Del Cavador

Oktoberfest in Atzhausen?

Zwerg und Diosa im Wald – Foto: privat

22. September 2019:

An diesem bisher letztem schönen Sonntag diesen Jahres waren Yvi und ich auf „Oktoberfest“-Mission unterwegs. Nicht zum Original (da hätte ich überhaupt gar keinen Bock drauf … ), aber zur Orientierungsritt-Version davon. Yvi hat sich sogar stilecht in ein Dirndl geschmissen. Diosa kam gerade noch daran herum mit Lebkuchenherz um den Hals die Strecke laufen zu müssen. Die Befestigung war nicht durchdacht, deshalb blieb das Herz im Auto. Für Verkleidung gab es 10 Extrapunkte. Das hatten Zwerg und ich nicht nötig. Dem Zwerg stehen einfach keine Dirndl. Er hat zu wenig Holz vor der Hüttn. 

Wir waren in Atzhausen unterwegs. Der Reitverein lud zum Orientierungsritt mit einer großen Strecke (20 km) und einer kleinen Strecke (ca. 5 km – für Kinder und zum Führen) ein. Wir wurden freundlich empfangen und schon ging es los mit der ersten Aufgabe: Pferd neben sich führen und auf den aufgestellten Bierbänken und Biertischen im Viereck herum laufen. Dabei nicht abstürzen! Pferd am Tisch stehen lassen und leere Bierkrüge über zwei aufgestellte Cavalettis balancieren und auf einen anderen Tisch abstellen. Ich sag mal so: gar nicht so einfach die Balance zu halten! (… genau so wie im echten Leben … Klugscheißer-Kommentar-Modus aus) 

Immer schön die Balance halten! 🙂 – Foto: privat

Dann sind wir auf die sehr schöne Strecke gegangen – diesmal mit Karte und Markierungen an schwierigen Stellen. Wobei das schon ein kleines Manko an dem Ritt war. Irgendwie war die Streckenführung nicht immer ganz eindeutig. Der Wechsel mit den Markierungen war etwas irreführend und manchmal machte die Karte nicht so den Eindruck, als ob sie mit dem Weg übereinstimmt, aber egal, wir haben alles gefunden! Und die Landschaft war auch wirklich schön – in Atzhausen hat es viel Sandboden. Auf den bin ich ein bisschen neidisch. 

Auf der Strecke gab es mehrere Stationen – und wir mussten aufpassen, dass wir keine versteckten Oktoberfest-Relevanten Gegenstände auf der Strecke übersehen. Die wurden nämlich abgefragt. 

Erster Halt war das obligatorische Wäsche aufhängen. Schwierigkeit hier: Wir bekamen hinterher jeder ein rohes Ei in die Hand gedrückt, um es bis zur nächsten Station mitzunehmen und heile wieder abzugeben. Für die Finos kein Problem 🙂 Ich habe schon einzelne ungekochte Spaghetti auf dem Pferd transportiert. Da ist so ein Ei keine Herausforderung 🙂 

Komische Perspektive – Foto: privat

Die nächste Station war meine Lieblingsstation: Wasserdurchquerung – schön idyllisch im Wald gelegen, mit kleinem Wasserfall, dort sollten die Ponys durchs Wasser laufen. Jacintos Lieblingsdisziplin. 

Und weiter ging es Richtung Haidt. Ein kleiner Zwischenstopp an den Fischweihern, wo wir „Bretzel-Werfen“ machen mussten. Diese Dinger auf Stäbe werfen, was Yvi und ich beide komplett nicht geschafft haben, ebenso wie das „Zahlenrätsel“. Man bekam einen Bierkrug in die Hand und musste schätzen, wie viele Salzbretzelchen da drin sind. Man bekam den Bierkrug erst leer in die Hand und dann „voll“ – und daran die Anzahl zu schätzen ist mal gelinde gesagt: Sehr nerdig! 🙂 Trotz komplizierter Errechnungsformeln, die durch meinen Kopf schossen (und die ich natürlich im Schlaf und ohne Taschenrechner sofort ausführen kann …. nicht) waren unsere Schätzergebnisse grob fahrlässig falsch. Aber Bretzeln sind zum Essen da und nicht zum Schätzen, deshalb machten wir uns entspannt auf zur Mittags-Rast-Station. 

Bretzelweitwurf – Diosa versucht unterdessen die Wurfgeräte zu Essen. – Foto: privat

Dort erfreuten wir uns erst einmal an einer leckeren Kartoffelsuppe und einem Zitronenwasser, bevor wir dort auch eine Aufgabe zu erledigen hatten: „Wiesenhits“ erkennen und benennen. Pffff sag ich nur! Als ob ich mir Namen und Musiktitel merken könnte! Aber als Belohnung  gab es noch für jeden ein Softeis – was echt gut war! Gestärkt sind wir also auf den restlichen Weg zurück gestartet. 

