Del Cavador

Zyklooptastisch?

29. Februar 2020:

Es wird mal wieder Zeit für ein kleines Update, was mein Pferdezuhause angeht. Seit Ende 2018 habe ich nicht mehr darüber berichtet, was sich am Zykloopenhof alles getan hat. Da wird es jetzt aber dringend Zeit! Vor allem, weil das wohnen dort momentan sehr viel Spaß macht.

Sonnenuntergang am Zykloopenhof – Foto: Zykloopenhof

2019 stand zu Beginn des Jahres im Zeichen des Pflastersteins – um Ostern herum wurde gepflastert was das Zeug hält. Der komplette Hof ist jetzt neu gepflastert. Wenn ich noch einen Pflasterstein sehe, der irgendwo eingesetzt werden möchte, muss ich leider fluchtartig losrennen und dabei reflexartig schreien!

Weg zur „Männer-WG“ und zur „Diätgruppe“ – Matschfrei: check! – Foto: privat
Hof + Eingang zu der „All-you-can-Eat“-Gruppe: jetzt schön! Aber da passen sehr viele Pflastersteine rein, glaubt mir …. – Foto: privat

Wir haben in diesem Winter komplett die Zäune erneuert, heißt: neue Litzen und neue Pfosten. Immerhin wohnen wir an einer Bahnstrecke, da muss man schon einen sicheren Zaun haben. Also Holzpfosten ade: Welcome Kunststoffpfosten – die faulen nicht weg. Zeitgleich wurde die Einfahrt für den Traktor auch vereinfacht: Panel-Tor, statt Strom-Litzen-Chaos.

Die alten Stromlitzen (im Hintergrund sieht man die dicken Kunststoff-Pfosten in Aktion – Foto: Privat

Vorher und zwischendurch wurden die Paddock-Trails auch wieder Matschfest gemacht: neuer Splitt in den Trails, Verstärkung unter „kritischen“ Punkten.

Männer-WG Heu-Fressplatz – Foto: privat
Männer-WG Eingang zum Strohbett – Foto: privat
Weiber-WG Fressplatz unter dem Zelt – Foto: privat

Zwischendurch hatten wir auch über mehrere Wochen Besuch von einer leicht hilflos wirkenden weißen (Brief?)Taube. Wir haben sie „Tobi“ genannt und ich muss immer noch an sie denken. Irgendwann war „Tobi“ dann einfach so weg. Aber dank des Dauerregens haben wir momentan unten im Auffangbecken Enten schwimmen und eine davon ist ebenfalls schneeweiß. Wir haben sie „Tobi“ genannt in Erinnerung an unseren Brieftauben-Tobi.

Tobi ❤ – Foto: privat

Die „Männer-WG“ hat eine feste, größere Strohraufe bekommen. Hier stand zwar eine Strohraufe, aber das Update wurde ein Stück versetzt und gleichzeitig vergrößert und so haben die „Diätis“ auch gleichzeitig die Möglichkeit Stroh zu fressen bekommen. Quasi ein Update für beide Gruppen. Natürlich wurde das Ganze standesgemäß final in einer dieser Nacht-und-Nebel-Aktionen durchgezogen. Der Untergrund ist leicht erhöht und wurde mit übrig gebliebenen Terrassensteinen gepflastert. Upcycling per excellence. Kein Matsch möglich.

Strohraufe für „Männer-WG“ und „Diätgruppe“ – Foto: Zykloopenhof
Strohraufe im Rohzustand – Foto: privat

Der Reitplatz unterhalb der Bewegungshalle hat ebenfalls ein Update bekommen. Die Beton-Ovalbahn wurde entfernt und das ganze Ding auf gut 20 x 40 Meter aufgestockt. Dazu gab es eine neue Umrandung, die verhindert, dass der neue Belag verloren geht und gleichzeitig der „Rand“ gut sichtbar ist. Förderband ist echt universell einsetzbar. Aber der Reitplatz ist noch nicht ganz fertig – aber natürlich schon nutzbar. Wobei der Belag noch nicht perfekt ist. Hier haben wir noch ein Problem mit Matschlöchern.

Männer und Bagger …. kannste nix machen! – Foto: Zykloopenhof
Letztes Bild der „Ovalbahn“ – Foto: Zykloopenhof
Umrandung und Vergrößerung fertig – Sand ahoi! – Foto: Zykloopenhof

Die „All-you-can-Eat-Gruppe“ ist im Winter auch deutlich gewachsen und hat deshalb eine zweite feste Stroh/Heu-Raufe bekommen. Schließlich sollen die Bewohner ja auch immer Essen können. Die Raufe ist ans Eck unserer Bewegungshalle gebaut und lässt sich so praktisch über den Hof bestücken und die Pferde haben auch noch durch die Wand einen Wind/Wetterschutz.

