Del Cavador

Reitplätze?

3. November 2018:

Momentan bin ich etwas schreibfaul … keine Ahnung woran das liegt. Erzählen könnte ich eigentlich immer etwas. Schließlich veranstalten die Ponys jeden Tag lustige Sachen. Vielleicht ist es ein Herbst-Blues. Mal sehen, wie sich der noch weiter entwickelt. Vielleicht wisst Ihr ja ein paar Tipps dagegen?

Aber was ich auf jeden Fall erzählen möchte: Wir haben sind am Stall jetzt für den kommenden Winter gerüstet. Zumindest was unsere Reitmöglichkeiten angehen. Matschprophylaxe wird zusätzlich laufend und akut betrieben, wenn es dann wieder so weit ist. Aber Johannes hat schon viele Flächen, die früher kritisch waren gepflastert oder beseitigt. Von daher: Winter komm ruhig! (… und bring etwas Regen mit!!!)

Nach 8 Jahren Nutzung hat unser „kleiner“ Reitplatz ein komplettes Makeover bekommen. Wir haben den Reitplatz-Boden ausgetauscht und erneuert. Dabei wurde der Zaun auch gleich komplett neu gemacht. Der war inzwischen schon etwas wackelig.

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Original-Bau des „kleinen Reitplatzes“ – hier kann man schön den Unterbau sehen. Foto: privat von 2011

Ich kann also ganz angeberisch verkünden, dass der Zykloopenhof jetzt VIER Reitmöglichkeiten anbieten kann. Eigentlich fünf, wenn man das Reitgelände bei uns mitzählt 🙂 Das ist alles auf jeden Fall mehr, als ich mir je erträumt hätte. Ich war damals schon mehr als zufrieden, endlich einen kleinen abgezäunten Platz zu haben, auf dem man im Winter (oder überhaupt) einigermaßen beleuchtet ein bisschen Gymnastik mit dem Pony machen konnte.

Jetzt haben wir zur Auswahl (und alle vier mit Beleuchtung! … also nicht „Flutlicht-Fußball-Live-Ausstrahlungsmodus-Beleuchtung“, aber auf jeden Fall „Funzelig-aber-ich-seh-über-was-ich-nicht-fallen-möchte-Modus“:

Der kleine Reitplatz:

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2018: komplett neuer Boden, komplett neuer Zaun! – Foto: privat

Komplett neuer Boden und komplett neuer (und höherer Zaun) – mit Eingangstor, dass wir immer zum „Tor“-Üben benutzen und „Palo“ (Longier-Pfosten) – wird gerne von uns als Trail-Platz benutzt. Mit Sitzgelegenheit für lüsterne Zuschauer.

Hinten im Bild seht Ihr gleich das Roundpen und die Bewegungshalle! Der Ovalplatz befindet sich direkt dahinter. Ach ja, und an dem tollen Pferdeanhänger im Hintergrund erfreue ich mich immer, wenn ich ihn sehe. Er glitzert ein bisschen in der Sonne.

Das Roundpen

Roundpen  – schaut nach, wie es gebaut wurde.

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Testzwerg – Foto vom Roundpen kurz nach der Fertigstellung – Foto: privat

Perfekte Ergänzung zum Reitplatz. Griffiger Boden – Wunderbar um konzentriert Dinge üben zu können, ohne sich ablenken zu lassen.

Die Bewegungshalle:

Bewegungshalle – hier findet Ihr alle Infos

Halle
Bewegungshalle im Panorama – Foto: privat

Perfekt im Winter, wenn draußen alles nass ist. Man geht nass und klamm in die Bewegungshalle und trocknet windgeschützt während der Arbeit mit dem Pony, so dass man hinterher wieder trocken und aufgewärmt raus in die reale Welt stolpern kann.

