Del Cavador

Pferd und Jagd 2018?

Samstag Pferd und Jagd 2018 – Foto: Nadine Schumacher 

06. – 09.12.2018:

Auch in diesem Jahr haben Yvi und ich den weiten Weg nach Hannover zur Pferd und Jagd in Kauf genommen. Dieses Jahr sogar mit Pferd. Frau Sumpf ist mitgefahren und hat sich dort sehr gut präsentiert. Was sie nicht wusste: dort traf sie auf ihr Tochter Dea und es war toll zu sehen, wie die beiden sich wiedererkannt haben und gleich wieder ein eingeschweißtes Team gebildet haben. Richtig toll, Thora und Fabian, dass ihr dabei wart! Außerdem hatte Diosa das Vergnügen ihren Ex-Lover Sello (vorgestellt von Stan Paul Pasofinotraining) wieder zu sehen und seinen Kumpel Empressario (Johanna Paul) kennen zu lernen. Insgesamt haben vier Paso Finos die bunte Welt der Gangpferde für die IGV vertreten.  

Hinter den Kulissen – Dea und Diosa auf dem Weg zum Aktionszirkel – Foto: privat

Ich mag diese Messe einfach. Sie ist zwar reisetechnisch denkbar ungünstig – wobei wir uns dieses Jahr nicht beschweren konnten, immerhin Plusgrade und „nur“ Regen – aber sie ist immer das Jahres-Abschluß-Highlight der Saison. Irgendwie ist sie wie Weihnachten. Wir treffen dort immer auf einen ganzen Haufen toller, herzlicher, begeisterter Menschen, die gemeinsam für die Gangpferde Werbung machen und die sich inzwischen zu einer richtig tollen Truppe zusammen geschweißt haben. Es geht darum gemeinsam unsere tollen Pferde zu zeigen und nicht gegeneinander einzeln herum zu krebsen – gelebte Toleranz! Und dafür bin ich allen Beteiligten richtig dankbar! Es macht einfach Spaß mit dabei zu sein! 

Yvi/Diosa, Thora/Dea, Stan/Sello im Aktionszirkel – Foto: Nadine Schumacher

Dieses Jahr konnte Stephan leider nicht dabei sein, dafür hat Kaja Stührenberg unseren Haufen souverän als Moderatorin durch die täglichen Auftritte manövriert. Jeden Tag hatten wir von 13.00 Uhr bis 13.30 Uhr die Gelegenheit im Aktionsring die verschiedenen Gangpferderassen zu präsentieren. Kompetent von Kaja moderiert wurden erst alle 17 Pferde im Ring vorgestellt und dann gab es Einzelvorführungen, um die verschiedenen Gangunterschiede noch einmal zu verdeutlichen. Außerdem konnten wir zeigen, dass man mit einem Gangpferd nicht nur im Kreis tölten kann. Elemente aus Trail und Working Equitation, ein Sprung, Garrocha-Arbeit, reiten im Damensattel (mit Sektglas in der Hand), die Paso Fino Figure-Eight, Dressurarbeit mit einem Isländer, im Western-Style vorgestellte Rockys – es gab viel zu sehen. Und nicht nur das, in der Manege-Barrock zeigte Kaja mit ihren Reitschülern auch gymnastizierendes Arbeiten mit Gangpferden (leider habe ich die Auftritte irgendwie immer verpasst – was Schade war, weil man immer neue Impulse mitnehmen kann). 

Vorträge am IGV-Stand – Sabrina erzählt über Rinderarbeit! – Foto: privat

An unserem neuen Stand-Standort in Halle 16 (direkt neben der Blogger-Lounge) konnten wir auch sieben Fachvorträgen lauschen, Yvi Tschischka und Ann-Christin von Ponyliebe-Fotografie haben für Pferdefotografen wieder eine kostenlose Portfolio-Review veranstaltet. Hier konnten Fotografen ihre Bilder vorzeigen und sich Tipps von den beiden Profis holen, um den Bildaufbau noch zu verbessern. 

Dazu kam die tolle Gelegenheit in der großen Showarena zweimal täglich für ein paar Minuten die Gangpferde zu präsentieren. Das war wirklich ein richtig schönes Erlebnis. Diese Energie, wenn man in diese Arena hineinreitet – unbeschreiblich! Ich durfte das schon einmal mit Jacinto erleben und jetzt dieses Jahr mit Diosa! *Gänsehautfeeling*

Diosa hat sich übrigens die ganzen vier Tage und die drei Auftritte pro Tag richtig gut geschlagen! Sie war durchweg motiviert und hat immer kooperativ mitgemacht. Nachdem sie nach dem diesjährigen Fohlen und dem Absetzen noch nicht wieder ihre gewohnte Rubens-Figur erreicht hatte, ging zwar ganz schön Gewicht verloren, aber jetzt zu Hause schaut sie schon wieder sehr gut aus. Ein bisschen Stress hat selbst eine so coole Socke wie Diosa. Und diese Messe verlangt viel von den Ponys ab. Die Unterbringung ist in einer großen Messe-Halle in Indoor-Boxen. Es herrscht ständig ein durchgehender Lautstärke-Pegel, trockene Luft und die Menschen und Auftritte sind auch nicht einfach für das Fluchttier Pferd. Aber ich bin sehr stolz auf mein tolles Pony – und ich bin richtig stolz auf ihre Tochter Dea, die ihren allerersten Messeaufenthalt so dermaßen entspannt mitgemacht hat. Auch auf Sello und Empressario von Stan und Johanna Paul bin ich sehr stolz, die beiden hatten nämlich ebenfalls ihren ersten Messe-Auftritt und die 13 Auftritte und vier Messetage haben alle Ponys souverän gemeistert.

Fast der ganze IGV-Haufen! – Foto: Nadine Schumachers Kamera 🙂 Weil Du bist ja drauf!

Natürlich war Nico dieses Jahr auch wieder mit von der Partie – unser heimlicher Pröbchen-King 🙂 Jeder wollte mit Nico unterwegs sein, weil er immer am Besten weiß, wo es die Gratis-Futterproben gibt. Wir haben nicht nur einen Stand unsicher gemacht und dabei echt viel gelacht.  Unsere spontane IGV-Stallgassen-Party war auch ein schönes Erlebnis – Sekt, guten Schnäppes, Knaberreien, viel Lachen, einen Haufen toller Menschen und die Ponys mitten drin! Leider konnten wir dieses Jahr nicht die Generalprobe der Gala-Show besuchen, aber das war dann doch nicht so schlimm. Dafür hatten wir viel Spaß beim Wiederfinden des obligatorischen Italieners in Sarstedt (kleiner Insider) 🙂

Jedenfalls möchte ich mich ganz herzlich bei allen Reitern, Helfern, Heuschleppern, Kaffeekochern, Technikern, Deko-Königen, Aufbauern, Staubsaugern, Kuchenbäckern (wie schafft man es auch noch Abends nach einem Messe-Tag noch zu Backen!?), Hindernisträgern, Fotografen, Besuchern, Standvertretern und Teilnehmern bedanken und ganz besonders bei Doro und Kaja, die die Organisation so lebendig und reibungslos gestaltet haben. Und bei Coco, der Zeitmanagement-Königin! Und bei Julia fürs spontane Traber reiten am Abreiteplatz 🙂 

Ihr seid alle Spitze! Und um es mit Kajas Worten zu sagen: „Ich bin sehr dankbar, ein Teil dieses Miteinanders, dieser Offenheit und dieser gelebten Toleranz zu sein.“ 

Diosa on Tour – Hannover wir kommen! – Foto: privat

Wir sehen uns alle im nächsten Jahr wieder! Hoffentlich schon vor der Pferd und Jagd 2019! 

PS: Britta! Du musst dann auch wieder dabei sein! Wir haben dich vermisst! 

Die Pferd und Jagd ist die größte Messe für Reiten, Jagen, Angeln. Dieses Jahr kamen 102.100 Besucher. Die Messe findet jährlich – seit 1981 statt – Messegelände Hannover-Laatzen.

Schnee in Hannover?

Pferd und Jagd Hannover 2017

Willkommen in der Welt der Gangpferde – Foto: privat

07. bis 10. Dezember 2017:

In den letzten Jahren ist es fast schon Tradition geworden, dass Yvi und ich auf die Messe Pferd und Jagd nach Hannover fahren. Es ist jedes Jahr wieder Abenteuer, irgendwie Urlaub und aber immer ganz viel Spaß wenn wir dort sind. Dieses Jahr waren wir als Bodenpersonal für den IGV-Stand und als durchgehende PFAE-Vertretung mit dabei – und zwar die vollen vier Tage!

