Del Cavador

Tür Auf 2015?

19. Juli 2015:
Heute waren Yvi und ich eingeladen mit unseren Ponys beim Tag der offen Tür an der Lechleite bei Veronika und Sebastian Frisch dabei zu sein. Es ist zwar ein bisschen verrückt extra für einen Tag nach Augsburg zu fahren, aber ohne ein bisschen Verrücktheit wäre das Leben ja langweilig. Also haben wir Diosa und Jacinto früh morgens in den Hänger gepackt und sind losgefahren.

An der Lechleite angekommen war dort schon ganz schön was los. Der Vormittag war den Vorführungen der Reitschüler gewidmet. Nachdem wir unsere Ponys in den vorbereiteten Boxen geparkt hatten konnten wir noch den Rest des Vormittagsprogramms anschauen und ein bisschen übers Gelände schlendern.

Der Tag war super organisiert. An der Brücke war ein extra Info-Point eingerichtet. Man konnte dort bei einem Hof-Quiz mitmachen und alles Rund um den Betrieb erfahren. Überall waren Info-Schilder angebracht, auf denen man sich über Pferdehaltung und Besonderheiten informieren konnte. Der Hufschmied war auch da, ebenso wie eine Tierärztin. Es gab einen kleinen Markt mit allerlei schönen Dingen. Der Süßigkeiten-Mann, der auch am House-Turnier mit seinem Wagen da war, hat uns sogar wiedererkannt. Das Catering war wieder in der Reithalle aufgebaut und lies keine Wünsche offen. An der Wand der Reithalle gab es eine Art kleine Chronik der Lechleite. Für jedes Jahr eine große Collage mit Bildern und Artikeln. Das fand ich auch eine sehr schöne Idee.

Foto: Robert Köditz
Foto: Robert Köditz – http://www.robert-koeditz.de – Portraits/Hochzeiten/Firmenportfolios direkt aus Friedberg

Über den ganzen Tag verteilt gab es Vorführungen, Ponyreiten, kleine Demonstrationen (Tierarzt, Hufschmied, Hofarbeit), so dass keine Langeweile aufkommen konnte. Wir Paso Finos waren am Nachmittag dran. Wir durften uns erst in der Halle präsentieren und dann später mit den Isis zusammen auf die Ovalbahn. So eine Barrida klappt übrigens auch hervorragend mit Isi-Fino! Zwischendurch standen wir einfach nur dekorativ rum und beantworteten Fragen oder die Ponys ließen sich geduldig von den Kindern streicheln.

Kurz nachdem wir fertig waren, tauchte übrigens überraschender Weise unser Hof-Johannes auf. Er hatte in der Gegend bei einem Umzug geholfen und auf der Durchreise vorbei geschaut. Bestimmt hat er sich auch wieder einige Anregungen zum Umbauen mitgenommen 🙂

Isi-Fino-Barrida - Foto: Robert Köditz Fotografie
Isi-Fino-Barrida – Foto: Robert Köditz Fotografie

Kurz vor Abschluss des Festes machten wir uns dann schon wieder auf die Heimreise. Damit verpassten wir zwar die legendäre Lechleiten Fahnen Quadrille – zwölf Isländer mit bunten Fahnen, aber es sollte bei uns heute nicht allzu spät werden, weil der Montag und die Rückkehr in die Routine sonst so „brutal“ werden.

Jedenfalls hatten wir eine Menge Spaß an der Lechleite (bei strahlendem Sonnenschein!) und einen spannenden Tag dort. Wir sind freundlich aufgenommen worden und hatten einige interessierte Fragen zu den Paso Finos. Kurz gesagt: Schön wars! Das schreit auf jeden Fall nach einer Wiederholung

Allradallüren?

1. bis 3. Mai 2015:

An diesem Wochenende fand an der Lechleite in Friedberg/Augsburg bei Veronika und Sebastian Frisch das traditionelle Houseturnier statt – inzwischen zum fünften Mal. Dieses Jahr unter dem Namen „Isi & Fino“ mit Paso Fino-Beteiligung. Letztes Mal war ich ungefähr vor 8 Jahren an der Lechleite, damals zur IDMG mit einem völlig-durch-den-Wind-Jacinto. Aber schon damals war es sehr lustig.

