Del Cavador

Was war 2017? – Jahreserinnerungen

30. Dezember 2017:

Eigentlich finde ich Jahresrückblicke doof. Aber irgendwie mag ich es mir am Ende des Jahres bewusst zu machen, wie schnell die letzten zwölf Monate vergangen sind, und was letztendlich meine schönsten Erlebnisse waren. Auf jeden Fall war dieses Jahr ein gutes Jahr. Es gab keine großen Probleme, (fast) keine dramatischen Ereignisse und vor allem gab es sehr viel Spaß. Und das war ja das Ziel, von daher: 100 Punkte!

Meine Besten Ponys! – Foto: Yvi Tschischka

Zu meinen Pferdehighlights gehört auf jeden Fall die Messe Jagen-Reiten-Fischen-Offroad in Alsfeld im März. Hier waren wir mit Britta und Gerd Mülle, Johanna und Stan Paul und Terra Mülle und Jürgen Töpper mit sechs Paso Finos im Showprogramm vertreten. Es war (… es IST …) eine lustige Truppe und die Atmosphäre an der Messe war grandios. Vor allem die streng-herzliche Art von Stallmeister Rudi bleibt mir in guter Erinnerung. Wir hatten die Choreografie am Freitag Abend in Flieden noch „nebenbei“ einstudiert und dann am Messewochenende drei mal in der Halle in Alsfeld gezeigt. Es macht einfach nur Spaß, wenn etwas funktioniert und man positive Resonanz zurück bekommt. Nachdem Diosa nächstes Jahr um die Zeit eine runde Babybauch-Kugel schiebt, können wir leider nicht dabei sein. Was mich schon ein bisschen traurig macht.

Flieden im Morgen – Foto: privat

Im April waren wir wieder in Hessen unterwegs. Britta Mülle hat einen Kurs in Flieden mit dem USA-Trainer John Pelaez organisiert. Ich habe mit Jacinto und dem Drachenpony teil genommen und war restlos begeistert. John hat so eine tolle Art mit den Pferden zu arbeiten. Ich konnte wertvolle Tipps für die Arbeit mit beiden Ponys mit nach Hause nehmen. Und das Drachenpony und ich hoffen, dass John unbedingt wieder kommt, dann sind wir auf jeden Fall wieder mit dabei. Wobei das Drachenpony hofft eher auf große Heu-Portionen, als auf Arbeit, aber ich bin da mal nicht so.

Ein weiteres Highlight in diesem Jahr war auch meine „Stunde“ auf Brittas genialer Fino-Stute Anastasia – mein heimlicher Pony-Traum. Wobei heimlich sieht anders aus …. sie hat mir an der Lechleite mein perfektestes Board ever beschert. Hach! Geld müsste man haben! Dann dürfte das Pony sofort bei mir einziehen.

Anastasia und ich an der Lechleite – Töltlokomotive pur! – Foto: Yvi Tschischka

Der Sommer brachte wieder Rekordhitze. Das war NICHT schön. Da bin ich total gelähmt. Schön war, dass wir es dieses Jahr endlich wieder geschafft haben bei ein paar Orientierungsritten mitzumachen. Die bringen immer eine Menge Spaß und man reitet mal wo anders.

Der August brachte einen fantastischen Aufenthalt in Hünxe bei Ellen und Stephan Vierhaus mit ganz vielen lieben Menschen und tollen Erinnerungen. Wir fuhren mit Jacinto und dem Drachenpony dort hin, um das Gaited Working Equitation Hausturnier mitzumachen, und um uns mal endlich den Vierhaus’schen Hof anzusehen. Jacinto und ich haben dort eine ganz passable erste Version einer Schweren Rittigkeit abgeliefert (die wir dann natürlich auf der IDMG in Birrekoven deutlich schlechter, bis ganz grottig gezeigt haben). Aber die erste Version fand ich toll.