Kurz vor dem Ziel gab es noch eine „Station“ – hier wurde einfach kontrolliert, wie gelassen die Ponys über eine zugegebenermaßen sehr enge und relativ lange Brücke über den Bach laufen. 

Am Reitverein zurück durften wir noch einen Parcours absolvieren – angelegt ein bisschen wie ein kleiner Working Equitation Trail – aber nur ein bisschen. Es wurde nach Zeit geritten: ein Baumstamm überqueren, Blau-Gelbe-Viereck über die Ecken durchqueren, eine Volte um ein Hinderniss, seitwärts über ein Stangen-L, dann zurück zum Start galoppieren, einen gefüllten Wasserkrug mitnehmen, Slalom reiten und mit dem Krug durch ein Stangenlabyrinth reiten, den Krug wieder abstellen. Fertig! 

Dann hatte man noch die Wahl über eine Bierbank zu springen, oder ein kleines Kreuz zu „springen“. Jacinto und ich haben uns übrigens für die Bierbank entschieden – und es hat richtig gut geklappt! 

Hier mussten wir leider ein bisschen warten, die Parcours-Durchquerung dauert halt einfach auch wenn man zügig ist ungefähr drei Minuten. Wenn man unkooperative Pferd-Reiter-Kombis hat oder größere Gruppen dauert es eben noch länger. Also genügend Zeit zum zusehen. 

Zufrieden haben wir die Ponys versorgt und nach Hause gefahren. Das schöne an den Ritten in unserer Umgebung ist, dass wir die Ponys Heim bringen können und die sich dann nach einer ausgedehnten Dusche in gewohnter Umgebung entspannen können. Dusche war übrigens nötig, weil beide mit rotem Viehmarkierungsstift ihre Startnummern auf den Popo bekommen haben. Und da die Ponys gegenseitig sehr viel Körperkontakt suchen, sahen sie teilweise etwas „blutig“ aus – Merke roter Viehmarkierungsstift an der Nase sieht etwas erschreckend aus 🙂

Zur Siegerehrung und zum tatkräftigen mithelfen bezüglich die zum Verkauf dargestellten Lebensmittel zu dezimieren, sind wir dann wieder nach Atzhausen gedüst. Leckere Salate (bis auf einen alle vegetarisch! <3), leckerer Kochkäse und klassisch: „Obazter“ (für die Nicht-Bayern: ein angemachter Käse mit drei verschiedenen Käsen, Butter und geheimen Zutaten – obatzt halt – zammgematscht – und ein reichhaltiges Kuchen-Buffett musste „vernichtet“ werden. 

Viehmarkierungsstift an der Nase – Foto: privat

Die Siegerehrung überraschte uns dann: Jacinto (15.) diesmal wieder ein bisschen vor Diosa (18.) – da hat das Dirndl nicht so viel ausgemacht Yvi! – Mein Preis war ein Buch. Ihr müsst jetzt ganz stark sein. Es ist ein Buch – ein Buch das ganz deutlich zu meinem Karma sagt: „Bitch!“ – Es hat den Titel: „10.000 Tipps und Tricks für Küche, Haus und Garten“. Also eindeutig gemacht für mich! 🙂 – Falls jemand von Euch Interesse an diesem Buch hat – ich gebe es gerne weiter. Ansonsten wird es wohl demnächst in einer Tombola auftauchen. 

Wir hatten einen spaßigen, sonnigen Tag mit den Ponys und netten Menschen und freuen uns schon wieder einmal in Atzhausen mitzureiten. 

Dettelbachorittpremiere?

03. August 2019:

Heute waren wir ganz Speziell unterwegs, nämlich schon wieder bei einem Orientierungsritt – aber diesmal bei einer Premiere. Der Dettelbacher Reitverein hatte zu seinem allerersten Orientierungsritt geladen. Ich finde es schön, wenn traditionelle Vereine, die eigentlich eher für ihre Turniere bekannt sind, sich auch dem Freizeitreiter-Sektor zuwenden und für die vielen Feld-Wald-und-Wiesen-Reiter etwas anbieten. Und das haben die Dettelbacher sehr gut gemacht. Wir hatten eine sehr schöne Strecke (15 km), die wir nach Karte reiten mussten und dabei noch Buchstaben „einsammeln“ mussten für ein Lösungswort, abwechslungsreiche Stationen mit Aufgaben für Pferd und Reiter und ein super Catering – was will man mehr! 

Ponymann checkt, ob der Regenschirm ordnungsgemäß aufgefaltet wurde …. – Foto: privat

Aber von Anfang. Angekommen sind wir (Lina + Ponymann, Yvi + Diosa und ich + Jacinto) im Regen – ganz ehrlich: momentan bin ich lieber im Regen unterwegs als bei 35° im Schatten! Der Regen hat sich dann übrigens auch verzogen und wir sind trocken zurück gekommen.