Los ging es am Mittwoch Abend nach Arbeit und Stalldienst. Ganz gechillt haben wir noch Britta in Flieden abgeholt (inclusive Fohlen kuscheln und Sumpfs Ex-Lover besuchen) und sind weiter in unser Hotel in Hannover gedüst. Spät Abends blieb uns leider nur noch Zeit für ein schönes Abendessen und ganz viel Quatschen, bevor es dann am nächsten Morgen zum ersten Messetag nach Hannover ging. Doro und ihre fleißigen Helfer hatten den ganzen Stand am Vortag schon aufgebaut und so konnte der erste Vormittag herzhaft zum Shoppen genutzt werden. Yvi hat gleich mal den Stand mit den Brockamp-Pads überfallen – da war nämlich ein schwarzes Reitpad zu haben. Die sind ja, wenn man sie bestellt, momentan echte Mangelware. Ich habe mir einen schwarzen, wasserdichten „Blaumann“ für den Winter zugelegt, nachdem der Alte ja schon sehr – sagen wir mal „zugig“ geworden ist mit den Jahren. Der Blaumann hat schon drei Autos überlebt. Also Ziel erreicht. Die Ponys haben noch einen Nachschub an Leckerlies bekommen und neue Fahrpeitschen für die Bodenarbeit. Brot und Spiele ist hier die Devise!

Dieses Jahr hatten die Gangpferde einmal am Tag eine Show-Zeit im Aktionsring – dafür aber immer rund eine halbe Stunde lang. Und der Aktionszirkel war immer gut besucht. Da blieb genügend Zeit für Stephan Vierhaus alle anwesenden Gangpferderassen gewohnt kompetent und überzeugend vorzustellen und wir zeigten auch, dass Gangpferde nicht nur im Kreis tölten können, sondern auch für andere Dinge zu gebrauchen sind. Sabrina Scherweit und Ihre Stute „Honey“ zeigten, dass auch Gangpferde elegant über ein Hindernis kommen (Yvi und ich haben übrigens die lebenden „Sprungständer“ gespielt – so waren auf jeden Fall wenigstens Fino-Hüte in der Arena 🙂 ) Kaja Stührenberg und ihr Nuno zeigten Elemente der Working-Equitation und Sarah Seifert zeigte mit ihrem Gisli, dass auch Islandpferde in der Dressurarbeit und der Piaffe eine sehr gute Figur machen!

Vor dem Auftritt – Mr. Huiii und die beiden Kreiswälder fehlen auf dem Bild .-) – Foto: privat

Ansonsten waren an Gangpferden dabei: zwei Paso Peruanos (Familie Hoffmann), ein Aegidienberger (Natascha Cordes :-), ein Isländer (Sarah Seifert), ein Töltender Traber (Ellen Vierhaus), Paso Iberoamericano (Kaja Stührenberg), Tennessee Walking Horse (Anna Holstermann), zwei Kentucky/Rocky Mountain Horses (Sabrina Schwerweit und Mireille van Meer), vier Mangalarga Marchadores Freizeit (Sabine Krüll) und Sport (Gestüt Kreiswald) geritten. Wahrscheinlich habe ich sogar ein Pferd und Reiter vergessen!

Am Nachmittag starteten dann schon die ersten Vorträge im Rahmen des „Kompetenzzentrums“ – sprich kleine, interessante Vorträge zu den verschiedensten Themen rund um die Gangpferdeszene. Zum Beispiel: „Gaited Working Equitation – Arbeitsreiten mit Gangpferden“ (Stephan Vierhaus), „Die Gangarten und Farben des Rocky Mountain Horses“ (Sabrina Scherweit und Mireille van Meer), „Wanderreiten mit Mangalarga Marchadores“ (Sabine Krüll), „Was sie schon immer über den Paso Fino wissen wollten“ (Britta Mülle und Christine Griebel), „Gymnastizierung von Gangpferden – Herausforderungen im Tölt“ (Kaja Stührenberg), „Zucht, Zuchtlinien und Aufzucht des Mangalarga Marchadores“ (Annegret Dallmann), „Der Mangalarga Marachador – Entstehung, Geschichte Gangarten“ (Andrea Scheidler), „Die Singlefooter – eine neue Gangpferderasse in Europa?“ (Stephan Vierhaus), „Paso Peruanos in Canada“ (Sabine Steffens), „Internationale Gangpferdevereinigung e.V.“ (Carolin Jost-Kilbert). Das waren feine Vorträge, die für viel Interesse innerhalb unseres Stand-Teams gesorgt haben – vereinzelt auch außerhalb … sprich: ich möchte sagen: da ist durchaus noch Luft nach oben möglich!!! 🙂 – und die für das Verständnis untereinander grandios beigetragen haben. So viel geballtes Insiderwissen hört man nicht alle Tage. Ich fand die Vorträge auf jeden Fall eine super Idee.

Unscharfe Handybilder aus dem Aktionszirkel – kann ich! – Foto: privat

Nachdem ich selber auch dort gestanden habe, konnte ich auf jeden Fall freies Reden üben. Das war zuletzt in der Berufsschule gefordert. Von daher: So ein Gangpferd fordert einen in alle Richtungen! Nicht nur unter dem Sattel! Hier speziell ein dickes Dankeschön an Technik-Thorsten :-), der uns souverän verkabelt hat und dafür gesorgt hat, dass alles reibungslos funktioniert.

Schön war auch die Idee von vier Pferdefotografinnen eine kostenlose „Portfolio Review“ für Nachwuchsfotografen zu organisieren. Man konnte nämlich Samstags gemütlich am Stand der IGV seine Fotografien von drei tollen Pferdefotografinnen begutachten lassen und sich Tipps holen. Ann-Christin von Ponyliebe Fotografie fiel leider dem Fieber zum Opfer und konnte nicht dabei sein (Schade!!!), aber Alina Geis Fotografie, Frederike Scheytt Photography und Yvi Tschischka haben sie würdig mit vertreten. Es kamen eine ganze Menge talentierter Jungfotografinnen, da hat das Mitgucken in den Bildern total Spaß gemacht. Und Samstags konnte man sich sowieso nicht durch die Messe bewegen, weil so viel los war. Von daher: Perfekt!

Britta musste uns leider Freitags schon wieder verlassen (aber sie hat den Zimt-Schnaps da gelassen!), dafür kam Nico – oder wie wir ihn ab sofort nennen: Pröbchen-King – als Vertretung für die Paso Finos für die restliche Zeit. Nico hat es geschafft, immer etwas zum Stand zu schleppen und zu wissen, wo es die besten Futterproben gibt. Mit Nico hatten wir auch lustige Abendessen und Frühstück im Hotel. Das Buffett kann ja ohne Pferdeversorgung ganz schön lange ausgenutzt werden. Natürlich hatten wir auch lieben Besuch von vielen Gangpferdefreunden und Fino-Freunden auf der Messe. Meike und Flo – Wir sehen uns viel zu selten!

Natürlich habe ich auch jeden Tag den Klaus von Quittpad besucht. Schon alleine wegen ihm lohnt sich die Fahrt nach Hannover 🙂 Und wir haben ganz viele Leute wieder getroffen, oder neu kennen gelernt. Es macht einfach immer Spaß mit dabei zu sein. Egal ob am Stand, in der Generalprobe der „Nacht der Pferde“, beim Essen suchen, Rotwein probieren (haben wir jetzt doch nicht geschafft Nadine!), oder bei den Pferden. Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue auf das tolle Stand-Team der IGV und es ist immer ein lustiger und herzlicher Haufen! Ein dickes Dankeschön an jeden Einzelnen, der dabei war! Ich hoffe wir sehen uns alle wieder nächstes Jahr?

Fino-Truppen-Selfie am IGV-Stand – Britta fehlt!!!! – Foto: Yvi

Dann auch bestimmt wieder mit pferdiger Paso Fino-Beteiligung! Wobei wir ehrlich gesagt ganz froh waren, dass wir dieses Jahr keinen Pferdeanhänger dabei hatten. Auf den Straßen war ganz schönes Verkehrschaos am Sonntag – Schneesturm vom Feinsten! Aber alle sind mehr oder weniger später nach Hause gekommen. Abenteuer pur! Als Mitglied in einem Verein erlebt man richtige Abenteuer! Schon alleine im Hotel … aber das sind wieder andere Geschichten! Die lassen wir hier bleiben, die sind nämlich nicht jugendfrei! 🙂

Equitana Open Air 2016?