Racing Resi im Trail – Foto: Yvi Tschischka

Spektakulär war aber das Drachenpony. Sie hat sich von einer richtig guten Seite gezeigt. Ich bin mit ihr erstmalig den Speed-Trail gestartet. Wenn sie was ist, dann schnell …. Gut, da hatte sie komplette Aussetzer bei Seitwärtsstange und Tor, aber der Rest war einwandfrei. Also sehr explosiv, aber immerhin. Ich bin bei ihr schon froh, wenn sie die Füße am Boden behält und dabei die gewünschte Richtung einhält, ohne sich wild kreiselnd hoch zu pushen.

Versuchsweise durfte sie auch den Mittleren Trail starten und auch hier hat sie erstaunlich gut mitgemacht. Die Turnieratmosphäre hat ihr schon einiges abverlangt, aber insgeheim ist sie irgendwie gerne mittendrin dabei. Auf jeden Fall dickes Lob ans Drachenpony. Auch wenn sich bestimmt mancher Zuschauer gedacht hat: „Was schleppt die Alte dieses bekloppte Pony auf ein Turnier?“ – Mir ist es egal. Nur durch Mitschleifen bekommt sie eine gewisse Routine. Und manchmal (… oder meistens ….) überraschen einen die Ponys in der Fremde positiv und man bekommt für zu Hause neue Impulse und Ideen. Von daher darf sich gerne über das komische Drachenpony amüsiert werden. Hünxe war auf jeden Fall ein tolles Erlebnis, auf das ich mich auch nächstes Jahr wieder freue!

Schwere Rittigkeit bei Regen – Foto: Yvi Tschischka

Was in diesem Jahr auch ein Highlight war: Der Zykloopenhof! Es ist noch lange nicht wieder in Ordnung, aber die Wiederaufbauarbeiten nach dem Brand schreiten stetig voran. Ein definitives Luxus-Highlight ist unsere neue „Bewegungshalle“ – eine gut beleuchtete, trockene, fantastische Möglichkeit ganz luxuriös die Ponys im Dunkeln, bei Regen, Matsch und Trallala völlig unbeeinträchtigt Arbeiten zu können! Oder sich einfach in der Halle wieder trocknen zu lassen. Beste Idee ever Johannes! Wir geben die Halle nie wieder her!

Ganz akut, freue ich mich natürlich als besonders (teures) Highlight, dass das Drachenpony ihre Kolik und den kurzen Klinikaufenthalt so gut überstanden hat und noch lebt. Diese Dinge führen einem immer wieder vor Augen, wie schnell etwas vorbei sein kann und wie dankbar man für jeden einzelnen Tag mit den Ponys sein sollte. Deshalb auch weiterhin meine Devise: Aus jedem Tag das Beste machen. Und wenn es nur einmal Ponynase streicheln sein sollte. Dankbar sein, dass es sie gibt und dass sie leben. Dann ist der Tag eigentlich schon gerettet.

Diosa und Yvi – Foto: privat

Und nachdem ich grade sentimental bin: Danke auch an Nadine und Johannes Zäh und das gesamte Zykloopenhof-Team. Ich bin froh, dass ich Euch habe.

Fehlt natürlich ganz viel Team auf dem Bild! Anna die Mist-Fee und Bettina die Fütter-Queen zum Beispiel! Und die männlichen Bau-Heimwerker-Feen – außerdem gibt es immer Grund für einen Sekt! – Foto: privat

Und natürlich Danke an meine Beste aller Fotoschnicksen: Yvi Tschischka – die sich so toll um meine Ponys kümmert und Diosa lauter Unsinn beibringt, um das dicke, schwangere Pony bei Laune zu halten.

Perfekter Drachenponymoment – Foto: Yvi Tschischka

Ich freue mich auf 2018 – es wird ein spannendes Jahr. Wir bekommen ein Fohlen! Das dürfte für genügend emotionale Highlights und Lachanfälle sorgen! Und ich hoffe natürlich auch im nächsten Jahr möglichst viele Gangpferde-Freunde mit und ohne ihren Ponys zu treffen und zusammen ganz viel Spaß zu haben!