„All-you-can-Eat“-Buffett eröffnet!
Dank vorheriger Pflaster-Aktion matschfrei – Foto: Zykloopenhof
Raufe von innen – Foto: Zykloopenhof

Ein Update hat auch die „Diätgruppe“ bekommen: die haben nämlich jetzt ebenfalls einen Kletterhügel bekommen – der ist noch nicht ganz „gesetzt“, aber wird schon als Spielplatz genutzt. Man glaubt nicht, wie gelenkig die Ponys sich benehmen, wenn sie frei spielen können und ein Hügel dabei ist.

Kletterhügel ganz frisch in der Diätgruppe – Foto: privat

Da die Diätgruppe jetzt ebenfalls richtig angewachsen ist, wurde dort die Sattelkammer fertig gestellt. Das sind Deluxe-Sattelkammern geworden. Diesmal sogar mit hinten integriertem Regal! Richtig gut!

Organisiertes Baustellen-Chaos. – Foto: privat
Sattelschrank von innen – Foto: privat

Sattelkammer „Diätgruppe“ in fertig – gegenüber sind noch Regale und Platz zum Abstellen – Foto: privat

Kleinere Dinge wurden auch zwischendurch gebastelt. Dieter hat für die Lecksteine der verschiedenen Gruppen Halterungen gebaut. So können die Herrschaften sich jetzt an verschiedenen Geschmäckern bedienen.

Lecksteinhalterung bei den Jungs – Foto: privat

Das Strohbett der „Männer-WG“ hat jetzt als Letztes ein Update bekommen. Hier waren früher zwei Panel-Tore, um als Raumtrenner zu funktionieren. Problem: eventuell könnten sich ungeschickte Ponys drunter festliegen, bzw. dieser feste, aber doch irgendwie wackelige Zustand war nicht ganz zufrieden stellend. Johannes hat jetzt einfach ein Förderband aufgehängt. Die Jungs haben jetzt einen deutlich sichtbaren Raumtrenner, der aber frei schwingt (Spielkinder hatten schon damit Spaß …) und unter dem man sich nicht festliegen kann. Man kann ihn bei Bedarf einfach hochziehen (wenn man stark genug ist) und er sorgt aber trotzdem für visuelle „Grenzen“. Geschickt gelöst würde ich sagen!

Räumliche-Männer-Trenn-Förderband-Bastelage – Foto: privat

Das ist ein Foto von dem nächsten Bauwerk in der Pipeline – Das wird eine Strohraufe für die „Weiber-WG“. Somit haben dann alle Trails große Raufen, Kletterhügel und neue Zäune.

Neue Raufe in der Mache – Foto: privat

Ansonsten bin ich natürlich gespannt was 2020 so für uns bringt. Bautechnisch, aber auch menschlich und Pferdetechnisch. Es bleibt spannend! … ich hoffe ja immer noch ganz stark auf eine schöne Reitwiese mit tollen Extreme-Trail-Hindernissen UND einem Wasserdurchritt. Damit die „Tobis“ dieser Welt auch immer Wasser und einen Platz zum Schlafen finden können.

Zwischendurch gibt es natürlich auch immer was zu reparieren: Beleuchtung der Trails – Foto: Zykloopenhof

Weit gereiste Eisbären?

25. Januar 2020:

Bei wunderbar mildem Reitwetter fand dieses Jahr unser 7. Eisbärenritt am Zykloopenhof statt. Wir hatten eine komplett neue Strecke ausgekundschaftet – uns verschlägt es auch nicht so oft in diese Richtung – von daher war es auch für uns beim Probereiten spannend!

Wir konnten 40 Starter auf die neue Strecke schicken und mehrere Teilnehmer hatten über 100 km Anreise! Wow … ich sage nur: WOW! Ihr seid ja Wahnsinnig! Es freut uns riesig, dass hier trotz Winterwetter keine Kosten und Mühen gescheut werden, um dabei sein zu können! 

Quoten-Traber bei der Begegnung mit dem Stier! – Foto: Eisbärenritt

Unsere Starter durften nach der Anmeldung erst mal in unserer kleinen „Reithalle“ ein paar Aufgaben bewältigen. Wir haben Teile des Trails im Working Equitation-Style angelegt. Einmal eine klassische Brücke und dann den Stier mit Garrocha stechen. Aber alles nur im Schritt – ganz gechillt. Als nächstes durften die Teilnehmer ihre kleinen grauen Gehirnzellen anstrengen und „Einkaufen“ gehen. Mit Pferd an einen Tisch parken, und dann die Einkaufsliste 10 Sekunden auswendig lernen und dann nach Gedächtnis von den Gegenständen am Tisch „einkaufen“. Danach durfte noch „Fußball“ gespielt werden. Den Ball mit einem Besen ins Tor schussern. Auch nicht so einfach.

