Del Cavador

Disney-Trauma?

7. Trailritt – Ritt durch den „mystischen Tannenwald“

20. Oktober 2019:

Eigentlich waren wir uns nach dem Wetterbericht für dieses Wochenende schon fast sicher: Wir werden im strömenden Regen reiten! Aber Pustekuchen: bestes Oktoberreitwetter für den 7. Trailritt des Reitclubs Tauberbischofsheim! Zuletzt sind wir da 2013 gestartet, also wurde es einmal wieder Zeit den „Ritt durch den mystischen Tannenwald“ zu besuchen. Wobei ich ehrlich gesagt immer noch stark überlege, warum es Tannenwald heißt – weil durch Tannenwald sind wir gar nicht geritten. Vielleicht kann mich da wer aufklären? 

Mystischer Tannenwaldweg – Foto: privat

Aber dafür hat es hier so tolle Waldwege – ich war ganz verliebt in das Licht, das durch die Blätter gestrahlt hat. Übrigens ist dieses Jahr ein gutes Pilzjahr – was wir schon alleine am Wegesrand gesehen haben, da war einiges dabei. Leider kenne ich mich überhaupt nicht mit Pilzen aus. Wahrscheinlich würde ich mit totaler Zielsicherheit immer die giftigen und ungenießbaren finden. 

Aber egal. Heute waren wir mit dem Drachenpony und Frau Sumpf unterwegs. Empfangen wurden wir schon von einem sehr kompetentem Hänger-Einweiser. Perfekter Parkplatz. Und schon konnten wir die Ponys fertig machen und los ging es. 

Die Damen in der Anmeldung empfingen uns total nett und für mich leider mit dem Satz: „Willkommen in der Welt von Disney!“ – Yvis Reaktion: ein definitiv freudiges Fotografen-Jauchzen, welches normalerweise für tolle Fotolokations oder putzige Tierchen verwendet wird. Meine Reaktion ein eher unglücklicher Blick und ein definitives negatives Stöhnen. Ich hasse Disney. Ich habe ein Disney-Trauma, seit ich in frühester Kindheit gezwungen war Bambi im Kino zu sehen. Der Tod von Bambis Mutter hat mich komplett traumatisiert. Bis heute hasse ich alle Zeichentrickfilme. Bis auf „Biene Maja“ – aber das ist eine andere Geschichte. 

Jedenfalls haben sich ganz viele helfende Hände des Reitclubs TBB ganz viel Mühe gemacht, um die einzelnen Stationen mit ganz viel Liebe zum Detail zu den verschiedenen Disney-Filmen zu gestalten. Das war super viel Arbeit! Insgesamt gab es auf 10 km markierter Strecke sieben Aufgabenstationen und eine Vesperstation, welche wieder toll auf dieser Anhöhe gelegen war, von der man einen super Blick über die Landschaft hat. 

Wir haben mit den letzten beiden Stationen angefangen, die am Reitplatz aufgebaut waren (weil da gerade keiner war). Das war „Der König der Löwen“ – ein Stangen-L mit toller Kulisse, was das Drachenpony auch kurzfristig ein bisschen gruselig fand, aber Löwe gegen Drache … da bleibt wohl außer Frage, wer gewinnt. 

König der „L“Löwen 🙂 – Foto: privat

Die vorletzte Station war „Die Eisprinzessin“ – hier war ein Schneemann aufgebaut, welchem die Arme fehlten. Wir mussten also dafür sorgen, dass er welche bekommt: Hinreiten Jacke, Mütze und Schal anziehen, einen Stecken nehmen, zum Schneemann hinreiten, Stecken in das Armloch setzen, zurück zum Tisch und den zweiten „Arm“ holen und platzieren. Das Ganze innerhalb von 60 Sekunden. Beide Ponys haben das super gemacht – Drachi hat sich sogar noch einen Apfelbutzen von den netten Helferinnen geschnorrt. Bestes Pony. 

Eisprinzessin-Station
Frau Sumpf und die kleine Meerjungfrau-Aufgabe

Dann sind wir zur ersten Station geritten „Der kleinen Meerjungfrau“ – die hing über einer blauen (Meer) Plane in einem Netz mit viel Bling-Bling an einem Seil, welches zwischen zwei Bäumen quer gespannt war. Wir mussten einen Haken nehmen, den in einen Ring unter ihrem „Nest“ einhaken und sie quer über den Weg ziehen auf der Plane. Und dann noch den Haken an einen Baum hängen. Anschließend noch das „Meer“ überqueren. Frau Sumpf hat das übrigens sehr streberhaft erledigt, das Drachenpony auch. Und schon konnten wir auf die gut markierte Strecke gehen. 

Alice Pferdehängerdeko – Foto: privat

Erst einmal genossen wir die schöne Waldlandschaft und die schöne Gegend. Bis wir dann zu „Alice im Wunderland“ kamen. Hier durften wir eine Treppe steigen. Es lag eine „Leiter“ am Boden, bestehend aus Kanthölzern, die nicht umkippen sollten beim darüber reiten. Als Schwierigkeit waren manche „Sprossen“ noch mit Folie unterlegt und in verschiedenen Abständen platziert. Die Leiter an sich war kein Problem für die Ponys, das Nicht-Treffen der Hölzer schon eher – aber beide haben nicht alles umgefegt. 

Alice im Wunderland – Treppe

„Tinkerbell“ war die nächste Station. Hier galt es Feenstaub zu verteilen. Erst mal indem man an eine Bank hinreitet, eine Feen-typischen-Ikea-Deckenaufbewahrung an einer Schnur vom Pferd aus aufnimmt, dieses mit Glöckchen bestückte, ganz schön schwere Ding einmal um eine abgesteckte Strecke schleift und dann unter einer Glöckchen-Flirrenden-Feen-Deko in ein „Goldtöpfchen“ setzt. Also ganz schön anspruchsvoll. Hier wurde sogar Frau Sumpf kurzfristig aus der Ruhe gebracht. Das Drachenpony hatte gleich die Hosen voll. Dinge hinter sich herschleifen war noch nie ihr Ding. Drachenpony hat Dinge gern vor sich um sie zu zerstören – hinter sich macht keinen Sinn. Also bin ich abgestiegen und habe meine Aufgabe zur Sicherheit aller Beteiligten, inklusive der Deko lieber vom Boden aus gelöst 🙂 

Drachi war dann leicht aufgelöst, wir konnten den Weg aber gut fortsetzen. Und nachdem es ein bisschen was zu klettern gab – nämlich den Weg hinauf zur Vesperstation, war sie gleich wieder in ihrem Element. An der Vesperstation gab es Tee/Kaffee/belegte Brötchen und einen Fragenkatalog für uns. Mein Highlight dazu die erste Frage: „Was ist ein Colt/Filly?“ (männliches/weibliches Fohlen auf Englisch) – für uns Fino-Leute kein Problem, aber wir haben dann beim Warten auf die Siegerehrung noch die Mädels aus Markt Bibart getroffen, die haben bei der Frage geschrieben: „Kleine Sammeltierchen für Kinder mit Flügeln“ – eine geniale Antwort – wir haben so gelacht … – ich bin sowieso ein Fan von kreativ beantworteten Fragen. Übrigens liegt der mystische Tannenwald komplett im Edge-Land. Also nix mit Google oder so … falls Ihr Euch fragt, warum keiner googelt – außerdem tut man das nicht! 

