedenen Gangunterschiede noch einmal zu verdeutlichen. Außerdem konnten wir zeigen, dass man mit einem Gangpferd nicht nur im Kreis tölten kann. Elemente aus Trail und Working Equitation, ein Sprung, Garrocha-Arbeit, reiten im Damensattel (mit Sektglas in der Hand), die Paso Fino Figure-Eight, Dressurarbeit mit einem Isländer, im Western-Style vorgestellte Rockys – es gab viel zu sehen. Und nicht nur das, in der Manege-Barrock zeigte Kaja mit ihren Reitschülern auch gymnastizierendes Arbeiten mit Gangpferden (leider habe ich die Auftritte irgendwie immer verpasst – was Schade war, weil man immer neue Impulse mitnehmen kann). 

Vorträge am IGV-Stand – Sabrina erzählt über Rinderarbeit! – Foto: privat

An unserem neuen Stand-Standort in Halle 16 (direkt neben der Blogger-Lounge) konnten wir auch sieben Fachvorträgen lauschen, Yvi Tschischka und Ann-Christin von Ponyliebe-Fotografie haben für Pferdefotografen wieder eine kostenlose Portfolio-Review veranstaltet. Hier konnten Fotografen ihre Bilder vorzeigen und sich Tipps von den beiden Profis holen, um den Bildaufbau noch zu verbessern. 

Dazu kam die tolle Gelegenheit in der großen Showarena zweimal täglich für ein paar Minuten die Gangpferde zu präsentieren. Das war wirklich ein richtig schönes Erlebnis. Diese Energie, wenn man in diese Arena hineinreitet – unbeschreiblich! Ich durfte das schon einmal mit Jacinto erleben und jetzt dieses Jahr mit Diosa! *Gänsehautfeeling*

Diosa hat sich übrigens die ganzen vier Tage und die drei Auftritte pro Tag richtig gut geschlagen! Sie war durchweg motiviert und hat immer kooperativ mitgemacht. Nachdem sie nach dem diesjährigen Fohlen und dem Absetzen noch nicht wieder ihre gewohnte Rubens-Figur erreicht hatte, ging zwar ganz schön Gewicht verloren, aber jetzt zu Hause schaut sie schon wieder sehr gut aus. Ein bisschen Stress hat selbst eine so coole Socke wie Diosa. Und diese Messe verlangt viel von den Ponys ab. Die Unterbringung ist in einer großen Messe-Halle in Indoor-Boxen. Es herrscht ständig ein durchgehender Lautstärke-Pegel, trockene Luft und die Menschen und Auftritte sind auch nicht einfach für das Fluchttier Pferd. Aber ich bin sehr stolz auf mein tolles Pony – und ich bin richtig stolz auf ihre Tochter Dea, die ihren allerersten Messeaufenthalt so dermaßen entspannt mitgemacht hat. Auch auf Sello und Empressario von Stan und Johanna Paul bin ich sehr stolz, die beiden hatten nämlich ebenfalls ihren ersten Messe-Auftritt und die 13 Auftritte und vier Messetage haben alle Ponys souverän gemeistert.

Fast der ganze IGV-Haufen! – Foto: Nadine Schumachers Kamera 🙂 Weil Du bist ja drauf!

Natürlich war Nico dieses Jahr auch wieder mit von der Partie – unser heimlicher Pröbchen-King 🙂 Jeder wollte mit Nico unterwegs sein, weil er immer am Besten weiß, wo es die Gratis-Futterproben gibt. Wir haben nicht nur einen Stand unsicher gemacht und dabei echt viel gelacht.  Unsere spontane IGV-Stallgassen-Party war auch ein schönes Erlebnis – Sekt, guten Schnäppes, Knaberreien, viel Lachen, einen Haufen toller Menschen und die Ponys mitten drin! Leider konnten wir dieses Jahr nicht die Generalprobe der Gala-Show besuchen, aber das war dann doch nicht so schlimm. Dafür hatten wir viel Spaß beim Wiederfinden des obligatorischen Italieners in Sarstedt (kleiner Insider) 🙂

Jedenfalls möchte ich mich ganz herzlich bei allen Reitern, Helfern, Heuschleppern, Kaffeekochern, Technikern, Deko-Königen, Aufbauern, Staubsaugern, Kuchenbäckern (wie schafft man es auch noch Abends nach einem Messe-Tag noch zu Backen!?), Hindernisträgern, Fotografen, Besuchern, Standvertretern und Teilnehmern bedanken und ganz besonders bei Doro und Kaja, die die Organisation so lebendig und reibungslos gestaltet haben. Und bei Coco, der Zeitmanagement-Königin! Und bei Julia fürs spontane Traber reiten am Abreiteplatz 🙂 

Ihr seid alle Spitze! Und um es mit Kajas Worten zu sagen: „Ich bin sehr dankbar, ein Teil dieses Miteinanders, dieser Offenheit und dieser gelebten Toleranz zu sein.“ 

Diosa on Tour – Hannover wir kommen! – Foto: privat

Wir sehen uns alle im nächsten Jahr wieder! Hoffentlich schon vor der Pferd und Jagd 2019! 

PS: Britta! Du musst dann auch wieder dabei sein! Wir haben dich vermisst! 

Die Pferd und Jagd ist die größte Messe für Reiten, Jagen, Angeln. Dieses Jahr kamen 102.100 Besucher. Die Messe findet jährlich – seit 1981 statt – Messegelände Hannover-Laatzen.

Schnee in Hannover?

Pferd und Jagd Hannover 2017

Willkommen in der Welt der Gangpferde – Foto: privat

07. bis 10. Dezember 2017:

In den letzten Jahren ist es fast schon Tradition geworden, dass Yvi und ich auf die Messe Pferd und Jagd nach Hannover fahren. Es ist jedes Jahr wieder Abenteuer, irgendwie Urlaub und aber immer ganz viel Spaß wenn wir dort sind. Dieses Jahr waren wir als Bodenpersonal für den IGV-Stand und als durchgehende PFAE-Vertretung mit dabei – und zwar die vollen vier Tage!

Los ging es am Mittwoch Abend nach Arbeit und Stalldienst. Ganz gechillt haben wir noch Britta in Flieden abgeholt (inclusive Fohlen kuscheln und Sumpfs Ex-Lover besuchen) und sind weiter in unser Hotel in Hannover gedüst. Spät Abends blieb uns leider nur noch Zeit für ein schönes Abendessen und ganz viel Quatschen, bevor es dann am nächsten Morgen zum ersten Messetag nach Hannover ging. Doro und ihre fleißigen Helfer hatten den ganzen Stand am Vortag schon aufgebaut und so konnte der erste Vormittag herzhaft zum Shoppen genutzt werden. Yvi hat gleich mal den Stand mit den Brockamp-Pads überfallen – da war nämlich ein schwarzes Reitpad zu haben. Die sind ja, wenn man sie bestellt, momentan echte Mangelware. Ich habe mir einen schwarzen, wasserdichten „Blaumann“ für den Winter zugelegt, nachdem der Alte ja schon sehr – sagen wir mal „zugig“ geworden ist mit den Jahren. Der Blaumann hat schon drei Autos überlebt. Also Ziel erreicht. Die Ponys haben noch einen Nachschub an Leckerlies bekommen und neue Fahrpeitschen für die Bodenarbeit. Brot und Spiele ist hier die Devise!

Dieses Jahr hatten die Gangpferde einmal am Tag eine Show-Zeit im Aktionsring – dafür aber immer rund eine halbe Stunde lang. Und der Aktionszirkel war immer gut besucht. Da blieb genügend Zeit für Stephan Vierhaus alle anwesenden Gangpferderassen gewohnt kompetent und überzeugend vorzustellen und wir zeigten auch, dass Gangpferde nicht nur im Kreis tölten können, sondern auch für andere Dinge zu gebrauchen sind. Sabrina Scherweit und Ihre Stute „Honey“ zeigten, dass auch Gangpferde elegant über ein Hindernis kommen (Yvi und ich haben übrigens die lebenden „Sprungständer“ gespielt – so waren auf jeden Fall wenigstens Fino-Hüte in der Arena 🙂 ) Kaja Stührenberg und ihr Nuno zeigten Elemente der Working-Equitation und Sarah Seifert zeigte mit ihrem Gisli, dass auch Islandpferde in der Dressurarbeit und der Piaffe eine sehr gute Figur machen!

Vor dem Auftritt – Mr. Huiii und die beiden Kreiswälder fehlen auf dem Bild .-) – Foto: privat

Ansonsten waren an Gangpferden dabei: zwei Paso Peruanos (Familie Hoffmann), ein Aegidienberger (Natascha Cordes :-), ein Isländer (Sarah Seifert), ein Töltender Traber (Ellen Vierhaus), Paso Iberoamericano (Kaja Stührenberg), Tennessee Walking Horse (Anna Holstermann), zwei Kentucky/Rocky Mountain Horses (Sabrina Schwerweit und Mireille van Meer), vier Mangalarga Marchadores Freizeit (Sabine Krüll) und Sport (Gestüt Kreiswald) geritten. Wahrscheinlich habe ich sogar ein Pferd und Reiter vergessen!

Am Nachmittag starteten dann schon die ersten Vorträge im Rahmen des „Kompetenzzentrums“ – sprich kleine, interessante Vorträge zu den verschiedensten Themen rund um die Gangpferdeszene. Zum Beispiel: „Gaited Working Equitation – Arbeitsreiten mit Gangpferden“ (Stephan Vierhaus), „Die Gangarten und Farben des Rocky Mountain Horses“ (Sabrina Scherweit und Mireille van Meer), „Wanderreiten mit Mangalarga Marchadores“ (Sabine Krüll), „Was sie schon immer über den Paso Fino wissen wollten“ (Britta Mülle und Christine Griebel), „Gymnastizierung von Gangpferden – Herausforderungen im Tölt“ (Kaja Stührenberg), „Zucht, Zuchtlinien und Aufzucht des Mangalarga Marchadores“ (Annegret Dallmann), „Der Mangalarga Marachador – Entstehung, Geschichte Gangarten“ (Andrea Scheidler), „Die Singlefooter – eine neue Gangpferderasse in Europa?“ (Stephan Vierhaus), „Paso Peruanos in Canada“ (Sabine Steffens), „Internationale Gangpferdevereinigung e.V.“ (Carolin Jost-Kilbert). Das waren feine Vorträge, die für viel Interesse innerhalb unseres Stand-Teams gesorgt haben – vereinzelt auch außerhalb … sprich: ich möchte sagen: da ist durchaus noch Luft nach oben möglich!!! 🙂 – und die für das Verständnis untereinander grandios beigetragen haben. So viel geballtes Insiderwissen hört man nicht alle Tage. Ich fand die Vorträge auf jeden Fall eine super Idee.