Auenhof-Paso Finos beim Shoppen! – Foto: Eisbärenritt

Dann ging es erst mal auf die Strecke. Dieses Mal waren es 20 km mit mehreren Stationen, die wir unseren Startern per Karte zumuteten. Der erste Halt war am Flurdenkmal – hier waren wir vom Ritt im mystischen Tannenwald inspiriert und hatten unseren Dieter gebeten uns auch so eine „Leiter“ zu basteln. Quasi Stangen, die auf längeren Hölzern liegen und die beim Überreiten nicht umkippen sollten. Für viele Pferde war übrigens alleine schon das Hinreiten ganz „gefährlich“. Zur Erbauung bekamen die Reiter dann noch eine rohe Spagetti mit auf den Weg, um sie bei der nächsten Station heil wieder abgeben zu dürfen. Unterwegs musste man ja nicht nur nach Karte reiten, sondern auch eine Straße überqueren. Also nicht ganz so einfach. 

Connemara-Power an der „Leiter“ – Foto: Eisbärenritt

Aber viele brachten die Nudel trotzdem heil zur zweiten Station, intern die „Ortolan“-Station genannt. Hier durften die Reiter Geschicklichkeit beweisen, indem sie Dinge in unterschiedliche Felder werfen mussten. Und schon ging es weiter Richtung Mittagspause. Die hatten wir dieses Jahr an einem richtig urigen Blockhaus in einer Schrebergarten-Anlage. Hier gab es Getränke zum Aufwärmen (oder Abkühlen) und die berühmt-begehrten Eierringe, Kuchen und Unterhaltung. Wir hatten hier bewusst mal keine großen Aufgaben geplant. Die Reiter durften nur beim Weiterreiten von rechts aufsteigen, immer wieder eine gute Übung 🙂 und wurden nach dem „Ortolan“ gefragt. An der Station vorher war nämlich eine Reihe Schilder, die den Ortolan beschreibt. Das ist übrigens ein bodenbrütender Singvogel, der in Franken hauptsächlich im Getreide brütet und sich auch gerne in so Obstwiesen aufhält. Er soll übrigens auch Ludwig van Beethoven zur „Fünften Symphonie“ inspiriert haben und in Italien und Frankreich gelten sie als Delikatesse … nur mal, um etwas Kultur hier rein zu bringen! 🙂

Unsere fünfte Station war dann am „Eichelsee“ – ganz früher der Freibad-Weiher von Mainbernheim. Hier war wieder Working Equitation angesagt: vorwärts in Schlangenlinien durch die Bäume, Glocke klingeln lassen, und im Idealfall rückwärts zurück. Anschließend ging es zurück zum Zykloopenhof. Hier konnten die Ponys entspannen und sich die Reiter bei reichhaltigem Buffett stärken und wieder aufwärmen. 

Reitende Pinguine auf Paso Peruanos!? – Foto: Eisbärenritt

Vielen Dank an alle unsere fleißigen Helfer, alle Kuchenbäcker, alle Streckenposten, unsere Anmeldung, unsere Fotografen, unsere tolle Mittagsstation, unsere Hängerparkerin, und an alle Einsteller, die das jedes Mal „erdulden“ und natürlich an alle Teilnehmer und Besucher! Wir freuen uns jedes Mal, wenn alles so gut geklappt hat und alle zufrieden nach einem schönen Tag wieder nach Hause fahren. 

Wir freuen uns auch, dass wir dieses Jahr neben Paso Finos und Isländern auch zwei Paso Peruanos, einen Töltenden Traber (unseren Quoten-Traber :-)) und einen Tennessee Walker dabei hatten. Auch unsere Läufer waren mit ihren beiden Shettys dieses Jahr wieder mit dabei – das finden wir auch immer wieder Klasse! Und natürlich hatten wir auch dieses Jahr wieder ganz tolle Eisbärenkostüme am Start! Es freut uns immer wieder, wie viel Mühe Ihr Euch gebt! 

Unsere Siegerin hat sich gleich zu Beginn schon gefreut! – Foto: Eisbärenritt

Dieses Jahr konnte Katha Kemmer sich über den ersten Platz freuen – ein Shooting mit Yvi Tschischka Photography. Überhaupt hatten wir tolle Sponsoren! Filogran, Lanfranco Horse Fashion, Loesdau, Reitsport Veh, Zedan, Mühlendorfer – unsere Teilnehmer bekamen alle einen neu designten Zykloopenhof-Eimer mit tollen Sachen darin! 

An der Ortolan-Station – Foto: Eisbärenritt

Wir hatten dieses Jahr auch an jeder Station gebeten Plus- und Minus-Punkte zu verteilen für besonders faires und schönes Reiten. Uns freut dass dieses Jahr dieser Preis auch an die Teilnehmerin mit der längsten Anreise gegangen ist: Alexandra Rau von Paso Finos vom Auenhof, in 86480 Aletshausen. 

Wir hoffen Euch auch nächstes Jahr wieder einen tollen Eisbärenritt bieten zu können und freuen uns schon uns wieder „Gemeinheiten“ für Euch auszudenken! 

Isi(s) Unterwegs auf der Strecke – Foto: Eisbärenritt

PS: Die Teilnehmer bekommen noch eine Email mit dem Link für die Fotos, aber wer schon mal spitzen möchte: HIER

Strohgemauschel?