Vesperstation … wer weiß, was ein Asyl-Araber ist? – Foto: privat

Gestärkt ging es weiter auf die Strecke. Für uns noch zwei Stationen: „101 Dalmatiner“ und „Aladin“. Bei den Dalmatinern waren zwei Hunde aufgebaut (wenn ich aufgehängt schreibe klingt das nicht so gut glaube ich …..) an denen schwarze Klett-Flecken angebracht waren, die man dann sozusagen umkletten musste. Wieder 60 Sekunden Zeit, was hier ganz schön sportlich war! Frau Drachi hat hierin keinen Sinn gesehen, also musste ich wieder zu Fuß ran – Diosa und Yvi haben bis auf drei alles geschafft. 

101-Klett-Dalmatiner – Foto: privat

Und schon ging es weiter zu Aladins Wunderlampe. Eine für uns fast geschenkte Station 🙂 Aladins Wunderlampe von einem Ständer nehmen und über den „Teppich“ reiten (ein weißer Teppich im matschigen Wald :-)) unter Wolken (tolle Deko an den Bäumen) und wieder zurück. Und schon waren wir wieder am Reitclub-Gelände angekommen. Wir brauchten nur noch unsere Laufzettel abgeben und konnten die Ponys versorgen. Danach haben wir uns erst einmal eine leckere Kürbissuppe gegönnt und noch ein bisschen Ponys in der Sonne trocknen lassen und fressen lassen, bevor wir sie zu einer großen Portion Heu in den Hänger gestellt haben. Die Popos schön in der Sonne, perfekter Muskel-wärmer nach der Anstrengung. So haben wir die Zeit bis zur Siegerehrung gut verbracht. Und mit Kuchen natürlich – ganz viel Kuchen! Warme und Kalte Getränke, Gegrilltes, Kuchen, Kürbis- und Gulasch-Suppe gab es im Reiterstübchen. 

Kürbissuppenliebe – Foto: privat

Insgesamt waren 101 Reiter am Start – die gut gelaunten Meldestellen-Ladies haben mir erzählt letztes Jahr wären es 138 Starter gewesen! Halleluja! Es gab eine Extra Wertung für Kinder und Jugendliche (das waren ungefähr jeweils so 6-8 Starter), einen Ehrenpreis für die weiteste Anfahrt (270 km), den Jüngsten Teilnehmer (6 Jahre) und die größte Gruppe (9 Starter). Bei den Erwachsenen Startern wurden die ersten 30 Starter platziert und bekamen auch einen Preis. Nachdem das Drachenpony zwar sehr kooperativ war, aber ich doch einiges auch zu Fuß erledigt hatte, dachte ich jetzt nicht, dass ich da dabei wäre, aber überraschend hat sich das Drachenpony einen 26. Platz erkämpft! Nicht schlecht für ihren ersten Orientierungsritt seit Jahren! Frau Sumpf und Yvi kamen sogar unter die Top 10 und wurden Neunter! 

Unser Fazit:

Toller Ritt – Wunderschöne Landschaft – Freundliche Helfer – Parkplatzeinweiser Topp – Gut markierter Ritt – Wunderbar detailreiche Deko an den Stationen – Lustige Aufgaben – Bestes Wetter: Topp! 

Oktoberfest in Atzhausen?

Zwerg und Diosa im Wald – Foto: privat

22. September 2019:

An diesem bisher letztem schönen Sonntag diesen Jahres waren Yvi und ich auf „Oktoberfest“-Mission unterwegs. Nicht zum Original (da hätte ich überhaupt gar keinen Bock drauf … ), aber zur Orientierungsritt-Version davon. Yvi hat sich sogar stilecht in ein Dirndl geschmissen. Diosa kam gerade noch daran herum mit Lebkuchenherz um den Hals die Strecke laufen zu müssen. Die Befestigung war nicht durchdacht, deshalb blieb das Herz im Auto. Für Verkleidung gab es 10 Extrapunkte. Das hatten Zwerg und ich nicht nötig. Dem Zwerg stehen einfach keine Dirndl. Er hat zu wenig Holz vor der Hüttn. 

Wir waren in Atzhausen unterwegs. Der Reitverein lud zum Orientierungsritt mit einer großen Strecke (20 km) und einer kleinen Strecke (ca. 5 km – für Kinder und zum Führen) ein. Wir wurden freundlich empfangen und schon ging es los mit der ersten Aufgabe: Pferd neben sich führen und auf den aufgestellten Bierbänken und Biertischen im Viereck herum laufen. Dabei nicht abstürzen! Pferd am Tisch stehen lassen und leere Bierkrüge über zwei aufgestellte Cavalettis balancieren und auf einen anderen Tisch abstellen. Ich sag mal so: gar nicht so einfach die Balance zu halten! (… genau so wie im echten Leben … Klugscheißer-Kommentar-Modus aus) 

Immer schön die Balance halten! 🙂 – Foto: privat

Dann sind wir auf die sehr schöne Strecke gegangen – diesmal mit Karte und Markierungen an schwierigen Stellen. Wobei das schon ein kleines Manko an dem Ritt war. Irgendwie war die Streckenführung nicht immer ganz eindeutig. Der Wechsel mit den Markierungen war etwas irreführend und manchmal machte die Karte nicht so den Eindruck, als ob sie mit dem Weg übereinstimmt, aber egal, wir haben alles gefunden! Und die Landschaft war auch wirklich schön – in Atzhausen hat es viel Sandboden. Auf den bin ich ein bisschen neidisch. 

Auf der Strecke gab es mehrere Stationen – und wir mussten aufpassen, dass wir keine versteckten Oktoberfest-Relevanten Gegenstände auf der Strecke übersehen. Die wurden nämlich abgefragt. 

Erster Halt war das obligatorische Wäsche aufhängen. Schwierigkeit hier: Wir bekamen hinterher jeder ein rohes Ei in die Hand gedrückt, um es bis zur nächsten Station mitzunehmen und heile wieder abzugeben. Für die Finos kein Problem 🙂 Ich habe schon einzelne ungekochte Spaghetti auf dem Pferd transportiert. Da ist so ein Ei keine Herausforderung 🙂 

Komische Perspektive – Foto: privat

Die nächste Station war meine Lieblingsstation: Wasserdurchquerung – schön idyllisch im Wald gelegen, mit kleinem Wasserfall, dort sollten die Ponys durchs Wasser laufen. Jacintos Lieblingsdisziplin. 

Und weiter ging es Richtung Haidt. Ein kleiner Zwischenstopp an den Fischweihern, wo wir „Bretzel-Werfen“ machen mussten. Diese Dinger auf Stäbe werfen, was Yvi und ich beide komplett nicht geschafft haben, ebenso wie das „Zahlenrätsel“. Man bekam einen Bierkrug in die Hand und musste schätzen, wie viele Salzbretzelchen da drin sind. Man bekam den Bierkrug erst leer in die Hand und dann „voll“ – und daran die Anzahl zu schätzen ist mal gelinde gesagt: Sehr nerdig! 🙂 Trotz komplizierter Errechnungsformeln, die durch meinen Kopf schossen (und die ich natürlich im Schlaf und ohne Taschenrechner sofort ausführen kann …. nicht) waren unsere Schätzergebnisse grob fahrlässig falsch. Aber Bretzeln sind zum Essen da und nicht zum Schätzen, deshalb machten wir uns entspannt auf zur Mittags-Rast-Station. 

Bretzelweitwurf – Diosa versucht unterdessen die Wurfgeräte zu Essen. – Foto: privat

Dort erfreuten wir uns erst einmal an einer leckeren Kartoffelsuppe und einem Zitronenwasser, bevor wir dort auch eine Aufgabe zu erledigen hatten: „Wiesenhits“ erkennen und benennen. Pffff sag ich nur! Als ob ich mir Namen und Musiktitel merken könnte! Aber als Belohnung  gab es noch für jeden ein Softeis – was echt gut war! Gestärkt sind wir also auf den restlichen Weg zurück gestartet. 