Leider hat uns das Wetter einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht. Der Freitag begann schon mit Regen und weichte das schöne Turniergelände gründlich durch. Unseren Hänger bekamen wir noch schön eingeparkt und die Ponys waren dann erst einmal froh, im Stallzelt in Ruhe Mittag essen zu können. Derweil haben Yvi und ich erst mal unser Hotel klar gemacht (und sind noch ein paar Geocaches suchen gegangen – wenn man schon mal da ist …) bis wir dann am Nachmittag unsere ersten Prüfungen hatten. Die Stimmung war erst mal nicht so freudig, weil bei Regen reiten macht einfach keinen Spaß. Unser Orga Team um Britta Mülle hat aber super mitgedacht und in jeder Willkommens-Tüte war ein Plastik-Regenponcho mit eingepackt. Nachdem die ersten Jacken schon durchgeweicht waren hatten wir kein Problem in den unförmigen Rascheltüten unsere Prüfungen zu reiten. Nachdem wir auf den Pferden saßen und Turnier-Luft geschnuppert hatten, stieg auch die Stimmung. Unsere Richterin Ellen Perez wurde auch mit hohen Stiefeln versorgt und richtete das Turnier gewohnt souverän und mit immer guter Laune. Als Sprecher fungierte der Hofherr Sebastian Frisch eigenhändig … oder soll ich lieber sagen „eigenzüngig“?

REgen
Reiten bei Regen macht trotzdem Spaß! – Man beachte Christians tollen Hutschutz! – Foto: Sarah Meier
Sharon
Ellen Perez und Sebastian Frisch – gut gelaunt trotz Regen! – Foto: Matthias Strobel

Der Freitag Abend stand dann unter dem Thema Rasse-Abend. Sprich es gab „Spezialitäten“ zum jeweiligen Pferdeland. Isländisch klassisch Lachs-Häppchen und bei den Finos neben Knabberzeugs und Kartoffeln (total Kolumbianisch … :-)) eine Art Tee-Bowle – heißes Wasser, Minze, kleingeschnittene Früchte, die in dem „Tee“ bleiben und das Zeug schmeckt herrlich! Gerade perfekt, wenn man in seinen nassen Socken da steht und eigentlich ganz schön k.o. ist. Leider habe ich vergessen, wie die Kolumbianer dazu sagen. Auf jeden Fall muss ich mich damit noch eingehender beschäftigen!

Nico
Quickstep/Nico und Jacinto im schnellen Tölt, der funktioniert wie man an meinem Grinsen erkennen kann – Foto: Yvi Tschischka
Läuft
Läuft bei uns! – Foto: Yvi Tschischka

Der Samstag startete dann mit wenig Regen, der dann sogar aufhörte, so dass wir wenigstens etwas Galgenfrist – und die Chance auf ein paar gelungene Fotos – bekamen. Auf jeden Fall hat der Samstag unheimlich Spaß gemacht. Reiten – mit netten Leuten quatschen – Reiten – Essen – noch mehr Reiten! Highlight war mein überraschender Sieg in der Country Pleasure und Yvis Sieg in der Western Pleasure. Am Lustigsten war aber die Abendveranstaltung. Es gab natürlich wieder eine Viertakt-Prüfung, Champangnertölt und Paarreiten. Dieses Mal mit kräftiger Isländer-Unterstützung. Yvi und ich waren beim Paarreiten nicht zu trennen, ebenso ein Isländer-Pärchen – wir waren alle vier so gut, dass wir dann getrennt wurden und auch mit den neuen Partnern nicht trennbar waren. Isi und Fino funktioniert also wunderbar!

Paarreiten
Paarreiten mit den Isländern – ich mag das Foto total! – Foto: Matthias Strobel

Spannend sind natürlich auch die Randgeschichten rund um die Ovalbahn. Da waren zum Beispiel Elena und Quickstep, die sich eine längere Einfang-Tour gegeben haben, um einen entlaufenen vierbeinigen Turnierteilnehmer wieder einzufangen. Oder Nico, der eigentlich mit Quickie die Dressur hätte starten dürfen und dann aber von Langers ein Pony unter den Popo geschoben bekam. Ich glaube er hat sogar gewonnen. Oder das Pass-Rennen der Isländer. Das fasziniert mich immer wieder. Oder der schöne Bach gleich an der Ovalbahn, wo man so prima reinreiten und plantschen kann. Oder dass Alex Rau erstes Fohlen an diesem Abend auf die Welt gekommen ist. Oder wie Diosa Yvi wieder im Trail am Tor vorgeführt hat. Oder als Yvi Abends auf einmal auf einem Islandhengst-Schecktier saß. Eigentlich müsstet Ihr einfach mal ein Fino-Turnier besuchen. Eines ist es auf jeden Fall nicht: Langweilig!