26. Dezember 2019:

Das Jahr neigt sich dem Ende zu …. also die Beste Zeit um noch mal total auszumisten! Wir haben die Tage nämlich das Strohbett der Weiber-WG gemistet und dazu gibt es ein kleines Filmchen.

Wir misten die Strohbetten komplett ungefähr alle halbe Jahr maschinell leer, geben neues Stroh hinein und freuen uns dann wie die Schnitzel, wenn die Ponys direkt reinkommen und als erstes in das frische Stroh pinkeln. Wie man das halt so macht als bekloppter Pferdebesitzer.

Das Strohbett wird natürlich auch täglich gepflegt. Es werden jeden Tag die frischen Pferdeäpfel abgelesen und je nach Benutzung bekommen die Ponys regelmäßig frische Stroh-Rundballen als Ergänzung der Matratze obendrauf. Das System hat sich über mehrere Jahre inzwischen sehr gut bewährt und die Ponys lieben ihr Strohbett.

Strohbett bei den Jungs – lädt ein zu diversen „Besprechungen“ – Foto: privat

Gefühlte Millionen Bilder von schlafenden Ponys in diversen Strohbetten beweisen das sehr eindrücklich. Jede Gruppe am Zykloopenhof hat so ein Strohbett.

Hoch im Kurs?

Kurs mit Stephan Vierhaus am Zykloopenhof

18./19.05.2019:

Auch dieses Jahr hatten wir das Vergnügen wieder einen Kurs mit Stephan Vierhaus bei uns am Zykloopenhof zu haben. Dieses Jahr sogar mit einer reinen Gangpferde-Truppe. Und was für eine tolle Truppe! Es hat richtig Spaß gemacht Euch alle kennen zu lernen und Eure tollen Isländer laufen zu sehen!  … und zu sehen, dass wir alle doch irgendwie die gleichen „Probleme“ haben 🙂

Drachenpony entspannt – Frau verwirrt – Foto: Yvi Tschischka

Wir hatten viel Spaß und haben auch viel gelernt. Auf jeden Fall hat sich wieder gezeigt, dass so ein vierter Gang extra diese ohnehin komplizierte Sache mit dem richtigen Reiten nicht wirklich einfacher macht. 

Jacinto und ich hatten am Samstag eine sehr gute Einheit (da sind wir viel guten, entspannten  Schritt geritten) und eine sehr deprimierende Einheit (da haben wir versucht ordentlich zu tölten). Aber Reiten ist ein ständiges Up and Down. Ohne die „downs“ kommt man nicht an die „ups“ – und wer immer „Up“ ist Lügt schlicht und einfach 🙂 

Am Sonntag durfte dann das Drachenpony eine Einheit nehmen. Sie war die ganze Zeit locker und hat gut mitgemacht – ich bin sehr zufrieden.

Durch die anderen Teilnehmer konnten wir wieder schön sehen, wie die verschiedenen Ansätze zum Tölt funktionieren. Und auch von der Bodenarbeit mit den Jungpferden konnte ich mir einiges abgucken. 

Stephan war wieder ein guter „Erklär-Bär“ mit vielen Tipps und natürlich hat er wieder jeden Teilnehmer da abgeholt, wo gerade die Problemstellung war und konnte Lösungsansätze bieten. 

Und ich finde so ein Kurs ist immer ein gute Gelegenheit mit vielen Gleichgesinnten – sei es am eigenen Stall, oder von Extern – eine gute Zeit zusammen mit den Ponys/Pferden zu verbringen.

Vielen Dank an Caro Jost-Kilbert, die unseren Kurs wieder so schön organisiert hat und uns auch wieder lecker verköstigt hat. Und natürlich auch an Johannes und Nadine, die den Zykloopenhof und die Gastboxen zur Verfügung gestellt haben. Wir hoffen doch, dass wir nächstes Jahr wieder einen Kurs organisiert bekommen! 

Denn es lohnt sich immer weiter zu lernen – wobei ich manchmal nicht weiß, ob bei Jacinto nicht Hopfen und Malz verloren ist, aber letztendlich lernt man nicht von den „Guten“ Pferden, sondern von den „Problempferden“. Und mitmachen kann sich bei so einem Kurs jeder trauen, weil wie gesagt, letztendlich haben wir alle die gleichen Problemchen. 

Durfte sie leider nicht behalten 🙂 – Foto: Yvi Tschischka

Mehr Fotos vom Kurs gibt es übrigens noch bei Gangpferde Vierhaus (draufklicken!!) auf der Seite – Yvi war so nett und hat am Sonntag ihre Kamera mit dabei gehabt!

Reitplätze?

3. November 2018:

Momentan bin ich etwas schreibfaul … keine Ahnung woran das liegt. Erzählen könnte ich eigentlich immer etwas. Schließlich veranstalten die Ponys jeden Tag lustige Sachen. Vielleicht ist es ein Herbst-Blues. Mal sehen, wie sich der noch weiter entwickelt. Vielleicht wisst Ihr ja ein paar Tipps dagegen?