Beginn war in der Reithalle mit ein paar Trailaufgaben: einen Regenschirm nehmen mit Pferd führend über zwei Softstangen balancieren, an eine Aufstieghilfe laufen und mit Schirm in der Hand von Rechts aufsteigen. Mit Schirm in der Hand zu einer Art Tonne reiten, den Schirm darauf zugeklappt ablegen. Einen Korb mit Geschirr aufnehmen, zu einem Biertisch reiten, den Tisch vom Pferd aus decken. Immer eine sehr lustige Übung übrigens …. und dann noch durch einen Flattervorhang reiten. 

Frau Sumpf möchte ein „U“ kaufen – für „Ungeheuerlich!!!!“ – Foto: Yvi

Dann durften wir raus in den Regen und die Strecke mit der Karte in der Hand abreiten und dabei nach Buchstaben für das Lösungswort Ausschau halten. Anfangs war das eine etwas rutschige Sache dank dem Regen, aber wir hatten trotzdem unseren Spaß auf der Strecke. 

Zwischendurch gab es relativ viele Stationen zu absolvieren. Bei der Ersten gab es etwas für uns Reiter: Dinge erfühlen, Wissens- und Rätselfragen und ein keines Denkspiel. Das Denkspiel hatte es in sich!

Die zweite Station war auch schon die Mittags-Station, aber bevor wir etwas Trinken und Essen durften – übrigens das beste Käsebrötchen, was ich auf einem O-Ritt jemals bekommen habe! 🙂 – gab es noch Aufgaben zu erledigen. Bälle mit einem Schlauch ansaugen und in einen anderen Bottich bugsieren und die Ponys passgenau auf vier Bierdeckel abstellen. Zwergs beste Übung übrigens 🙂 Dafür haben Yvi und Lina bei den Bällen abgesahnt. Und noch ein paar Fragen beantworten. 

Dann gab es wieder ein schönes Stück zu reiten, bevor wir an eine Station kamen, an der wir mit einer Longierpeitsche Dosen von einem Tisch schlagen mussten – natürlich auf dem Pferd sitzend 🙂 und auf einem Tennisschläger einen Tennisball durch Slalom-Hütchen bugsieren durften. Nur im Schritt, aber trotzdem die Paradeübung für Finos 🙂 Und es gab wieder Fragen! Wie viel Trinkt ein Pferd pro Tag? Was ist ATP? Und was ist die Steigerung von Buchstabensuppe? Na? Wer weiß die Lösung? 

Dann näherten wir uns schon wieder dem Reitverein. Zurück durch einen lauschigen Bachweg zur nächsten Station. Wäsche aufhängen. Aber nicht irgend welche Wäsche, sondern was man selber so am Körper trug. Also landeten Helm, Jacke, noch eine Jacke, diverse T-Shirts und bei Diosa und Yvi sogar das Kopfstück und die Zügel auf der Leine. Wo soll das Pony denn schon hin? Dann durften wir noch im Bach Bälle mit einem sehr schweren Cacher aufsammeln und … natürlich Fragen beantworten! Dann ging es noch ein kurzes Stück zurück zum Reitverein und noch einmal in die Halle zu einem neuen Abschluss-Trail. 

Unprofessionelles Hochkant-Filmchen vom Wochenende 🙂 – Weil ich es kann!

Über eine blaue Decke reiten. Zwischen zwei Sprungständer reiten, anhalten und einen Ball umsetzen. In ein Stangenviereck reiten, eine viertel Drehung machen. Trabstangen. Pylonenslalom (wäre im Galopp richtig schwer gewesen, weil sehr eng). Eine Rückwärtsgasse und noch mal ins Viereck reiten. Pony abstellen, absteigen, stehen lassen und einmal ums Viereck herum laufen. Ohne dass das Pony einem folgt. Zwerg konnte erst dann dazu bewogen werden stehen zu bleiben, als ich ihm angedroht habe, dass er, wenn er nicht augenblicklich stehen bleibt nach Hause laufen muss. Das hat wohl geholfen 🙂 Die andern beiden Ponys dagegen waren wieder Streber! Und dann mussten wir noch Hufeisen-Werfen machen in mit Kreide auf den Boden gemalten Punktefeldern. Und natürlich unser Lösungswort abgeben. Was ziemlich schwierig ist, wenn man tatsächlich einen falschen Buchstaben aufgesammelt hat. Aber wir konnten das Problem lösen 🙂 