Unscharfe Handybilder aus dem Aktionszirkel – kann ich! – Foto: privat

Nachdem ich selber auch dort gestanden habe, konnte ich auf jeden Fall freies Reden üben. Das war zuletzt in der Berufsschule gefordert. Von daher: So ein Gangpferd fordert einen in alle Richtungen! Nicht nur unter dem Sattel! Hier speziell ein dickes Dankeschön an Technik-Thorsten :-), der uns souverän verkabelt hat und dafür gesorgt hat, dass alles reibungslos funktioniert.

Schön war auch die Idee von vier Pferdefotografinnen eine kostenlose „Portfolio Review“ für Nachwuchsfotografen zu organisieren. Man konnte nämlich Samstags gemütlich am Stand der IGV seine Fotografien von drei tollen Pferdefotografinnen begutachten lassen und sich Tipps holen. Ann-Christin von Ponyliebe Fotografie fiel leider dem Fieber zum Opfer und konnte nicht dabei sein (Schade!!!), aber Alina Geis Fotografie, Frederike Scheytt Photography und Yvi Tschischka haben sie würdig mit vertreten. Es kamen eine ganze Menge talentierter Jungfotografinnen, da hat das Mitgucken in den Bildern total Spaß gemacht. Und Samstags konnte man sich sowieso nicht durch die Messe bewegen, weil so viel los war. Von daher: Perfekt!

Britta musste uns leider Freitags schon wieder verlassen (aber sie hat den Zimt-Schnaps da gelassen!), dafür kam Nico – oder wie wir ihn ab sofort nennen: Pröbchen-King – als Vertretung für die Paso Finos für die restliche Zeit. Nico hat es geschafft, immer etwas zum Stand zu schleppen und zu wissen, wo es die besten Futterproben gibt. Mit Nico hatten wir auch lustige Abendessen und Frühstück im Hotel. Das Buffett kann ja ohne Pferdeversorgung ganz schön lange ausgenutzt werden. Natürlich hatten wir auch lieben Besuch von vielen Gangpferdefreunden und Fino-Freunden auf der Messe. Meike und Flo – Wir sehen uns viel zu selten!

Natürlich habe ich auch jeden Tag den Klaus von Quittpad besucht. Schon alleine wegen ihm lohnt sich die Fahrt nach Hannover 🙂 Und wir haben ganz viele Leute wieder getroffen, oder neu kennen gelernt. Es macht einfach immer Spaß mit dabei zu sein. Egal ob am Stand, in der Generalprobe der „Nacht der Pferde“, beim Essen suchen, Rotwein probieren (haben wir jetzt doch nicht geschafft Nadine!), oder bei den Pferden. Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue auf das tolle Stand-Team der IGV und es ist immer ein lustiger und herzlicher Haufen! Ein dickes Dankeschön an jeden Einzelnen, der dabei war! Ich hoffe wir sehen uns alle wieder nächstes Jahr?

Fino-Truppen-Selfie am IGV-Stand – Britta fehlt!!!! – Foto: Yvi

Dann auch bestimmt wieder mit pferdiger Paso Fino-Beteiligung! Wobei wir ehrlich gesagt ganz froh waren, dass wir dieses Jahr keinen Pferdeanhänger dabei hatten. Auf den Straßen war ganz schönes Verkehrschaos am Sonntag – Schneesturm vom Feinsten! Aber alle sind mehr oder weniger später nach Hause gekommen. Abenteuer pur! Als Mitglied in einem Verein erlebt man richtige Abenteuer! Schon alleine im Hotel … aber das sind wieder andere Geschichten! Die lassen wir hier bleiben, die sind nämlich nicht jugendfrei! 🙂

Pferd und Jagd 2016?

08.12. bis 11.12.2016:

Wie beschreibt man kurz und prägnant einen mehrtägigen Messeaufenthalt? Abenteuer, Spannung, Spiel und Spaß. Das trifft es wohl am Besten. Teuer und Anstrengend trifft auch zu. Also nicht unbedingt nur shopping-technisch, man will ja auch Essen, Schlafen und hin kommen. Aber es ist ja schließlich nur einmal im Jahr Sommerurlaub.

Pylonen - Foto: Nadine Schumacher
Lebende Figure-8-Pylonen – Foto: Nadine Schumacher

Dieses Jahr waren Yvi und ich wieder im IGV-Team dabei, um die Gangpferde auf der Pferd und Jagd zu unterstützen und zu präsentieren. Dieses Jahr ohne eigenes Pferd, was einerseits ziemlich erholsam ist, weil mehr Zeit um das Frühstücks-Buffett im Hotel zu plündern (und zwar ausführlich – Misten und Pferde versorgen fällt dafür flach), andererseits aber auch ein bisschen traurig. Diosa hätte sich super mit Karlchen verstanden und der Horse Agility-Platz neben dem Stand mit den ganzen Pferde-Spielsachen wäre perfekt für sie gewesen. Aber dazu später!

Wir sind bereits am Mittwoch losgefahren, konnten allerdings erst nach der Arbeit und dem Stalldienst los. Auf dem Weg nach Hannover haben wir noch einen kleinen Abstecher nach Flieden gemacht, um die liebe Britta und mit ihr das PFAE-Material aufzusammeln. Die Fahrt war schon mal ziemlich lustig, auch die Vollsperrung der A7 in Kassel war nicht ganz so tragisch. Mit dem „Schuh des Manitu“-Hörspiel geht alles leichter. Allerdings war die Vollsperrung der Grund, dass wir erst recht spät angekommen sind und nicht mehr zur Messe fahren konnten. Also Planänderung und gleich in unser bewährtes Hotel einquartiert und den Abend gemütlich ausklingen lassen. Es gehört immer mindestens ein lustig-leckeres Abendessen im hoteleigenen Restaurant mit zum Messeaufenthalt dazu! Und dieses Mal hatten wir sogar mehrere!

Der erste Messetag bedeutet immer: gucken, was hat sich geändert, wo ist alles, wer ist da, sich freuen Leute zu treffen, ankommen, checken wo die besten Essens-Stände und Kaffee-Stände sind. Erfahrungsgemäß nutzt man die ersten beiden Tage, um selber zu schauen, was es Neues gibt. Kleiner Insider-Tipp: Die beiden ersten Tage hat man auch am wenigsten mit Menschenmassen zu kämpfen. Mein Ziel für die Messe war: mindestens eine neue Sache zu entdecken. Das hat sich ziemlich schnell ergeben. Wir haben nämlich Karlchen und Amelie kennen gelernt. Karlchen ist die Ziege von Amelie von „Mein Leben mit Ziege und Co.“ und ein sehr charakterstarker Ziegerich. Gut, man sagt Ziegenbock, aber das klingt nicht so schön wie Herr Ziege. Karlchen kann Kunststücke. Amelie arbeitet mit ihm auch am Langzügel, Seitengängen, und was ihr sonst noch so einfällt und Spaß macht. Sehr sympathisch die Beiden! Diosa hätte sich bestimmt super mit Karlchen verstanden. Er hat nämlich praktische Hörner. Diosa hätte ihn bestimmt dazu gebracht, ihr den Bauch zu schubbeln.

Amelie, Karlchen und Yvi - Foto: Telefon
Amelie, Karlchen und Yvi – Foto: mein Telefon

Und die beiden sind Equiteam-Botschafter. Da komme ich jetzt zu meiner Neuentdeckung! Das Equiteam hat aus Biothane einen multifunktionialen (Kapp)-Zaum gebaut (bis zu 7 Funktionen) und vertreiben auch einen Equizügel – eine Kombi aus Zügel und Halsring. Sehr interessant. Eigentlich hatten die mich als alten Biothane-Fetischisten schon mit „Biothane“, aber alle Produkte klingen sehr spannend. Das testen wir mal! Ich bin schon gespannt (und werde natürlich berichten). Nachdem das Equiteam zwei Preise gewonnen hat, den Innovationspreis und den Leseraward, gab es am Stand Sekt für alle … ein guter Grund, um zu feiern! (… und Sekt abzustauben). Dazu gab es noch eine kompetente und freundliche Beratung, was will man mehr?

Apropos Sekt abstauben … Anika, Jasmin und Ann Christin (Ponyliebe) mit Begleitungen waren auch da (später auch zum Sekt abstauben … 🙂 ) und es gab ein Meet & Greet zusammen mit Yvi Tschischka und ein paar weiteren Fotografinnen und Pferde-Mädels, deren Namen ich mir natürlich gar nicht alle merken konnte. Alzheimer, dein Name ist Griebel… Amelie, Karlchen und Lisa mit Vite Valoo (Ein Pferd zum Verlieben) sind auch kurz vorbei geschneit.

Aber kommen wir mal zurück zu den Gangpferden, deshalb waren wir ja eigentlich da! Jeden Tag gab es im Aktionszirkel in der Halle 17 eine Gangpferdepräsentation. Dabei waren wieder Mangalarga Marchadores, Paso Peruanos, Töltende Traber (Neuer Spitzname von „Mister Who“ ist übrigens „Mister Huiiii“ 🙂 ), die Rocky Mountain Horses, Paso Finos und ein Tennessee Walking Horse. Insgesamt problemlos drei Deckhengste im Ring. Als Paso Fino-Botschafter waren Johanna und Stan Paul mit Angelita und Shakira dabei, wie immer natürlich gewohnt souverän.

Stan und Johanna - Foto: Nadine Schumacher
Stan und Johanna – Foto: Nadine Schumacher

Aber es wurde nicht nur Tölt in der Bahn gezeigt, jeden Tag zeigten Quinta (Paso Fino) und Ostra (Isländer) mit ihren Besitzerinnen Tina und Susanne ihre Arbeit mit Seitengängen und versammelnden Elementen, um den Tölt zu erleichtern in der Manège Baroque. Sehr schön erklärt durch ihre Ausbilderin Kaja Stührenberg.

Manege Baroque - Foto: Telefon
Demo in der Manege Baroque mit Kaja – Foto: mein Telefon

Jeden Abend gab es dann noch im Cavallo-Ring eine Demo über das Thema „Gebisslos ins Gleichgewicht – Bosal meets Gait“. Gelungen moderiert durch Stephan Vierhaus und geritten von Kaja Stührenberg mit ihrem Nuno. Beides äußerst interessante Vorstellungen. Ich hatte danach jedes Mal richtig Lust mich selber aufs Pferd zu schwingen und die gehörten Dinge auszuprobieren, bzw. wieder zu machen. Man vergisst so viele Übungen und Tricks, einfach weil man in seinem Trott gefangen ist. Kompetente Hilfe ist so wichtig. Gerade wenn man mehr als drei Gänge zur Verfügung hat. Übrigens haben sich die Vorstellungen auch sehr gut ergänzt.