19. Mai bis 22. Mai 2016:

Donnerstag – Anreisetag:
Um nicht in irgendwelche nervigen A3-Staus festzustecken haben Yvi und ich beschlossen schon relativ zeitig nach Neuss zur Equitana Open Air zu fahren. Das hat auch wunderbar funktioniert – es gab nur bei Düsseldorf stockenden Verkehr. Damit kann ich leben. Nicht leben konnte ich dafür mit einer leuchtenden Warnlampe beim Suzuki. Also Yvi und die Ponys am Messegelände abgesetzt und erst mal die nächste Suzuki-Werkstatt aufgesucht. Der Mann dort dachte wohl eher ich bin der Typ panische blonde Frau mit übergroßem Auto. Gut. Wir nehmen die Warnleuchte also nicht mehr ernst. Sie hörte dann auch zu leuchten auf ohne Hänger dran.

Sumpf im Visier
Sumpf im Visier – Messe-Pause – Foto: privat

Also zurück zur Messe. Alle zehn Paso Finos waren dieses Mal in einem langgezogenem Rennpferde-Außenboxentrakt untergebracht. Viel Platz für uns Fino-Leute und die Ponys hatten schön ihre Ruhe. Das Messegelände war so aufgebaut, wie schon das letzte Mal. Also der IGV-Stand in der Nähe der Töltbahn und auf der anderen Seite nah an dem Essenstand, bei dem es diese genialen Pommes Spezial gibt. Pommes, Röstzwiebeln, spezielle Soße und Mayo. Hmmmm. Sieht zwar extrem ekelig aus, ist aber extrem lecker! Nachdem wir uns einen Überblick verschafft hatten sind Yvi und ich erst mal geritten. Nach ein paar Runden auf der Ovalbahn waren wir erstaunt, wie locker die Ponys drauf waren. Anscheinend hat ihnen ein kleiner Tapetenwechsel auch gut getan. Abends sind wir dann erst mal mit der restlichen Fino-Truppe im Hotel eingefallen und haben dort lecker zu Abend gegessen. Auf das Hotel haben wir uns ja schon seit zwei Jahren wieder gefreut. Großzügige Zimmer und genialstes Frühstücksbuffet ever. Und keine fünf Minuten von der Rennbahn entfernt. Perfekt.

Messe
Messe-Outfit (Suzuki-Verräterauto im Hintergrund) – Foto: Claudia Metting

Freitag – erster Messetag
Nachdem Yvi und ich nicht so gut geschlafen hatten, beschlossen wir einfach zeitiger zur Messe zu fahren. Natürlich erst nach ausgiebigem Frühstück. Die Ponys haben wir mit an den IGV-Stand genommen. Dort konnten sie etwas Fino-Werbung machen und schön in der Sonne Gras fressen. Wir hatten Zeit den Stand aufzumachen, Leute zu treffen, zu Quatschen und später am Vormittag einmal gemütlich auf dem Gelände zu bummeln. Naketano waren ja wieder das, da mussten wir unbedingt mal gucken* (* meint shoppen *hust*) gehen! Ansonsten fand ich eigentlich nichts total spannend Neues auf der Messe. Aber das liegt wohl daran, dass zu Hause eigentlich ein Pferde-Shop da ist, da ist man bestens versorgt mit Neuheiten. Standard war natürlich noch der Stopp am Seiler Stand – da habe ich mir eine neue Turnier-Reithose natürlich aus Softshell gegönnt. Auffällig war, dass schon am Freitag ziemlich viele Menschen die Messe besucht haben, aber das lag wohl am perfekten Bummel-Wetter. Wir Gangpferde hatte heute zwei Auftritte – einmal in der Showarena und einmal auf dem Aktionsplatz. Nachdem wir so viele Finos dabei hatten, haben wir uns abgewechselt. So hatten die Ponys genügend Ruhe und man selber hatte auch genügend „Freizeit“. Yvi und ich waren im Aktionsring dabei. Einziges Manko: Jacinto hatte beschlossen mal wieder nicht stehen zu bleiben, wenn er stehen sollte.

Caro
Caro hält Sumpf bei Laune – Foto: Tschischka

Am Abend haben wir dann die Choreografie für die morgige Abendshow geprobt. Erst zu Fuß, was bestimmt für alle vorbeilaufenden Menschen ziemlich lustig ausgesehen hat. Jeder hatte zwar die schriftliche Choreografie vorab zum Auswendig lernen bekommen, aber zusammen ist das ja dann doch noch mal anders. Glücklicher Weise ergab sich, dass wir das Ding noch einmal in der Showarena abreiten konnten. Terra und Jürgen haben es punktgenau durch die Staus der A3 zur „Generalprobe“ geschafft. Danach waren wir alle schon mal ziemlich erleichtert. Essenstechnisch ging dann natürlich Abends nichts mehr. Bis wir alle fertig waren, war das Hotelrestaurant menschenmäßig überfordert, die Messestände schon zu, also blieb nur Fastfood übrig. Übrigens eine für mich erstmalige und wohl dauerhaft einmalige Erfahrung bei KFC.

Fuß
lustige Fußprobe mit Sekt beschwingt .. äh … ernsthafte Probe meine ich – Foto: Claudia Metting

Samstag – Staub und Menschenmenge
Yvi und ich konnten wieder schlecht schlafen und so folgten wir dem Rhythmus des letzen Tages. Frühstücken, Ponys zum Stand mitnehmen, Standwache halten, Leute treffen, nicht so viel herumlaufen, weil einfach zu viel los war. Unglaublich, was für Menschenmengen den Samstag genutzt haben! Heute hatten wir sogar drei Auftrittszeiten. Wie immer gekonnt moderiert von Stephan Vierhaus. Wir waren zusammen mit den Töltenden Trabern, einer Töltkreuzung, einem Aegidienberger, Isländer, Tennessee Walkern, Mangalarga Marchadores und Paso Peruanos am Start. Also doch einige Gangpferderassen, die man in den verschiedenen Rassepräsentationen der IGV im Vergleich zusammen laufen sehen konnte. Yvi und ich waren 16.20 Uhr im Showring zu sehen.

Zewerg
Zwerg hat alles im Blick – Foto: privat

Nachdem im Rahmen der Messe auch dieses Mal wieder ein IPZV-Turnier abgehalten wurde, gab es auch wieder zwei offene Klassen für Gangpferde. Aufgrund nicht vorhandenen Trainings habe ich beschlossen dieses Jahr Yvi und Diosa in den Trail zu schicken – da braucht es nicht viel Kondition zu. Das war kurz nach dem Auftritt. Yvi und Diosa haben das so souverän gemacht! Ich war total stolz auf die Beiden. Die sind da rein, haben das total cool durchgezogen und sind in aller Seelenruhe wieder raus spaziert. Alle Einzelwertnoten nicht unter 8.0! Letztendlich hat das zum zweiten Platz gereicht. Interessanter Weise hat Diosa dafür einen Gutschein bei „Gangsalat“ gewonnen – der Stand, bei dem ich kurz vor der Prüfung noch schnell eine Gerte für Diosa gekauft habe, weil unsere natürlich nicht greifbar war und Frau Sumpf etwas „Drohung“ vor dem Start gut vertragen konnte.
Yvi und Diosa sind dann noch übers Gelände gebummelt, haben die Signum-Bar entdeckt und haben Kontakte geknüpft. Yvi hat einige Fotografen-Kolleginnen getroffen. Ann-Christin (Ponyliebe-Fotografie) und ihr Freund waren ja auch bei uns im Hotel untergebracht. Und wir lernten Alexandra Evang kennenlernen, die uns zehn Finos am Liebsten sofort zu einem Fotoshooting an den Rheinstrand entführen wollte.

Claudia
Janette und ich am Strahlen während der Show – Foto: Claudias Kamera

Dann war auch schon Zeit für die Vorbereitung auf die Abendshow. Die Paso Finos haben die Show mit zehn Pferden und einer wirklich guten Choreografie über zwei Sounding-Boards eröffnet. Echt Genial, dieses Gefühl, wenn alles funktioniert, man seinen Reitpartner dort trifft, wo man ihn treffen sollte, man Spaß hat und sich noch selber im Großbildmonitor laufen sieht. Adrenalin pur. Das gehört zu den Momenten, an die ich mich bestimmt immer wieder gerne zurückerinnern werde. Vielen Dank an unsere gesamte Fino-Truppe: Britta (Brujula), Gerd, Johanna (Shakira), Stan (Red), Heike (mobile Party-Bar), Erick, Astrid, Benedict, Claudia (Exelencia), Janette (Gitana), Terra (Martina), Jürgen, Meike (Matraca), Flo, Johanna und Kaisy. Es hat wirklich richtig viel Spaß gemacht mit Euch! Jederzeit gerne wieder! 🙂 Der Abend wurde dann noch bei der After-Show-Party an der Rennbahn-Tribüne gefeiert.