Verpiss Dich 2016!

30. Dezember 2016:

2016 – ein Jahr Namens Schei**?

Mein kleiner Jahresrückblick auf 2016. Was soll ich zu diesem Jahr bloß sagen? Ein Jahr Namens Schei** passt wirklich ziemlich gut. Es war Einiges geboten. Darum möchte ich mich auch gar nicht mit den negativen Dingen dieses Jahres aufhalten. Sie sind es Wert verdrängt zu werden.
Stattdessen habe ich mich hingesetzt und zu jedem Monat etwas positives überlegt. Das solltet Ihr auch mal probieren. Denn es kommt tatsächlich was zusammen für jeden Monat – und hinterher fühlt man sich richtig gut! Darum gibt es dieses Jahr ein paar speziell herausgepickte Dinge von meiner Liste, um ein Gefühl zu vermitteln.

Da war ein Moment während des Eisbärenrittes. Wir hatten gerade alle Reiter auf die Runde verabschiedet und haben auf die Rückkehr der ersten Reiter gewartet. Die Sonne kam heraus und hat uns im Januar am Sitzplatz oberhalb vom Reitplatz ein paar sonnige Momente tiefster Zufriedenheit beschert. Alles lief wie geschmiert, ein Heißgetränk und Sonne im Gesicht. Das Tüpfelchen auf dem „i“ war dann, als die erste Starterin so dermaßen Glücklich vom Ritt zurück kam, da konnte man sich einfach nur mitfreuen! Und das hielt den ganzen restlichen Tag an.

Drachenpony im Wald
Drachenpony im Wald – Foto: Yvi Tschischka

Resi, die dieses Jahr irgendwie innerlich aufgeblüht ist, auch gerade, weil wir sie vermehrt mitgeschleift haben. Das Pony und ich hatten ganz tolle Momente. Und das Drachenpony schafft es immer wieder mich zu verblüffen. Sie folgt mir nur mit Halsring durch einen undurchdringlichen Wald, in dem sie noch nie vorher unterwegs war. Ich glaube eine gewisses Vertrauen ist da schon vorhanden. So etwas berührt mich sehr.

Insgesamt ist es ein Jahr der großen Gefühle gewesen. Positive und Negative. Am gewaltigsten war aber die Zeit nach dem Brand, als wir vom Zykloopenhof diese Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft erfahren durften. Das war eine so positive Kraft, die uns mitgezogen hat! Das möchte ich auf gar keinen Fall missen. Eine Erkenntnis des Jahres ist auf jeden Fall: Es geht immer weiter! Und wenn man alles als positive Erfahrung wahrnimmt, auch wenn es der größte Scheiß überhaupt ist – mit etwas Abstand kann man aus allem Kraft schöpfen. Auch wenn dieses Jahr selbst viel Kraftlosigkeit inne hatte. Die Gemeinschaft ist sehr wichtig.

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Trümmerfeld Zykloopenhof – Foto: privat

Man kann sich auch mal helfen lassen. Man kann auch mal die Zügel aus der Hand geben und vertrauen. Oder einfach nur erleben, wie sich Dinge fügen. Gutes und schlechtes. Ein guter Moment war auch die Abendshow auf der Equitana Open Air. Dieses Gefühl, wenn alles klappt, man seinen Choreographie-Partner dort trifft, wo man ihn treffen soll, man ihm am liebsten während des Reitens ein High-Five zuklatschen möchte weil ebenfalls fettes Grinsen im Gesicht und man sich nebenbei noch auf dem Großbildschirm über den Fino Strip laufen sieht. Unbezahlbar!

Unbezahlbar waren auch viele Momente mit den Ponys. Der Tag, als Diosa sich von uns hat ablegen lassen, war auch sehr ergreifend. Da legt sich so ein 400 kg-Brummer vor uns auf den Boden und das nur, weil wir sie darum gebeten haben. Das muss man sich mal vorstellen! Genial war auch Yvi und Diosa im Trail an der Equitana zuzusehen. So, und nur so geht Arsch-Cool. Eiswürfel sind heiß dagegen. Das war wohl der beste Trail überhaupt. Oder mein Jacinto, er hat dieses Jahr auch viel mitgemacht. Aber er tut vieles nur deshalb, weil ich es möchte. Das ist ein ganz großes Geschenk!