Guckt mal hier rein:

Freitag Abend trafen wir uns alle wieder nach der Messe zur traditionellen Stand-Party. Doro sorgt immer so lecker für uns! Sie ist die gute Stand-Fee. Wieder ein Grund um Sekt zu trinken und sich gut zu unterhalten. Natürlich kamen an den verschiedenen Tagen viele Fino-Freunde vorbei (wahrscheinlich habe ich auch gar nicht alle gesehen!). Nico war einen Tag lang da und wollte nichts einkaufen – hat übrigens super geklappt – …. wir haben ihn und seine vielen Tüten dann noch zum Hotel gebracht 🙂 Meike und Florian haben uns zwei Tage lang unterstützt (das war zu kurz!!!!). Britta konnte leider nicht die komplette Zeit bleiben, was schon ein bisschen traurig war. Unsere Traber-Julia war zusammen mit Tina als Überraschung in Hannover. Da muss man extra nach Hannover fahren um sich zu treffen! Wäre ja sonst zu einfach.

Samstag war dann der besucherintensivste Tag. Ich war Zwischendurch beim Klaus von Quittpad. Es ist immer schön, ihn zu treffen. Er ist so knuffig! Und er steht hinter seinem Produkt und ist immer auf der Suche nach Verbesserungen. Bei der Gelegenheit habe ich mir gleich noch ein Quittpad für den Dressur-Sattel vom Drachenpony mitgenommen. So komme ich jetzt auch in den Genuss der neuen frotteartigen Mikrofaser-Unterseite. Wer braucht schon eine große Auswahl an bunten Satteldecken mit großen Logos und Glitzer drauf, wenn er stattdessen so funktional-praktische Sattelpads haben kann? Das erspart einem die Auswahl. Und ist Minimalismus pur. Nur um das mal einfach so gesagt zu haben.

Dann war schon wieder Sonntag. Viel zu schnell ging die Zeit vorbei. Für uns war aber auch die Rückfahrt noch ein Highlight. Erst mal, weil keine Vollsperrung auf der A7 war, und zweitens mal weil wir Thora mit nach „Hause“ genommen haben und so noch einen kurzen Abstecher machen durften, um Dea zu besuchen. Jedes Mal, wenn ich die kleine „Hexe“ sehe, freue ich mich. Und ich entdecke natürlich „sumpfige“ Eigenheiten an ihr. Tolles Pony!

Stand-Team IGV - Foto: Nadine Schumacher
Stand-Team IGV – Foto: Nadine Schumacher

Von daher wieder eine schöne Messe, diese Pferd und Jagd 2016! Mein Dank gilt allen, die mit dabei waren, die geritten sind, die Bodenpersonal waren, die aus der Ferne mitgeholfen haben und alle die Zeit, Geld und Liebe in die wunderbare Welt der Gangpferde stecken und versuchen andere Menschen mit der Faszination des speziellen Ganges anzustecken. Und natürlich alle, die am Stand vorbei geschaut haben (auch ohne Gangpferd!).

 

Technische Fakten Pferd & Jagd 2016:
dieses Jahr 102.000 Besucher 
Die Messe findet jährlich seit 1981 statt
Europas größte Messe für Reiten, Jagen, Angeln
Messegelände Hannover, Hallen 16, 17, 19 – 21, 24 – 26

Von Drachen und Zwergen?

12. bis 14. August 2016:

Auf dieses Event habe ich mich lange gefreut. Erst einmal, weil es einfach schön ist nach Aegidienberg zu fahren. Zum Zweiten markiert der August für mich persönlich einfach eine positive Wende für dieses Jahr. Es geht jetzt wieder aufwärts. Das habe ich so beschlossen und bisher funktioniert es echt gut. Zur 22. Internationalen Deutschen Meisterschaft im Gangreiten (IDMG) musste natürlich Jacinto „Zwerg“ wieder mit und als Premiere durfte La Respuesta „Resi“ aka das Drachenpony mitfahren. Eigentlich war der Sinn daran Frau Resi etwas zu stressen, um eine gewisse Abspeckung ihrer Figur vorzunehmen und natürlich um eine Begleitung für den Zwerg dabei zu haben. Das Schecktier durfte aufgrund von eventueller Schwangerschaft zu Hause bleiben. Obwohl der schwere Trail wäre echt ideal gewesen für das Schecktier! Genau ihr Ding. Aber fangen wir erst mal von vorne an.

Donnerstag war Anreisetag für uns. Wir hatten wieder unsere tollen Boxen vom letzten Mal – weg vom Schuss, aber toll zum Erholen für die Ponys. Leider hat es das Regnen begonnen, als wir am Nachmittag übers Gelände geschlendert sind und die ersten Leute getroffen haben. In Aegidienberg muss man wettertechnisch immer mit allem rechnen, aber mindestens mit einem Tag Regen. Darum hatten wir auch die dicken wasserdichten Wintermäntel dabei, die echt dringend nötig waren. Um dem Regen eine Chance zu geben wieder aufzuhören sind wir erst mal ins Hotel gefahren, waren kurz Einkaufen und noch einen überteuerten Kaffee am Starbucks an der Autobahn-Raststätte Farnbach trinken. Der neue Ford fährt sich einfach sensationell und hatte noch nicht so viel Gelegenheit ohne Hänger auf der Autobahn. Ich bin begeistert von dem Auto.

Anschließend war es aber immer noch nass von oben. Trotzdem in den Sattel, den Ponys die neuen Gegebenheiten zeigen. Es waren sogar ein paar Schritte Tölt mit dem Drachenpony auf der Bahn möglich. Jacinto ist insgesamt nicht in Hochform, aber nachdem ich seit dem letzten Turnier doch mehr zum Reiten gekommen bin, war ich zumindest mit der Gymnastik zufrieden. Ziel dieses Turniers war nicht irgendetwas zu gewinnen, sondern einfach nur mit Ponys Spaß haben, ein paar Dinge auszuprobieren und die Paso Finos auf der IDMG zu vertreten. Wir waren nämlich dieses Jahr leider die Einzigen. Parallel war nämlich das große Turnier auf der Swiss Paso Fino Farm bei Familie Greb, welches natürlich als Fino-Magnet fast alles angezogen hat. Für mich hat aber die IDMG eine größere Tradition mit vielen schönen Erinnerungen, deshalb habe ich mich für dieses Turnier entschieden. Wobei ich in der Schweiz auch sehr schöne Erlebnisse hatte und sehr gerne dort bin.

Kurz und gut: nach dem Reiten und Bahn zeigen waren wir durchgefroren und darum haben wir den Rest des Abends im hoteleigenen Restaurant und im Zimmer verbracht. Wir haben uns dieses Jahr im Hotel am Markt einquartiert, nachdem auch unsere Traber-Julia dieses Jahr nicht mit dabei war. Eigentlich wollte ich mit Frau Resi unbedingt noch am Langen Zügel auf den Fino-Strip in der Ovalbahn, aber irgendwie hat das nasse Board und die Nässe mich davon abgehalten hinter dem Pony herzulaufen. Also Risiko für meine „Kür“.

Jacinto in Aegidienberg
Jacinto in Aegidienberg – man beachte im Trab! – Foto: Yvi Tschischka

Am Freitag starteten alle Rittigkeiten, Dressuren, Trails und Horsemanship-Prüfungen. Abends gab es die ersten Ovalbahnprüfungen. Der Wettergott meinte es echt gut mit der IDMG und die Sonne brachte mich die nächsten drei Tage auf jeden Fall ordentlich zum Schwitzen. Mit Jacinto bin ich die Mittlere Rittigkeit gestartet und er hat sich richtig gut geschlagen. Sie war meines Empfindens nach noch besser wie die vom letzten Jahr. Also richtig gut. Einzige Verbesserung: Tölt. Da hat es geholpert, aber das ist momentan unser Grundproblem. Von daher war ich richtig zufrieden.

Um 14 Uhr haben wir unsere Ponys für ein Seminar der Paso Peruanos mit Mimi Busk-Downey (PP-Züchterin und Richterin aus Kanada) zur Verfügung gestellt. Das Drachenpony diente als Anschauungsmaterial für die Arbeit am kolumbianischen Bosal und Flexen. Mimi arbeitet nämlich selber sehr viel damit. Es war interessant, dass Dinge, die für uns Fino-Reiter eigentlich normal sind, auch von anderen Trainern gerne eingesetzt werden. Auf jeden Fall fand ich es sehr schön, dass im Rahmen der IDMG eine Paso Peruano-Meisterschaft stattfand und die Möglichkeit für ausführliche Seminare und Frage-Runden gegeben war. Und die Richterin fand ich ziemlich nett und vor allem wohltuend bodenständig.

Am Nachmittag war dann der erste Auftritt vom Drachenpony im leichten Trail geritten. Ich habe ja mit allem gerechnet, aber nicht, dass sie das so schön mitmacht. Sie sah zwar wohl so aus wie kurz vor der Explosion, hat aber super aufgepasst. Sie hat sich sogar einen Klappersack anreichen lassen ohne zu explodieren! Einzig auf den grell-gepunkteten Teppich ist sie nicht drauf gegangen. Aber mal ganz ehrlich: DAS kann ich verstehen. Dieses Ding hätte ich auch nicht betreten 🙂 Sie war toll! Letztendlich hat ihr das einen vierten Platz (von neun Startern) eingebracht mit einer Durchschnitts-Wertnote von 7. Yvi hat gefilmt und ich zeige Euch noch das Video. Wer Resi in Action kennt wird erstaunt sein. Wer noch nie einen „durchgeknallten“ Fino im Aufregungsmodus gesehen hat mag vielleicht abgeschreckt sein, aber ich fand es war eine echt gelungene Leistung.

Jacinto Lieblingsplatz
Jacintos Lieblingsplatz – ausnahmsweise im wachen Zustand – Foto: Yvi Tschischka

Jacinto hat beim Warten unter seinem Lieblingsbaum auch zwei Mädels für seinen Fanclub gefunden. Die beiden Mädels sind auch geritten und immer wenn der Zwerg irgendwo aufgetaucht ist hat man ein helles „Der Zwerg!!!!“ gehört und schon hatte er zwei Mädels an der Backe. Total süß! Am Abend startete Yvi mit Jacinto noch in der Freizeitreitertölt. Auch eine Premiere, Jacinto im Turnier mit einer anderen Reiterin. Ich finde Yvi und Jacinto haben sich toll geschlagen und ein sehr schönes Bild abgegeben.