Stimmung
Stimmungsbild – Foto: Mirka Nilkens (danke dafür!)

Sonntag – letzter Messetag:
Der Sonntag lief dann ebenso entspannt ab wie die anderen Tage. Der allgegenwärtige Staub der Rennbahn haftet mir glaube ich immer noch in der Nase. Das war so das Eindrücklichste neben der Abendshow, was mich an Neuss erinnert. Gegen Mittag hatten Diosa und Jacinto noch einmal die Ehre im Aktionszirkel die Paso Finos zu präsentieren. Dann hat Yvi ihren Preis vom Trail abgeholt (die Siegerehrung hatten wir leider verpasst). Und dann haben wir uns auf den Weg nach Hause gemacht.

Gerade auch, um genügend Luft wegen dem Suzuki zu haben. Das hat auch gut funktioniert, bis nach gerade mal 100 km die Warnlampe erneut anging. Gefangen zwischen Siebengebirge und noch nicht mal Frankfurt sind wir erst mal auf die Raststätte und haben dem Auto ein Päuschen gegönnt. Und meinen Nerven auch. So hangelten wir uns von erneutem Warnlampen angehen (und dann nicht mehr ausgehen) von Raststätte zu Raststätte bis wir in Würzburg angekommen waren. Da ging dann gar nichts mehr. Nachdem Suzuki dann dauerhaft schwarzen Ruß hinten raus gepustet hat war es vorbei. Meine Nerven waren durch – ich wollte nicht mehr weiter. Ziel war eigentlich um die Würzburger Gegend zu kommen, dann könnten wir uns abholen lassen. Das haben wir dann auch getan Tobi und meine Schwester sind uns retten gekommen. Ponys entladen, Hänger umgehängt, Ponys wieder rein. Sumpf war glaube ich froh über die Pause, sie hat erst mal herzhaft vor den Burger King an die Raststätte gestrullert. Typisch Sumpf halt. Aber die Ponys waren so brav – die haben topp mitgemacht. Und sie waren auch ziemlich erleichtert, als sie das nächste Mal tatsächlich zu Hause aussteigen durften. Wir haben den Suzuki noch an der Raststätte abgeholt und der steht jetzt in der Werkstatt (inclusive dem Messe-Chaos im Auto-Inneren :-)). Ich bin total erleichtert wieder heil zu Hause angekommen zu sein.

Zwerg und Sumpf
Zwerg und Sumpf entspannen sich am Arbeitsplatz – Foto: Claudia Metting

Fazit:
Auf jeden Fall war es wieder eine sehr schöne Messe mit lieben Freunden und neuen Bekannten. Die ganzen Erlebnisse müssen erst noch verdaut werden und werden uns bestimmt noch ein bisschen beschäftigen. Als nächstes ist jetzt erst einmal wieder Zykloopenhof-Reload im Tagesprogramm. Aber wir werden versuchen auch etwas zu trainieren, dass wir im Rahmen des EPFC (dem Paso Fino-Turnier in diesem Jahr!) in Hünfeld im Juni auch ein gutes Bild abgeben werden. Und ich wäre dankbar, wenn das restliche Jahr mit etwas weniger Drama abgehen könnte. Davon habe ich momentan echt genug! Und dem Suzuki-Mann in Neuss wünsche ich mindestens eine schlaflose Nacht  mit wirren Träumen von panischen Frauen in großen Autos und wilden Pferden an den Hals!

PS: Danke an alle Fotografen, deren Bilder ich „gemopst“ habe!

PPS: Ich habe ganz vergessen Thora zu erwähnen!!!! Thora hat uns nämlich auch besucht und wir haben sie „zwingen“ müssen sich mal auf Frau Sumpf zu setzen und ein paar Runden zu drehen. Deas Frauchen hatte Diosa ja noch nie live gesehen – aber es waren ganz viele „Ah!“-Das-kommt-mir-bekannt-vor-Momente dabei 🙂 Die beiden Schecktiere sind sich doch ähnlich! Wir sehen uns bestimmt im Sommer noch einmal mit beiden Ponys zusammen – dann freue ich mich schon auf Mutter-Kind-Bilder! Und darauf Deas Fortschritte live zu erleben!

Teilnehmen am Erfolgskonzept Gangpferdereiten?

03. – 06.12.2015:

 

Auch dieses Jahr war das erste Dezemberwochenende wieder für die Pferd & Jagd in Hannover reserviert. Yvi und ich waren zur Abwechslung ohne eigenes Pony dabei. Diosa durfte zu Hause bleiben. Wobei das Pony wahrscheinlich den ganzen Trubel ganz furchtbar genossen hätte. Auf der Hinfahrt sammelten wir noch Nadine und ihre beiden Fino-Wallache Cuy und Pastiz ein. Pastiz sollte eigentlich mein Leihpony werden. Er hatte aber kurzfristig beschlossen lieber einen auf Hinkebein zu machen und die Tage gemütlich betuddelt in der Box zu verbringen. Nadine war so nett und teilte sich mit mir bei den Auftritten dann ihren Cuy. Vielen Dank nochmal dafür Nadine! Es war dieses Jahr sowieso eine Messe der kurzfristigen Planänderungen. Aber dazu später mehr.

Die IGV bekam dieses Jahr einen taktisch gut gelegenen Stand in der Nähe des Aktionszirkels in der Halle 17. Nachdem wir die Ponys verräumt hatten, halfen wir Doro und dem restlichen Team erst mal Stand aufbauen. Das hat ja immer ein ganz eigenen nüchternen Industriecharme in den Hallen bevor die ganzen Besucher kommen. Dieses Jahr wurde im Rahmen dieser ganzen Terroranschläge relativ viel kontrolliert und gefilzt. Am Sonntag sind aufgrund einer Drohung auch Polizeistreifen durch die Hallen gelaufen. Aber davon darf man sich nicht abschrecken lassen.

Doch zurück zum Stand! Das bewährte Konzept mit den Bartischen mit Informationsmaterial und Sitzgelegenheiten, die zum Quatschen einladen, wurde fortgeführt. Eine nette Einstellerin von Stephan stellte uns Salli-Sattelstühle, Hocker in Sattelform auf Rollen zur Verfügung, die super sind und gerne angenommen wurden. Gerne hätte ich mich mit den Dingern durch die ganzen Hallen rollen lassen, aber  niemand wollte mich fahren!

Direkt gegenüber war ein Händler mit Ariat und Westernsachen, hinter uns gleich der Anfang vom Isländerdorf und neben uns ein sehr unscheinbarer Stand, der uns noch viel Freude bereiten sollte. Das war nämlich ein Naketano-Outlet. Wir waren natürlich erst mal ahnungslos. Dass diese Firma mit den kuscheligen Pullovern existiert wusste ich, aber nicht, dass dieser nicht mal mit Firmenname beschriftete Stand so dermaßen viel Kundschaft anlockt. Es gab sogar Absperrbänder mit Einlass! Auf jeden Fall war es eine wahre Freude den jungen Mädels beim wühlen auf den Tischen zuzusehen. Interessant wurde es natürlich, als dann dieser Stand fast restlos ausverkauft war und nur noch Pullover in der Größe S da waren. „S“ für Kuschelpullover überhaupt herzustellen ist übrigens meiner Meinung nach ein Unding. Die sollen ja bequem sein und nicht aussehen wie Presswurst in Darmfüllung. Also könnte man die Größen „S“ und „XS“ direkt streichen. Mal ganz ehrlich – wer passt da schon freiwillig rein? Oder besser, wer kommt da elegant wieder raus …. jedenfalls sieht man interessante Verhaltensmuster von jungen Käuferinnen so über den Tag verteilt. Klassen von angehenden Verhaltensforschern hätten da ihre wahre Freude dran gehabt. Natürlich haben wir uns auch voll als Fashion-Opfer mit Naketano-Pullovern eingedeckt, aber wir konnten ja quasi schon vor Messe-Öffnung den Stand belagern und uns dann lässig geben.

Der erste Messetag ist immer eine Art Orientierung – Wie läuft etwas ab? Wo muss ich hin? Was gibt es alles? Wer ist noch alles da? Solche Dinge werden da abgecheckt. Man trifft viele nette Leute und Händler, die man von früheren Messen kennt. Ich sag nur, der Ingwer-Man, der Joghurt-Stand (bestes pseudogesundes Essen der Welt!). Man checkt den besten Kaffee-Stand ab, wo gibt es gutes Essen, an das man dann im Messeandrang auch heran kommt? Alles wichtige Dinge für Messe-Teilnehmer. Der beste Kaffeestand war gleich zweimal da – einmal draußen vor Halle 26, die mit den Creppes, und einmal direkt zwischen Aktionsring und Manège Baroque. Sehr praktisch, da sind wir nämlich mehrmals täglich vorbei gelaufen.