Aber was ich auf jeden Fall erzählen möchte: Wir haben sind am Stall jetzt für den kommenden Winter gerüstet. Zumindest was unsere Reitmöglichkeiten angehen. Matschprophylaxe wird zusätzlich laufend und akut betrieben, wenn es dann wieder so weit ist. Aber Johannes hat schon viele Flächen, die früher kritisch waren gepflastert oder beseitigt. Von daher: Winter komm ruhig! (… und bring etwas Regen mit!!!)

Nach 8 Jahren Nutzung hat unser „kleiner“ Reitplatz ein komplettes Makeover bekommen. Wir haben den Reitplatz-Boden ausgetauscht und erneuert. Dabei wurde der Zaun auch gleich komplett neu gemacht. Der war inzwischen schon etwas wackelig.

AltReitplatz
Original-Bau des „kleinen Reitplatzes“ – hier kann man schön den Unterbau sehen. Foto: privat von 2011

Ich kann also ganz angeberisch verkünden, dass der Zykloopenhof jetzt VIER Reitmöglichkeiten anbieten kann. Eigentlich fünf, wenn man das Reitgelände bei uns mitzählt 🙂 Das ist alles auf jeden Fall mehr, als ich mir je erträumt hätte. Ich war damals schon mehr als zufrieden, endlich einen kleinen abgezäunten Platz zu haben, auf dem man im Winter (oder überhaupt) einigermaßen beleuchtet ein bisschen Gymnastik mit dem Pony machen konnte.

Jetzt haben wir zur Auswahl (und alle vier mit Beleuchtung! … also nicht „Flutlicht-Fußball-Live-Ausstrahlungsmodus-Beleuchtung“, aber auf jeden Fall „Funzelig-aber-ich-seh-über-was-ich-nicht-fallen-möchte-Modus“:

Der kleine Reitplatz:

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2018: komplett neuer Boden, komplett neuer Zaun! – Foto: privat

Komplett neuer Boden und komplett neuer (und höherer Zaun) – mit Eingangstor, dass wir immer zum „Tor“-Üben benutzen und „Palo“ (Longier-Pfosten) – wird gerne von uns als Trail-Platz benutzt. Mit Sitzgelegenheit für lüsterne Zuschauer.

Hinten im Bild seht Ihr gleich das Roundpen und die Bewegungshalle! Der Ovalplatz befindet sich direkt dahinter. Ach ja, und an dem tollen Pferdeanhänger im Hintergrund erfreue ich mich immer, wenn ich ihn sehe. Er glitzert ein bisschen in der Sonne.

Das Roundpen

Roundpen  – schaut nach, wie es gebaut wurde.

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Testzwerg – Foto vom Roundpen kurz nach der Fertigstellung – Foto: privat

Perfekte Ergänzung zum Reitplatz. Griffiger Boden – Wunderbar um konzentriert Dinge üben zu können, ohne sich ablenken zu lassen.

Die Bewegungshalle:

Bewegungshalle – hier findet Ihr alle Infos

Halle
Bewegungshalle im Panorama – Foto: privat

Perfekt im Winter, wenn draußen alles nass ist. Man geht nass und klamm in die Bewegungshalle und trocknet windgeschützt während der Arbeit mit dem Pony, so dass man hinterher wieder trocken und aufgewärmt raus in die reale Welt stolpern kann.

 

Der Oval-Platz:

 

Ovalplatz
Ovalplatz 2018 – neuer Boden und „Naturtöltbahn“ außenherum – Foto: privat

 

Der hat sich inzwischen zu einem richtig schönen Reitplatz gemausert. Er bekam den alten Boden vom kleinen Reitplatz und ist seitdem richtig griffig zum Reiten. Hier haben wir ein paar Stangen und kleine Sprungständer deponiert, da kann ein bisschen Stangen-Gymnastik betrieben werden (Danke, an Dieter, der sich momentan dem Streichen von neuen Hinderniss-Stangen widmet). Man kann auch schön um den Oval-Platz herum reiten – das ist unsere „Töltbahn“ aus Naturboden.

Jetzt bin ich gespannt, wann wir unseren eigene kleine Trail-Wiese mit Wasser-Durchgang bekommen …. *hust* … Wunschliste an Johannes! 🙂

Zykloopenhof – Infos insgesamt und Rundgang – Werbung da Hofnennung.

Selbstreflexion und Dekolleté?

Kurs mit Stephan Vierhaus am Zykloopenhof

 

14. – 15. Juli 2018:

An diesem Wochenende hatten wir das Vergnügen, dass ein weiterer Kurs am Zykloopenhof mit Stephan Vierhaus stattfand. Von Jungpferd bis alter Hase waren ganz unterschiedliche Pferde mit dabei. Ein Jungpferd, das Tipps für die zukünftige Arbeit am Boden bekam, fünf Paso Finos, eine Araberstute und einen Ponymann. Schwerpunkt lag dieses Mal bei der Working Equitation und Stephan konnte für Jeden neue Denkanstöße geben, Wissen vermitteln und allen Teilnehmern ein gutes Stück weiter helfen. 