Wir haben dann erst mal ganz gemütlich die Ponys nach Hause gefahren und alles in Ruhe aufgeräumt, bevor wir wieder zurück nach Dettelbach gefahren sind und sogar noch die letzten Reiter mitbekommen haben, bevor wir ganz gechillt lecker Grillkäse mit tollen Salaten essen konnten und dabei der Siegerehrung zuhören konnten. Yvi war mit Diosa dieses Mal wieder unsere Streberin mit dem 11. Platz – Lina mit Ponymann und ich mit Jacinto haben zusammen den 21. Platz belegt. Es gab viele Doppel-Plätze. Ich kann gar nicht sagen, wie viele Starter jetzt tatsächlich dabei waren, aber so um die 40 waren es bestimmt. Auch gab es schöne Preise, die man sich aussuchen durfte. Erster wurde übrigens Andrea, unsere ehemalige Mitreiterin vom letzten O-Ritt in Eisingen, die wir hier wieder getroffen haben! 🙂

Einziges Bild, wo fast alle zusammen drauf sind – also zumindest Zwergs Kopf mit drauf ist 🙂 – Foto: Privat und Hochprofessionell … nicht

Wir hatten einen schönen Tag mit den Ponys und hoffen es gibt auch einen zweiten Orientierungsritt in Dettelbach – da sind wir dann ganz bestimmt wieder mit dabei! 

Eisingen gerockt?

21. Juli 2019:

Heute waren wir endlich wieder einmal auf einem Orientierungsritt. Ich war früher (als ich noch kein eigenes Pony hatte) immer sehr begeistert von den tollen braven Ponys bei solchen Ritten. Es war immer mein Ziel selber ein Pony zu haben, mit dem ich auf solchen Ritten Abenteuer erleben und Spaß haben kann. Und heute war endlich wieder einmal so ein Tag! 

Yvi die alte Basketballerin …. – Foto: privat

Unterwegs mit lieben Freunden (Yvi und Lina) und den Ponys (Jacinto, Diosa und Ponymann) – was will man mehr? In Eisingen waren wir ja schon ein paar Mal (aber heute das erste Mal mit Lina) und mir gefällt die Reitgegend dort immer besser – jedes Mal wundere ich mich wie zwischen Autobahn und zwei Bundesstraßen doch noch so viel schönes Gelände passt ohne dass man merkt Nahe an einer Stadt zu sein!

Wir waren eigentlich zu dritt unterwegs, haben aber spontan noch eine Reiterin (Andrea und Luna) aufgesammelt und mitgenommen. Wir starteten mit dem Parcours in der Reithalle: Enten fischen, eine Flatter-Ballon-Gasse durchqueren und Ringe von einem „Baum“ pflücken und an einen Hutständer hängen. Zwerg dachte gleich es gibt statt Enten Äpfel zu fischen und ist freudig an den Wasserbottich hin und hat enttäuscht zwei Plastikenten mit den Zähnen herausgefischt, nur um zu merken: keine Äpfel! Mist! Manchmal bin ich doch stolz auf das Pony 🙂 Essen kann er jedenfalls – aber alle Ponys haben die gestellten Aufgaben toll erledigt und so konnten wir uns auf den eigentlichen Weg machen – und zwar genau ein Stück weiter bis zum Außenreitplatz. 

Dort erwarteten uns schon die nächsten Aufgaben: Wasserbomben zielgerichtet in Eimer werfen … ratet wer alle Bomben in den höchstbepunkteten Eimer geschafft hat? Jupp. Frau Griebel! Dann gab es Basketball-Werfen in einen Korb vom Pony aus  – drei Versuche — Yvi wird immer besser im Werfen! Also im Treffen eigentlich – Werfen kann sie schon ganz gut, nur das Zielen hapert ein bisschen 🙂 Und ein Schaukelpferd durften wir durch eine Stangengasse ziehen – auch hier war der Zwerg sehr vorbildlich. Anscheinend hat er sich das mit der Gasse aus Eichenzell gemerkt und hat seine Aufgabe gleich sehr cool erledigt. 

Dann konnten wir endlich auf die Strecke gehen – Bergauf – Bergab um Eisingen bis zum ehemaligen Springplatz. Zuvor gab es noch eine kleine Station, bei der wir über eine Plastikplane reiten mussten und dabei einen Rappel-Sack transportieren mussten. Eine unserer leichteren Übungen. An der Mittagsrast angekommen freuten wir uns erst einmal über ein Käsebrötchen und vor allem über eine kühle Apfelsaftschorle. 

Die Ponys durften ein bisschen Grasen und dann gingen die Aufgaben schon weiter: Wäsche aufhängen (ein Klassiker der Orientierungsritt-Aufgaben) – leicht erschwert durch leichte Textilien und einen frischen Wind 🙂 Und einen kleinen Sprung an dem Luftballons für Irritation sorgten. Aber nicht bei uns – alle vier haben wir unsere Aufgaben erledigt und konnten weiter reiten.

