Del Cavador

Zykloopenhof 2018?

22. Juli 2018:

Heute habe ich für alle Stallbauer, Ideen-Sucher, Paddock-Trail-Fans, Stallsuchende und „Hofstalker“ eine neue Idee, wie ich unseren Hof aktualisiert vorstellen kann. Nachdem das Ding inzwischen viel zu Groß geworden ist, um in ein paar Fotos in einem Blog-Beitrag gezeigt werden zu können, habe ich mich hingesetzt und ein Filmchen für Euch gebastelt. Da steckt viel Mühe dahinter und ich bin kein Profi, also seid Milde 🙂 Aber man kann sich einen schönen Eindruck über unser Pferde-Zuhause machen, besser als das mit ein paar Fotos möglich wäre.

 

 

Wie viele Paddock-Trail-Gruppen habt Ihr inzwischen?

Inzwischen haben wir auf vier Pferdegruppen aufgestockt. Es gibt die Mädels-Gruppe (für alle zickigen und braven Stuten und auch für Stuten mit Fohlen), die Männer-WG (die Jungs fühlen sich nämlich am Wohlsten OHNE Stuten … :-)), die Rentner-WG (optimale Versorgung für die reiferen Semester oder die schwer-futtrigen Vertreter) und das Pony-Outback (Pony-Wohlfühl-Oase, ohne von den Großen gedisst zu werden).

Wie viele Pferde habt Ihr auf Eurer Anlage?

Öhm… gute Frage. Frag doch lieber was anderes! Mathe war noch nie meine Stärke!!!! Aber so knapp 30 Pferde wohnen am Zykloopenhof. Und ein paar Katzen. Und ein Stallhund („Muffi“) – mit momentan sechs flauschigen Hundebabys!

Was bietet Ihr für eine Pferdeversorgung?

Großzügige Trails mit aufeinander abgestimmte Gruppen. Pro Gruppe gibt es mehrere Unterstellplätze für die Pferde (einer davon ist immer ein Strohbett). Verschiedene Boden-Beläge, wenig Matsch bei Dauerregen. 24/7 Heu/Gras/Stroh auf verteilten Fress-Stationen – wenig Koppel (weil nicht vorhanden), aber es wird Gras zu gefüttert. Außer natürlich bei Rehe-oder sonstigen Erkrankungen. Kompetente Rundum-Versorgung. Kraftfutter einmal täglich, wenn nötig. Seperationsmöglichkeiten bei Krankheitsfällen in jeder Gruppe vorhanden.

 

Und was ist für die Menschen geboten?

Putzplatz mit Pferdewasch-Gelegenheit überdacht. Großzügige Sattelkammern für alle Einsteller. Reitplatz (Trailhindernisse: Wippe/Podest/Stangen/Tonnen/Pylonen/ect) mit Beleuchtung. Bewegungshalle beleuchtet. Roundpen (18 m Durchmesser – ratet mal: auch beleuchtet! :-)). Zusätzlicher Reitplatz in ovaler Form mit „Naturtöltbahn“ drumherum. Heißt drumrum ist ein Grasboden, auf dem man sich vorkommen kann wie auf einer Töltbahn – Voraussetzung: Man muss tölten können und ein bisschen Vorstellungskraft haben :-).

Schönes Ausreitgelände um den Hof herum. In der Nähe haben wir auch eine Bauschutt-Waage, die wir nutzen können. Man kann also super das Gewicht seines Ponys im Auge halten. Subjektiv und auch Objektiv!

Aufenthaltsraum mit Fußbodenheizung (mit Kühlschrank/Spülmaschine/Kaffeemaschine/Getränke). Dort können auch Fußball-WM-Spiele mit dem Beamer geguckt werden, oder Kurse abgehalten werden. Oder zum Ratschen zusammengesessen werden. WC und Duschmöglichkeit mit Matratzenlager. Ein Paso Shop in Reichweite. Total praktisch wenn man Frustkäufe erledigen muss, oder mal eben ein Fliegenspray oder eines der tollen Mähnen-Duftsprays braucht. Oder wenn das Pony sein Halfter ramponiert hat, einfach schnell mal vor in den Shop und shoppen gehen und mit zwei Halftern zurück kommen. Oder mit neuen Zügeln …. – aber Vorsicht bei Shopping-Sucht. Dann könnte es Probleme geben 🙂

Gelegentlich gibt es bei uns auch Vorträge oder Kurse mit kompetenten Pferdetrainern. Zur Zeit haben wir auch einmal wöchentlich einen Geheimtipp-Trainer für Reitstunden (klassisch) bei uns am Hof. Den hat eine Einstellerin mitgebracht und jetzt wird er schwesterlich geteilt :-).

Wir sind eine nette Stallgemeinschaft mit kleinen Macken, aber lustig und halten alle zusammen, wenn es darauf ankommt. Man muss uns mögen, braucht man aber nicht. Jeder kann auch alleine vor sich hinwurschteln, und wenn man will, kann man sich einfach der „Herde“ anschließen. Jeder braucht schließlich auch mal Zeit für sich alleine. Die Zeit beim Pferd ist schließlich Erholung für die Meisten von uns!

Was kostet ein Platz am Zykloopenhof für mein Pferd?

Das besprichst Du am Besten mit Nadine und Johannes Zäh, denen gehört der Zykloopenhof nämlich. Es gibt feste Preise, die Ihr auf http://www.zykloopenhof.de einsehen könnt. Fragt dort nach. Es gibt immer mal wieder offene Plätze.

Das ist jetzt hier keine Werbung oder so – es ist die Dokumentation eines Zeitzeugen. Schließlich muss ja irgendwer den Zykloopenhof dokumentarisch festhalten. Es passiert ja immer etwas bei uns, da kommt man schon mal leicht durcheinander 🙂 Und wenn man mal ein paar Tage weg ist, kann es leicht sein, dass Johannes wieder etwas Neues gebaut hat.