Kurz vor dem Ziel gab es noch eine „Station“ – hier wurde einfach kontrolliert, wie gelassen die Ponys über eine zugegebenermaßen sehr enge und relativ lange Brücke über den Bach laufen. 

Am Reitverein zurück durften wir noch einen Parcours absolvieren – angelegt ein bisschen wie ein kleiner Working Equitation Trail – aber nur ein bisschen. Es wurde nach Zeit geritten: ein Baumstamm überqueren, Blau-Gelbe-Viereck über die Ecken durchqueren, eine Volte um ein Hinderniss, seitwärts über ein Stangen-L, dann zurück zum Start galoppieren, einen gefüllten Wasserkrug mitnehmen, Slalom reiten und mit dem Krug durch ein Stangenlabyrinth reiten, den Krug wieder abstellen. Fertig! 

Dann hatte man noch die Wahl über eine Bierbank zu springen, oder ein kleines Kreuz zu „springen“. Jacinto und ich haben uns übrigens für die Bierbank entschieden – und es hat richtig gut geklappt! 

Hier mussten wir leider ein bisschen warten, die Parcours-Durchquerung dauert halt einfach auch wenn man zügig ist ungefähr drei Minuten. Wenn man unkooperative Pferd-Reiter-Kombis hat oder größere Gruppen dauert es eben noch länger. Also genügend Zeit zum zusehen. 

Zufrieden haben wir die Ponys versorgt und nach Hause gefahren. Das schöne an den Ritten in unserer Umgebung ist, dass wir die Ponys Heim bringen können und die sich dann nach einer ausgedehnten Dusche in gewohnter Umgebung entspannen können. Dusche war übrigens nötig, weil beide mit rotem Viehmarkierungsstift ihre Startnummern auf den Popo bekommen haben. Und da die Ponys gegenseitig sehr viel Körperkontakt suchen, sahen sie teilweise etwas „blutig“ aus – Merke roter Viehmarkierungsstift an der Nase sieht etwas erschreckend aus 🙂

Zur Siegerehrung und zum tatkräftigen mithelfen bezüglich die zum Verkauf dargestellten Lebensmittel zu dezimieren, sind wir dann wieder nach Atzhausen gedüst. Leckere Salate (bis auf einen alle vegetarisch! <3), leckerer Kochkäse und klassisch: „Obazter“ (für die Nicht-Bayern: ein angemachter Käse mit drei verschiedenen Käsen, Butter und geheimen Zutaten – obatzt halt – zammgematscht – und ein reichhaltiges Kuchen-Buffett musste „vernichtet“ werden. 

Viehmarkierungsstift an der Nase – Foto: privat

Die Siegerehrung überraschte uns dann: Jacinto (15.) diesmal wieder ein bisschen vor Diosa (18.) – da hat das Dirndl nicht so viel ausgemacht Yvi! – Mein Preis war ein Buch. Ihr müsst jetzt ganz stark sein. Es ist ein Buch – ein Buch das ganz deutlich zu meinem Karma sagt: „Bitch!“ – Es hat den Titel: „10.000 Tipps und Tricks für Küche, Haus und Garten“. Also eindeutig gemacht für mich! 🙂 – Falls jemand von Euch Interesse an diesem Buch hat – ich gebe es gerne weiter. Ansonsten wird es wohl demnächst in einer Tombola auftauchen. 

Wir hatten einen spaßigen, sonnigen Tag mit den Ponys und netten Menschen und freuen uns schon wieder einmal in Atzhausen mitzureiten. 

Fino-Bond on Tour?

Orientierungsritt in Nenzenheim am 15.09.2019

Frau Sumpf an der Klettball-Gummiband-Zielscheibe! – Foto: privat

Heute waren Yvi und ich mit Diosa und Jacinto in Nenzenheim – hier wurde von den Pferdefreunden Nenzenheim wieder der legendäre Orientierungsritt veranstaltet, der alle zwei Jahre stattfindet. 

Die Strecke war insgesamt 22 km lang und in zwei Schleifen angelegt, so dass man zur Mittagspause wieder am Startpunkt am Reitplatz ankam. So hatten die Zuschauer die Gelegenheit bei den Stationen 5 und 6 am Reitplatz bei Kaffee und Kuchen im Schatten zu sitzen und zuzuschauen. 

Übrigens Apropos Catering: Sensationell: Es gab frisch gemachte Pizza und Flammkuchen! Und leckere belegte Brötchen und Käsestangen neben Kuchen und Kaffee und ich glaube auch Gebratenes, aber das interessiert uns Vegetarier ja nicht 🙂 Uuuund ganz sensationell: Eis! Perfekt für das hoffentlich letzte heiße Wetter an diesem Sonntag! Catering-mäßig legt Nenzenheim da eine ganz hohe Latte vor! Und das gute Mönchshofer Radler 🙂 Wir haben uns natürlich durchgeschlemmt! 

Aber erst mal sind wir die Strecke geritten. Erst die „Arbeit“, dann das Vergnügen 🙂 Per Karte ging es auf die Vormittagsrunde (die Mühlen-Runde) mit zwei Stationen. Station 1: eine Gasse mit Motorrad-Reifen, begrenzt von zwei Stangen durchreiten, ohne neben raus zu kommen – dafür hatte man eine Minute Zeit. Übrigens hat das mit den Wartezeiten bei uns ganz super geklappt, wir mussten an keiner Station übermäßig lange warten – das war perfekt für die Ponys, die heute sehr flott drauf waren und wir die Strecke fast im Distanz-Modus absolviert haben. Die beiden hatten richtig Spaß an der ausgedehnten Gelände-Tour. 

Weg vor der Nierenmühle – Foto: Privat

Station 2: meine persönliche Lieblingsstation, weil man da nach Herzenslust mit einer Wasserpistole rumballern konnte 🙂 Natürlich nicht wahllos, es galt mit der Pistole einen Plastikbecher, der an einer Schnur befestigt war nach vorne zu schießen – ähnlich wie Wattebäuschchen-pusten nur halt mit Becher an Schnur und mit Wasser. Schwierig zu erklären, aber war sehr lustig. Vor allem weil die Ponys das System irgendwie nicht ganz so lustig fanden wie wir. Da half auch ein anfeuerndes Wasserschießen auf die Ponys nicht wirklich …. Aber auf jeden Fall haben sich die Nenzenheimer auf dem ganzen Ritt tolle Stationen ausgedacht! 

Wir haben dann statt Mittagspause die drei Aufgaben am Reitplatz erledigt, um noch vor der großen Hitze den größten Teil der Strecke zu schaffen. Am Roundpen war ein Ständer aufgebaut um den eine Longe gewickelt werden musste – vier Runden herum und vier Runden wieder zurück abwickeln innerhalb von einer Minute. Das mit der Minute entzerrt wirklich viel Stau. Übrigens die perfekte Übung für die wendigen Finos! Das haben beide Ponys super gemacht. So etwas hatten wir schon mal in einem IDMG-Trail in Aegidienberg gemacht. 