Samstag:
Ein erneuter sonniger Tag am Gestüt von Familie Feldmann – meine erste Prüfung startete um acht Uhr morgens. Nach einer echt schlechten Nacht (ich schlafe einfach schlecht in fremden Betten) war es echt Balsam für die Seele früh morgens in der Sonne auf dem Pony an der Ovalbahn zu stehen und den ersten Gruppen zuzusehen. Ich hatte spontan die Mehrgang für Freizeitreiter nachgenannt, nachdem die Fino-Prüfungen nicht zustande gekommen sind. Die Idee war einfach mal unter Turnierbedingungen zu checken, ob ich Jacinto in einer Prüfung traben kann. Natürlich kommt man da nicht gegen den schwungvollen Trab von anderen Gangpferderassen an, aber ich wollte einfach mal für mich testen, ob Jacinto trabt. Und ja er tut es. Allerdings nicht sicher und ausdauernd, aber ich kann es auf der langen Seite zumindest abrufen und halten. Von daher ist das noch ausbaufähig. Vor allem, weil er lange überhaupt keinen Trab unterm Sattel gezeigt hat.

Nachdem die Ponys dann versorgt waren ging es erst einmal zurück ins Hotel zum Frühstücken und dann gemütlich dem Turniertreiben zusehen. Inzwischen sind auch Nadine und Johannes vom Zykloopenhof als Zuschauer in Aegidienberg eingetrudelt, um sich auch mal eine Auszeit zu gönnen. Johannes hat sich bestimmt einige Anregungen für den Neuaufbau zu Hause mitgenommen. Nadine hat dann auf den Zwerg aufgepasst (der übrigens sehr gerne am Hang an der Ovalbahn im Schatten steht und herumdöst), damit Yvi Fotos vom Drachenpony in der Präsentation am langen Zügel machen konnte. Das war für mich wirklich eine gelungene Prüfung, vor der sogar ich etwas nervös war.

Mission completed!
Mission completed! – Drachenpony in Action – Foto: Yvi Tschischka

Ich habe ja mit allem gerechnet, aber nicht damit, dass Resi das so souverän durchzieht. Meine Musik „Mission Impossible“ war übrigens in einer Art Vorahnung ausgesucht. Aber die Mission war total completed! Resi war von Anfang an aufmerksam, hat auf die leichtesten Hilfen reagiert, ist schön getöltet und ist ohne zu zögern über das Sounding Board marschiert, als ob sie noch nie was anderes gemacht hätte (aufgemerkt: ungeübt!). Einzig an der Acht gab es einen kurzen Ruckler. Danach konnte sie sich nicht mehr beherrschen und hat gedreht, aber das hat perfekt gepasst, ich habe es einfach eingebaut und gegrüßt. Das Pony ist anscheinend ein Adrenalin-Junkie. Wenn es jetzt noch unter dem Sattel laufen würde, könnte es ganz viel Adrenalin haben, aber irgendwie ist es mir noch nicht gelungen, das in ihren Kopf zu kriegen. Jedenfalls wirklich toll. Schade, dass die beiden anderen Teilnehmer ihre Pferde zurückziehen mussten, so dass wir diese Prüfung nur zu zweit bestritten haben. Damit ist das Pony formell also Vize-Deutscher Meister in der Präsentation am langen Zügel. Klingt natürlich besser, als zweiter von zwei 🙂

Resi
Respuesta am Board – ich bin mal auf das Bild von vorne von Dagmar Heller gespannt 🙂 – Foto: Yvi Tschischka

Ich bin wirklich froh darüber mich mal in diese Klasse getraut zu haben. Es ist eine sehr schöne Prüfung, man weiß nur nicht wirklich, was genau den Ansprüchen genügt. Es wäre einfacher ein paar Pflichtteile einzubauen und das Augenmerk mehr auf für alle Pferde nachvollziehbaren Basis-Aufgaben zu legen. Dann würden sich vielleicht auch wieder mehr Starter in diese Prüfung trauen. Da sind sich einige bestimmt unsicher, was man zeigen darf/kann/soll. Ähnlich wie in der schweren Rittigkeit. Wobei die eigentlich gut besucht war und die übrigens ganz sensationell von Christiane Kress und Lowland’s Blue Rythm gewonnen wurde. Eine wunderbare Vorführung, in der ich fast Pippi in den Augen hatte, weil es so schön war.

Am späten Nachmittag startete ich dann mein erstes Zwischenfinale und zwar in der Pleasure Gangprüfung. Der Sinn von Zwischenfinalen erschließt sich mir persönlich nicht so wirklich, grad wenn sowieso nur 8 Starter in der Prüfung genannt sind, aber es war mal eine neue Gegebenheit, sein Pony alleine auf der Ovalbahn zu zeigen. Wobei ich mir vorstellen kann, dass das für die Zuschauer unendlich langweilig sein muss, immer nur ein Pferd auf der Bahn zu sehen. Mehr Aktion gibt es natürlich in Gruppen-Prüfungen. Für die Richter ist es natürlich einfacher ein Pferd einzeln unter die Lupe zu nehmen. Da sieht man mehr. Jedenfalls war ich ganz zufrieden mit Jacintos Leistung, wobei ich sagen muss, Tölt ist momentan eher nicht seine Stärke. Da braucht es ganz dringend wieder mehr Training. Er läuft dieses Jahr eher im Holper-Modus, statt schönem lockeren Tölt. Aber wenn es einen Preis für die meisten Gangwechsel innerhalb von zehn Metern geben würde, den würden wir locker gewinnen. Sogar mit Gängen, die es gar nicht gibt.

Galopp
Jacinto im Galopp, den er gerne sehr mutwillig interpretiert …. *hust* – Foto: Yvi Tschischka

Am Abend gab es dann nach den Siegerehrungen für die Prüfungen vom Freitag einen Südamerikanischen Abend mit einer 3-Mann-Band und landestypischen Gerichten organisiert vom Paso Peruano Europa e.V.. Es gab Enchiladas, Papas á la Huancaina, Maissuppe und Mojito-Bowle. Alles sehr lecker und eine echt schöne Idee!

Sonntag:
Der Sonntag startete dann wieder sehr sonnig und für uns komplett Stressfrei. Gemütlich Frühstücken, Auschecken und nachdem die Ponys versorgt waren wieder genügend Zeit, um bei den Prüfungen zuzusehen. Und um sich im fantastisch-gemütlichen Hofcafé des Gestüts einen Milchkaffee zu gönnen. Da gab es übrigens auch lecker Frühstück in stilvollem Ambiente. Das Café ist echt einen Besuch wert. Wer von Euch mal in Aegidienberg ist muss unbedingt eine von den Torten probieren! Ihr werdet begeistert sein. Apropos Catering: Das war dieses Jahr auch wieder topp. Auch für Vegetarier eine tolle Auswahl – ich sag nur sensationelle Tomatensuppe, Salate, Gemüse-Sticks mit Soße zum Dippen und Joghurt mit Früchten neben den obligatorischen Pommes. Man kann also getrost von Ovalbahn zu Cateringzelt pendeln ohne dass einem Langweilig wird.

Auch gab es wieder einige Shops zu bewundern. Yvi konnte ihren Gutschein von der Equitana Open Air bei Gangsalat einlösen, ich habe mir tolle Alpaka-Socken gegönnt. Ich hab ja einen Faible für gute Wolle. Insgesamt war es wieder ein richtig schönes Turnier bei der Familie Feldmann – super Organisation und reibungsloser Ablauf, auch wenn der Zeitplan manchmal hinterher gehinkt ist, aber so hat man mehr Zeit zum zugucken.

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Der Zwerg und sein Doppelgänger! – Foto: Yvi mit Handy

Am Nachmittag habe ich noch mal das gelbe Pony rausgeschleift, damit er noch beim A-Finale der Pleasure-Gangprüfung mitlaufen konnte, oder eher musste. Eigentlich hätte ich mir das sparen können, Jacinto war müde und hat nicht wirklich eine gute Leistung gezeigt, aber irgendwer muss ja auch die hinteren Plätze füllen, was wir ja dieses Jahr dank suboptimalem Tölt und wunderbar gezeigtem Kreuzgalopp konsequent durchgezogen haben. Aber mal ganz ehrlich, wer von Euch hat schon mal drei komplette Null-Noten erritten? Muss man auch erst mal schaffen. Aber egal, ich bin sehr zufrieden mit meinen beiden Ponys. Sie haben sich in ihrem derzeitigen Rahmen echt richtig gut ins Zeug gelegt und alles souverän über sich ergehen lassen. Vor allem auf das Drachenpony bin ich sehr stolz. Meine Befürchtung war ja ein Pony, was komplett durch den Wind ist, sich durch die Bahn hüpft und sämtliche Trail-Hindernisse mittels Feueratem pulverisiert. Aber sie hat komplett das Gegenteil gezeigt. Wahrscheinlich hat sie an dem Turnier sogar noch zugenommen. Aber beide waren dann doch relativ k.o. im Hänger gestanden und nach vier Stunden Autobahn waren wir dann auch wieder zu Hause, wo sich nach einer Dusche erst mal ausgiebig in den Sand geschmissen wurde.

Vielen Dank an die IGV für die Organisation dieses schönen Turnieres und an die Familie Feldmann, dass sie ihre schöne Anlage wieder zur Verfügung gestellt haben. Nächstes Jahr findet die IDMG dann vom 24. bis 27. August in Birrekoven statt. Ein Gestüt, dass wir noch nicht kennen, uns aber schon darauf freuen da auch endlich einmal hin zu kommen.

 

Statistik-Ergebnisse (für alle, die es interessiert – aber in erster Linie für mich, damit ich es nachlesen kann. Ihr wisst schon … schleichende Demenz):
Mittlere Rittigkeit – Jacinto und ich – 3. Platz (8 Starter)
Freizeitreitertölt – Jacinto und Yvi 16. Platz (20 Startern)
Mehrgang Freizeitreiter – Jacinto und ich – 17. Platz (18 Starter)
Pleasure Prüfung – Jacinto und ich – 5. Platz (6 Starter)
Trail leicht – Resi und ich – 4. Platz (9 Starter)
Präsentation am Langen Zügel – Resi und ich – 2. Platz (2 Starter)

 

Also wie gesagt, ich hoffe noch auf ein paar schöne Bilder von http://www.dagmar-heller-foto.de – die ich immer Abends noch im Hotel getroffen habe und die mit Fotos machen den ganzen Tag einen echten harten Knochenjob erledigt hat. Grandioses Durchhaltevermögen!

Und das Video vom Trail versuche ich auch noch in ordentlicher Qualität hochzuladen. Mal sehen. Falls wer die Präsentation am Langzügel von uns zufällig gefilmt hat, würde ich mich echt freuen, wenn mir das jemand zuschicken würde!

Teilnehmen am Erfolgskonzept Gangpferdereiten?