Wer noch mehr Infos über die einzelnen Gebäude des Zykloopenhof braucht: Klickt Euch durch die Rubrik „del Cavador wohnt“ – da sind alle Bauabschnitte dokumentiert. Viel Spaß!

Hobbit-Höhlen?

25. Mai 2017:

Vor einigen Wochen bekam ich eine nette Anfrage zum Thema Kletterhügel in unseren Paddock-Trails. Wir haben in den Trails inzwischen verschiedene Erdhügel für die Ponys installiert. Logistische Vorarbeit für unsere Erdhügel gibt es eigentlich keine. Johannes überlegt was er gerade bauen möchte und wenn er Erde übrig hat entsteht ein Kletterhügel. Natürlich wird überlegt, ob der an der Stelle sinnvoll ist, aber es sind einfach schöne Raumteiler ohne großen architektonischen Anspruch. Ich stelle sie Euch hier einfach vor (in ihren unterschiedlichen „Stadien“).

Grasstation-Erdhügel:

November 2014: Erdhügel eine Seite mit Selbst-Tränke – ganz neu „gebaut“ (als Belag drumherum: Sand-Kies-Gemisch auf Erdboden – wir haben schönen festen Lehmboden als Mutterboden. Oder für die Weintrinker: den guten Keuper! – super für Silvaner, schlecht für matschfreie Flächen) Foto: privat

Das sind momentan unsere ältesten Erdhügel. Sie entstanden zur Erweiterung des Paddock-Trails im November 2014. Die Grasstation-Erdhügel sind als räumlicher Trenner und klitze-kleiner Windschutz angelegt worden. Die Hügel bestehen tatsächlich „nur“ aus Erde, die einfach dort hin geschüttet wurde. Die Abtragung hält sich eigentlich ziemlich in Grenzen. Das Ganze verfestigt sich mit der Zeit durch die Witterung und die „Bespielung“.

Die Grasstation besteht aus einem „Fressständer“ mit außerhalb betonierten Fläche zum Füttern von Grünfutter (oder zum Aufhängen von Heunetzen) und innen mit Gittern verlegten Fläche (gegen den Matsch). Dann folgt der Kletterhügel als Raumtrenner. Auf der anderen Seite ist eine beheizbare Selbsttränke angebracht, die auch von der Koppel aus erreichbar ist. Die Ponys lungern eigentlich ziemlich gerne um den Hügel herum, je nach Tageszeit. Sie stellen sich gerne mit dem Popo zum Hügel und Chillen oder hängen dort in der Sonne herum.

Die Fläche dort ist auch immer relativ luftig, was im Sommer ziemlich praktisch ist. Sprich die Ponys hängen im Hochsommer (wir reden hier von Kitzingen, das in zwei Jahren in Folge den Hitzerekord in Deutschland gebrochen hat ….. *stöhn*) gerne in der knalligen Sonne um die Hügel herum. Da kann man ihnen noch so viel Schatten anbieten. Ponys sind seltsam. Auf dem Hügel wird auch gespielt und geklettert, aber eigentlich ist er mehr räumliche Trennung und Ruhepol-Stifter.

Grünfutterstation mit Kletterberg/Windschutz (andere Seite) – Bild von 2015. Foto: privat

 

Der Erd-Abhub-Hügel bei den Jungs:

Herbst 2016 – gebaut wie Hingekippt – mit Größenbeispiel drauf 🙂 – Foto: privat

Die Jungs haben in ihrem großen Spiel-Bereich jetzt ebenfalls einen Erdhügel. Er entstand im Rahmen der Aushubarbeiten für die neuen Stallgebäude im Herbst 2016. Also noch relativ aktuell. Er ist ebenfalls ein Raumteiler und Drum-Herum-Spiel-Gebilde. Die Wilderen von unseren Jungs erklettern und bespielen ihn auch, aber den „gesetzteren“ Herren ist er noch zu ursprünglich. Aber er verdeutlicht ganz gut die verschiednen „Stadien“ der Erdhügel in unserem Paddock-Trails, weil er noch so frisch ist.

 

Der Heu-Station-Hügel:

Heustation-Erdhügel – mit Größenvergleich-Pony beim Mampfen, jetzt von 2017 – Foto: privat

Die Weiber-WG besitzt den einzigen richtig befestigten riesig-großen Monster-Erdhügel (Baujahr 2016). Der hat ungefähr die Größe eines Fahrsilos. Er ist auf ein normales Foto nicht komplett drauf zu bekommen. Also zumindest nicht so, dass es gut aussieht und man nicht einfach nur Steine und Erde sieht. Dieser Hügel wurde für die Damen gebaut, um darauf einen unserer Spielzeug-Türme zur Heufütterung aufzustellen. Sprich dieser Hügel ist ordentlich festgefahren worden, er wurde mit Splitt und Gittermatten „befestigt“ rund um den Spielzeug-Turm. Die Stuten fressen sehr gerne dort oben, da haben sie den totalen Überblick über den Hof.