Gangpferde auf dem Weg zum Aktionsring - Foto: Thorsten Ruthof
Gangpferde auf dem Weg zum Aktionsring – Foto: Thorsten Ruthof

Auf Messen läuft man sowieso sehr viel. Man sollte gutes Schuhwerk dabei haben. In meinem jungendlichen Leichtsinn habe ich meine guten Laufschuhe zu Hause gelassen, weil ich zu faul war sie sauber zu machen. Solche Sünden straft der Herr sofort. Aber gottseidank war die Firma Quittpad mit ihren fantastischen Einlegesohlen wieder da! Klaus rettete damit meine Füße vor schmerzhaften Blasen. Eigentlich stellt Quittpad ja Sattelunterlagen her. Überhaupt hat Quittpad wieder etwas Neues am Start – eine neue Oberfläche für die Satteldeckenunterseiten. Es sieht aus wie Mikrofaser und sorgt für trockene Pferderücken. Ich bin gespannt darauf, die neue Unterseite auszuprobieren! Gespannt warte ich auch auf die angekündigten Sattelgurte aus dem bewährten Quittpad-Material. Der Prototyp fasst sich schon mal gut an. Es bleibt spannend.

Die Gangpferde hatten insgesamt drei Auftritte pro Tag. Schön konzentriert auf den Nachmittag. Erste Vorstellung war in der Manège Baroque – Marie Wendel mit ihrer Aegidienberger Stute und Stan mit Machiavelli führten ihre Pferde hier unter dem Gesichtspunkten Elemente der barocken Dressur in der Gangpferdereiterei vor, natürlich gekonnt von Stephan Vierhaus moderiert.

Die große Rassenvorstellung war dann immer um 15 Uhr im Aktionsring – alle Gangpferde im Vergleich zusammen im Ring, von Stephan kurzweilig präsentiert. Stephan hat es halt einfach drauf. Die Leute hören ihm gerne zu und er schafft es die Zuschauer zu unterhalten.

Stephan Vierhaus - Foto: Thorsten Ruthof
Halle 17 – Aktionsring – Foto: Thorsten Ruthof

Im Aktionszirkel gab es an den vier Messetagen zwei Paso Finos zu sehen. Angelita mit Johanna und Cuy mit seiner Chefin Nadine oder mit mir. Objektiv oder nicht, ich finde auf jeden Fall die Finos sahen dieses Jahr wieder sehr schick herausgeputzt aus mit Zamarros und traditionellen Zaumzeguen, die Ponys gleichfarbig, die Reiterinnen schick mit Hut und neu gestalteter Fino-Jacke. Die gibts übrigens auch im Shop (www.paso-shop,de) bei Nadine zu kaufen, wer noch nach einem Geschenk sucht, könnte hier Abhilfe finden. Einfach mal Nadine anschreiben!

Cuy und ich - Foto: Thorsten Ruthof
Cuy und ich – Foto: Thorsten Ruthof

Um 16 Uhr gab es dann noch einmal drüben in Halle 25 im Cavallo-Ring Gangpferd zu sehen. Leider erkrankte Nuno von Kaja mit unklarem Fieber am Donnerstag Abend und musste in die Klinik. Stan sprang für Kaja ein – auch im Cavallo-Ring, wo Stan mit einem äußerst geduldigem Machiavelli (er erinnert mich so dermaßen an meine verstorbene Dimera – unglaublich!) zusammen mit Stephan das „Anreiten“, Reiten und gymnastizieren von Pferden mit kolumbianischen Bosal demonstrierten. Auf jeden Fall eine sehr schöne Werbung für unsere Ponys. Auch die Tatsache, dass der Paso Fino ja traditionell gebisslos angeritten wird und somit ja momentan – oder eher eigentlich schon immer – voll im Trend ist. Nuno geht es übrigens wieder gut.

Machiavelli ... so geduldig im Cavallo Ring - Foto: Thorsten Ruthof
Machiavelli … so geduldig im Cavallo Ring – Foto: Thorsten Ruthof

Insgesamt war es wieder eine sehr schöne Messe. Natürlich anstrengend, aber auch schön. Wir trafen viele nette Leute, neue und alte, hatten viel Spaß und irgendwie finde ich, dass das IGV-Team wunderbar harmoniert. Es macht einfach Spaß mit motivierten Gangpferdefreunden egal welcher Rasse zusammen zu sitzen und Gangpferde zu zeigen. Auch dieses Jahr organisierte Doro wieder eine Stand-Party für uns. Das ist auch immer ein schönes Erlebnis. Man hockt Abends zusammen in den leeren Messehallen und hat Zeit für Gespräche. Das Fino-Team in diesem Jahr bestand übrigens aus Stan (Machiavelli), Johanna (Angelita), Britta, Gerd, Nadine (Cuy/Pastiz), Meike, Yvi und mir. Tageweise begleiteten uns auch Flo, Basti, Heike und Eric am Stand. Eric hatte natürlich genügend selbstgemachte Snacks dabei – und es gab schon früh am Vormittag Sekt 🙂 Natürlich wurden wir auch von vielen Fino-Freunden aus ganz Deutschland besucht, was immer wieder schön ist. Besonders gefreut hat es mich auch Deas neue Besitzerin in „Echt“ kennen zu lernen. Überhaupt macht es viel Spaß die verschiedenen Gangpferdefreunde zu treffen.

Teile des Teams am Sonntag - Foto: Thorsten Ruthof
Teams am Sonntag Abend – Foto: Thorsten Ruthof

Unser Hotel war auch wie immer perfekt. Zwar ist das Parkhotel etwas außerhalb gelegen, aber wir kommen immer wieder gerne dort hin. Schon alleine wegen dem Kellner mit seinem trockenen Humor im Restaurant oder wegen dem guten Frühstück. Das fehlt mir übrigens jetzt zu Hause. Gutes Frühstück.

Für die Zahlenfreunde unter uns die Pferd und Jagd 2015 in Zahlen und Stichworten:
100.000 Besucher – 850 Aussteller – Weltrekord Bau des Brandenburger Tor aus Hufeisen – Nacht der Pferde Galashow – Bestes Messewetter – keine Unwetter – keine Kathastrophen

PS: Nächstes Mal muss ich mich mal mit dem Abendshow-Programm beschäftigen. Man hätte nämlich die Gelegenheit berühmten Leuten über die Schulter zu gucken, wenn sie wie Otto-Normal-Reiter am Abreiteplatz ihre Pferde arbeiten. Nur erkenne ich die Leute nicht, weil ich nicht weiß wie sie aussehen! Das muss sich mal ändern!

Um einen kleinen Messe-Eindruck zu vermitteln, habe ich Euch mal ein paar YouTube-Filmchen verlinkt – guckt mal rein – vielleicht entdeckt Ihr auch ein paar Paso Finos? 🙂

ClipMyHorse – Nacht der Pferde 2015:

Halle 17, Salli-Stühle, Finos, Shopping:

ClipMyHorse – Eindrücke:

Fliegende Finos?

05. – 08. Dezember 2013:

Aktionsring Halle 21, Foto: Basti Hoinza
Aktionsring Halle 21, Foto: Basti Hoinza                                                                                                                                                                     (leider war meine Hausfotografin nicht dabei, aber Basti hat trotz meiner miesen Kamera akzeptable Bilder hinbekommen – Dankeschön! 🙂 )

Pferd & Jagd 2013 – „offizieller Teil“:

Auch dieses Jahr waren die Paso Finos im Rahmen der IGV wieder mit auf der Messe Pferd & Jagd in Hannover. Diesmal neu in Halle 21 angesiedelt hatten wir richtig viel Standfläche und konnten uns richtig schön ausbreiten. Es entstand sozusagen ein kleines Gangpferde-Dorf, in dem man an jedem Stand gut versorgt wurde. Sei es mit Informationen, Flyern, dem neuen IGV-Jahrbuch oder mit kleinen Naschereien, Kaffee, Getränken. Alle Stände waren perfekt ausgerüstet. 

Gewusel am Stand, Foto: privat
Gewusel beim Aufbau des Standes, Foto: privat

Stephan Vierhaus hatte in den untiefen seines Stephan-Mobils sogar ein stabiles Regal mit einem Fernseher und DVD-Player, so dass den ganzen Tag Gangpferde auch in filmischer Aktion gezeigt werden konnten. Echt peruanisches Equipment konnte man an einem großen Schaufensterpuppen-Pferd bewundern. Am Paso Fino-Stand gab es einen beleuchteten Weihnachtsbaum mit kleinen glitzernden-Fino-Anhängern. Wir sollten uns überlegen damit in Produktion zu gehen – es waren mehrere Leute da, die versucht haben die Anhänger zu kaufen. Als Lese-Schmankerl gab es das neue IGV-Jahrbuch druckfrisch direkt zur Messe geliefert.