03. – 06.12.2015:

 

Auch dieses Jahr war das erste Dezemberwochenende wieder für die Pferd & Jagd in Hannover reserviert. Yvi und ich waren zur Abwechslung ohne eigenes Pony dabei. Diosa durfte zu Hause bleiben. Wobei das Pony wahrscheinlich den ganzen Trubel ganz furchtbar genossen hätte. Auf der Hinfahrt sammelten wir noch Nadine und ihre beiden Fino-Wallache Cuy und Pastiz ein. Pastiz sollte eigentlich mein Leihpony werden. Er hatte aber kurzfristig beschlossen lieber einen auf Hinkebein zu machen und die Tage gemütlich betuddelt in der Box zu verbringen. Nadine war so nett und teilte sich mit mir bei den Auftritten dann ihren Cuy. Vielen Dank nochmal dafür Nadine! Es war dieses Jahr sowieso eine Messe der kurzfristigen Planänderungen. Aber dazu später mehr.

Die IGV bekam dieses Jahr einen taktisch gut gelegenen Stand in der Nähe des Aktionszirkels in der Halle 17. Nachdem wir die Ponys verräumt hatten, halfen wir Doro und dem restlichen Team erst mal Stand aufbauen. Das hat ja immer ein ganz eigenen nüchternen Industriecharme in den Hallen bevor die ganzen Besucher kommen. Dieses Jahr wurde im Rahmen dieser ganzen Terroranschläge relativ viel kontrolliert und gefilzt. Am Sonntag sind aufgrund einer Drohung auch Polizeistreifen durch die Hallen gelaufen. Aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen.

Doch zurück zum Stand! Das bewährte Konzept mit den Bartischen mit Informationsmaterial und Sitzgelegenheiten, die zum Quatschen einladen, wurde fortgeführt. Eine nette Einstellerin von Stephan stellte uns Salli-Sattelstühle, Hocker in Sattelform auf Rollen zur Verfügung, die super sind und gerne angenommen wurden. Gerne hätte ich mich mit den Dingern durch die ganzen Hallen rollen lassen, aber  niemand wollte mich fahren!

Direkt gegenüber war ein Händler mit Ariat und Westernsachen, hinter uns gleich der Anfang vom Isländerdorf und neben uns ein sehr unscheinbarer Stand, der uns noch viel Freude bereiten sollte. Das war nämlich ein Naketano-Outlet. Wir waren natürlich erst mal ahnungslos. Dass diese Firma mit den kuscheligen Pullovern existiert wusste ich, aber nicht, dass dieser nicht mal mit Firmenname beschriftete Stand so dermaßen viel Kundschaft anlockt. Es gab sogar Absperrbänder mit Einlass! Auf jeden Fall war es eine wahre Freude den jungen Mädels beim wühlen auf den Tischen zuzusehen. Interessant wurde es natürlich, als dann dieser Stand fast restlos ausverkauft war und nur noch Pullover in der Größe S da waren. „S“ für Kuschelpullover überhaupt herzustellen ist übrigens meiner Meinung nach ein Unding. Die sollen ja bequem sein und nicht aussehen wie Presswurst in Darmfüllung. Also könnte man die Größen „S“ und „XS“ direkt streichen. Mal ganz ehrlich – wer passt da schon freiwillig rein? Oder besser, wer kommt da elegant wieder raus …. jedenfalls sieht man interessante Verhaltensmuster von jungen Käuferinnen so über den Tag verteilt. Klassen von angehenden Verhaltensforschern hätten da ihre wahre Freude dran gehabt. Natürlich haben wir uns auch voll als Fashion-Opfer mit Naketano-Pullovern eingedeckt, aber wir konnten ja quasi schon vor Messe-Öffnung den Stand belagern und uns dann lässig geben.

Der erste Messetag ist immer eine Art Orientierung – Wie läuft etwas ab? Wo muss ich hin? Was gibt es alles? Wer ist noch alles da? Solche Dinge werden da abgecheckt. Man trifft viele nette Leute und Händler, die man von früheren Messen kennt. Ich sag nur, der Ingwer-Man, der Joghurt-Stand (bestes pseudogesundes Essen der Welt!). Man checkt den besten Kaffee-Stand ab, wo gibt es gutes Essen, an das man dann im Messeandrang auch heran kommt? Alles wichtige Dinge für Messe-Teilnehmer. Der beste Kaffeestand war gleich zweimal da – einmal draußen vor Halle 26, die mit den Creppes, und einmal direkt zwischen Aktionsring und Manège Baroque. Sehr praktisch, da sind wir nämlich mehrmals täglich vorbei gelaufen.

Gangpferde auf dem Weg zum Aktionsring - Foto: Thorsten Ruthof
Gangpferde auf dem Weg zum Aktionsring – Foto: Thorsten Ruthof

Auf Messen läuft man sowieso sehr viel. Man sollte gutes Schuhwerk dabei haben. In meinem jungendlichen Leichtsinn habe ich meine guten Laufschuhe zu Hause gelassen, weil ich zu faul war sie sauber zu machen. Solche Sünden straft der Herr sofort. Aber gottseidank war die Firma Quittpad mit ihren fantastischen Einlegesohlen wieder da! Klaus rettete damit meine Füße vor schmerzhaften Blasen. Eigentlich stellt Quittpad ja Sattelunterlagen her. Überhaupt hat Quittpad wieder etwas Neues am Start – eine neue Oberfläche für die Satteldeckenunterseiten. Es sieht aus wie Mikrofaser und sorgt für trockene Pferderücken. Ich bin gespannt darauf, die neue Unterseite auszuprobieren! Gespannt warte ich auch auf die angekündigten Sattelgurte aus dem bewährten Quittpad-Material. Der Prototyp fasst sich schon mal gut an. Es bleibt spannend.

Die Gangpferde hatten insgesamt drei Auftritte pro Tag. Schön konzentriert auf den Nachmittag. Erste Vorstellung war in der Manège Baroque – Marie Wendel mit ihrer Aegidienberger Stute und Stan mit Machiavelli führten ihre Pferde hier unter dem Gesichtspunkten Elemente der barocken Dressur in der Gangpferdereiterei vor, natürlich gekonnt von Stephan Vierhaus moderiert.

Die große Rassenvorstellung war dann immer um 15 Uhr im Aktionsring – alle Gangpferde im Vergleich zusammen im Ring, von Stephan kurzweilig präsentiert. Stephan hat es halt einfach drauf. Die Leute hören ihm gerne zu und er schafft es die Zuschauer zu unterhalten.

Stephan Vierhaus - Foto: Thorsten Ruthof
Halle 17 – Aktionsring – Foto: Thorsten Ruthof

Im Aktionszirkel gab es an den vier Messetagen zwei Paso Finos zu sehen. Angelita mit Johanna und Cuy mit seiner Chefin Nadine oder mit mir. Objektiv oder nicht, ich finde auf jeden Fall die Finos sahen dieses Jahr wieder sehr schick herausgeputzt aus mit Zamarros und traditionellen Zaumzeguen, die Ponys gleichfarbig, die Reiterinnen schick mit Hut und neu gestalteter Fino-Jacke. Die gibts übrigens auch im Shop (www.paso-shop,de) bei Nadine zu kaufen, wer noch nach einem Geschenk sucht, könnte hier Abhilfe finden. Einfach mal Nadine anschreiben!

Cuy und ich - Foto: Thorsten Ruthof
Cuy und ich – Foto: Thorsten Ruthof

Um 16 Uhr gab es dann noch einmal drüben in Halle 25 im Cavallo-Ring Gangpferd zu sehen. Leider erkrankte Nuno von Kaja mit unklarem Fieber am Donnerstag Abend und musste in die Klinik. Stan sprang für Kaja ein – auch im Cavallo-Ring, wo Stan mit einem äußerst geduldigem Machiavelli (er erinnert mich so dermaßen an meine verstorbene Dimera – unglaublich!) zusammen mit Stephan das „Anreiten“, Reiten und gymnastizieren von Pferden mit kolumbianischen Bosal demonstrierten. Auf jeden Fall eine sehr schöne Werbung für unsere Ponys. Auch die Tatsache, dass der Paso Fino ja traditionell gebisslos angeritten wird und somit ja momentan – oder eher eigentlich schon immer – voll im Trend ist. Nuno geht es übrigens wieder gut.

Machiavelli ... so geduldig im Cavallo Ring - Foto: Thorsten Ruthof
Machiavelli … so geduldig im Cavallo Ring – Foto: Thorsten Ruthof

Insgesamt war es wieder eine sehr schöne Messe. Natürlich anstrengend, aber auch schön. Wir trafen viele nette Leute, neue und alte, hatten viel Spaß und irgendwie finde ich, dass das IGV-Team wunderbar harmoniert. Es macht einfach Spaß mit motivierten Gangpferdefreunden egal welcher Rasse zusammen zu sitzen und Gangpferde zu zeigen. Auch dieses Jahr organisierte Doro wieder eine Stand-Party für uns. Das ist auch immer ein schönes Erlebnis. Man hockt Abends zusammen in den leeren Messehallen und hat Zeit für Gespräche. Das Fino-Team in diesem Jahr bestand übrigens aus Stan (Machiavelli), Johanna (Angelita), Britta, Gerd, Nadine (Cuy/Pastiz), Meike, Yvi und mir. Tageweise begleiteten uns auch Flo, Basti, Heike und Eric am Stand. Eric hatte natürlich genügend selbstgemachte Snacks dabei – und es gab schon früh am Vormittag Sekt 🙂 Natürlich wurden wir auch von vielen Fino-Freunden aus ganz Deutschland besucht, was immer wieder schön ist. Besonders gefreut hat es mich auch Deas neue Besitzerin in „Echt“ kennen zu lernen. Überhaupt macht es viel Spaß die verschiedenen Gangpferdefreunde zu treffen.

Teile des Teams am Sonntag - Foto: Thorsten Ruthof
Teams am Sonntag Abend – Foto: Thorsten Ruthof

Unser Hotel war auch wie immer perfekt. Zwar ist das Parkhotel etwas außerhalb gelegen, aber wir kommen immer wieder gerne dort hin. Schon alleine wegen dem Kellner mit seinem trockenen Humor im Restaurant oder wegen dem guten Frühstück. Das fehlt mir übrigens jetzt zu Hause. Gutes Frühstück.

Für die Zahlenfreunde unter uns die Pferd und Jagd 2015 in Zahlen und Stichworten:
100.000 Besucher – 850 Aussteller – Weltrekord Bau des Brandenburger Tor aus Hufeisen – Nacht der Pferde Galashow – Bestes Messewetter – keine Unwetter – keine Kathastrophen

PS: Nächstes Mal muss ich mich mal mit dem Abendshow-Programm beschäftigen. Man hätte nämlich die Gelegenheit berühmten Leuten über die Schulter zu gucken, wenn sie wie Otto-Normal-Reiter am Abreiteplatz ihre Pferde arbeiten. Nur erkenne ich die Leute nicht, weil ich nicht weiß wie sie aussehen! Das muss sich mal ändern!