Am Reitplatz gab es drei Trailhindernisse zu absolvieren: Tor, Wippe und ein Bällebad, in dem das Pony geparkt werden musste, um dann mit einem Cacher die Bälle in einen Behälter zu geben. Da hatten wir auch wieder eine Minute lang Zeit. Sehr spannend. Also nicht für Diosa – die alte Streberin hat alles super vorbildlich gemacht. Vom Tor und Jacinto reden wir lieber mal nicht, von den Bällen und Jacinto sollten wir auch nicht wirklich reden … er sabbt nämlich immer total vertrauenswürdig überall rein – so auch in das Bälle-Bad. Und als ich dann den Cacher in der Hand hatte, hat er bemerkt, worin er steht und ist erst mal seitlich ausgebrochen und hat dabei das Bällebad zerstört. Räusper. Hust. 

Von der Wippe reden wir auch lieber nicht – obwohl die sehr toll war. Aber mehr als zwei Füße geführt waren nicht drin. Aber da zwinge ich den Zwerg auch nicht – Jacinto lässt sich nämlich zu nichts zwingen, wenn er irgend etwas partout nicht will. Und man muss ja auch nicht alles können. Dafür habe ich ja Diosa 🙂

Nächste Station war neben dem Reitplatz aufgebaut: Fähnchen in Pylonen versetzen in zwei Durchgängen. Klingt kompliziert, ich kann es nicht erklären, aber es ist eigentlich ganz einfach. Auch eine tolle Übung für Jacinto und Diosa. Klein und wendig sein hilft da enorm!

Frau Sumpf im Fahnen-Slalom. Foto: privat

Dann sind wir statt Mittagessen weiter auf die Strecke gegangen – die Nachmittagsstrecke oder Herrensee-Runde. Meine Lieblingsrunde mit schmalen Wegen durchs Gelände und den Wald – und schönen Wiesenstrecken am Waldrand entlang. Hier warteten ebenfalls wieder zwei Stationen auf uns. Am Rastplatz am Geißberg ein Stangen-Slalom. Hier gab es drei Schwierigkeits-Stufen: Einfach vorwärts durchreiten. Eine vorwärts, seitwärts treten, die nächste Rückwärts und so weiter, oder einfach alle Stangen in Rückwärts machen. Von Diosa sehr schön demonstriert. Die Streberin.

Station 4 war dann der Wurfgummi: Auch einen tolle neue Idee: Ein Gummiband zwischen zwei Bäume gespannt in ungefähr Pferdehöhe, eine Zielscheibe dahinter und wir mussten hinreiten, das Gummiband vom Pferd aus per Seitengang spannen und dann die Klett-Bälle auf die Zielscheibe flutschen lassen. Sagen wir mal so: Zielen war noch nie so unsere Stärke 🙂 Aber es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Und der ein oder andere Ball ging auch in die ungefähre Richtung der Zielscheibe – also wenn man Gebüsch und umstehende Menschen mitzählt.

Und zurück ging es für uns Richtung Reitplatz, wobei wir uns glaube ich am Rückweg etwas vertan haben und nicht ganz den korrekten Weg das letzte Stück durch Nenzenheim genommen haben. Das war etwas verwirrend, aber hat uns jetzt nicht so wirklich gestört, weil zwischendurch immer mal wieder Gruppen die Strecke „abgekürzt“ haben. 

Schöne Waldstrecken – gut für die Seele! – Foto: privat

Zurück am Reitplatz und Parkplatz haben wir erst mal die Ponys versorgt und uns ein kühles Getränk besorgt – und ein großes Eis! Unser Luxus war, dass die Ponys 10 km weiter wohnen und wir sie schnell nach Hause bringen konnten. Da hatten die nach einer ausgiebigen Dusche die Gelegenheit den restlichen Sonntag im heimischen Paddock-Trail zu verbringen. Wir haben es sogar geschafft den Hänger mal Grundzureinigen (der Tipp ist übrigens Scheuermilch … kleiner Insider 🙂 – danke Lina), bevor wir wieder zurück nach Nenzenheim und zur Pizza mit Siegerehrung gefahren sind. 

Und die hat sich gelohnt – erst mal wegen der Pizza und zweitens weil es für jeden der 60 Teilnehmer auch ein Geschenk gab. Neben einer schönen Stallplakette durfte sich jeder vom Gabentisch eine Belohnung aussuchen. Yvi hat sich den 3. Platz gesichert (direkt vor Bianca und Diosas-Ex-Lover Kapoho – der unter anderem ebenfalls dabei war) und hat sich zur Abwechslung ein Fino-Bosal ausgesucht. Jacinto hat sich immerhin Platz 16 erpunktet und wir haben uns Reithandschuhe für den Winter ausgesucht. Die kann man immer gebrauchen. Also mal wieder ein gelungener Ritt in Nenzenheim! Und wir haben natürlich wieder nette Leute getroffen zum Quatschen. Und es waren insgesamt sechs Paso Finos am Start! 

Rumgeblödel an Station 2 – Mein Name ist Bond, Fino Bond! – Foto: privat

Strecke: 1* – sehr viel Spaß an der und in der Strecke – teils Karte, markante Punkte markiert, teils musste man mitdenken – die sehr schön abwechslungsreich um Nenzenheim geführt hat. Einzig die Kreuzpunkte mit der ersten Runde waren aber etwas verwirrend. Das kann aber auch an unseren ausgedörrten Gehirnen gelegen haben.

Stationen: 1* – ausgefallen und abwechslungsreich!

Catering: 1* – das Eis war perfekt! Die Pizza eine super Idee!

Logistik: 1* – Parkplatz groß genug, Wasser für die Ponys, fester Klowagen, kleine Wege;

Leute: 1* – immer freundliche und lustige O-Ritt-Helfer auf der Strecke und am Verkauf. Super!

Wir kommen immer wieder gerne nach Nenzenheim und freuen uns schon in zwei Jahren auf den Ritt!

Orientierungsritt in Eisingen?

09. Juli 2017:

Heute waren wir wieder einmal Orientierungsritt-Technisch unterwegs. Diesmal sogar mit Jungspund-Beistand. Universo del Gavilan durfte mit Nadine heute seinen allerersten Orientierungsritt bestreiten. Und der Bubi hat das richtig gut gemacht. Gut, wenn er gekonnt hätte, hätte er sich ein paar mal ordentlich in die Hose gemacht, aber er hat alle Aufgaben trotzdem sehr fleißig und zuverlässig gemeistert. Eine gute Grundausbildung und behutsames und ruhiges Heranführen an verschiedene Aufgaben machen sich einfach immer bezahlt. Und die beiden alten Hasen Diosa mit Yvi und Jacinto mit mir sind ja auch gute Vorbilder. Meistens zumindest. Wir hatten eine frühe Startzeit, so konnten wir noch vor der großen Hitze den Großteil der Geländestrecke absolvieren. Es ging wieder sehr gut markiert zirka 15 km rund um Eisingen. Eine schöne, abwechslungsreiche Strecke mit Wald und Feldern. Und zwischendurch immer ein bisschen Wind und Schatten – also optimal.

Universo beim Schießen – Foto: privat

Zwischendurch gab es auch ein paar Stopps mit kleinen Aufgaben. Der Erste war natürlich der Klassiker schlechthin: Dosenwerfen vom Pferd aus. Eine Aufgabe, bei der ich grundsätzlich daneben schieße. Yvi übrigens auch. Nadine trifft immer ganz gut, die kann auch gut mit Pfeil und Bogen schießen. Oder mit Messern. Oder mit beidem gleichzeitig 🙂

Ohrenhäubchen für Alle! – Foto: privat

Dann ging es noch etwas auf und ab durch die schöne Landschaft bis zum alten Springplatz. Hier gab es Getränke und einen Snack für die Reiter und Aufgaben für die Ponys. Als erstes durften wir mit einem Cacher acht Badeentchen, einen Fisch und einen Frosch aus einem „Teich“ retten. Gut, dass wir neulich erst mit Besenstil in der Hand auf dem Reitplatz geübt haben. Hier haben alle Ponys gut mitgemacht. Jacinto immer in Bewegung, Diosa stoisch stehend und Universo hatte mehr Angst vor dem Stecken als vor den Enten. Also alles im grünen Bereich. Anschließend durften wir einen kleinen Natursprung versuchen und mussten durch drei Pylonen-Tore einen großen Zirkel galoppieren. Alles machbar. Dabei hat Universo sogar die ersten Galoppsprünge entdeckt. Das hatte er bisher nämlich noch nicht im Repertoire.