 

Der Oval-Platz:

 

Ovalplatz
Ovalplatz 2018 – neuer Boden und „Naturtöltbahn“ außenherum – Foto: privat

 

Der hat sich inzwischen zu einem richtig schönen Reitplatz gemausert. Er bekam den alten Boden vom kleinen Reitplatz und ist seitdem richtig griffig zum Reiten. Hier haben wir ein paar Stangen und kleine Sprungständer deponiert, da kann ein bisschen Stangen-Gymnastik betrieben werden (Danke, an Dieter, der sich momentan dem Streichen von neuen Hinderniss-Stangen widmet). Man kann auch schön um den Oval-Platz herum reiten – das ist unsere „Töltbahn“ aus Naturboden.

Jetzt bin ich gespannt, wann wir unseren eigene kleine Trail-Wiese mit Wasser-Durchgang bekommen …. *hust* … Wunschliste an Johannes! 🙂

Zykloopenhof – Infos insgesamt und Rundgang – Werbung da Hofnennung.

Immer Rundherum?

November 2015:

Über den Sommer hin hatten wir übrigens noch eine neue Dauer-Baustelle. Angefangen hat alles mit einem geschotterten Kreis. Sieht schon seltsam aus oder? Wird es ein Hubschrauberlandeplatz?

Schotter
Schotter-Kreis – Foto: privat

Eines Tages war er dann eingezäunt. Ein paar bauliche Probleme mit dem Rund und der Stabilisierung der Bretter mussten überdacht werden, aber letztendlich … kam dann erst mal der Rekordsommer … *stöhn*

Rund 1
Runde Bretter – Foto: privat

Es wurde dann immer mal gewerkelt, gebrettert, geschottert, betoniert, getüftelt oder nichts gemacht. Jedenfalls begleitete uns dieses Rondell aus schwarzem Gitter und hellen Brettern den Sommer über.

Befestigt
Befestigt und in Arbeit – Foto: privat

Wenn man in dem Ding an den Hitze-Rekord-Tagen im August bei uns mal „Fieber“ gemessen hätte, dann hätte bestimmt Mainbernheim den Hitzerekord bekommen. So schwarze Platten strahlen super toll Wärme ab!

Halbfertig
Halbfertig – Foto: privat

Wahrscheinlich wisst Ihr schon längst, um was es geht. Unser neues Roundpen wurde im Oktober dann ziemlich schnell fertig gestellt. Ein Belag aus duftendem Häcksel als Topping über Sand und Gitter komplettierte das Ganze. Tüpfelchen auf dem i war dann die Beleuchtung und die Zuschauertribüne.

Tribüne, noch nicht bezugsfertig
Tribüne, noch nicht ganz bezugsfertig – Foto: privat

 

Senfmade-Tor
Senfmade-Tor aus Panel – Foto: privat

Das Tor hat Johannes aus einem Panel gebaut. Also blickdicht gemacht. Der Clou: das Tor ist so ausgerichtet, dass die Tür immer zu fällt. Was ziemlich praktisch ist.

Testzwerg
Testyvi und Testzwerg – Foto: privat

Auf jeden Fall ist das neue Roundpen eine wunderbare Ergänzung zu unserem kleinen Reitplatz. Im Winter, wenn es bereits dunkel ist, wenn ich zum Stall komme, wird er mir bestimmt viel Spaß machen. Im Kreis zu arbeiten ist auf jeden Fall zum Üben von Tempo zulegen und zurücknehmen bei Jacinto sehr hilfreich. Auch Frau Resi kann im Zirkel endlich mal schön ihre überschüssige Energie rauslaufen. Frau Sumpf hat schon festgestellt, dass man sich in die Mitte des Roundpens stellt, wenn man nichts tun möchte.

 

Von dem Häcksel wurde genügend bestellt, so dass auch unser kleiner Reitplatz ein neues Gesicht bekam. Man fühlt sich doch gleich doppelt so gut, wenn man auf frischem Reitboden arbeiten kann.

 

Heukr(e)ise?

Oktober 2015:

Es ist dringend einmal wieder Zeit für ein kleines Update, was unseren Paddock-Trail angeht. Johannes hat nämlich den Sommer über fleißig herumgewerkelt.

Neue Herausforderung war die Grasfütterung komfortabler zu gestalten. Inzwischen hat der Stall eine Größe erreicht, wo man nicht mehr mit dem Schubkarren übers ganze Paddock Grashäufchen verteilen kann. Man kann schon, macht dann aber nichts anderes mehr.