Kleines Erinnerungsfilmchen … wir hatten Spaß 🙂

Jetzt folgte eine große Schleife einfach nur Reiten, schön über die Felder zwischen Waldbrunn, Waldbüttelbrunn und Eisingen – eine echt schöne Reitgegend! Jacinto ist vorneweg gedappelt und ich war richtig zufrieden – zufrieden mit der Welt, mit dem Leben und Überhaupt. Genau deshalb habe ich immer ein eigenes Pferd gewollt – um die Natur zu durchstöbern, schöne Landschaften sehen und Zeit genießen – und genau das habe ich heute mit einem extrem entspannten Pony und tollen Menschen gehabt. Und als Bonus hat das Pony heute noch alles mitgemacht, was ich ihn angefragt habe. Jacinto hat heute als Herdenchef fungiert, er hat Sicherheit gegeben, er hat alle Aufgaben richtig toll bewältigt und er hatte selber noch Spaß und ist zufrieden vor sich hin gelaufen. 

Kurz vor Rückkehr bei den Pferdefreunden Eisingen gab es noch eine kleine Station: Dosen werfen. Hier war allerdings eher die Schwierigkeit die Dosen rechtzeitig zu bewerfen, bevor der Wind sie von alleine von dem Tisch gepustet hat. Zurück an der Reithalle haben wir erst mal die Ponys versorgt und ein bisschen Grasen und Trinken lassen, bevor wir sie zur Siegerehrung auf den Hänger gepackt haben. Das war auch neu für mich – Ponys einfach auf den Hänger stellen und stehen lassen. Für Turnierreiter Normalität, für uns Premiere. Aber sie waren auch sehr zufrieden einfach nur herumstehen zu dürfen und sich am Heu im Hänger zu bedienen. Müde aber  glücklich würde ich sagen. 

Wir haben uns dann zur Siegerehrung in die Reiterstube gesellt. Und ich muss jetzt ein bisschen angeben: Jacinto hat doch tatsächlich dieses Mal besser abgeschnitten als Diosa! Diosa war nämlich „nur“ 5. und Jacinto tatsächlich der Zweite von ich glaube sogar rund 45 Startern. Lina war auch unter den ersten dreißig. Es gab wieder tolle Preise in einer Josera-Papptüte:  Futterproben, Leckerlies, Bonusscheine eine Schleife und ein Pokal und als zweiter Preis ein schwarzes Knotenhalfter, passend dazu geflochtene Zügel und einen Gutschein für eine Trainingsstunde bei Cindy Schwind. In Yvis Beutel war ein toller 1,7 l Wasserkocher in türkis drin. Was bei Lina noch drin war weiß ich jetzt gar nicht, aber sie hat sich so sehr über ihre erste eigene selbstverdiente Schleife bei einem Orientierungsritt gefreut, da ist alles andere schon Nebensache. 

Die Crew unterwegs – Foto: privat

Auf jeden Fall war es wieder ein super organisierter, sehr schöner und vor allem sehr erfolgreicher Orientierungsritt in Eisingen gewesen! Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr! Und ich hoffe dieses Jahr noch den einen oder anderen Orientierungsritt starten zu können! Das macht nämlich immer richtig Spaß!

Werbeslogans im Regen aufsagen?

29. Juni 2014:

Heute waren wir wieder in Spaß-Mission unterwegs. Wir sind zum Orientierungsritt nach Kosbach gefahren. Neu dieses Jahr: Es gab ein Motto – „Werbeslogans!“ Und eine neue Strecke. Und für Nadine mit Fénix, Yvi mit Diosa und mich mit Jacinto eine neue Mitreiterin. Wir haben einfach unsere Stall-Julia auf einem von den „neuen“ Islandpferden mitgeschleift. Julia, O-Ritt-Neuling und das Pony erst seit drei Wochen bei uns. Aber die beiden haben das perfekt gemeistert. Man hat nicht gesehen, dass die beiden sich erst so kurz kennen.

Kos
Chaos-Gruppenfoto! – Foto: privat (heute gibts nur verwackelte, teils unscharfe Instant-Fotos! )

Wie immer war die Organisation des O-Rittes topp. Wir hatten dieses Jahr das Glück direkt im Gelände des Reitclubs parken zu können und konnten gleich mit dem Trail beginnen. Zum warmwerden sozusagen. Aufgebaut waren die unterschiedlichsten Stationen: Pferdefußball (Dort hat Jacinto übrigens geflissentlich darauf geachtet, dass immer mindestens vier Meter zwischen ihm und dem Fußball Abstand waren, was natürlich eher kontraproduktiv war. Diosa hat das natürlich schamlos ausgenutzt und ein Tor nach dem anderen geschossen!). Eine Station an der man sich gegenseitig Wäscheklammern anstecken sollte. Die haben die Mädels, die uns die Station erklärt haben glaube ich auch nicht richtig verstanden, aber egal. Ich scheine lustig auszusehen mit zehn Wäscheklammern an der Hutkrempe.