Um einen kleinen Messe-Eindruck zu vermitteln, habe ich Euch mal ein paar YouTube-Filmchen verlinkt – guckt mal rein – vielleicht entdeckt Ihr auch ein paar Paso Finos? 🙂

ClipMyHorse – Nacht der Pferde 2015:

Halle 17, Salli-Stühle, Finos, Shopping:

ClipMyHorse – Eindrücke:

Wohngemeinschaft Deluxe?

03. bis 06.09.2015:

Auch dieses Jahr war eines der Highlights im Paso Fino-Jahr für Yvi und mich die 21. Internationale Deutsche Meisterschaft im Gangreiten (kurz IDMG), die dieses Jahr wieder am Gestüt Aegidienberg bei Marlies und Walter Feldmann stattfand. Regenerprobt waren wir dieses Jahr schon, von daher waren wir für alles ausgerüstet und auf alles vorbereitet. Die Ponys waren wieder in den sensationellen Boxen vom letzten Mal untergebracht, zusammen mit Traber Hucellus Junior, der sein zweites Turnierdebut gab. Julia Väth hatte uns eine schnuckelige Ferienwohnung fast am Turniergelände gemietet und somit stand die IDMG-WG fest. Komplettiert hat das Ganze dann noch Cellis Reitbeteiligung Jenny, die ab Samstag in die WG mit einzog. Eine lustige Truppe, was haben wir gelacht …

Am Anreisetag ließen wir es erst mal langsam angehen. Alles erkunden, ein bisschen Probereiten auf der Bahn und vor der Halle. Bisschen Leute treffen. Einkaufen im wohl tollsten Edeka NRWs – eine sensationelle Auswahl an Veggie-Sachen gibt es dort. Ungesunde Sachen gab es natürlich auch. Dann habe ich mich erst mal blitzen lassen, als wir auf dem Weg zu einem Geocache waren. Inzwischen ist fast alles um mich herum infiziert mit dem Geocaching-Virus, so dass es einfacher ist, zwischendurch einmal Döschen zu suchen. Und wir hatten eine leerstehende Wäscherei gefunden. Schade, dass so wenig Zeit war um das Gelände richtig zu erkunden. Der Abend endete mit quatschen und Essen in unserer heimischen IDMG-WG-Küche.

DAS Tor Ihres Lebens - Foto: Yvi Tschischka
DAS Tor Ihres Lebens – Foto: Yvi Tschischka

perfekter Schwerer Trail - Foto: Yvi Tschischka
perfekter Schwerer Trail – Foto: Yvi Tschischka

Am Freitag war dann Programm angesagt. Yvi und ich hatten dieses Mal nicht so arg viel genannt, irgendwie fühlten wir uns komplett unvorbereitet. Julia und das Trabertier hatten ganz gut was vor. Nachzulesen übrigens auf Julias Blog, der die Erlebnisse des Trabertiers und ihr wieder mal lustig festgehalten hat. Drum konzentriere ich mich hier mal auf meine Ponys und Ihr lest bei Julia den Rest nach!

Traberjulia

 

Jacinto und ich im mittleren Trail - Foto: Yvi Tschischka
Jacinto und ich konzentriert in der mittleren Rittigkeit – Foto: Yvi Tschischka

Für Yvi stand heute nur der schwere Trail auf dem Programm, der sehr schön lief. Das war glaube ich das Tor ihres Lebens – ein wunderbar flüssig gerittenes Toröffnen, ohne Sumpfübliche Tiraden. Insgesamt von allen Startern schön anzusehende Trail-Ritte. Unser Favorit war Marina mit Ihrer Hexe. Jacinto und ich hatten auch einen Lauf. Er hat sich in der mittleren Rittigkeit wunderbar präsentiert. Wir hatten entspannten Schritt, ruhiges Stehen, alles fast perfekt, bis auf das Rückwärtsrichten, das war schief, und seitwärts treten auf der Mittellinie, da war ein „Hacker“ drin. Ansonsten war ich super stolz auf meinen Hampel-Zwerg, der sich so cool präsentiert hat. Highlight war auch noch die Tasse Kaffee, die mir Susanne Geier nach der Prüfung in die Hand gedrückt hat, nur weil ich beim langen Warten vorher gähnender weise meinte … „so ein Kaffee wär jetzt toll“. Ich liebe es, wenn Wünsche in Erfüllung gehen!

Danke Susanne! - Foto: S. Geier
Danke Susanne! – Foto: S. Geier

Der Lauf hielt dann auch am Abend an, als ich Jacinto in der Ausdauertölt gestartet bin. Wir haben zwanzig Minuten lang gleichmäßigen Tölt gezeigt. Ich war ganz stolz auf ihn. Und die Prüfung hat richtig Spaß gemacht. Die Platzierungen in der Prüfung, so wurde mir hinterher von mehreren Leuten angetragen, war nicht so ganz in allen Dingen aus ihrer Sicht nachvollziehbar. Einige hätten Jacinto ein bisschen weiter vorne gesehen, andere Pferde weiter hinten. Das „Problem“ am Paso Fino ist einfach, dass er nicht spektakulär aussieht und man so einfach gegen Pferde, die die Beine spektakulärer schmeißen oftmals hinten ansteht. Aber gerade deshalb finde ich es wichtig, dass viele Paso Finos in IGV-Klassen gezeigt werden, damit sich Publikum und Richter an die Gänge des Paso Finos gewöhnen. Außerdem macht es riesig Spaß in gemischten Prüfungen zu starten.

Der Abend klang dann bei der Come Together-Party im Festzelt mit DJ und Bier …. äh … das heißt ja hier Kölsch … aus, aber allzu lange sind wir nicht geblieben. Die Kälte wollte nicht mehr aus unseren Knochen weichen, trotz mehrerer Schichten Jacken. So war der Gang unter die heiße Dusche Priorität Nr. 1. Respekt übrigens an alle Reiter, die da draußen in Zelten übernachtet haben. Ihr seid echt harte Socken!

Trabiertier beim Traben - #weilerskann Foto: Yvi Tschischka
Trabiertier beim Traben #weilerskann #IDMG2015 – Foto: Yvi Tschischka

Der Samstag lief für Yvi und mich gechillt ab. Julia dagegen musste bereits um 7.30 Uhr auf der Bahn sein für die Mehrgang Freizeitreiter. Während Julia im Regen unterwegs war kauten Yvi und ich also unser obligates Frühstücksbrötchen mit diesem sensationellen Käse drauf. Dazu eine schöne heiße Tasse Kaffee, vom Hausherrn Walter Feldmann persönlich verkauft. Jeden Morgen mit dem Spruch: „Wir haben auch frisches Mett da ….“ Walter hat an diesem Turnier seine Leidenschaft als Theken-Chef entdeckt. Ich bin gespannt, wann die erste Aegidienberg-Kneipe aufmacht. Da geht es dann bestimmt richtig lustig zu.

Ich schweife ab. Yvi hatte dann ihre Naturtöltprüfung auch im Regen. Diosa war extrem angepisst durch Regen und Gesamtsituation, hat sich dann aber in der Prüfung perfekt benommen. Tölt am langen Zügel, ohne Fremdeinwirkung, ohne Tempounterschiede, auch als sie überholt wurde. Wir waren richtig begeistert. So soll Naturtölt aussehen meiner Meinung nach! Platziert war Diosa zwar auf dem letzten Platz, aber Yvi empfand diese Prüfung als die Beste ihrer bisherigen Karriere. Und so soll es doch sein – Zufriedenheit in der Prüfung, das Ergebnis ist dann relativ egal.

Zu zweit starteten wir dann noch in der Paso Fino Country Pleasure, die Diosa dieses Mal vor Jacinto gewinnen konnte. Auf jeden Fall hat es riesig Spaß gemacht. Aber wir waren froh erst mal runter vom Pferd zu kommen und uns aufwärmen und trockenlegen zu können. Ein Hoch auf die wasserdichte schwarze Softshell-Jacke die mir Nadine vom Paso-Shop ausgesucht hat.

Töltspezial - Foto: Yvi Tschischka
Töltspezial … Spaß auf der Ehrenrunde – Foto: Yvi Tschischka

Am Nachmittag war neben diversen Traber-Julia-Prüfungen auch noch die Tölt Spezial auf dem Plan. Die ist wieder neu mit im Programm und eignet sich hervorragend, um Paso Finos zu zeigen. Darum hatten wir auch gleich drei Paso Finos in dieser Prüfung. Machiavelli und Stan Paul haben das Ding von Anfang an souverän gerockt, dicht gefolgt von Britta Mülle und Brujula. Sogar Jacinto konnte sich ins A-Finale „spezialtölten“. Also hatten wir dann am Sonntag alle drei Finos im A-Finale. Stan hat die Prüfung dann auch sensationell gewonnen, dicht gefolgt von Britta. Eine super Rassewerbung. Und auch ich war ganz zufrieden damit, wie Jacinto gelaufen ist. Dieser Tempo-Wechsel, bzw. überhaupt mehrere Tempi zu zeigen, fällt uns extrem schwer. Aber ich denke ein paar gute Passagen konnten wir zeigen.

Am Abend fanden wir uns alle wieder im Festzelt ein. Geplant war Rasseabend und Siegerehrungen Trail und Rittigkeiten. Die Paso Peruanos hatten übrigens extrem leckere Kartoffel-Spezialiäten zum probieren. Vorher lief noch die Sporttölt Großpferde auf der verregneten Bahn, immer wieder spektakulär zu sehen, aber wäre natürlich toller gewesen bei mehr Sonne. Apropos Sonne, die machten wir uns selber, Julia und Jenny sind zur Höchstform unterhaltungstechnisch aufgelaufen, ich hatte Sonntag tatsächlich Muskelkater vom Lachen. Highlight war dann natürlich die Siegerehrung schwerer Trail: Deutscher Meister im schweren Trail wurden Yvi und Diosa mit sensationellen 9,56 Punkten. Alter Falter, was hab ich mich gefreut, vor allem weil Yvi es kaum glauben konnte.