Auch die Fino-Gemeinschaft habe ich in guter Erinnerung. Am EPFC in Hünfeld, oder bei Kursen, oder wenn man sich in kleineren Runden getroffen hat. Es tut einfach gut einen Haufen ähnlich Bekloppter Menschen zu treffen! Und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Ich hoffe auf eine große, wie auch immer geartete Gemeinschaft, die ihre (hierwahlweisewörterdereigenenwahleinsetzen) Querelen überwindet und sich den Paso Finos widmet.

Sabine Saalfrank Photos - Ich liebe dieses Bild aus der Frostinn-Serie! :-) Danke!
Sabine Saalfrank Photos – Ich liebe dieses Bild aus der Frost-Serie! 🙂 Danke!

Ich habe meinen Neffen das erste Mal im Arm gehalten. Auch so ein Wunderwerk der Natur. Ich habe Dea und Diosa zusammen gesehen. Es war toll zu sehen, wie die beiden sich doch wieder erkannt haben. Ich durfte Resis Tochter reiten! Ich habe tolle Momente mit tollen Menschen erlebt.

Es ging so richtig los mit dem Neubau des Zykloopenhofes! Also zumindest mit den Erdarbeiten und dem ganzen Beton-Gedöns. Und der Look des Hofes veränderte sich schlagartig, nachdem die „Twin-Towers“ gefallen waren. Aber auch das werte ich als ein positives Gefühl. Es wird alles anders. Besser. Schöner. Größer. Moderner. Klarer.

Wenn man das Jahr nur nach positiven Dingen abgrast klingt es tatsächlich ziemlich gut oder? Probiert das einfach aus. Setzt Euch hin und schreibt das tatsächlich auf – nur für Euch. Es hilft.

Meine Zukunft sehe ich positiv. Schlechte Dinge werden zukünftig einfach bei Seite geschoben, Prioritäten verschoben, Dinge, die vielleicht früher wichtig waren, sind es heute einfach nicht mehr. Oder waren es schon immer nicht. Wobei ich einige Dinge oder Leute auch vermisse, aber man sieht sich immer wieder wenn es sein soll. Ich bin da zuversichtlich.

Uns kann 2017 eigentlich nichts passieren. Wir haben in 2016 schon alles durch. Vieles habt Ihr nicht mitbekommen, was passiert ist, oder was ich erlebt habe. Oder wie es mir ging. Weil es auch noch ein Leben außerhalb des Pferdestalles gibt. Verzweiflung, Krankheit und Tod haben im Blog nichts verloren. Hier sollen nur gute Geschichten stehen. Unterhaltsame Geschichten. Geschichten die andere Menschen vielleicht kurz von Ihren Problemen ablenken, schmunzeln lassen, oder aufregen lassen. Hauptsache Ablenkung. Egal in welche Richtung.

Rundlauf Weiber
Es geht immer weiter – und wenn es auch erst mal nur außen herum geht 🙂 – Foto: privat

Ich weiß auf jeden Fall, dass ich aus 2016 innerlich verändert hervorgehen werde. Stärker. Sicherer. Gestählter. Ich werde mich nicht mehr mit Dingen belasten, die nicht gut für mich sind. Ich werde mich aber sehr wohl auf Dinge einlassen, die mir gut tun. Oder Menschen, die mir gut tun. Momente genießen. Bewusst langsamer machen. Einfach MEIN Ding machen.

Niemals Aufgeben, Niemals Kapitulieren!
Nie war dieser Leitsatz wichtiger als im Kack-Jahr 2016 ….