Pferdefussball
Pferdefussball – gar nicht so einfach … – Foto: privat

Eine weitere Station war das Kosbach-Logo geviertelt auf Papier von Weidezaunpfählen holen, zusammensetzen und dann mit dem Pferd noch eine Strecke über zwei Stangen reiten. Dann gab es einen Luftballon-Zirkel in dem unter den Luftballons verschiedene Firmen-Logos hingen. Jeder durfte eine Karte ziehen und musst unter den Luftballons sein Logo herausfinden und dann mit einer Stech-Gerte einen Luftballon zum Platzen bringen. Hin und zurück musste man durch ein Flattertor. Als Vorletztes eine Station, nennen wir sie Eierlauf: fünf Karten mit Pferdeartikeln drauf ziehen, aufs Pony, Slalom über Stangen und um Pylonen, Absteigen, die Artikel den jeweiligen Firmen zuordnen, einen Löffel und ein „Ersatzei“ in die Hand nehmen und den Slalom-Weg wieder zu Fuß mit geführtem Pferd zurück laufen. Alles Stationen, die nicht wirklich problematisch waren.

Und als letztes die Auszieh-Station. Die Ponys mussten in einem Stangenviereck stehen bleiben und jeder Reiter konnte sich auf dem Pferd ausziehen was ging. Bedingung: das Pferd soll im Viereck bleiben und die Kleidung am Boden landen. Yvi und ich haben uns hier zurück gehalten, wir sind zu faul zum wieder anziehen gewesen. Aber Nadine und Julia entblätterten sich sogar fast bis auf Jeans und BH. Aber es sollen sich sogar Leute bis auf die Unterhose ausgezogen haben. Das ist lustig anzusehen, geht mir persönlich dann aber doch etwas zu weit. Hier konnte natürlich wer viel ausgezogen hat auch viele Punkte sammeln.

Auszieh-Station
Auszieh-Station – sorry Mädels, das musste sein! 🙂 – Foto: privat

Nachdem wir uns vom Lachanfall erholt hatten gingen wir dann auf die Strecke. Dieses Jahr nicht die obligatorische Strecke, sondern eine ganz Neue. Ich bin ja immer wieder ein großer Fan vom Erlangener Ausreitgelände. Schöne Sandwege, schöne Reitwege, viel Wald und dank Regenwetter heute keine Fliegen unterwegs. Dabei hatten wir diesmal sogar die Fliegendecken dabei, die wir an der Eisbärenritt-Tombola gewonnen hatten. Der Regen war sowieso das einzige Manko. Immer wieder tuschte es auf uns herab, was die Stimmung schon etwas gedrückt hat, aber wir wurden wenigstens nicht komplett nass. Zwischendurch war es immer wieder schön. Die Strecke wurde wieder von lustigen Stationen unterbrochen. Teilweise mussten wir zwar ein bisschen warten, aber das hängt ja immer davon ab, wie groß die Gruppe vor einem ist.

Die erste Station war im Wald. Veränderte Werbelogos erkennen. Und Sackhüpfen und sich dabei leere Plastik-Flaschen-Logos in einer Gasse merken und die dann auswendig sagen. Um es kurz zu machen, ich kann nicht hüpfen und mir gleichzeitig Dinge merken. Momentan kann ich mir ja nicht mal Namen von Leuten merken, die ich relativ regelmäßig sehe. Nadine hat sich dafür ungefähr 17 Flaschen-Aufdrucke gemerkt. Die Frau ist manchmal echt unglaublich. Und weiter ging es durch den Wald um Erlangen, unterbrochen von Begegnungen mit tapferen Joggern im Nieselregen.

Eierlauf
Eierlauf, entspannte Sache  – Foto: privat

Die zweite Station war dann das Blechdosen-Dreh-Ding, was schon letztes Jahr im Einsatz war. Immer wieder eine Herausforderung. Natürlich sind alle Ponys an das Drehdings hin und haben Blechdosen an der Schnur aufgedreht, bis auf Mr. Jacinto Angsthase. Hier gab es glaube ich auch wieder Fragen zu beantworten, aber mein Gedächtnis lässt mich schon wieder im Stich.