Bei den verrückten Weibern wird er auch gerne als Abschussrampe bei Renn- und Bock-Spielchen mit eingebaut. Die toben da oft so dermaßen drüber, dass man sich einfach nur wegdrehen möchte. Oder fasziniert davor steht und sich denkt: „Boah, der Gaul schafft das????“ Bisher gab es dort noch keine Verletzten 🙂

Auf dem Bild sind eigentlich alle drei Hügel zu erkennen – links der in der Weiber-WG mit dem Heu-Turm in ganzer Größe. Bild-Mittig (mit den zwei Pferden) der Jungs-Erdhügel-Raumteiler, und ganz hinten, ganz unscharf der Jungs-Grünfutter-Erdklecks. Ok, den kann man nicht mehr erkennen, er ist aber da hinten 🙂 – Foto: Sascha

Auf jeden Fall sind die Kletterhügel eine tolle Ergänzung im Paddock-Trail-Leben. Sie sind mit relativ wenig Aufwand aufgeschüttet. Ich glaube es macht nicht wirklich einen Unterschied, ob die jetzt „ordentlich“ angelegt werden – also mit Einfassung (Holz/Beton, etc) und gestampft und was weiß ich nicht alles werden – oder ob da einfach ein Haufen Erde hingeschüttet wird, der sich selbst überlassen bleibt. Ich glaube der Zahn der Zeit erledigt sämtliche Abschliffe von sich aus. Und der Hügel ist ohne Begrenzung praktisch ja auch wieder schnell abgetragen oder versetzt. Jedenfalls behalte ich die Hügel in Zukunft mal ein bisschen im Blick. Und es tut sich bestimmt noch einiges bei uns in den Paddock-Trails.

 

 

 

Läufst Du schon, oder wohnst Du noch?

März 2015:

Es ist Zeit für ein kleines Update! Heute erzähle ich Euch wieder etwas über unseren Paddock-Trail. Die vergrößerte Anlage ist von den Ponys sehr gut angenommen worden. Wie ich das ganze Ding auf ein Foto bekommen soll, weiß ich allerdings immer noch nicht. Ich hoffe Google überfliegt unseren Stall bald wieder! Jedenfalls laufen inzwischen nicht nur die Ponys mehr, sondern auch die Reiter, die ihre Pferde einsammeln. Aus unserem beschaulichen Stall für zwei Leute und ein paar Ponys ist ein Großbetrieb geworden. Beide Laufgruppen sind voll besetzt und Nadine und Johannes haben immer wieder Anfragen.

Der Zykloopenhof 2015 - Foto: privat
Der Zykloopenhof 2015 – Foto: privat

Das führt natürlich auch viele neue Leute zu uns an den Hof. Wir haben inzwischen einen Haufen netter neuer Leute am Stall. Eine ganz bunt gemischte Truppe. Und bunt gemischte Pferde. Aber am Wichtigsten: alle passen zusammen! Und das ist viel Wert. Und alle sind motiviert! Unsere letzten Neuzugänge in der Jungs-Gruppe sind zwei Absetzer, ein buntes österreichisches Kapoho-Kind (also frech wie Oskar) und ein schwarzer Araberhengst (die schwarze Kuschel-Pest!), beide waren innerhalb von Stunden in die Herde integriert und nach ein paar Tagen war die ganze Gruppe schon zusammen im Strohbett gelegen und hat die vormittägliche Siesta gehalten. Jungs sind einfach unkompliziert.

Der „größte“ Neuzugang allerdings war „Big Ben“! Johannes hat zum Geburtstag sein erstes eigenes Pferd bekommen! Und „Benny“ ist einfach nur knuffig und hat sich inzwischen schon zum Stall-Maskottchen gemausert! Benny und Nadines Hengst Universo haben sich gleich angefreundet und es wird teilweise wild gespielt. Es ist einfach nur lustig zu sehen, wie der kleine Mann sich unter den Großen so gut behaupten kann. Und wie harmonisch die ganze Gruppe zusammenpasst.

Big Ben
Big Ben und Universo – Foto: Yvi Tschischka

 

Bei den Damen gab es auch einige Neuzugänge. Die Damen sind ja insgesamt etwas zickiger. Aber letztendlich gab es bei der Integration der Neuzugänge auch keine nennenswerten Probleme. Nur halt mehr Ohrenanlegen und Rumgiften – Weiber halt. Knuffigster Neuzugang ist wohl Silvanas „altes“ Pony. Eine kleine Schimmeldame mit riesigem Kopf und plüschig-weißem Fell. Seit sie aus Österreich zu uns gezogen ist blüht sie richtig auf. Und wenn sie mit ihren kleinen Trippelschrittchen trabt oder galoppiert, muss man sich einfach freuen! Ein weiteres Scheck-Tier ist auch eingezogen, was vor allem Frau Sumpf extrem geärgert hat. Man soll keine Schecken haben neben ihr! Aber „Blümchen“ behauptet sich tapfer und ergänzt die Herde sehr gut. Sie kam relativ zeitnah mit einer schicken Haflingerdame. Sprich wir haben jetzt auch eine „höhere Intelligenz“ in der Herde 🙂 Also Ihr merkt schon, einiges hat sich getan.

Katze und Heu - Foto: privat
Coolste aller Stallkatzen „Mampfred“ bewacht das Heu – Foto: privat

Auch baulich hat Johannes keine Pause gemacht. Seit Fertigstellung des vergrößerten Paddock-Trails wurde weiter gewerkelt (und er plant schon wieder größere Projekte ….). Nebenbei wurden noch ein paar „Freßbäume“ aufgestellt. Die sind richtig praktisch. Einfach einen Baumstamm nehmen, in die Erde rammen, drumrum den Boden „matschfest“ machen und Halterungen für Heunetze reinschrauben. Eigentlich ganz einfach.

Fressturm - Foto: privat
neuer Fressturm bei den Jungs, mit „Bennytauglich“ gehängten Netzen  – Foto: privat

Weiter wurde eine zweite Sattelkammer und ein zweiter Putzplatz für die Jungs-WG gebaut. So langsam platzt unsere „alte“ Sattelkammer aus allen Nähten. Apropos Putzplatz, das Problem, dass das Wasch-Wasser sich immer am Eingang gesammelt hat und die Ponys so durch eine schaumige Pfütze gehen mussten, wurde gestern Nachmittag eben schnell nebenbei mit Zement, einem Gitter und Brettern behoben. Rechtzeitig zum besseren Wetter und der baldig neu einsetzenden Pferde-Wasch-Saison.