Ich weiss noch nicht genau, was ich an Silvester mache. Aber ich werde dem alten Jahr eine gehörige Portion Spucke und einen fetten Fluch hinterher schieben. Dann bin ich damit fertig und offen für Neues.

Von daher wünsche ich Euch allen einen guten Start in ein kraftvolles, positives 2017!

Wir sehen uns!

 

Was war 2015?

Was war 2015?

Mein kleiner Jahresrückblick auf 2015. Wenn ich über das vergangene Jahr nachdenke, würde ich ihm das Prädikat „durchwachsen“ geben. Es gab viele Highlights mit den Ponys, aber es gab auch rund herum einige Tiefpunkte, auf die ich aber nicht weiter eingehen möchte. Auf jeden Fall waren wir wieder ziemlich viel unterwegs und es gab Schönes zu erleben. Allerdings haben wir es dieses Jahr nicht auf einen einzigen Orientierungsritt oder an eine Cabalgata geschafft! Eigentlich geht das ja gar nicht! Das muss sich nächstes Jahr unbedingt ändern.

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Resi – immer ungeheuer putzig! – Foto: privat

Im Januar fand der inzwischen schon fast traditionelle Eisbärenritt statt. In diesem Jahr erstmals als Orientierungsritt nach Karte mit Aufgaben und Fragen für zwischendurch. Leider war auch dieses Jahr das Wetter eher milde. Auf jeden Fall hatten wir Matschbären, anstatt Eisbären.

Das Frühjahr gestaltete sich eher gemächlich. Zumindest Pferdetechnisch. Erstes Highlight war das „Isi & Fino“ – Houseturnier bei Familie Frisch an der Lechleite (Augsburg). Eine ziemlich feuchte Angelegenheit. Aber trotzdem hatten wir ziemlich viel Spaß. Nicht nur mit meinem Allrad im 30 cm tiefen Matsch, sondern auch mit den ganzen Fino-Leuten und den netten Isländer-Menschen. Yvi und ich sind übrigens seitdem ungeschlagene Meister im Paarreiten! Herausforderungen werden gerne angenommen. Aber glaubt nicht, uns schlagen zu können! Ha!

Im Mai nahmen wir auch an unserer einzigen reiterlichen „Fortbildung“ dieses Jahr teil. Bei Bianca hatten wir die Gelegenheit einen Kurs mit Stephan Vierhaus mitzumachen, was sich auf jeden Fall immer wieder lohnt.

Der Juni brachte uns dann das nächste Hausturnier – diesmal in Flieden/Fulda, bei Familie Mülle. Auch hier ziemlich feucht von oben, aber trotzdem lustig. Und erfolgreich. Yvi und Diosa haben sich selbst übertroffen und von fünf Turnierstarts drei Mal Platz 1 und zwei Mal Platz 2 geholt. Voll die Streber.

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Yvi + Diosa im Trail, Flieden – Foto: privat

Der Sommer brachte uns dann ironischer Weise eine Hitzewelle, wie es sie schon lange nicht mehr gab. Kitzingen war zweimal heißester Ort Deutschlands mit knapp über 42°. Unsere Weidesaison war dieses Jahr quasi nicht vorhanden. Kein Gras ist mehr gewachsen. Zum Reiten hatte man nicht wirklich Lust. Es ist eigentlich ein Wunder, dass die Ponys die elende Hitze so gut weggesteckt haben.

Wir verbrachten den Sommer also mit Schwitzen. Zwischendurch waren wir noch einmal mit den Ponys an der Lechleite. Die Familie Frisch hatte uns eingeladen ihren Tag der offenen Tür mitzugestalten, was sehr viel Spaß gemacht hat. Im August sind wir ohne Ponys in die Schweiz gefahren, um uns tolle Finos bei der Swiss Classic der Familie Greb anzusehen. Vorher haben wir Stopp bei Familie Rau gemacht und ihren Hof besichtigt.