Weiter zur nächsten Station: Wäsche aufhängen. Und „Gegenstände“ in einem Sack ertasten und sagen, was es ist. Dann hatten wir einen schnellen, aber um so lustigeren Ritt an die nächste Station. Dort durften wir mit einem Getränk in der Hand eine Strecke reiten und dabei das Getränk kreisen, über Stangen reiten und Achten machen und zurück traben. Copa de Champane sozusagen, am Ende musste man erschmecken, was im Glas ist. Leider kein Schnäpschen, aber trotzdem lustig. Als nächstes wurden wir dann vom netten Eskort-Service abgefangen, die uns sicher über die Autobahnbrücke geleitet haben. Und schon waren wir wieder in Kosbach und konnten uns, nach der Versorgung der Ponys, gemütlich entspannen und den Hunger stillen. Die Ponys durften wieder in bereitgestellten Paddocks ausruhen und waren mit ihren Heunetzen beschäftigt.

Alles in Allem ein schöner Sonntag in Kosbach. Die Organisation war sehr gut, die Helfer alle freundlich, die Verköstigung lecker. Die jungen Mädels an den Stationen waren zwar manchmal etwas lustlos, aber wenn man den ganzen Tag mehr oder weniger im Regen steht, kann ich das definitiv nachvollziehen. Also alles im grünen Bereich. Gut wäre noch gewesen, dass man vorher publiziert hätte, dass es jeweils an den Stationen die Möglichkeit gegeben hätte, etwas zu trinken. Aber wir sind nicht verdurstet und insgesamt war der Ritt wirklich schön. Trotz Regen. Auch mussten wir nicht lange auf die Siegerehrung warten, die dann sogar bei ein bisschen Sonne stattfinden konnte. Nachdem es einige Doppelplatzierungen gab, schätze ich mal, dass ungefähr 60 Teilnehmer die Strecke absolviert haben. Jacinto war erstaunlicher Weise nicht ganz Letzter, Diosa hat es sogar auf Platz 15 geschafft und Nadine und Julia waren auch irgendwo zwischen Platz 30 und 20 dabei. Letztendlich ist die Platzierung egal, es kommt darauf an, dass wir einen schönen Tag haben und uns eine kleine Auszeit vom Alltag nehmen. Und das haben wir auf jeden Fall getan. Bis nächstes Jahr in Kosbach!

Wolpertinger im Regen?

25. August 2013:

Dieses Jahr waren wir natürlich wieder mit dabei als der PSV Poenleinsmühle zum 5. Orientierungsritt einlud. Thema dieses Jahr:  „Bayern, des samma mia?“ Wie immer war das Team der Poenleinsmühle bestens vorbereitet – zünftig verkleidete Bayern überall, stets freundlich und gut gelaunt. Einzig und alleine das Wetter versaute uns heuer einen völlig ungetrübten Spaß. Es regnete. Und zwar den ganzen Tag. Und was aber am Erstaunlichsten war: Das hielt den Großteil der Starter überhaupt nicht ab. Es wurde nicht mal in Frage gestellt, ob der Ritt tatsächlich stattfindet. 54 Pferd-Reiter-Paare waren so verrückt sich den Sonntag über vollregen zu lassen. Und alle Helfer ebenfalls – und dabei noch extrem gut gelaunt zu bleiben. Hut ab sage ich da nur! Das spricht schon dafür, wie beliebt der Ritt inzwischen ist.

Gut angekommen, dank Nadines musikalischer Unterhaltung (danke für den Dauerohrwurm Frau Weinmann!!!), verzichteten wir aufs Frühstück und starteten gleich mit unseren Ponys. In der Reithalle waren die ersten Übungen aufgebaut. Frei nach dem Motto „In Bayern gehen die Uhren anders“ galt es Aufgaben im Rückwärts zu erledigen. Rückwärts um Slalom-Pylonen, Rückwärts durch ein Stangen-Dreieck, Rückwärts durch den weiß-blauen Flattervorhang. Dann ging es gleich auf die gut mit Kalkpunkten markierte Strecke. Insgesamt gab es 10 Stationen zu erledigen.

Weißwurstfrühstück im Regen, Foto: privat
Weißwurstfrühstück im Regen, Foto: privat

Station 2:

Zünftiges Weißwurstfrühstück! Der Engel Aloisius erwartete uns schon. Vom Pferd aus durften wir einen Tisch decken: Tischdecke, Besteck, Teller mit Weißwürsterln, die man erst noch aus einem Topf fischen musste, Senf und ein selbstgezapftes Bier, alles musste einzeln angerichtet werden innerhalb von zwei Minuten.

Station 3:

Bierkrugweitschieben. Eine sehr lustige Idee! Es war eine Holzbahn aufgebaut und der Bierkrug sollte punktgenau an Fähnchen mit maximal zu erreichenden Punkten anhalten. Gar nicht so einfach, man brauchte erst den richtigen Schwung. Wer zu wenig drauf hatte, bekam keine Punkte, und wer zu viel drauf hatte, der katapultierte den Bierkrug über den Rand und in ein Strohbett – auch für null Punkte.