Es ist so wichtig auch einen Blick von „Außen“ auf das Pferd zu bekommen, das fängt übrigens schon beim richtigen Sattelgurt an. Einige von uns mussten direkt lernen, dass unsere Sattelgurte falsch verschnallt sind und die Ellbogengelenke unserer Pferde behindern. *Räusper* So simple Dinge können auch schon ein Grund für eine schlechte Laune beim Pferd sein. Und unsere Pferde erdulden ja sowieso schon heroisch viel menschliche Inkompetenz…

Versuchsaufbau Sonntag Morgen – unser Reitplatz – Foto: privat

Für mich war es der erste Kurs, in dem es nicht nur um das Reiten am Platz ging, sondern auch um die Bewältigung von Trail-Hindernissen. Und für mich persönlich gab es dieses Mal, neben einer ordentlichen Dekolleté-Bräune eine ordentliche Portion Selbstreflexion. Ich bin zu uneindeutig in meinen „Hilfen“ und ich neige dazu hektisch zu werden. Paso Fino reiten verleitet einen ja durchaus hektischer zu werden. Man lässt sich echt viel zu schnell vom Pferd anstecken. Ja, ich muss mir mehr Zeit lassen, erst nachdenken und dann eindeutige Hilfen geben und meine Denkmuster ändern (meist reicht schon die Vorstellung etwas zu tun aus). Jedenfalls deckt so ein Tor, eine Brücke oder eine Garrocha ganz gut sämtliche Schwachstellen in meiner Reiterei auf. 

Wir werden also wieder einmal mehr an der „Langsamkeit“ arbeiten – sprich vernünftiger Schritt und Biegen, Bremsen ohne das Pferd anzuhalten oder am Zügel zu ziehen – aber dem Pferd auch die Möglichkeit lassen, zum Beispiel die Brücke, selbständig zu bewältigen. Die reine Vorstellungskraft bewirkt da echte Wunder. Ich zögere an der Brücke unbewusst, da muss ich kompetenter werden. Ich muss mehr an meiner Körperhaltung arbeiten, Jacinto driftet nach links weg, weil ich schief sitze. 

Beim Drachenpony muss ich eindeutig mehr an der Hinterhand-Kontrolle arbeiten. Die Vorhand lässt sich super bewegen, aber die Hinterhand braucht mehr Koordination. Wir müssen daran arbeiten vernünftig an Tonnen oder Tore heran zu reiten. Resi neigt dazu die Hinterhand wegzudrehen, da muss ich eindeutiger werden. Also ganz viele Hausaufgaben! 

Selbstreflexion ist nötig! – Jacinto und ich im „Linksdrall“ – Foto: Yvi Tschischka

Diosa braucht konditionsbedingt auch wieder mehr Kraft in der Hinterhand und mehr Biegung. Dazu haben wir auch schöne Übungen bekommen. Diego war natürlich noch nicht dabei, aber er war mit Muttern zusammen auf dem Reitplatz und hat durch gutes Benehmen geglänzt. Außerdem haben wir an ihm das „Zigeunermaß“ ausprobiert und prophezeien, dass er ca. 137 cm groß wird. Ich bin gespannt, ob das so ungefähr zutrifft 🙂 

Auf jeden Fall hatten wir sehr viel Spaß und haben neue Freunde für die Übungen der Working Equitation gewinnen können. Außerdem ist ein Kurs super für die Stallgemeinschaft, weil alle längere Zeit zusammen verbringen, zusammen arbeiten und nachdenken und zusammen auch feiern, was wir mit einem schönen ersten Kurstag-Abschluss beim Italiener auch getan haben. Und unsere Stallgemeinschaft macht wirklich Spaß! Vielen Dank an Caro für das Organisieren dieses Kurses und vielen Dank auch, dass Du dafür gesorgt hast, dass wir nicht verhungern 🙂

Wir hoffen, nächstes Jahr wieder einen Kurs mit Stephan bei uns organisieren zu können und freuen uns schon auf neuen Input! 

Dach überm Kopf?

31. Dezember 2017:

Mir ist aufgefallen, dass ich Euch einen neuen wichtigen Teil vom Zykloopenhof noch gar nicht vorgestellt habe: Die „Bewegungshalle“! Es ist eines der neuen Gebäude und schon jetzt unser absoluter Lieblingsplatz im Winter.

Bewegungshalle – Foto: Sascha

Sie ist ein Platz, in dem man bei Wind und Regen und Dunkelheit mit seinem Pony gepflegt Trainieren kann. Sie heißt nicht Reithalle, weil sie keine schräge Bande hat und auch keine Standardmaße, aber das ist uns egal. Wir lieben sie jetzt schon. Sie ist luftig, hell, windfrei und trocken! Mehr brauchen wir nicht. Absoluter Luxus! Wir genießen es momentan total Weichei-Reiter zu sein und sind mehr in der Halle zu finden, als wo anders. Die Ponys finden es doof. Jetzt können die bekloppten Reiter also auch im Dunkeln gepflegt Ponys quälen. Unverschämtheit.