Sonnenbrillen-Wasserkrug-Trabstangen Foto: Privat

Weiter ging es über die nächste Anhöhe und dann erst mal über zwar löchrige, aber schöne Feldwege. Am Waldrand entlang konnten wir ein schönes langes Stück schön Tölten und sozusagen Kilometer fressen.
Kurz vor Ende gab es dann noch einen Stopp mit verschiedenen Fragen, die aber auch nicht allzu schwer waren. Zum Beispiel: „Nenne drei Teile einer Trense“, „Nenne drei Teile eines Sattels“ und „Nenne drei Giftpflanzen“. An der Reithalle der Pferdefreunde Eisingen zurück war dann noch ein Trail aufgebaut. Hier hatten wir zwar etwas Stau bis wir dran waren, aber auch eine schöne schattige Bank zum Ausruhen.
Der Trail war dann auch gar nicht so schlimm. Als erstes bekamen wir einen Krug Wasser in die Hand gedrückt und sollten damit Stangen übertraben. Äh … ja … das Schwierigste daran ist übrigens bei Fino-Reitern (die die Champagner-Tölt-Klassen immer mitmachen, um Gratis Sekt abzugreifen…) eigentlich, dass man nicht versucht den Krug mit dem Regenwasser leer zu trinken, so wie man das in der Prüfung gewohnheitsmäßig mit dem Sektglas macht.

Bank kehren – Foto: Privat

Dann haben wir uns mit der Luftballon-Gasse durchgemogelt, und sind einfach hintereinander durch die Gasse. Die war übrigens am gruseligsten, weil da so blaue Gymnastikmatten am Boden lagen. Flattertor = Schnarch, kein Problem. Witzige Idee war die Bierbank, die man mit einem Besen abkehren sollte. Das war mal was komplett Neues. Und der Klassiker schlechthin: Tisch decken! Diesmal in der Version von einem Tisch auf den nächsten Decken, aber mit Wasser in der Blumenvase. Hier hatte Jacinto auf jeden Fall seine guten fünf Minuten. Streber-Zwerg!
Danach haben wir die Ponys erst einmal nach Hause gebracht und uns selber auch ein bisschen abgekühlt. Es hat nämlich schon wieder ekelig-schwüle über 30°. Zur Siegerehrung sind wir dann gerade noch rechtzeitig zurück gekommen. Jacinto war dieses Mal der Streber der Gruppe mit Platz 22 und Diosa und Universo folgten ein paar Plätze danach. Insgesamt waren um die dreißig Starter dabei. Also ein kleiner, aber feiner Orientierungsritt, den wir auf jeden Fall wieder besuchen würden und der uns viel Spaß gemacht hat. Vielen Dank an die Organisatoren der Pferdefreunde Eisingen – wir sehen uns bestimmt nächstes Mal wieder!

„Bitte Lächeln!“?

Orientierungsritt in Nenzenheim 2017

4. Juni 2017:

Nachdem wir irgendwie die letzten zwei Jahre gar nicht mehr bei Orientierungsritten mitgemacht hatten wurde es so langsam Zeit sich mal wieder den Spaß zu gönnen. Durch schöne „neue“ Landschaft zu reiten und dabei lustige Aufgaben zu machen bringt immer Laune. Da war es total praktisch, dass in unserer Nachbarschaft dieses Jahr der 8. Orientierungsritt der Pferdefreunde Nenzenheim stattfand.

Nachdem die letzte Woche so furchtbar-ekelig warm war kam der ersehnte Abkühlungsregen natürlich genau in der Nacht zum Sonntag. Und blieb auch fast den ganzen Sonntag Vormittag. Also reiten im Regen. Unsere Startzeit war relativ früh. Dieses Jahr führte die Strecke in zwei zehn Kilometer-Schleifen immer zum Reitplatz als Ausgangspunkt zurück. Zwischendurch gab es schöne Aufgaben zu erledigen.

Telefonzellen – es gibt sie noch! 🙂 … in echt ist sie jetzt das Wiegehäuschen  – Foto: privat

Yvi war übrigens schon nach dem ersten Kilometer komplett durchnässt. Diosa hatte sowieso keinen Bock auf Rumgeturne im Regen und Zwerg versuchte sich immer gegen den Regen zu drehen. Funktioniert halt nicht wenn der Regen überall runter kommt. Der Zwerg hasst Wasser von Oben oder von der Seite. Von unten ist es toll, aber alle andere nimmt er persönlich. Er ist auch immer der Erste, der sich unterstellt, wenn der Hauch eines Schäuerchens niederkommt. So war die erste Schleife eigentlich eher „Bäh!“ – aber wir hatten natürlich trotzdem Spaß. Wobei Regen in Kombination mit Karte lesen (trotz liebevoller Hinweisschilder) in der ersten Schleife nicht so ganz geklappt hat und wir uns drei Mal einen leicht alternativen Weg gesucht haben. Aber trotzdem haben wir alle Stationen gefunden.

Die erste Station war schon mal sehr spannend: Wir sollten das Gewicht unseres Pferdes plus unser eigenes und des Equipments schätzen und wurden dann gewogen. Yvi und ich hatten uns jeweils um 20 kg überschätzt. Spannend.

Spannend blieb es auch bei der zweiten Station: „Vorsicht Blitzer!“ – Hier sollten wir eine kurze Strecke im Galopp reiten und vorher die Geschwindigkeit schätzen. Ein Stückchen weiter stand ein „Polizeiauto“ inkognito und hat dann „geblitzt“. In doppelter Hinsicht. Einmal die Stundenkilometer und auch noch für jeden Reiter ein schönes Erinnerungsfoto! Total schöne Idee. Hier sind wir auch nur knapp vorbei geschrammt. Meine geschätzten 12 km/h waren tatsächliche 15 km/h. Ich hätte bei meinen ursprünglichen 16 km/h bleiben sollen – Notiz an mich: immer den ersten Gedanken nehmen! Yvi und Sumpf waren etwas flotter unterwegs mit Kickstart, weil Frau Sumpf ja auch ständig irgend wo alleine gelassen wird und voll die Flatter bekommt, wenn der Zwerg sich nicht in ihrer göttlichen Gegenwart befindet. Immer diese klebenden Ponys! Als ob wir sie schon mal wo alleine gelassen hätten, außer bei ihren diversen Lovern.

Dann ging es erst mal durch schönes Gelände zurück zum Reitplatz und eigentlich zum Mittagsstopp. Den haben wir ausfallen lassen, wenn wir mal vom Pferd gestiegen wären, hätten wir nicht weiter gemacht, so nass wie Teile von uns waren 🙂 Also schnell die Trailaufgaben am Platz erledigt. Oder halt auch nicht …

Die waren nämlich schon kniffelig. Es war eine ca. 60 cm hohe Stangengasse aufgebaut und die Aufgabe war, eine quer liegende Stange durch das Pferd weiterschieben zu lassen. Quasi wie Ball schubsen, nur halt in kniffeliger mit einer Stange in ca. 60 cm Höhe. Das haben unsere Ponys beide nicht kapiert, was ich aber auch in Ordnung finde. Normalerweise sollen sie ja vor solchen Stangen Respekt haben und dahinter bleiben. Siehe Hänger-Stange, die ist ja auch fest. Das fanden beide gruselig und mussten es auch nicht auf biegen und brechen durchziehen. Aber auf jeden Fall ist es immer interessant zu beobachten, wie neue Aufgaben aufgenommen werden.