Im September war dann klassisch IDMG-Zeit. Dieses Mal wieder in Aegidienberg. Und natürlich mit Regen. Wer hätte etwas anderes erwartet dieses Jahr? Inzwischen bin ich übrigens mit schwarzen Regenhosen und wasserdichten schwarzen Reitjacken ausgestattet, so dass mir der Regen wirklich mal den Rücken runter laufen kann! Die IDMG war wieder eine ziemlich spaßige Angelegenheit, schon alleine wegen Julia und Jenny, die wieder mit dem Trabertier mit dabei waren. Mit den dreien muss man einfach ständig gut gelaunt sein. Yvi und Diosa haben sich dieses Jahr turniertechnisch geradezu übertroffen und können sich fast selber nicht mehr toppen. Auch Jacinto hat eine ziemlich gute Turniersaison hingelegt. Er erstaunt mich immer wieder damit, was für Leistung er dann tatsächlich zeigt, wenn man nichts von ihm erwartet.

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Jacinto in Aegidienberg im „schnellen“ Tempo Tölt – Foto: Yvi Tschischka

Im Dezember gab es dann einen guten Jahresabschluss in Hannover. Yvi und ich waren wieder bei der Pferd & Jagd dabei. Dieses Jahr ohne eigenes Pony, aber dafür mit einer ganzen Menge netter Leute und einem richtig guten IGV-Messe-Team. Es macht immer wieder Spaß. Es ist anstrengend, aber lustig.

Zykloopenhof:

Auch hier tut sich ständig etwas. Wir haben eine Menge neuer Einsteller bekommen. Die beiden Laufgruppen sind voll und es gibt sogar eine Warteliste. Es wird immer etwas gebaut, verbessert oder praktikabler gemacht. Im Februar ist Johannes eigenes „Pferd“ eingezogen. „Big Ben“ – ein Mini-Shetty hat uns alle in seinen Bann gezogen mit seinen kurzen Beinen und seinen kleinen Ohren, die unter seinem gigantischem Schopf hervorschauen.

Baulich hat sich auch schon wieder einiges verändert. Es gibt einen zweiten Putzplatz für die Männer-WG, mit Waschplatz und Sattelkammer. Der Zugang zum Heulager wurde komfortabler gestaltet. Weitere „Fressbäume“ wurden aufgestellt und schon wieder verbessert. Das Neuste sind nämlich drehbare „Fresskarusells“. Die Ponys müssen was tun, um das Heu in den Netzen zu erwischen. Es wurden Fressstationen für Grasfütterung gebaut und Stationen, um ganze Rundballen zu verfüttern.

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Sumpf verputzt ein Heunetz – Foto: Yvi Tschischka

Johannes hat ein Roundpen gebaut, der Reitplatz hat einen neuen Belag bekommen. Und für 2016 ist noch so einiges geplant. Grundsätzlich traue ich mich manchmal gar nicht mehrere Tage lang wegzufahren. Man hat immer Angst nach Hause zu kommen und Johannes hat in der Zwischenzeit alles umgebaut! 🙂

Inzwischen ist aus dem besinnlichen Stall ein richtiges Unternehmen geworden. Wir haben den Paso-Shop am Hof, einen Haufen Einsteller von denen einige selber kleine Unternehmen führen. Bei uns tut sich einiges!

Bei uns gibt es:

http://www.paso-shop.de
Nadine und Johannes Zäh – Hier gibt es alles rund um den Paso Fino (Leder und Biothane). Außerdem tolle Klamotten zum Reiten und zum Geocachen. Nadine schafft es immer wieder, mir Schuhe zu verkaufen, die nicht drücken und mit denen ich sofort loslaufen kann. Und tolle Jacken zum Beispiel von Ariat und Busse. Außerdem gibts hier das legendäre Mähnen- und Schweifspray in tollen Geschmacksrichtungen. Zum Beispiel „Wintertraum“ (mit putziger Schnee-Resi vorne drauf), oder „Töltspray“ (mit Jacinto auf dem Label). Dank Nadines Kooperation mit Sattelservice Andreas Schweizer haben wir für Resi dieses Jahr ebenfalls einen tollen und vor allem passenden Sattel gefunden. Und Jacintos Sattel wurde aufgepolstert und wieder passend gemacht.