Der Sonntag verlief dann relativ relaxed. Aufstehen, Julia beim Reiten zusehen, dabei Käse-Brötchen und Kaffee, Freunde treffen, quatschen, das Übliche. Meine alte Freundin Renate (also alt im Sinne von kenn-ich-schon-ganz-lange) wohnt ja in der Gegend und so sehen wir uns quasi immer in Aegidienberg, was natürlich perfekt ist. Apropos, falls Ihr schon Julias Blog gelesen habt, es ist tatsächlich so gewesen, dass wir ständig auf der Suche nach Essen waren. Es ist einfach essentiell wichtig, dass man bei Regenwetter ständig und überall isst. Ich hoffe unser Vorschlag, dass diese leckeren traditionellen Aegidienberg-Reibekuchen ins Catering-Tagesprogramm aufgenommen werden wird nächstes Mal umgesetzt.

Unser Besuch in dieser Tatort-Kneipe wird mir auch ewig im Gedächtnis bleiben …. „de Pipi-Schrimps … dazu Salätsche?“ – Wobei ich immer noch nicht weiß, was genau jetzt Pil-Pil-Shrimps sein sollen. Jedenfalls waren sie Lecker. Ich schweife ab. Sonntag: Aegidienberg. Zeit zum Fotografieren und Quatschen. Also Yvi fotografiert, wir quatschen und suchen Essen. Am Nachmittag war dann noch der Aufmarsch aller Teilnehmer mit Reden und Siegerehrungen. Wir waren dann gerade rechtzeitig vor der nächsten Regenfront fertig und froh endlich im Auto auf dem Weg nach Hause zu sein. Anstrengend war es, das Wochenende, aber wunderschön. Aegidienberg ist immer eine Reise wert und die Leute dort sind alle erste Sahne. Vielen Dank an das gesamte Aegidienberg-Team und alle Beteiligten, die diese 21. IDMG wieder mal zu einem erlebnisreichen, unvergesslichen Wochenende gemacht haben. Und nächstes Jahr ist ja klar, sehen wir alle wieder in Aegdienberg und ein paar zusätzliche Finos wurden schon rekrutiert (Erik und Heike, ich freue mich auf Euch! :-).

Schleifchenübergabe - Foto: Yvi Tschischka
Schleifchenübergabe – Foto: Yvi Tschischka

In diesem Sinne, fehlt nur noch die angeberische Auflistung unserer Erfolge. Dieses Mal tatsächlich extrem angeberisch:
Yvi und Diosa:
1. Platz – schwerer Trail (4) (damit Deutscher Meister 2015)
1. Platz – Country Pleasure (5)
8. Platz- Naturtölt (8)

Christine und Jacinto:
1. Platz – Mittlere Rittigkeit (11)
2. Platz – Country Pleasure (5)
6. Platz – Ausdauertölt (14)
7. VE (Vorentscheid) – Tölt Spezial (13)
8. Platz – Tölt Spezial (8)

Pferd & Jagd Hannover?

4. bis 7. Dezember 2014

Auch in diesem Jahr waren die Gangpferde wieder auf der Pferd & Jagd in Hannover. Erfreulicher Weise gab es dieses Jahr auch keine Unwetter-Katastrophen, so dass die Fahrt nach Hannover für alle unkompliziert war. Das schöne Wetter machte sich auch in den Besucherzahlen bemerkbar. 85.000 Besucher strömten durch die verschiedenen Hallen und konnten sich 800 Aussteller und diverse Pferdevorführungen ansehen.

Foto: Thorsten Ruthof
Finos machen Spaß! – Foto: Thorsten Ruthof

Dieses Jahr war ich wieder mit Pferd und mit tatkräftiger Unterstützung von Yvi dabei. Diosa durfte als Vertreterin der töltenden Schecken mitfahren. Insgesamt waren vier Paso Finos mit von der Partie: Esperanza mit Meike Wolf, Diosa mit Yvi Tschischka, Angelita mit Stan Paul und ich mit Leihpony Brujula. Eigentlich wollte ich ja ein paar gechillte Messetage erleben, ein paar Fotos machen und Diosa beim Laufen zugucken, aber nachdem Britta von einer fetten Bronchitis dahin gerafft wurde hat sie mir angeboten ihre weiße Töltmaschine zu reiten. Und mal ganz ehrlich, wer da nicht ja sagt ist selber schuld. Also kam ich in den Genuss in den vier Tagen ein tolles Pony mit ganz viel genialem Tölt reiten zu dürfen. Vielen Dank dafür Britta!
Davon, dass es mich während der Messe dann Erkältungstechnisch ordentlich dahin gerafft hat, so dass ich sogar ganz dringend zum Arzt musste und mal wieder ganz dringend Antibiotika brauchte sprechen wir jetzt mal nicht. Und auch nicht davon, dass meine Bakterien jetzt bestimmt bei anderen Gangpferdeleuten ordentlich verteilt sind …. *hust*

In Halle 17 gab es täglich um 15 Uhr die Gangpferde zu sehen. Eine halbe Stunde jeden Tag hatten wir die Gelegenheit dem zahlreich interessiertem Publikum die verschiedenen Gangpferderassen zu präsentieren. Gekonnt moderiert wurde unser Auftritt von dem Dieter Thomas Heck der Gangpferdeszene – Stephan Vierhaus. So wurde Stephan am Sonntag von der anmoderierenden Dame vorgestellt. Jedenfalls wurde die halbe Stunde immer sehr gut genutzt. Im Ring waren Töltende Traber (IG Töltende Traber), Paso Iberoamericano (PV), Paso Fino (PFAE), Paso Peruano (PPE), Rocky Mountainhorses (RMHA), Tennessee Walker (ETWHA) und ein Mangalarga Marchador. Die Präsentationen waren harmonisch und man konnte die Vielfalt der Rassen in der halben Stunde sehr gut beobachten.

Pferd & Jagd 2014 - Foto: Thorsten Ruthof
Pferd & Jagd 2014 – Foto: Thorsten Ruthof

Wer noch nicht genug von den Gangpferden hatte konnte dann täglich im Cavallo-Ring um 16.30 Uhr noch mehr Stephan Vierhaus lauschen. Zusammen mit Kaja Stührenberg und Nuno gab es dort täglich Vorträge mit Reitdemo zum Thema „Tölt über den Rücken“.

Unser IGV-Stand in Halle 16 war dieses Jahr etwas anders gestaltet. Eine große Säule mit verschiedenen Gangpferdebildern war mittig als Eye-Catcher platziert, rundum fand sich ein Info-Counter mit Broschüren und eine „Verpflegungsecke“. Kaffee und Süßigkeiten sind ja immens hilfreich bei einem langen Messetag – Mandarinen sind der totale Renner (danke an Thorsten für die Mandarinen-Versorgung). Dazwischen luden gemütliche Tische und Stühle zum verweilen und quatschen über die Gangpferde ein. Abgerundet wurde das Ganze mit ganz vielen bunten Roll-Ups der verschiedenen Rassen und zwei liebevoll antransportieren großen Plastikpferden in traditioneller Ausrüstung. Die verschiedenen Rassen wurden nicht getrennt präsentiert, sondern als gemeinsames großes Ganzes, was sehr gut ankam. Und auch untereinander hatte man so gut die Gelegenheit ins Gespräch zu kommen.

Perfekt war unser Stand mit den vielen Sitzgelegenheiten dann auch für die von Doro Martin organisierte Standparty geeignet. Doro versorgte uns am Freitag wieder mit Sekt/Orangensaft, Chilli, der legendären Kartoffelsuppe und Häppchen. So wurde der zweite Messetag dann zusammen gemütlich gefeiert. Einige Gäste verirrten sich natürlich auch an die Feier.

Insgesamt war es wieder eine sehr schöne Messe, die dank der fleißigen Helfer mit und ohne Pferd wieder zu einem Highlight im Gangpferdejahr wurde und zugleich eine sehr gute Gelegenheit war viele Gangpferdefreunde zu treffen. Ein spezielles Dankeschön geht auch an unser fleißiges Bodenpersonal: Nadine und Basti Hoinza, Gerd Mülle, Florian Wolf und allen Fino-Freunden die uns am Stand besucht haben!

Foto: Thorsten Ruthof
Barrida! – Foto: Thorsten Ruthof

Natürlich konnten wir auf der Pferd & Jagd auch wieder nette Leute treffen – im Speziellen meine ich da den Klaus von Quittpad, auf den ich mich bei jeder Messe freue und der uns wieder mit neuen Ideen überrascht hat und mit dessen Quittpads wir alle unsere Finos vorgestellt haben. Da war auch wieder der Ingwer-Mann (bei dem ich mich mit scharfem Ingwer gegen die Bakterien eingedeckt habe) und HottiKlamotti mit den schönen Fino-Taschen, um die man nicht herum kommt! Und meine neuste Entdeckung: der Yeti-Fellbezug (Bartel), da hab ich mir ein Schönes mit langen Haaren für Jacintos Sattel bestellt.

Besonders stolz bin ich aber auf Yvi und Diosa, die sich so schön im Ring präsentiert haben. Diosa ist sowieso ein Schatz. Als altes Herdentier hat sie sich die ganzen 400 km lang alleine im Hänger mitschleifen lassen, war brav auf der Messe und hat sich die vier Tage für Diosa-Verhältnisse sehr gut benommen und wieder brav alleine im Hänger zurückfahren lassen. So eine Indoor-Messe ist gerade für ein Offentstallpferd und Herdentier eine extreme Herausforderung. Durch den Lärm und den Trubel eine echte Dauerbelastung. Ich bin extrem dankbar so ein tolles Pony haben zu dürfen, das jeden Unsinn mitmacht und alles so gut wegsteckt. Was ja auch wieder für den tollen Charakter der Paso Finos spricht!

PS: Vielen Dank an Thorsten Ruthof für die tollen Fotos von der Messe!

Wer noch ein bisschen Filmchen gucken möchte:

Kaja und Nuno:

von textundfotoschmiede

Vorführung Gangpferde Pferd & Jagd 2014:

von TopwalkerTW (Paso Finos laufen ab ca. 4:40 Min)

 

Ela Orkantief Action 2014?

13. bis 15.06.2014:

Drei Tage nach Orkantief „Ela“ kamen die Paso Finos zum Rennbahnpark nach Neuss. Allerdings haben wir dort nicht gewütet, sondern im Rahmen der IGV die Paso Finos vertreten. Yvi und ich hatten Diosa und Jacinto dabei und je näher wir dem Rennbahngelände kamen, desto mulmiger wurde uns. Das Orkantief hatte ganze Arbeit geleistet. Rund um die Rennbahn war der Verkehr fast vollständig zum erliegen gekommen. Umgeknickte Bäume blockierten Straßen und den Schienenverkehr. Innerhalb von nur 72 Stunden wurde die Equitana Open Air ein zweites Mal aufgebaut. Fast alle Zelte waren zerstört worden. Eine logistische Meisterleistung. Trotz allem ließen sich über 40.000 Besucher die Messe nicht entgehen. Es waren über 50 Pferderassen vertreten, 250 Aussteller und mehrere Veranstaltungen innerhalb der Messe (unter anderem EWU, IPZV, IG Welsh und Working Equitation Cup).