Die zweite Aufgabe bestand darin eine schmale Wippe zu überqueren (schön mit Teppichboden drauf, weil Holz wäre zu rutschig gewesen durch den Regen). Davor und dahinter Dualaktivierungs-Stangen. Fand Jacinto auch gruselig. Er hat sich aber breitschlagen lassen, wenigstens zu Fuß zwei Hufe drauf zu setzen. Bei Jacinto weiß ich schon beim Hinreiten, ob ein Hindernis klappt. Wenn er zögert, macht er es auch nicht. Da fällt er lieber tot um. Und dann fange ich auch keine „Kämpfe“ mit ihm an, weil da verliere ich und es bringt auch nichts. Von daher habe ich kein Problem, wenn es einfach nicht klappt. Nächstes Mal schlappt er vielleicht komplett unbeeindruckt über so eine Wippe drüber. Da dränge ich ihn nicht. Allerdings wäre es natürlich enttäuschend wenn Frau Streber-Sumpf nicht über die Wippe gegangen wäre. Was sie dann auf ihre liebevolle Sumpf-Schnorchel-Theatralische Art auch getan hat.

Podest – die Stimmung ist immer noch gut! – Foto: privat

Also schnell weiter zum nächsten Punkt, dem Roundpen, in dem ein Podest aufgebaut war. Aufgabe: mit zwei Beinen unter dem Reiter drauf. Jacinto wieder: „Huch! Da steht was!!!!“ Also habe ich zu Fuß probiert, das klappt meistens. So auch hier. Aber vom Sattel aus wäre das wieder nix geworden. Frau Streber-Sumpf war natürlich sofort drauf. Podest und Teppiche sind ihre Welt. Die würde bestimmt auch Fahrstuhl fahren. Aber nur, wenn er mit Teppich ausgelegt ist und sich Frau Sumpf schön im Spiegel dabei beobachten kann.

Bei bestem Reitwetter sind wir dann in die zweite Schleife gestartet, die Waldschleife. Nenzenheim hat ja ganz tollen Wald mit schönen Wegen, Hohlwegen, unendlichen Wiesen und Hügeln zu bieten, diese Runde war total Klasse. Wir sind relativ schnell geritten und hatten eine Menge Spaß mit tiefhängenden Zweigen und schöner Aussicht im Wald. Zwischendurch gab es noch eine kleine „Schießbuden“-Station: Bälle abwerfen. Zwerg – Nullrunde. Diosa – auch ein blindes Huhn findet mal zwei Blechbüchsen 🙂

putzige Tölt-Wegweiser im Wald – Foto: privat

Und schon ging es weiter zur letzten Station. Hier waren wieder zwei Spiele aufgebaut. Einmal einer der Klassiker, die ich immer gerne mag. Dinge von A nach B transportieren. Heute Wasser mit einem Schwamm von einem Eimer in einen anderen Eimer bringen. Leichte Ironie bei durchgeweichten Reitern, aber das hat richtig gut geklappt. Geplant war es als Erfrischung bei heißem Wetter.

Und etwas, was ich schon immer mal ausprobieren wollte: Wie reagieren meine Pferde, wenn wir versuchen sie mit einer Angel, an der vorne eine Karotte befestigt ist locken möchten? Aufgabe: mit der Karottenangel eine gerade Strecke ohne Zügel und Schenkel reiten. Sie reagieren übrigens beide nicht drauf. Jacinto hat Angst vor der Möhre. Ihn kann man seitlich damit aber gut vorwärts treiben. Diosa war komplett ignorant. Diosa lässt sich doch nicht von einer Möhre locken. Sie geht dann lieber eigene Wege.

Die letzten zwei Kilometer zurück zum Reitplatz waren dann schnell geschafft und wir waren glücklich durchgehalten zu haben und ganz stolz auf die Ponys, die auf der zweiten Runde echt super mitgemacht haben und sich für uns so ins Zeug gelegt haben. Durch die frühe Startzeit waren wir um halb eins schon wieder fertig und haben erst mal die Ponys nach Hause gebracht und uns trocken gelegt. Frau Sumpf hat sich dann noch beim Ausladen ein bisschen blutig an der Fessel verletzt, aber alles halb so wild. Auf jeden Fall haben sich die Ponys erst mal auf die Wiese verkrümelt und sich dort die Bäuche vollgeschlagen. Übrigens bei schönem Sonnenschein und leichter, frischer Brise. War ja so klar!

Wir sind dann am späten Nachmittag wieder rüber nach Nenzenheim gefahren, um die Siegerehrung zu sehen und unser verspätetes Reiteressen nachzuholen. Die Siegerehrung fand total nach Zeitplan statt und trotz des starken Regens haben sich von 80 angemeldeten Pferden 66 auf die Strecke gewagt. Wobei die Starter ab halb elf ungefähr ja schon gutes Reitwetter hatten. Finde ich aber einen sehr guten Schnitt. Wie sagt man doch so schön? Nur die harten kommen in den Garten, auch in Nenzenheim!

Wir hatten trotz Regen viel Spaß und es war ein sehr schöner Ritt. Diosa ist 33. geworden und Jacinto 39. – was aber eigentlich immer total egal ist, weil Hauptsache die Ponys machen schön mit. Auch wenn es nicht perfekt ist. Braucht es ja auch nicht. Über die „Erinnerungs“-Blitzerfotos haben wir uns sehr gefreut. Das war echt eine Super Idee. Und auch die ersten 20 Platzierten (und Spezialpreise wie Jüngster Reiter, Ältester Reiter, Reiter die alle acht Nenzenheimritte mitgemacht haben) gingen nicht leer aus. Dank tatkräftiger Sponsoren (unter anderem der Paso Shop von unserem Zykloopenhof) gab es schöne Preise zum Aussuchen.

Geblitzdingst! Schöne Erinnerung – Foto: privat

Fazit: Gelungener Orientierungsritt-Wiedereinstieg für uns – Wir kommen immer wieder gerne nach Nenzenheim! Ein großes Dankeschön an die Organisatoren und an alle fleißigen Helfer, die trotz Wasser von oben und so vieler Starter so freundlich und motiviert geblieben sind und Alles mit ganz viel Spaß bewältigt haben. Hier war das Motto nicht um sonst: „Bitte Lächeln!“

Eisbärenritt 2016?

26. November 2015:

 

Es ist wieder so weit! Auch in diesem Winter gibt es einen Eisbärenritt!

Das inzwischen schon fast traditionelle Event findet am 16. Januar 2016 statt. Wieder an einem Samstag. Wir freuen uns natürlich schon darauf Euch alle wieder zu sehen!

Auch dieses Jahr gibt es eine Weiterentwicklung. Wir bieten den Eisbärenritt als Orientierungsritt mit zwei Strecken an – eine ca. 12 km lange „Normale“-Strecke und eine ca. 19 km lange „Harten“-Strecke. Wobei die „Harte“-Strecke eine Schleife extra ist. Der Anfang bis zur Pausen-Station ist gleich. Es wird wieder in kleinen Gruppen geritten, den Weg müsst Ihr Euch nach Karte suchen und zwischendurch gibt es auch wieder etwas zu tun. Natürlich ist für unterwegs auch Verpflegung geplant. Eure Geschicklichkeit wird auch wieder gefragt sein. Oder vielleicht Euer Grips. Oder Beides. Wir wollen ja nichts verraten!