Bauphase – Sumpf testet. Oder ruht sich aus. – Foto: privat

Wie Ihr seht, ganz einfach konstruiert – eine Bergehalle, die umfunktioniert wurde als Reitgelegenheit. Als Grundstock Naturboden, nochmal feiner Erde-Kies-Gemisch verdichtet, Häcksel drüber und fertig war der Bodenbelag. Als Seitenwände dienen die allzeit beliebten und traditionellen OSB-Blatten.

Rohbau Bergehalle – Foto: privat

Hier noch mal der Rohzustand. Die kleine Tür im Hintergrund ist jetzt unsere Haupt-Eingangstüre. Die großen Schiebetore sind mit Holzplanken in Schienen zur „Bande“ umfunktioniert worden. Man kann sie also nach Belieben wieder entfernen und die Tore (und somit die Halle) für andere Dinge nutzen. Allerdings hoffe ich stark, dass die Halle für nichts anderes mehr benutzt wird 🙂

Licht, trockener Boden, vier Ecken – was braucht der Mensch mehr? – Foto: privat

Was die Größe betrifft – effektiv nutzbarer Raum: 14 x 20 Meter. Sie wirkt aber deutlich Größer. Und wie man sieht, kommen zwei Ponys einem darin richtig verloren vor!

Diätis in the Haus?

13. Oktober 2017:

Heute war am Zykloopenhof wieder „Einweihungsfeier“. Was heißt Feier …. es war eher unspektakulär, aber dafür toll für die Ponys. Die sogenannte „Diätis“-Gruppe hat heute ihr Strohbett bezogen. Es ist wieder ein Gebäude am Stall fertig geworden! Jetzt kann der Winter also kommen – die „Diätis“ haben  ein festes Dach über dem Kopf.

Der „Diätis“-Stall mit glücklichen Bewohnern 🙂 – Foto: privat

Das Ganze besteht aus Strohbett und einem „Nebenraum“. Der soll später Sattelschränke für die Pferde der Gruppe beinhalten und ein bisschen Lager. Die Feinarbeiten sind noch nicht abgeschlossen, aber Strohbett und die Anti-Matsch-Befestigung im Eingangsbereich der Pferde sind fertig.

Die Ponys haben also zwei Ein- oder Ausgänge, schön geschützt durch durchsichtige Lamellen-Vorhänge. Durch den oberen Teil der „Wand“ kann die Luft gut zirkulieren, die ist nämlich an beiden Seiten durchlässig.

Innenraum-Strohbett mit der ersten Bewohnerin – also Betten müssen sich die Ponys schon selber machen! 🙂  – Foto: privat

Vornedran ein schönes Sandpaddock, befestigt mit dick gerüttelter Schottergrundlage, alten Förderbändern und wie gesagt Sand drauf. Der gute Main-Sand. Wir sind gespannt, wie diese Kombi sich macht. Ein neuer Material-Mix sozusagen.

Förderbänder-Reloaded – Foto: privat

Johannes hat in den letzten paar Wochen ganz schön gebuckelt, um den Stall noch vor der ekeligen Jahreszeit fertig zu bekommen.

Rohbau noch vor einigen Wochen – Foto: privat

Zusammengefasst die Bauschritte: Beton-Bodenplatte – Grundgerüst – Wände drum herum – Dach.

Foto: privat

Funktioniert ungefähr so wie das Malen vom „Haus vom Nikolaus“ – könnt Ihr Euch noch an die Zeichnungen aus der Grundschulzeit erinnern? Nur den Stift nicht absetzen …. „…das ist das Haus vom Nikolaus….“ – Wer kann es noch malen? Und wer schafft zwei nebeneinander?

Ritter-Burg-Phase – Foto: privat

Zwischendurch sah es auch durchaus so aus, als ob es eine Ritterburg werden soll – aber wir erinnern uns: Es ist einfacher erst unten alles fertig zu machen, und dann alles schön bündig absägen und eben mal ein Dach drauf pappen …. Baustellen in Laien-Form einfach erklärt.

Cheffe steigt uns aufs Dach – Foto: privat

Und letztendlich sah es dann so aus: Cheffe aufm Dach – fertig! Noch ein bisschen Boden bearbeiten und fertig ist der neue Stall!

Wir sind gespannt, was Johannes als Nächstes fertig baut – ich persönlich hoffe ja auf baldige Fertigstellung einer Abfohlmöglichkeit für Frau Sumpf … *hust* *räusper* *chrmchrm* *dezenterwinkmitdemzaunpfahl* *hust* 🙂

Aber prinzipiell freuen wir uns über alles, was fertig wird. Ich denke mal demnächst gibt es erst noch ein bisschen mehr Licht, um alles auch im Winter gut versorgen zu können.