Am Putzplatz hat sich auch etwas getan. Der Zugang zum Heulager und Heunetz-Stopf-Platz wurde komfortabler gemacht. Sprich man hat jetzt eine bequeme Treppe mit Geländer, um ans Heu hinunter zu kommen. Inzwischen haben wir einen ganz schön hohen Umsatz an Heunetzen. Falls irgend wem langweilig sein sollte und er das Bedürfnis hat Heunetze zu stopfen: bei uns kann man sich da austoben 🙂

Heunetz-Stopf-Platz - Foto: privat
komfortabler Heunetz-Stopf-Platz mit Sitzbank – Foto: privat

 

 

 

Wie weit laufen sie denn?

29. November 2014:

Heute war es so weit, die Ponys bekamen noch ein Stück mehr Paradies! Der Zykloopenhof lud heute zur feierlichen Eröffnung des neu angebauten Paddock Trails ein. Was heißt feierliche Eröffnung? Wir hatten Besuch von ein paar netten Leuten und sahen gemeinsam zu, wie die Ponys mit vollem Elan in ihre neue Paddock-Trail-Erweiterung galoppiert sind.

StutenTrail
Die Stuten – mit vollem Karacho rundum! – Foto: Privat
JungsTrail
Die Jungs – erst mal den Zwerg vorschicken, wenn der nicht gefressen wird, passt es! – Foto: privat
Unendliche Weiten
Unendliche Weiten – sieht schon ganz schön weit weg aus die Truppe! – Foto: privat

Dazu gab es kräftigen November-Wind, eine leckere heiße Kürbissuppe, eine kleine Ansprache von Johannes und Prosecco zum Anstoßen. Ach ja, und glücklich flitzende Ponys 🙂

Auf jeden Fall möchte ich Euch ein paar Bilder zeigen, um Euch einen kleinen Eindruck zu verschaffen, wie weit die Ponys jetzt laufen können! (… und wir auch …. mal eben schnell Pferd holen geht jetzt wohl nicht mehr …)

Gäste im Trail-Mittelgang
Gäste im Trail-Mittelgang – Foto: privat
Tränke
Am anderen Ende vom Trail: Selbsttränke beheizt und Kletterhügel – Foto: privat
Kletterberg
Kletterhügel wird gleich erkundet! – Foto: privat

Der Clou, jeder der beiden neuen Trails hat am anderen Ende einen Kletterhügel und eine weitere beheizbare Selbsttränke. Das coole an den Tränken: sie sind auch von den Koppeln aus nutzbar. Johannes hat das Gras jetzt im Herbst noch ausgesät und es sprießt schon! Dazu war der warme Herbst auf jeden Fall perfekt geeignet. Wir sind gespannt, wie die Ponys die Kletterhügel annehmen, aber beim heutigen Kontrollgang waren auf jeden Fall schon Hufspuren an den Seiten zu sehen. Der Belag für den Trail ist übrigens Sand/Splitt-Gemisch auf Naturboden.

Wir haben die beiden Trails jetzt auch räumlich etwas voneinander getrennt. In der Mitte wurde ein Gang frei gelassen, so dass die Mädels die Jungs jetzt nur noch über die Entfernung „anmachen“ können. Sobald ich eine Idee habe, wie ich die ganze Anlage auf ein Bild bekomme, werde ich Euch erneut berichten. Dann gibt es bestimmt auch schon Erfahrungsberichte zum Thema: Wie miste ich so einen Paddock-Trail? Und wie die Herrschaften den Kletterhügel angenommen haben.

Denn eines ist Gewiss, am Zykloopenhof gibt es ständig was Neues!

Von Heutürmen und Fressbäumen?

01. November 2014:

Es ist schon längstens an der Zeit Euch wieder einmal mit den Um- und Verschönerungsarbeiten auf dem Zykloopenhof auf dem Laufenden zu halten. Inzwischen hat sich schon wieder eine Menge getan und alles ist momentan „nur“ eine Vorbereitung auf den Dezember. Da kommt es dann Knüppeldick. Aber das verrate ich erst, wenn es fertig ist.

Nett finde ich, dass GoogleEarth mal wieder Mainbernheim überflogen hat und ein relativ aktuelles Bild unseres Hofes dabei entstanden ist. Yvi hat es mal graphisch verfeinert und so könnt Ihr Euch einen guten Grobüberblick über die zwei Laufgruppen und den „unteren Stall“ in Natura machen:

Zykoopenhof 2014
Zykoopenhof 2014 – rot: Mädels Paddock Trail, blau: Jungs Paddock Trail

 

Jetzt wollt Ihr aber bestimmt wissen: Was hat sich konkret getan? Also fangen wir an. Nachdem bei uns immer mehr Einsteller einziehen, wurde die natürlich schon alleine von uns gut belagerte Sattelkammer zu klein. Also haben wir ein Stück von der Maschinenhalle geopfert und die Sattelkammer nach außen vergrößert. Jetzt haben wir wieder genügend Platz und es hat sich sogar noch Platz für eine kleine Sitzgruppe und den im Sommer äußerst beliebten Eiskühlschrank gefunden. Wir haben nämlich ein Gefrierfach mit Eis in der Sattelkammer. Sehr praktisch, wenn man durchgeschwitzt mit misten fertig ist, und dringend eine Abkühlung benötigt.

Schritt zwei: Mehr Pferde brauchen auch mehr Futter. Also, um genügend Platz in der Sattelkammer zu haben, musste eine eigene Futterkammer her. Ist ja sowieso schöner, wenn alles beieinander ist und die beiden Bereiche getrennt sind. Dazu wurde ein Durchbruch in das bisherige Heulager im Mädels-Stall geschaffen.