Hinterher ist natürlich wieder gemütliches Zusammensitzen geplant. Feuer gibts bestimmt auch, erfroren ist noch keiner bei uns. Verhungert sowieso noch nie! Wer will kann bei Nadine im Paso Shop nach Herzenslust (oder Frost-Schutz-Kriterien) einkaufen.

Eckdaten:

4. Eisbärenritt – 16.01.2016

Startzeit: ab ca. 10 Uhr nach Einteilung (Wünsche können geäußert werden)

Startgebühr: 15 Euro (Essen und Getränke während der Strecke sind enthalten, beim Anschließenden Grillen freuen wir uns über eine kleine Spende am Grillbuffett)

Gewinnen: Alle sind Gewinner, aber für jeden Teilnehmer gibts natürlich was zum Mitnehmen!

Übrigens: Eisbären-Kostüme sind durchaus erwünscht!

Ende: Wenns Dunkel ist und der letzte Aufgegessen hat

Anmeldung: Verbindlich per Nennformular bis 10.01.2016 unter eisbaerenritt@gmail.com

Infos: eisbaerenritt@gmail.com

Eisbärenritt Ausschreibung 2016
Eisbärenritt Ausschreibung 2016

 

Nennformular

 

Wie jedes Jahr gilt: Am Besten gleich anmelden, wir werden begrenzte Teilnehmerzahlen haben. Natürlich freuen wir uns auch, wenn die Gäste ohne Pferd sich kurz anmelden. Das Ganze findet nur nicht statt bei Blitzeis, monsumartigem Regen, Hagel über Tennisballgröße und alles mit Sonne über 15° Plus – Ihr wisst ja: Nur die Harten kommen in den Garten!

 

EisLogo

Märchenhafte Fahrradtour?

28. September 2014:

Der Orientierungsritt in Gerolzhofen ging dieses Jahr in die 10. Auflage – da durften wir natürlich nicht fehlen. Schon gar nicht, wenn das Thema „Märchen der Gebrüder Grimm“ ist. Dieser liebevoll organisierte Ritt macht jedes Jahr aufs neue Spaß. Und es scheint immer die Sonne! Wir waren dieses Mal sogar zu fünft unterwegs – Diosa/Yvi, Nadine/Fénix, Jacinto/ich und zwei Drahteselreiterinnen. Tapfer haben unsere fleißige Stall-Manuela und ihre Freundin Walli den Ritt auf den Fahrrädern begleitet. Die ganzen 19 km, über Stock und Stein, Berg rauf und runter. Manuelas Kommentar: „Es ging ja nach jedem Berg wieder runter, war nicht so schlimm!“

Fèni treibt die Drahteselreiter an - Foto: privat
Fèni treibt die Drahteselreiter an – Foto: privat

Jedenfalls waren wir eine lustige Truppe und unterwegs trafen wir auch das ein oder andere bekannte Gesicht. Auf der abwechslungsreichen Strecke gab es diesmal zwei Zwischenstopps. Der Erste obligatorisch an der alten Vielseitigkeitsstrecke. Hier durften wir Wäsche aufhängen und über eine Plastikfolie reiten, nachdem wir einen Stock aus einem Sack gefischt hatten. Frisch ging es weiter zum zweiten Stopp nach Vögnitz zum Fuchs’schen Winterdomizil (www.fuchs-bau.net). Rainer hat den Ritt übrigens wieder mit dem Fotoapparat festgehalten. Schaut mal auf seiner Seite vorbei.

Waschweiber on Tour - Foto: Manuela
Waschweiber on Tour – Foto: Manuela

Diosa in ihrem Element - Foto: Manuela
Diosa in ihrem Element – Foto: Manuela

Am zweiten Stopp durften wir durch ein Flattertor reiten und Tischlein-Deck-Dich spielen. Diosa die alte Streberin holte sich äußerst gelangweilt alle Punkte. Jacinto und Fénix benahmen sich auch manierlich und zeigten sich erstaunlich cool. Zurück an der Anlage am Judenfriedhof mussten wir erst einmal ziemlich lange auf unseren Start beim Trailparcours warten. Aber auch die Zwischenzeit konnten wir gut nutzen. Essen, Trinken, Zugucken, Quatschen, was man halt so macht. Die Ponys konnten grasen und fanden das Ganze dann auch nicht so schlimm.

Gut dass Diosa nicht so groß ist ... - Foto: Manuela
Gut dass Diosa nicht so groß ist … – Foto: Manuela

... übrigens, so bekommt man fliegende Untertassen - Foto: Manuela
… übrigens, so bekommt man fliegende Untertassen – Foto: Manuela

Herr Fénix lässt lieber decken - Foto: Manuela
Herr Fénix lässt lieber decken – Foto: Manuela

Der Trail war dieses Jahr insgesamt nicht zu schwierig angelegt. Es kam ganz alleine auf Geschick von Pferd und Reiter an, ohne Fragen, ohne irgend welche anderen Spielchen. Also ein richtig machbarer Parcours, wenn man ein einigermaßen braves Pony hat. Natürlich war alles wieder liebevoll passend zum Thema dekoriert und ausgedacht. Und eine Menge spektakulär verkleideter Märchenteilnehmer war auch zu sehen. Übrigens bekamen die besten Verkleidungen alle einen tollen Preis – einen Gutschein für einen Pferdehaar-Schmuck.

Der böse Wolf ... und die Kuh - Foto: Manuela
Der böse Wolf … und die Kuh – Foto: Manuela

Moppel und Zwerg beim Warten - Foto: Manuela
Moppel und Zwerg beim Warten – Foto: Manuela

Nicht das Brot essen! - Foto: Manuela
Nicht das Brot essen! – Foto: Manuela

Aber zurück zum Trail. Wir durften erst einmal Rotkäppchen spielen und Wein und Brot einsammeln und dann beim bösen Wolf abgeben. Diosa und Féni konnten hier nur ganz knapp davon abgehalten werden das Brot gleich zu fressen. Dann ein kleiner Sprung am Rapunzelturm vorbei zum Goldesel. Den sollten wir am Schweif klingeln, damit er fleißig Gold scheißt. Jacinto fand den Esel übrigens ganz schön gruselig. Also hin ist er, geklingelt hat er auch selber, aber Sinn war ja, dass ich klingeln sollte. So weit ging er dann aber nicht mehr an das seltsame Gefährt heran. Wahrscheinlich hatte er Angst, dass ich den putzigen Esel statt seiner einpacke.

Goldesel! Hilfe!!! - Foto: Manuela
Goldesel! Hilfe!!! – Foto: Manuela

Schneewittchen und die 1000 Äpfel - Foto: Manuela
Schneewittchen und die 1000 Äpfel – Foto: Manuela (dieses mal gibts übrigens voll die Foto-Flut!

 

Weiter zum Froschkönig, wo wir den Brunnen einmal rückwärts umrunden durften. Ein flotter Galopp zum Hänse-und-Gretel Haus im „Wald“, wo es im Schritt über Kreuz-und-Quer-Stangen ging. Bis dann Schneewittchen ohne die sieben Zwerge hier aufgebahrt war. Mit ganz vielen Äpfeln drapiert, die gemeiner Weise an einem Stangen-L lagen. Sinn dieses Spieles war zwischen dem Apfel-Arrangement und Stangen-L die Pferde seitwärts treten zu lassen. Die Pferde waren natürlich irritiert von den Äpfeln. Wie jedes Jahr hat es eine Menge Spaß gemacht. Und es sammelt sich auch immer ganz gut Publikum am Parcours. Nachdem es nicht mehr lange war bis zur Siegerehrung haben wir die Ponys nach einer Fresspause einfach in den Hänger gepackt und uns noch einen Sitzplatz gesucht, um noch ein bisschen zu ratschen.