Wasser
Samstag hat es nicht geregnet, da muss man natürlich Wasser von unten aufsuchen! – Foto: Yvi Tschischka
Yvi
Yvi und Diosa in der Western Pleasure – Foto: privat

Sehr genial war auch die Ausfahrt am Besucherparkplatz. Der glich nach dem Dauerregen eher einer Schlammschlacht, als einer Wiese. Den ganzen Tag über konnte man vom Turniergelände aus den Traktor Autos rausziehen beobachten. Sehr spannend übrigens. Also Matsch pur. Natürlich habe ich meinen Suzuki dort auch stehen gehabt und ich hatte extrem Spaß mit dem Matsch. Allrad rein und los! Man traut seinem Auto immer weniger zu, als es eigentlich kann. Jedenfalls habe ich von den Schlamm-Aktionen noch genügend feinen Lechleite-Schlamm am und im Auto für die nächsten paar Wochen. Aber Hauptsache Spaß!

Barrida
kleine Barrida – Foto: privat

Der Sonntag zeigte sich dann allerdings wieder von der trüben Seite. Genau: Regen. Aber die letzte Prüfung bekamen wir auch noch mit einer Besonderheit auf die Reihe. Einer spontanen Eingebung meinerseits habe ich die Herrin des Hauses Veronika Frisch mehr oder weniger Diosa unter den Hintern gequatscht und sie durfte in der Best of Traditional mitreiten. Natürlich ausser Konkurrenz, aber nachdem sich sowieso nur Jacinto und Cotton Candy Magic in der Prüfung befanden war das kein Problem. Veronika habe ich damit wohl echt eine riesige Freude gemacht. Sie hatte ja am Abend zuvor auf Diosa bei der Viertakt gewettet und das hatte ich mitbekommen, dass sie „enttäuscht“ war, als Yvi und Diosa rausflogen. Vielen Dank fürs toll finden meines tollen Ponys kann ich da nur sagen! In dem Zug hab ich ihr das Probereiten angeboten. Was soll ich sagen, eine strahlende Veronika, die noch nie zuvor auf einem Paso Fino gesessen hat, hat dann die Prüfung souverän mit Frau Sumpf gewonnen! Wenn das keine tolle Werbung ist 🙂
Zur „Völkerverständigung“ durfte ich dann den Hofhengst reiten – erst ein paar Runden in der Halle und dann sind wir noch eine Runde ins Gelände. Das mag ich an Turnieren – man lernt neue Leute kennen, ergreift Gelegenheiten und erweitert mal seinen Gang-Horizont. Es hat richtig Spaß gemacht und der ganze Matsch und Regen ist schon wieder vergessen und es bleiben nur die tollen Erinnerungen an dieses feine Turnier.

neue Kumpels
neue Kumpels kennenlernen …. – Foto: Yvi Tschischka

Ein großes Dankeschön an alle fleißigen Helfer – an unsere Britta Mülle, die mit ihrem Team einen echt schönen Einstieg als Turnierorga hingelegt hat. An Veronika und Sebastian Frisch und das fleißige Helferteam, dafür, dass wir ihre Wiesen verwüsten durften und sie uns und die Ponys so gut versorgt haben. Das Catering war übrigens auch gut (also vor allem für die Fleisch-Esser, aber auch der Spargelsalat und die Pommes waren topp). Es geht ja nichts über gute Pommes am Turnier! Danke auch an Gerd Mülle, der unseren Hänger wieder aus dem Matsch gezogen hat. Das hätte der Suzuki nicht geschafft – oder meine Nerven nicht. Und ein großes Dankeschön an alle Mitreiter und Fino-Freunde die wir getroffen haben und neu kennenlernen durften. Es war sehr schön mit Euch! Wir sehen uns hoffentlich alle in Flieden wieder!

Und natürlich bin ich stolz auf meine beiden tollen Turnier-Ponys Jacinto und Diosa. Vom Benehmen her beide topp, trotz Regen haben sie uns durch die Gegend getragen und ihr Bestes gegeben. Die beiden sind halt inzwischen echt schon gechillte Voll-Profis wenn es ums Wegfahren geht!

Yvi
Yvi und Diosa – zwei Guazzlas! .. ich mag das Bild – Foto: privat

Platzierungen (diese Liste ist in erster Linie für mein Gedächtnis und zum Nachgucken für mich – so ein Blog ist ja eigentlich eine Art Tagebuch):

Diosa del Rio mit Yvi
Dreigang (6) – 3. Platz
Country Pleasure (5) – 4. Platz
Trail (7) – 4. Platz
Versatility (4) – 3. Platz
Western Pleasure (2) – 1. Platz
3aus5 (Isi-FIno-Prüfung) – ?
Gewonnen hat diese Prüfung übrigens Campino mit Alex Rau aus ungefähr 30 Startern – das war auch noch ein Ding! Und den Trail hat sie mit Campino auch gewonnen. Tolles Pony 🙂

Jacinto mit Christine:
Ausdauertölt (4) – 3. Platz
Dreigang (6) – 4. Platz
Country Pleasure (5) – 1. Platz
Horsemanship (4) – 4. Platz
Best of Traditional Country Pleasure (2) – 1. Platz

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