Umbau
Umbau Futterkammer – hell und luftig. So ist das schön! Foto: privat

 

Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt, wo ist das Heu hin? Nachdem wir ja komplett auf Netzfütterung übergegangen sind und inzwischen ja auch sehr viele Mengen an Netzen gestopft und gelagert werden müssen, war es praktischer die Netze direkt am großen Heulager zu befüllen. Dazu hat Johannes die Bank am Putzplatz etwas verkleinert und einen Durchgang zum Heulager nach unten geschaffen, wo jetzt fleißig gestopft und gestaubt werden kann. Der Vorteil ist natürliche auch, dass unsere Sättel nicht mehr dem Heustaub ausgesetzt sind, weil alles schön nach draußen verlagert ist.

Das hat natürlich weiter zur Folge, dass das komplette Heulager im „Ur-Stall“ und das Fressgitter dort überflüssig wurden. Um die Fläche anderweitig zu nutzen, hat Johannes beschlossen es einfach als zweites Pferdebett umzubauen. Die Damen haben jetzt also zwei Pferdebetten zur Auswahl, das bisherige und das Neue im „Urstall“.

Strohbett Nr. Drei - Foto: privat
Strohbett Nr. Zwei – Foto: privat

 

Bei den Jungs im Paddock Trail wurde dafür vom Mädels-Strohbett etwas abgeknapst und das Jungs-Strohbett deutlich vergrößert. Die Jungs müssen ja schließlich auch genügend Platz zum Schlafen und trocken stehen haben. Das Fressgitter, was bei den Jungs zur Grasfütterung aktiv war wurde ebenfalls funktionslos. Erstens war es für die langen Walle-Mähnen nicht sonderlich zuträglich, zweitens wurde es mit Abschluss der Gras-zufütter-Saison geschlossen.

Und an faulen Sonntagen bastelt Johannes übrigens immer wieder an kleinen Überraschungen für Zwischendurch. Als wir neulich alle zur Fuchsjagd weg waren hat er den Tag genutzt und der „Mädels-WG“ ein Pendant des Fressturms gebastelt. Manchmal traut man sich gar nicht mehr nach Hause zu kommen, vor lauter Angst, das Zuhause nicht mehr wieder zu erkennen!

Fressbaum
Mädels-Fressbaum (mit Resi) im grauen Oktoberlicht – Foto: privat

 

Im Vergleich dazu noch mal den Jungs-Fressturm im Sonnenlicht:

 

Jungs-Fressturm
Jungs-Fressturm – Solange Man(n) noch drunter passt ist alles gut – Foto: privat

 

Damit dürftet Ihr jetzt erst einmal auf dem neusten Stand der Dinge sein. Und nachdem der Winter ja bei uns die klassische Umbau-Jahreszeit ist, weil ist ja so schön ungemütlich draußen …. hahaha … gibt es in der nächsten Zeit bestimmt noch etwas zu berichten.

 

 

 

Paddock Trail Reloaded?

08. März 2014 –  kleines Zykloopenhof-Stall-Update

Es darf wieder gestaunt werden. Unser zweiter Paddock Trail ist fertig! Nadine und Johannes haben in Rekordzeit die Jungs-WG-Erweiterung aus dem Boden gestampft. Somit gibt es am Zykloopenhof jetzt also zwei Paddock Trails. (Und natürlich den vermieteten „unteren“ Stalltrakt, der ebenfalls ein Offenstall ist, aber kein Paddock Trail.) Anfang März haben wir nämlich einen ganzen Schwung neuer Einsteller bekommen. Unten und Oben. Wir haben also pferdetechnisch mächtig aufgestockt. Und ganz nebenbei ist das Zykloopenhof-Team auch noch um einen Menschen reicher geworden: Julia und Nachwuchs sind irgendwie bei uns kleben geblieben und ergänzen unsere Chaoten-Mischung seitdem auf vortreffliche Weise. 🙂

Die Ursprungs-Gruppe, in der meine Ponys wohnen, hat sich auch verändert. Das Kaltblut-Dicktier und seine weiße Kumpelin sind weg. Dafür haben wir einen feurigen Zuwachs bekommen. Einen rassigen PRE-Wallach, schick, braun, große Klappe, großer Macho … ich sag nur die Damenwelt ist entzückt. Allen voran meine Resi. Die lief die ersten Tage grenzdebil-verliebt zusammengeschweißt mit leicht verklärtem Blick mit dem großen Spanier im Doppelpack herum. Nicht jugendfreie Handlungen, unanständig oft ausgeführt, eingeschlossen. Was tut man nicht alles für die Ponys ….. Der große Spanier fühlte sich also gleich herzlich willkommen bei uns und blühte richtig auf. So viel zum Thema Boxenpferd in die Offenstallherde integriert: klappt super. Und der genießt das ohne Ende. Wenn man den jetzt wieder in eine Box sperren würde, der verstünde die Welt nicht mehr.

Resi
Resi total verliebt … – Foto: privat
Der große Spanier
Der große Spanier – Foto: privat

Die „Jungs-WG“ ist jetzt eine altersmäßig gut durchgemischte Wallach-Hengst-Gruppe. Einige Rentner mit ein paar Wehwehchen sind mit eingezogen und fühlen sich im neuen Freilauf auch richtig wohl. Wer rastet der Rostet. Das gilt vor allem für Arthrose. Die Möglichkeit sich stetig zu bewegen tut der Rentner-Gang richtig gut. Die Integration klappte auch wunderbar. Wir haben die ganze Horde einfach zusammengeschmissen. Vier fremde Ponys, die aber schon zusammen standen, und Nadines zwei Jungs. Es gab zwei Runden Auslauf testen, einmal quietschen und dann stand die ganze Gang zusammen beim Fressen. Jungs sind halt einfach sehr schnell zufrieden zu stellen. Seitdem genießen die Herrschaften jede freie Minute mit ausgiebig im warmen Sand schlafen, das Strohbett auffressen und Heunetze leermampfen.