Die „Tinis“ (liebevolle Abkürzung für die Besitzer von Haflinger-Dame „Tini“) — das sind Faden-Reich (auf Facebook) http://www.trio-fadenreich.de. Hier bekommt man alles rund ums Thema: Gehäkelt und Geflochten. Sie machen unter anderem tolle Knotenhalfter und auch sonst allerlei schicke Sachen rund um Pferd und Hund.

Unsere Quoten-Österreicherinnen Silvana – mit Assistentin Jenny-Pony. Das sind Lerntraining mit PS – EREL (auf Facebook) EREL-Lerntraining mit Pferdestärken (Lern-, Legasthenie- und Dyskalkulietraining in Verbindung mit Natur, Bewegung und Pferden). Bei Silvana sind Kinder und Jungendliche einfach in guten Händen 🙂

Desiree, die ebenfalls mit Kindern an Pferden arbeitet und die das Fino-Stütchen Cadencia in ihre Obhut genommen hat und bestimmt nie wieder hergeben wird.

Nanny und Ihre Hundepension (gleich in der Nähe vom Zykloopenhof), falls jemand seinen Hund eine Zeit lang in guten Hände geben möchte kann ich Nanny nur wärmstens empfehlen. Und das obwohl ich kein Hundebesitzer bin 🙂 Aber ich weiß wie gut sie ihre Pferdeoma versorgt 🙂

Und natürlich Yvi Tschischka Photography. Yvis schöne Pferdebilder brauchen glaube ich keine Erklärung, die kann man auf meinem Blog überall sehen 🙂

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Lieblingsessen Banane! Da sind die Ponys alle drei ganz wild drauf – Foto: privat

Also Ihr seht, es ist immer etwas geboten bei uns. Das nächste Jahr wird bestimmt wieder turbulent. Zumindest steht schon der erste Termin fest: 16.01.2016 – Eisbärenritt am Zykloopenhof. Wir hoffen doch Euch zahlreich als Gäste begrüßen zu dürfen. Und wir hoffen auf etwas kälteres Wetter – sonst müssen wir den Eisbärenritt in Matschbärenritt umbenennen!

Was war 2010 und wie geht es weiter?

Dieses Jahr war sehr ereignisreich. Es lief nicht alles gut und einige Dinge möchte ich nie wieder erleben. Aber die Hauptsache ist: ab Jahresmitte ging es stetig bergauf!

Wir haben an drei Turnieren teilgenommen. Die 2. Spring Classics in Wemding im Mai – ein Wendepunkt für mein Training mit Jacinto.

Die 5. Europameisterschaft für Paso Finos in Kreuth. Die Bestätigung für das veränderte Training. Jacinto zeigte konstant seine bis jetzt beste Leistung.

Ein Highlight war auch das Altstadtfest in Schmidmühlen, bei dem wir unsere Finos hautnah im Getümmel präsentieren konnten. Das war ein Auftritt wie Diosa ihn liebt: viel Aktion, nicht anstrengend und Diosa mitten drin!

Schmidmühlen 2010
Schmidmühlen 2010, Foto: Christine Farkas

Im September die Reise nach Reken zur 16. IDGM. Zurück an die Wurzeln der Gangpferdereiterei in Deutschland. Alle drei Turniere brachten nicht nur viel Spaß und tolle Erlebnisse, sondern auch neue Anregungen und neue Übungspunkte für Pferd und Reiter.

Wir durften zwei Messen mit vertreten. Im Sommer die erste und wahrscheinlich einzige Frankenpferd 2010 in Arnstein und im Dezember die Pferd und Jagd 2010 in Hannover.

Mit Nadine, Julia und Reinhold war ich den Sommer über auch auf vielen schönen Orientierungsritten unterwegs. Das sind jedes Mal ganz besondere Erlebnisse.