Dieses Jahr sind wieder knapp 80 Reiter gestartet. Es gab eine Kinder-Wertung, eine Jugend-Wertung und eine Erwachsenen-Wertung mit 55 Startern. Jacinto und Fénix pendelten sich im hinteren Bereich ein, bekamen eine Märchen-Schleife und Leckerlies. Diosa wurde ewig nicht aufgerufen, die alte Streberin. Mit über 90 Punkten (von 100) erreichten Yvi und Diosa sogar den vierten Platz! Wow! Gewonnen haben sie einen Futtertrog in knalligem Giftgrün. Toll haben die beiden das wieder gemacht! Und Yvi hat sich so schön gefreut und es gar nicht geglaubt 🙂

Yvi + Diosa - Foto: privat
Yvi + Diosa – Foto: privat

Jedenfalls freuen wir uns schon wieder auf den nächsten Ritt in Gerolzhofen und sagen ein ganz fettes Dankeschön an das fleißige Orga-Team! Super habt Ihr das wieder gemacht! Bis nächstes Jahr!

Wie war der Vatertag in Kosbach?

02.06.2011:

Super war es wieder! Bereits zum zweiten Mal waren Nadine und ich in Kosbach zum Orientierungsritt des Reitclubs Erlangen. Dieses Jahr starteten doppelt so viele Reiter-Paare wie letztes Jahr. Es war ganz schön was geboten. Das Kosbach-Helfer-Team war wie letztes Jahr immer freundlich und hilfsbereit. Die ganze Organisation war perfekt.

Kosbach 2011

Insgesamt gab es auf der gut markierten Strecke fünf Stationen anzureiten und ein paar Vatertags-Sauftour-Gruppen zu umreiten. Die letzte, die wir überholt haben hatte schon einen gewaltigen Bierdunst um sich. Keine Chance mehr für Fliegen und Bremsen.

  1. Station: Besen-Polo und Hulahup-Reifen. Sehr kniffelig. Habt Ihr schon einmal probiert auf dem Pferd einen Hulahup-Reifen in Schwung zu halten?
  2. Station: Erste-Hilfe Übung und Paarreiten mit Schwimmnudel. Die stabile Seitenlage … man sollte sie zwischendurch immer mal wieder auffrischen. Es kann sein, dass sie überraschend abgefragt wird. Das Paarreiten war dann kein Problem. Hatten wir ja erst vor zwei Wochen in Wemding. Da heißt es dann Barrida.
  3. Station: Tischdecken und Fragen rund ums Pferd. Das Tischdecken habe ich wieder Nadine und Diosa überlassen. Die machen das echt gut. Nadine schnappt sich den Korb, hält damit Diosa in Schach und deckt nebenbei den Tisch. Ich brauche nur zuschauen und mich über Diosas Gesichtsausdrücke schlapp zu lachen.
  4. Station: Ritt durch leere Plastikflaschen und Knobelei. Kein Problem mit den Plastikflaschen, aber die Knobelei ….
  5. Station: Pferdefussball und Armbrust schießen. Wieder etwas für Nadine und Diosa. Jacinto hat vorsichtshalber den Fußball nicht berührt. Nadine hat es geschafft beim Mini-Armbrust schießen die meiste Punktzahl zu sammeln. Ich sollte mich in Acht nehmen. Die Frau trifft, was sie anvisiert.

Tischlein deck Dich

Danach waren noch sechs GHP-Aufgaben auf dem Parcours zu bewältigen. Eine Brücke. Ein Flattertor. Durchreiten einer engen Gasse aus Flatterbändern und Mülltonnen. Eine Plastikfolie mit Pfützen überreiten. Der Klassiker: Stangen-L rückwärts. Einen Rappelsack nehmen und ein Stück schleifen. Das Ganze auf Zeit und als Paarwertung.

Das finde ich auch gut. Die Reiter müssen als Team zusammenhalten und werden als Team gewertet. Gut für mich, weil Nadine und Diosa ihre Sache echt super gemacht haben und Jacinto wieder das Weichei gegeben hat. Wir sind trotz Jacinto auf dem 11. Platz von 26 Reiterpaaren gelandet. Es gab sogar für alle einen Preis. Wir haben zwei Beutel Leckerlies abgestaubt. Mit Reissverschluss. Sehr praktisch.

Die Zeit zwischen unserem Rittende und Siegerehrung haben wir mit faulem Rumsitzen in der Sonne, netten Gesprächen, zusehen beim Parcours-Trail und leckerem Essen gefüllt. Es gab wieder diesen genialen Grillkäse und verschiedene leckere Nudelsalate. Irgendwie gibt es dank EHEC keine Gurken- und Blattsalate mehr. Was aber gar nicht so schlecht ist. So werden die unterschiedlichsten Nudel- und Kartoffelsalatrezepte rausgekramt und man die Gelegenheit bekommt alle Rezepte parallel zu probieren. Irgend was Gutes muss EHEC ja auch bewirken. Auf jeden Fall werden wir nächstes Jahr wieder in Kosbach zu finden sein. Schon alleine wegen dem Grillkäse 🙂

Was war denn in Bad Windsheim?

20. Juni 2010:

Wie schon im letzten Jahr haben wir am Orientierungsritt des Reitvereines in Bad Windsheim teilgenommen. Ein richtig schön organisierter Ritt. Das ganze Team dort ist nett und hilfsbereit – immer und überall. Die Strecke bestand aus tollen Wegen, die deutlich gekennzeichnet sind, damit man sich unterwegs gut unterhalten kann und dabei nicht vom Weg abkommt. Das ist schließlich wichtig bei tratschenden Fino-Reitern, die es auch trotz Kalkpunkten schaffen sich überall zu verreiten.

Auch dieses Jahr wurde auf der Strecke an Zwischenstopps wieder unser Wissen und unsere Geschicklichkeit gefragt. Es gab einen Besenweitwurf, ein Wasserschöpf-Spielchen, Hufeisenzielwurf. Fragen rund ums Pferd – und zu meinem Leidwesen auch zur derzeit aktuellen Fußball-WM.  Ein „Märchenwald“ durfte durchritten werden – in dem sich mein Faible für tschechische Märchenfilme bezahlt gemacht hat. Außerdem mussten wir uns ein Pferdefutterrezept merken – mit Mengenangaben und genauem Wortlaut, das dann am Ziel abgefragt wurde. Abgerundet wurde der Ritt durch einen kleinen Trail-Parcours am Hof.

Anschließend durften wir unsere Pferde auf einer Koppel parken und hatten so noch genügend Zeit bis zur Siegerehrung uns mit Kaffe, Kuchen, leckeren Salaten und Steak vom Grill den Bauch voll zu schlagen.

Wir sind begeistert und werden auch nächstes Jahr wieder dort teilnehmen. Dann dürfte die Teilnehmerzahl wahrscheinlich die 100er Grenze knacken. Dieses Jahr waren soweit ich es mitbekommen habe ca. 75 Starter gemeldet. „Wir“ sind übrigens Lorenzo und Julia, Reinhold und Diosa und ich mit Jacinto. Reinhold ist Diosa dort zum allerersten Mal geritten. Die beiden waren gleich ein super Team und haben es sogar auf den 19. Platz gebracht!

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