Ganz sicher wollt Ihr jetzt wieder eine professionelle Zeichnung vom zweiten Paddock Trail sehen?  Diesmal etwas farblos, also kommen wir lieber zu den Erklärungen.

Der zweite Paddock-Trail - eine ebenfalls unheimlich professionelle Zeichnung

Die neue Gruppe hat ihre Tränke an der Hinterwand der „Resi-WG“. So brauchen wir, falls die Resi-WG als Kranken- oder Integrationsbox von einem der beiden Paddock-Trails benutzt wird, nicht umständlich mit Eimern tränken. Also beidseitig nutzbar. Der Bereich um die „Resi-WG“ hat einen Untergrund aus Platten und Schotter mit Sand darüber, damit es keinen Matsch gibt.

Strohbett-Eingang mit Tränke in der Jungs-WG
Strohbett-Eingang mit Tränke in der Jungs-WG (Die Bretter im Vordergrund gehören zur „Resi-WG“-Hütte) – Foto: privat

Von der Tränke gelangen die Jungs dann gemütlich ins überdachte Strohbett. Wir haben den Einstieg extra nicht als Stufe gestaltet, damit die Arthrose-Rentner nicht benachteiligt sind. Barrierefreies Wohnen für Pferde sozusagen. Aus dem Strohbett kommt man auch in Richtung „Fressmöglichkeiten“ wieder hinaus. Das sind die Fressplätze, die noch vom ersten Umbau im Winter übrig sind. Theoretisch hätten wir die Möglichkeit die „Fressgittermöglichkeit“ und das dort angrenzende überdachte Noch-Strohbett (blaues U in der Zeichnung) ebenfalls als Kranken- oder Behelfsbox abzutrennen.

Das Strohbett der Jungs, bekommt man richtig Lust sich selber reinzulegen oder? - Foto: privat
Das Strohbett der Jungs, bekommt man richtig Lust sich selber reinzulegen oder? – Foto: privat

Rundum geht es dann in den Paddock-Trail. Diesmal haben wir als Grundlage feinen Kies genommen und dann erst eine Schicht Sand direkt auf den Naturboden aufgetragen. Die Frage ist was sich besser im Alltag macht: nur Sand oder Sand-Kies? Der Dauertest wird es zeigen. Im „Ersten Paddock Trail“ haben wir übrigens teilweise den Sand-Rundlauf mit Hackschnitzeln ergänzt und den Naturbodenauslauf wieder etwas aufgepimpt. Ebenfalls mit Hackschnitzeln. Ponys essen übrigens furchtbar gerne Hackschnitzel. Das muss etwas ganz Tolles sein. Aber keine Angst, bis jetzt haben sie es alle prima vertragen und wir achten auch darauf was für Holz da verschnitzelt wird. Macht Johannes alles selber.

Weg zum Fressturm
Weg zum Fressturm – Sand/Kies auf Naturboden. Die Zäune werden noch stabiler gemacht. – Foto: privat

Zurück zum Rundlauf bei den Jungs. Architektonisches Highlight ist der sogenannte „Fressturm“. Ein kleines Gadget mit großem Wiedererkennungswert. Ein Spielplatz-Überbleibsel an dem wir in verschieden Möglichkeiten Heunetze aufhängen können. Weiter geht es Rundherum. Heute fertig geworden ist der „Folientunnel“. Eine weitere Möglichkeit für die Jungs sich trocken (oder sonnengeschützt) aufzuhalten. Anschließend geht der Rundlauf wieder direkt mit Blick auf den Einstieg zum Strohbett/Tränke weiter.  

Folien-Tunnel mit Fressturm - Foto: privat
Folien-Tunnel (da stand er grad 5 Minuten, noch nicht mal verankert – also Top-Aktuell!!!) mit Fressturm im Hintergrund – Foto: privat

Wie gesagt, was tut man nicht alles für die Ponys! Und mal unter uns, was gibt es schon schöneres, als zufriedenen Pferden beim dösen, fressen, toben oder schlafen in einer Umgebung zuzusehen, die den Pferden sichtbar gefällt?

Der Folientunnel - Erstes Probedurchlaufen: Check! - Foto: privat
Der Folientunnel – Erstes Probedurchlaufen: Check! – Foto: privat

Und natürlich war das noch nicht alles …. 2014 wird wohl am Zykloopenhof großes Umbaujahr! Ihr dürft gespannt bleiben 🙂

Paddock Trail?

20. Januar 2014:

Es gibt etwas Neues. Seit diesem Jahr ist der Zykloopenhof ein Paddock Trail Hof. Jetzt denkt Ihr wahrscheinlich: Na, quatsch nicht, ihr habt doch schon immer einen Offenstall mit Paddock. Stimmt, aber Nadine und Johannes haben schon wieder umgebaut, bzw. wir sind mitten drin und jetzt ist das Ganze noch viel mehr.

Paddock Trail - beheizbare Tränke als weit entferntester Punkt
Paddock Trail – beheizbare Tränke als weit entferntester Punkt – man beachte das kunstvoll gelegte Pflasterstein-Muster (und natürlich den tollen Wach-Muff-Hund!) – Foto: privat

Paddock Trail ist ein offenes Konzept, welches sich in ständiger Weiterentwicklung befindet. Grundgedanke ist der, die Pferde möglichst so zu halten, wie sie in der Wildnis leben würden. Natürlich mit Abstrichen. Wer hat schon ein riesengroßes Areal a la Dülmen oder Mustang-Steppe und kann seinen Ponys Wald, Wasser und hügelige Flur und genügend Platz zum Ausweichen bieten. Und Abstriche braucht man auch, weil man die Ponys ja auch trainieren und reiten möchte und sie nicht nur in der Wildnis beobachten möchte. Also auf Deutsch, es gibt Richtlinien was ein Paddock Trail beinhalten sollte und die reale Umsetzung fällt in jedem Paddock Trail abhängig von den Bedingungen anders aus.