Genial waren auch die beiden Kurse mit Pete Kreinberg. Jacinto und ich haben sehr davon profitiert. Gerade mit Jacinto bin ich dieses Jahr ein großes Stück weiter gekommen. Wir beide lösen unsere Probleme inzwischen untereinander. Das ist für mich ein großer Schritt in seinem Training.

Diosa hat eine Mitreiterin bekommen. Nadine Weinmann, die darauf wartet, dass ihr eigener Paso Fino Fénix endlich erwachsen wird. Nadine und Diosa haben sich dieses Jahr erfolgreich zusammengerauft und sind ein gutes Team geworden.

Nadine bestickt für Doris im Tack Shop übrigens perfekt fast alles was ihr unter die Stickmaschine kommt. Sogar Nachtleuchtend! Darum laufe ich seit diesem Jahr auch herum wie eine Größenwahnsinnige. Fast alles ist bestickt mit Del-Cavador-Logos! Frei nach dem Motto: Klotzen statt Kleckern.

Diosa habe ich dieses Jahr auf Gebiss umgestellt, was sehr schön funktioniert hat. Wir hatten einige Differenzen, was ihre Vorstellung von geritten werden und meine Vorstellung von „so-hat-das-Pony-zu-laufen“ betrifft. Mal sehen, wie ich meine Überlegungen dazu in 2011 dann umsetzen kann.

Diosas Meinung zu Training!

Weiter habe ich beschlossen Dimera zu behalten. Eigentlich war sie als Verkaufspferd gedacht. Dieses eigenwillige Fohlen hat es aber trotz langweilig brauner Farbe geschafft mich so um den Finger zu wickeln, dass ich sie jetzt nicht mehr hergeben möchte. Nachdem ihr Vater Machiavelli inzwischen leider als Reitwallach in Schottland lebt, bleibt sie eines der wenigen Machiavelli-Nachkommen und damit auch für die Zucht interessant.

Ein neues Fohlen ist momentan nicht geplant – reiner Selbstschutz. Ich neige dazu die alle selber behalten zu wollen. Sollte jedoch Interesse an einem Diosa-Fohlen bestehen, bin ich sehr gerne bereit sie decken zu lassen (und das Fohlen dann auch tatsächlich herzugeben 🙂 ). Das mit den Fohlen macht trotz aller Aufregung nämlich richtig Spaß. Frei nach dem Motto: Sie bestellen – wir liefern.

Ich habe 2010 auch für Katja Spies (Rancho Paradiso) mitgefiebert – die es in diesem Jahr endlich geschafft hat ihren Traum vom eigenen Hof zu erfüllen – Glückwunsch Katja! Jetzt geht es erst richtig los!

Ein sehr großer Dank geht auch an Manfred, Christine und Werner, die so gut auf meine „übrig gebliebenen“ Pferde acht geben und sie versorgen wenn ich unterwegs bin. Ohne Euch wäre alles nicht möglich gewesen!

Kleine Vorschau auf 2011

Ich freue mich auf 2011 und bin gespannt, was es mir bringt. Geplant ist auf jeden Fall die Teilnahme an dem Turnier in Wemding und mindestens ein Besuch bei Marion Lesswing im schönen, windigen Westerwald. Lustige Orientierungsritte wird es bestimmt auch einige geben. Und ….. einiges was ich jetzt noch nicht verraten werde!

Alles weitere ergibt sich spontan und wird natürlich hier kommentiert. Ich hoffe Euch weiter mit kleinen Geschichten rund um den Paso Fino unterhalten zu können und freue mich über Kommentare, Wünsche und Anregungen.

Ich wünsche allen Fino-Freunden und fleißigen Blog-Lesern ein fantastisches und töltreiches 2011!

PS: Man kann diesen Blog übrigens auch abonnieren – einfach unten Rechts an der Seitenleiste Email-Adresse eingeben und „Sign-me-up!“ drücken. Mein Ziel ist es 2011 die „20-Abonnenten-Grenze“ zu knacken. In diesem Sinne schon mal Danke fürs abonnieren!

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