Die Lösung besteht in einem betonierten Platz am Rande des Trails, mit Fressgitter-Lücken, wo man das Gras einfach mit dem Ladewagen abladen kann und es portioniert einfach an die Ponys schiebt. Der Vorteil nebenbei: es wird nicht ins frische Gras reingepinkelt, reingetrampelt oder es sonst irgendwie verschmutzt. Außerdem müssen die Ponys bis ganz ans Ende vom Trail laufen, um ans Grünfutter heran zu kommen. Eine Super Idee. Leider hat uns der Rekord-Sommer 2015 ein frühes Ende der Grasfütterung gebracht. Bei uns war die Grasfütter-Saison bereits Ende Juni beendet. Normalerweise geht sie bis Ende Oktober.

 

Grünfutter
Grünfutter-Station – Foto: privat

Die Stäbe bestehen aus einbetonierten Regenwasserrohren mit einem Pfeiff- und Verbiegeschutz- Bretterdach. Die Grünablagefläche außerhalb ist betoniert, so dass Johannes bequem mit dem Ladewagen darüberfahren kann. Im Trail haben wir Matsch-Platten mit Kies als Schlammschutz verbaut. Von diesen Grünfutter-Stationen wurden im Weiber- und Männer-Trail je einer gebaut.

Futter
Resi und Diosa testen die Grünfutterstation – Foto: privat

Unsere Heu-Fütterung basiert ja auf Netzen, die gefüllt und flexibel an verschiedenen Stellen aufgehängt werden. Damit die Ponys tatsächlich die Möglichkeit haben notfalls rund um die Uhr fressen zu können, wurde in jedem Trail eine feste Heustation gebaut, in die ein kompletter Rundballen hinein passt.

Die Männer-WG bekam eine Johannes-Self-Bauraufe bestehend aus Teilen des alten Fressgitters aus den Anfangszeiten des Original-Stalles. Die Damen bekamen eine günstig gekaufte Rundballen-Heuraufe aufgestellt. Beide Heustationen sind bequem und praktisch mit dem Frontlader von Außen zu befüllen.

Heustation
Heustation Stuten-Trail – Foto: Weinmann

 

Das Bild stammt vom „Bau“ der Weiber-Heustation. Natürlich wurde auch sie Matsch-sicher gemacht.

Das nächste „Problem“ was in Angriff genommen wurde war die Ernährungsbeschaffung für die Ponys. Irgendwie gelang es fast allen Ponys zu viel Heu zu essen. Sie sind teilweise doch sehr fett geworden. Kann man gar nicht anders beschreiben. Verhungern gibts bei uns nicht. Jedenfalls war die Überlegung, wenn schon 24 Stunden Heu, dann doch bitte etwas komplizierter. Die Heunetze sind ja schon eine Art Verzögerungstaktik, weil man das Heu mühevoll aus kleinen Löchern zupfen muss.

Aber dann gab es da so ein Bild von Heunetzen in einer Dreh-Konstruktion …. also hat Johannes getüftelt, herumgeschweißt und Metallteile geschleppt. Heraus kam ein drehbarer Heuturm!

Heudrehturm
Heudrehturm bei den Jungs – Foto: privat

Jetzt müssen die Damen und Herrschaften laufen und zupfen, oder sie tun sich zusammen und helfen einander, um die wackelnden, beweglichen Heunetze stabilisiert zu bekommen. Teambildung und Fressverzögerung in einem. Nicht schlecht oder?

Nebenbei wurden einige der übrigen Heunetzaufhängungen freischwingend gestaltet. Sprich nicht mehr direkt an die Wand gehängt, sondern an einem Balken in den freien Raum verlängert. Vorteile auch hier: Fressbremse und Wandschonung. Ihr seht, es gibt immer neue Ideen die umgesetzt werden.

Heu
Heu-Dreh-Kreuz bei den Damen (mit ICE im Hintergrund) – Foto: Yvi Tschischka

 

 

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