Offenstall-Eingang mit Heunetz und "Wellnessbereich" zur Pferdemassage
Offenstall-Eingang mit Heunetz und „Wellnessbereich“ zur Pferdemassage – Für Bilder/Berichte im „alten“ Offenstall einfach mal in die Rubrik „wo Cavadoren wohnen“ gucken, hier sind alle Wohn-Berichte aufgelistet – Foto: privat

Was ist jetzt so anders an einem Paddock Trail? Paddock Trail geht noch ein Stück mehr auf die Bedürfnisse der Pferde ein als es die reine Offenstallhaltung erlaubt. Im „normalen“ Offenstall gibt es feste Fressquellen, Wasser und Unterstand, meist zentral beieinander gelegen (weil wirtschaftlich) und angrenzend ein Paddock. Das könnte dazu führen, dass die Pferde sich nicht ganz so viel bewegen, wie sie könnten. Sprich, sie halten sich lieber an der Fressquelle auf und warten auf Nachschub.

Was bedeutet das jetzt?

Die Pferde müssen sich Bewegen. Je mehr Bewegung, wie in freier Wildbahn, am Besten noch über unterschiedliche Bodenbeschaffenheit, desto besser. Das geht hierzulande am Besten über Rundwege. Das Wasser soll möglichst weit weg von den Fressquellen sein. Das Futter soll an mehreren kleinen Stellen verteilt werden, über 24 Stunden sollen die Pferde Möglichkeit haben zu fressen. Die Vielzahl der Futterstellen sorgt auch für Ruhe beim Fressen. Der „Futterneidische“ kann nicht überall sein, um die „Rangniedrigeren“ beim Fressen zu vertreiben. An einem Fressgitter dagegen geht das sehr gut. Einfach quer davor gestellt und böse geguckt. Es sollen zusätzliche Anreize geschaffen werden für die Pferde, sich auch tatsächlich zu bewegen.

Paddock Trail Stück ganz oben längs. Hier hat man einen tollen Rundblick!
Paddock Trail Stück ganz oben längs. Hier hat man einen tollen Rundblick! – Foto: privat

Der Paddock Trail wird also so angelegt, dass die Pferde sich bewegen müssen, wenn sie etwas bestimmtes erreichen möchten. Erste Baumaßnahme bei uns war also: Wasser möglichst weit weg von den Fressquellen. Die beheizbare Tränke wurde aus dem überdachten Stall herausgenommen und  ganz weit ans Ende der Koppel verlegt. Dazu wurde vom Paddock aus ein Trail angelegt, rundherum um unsere Koppel. Die Ponys müssen jetzt ganz außen herum laufen, um an das Wasser zu kommen. Wir geben den Pferden auch die Möglichkeit an mehreren kleinen Futterstellen über 24 Stunden Heu knabbern zu können. Wir machen das über engmaschige Heunetze, die wir an verschiedenen Stellen aufhängen. Das versaut viel weniger und die Pferde fressen länger. Zusätzlich gibt es natürlich weiterhin noch Silage oder im Sommer Gras.

Paddock Trail Blick von ganz außen auf den Stall
Paddock Trail Blick von oben-längs auf den Stall – Foto: privat

Alleine das Entzerren an der Sammelstelle Wasser/Futter führte zu einer deutlich spürbaren Entspannung in unserer Gruppe. Und unsere Gruppe war eigentlich gefühlt schon entspannt. Natürlich verteilen sich die Pferde bei mehr Platz auch nach Vorlieben. Nadine meint zum Beispiel, Fénix hätte schon abgenommen. Féni schläft viel über den Tag verteilt und er frisst auch recht gerne. Jetzt ist er gezwungen zwischen seinen beiden Lieblingsbeschäftigungen mit mehr Aufwand hin und her zu pendeln. Schritt zwei war nämlich das bei unseren Schnarchnasen beliebte Strohbett-Schlafzimmer räumlich ebenfalls von den Futterplätzen zu trennen. Das heißt, die Herrschaften müssen jetzt auf jeden Fall immer den ganzen Trail benutzen, um vom Fressen ins Strohbett zu kommen. Es gibt kein schnelles Pendeln mehr, um eben mal einen Happen zu essen. Gut, es gibt inzwischen auch ein bestimmtes sehr kaltblütig Tier im Stall, dass dann eben aus diesem Grund darauf verzichtet am beliebten Strohbett herum zu gammeln. Aber auf jeden Fall muss sich besagtes Dicktier mindestens bis zum Wasser bewegen wenn es nicht verdursten will. Was das Dicktier übrigens ziemlich stinkig macht.

Paddock Trail Stück Richtung Windschutz/Strohbett
Paddock Trail Blick Richtung Windschutz/Strohbett, Nebenan „Jungs-WG“ – Foto: privat

Jacinto zum Beispiel wirkt komplett entspannt – und das wirkt sich meiner Meinung nach auch aufs Reiten aus. Er ist ja sowieso mehr der Einzelgänger. Momentan ist sein absoluter Lieblingsplatz der Trail, möglichst weit weg von den Anderen. Er steht meist in der Nähe der Wasserstelle und schaut durch die Gegend. Gut, die Aussicht da hinten ist auch wirklich nicht ohne. Man hat den kompletten Rundumblick, was durchaus seinen Reiz hat. Diosa tummelt sich natürlich lieber an den Fressstellen. Sie schlendert von Heunetz zu Heunetz und die zusätzliche Bewegung tut auch ihr ziemlich gut. Resi, als Rangniedrigste im Stall profitiert auch sehr von der veränderten Situation. Der „Pulk“ verteilt sich gleichmäßiger und das scheue Reserl frisst jetzt sogar mit dem kalten Dicktier zusammen am Heunetz ohne vor Angst zu sterben.