Unser Stall bei der EOA 2014 - Foto: privat
Unser Stall bei der EOA 2014 – Foto: privat

Ein dickes Lob an die Messeleitung und die ganzen Helfer die das Möglich gemacht haben! Als wir ankamen waren die Aufräumarbeiten noch in vollem Gange. Unseren Hänger mussten wir erst einmal zwischen parken, weil die Ställe noch nicht mit dem Auto erreichbar waren. Übrigens auch ein ganz dickes Lob an die Betreuung durch die Messe. Unsere zuständige Betreuerin Nathalie hat sich super nett um uns gekümmert. Alle Helfer waren immer freundlich und höflich, man hatte wirklich das Gefühl äußerst gut betreut zu sein. Und das bei der Doppelbelastung normaler Messestress und Orkan-Beseitigungs-Stress. Ein ganz dickes Dankeschön! Zu Fuß konnten wir die Ponys aber schon in die wunderschön abseits gelegenen Außenboxen bringen. Unsere direkten Stallnachbarn war ein ansässiger Trainingsstall für Rennpferde. So konnten wir auch einmal in die für uns komplett neue Welt des Rennsports schnuppern und unsere Nachbarn ausfragen. Gerade im Außenbereich der Rennbahn sah man noch deutlich wie „Ela“ gewütet hat. Die Rennbahn … da wäre ich übrigens auch gerne mal entlang gedonnert. Aber das durften wir leider nicht. Dafür konnten wir die Vollblüter beim Morgentraining vorbeiflitzen sehen.

Paso Finos in Neuss - Foto: Ellen Vierhaus
Paso Finos in Neuss auf dem Weg zum Gelände  – Foto: Ellen Vierhaus (Danke Ellen für die tollen Fotos!!!)

Mit dabei waren auch Sarah und Elsa mit Mil Amores und Campino, die dann einen oder zwei Staus später bei uns ankamen. Den schönen Stall teilten wir auch mit Stephan Vierhaus und seinem Nachwuchspferd Ebano, der seinen ersten Messeauftritt hatte. Den Abschluss machte das Mini-Shetty „Gijs“, der ein richtiger Facebook-Star mit über 31.000 Fans ist. Das haben wir natürlich auch erst in der Abendshow am Samstag mitbekommen, dass wir einen so berühmten kleinen Nachbarn hatten. In der Nacht waren auch die Missouri Foxtrotter bei uns untergebracht. Sie durften tagsüber gemütlich auf dem Gelände in Paddocks wohnen.

Nachdem wir gemeinsam das Gelände erkundet hatten, was ja ganz schön großzügig angelegt ist und den IGV-Stand endlich gefunden hatten und dort auf die restlichen Mitstreiter gestoßen sind, die schon fleißig beim Aufbau waren, fühlten wir uns schon gleich heimisch. Meike Wolf unterstützte uns Fino-Reiter als Bodenpersonal und fester Anlaufpunkt. Sie hat einfach einen Plan. Am Stand selbst gab es auch Möglichkeiten die Pferde in Paddocks unterzubringen. Princess (Töltkreuzung), Menor (Aegidienberger-Hengst) und Björn (Isländer) wohnten sozusagen am Stand. Leider konnten krankheitsbedingt nicht alle angemeldeten Gangpferderassen dabei sein. Aber die Stimmung am Stand war gut, die ganze Atmosphäre der Messe entspannt und locker. Wir waren alle ein gutes Team.

Im Actionsring - Foto: Sarah Meier
Im Actionsring – Foto: Sarah Meier (also zumindest Sarahs Foto, weil sie ist ja mit auf dem Bild!)

An den drei Messetagen hatten wir mindestens zwei Auftritte pro Tag. Stephan Vierhaus moderierte zu Fuß oder von Ebanos Rücken aus die Shows. Jeweils zehn Minuten Gangpferde pur. Meistens, wie schon in Hannover erprobt, erst alle zusammen im Ring und jede Rasse durfte sich dann noch einzeln präsentieren, was den Vorteil hat, dass man alle zusammen sehen kann und auch schön die Unterschiede beobachten kann. Wir hatten Paso Peruanos, Missouri Foxtrotter, Töltkreuzungen, Paso Finos und je einen Aegidienberger und Isländer dabei. Am Stand waren aber noch andere Gangpferdevertreter „zu Fuß“ dabei. So blieben keine Fragen offen.

Suchbild - Finde den Fino
Suchbild – Finde die Finos in der Menge – es sind vier Stück! – Foto: Meike Wolf

Zwischendurch sind wir durch die Menge geritten und einfach mitten drin stehen geblieben, damit die Besucher die Möglichkeit hatten uns direkt anzusprechen, was auch sehr gut angenommen wurde. Freitag Abend war zufällig „Eröffnung“ der ersten Reitertheke am Signum-Stand. Wer dort mit Pferd hinkam, konnte ein Freibier und ein Schnäpschen abstauben. Nur gut für Stephan, dass Yvi nicht scharf aufs Freibier war, so konnte er mit geliehenem Pony an der Bar aufkreuzen.

Die Signum-Pferde-Bar! - Foto: Ellen Vierhaus
Die Signum-Pferde-Bar! – Foto: Ellen Vierhaus

Jacinto und Diosa haben übrigens auch den Nature’s Best-Stand unsicher gemacht. Eigentlich wollten wir die beiden auf die Paddocks am IGV-Stand stellen, damit sie etwas dekorativ herumstehen können, aber der kleine Hunger zwischendurch ließ die Ponys am Futterstand halt machen. Dort schleckten sie genüsslich Schleckmasse to go – die wir dann netter Weise auch geschenkt bekamen (kein Wunder Jacinto hat sein Döschen und die nette Dame vom Stand so vollgesabbert, DAS hätte ich auch nicht mehr behalten wollen …..).

Am Sonntag war dann bei allen schon eine gewisse Müdigkeit erkennbar, aber wir haben alle topp professionell durchgehalten (auch die Ponys). Messe ist einfach anstrengend. Lustig, spannend, unterhaltsam, laufintensiv, aber auch anstrengend. Wir waren übrigens auch total begeistert von unserem Hotel. Total der Luxus (dank Messe-Frühbucher-Rabatt) … von dem Frühstücksbüffet schwärmen wir wahrscheinlich noch lange! Es gab sogar Erdnussbutter! Es gab eigentlich alles was das Herz begehrte.

Der Sonntag hielt für unsere Ponys die größte Anstrengung bereit. Zwei gelungene Auftritte und ein spontaner Start in der IPZV Rheinland Ausdauertölt-Prüfung. Es gab nämlich eine geniale Töltbahn auf der Equitana, eigens für das IPZV-Turnier, dass auf der Messe stattfand. Die einzige Möglichkeit diese Bahn mal zu testen, war in der offen ausgeschriebenen Ausdauertölt mit zu reiten. Gesagt, getan. Jacinto, Diosa und Menor starteten als „Außenseiter“ unter den Isländern. Und wir waren richtig gut. Unsere beiden Ponys wurden nicht aussortiert, sondern durften die komplette Ausdauertölt laufen.

Und dass nach drei anstrengenden Messetagen. Beide haben die Messe sowieso sehr gut weggesteckt und äußerst gut mitgemacht. Jacinto hatte am Anfang etwas „Rumflipp-Probleme“ am Abreiteplatz, wenn er stehen bleiben musste, aber das hat er sehr gut in den Griff bekommen und war dann komplett entspannt. Trotz allem sind beide dann sehr froh gewesen, als wir den Hänger wieder gepackt haben und sie endlich wieder einsteigen durften und wir nach Hause gefahren sind.

Entspannt dabei - Foto: Sarah Meier
Entspannt dabei – Foto: Sarah Meier (PS: Marianne, der Hut ist Spitze!!! :-))

Fazit: Eine richtig schöne Messe. Super entspannt. Super Team. Super Mitreiter. Super Betreuung. Super Unterbringung. Super Wetter. Super-nette neue Leute kennen gelernt. Super-tolle Leute wieder getroffen. Auch den Klaus von Quitt-Pad. Der war nämlich auch da und hat uns gleich wieder ins Herz geschlossen und eines seiner tollen Pads als Preis für die Spring Classic gesponsert. Und versprochen, dass er was bastelt, was perfekt und extra unter unsere Sättel passt.

PS: Wer übrigens einen groben filmischen Eindruck von der Equitana Open Air 2014 bekommen möchte, kann bei Youtube nach REITTV gucken – die haben ein paar schöne Filmchen gemacht. Vielleicht entdeckt Ihr auf dem einen auch die Missouri Foxtrotter?

Grad frisch aufgefallen: http://youtu.be/JTPreztmLnU

„Rheines“ Abenteuer?

01. bis 02.02.2014:

An diesem Wochenende habe ich mir sozusagen eine Auszeit von zu Hause genommen und bin zur Jahreshauptversammlung der IGV (www.igv-online.de) gefahren. Dieses Mal fand die Versammlung im schönen Osterspai statt. Die Gegend dort am Rhein um die Loreley mit den ganzen Burgen ist sowieso eine Reise wert. Leider hat es am Samstag geregnet, sonst hätte ich das kleine Städtchen und die Gegend dort gerne noch zu Fuß erkundet.

Was ich richtig schön finde, man hat an diesen Wochenenden endlich Zeit in Ruhe mit den unterschiedlichsten Gangpferdeleuten zu quatschen, fernab von Turnier- oder Messe-Troubel. Im Prinzip haben wir kleinen Vereine ja alle die selben „Probleme“. Von daher tut es einfach gut sich auszutauschen. Und ganz wichtig: Man hat die Möglichkeit einmal über den Tellerrand hinaus zu schauen und in die Reitweise/Richtweise anderer Gangpferderassen hinein zu schnuppern.

Am Sonntag fand nämlich auch ein Seminar mit dem Thema „Trailreiten“ statt. Als Referendare standen uns Susanne Heid und Carolin Jost-Kilbert, Richterinnen der EMFTHA (Missouri Foxtrotter Horses Europa) Frage und Antwort. Nach einem theoretischen Teil im Hotel fand auf Gut Liebeneck, welches wunderschön oberhalb des Rheins gelegen ist, der Outdoor-Teil statt. Wer sich in das Thema vertiefen möchte: Mein ausführlicher Bericht über den Tag auf der IGV-Homepage (mit Bildern von Ellen Vierhaus):

http://www.igv-online.de/index.php/aktuelle-informationen/92-igv-seminar-trailreiten-christine-griebel-war-live-dabei-fotos-in-kuerze

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