An Pferderassen waren neben den acht Paso Finos auch noch die Rocky Mountain Horses, die Töltenden Traber, Paso Peruanos, Tennesee Walking Horses und Kaja Stürenberg mit Nuno als Vertreter der Paso Iberoamericanos dabei. Dieses Jahr war das Konzept der Messe so, dass in der großen Show-Arena nur Wettbewerbe/Turnierprüfungen und große Shows gezeigt wurden und die ganzen Rasse-Präsentationen direkt in der Messehalle 21 im Aktionszirkel zu sehen waren. Was den Vorteil hatte, dass wir näher am Publikum waren, gerade weil der Aktionszirkel auch in der selben Halle aufgebaut war wie unsere Standfläche. Und wir hatten mit 15 Minuten Präsentation auch wesentlich mehr Zeit unsere Pferde zu zeigen und zwar alle zusammen. Das heißt man hatte die Gelegenheit alle Gangpferde im direkten Vergleich zu sehen. Hautnah und über einen vernünftigen Zeitraum. Insgesamt fanden trotz Sturmtief „Xaver“ insgesamt 79.000 Besucher den Weg zur Messe und 800 Aussteller waren in den verschiedenen Hallen zu finden. Sogar für uns Messeteilnehmer viel zu viele Stände, um die Messe komplett zu sehen.

Paso Finos im Aktionsring, Foto: Basti Hoinza
Paso Finos im Aktionsring, Foto: Basti Hoinza (leider schlechtes Licht und schlechte Kamera!)

Jeden Tag um 12.45 Uhr hieß es also Gangpferde in Halle 21 bestaunen. Stephan Vierhaus moderierte unseren Auftritt auch gekonnt und situationsgerecht was natürlich auch viel besser ankam als die ansprechende, aber sonore Stimme des Vorlesers in der großen Arena, der einen vorbereiteten Text vom Blatt abliest ohne groß auf die jeweilige Aktion einzugehen, einfach weil er die Rassen und Reiter nicht kennt. Der Ablauf war täglich gleich. Alle Gangpferde kamen zusammen in die Arena, zeigten Tölt in der Bahn – was trotz so vielen (und einigen messeunerfahrenen, jungen oder frisch importierten) Pferden richtig gut geklappt hat. Dann wurden die Pferde aufgestellt und jede einzelne Rasse wurde auf der Bahn vorgestellt. Zum Abschluss drehten wir dann wieder alle zusammen ein paar Runden. Wir hatten schöne, geordnete Vorstellungen. Trotz der vielen Pferde gab es kein Gedränge. Ich fand es positiv, dass die Zuschauer die Möglichkeit hatten über längeren Zeitraum die Pferde (und Reiter) zu beobachten und auch im direkten Vergleich die verschiedenen Rassen zu sehen. Ich bin mir sicher, wir hätten auch noch ein paar Pferde mehr in den Ring bekommen!

http://youtu.be/gmD0zJwxpAs

Stephan konnte auch noch Extra-Zeiten für uns organisieren. Am Freitag Nachmittag durften zwei Paso Finos mit in den Cavallo-Ring in Halle 26 um Kaja Stührenberg mit Nuno ein bisschen zu unterstützen. Dort moderierte Stephan unter dem Titel „Tölt im System der klassischen Reitkunst“ dressurbasiertes Reiten von Gangpferden. Wir Paso Finos stellten dabei feines Reiten auf feinen Pferden dar und die verschiedenen Ausbildungsgrade. Ein Pferd im Bosal (Cuy) und eines auf Kandare (Florencia) geritten vorgestellt in lockerem, entspanntem Tölt und Trocha. Und ich muss sagen, je kleiner der Aktionszirkel ist und je enger das Publikum um einen herum steht, desto schwieriger ist es.

Cavallo-Aktionszirkel mit Kaja Stührenberg und Stephan Vierhaus, Foto: Basti Hoinza
Cavallo-Aktionszirkel mit Kaja Stührenberg und Stephan Vierhaus, Foto: Basti Hoinza

Am letzten Messe-Tag, dem Sonntag bekamen alle Gangpferderassen zusammen noch eine halbe Stunde zusätzliche Auftrittszeit zur Verfügung gestellt. Wir Paso Finos hatten die Gelegenheit innerhalb zehn Minuten eine Solo-Vorstellung unsere Rasse zu präsentieren.

Resüme:

Insgesamt waren die Paso Finos mit acht Pferden und Reitern mit mindestens noch einmal so vielen Helfern am „Boden“ und am Stand sehr gut dabei und konnten uns positiv präsentieren. Einen ganz großen Dank an alle die dabei waren und die für die Rasse Paso Fino ihre Freizeit und ihr Weihnachtsgeld geopfert haben, keine Kosten und Mühen gescheut haben und tatkräftig mitgeholfen haben.

Als Reiter und Helfer (in Klammern dahinter) mit dabei waren:
Alexandra Rau – Esperanza
Babs Moorhouse – Florencia (Michael Bruckmann)
Britta Mülle – Brujula (Gerd Mülle)
Carolina Rathgens – Ophelia (Frederike Rathgens, Anna Carolina, Sophia Borenius)
Christine Griebel – Pastiz
Meike Wolf – Sinergia (Florian Wolf)
Nadine Hoinza – Cuy (Basti Hoinza)
Stanley Paul – Machiavelli (Johanna Paul)

Und natürlich haben wir uns gegenseitig auch an den verschiednen Ständen ausgeholfen. Vor allem das „Hüten“ des jungen Hundes von den Rockys war ein begehrter Job.

Hundesitter am Stand - heiß begehrter Job! Foto: privat
Hundesitter am Stand – heiß begehrter Job! Foto: privat

Pferd & Jagd 2013 – „Inoffizieller Teil“:

Messe ist ja auch immer Abenteuer. Im Vorfeld hatten wir etwas mit kaputten Autos zu kämpfen, aber pünktlich zur Messe war alles wieder in Ordnung. In diesem Jahr durfte ich als Leihpferd „Pastiz“ von Nadine Hoinza reiten. Ich hatte also die große Ehre „Pastiz“ allerersten öffentlichen Auftritt aktiv zu gestalten. Und ich muss sagen, als Cosmos-Kind mit einer gewissen Coolness ausgestattet, er hat das richtig gut gemacht. Natürlich war da der ein oder andere Hüpfer dabei. Am Anfang war ihm auch das Publikum, das ja wirklich hautnah an der Abgrenzung stand etwas suspekt, aber er hat toll mitgemacht und war auch während der ganzen Zeit äußerst entspannt. Natürlich auch weil sein Kumpel „Cuy“ dabei war, den Nadine selber vorgestellt hat. Hier noch einmal vielen lieben Dank an Nadine, die mir ihren fuchsfarbenen „Kasperkopf“ geliehen hat.

Pastiz - Kasperkopf und Halbbruder zu Diosa, Foto: privat
Pastiz im Messestall – Kasperkopf und Halbbruder zu Diosa, Foto: privat

Alle Pferde waren ziemlich relaxed, die Reiter routiniert. Hinter den Kulissen hat alles gut geklappt. Die Pferde sind in einer eigenen riesigen Messehalle in Boxen untergebracht, wo man dann auch den ein oder anderen „berühmten“ Pferdemenschen treffen kann und auch sehen kann, wie die Profis sich so hinter den Kulissen verhalten, was auch immer sehr interessant ist. Lästig waren einzig die ziemlich langen Wege auf dem Messegelände. Insgesamt war der Weg vom Fino-Stand bis zum Boxen-Trakt hin und zurück „läppische“ zwei Kilometer lang. Also waren wir auch Bewegungstechnisch gut dabei. Gut war dieses Jahr, dass der Abreiteplatz von Kutschen befreit war, man musste also nicht den eher knappen Platz auch noch mit den Kutschenfahrern teilen.

Am Donnerstag Abend fand die bereits traditionelle „Stand-Party“ der IGV statt. Alle Gangpferdeleute trafen sich um bei Gulasch- und Kartoffelsuppe, viel zu viel Baguette, selbstgebackenem Kuchen und Dresdner Christstollen mit Sekt und Selters anzustoßen und sich ein bisschen auszutauschen. Immer eine nette Gelegenheit nach dem täglichen Messe-Stress mal Neuigkeiten auszutauschen oder neue Leute kennen zu lernen. Die restlichen Abende ließen wir entweder im bewährten Parkhotel oder beim Italiener in Sarstedt ausklingen. Raubtierfütterung sozusagen. Von dem vielen herumlaufen waren wir immer ganz schön Hungrig.