Bierkrugweitschiebebahn, Foto: privat
Bierkrugweitschiebebahn, Foto: privat

Station 4:

Hier war unser bayerisches Wissen gefragt. Wie war das doch gleich noch mal? Welcher Regierungsbezirk hat was für Wappen? Peinlich wenn man nicht mal das Wappen von Unterfranken kennt.

Station 5:

Geschichte vom Wolpertinger. Hier durften wir uns die Geschichte vom Wolpertinger anhören und mussten dazu 11 Fragen beantworten. Lustig, weil Yvi bis zur Woche vorher noch nie etwas vom Wolpertinger gehört hatte, und spontan in der Geschichte loslachen musste. Hintergrund: Wir sind letzte Woche ausgeritten und der Zwerg hat sich erschrocken, daraufhin habe ich gesagt: „Ey Zwerg, da hockt schon kein Wolpertinger im Gebüsch!“, und so bekam Yvi mit was ein Wolpertinger ist. Mal abgesehen davon, dass man in Bayern schon wissen sollte was das ist.

Station 6:

Mittagsstopp mit Pferdefußball. Endlich Mittagessen – so ein durchgeweichtes Brötchen schmeckt doch immer noch am Besten wenn man total ausgehungert ist. Dazu noch einen Kaffee und ein Stück Rotweinkuchen und die Welt sieht wieder gut aus. Vorher haben wir schnell noch versucht die Ponys einen Ball in ein Tor schießen zu lassen.

Yvi und Diosa haben Spaß, Foto: privat
Yvi und Diosa haben Spaß, Foto: privat

Station 7:

Hufeisenweitwurf und noch mehr bayerische Fragen. Hier stand praktischer Weise ein Kirschbaum in Pferdemaul-Nähe und so standen die Ponys bombensicher und versuchten Kirschbaumblätter zu angeln, während wir versuchten Hufeisen in die Mitte eines Kreises zu werfen. Hinterher gab es noch ein paar Fragen, unter anderem zum bekanntesten Klabautermann, zu berühmten Persönlichkeiten und zum Thema Fußball.

Station 8:

Brezeln angeln. Mit einer umgebauten Gertenlanze durften wir Brezeln von einer Wäscheleine angeln und in einen Korb legen. Eine der lustigsten Stationen, gab es doch hinterher einen kräftigen Schnaps als Belohnung!

Brezelstechen mit Schnäpschen, Foto: privat
Brezelstechen mit Schnäpschen, Foto: privat

Station 9:

Nägel-Einschlagen. Mit zehn Schlägen einen Nagel in einen Baumstumpf klopfen. Dabei hat es schon ordentlich geregnet.

Station 10:

Hier war es ganz schön anstrengend. Mal abgesehen davon, dass der Regen jetzt richtig loslegte, mussten wir hier einen Maibaum aufstellen! Vom Pferd aus! Habt Ihr das mal probiert? So ein Ding ist schon schwer. Und außerdem ist es ja nicht leicht, wenn die Ponys sehen, dass so ein Baum nach oben geschnellt kommt. Aber alle drei Finos waren erstaunlich cool.

Und trotz dem blöden Wetter haben sie toll mitgemacht, die ganze Strecke über. Wir waren alle richtig stolz auf unsere Ponys, die sich heute dafür eine Extraportion Futter verdient hatten. Im strömenden Regen haben wir dann schnell verladen und sind erst mal Heim gefahren, um die Ponys zu versorgen und um uns kurz aufwärmen und trockenlegen zu können. Dann sind wir wieder zurück zur Siegerehrung gefahren.

Silokunst, Foto: privat
Silokunst auf der Strecke, Foto: privat

Natürlich gab es wieder lecker Essen für die ausgehungerten Teilnehmer. Traditionell die Forelle, Gegrilltes und Kartoffelsuppe. Dieses Jahr hatte ich eine leckere mit Bier gegrillte Forelle mit leckeren Salaten und als Nachtisch noch ein Stück von dem sensationellen Rotweinkuchen.

Jeder der 54 Starter bekam eine Urkunde und einen Sachpreis. Wir hatten eine lustige Sitzrunde und Kawayo und Traber-Julia sind auch noch zu uns gestoßen. Die waren etwas später auf die Strecke gegangen und hatten noch mehr Regen abbekommen, waren aber auch bestens gelaunt und zufrieden mit ihren Pferden. Insgesamt war bei Allen zu spüren, dass das Wetter eher eine sekundäre Rolle spielte, und der Spaß an der Veranstaltung insgesamt an erster Stelle stand. Sonst wären wohl kaum so viele Reiter gekommen! Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr und hoffen nicht, dass es dann zur Abwechslung schon Schnee gibt! 🙂

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