Paddock Trail Stück vom Dach aus (mit "Jungs-WG" nebenan)
Paddock Trail vom Dach aus (mit „Jungs-WG“ nebenan) – man sieht Jacinto an seinem Lieblingsplatz – Foto: todesmutig aufgenommen vom Hochsilo aus – Ich glaube die zittrigen Hände waren nicht Foto-tauglich in dem Moment #Höhenangst

Gymnastik müssen die Herrschaften ja sowieso bei uns schon machen. Der Einstieg ins Strohbett besteht aus Kletterstufen. Im befestigten Paddock sind ebenfalls Stufen zum Klettern. Wir haben verschiedene Bodenverhältnisse. Beton, Paddockmatten, Pflaster, Sand und Naturboden (sprich momentan halt Matsch) und das Strohbett. Der neu angelegte Trail besteht aus Sandweg. Auf jeden Fall haben unsere Pferd alleine durch die ganzen Wege schon eine ordentliche Grundbewegung. Durch die ganzen Stufen gibt das auch ordentliche Popo-Muskeln. Sie müssen aufpassen, worauf sie gerade laufen. Die Paddockmatten sind zum Beispiel an manchen Tagen ganz schön rutschig. Da müssen die Bremswege anders kalkuliert werden, wie auf dem Naturboden oder dem Sandtrail. Für uns Menschen ist der Trail übrigens auch eine gute Gymnastik. Durch das Stapfen durch den tiefen Sand gymnastizieren wir unsere Problemzonen Po und Beine ganz gut. Was Johannes natürlich jedes Mal, wenn er einen von uns mit Mistboy im Trail sieht mit einem kräftig gebrülltem „Ist gut gegen Cellulite!“ quittiert. Danke hierfür.

Der nächste Schritt wäre also noch ein paar Veränderungen im Bodenuntergrund anzulegen. Vielleicht ein Stück mit Kies, oder ganz genial wäre eine optionale Wasserfurt. Auch ein paar Baumstämme, ein „Scheuerbaum“ oder sonstige Raumteiler würden sich noch gut machen. Wir werden sehen. Aber jetzt wird als Nächstes erst einmal der zweite Trail fertig gestellt. Damit die neue Jungs-WG auch in den Genuss eines Paddock-Trails kommt.

Das beliebte Strohbett-Schlafzimmer von oben fotografiert
Das beliebte Strohbett-Schlafzimmer von oben fotografiert – hier schlafen die Herrschaften äußerst gerne – Foto: privat

Interessant wäre auch einmal per GPS-Tracker festzustellen, wie viel die einzelnen Pferde jetzt tatsächlich laufen. In freier Wildbahn wären das 15 bis 30 km pro Tag. Laufen und die ständige Bewegung hält außerdem Gesund und die Hufe robust. Eines kann ich auf jeden Fall schon sagen: Die Pferde fühlen sich wohl, sind ausgeglichen und harmonisch in ihrer Herdenstruktur. Und das wissen wir ja Alle, wer zufrieden ist, ist leistungsbereiter.

Auf jeden Fall werde ich über den weiteren Dauertest Paddocktrail und die Veränderungen berichten und das mit dem GPS-Tracker ist auch schon in Arbeit. Da bin ich als alter GPS-Junkie schon gespannt drauf. Wer noch weitere Informationen und andere Paddock Trail-Anlagen gucken möchte: www.paddock-trail.de.

Um sich das Ganze am Zykloopenhof jetzt mal visuell vorstellen zu können habe ich eine unheimlich professionelle Stallskizze erstellt. Sie ist übrigens auch unheimlich professionell in Bezug auf Proportionen und tatsächliche Größe und überhaupt ….. aber man dürfte erkennen, wie der Paddock Trail konzipiert ist:

Unheimlich professionelle Stallskizze
Unheimlich professionelle Stallskizze

Das mit „Offenstall“ blau gestreifte ist der überdachte ursprüngliche Stall. Er ist durch eine große Flattervorhang-Tür und eine kleine ebenfalls geschützte Tür Richtung Windschutz erreichbar. Hier ist noch das ursprüngliche Fressgitter übrig und es sind rund um dieses Hauptgebäude engmaschige Heunetze ausgehängt. Im zweiten blau gestreiften Bereich ist das beliebte „Strohbett-Schlafzimmer“ untergebracht. Man erreicht es durch zwei Kletterstufen nach unten und nachdem man den ganzen Trailweg um die Koppel herum gelaufen ist. Das wellig-graugeschriffelte soll eine räumliche Abtrennung markieren. Hier sind die Pferde gezwungen ganz außen den Paddock Trail herum zu laufen um an Strohbett und Windschutz zu kommen. Die einfache Strecke von Offenstall über den Trail bis ins Strohbett sind übrigens ca. 170 Meter.

Der „Resi-WG“-Bereich betitelt einen abgrenzbaren matschfreien Bereich mit Unterstell-Hütte und Tränke. Er kann als Integrationsbox, Krankheitsbox oder Vergrößerung des „Jungs-WG“-Bereiches genutzt werden. Die „Jungs-WG“ habe ich Euch übrigens nicht komplett aufgemalt. Dieser Bereich ist auch noch nicht ganz fertig. Beinhaltet aber ebenfalls ein Strohbett, einen Fressbereich und ganz viel Platz zum Toben und Spielen, ebenfalls mit einer beheizbaren Tränke, die auch von der „Resi-WG“ erreichbar ist.

"Jungs-WG" Sandbereich, mit "Resi-WG" Hütte im Hintergrund
„Jungs-WG“ Sandbereich, mit „Resi-WG“ Hütte im Hintergrund
"Jungs-WG" Fressplatz und Strohbett frisch vorm ersten Einzug der "Jungs"
„Jungs-WG“ Fressplatz und Strohbett frisch vorm ersten Einzug der „Jungs“
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