Unser Stand war auch immer gut besetzt. Wir hatten insgesamt viel zu viel Essen und zu Trinken dabei. Feste Anlaufstation war auch die Senseo-Maschine vom Wolfshuus. Und  dank Nadine und Basti konnte ich ein neues Getränk erfinden – den „MaKi“. Ein sehr leckeres Fruchtgetränk aus Mango- und Kirschsaft, direkt erweiterbar als Alkohol-Cocktail. Sehr erfrischend. Apropos Basti, Nadines Mann hat uns immer wieder erstaunt, musste er doch ständig irgend welche Erledigungen machen (Weihnachtsbaum kaufen, Getränke kaufen) aber irgendwie hat er es immer geschafft sich die Stände auf den Messen genau anzusehen und uns dann mit Dingen zu verblüffen die er gesehen, erlebt oder erbeutet hat. Er hat Schuhsohlen angeschleppt von einem Stand bei uns in der Halle, der tolle Sattelpads herstellt. Die Firma Quittpad wirbt mit Giveaway-Schuhsohlen aus dem selben Material, aus dem auch die Pads bestehen zum Selber testen sozusagen. Eine tolle Idee und auch tolle, warme Schuhsohlen! Dementsprechend war dann ein Großteil des Fino-Standes immer mal wieder am Schuhsohlen schnorren. Sattelpads haben wir gleich mit ausgeliehen um sie live zu testen. Das Testpad habe ich gerade im Stall und werde noch darüber berichten.

Um meine beginnende Erkältung zu stoppen hat er mich zu einem Ingwer-Stand geschleppt und ich durfte scharfen Ingwer essen. Dann hat er uns noch eine der Jagd-Hallen geschleppt und wir haben schießen mit Gewehr geübt. Der betreuende Schütze hat Nadine und mich als „Flintenweiber“ bezeichnet, als wir Basti dann fast in Grund und Boden geschossen haben. Er meint natürlich es wäre schwieriger gewesen Freihand zu schießen und wir wären ja bevorteilt gewesen mit aufgestützten Gewehren. Das war auch einmal eine interessante Erfahrung.

Letztendlich war die Zeit nach vier Tagen vollem Programm dann doch viel zu schnell vorbei und es hieß wieder Abschied nehmen von allen Gangpferde-Mitstreitern, liebgewonnenen Freunden und einer spannenden Zeit. Es ist einfach viel zu Schade, dass wir uns alle viel zu selten sehen. Die nächste Pferd & Jagd findet übrigens vom 04.-07.12.2014 wieder in Hannover statt.

Machiavelli und Pastiz auf dem Weg zum Aktionsring, Foto: Basti Hoinza
Machiavelli und Pastiz auf dem Weg zum Aktionsring, Foto: Basti Hoinza – Man beachte meine schicke Nikolaus-Geschenk-Jacke mit dem del Cavador-Logo! Eine Überraschung von Nadine Zäh, die ich direkt ins Hotel geschickt bekam! *freu*

Wie war die Pferd und Jagd 2011?

30.11.2011 (Mittwoch):

Wie bereits letztes Jahr startete eine Delegation aus Bayern ins Land der Nordlichter, um die Paso Finos auf der Messe „Pferd und Jagd“ in Hannover im Rahmen der IGV zu vertreten. Der Sternberghof, vertreten durch Doris (Policarpa) und Reini Sperber, Kathinka Matthis (Simbolita), Stanley Paul (Matraca) und Christine Griebel (Jacinto). Meike und Florian Wolf (Wolfshuus) mit Sinergia und Nadine Rohr und Basti mit Cuy als Nordlichter komplettierten das Team. So viele Paso Finos waren noch nie auf der Pferd und Jagd!

Routiniert haben wir unsere Boxen in der gigantischen Stallhalle bezogen und konnten uns dann dem Standaufbau widmen. Leicht weihnachtlich angehaucht mit viel Paso-Fino-Flair – und vielen Süßigkeiten! Jeder von uns hatte ordentlich eingekauft und wir hatten bedenken, die ganzen Leckereien in den nächsten vier Tagen gar nicht zu schaffen!

Abends ließen wir den Tag beim Italiener in Sarstedt ausklingen. Den hatten Sperbers schon vor zwei Jahren erstmalig besucht und sind damals mit einem Gedichtevortrag gelangweilt worden. Dieses Jahr erwischten wir einen Live-Liederabend zweier tatsächlich richtig guter italienischer Sänger. Äußerst überraschend für einen Mittwoch Abend und eine willkommene Abwechslung. Der Höhepunkt waren dann Meike und Reini, die zu italienischer Schmalzmusik das Tanzbein geschwungen haben.

01.12.2011 (Donnerstag):

Der erste Messetag begann eher ruhig. Nachdem wir die Pferde versorgt hatten und einen kleinen Proberitt gemacht hatten hieß es erst einmal den Messestand betreuen und schauen, was so auf der Messe los ist. Und natürlich Süssigkeiten essen. Viele bekannte Gesichter haben wir außerdem getroffen.

Unser einziger Auftritt an diesem Tag war dann am Nachmittag um halb vier. Beste Messezeit. Wir hatten einen Auftritt alleine und bis auf kleine Patzer hat alles gut geklappt. Aber das ist ja ein bekanntes Phänomen. Der beste Showauftritt ist immer am Sonntag, wenn alle 100% aufeinander eingespielt sind. Wir sind gut angekommen mit unseren Zamarros und den unterschiedlichen Pferden. Sinergia, das „Rennpferd“. Simbolita, Policarpa und Matraca als Töltbarrida. Cuy und Jacinto, die galoppiert sind. Nach dem Ritt blieb dann noch genügend Zeit für einen kleinen Bummel durch die Futtermittelhalle. Immer sehr interessant.

Der Abend klang dann am Abend mit der inzwischen obligaten IGV-Messeparty aus. Eine schöne Sache, kommt man doch so schön ins Gespräch mit den anderen Gangpferdeleuten. Und wenn man Glück hat, bekommt man von den Saddlebred-Leuten auch deftige Witze erzählt.

02.12.2011 (Freitag):

Ein richtig anstrengender Tag. Wir hatten gleich drei Auftritte über den späten Vormittag und den Nachmittag verteilt. Für Sinergia war es außerdem ein Prüfungstag. Sie lief gegen die ganzen großen Sporttöltpferde in der Showsporttöltprüfung mit und hat sich tapfer geschlagen. Es ist immer wieder erstaunlich wie schnell dieses kleine Pferd sich bewegen kann.

Am Abend haben wir uns dann den Besuch der „Nacht der Pferde“ gegönnt. Meine Highlights waren dieses Jahr die Stuntreiter „Cavalcade“. Die haben eine Ritterturniernummer gebracht mit Tjosten, Schwertkämpfen und Stürzen. Aber genial war das Intro: Eine große schwarze Kuppel wird von schwarz gekleideten Leuten in die Arena getragen. Dann wird die Kuppel wieder herausgetragen. Übrig bleibt ein schwarzer, großer Fleck. Dann stürmen die anderen „Ritter“ die Arena, Applaus, Lärm und dann wieder das Licht auf den schwarzen Fleck, der sich als schwarzer Ritter entpuppt. Ein Stuntreiter hat sein Pferd dort reglos abgelegt und lässt es mitsamt dem Tuch aufspringen und galoppiert los. Sehr beeindruckend.

Der heimliche Star der Show war aber ein kleines fuchsfarbenes Shetty, das mit einer Löwenmähne und Schlappohren verkleidet war und seinem römischen Dompteur. Den Abschluss machte wieder Frédéric Pignon mit seinen Pferden. Es ist immer wieder schön, dem Mann zuzusehen. Genial war auch seine Show unter dem Sattel, mit Partnerin, die einen Tango-Tanz zu Pferd zeigten. Rundum eine gelungene „Nacht der Pferde“ kurzweilig und spannend. Man kann eigentlich gar nicht alle Highlights aufzählen. Von Gespannfahrerviererzug über Quadrillie bis zu Stunts ist alles geboten.

03.12.2011 (Samstag):

Dachte ich schon gestern war viel los in den Messehallen, so war heute Nachmittag fast kein Durchkommen mehr zwischen den Ständen. Wer irgend etwas kaufen wollte, war gut beraten, schnell am Vormittag zu gehen. Natürlich gab es wieder feine Dinge zu bestaunen und viele Anregungen. Biothane ist tatsächlich auf dem Vormarsch. Es wird immer beliebter und feiner verarbeitet.

Die Leute vom Kanne-Brottrunk Stand waren auch sehr nett. Das mit dem Fermentgetreide probiere ich jetzt an Jacinto aus. Der Geheimtipp für Softshell-Liebhaber: Jodpurreithosen von Seiler. Mein Lieblingsstand mit den Pferdetransportern war auch da. Aber der Mann ist nicht wirklich darauf angesprungen, als ich ihm angeboten habe, er könne mir so einen Transporter mitgeben. Ich würde dann schön Werbung machen. Aber trotzdem: EquiTrek – so einen wünsche ich  mir!

Es war richtig viel los. Unglaublich. Knackig voll saßen dann auch die Tribünen bei unseren nachmittäglichen Shows. Wir traten zusammen mit Kaja Stührenberg (Paso Iberoamericaner) und Mireille van Meer (Paso Peruano) auf. Am Nachmittag gab es auch ein kleines Duell „Fino vs. Isländer“ auf dem Soundingboard, welches die Islandreiter vor ihren Ständen aufgebaut hatten. Simbolita und eine äußerst nette Isi-Stute wagten sich ins Getümmel und demonstrierten den Tölt vor den Messebesuchern. Tölt zum Anfassen sozusagen.

Die Crew zwischen den Auftritten

04.12.2011 (Sonntag):

Letzter Tag einer anstrengenden aber schönen Messe. Wir hatten noch einmal zwei perfekte Auftritte zu bester Reitzeit mit Mireille zusammen. Schade, dass sie die Einzige mit einem Paso Peruano auf der Messe war. Die Publikumsränge waren wie schon an den Vortagen am Nachmittag knackig voll. Ein gutes Gefühl. Unsere beiden Aufritte lagen relativ nahe nacheinander, so dass wir beschlossen haben dazwischen etwas bei den Messehallen herum zu flanieren. Das ist gut angekommen. Ja, wir wurden auch ausgelacht, weil die Pferde so komisch trippeln. Stan hatte ein Erlebnis der besonderen Art, als er an einem Kinderwagen vorbei gesteppt ist und das kleine Kind einen Lachanfall bekommen hat. Aber dennoch wurden wir von einigen Passanten auf unsere Pferde und die Gangart angesprochen. Viel zu schnell war dann Abends der ganze Zauber vorbei und wir befanden uns auf dem Heimweg zurück in den Alltag.

Parking only for VIPs

Fazit: Wir konnten die Paso Finos in Hannover perfekt präsentieren. Mit sechs Pferden waren wir eine richtig große Gruppe. Die Showvorführungen kamen richtig gut an und auch aus den Reihen der anderen Gangpferderassen bekamen wir Lob. Am Stand hatten wir auch viele seriöse Nachfragen. Der Paso Fino wird immer bekannter.

Natürlich schneiten auch viele Freunde und Bekannte zu Besuch herein, was immer schön ist. Eine schöne Messe, eine geniale Truppe. Damit meine ich zusätzlich zu unserer lustigen Messe-Crew auch alle anderen Gangpferderassenvertreter, die sich im Rahmen der IGV hier präsentierten. Wir geben alle ein schönes Bild ab, haben Spaß und Freude an unseren Pferden. Und das merkt man!

PS: Fotos IM Showring folgen noch!

Häs de doför Tön?!

(Kölsch: Ausdruck des Erstaunens)

02. bis 03.07.2011

Dieses Wochenende reisten fünf Paso Finos  in das Rheinland. Genauer gesagt in die Eifel. Auf der malerischen Wasserburg Satzvey bei Mechernich (Euskirchen) fand eine Outdoor-Messe für Hunde-, Jagd-, Reit-, Angel- und Offroad-Sport statt. Die 2. German Game & Country Fair. Diese Burg ist wirklich malerisch und man könnte dort auf jeden Fall einen Rosamunde Pilcher-Film drehen. Dort finden auch Mittelaltermärkte und Theatervorführungen statt.

Burg Satzvey, Foto: S. Hofstetter
Burg Satzvey, Foto: S. Hofstetter

Unser Team bestand aus Doris (Policarpa) und Reini Sperber, Sandra Hofstetter (La Safarina), Stanley Paul (Ovacion), Bianca Schneider (Kapoho) und mir (Diosa). Nachdem im Sperber‘schen Auflieger ein Platz zu wenig frei war, haben wir kurzerhand beschlossen die beiden Schecken zusammen im Scheckenmobil zu fahren. Seit dem sind die beiden fast unzertrennlich. Kapoho ist echt ein Schatz von einem Hengst. Er hat seine neue Frau Diosa sofort umgluckt und das ganze Wochenende zaghaft umworben. Sie war natürlich äußerst zufrieden damit voll im Mittelpunkt zu stehen. War ja klar. Die Sumpfi ist da schon anspruchsvoll.

Kompliment an Reini, der den Auflieger sicher durch diverse Engstellen manövriert hat. Die Zufahrt zu den Stallzelten war schon mit normalem Hänger fast abenteuerlich, aber mit dem Monster-Truck eine echte Herausforderung. Dafür waren die Pferde komfortabel untergebracht. In riesigen Stallzeltboxen mit Fenstern nach draußen. Wir hatten auch unseren Spaß im Hotel. Die Wirtin hat einen etwas wortkargen Humor.

Die Messe war in mehrere Bereiche aufgeteilt. Es gab einen großen Bereich für die Hundefreunde mit Vorführungen von Rettungshunden über Agility und den Vita Assistenzhunden bis hin zur Krönung des „schönsten Hundes des Tages!“. Einen Jagdbereich mit Jagdhundevorführung, Schweissarbeit, Jagdhornbläsern, Bogenschießen Greifvogelschau, Arbeit mit Frettchen, Field-Target-Schießen. Unser besonderer Favorit war ein gebrochen deutsch sprechender Engländer, der Spaniels vorgestellt hat. Ihm zuzuhören war ein wahrer Spaß. Stellt ihn euch irgendwie vor wie Hape Kerkelings Version der Königin Beatrix, nur ohne Krönchen.

Man konnte außerdem im hauseigenen Burggraben selber die Angel schwingen. Einen Landrover im Off-Road-Parcours fahren, was ich leider verpasst habe. Aber falls Landrover mich spontan sponsern möchte: den Discovery würde ich sofort nehmen. An Pferden waren natürlich die Friesen und spanische Pferde dabei. Mit den Friesen und unseren beiden Schecken waren wir nach den Vorführungen regelmäßig in der burgeigenen Bachfurt plantschen. Sehr feuchtfröhlich das Ganze.

Es gab Camargue-Pferde, Reiten im Damensattel, Tinker, Shettys, Paso Peruanos, Westernpferde und und und. Am beeindruckendsten fand ich die Shire-Horses. Bianca und ich haben zu zweit auf einem 1,95 m hohen Shire probegesessen. Wir mussten von Kapohos Rücken aus hochklettern, weil wir sonst nicht hoch gekommen wären. Unsere Ponys sehen im Vergleich zu so einem Giganten wirklich winzig und zerbrechlich aus.

Burg Satzvey, Foto: S. Hofstetter
Burg Satzvey, Foto: S. Hofstetter

Zweimal am Tag hatten wir eine Vorführung und jeden Auftritt wurden wir besser! Reini sorgte dafür, dass der Fino-Strip rechtzeitig aufgebaut wurde und dann zeigten wir, dass Paso Finos sogar im tiefen Sandboden locker-flockig tölten können. Wir hatten für jeden Geschmack etwas dabei: die Country-Power-Schecken, die sogar gefüllte Kölsch-Tabletts von Fino zu Fino übergeben können. Policarpa und La Safarina als temperamentvolle Performancepferde und Ovacion als Classic Fino. Stan demonstrierte wieder einmal, dass Finos auch nur mit den Zähnen zu reiten sind.

Insgesamt boten wir einen interessanten Eindruck und bekamen durchweg positive Resonanz. Am Sonntag hatten wir ziemlich viele Nachfragen an unserem Stand. Der Paso Fino ist in der Eifel fast völlig unbekannt. Kaisy und ihre Tochter Romy hätten wir am Sonntag auch noch gut gebrauchen können. Die beiden waren so nett und haben uns am Samstag unterstützt.

Insgesamt war es ein spaßiges Wochenende und wir sind uns ziemlich sicher den ein oder  anderen mit unserer Begeisterung für den Paso Fino angesteckt zu haben. Spontan haben wir auch am Sonntag noch für die ganz Interessierten ein Probereiten auf Kapoho und Diosa veranstaltet. Und wir wissen ja alle: Wer einmal getöltet ist, kommt davon nicht mehr los!

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