 

Shoppen in Grauen Wänden?

Juli 2017:

Es ist mal wieder Zeit für ein kleines Stall-Update – bzw. eher Shop-Update! Das mit dem Shop wird jetzt nämlich so langsam ernst. Wir erinnern uns: Im Winter haben die Bauarbeiter das Fundament und die Bodenheizung gelegt. Dann kam lange nichts als Regen, Sonne und Wind und im Juni hat sich dann wieder einiges getan. Somit fängt auch das letzte „Wiederaufbau“-Gebäude an langsam in Form zu kommen – der Paso-Shop!

Wir freuen uns! Ich hoffe ja auf einen kuschelig warmen Fußboden im Winter, dass ich zwischen zwei Ponys bei einem koffeinhaltigem Heißgetränk meine Latschen aufwärmen kann 🙂 … oder wahlweise im Sommer gut gekühltes Schöfferhofer Grapefruit süffeln kann (… kleiner Insider …)!

Shop von Innen – ohne Dach – Foto: privat

Es ist immer lustig zu beobachten, dass die Gebäude immer zuletzt erst das Dach aufgesetzt bekommen. Jedenfalls hatten es die Jungs nicht leicht in der ersten Hitzewelle auf der Baustelle. Respekt dafür.

 

Shop in Grau von außen. Das ist übrigens der Blick vom „unteren „Stall aus – Foto: privat

Auf jeden Fall wird es ein funktional-schönes Gebäude. Ich bin schon gespannt auf den Innenausbau 🙂

 

nochmal der selbe Blick, diesmal mit Dach 🙂 – inzwischen sind auch schon Fenster drin – Foto: privat

Blick hier wäre (v.l.n.r.): „Aufenthaltsraumtür“, 2 Toiletten-Türen, Lager- und Shop-Tür. Der Shop bekommt nämlich jetzt ein Lager und ein Büro. Mit ganz viel Licht. Und wie gehabt mit Blick auf die Männer-WG.

Von Drinnen, Shop-Raum, Blick auf Lager (noch Wandlos) und zukünftiges Büro (mit Fenster) – Foto: privat

Sieht doch schon mal fast gemütlich aus oder? Auf jeden Fall wollte ich Euch den Roh-Zustand schon mal zeigen. Schließlich kann das ja bei uns immer mal zwischendurch ganz schnell gehen!

 

„Innenausbau“ von der anderen Seite aus. – Foto: privat

Also drückt uns die Daumen, dass auch dieser Abschnitt bald reibungslos fertig wird! Ich bin mir sicher, es gibt eine Einweihungsfeier für alle, die live mit dabei sein möchten  … und ich hoffe noch in diesem Jahr! 🙂

 

 

Rentner-WG-Deluxe?

3. Juni 2017:

Gestern wurde total feierlich – also Tür auf, Pferde rein, Tür zu, in der Sonne rumgestanden, nix großartiges passiert … – die neue Rentner-WG eingeweiht. Die Rentner wohnen jetzt also da, wo früher der „untere“ Stall war. Also der Ur-Stall schlechthin. Passt ja zu den Rentnern. Die haben übrigens gestern ganz Unrentner-Typisch ganz schön rumgetobt in ihrem neuen Domizil. Von wegen Rentner und langsam machen und so. Jetzt möchte ich Euch einfach mal eine kleine Rundtour durch das Stallgebäude und den anschließenden Paddock Trail geben.

Fangen wir mit dem Stallgebäude an. Der Aufbau ist hier zu lesen. Aber seit April hat sich einiges getan.

Rentner-Strohbett – Zweigeteilt mit mehreren Flattervorhang-Ausgängen um Ruhe zu gewährleisten – Foto: privat

Wenn man das Stallgebäude der Rentner-WG betritt, sieht man rechts den Strohbett-Liegebereich mit Flattervorhang-Ausgang, hinten anschließend die drei Boxen, die als Krankheits-, Integrations- oder Tierarztbehandlungboxen genutzt werden können. An die Boxen wird sich nach draußen noch jeweils ein dazugehöriges befestigtes Paddock anschließen. Das ist aber noch nicht ganz fertig.

Die drei Paddock-Boxen (noch in der Bauphase) – Nobel oder? – Foto: privat

Dann gibt es den Durchgang zur Garage und daneben einen Raum, den ich Euch schon als provisorisches Klo vorgestellt habe. Aber dort wohnt auch noch die Elektronik für die Photovoltaik-Anlage und es ist ein bisschen ein Abstellraum/Futterraum. Dann folgt die Treppe zum Hof – Die finde ich einfach nur toll gebaut von Johannes. Auf der anderen Seite ist allerdings Baustellenbedingt noch kein Gegenstück. Also wir haben eine „Treppe zum Hof“, Hitchcock hat das „Fenster zum Hof“. Ok, schlechter Wortwitz-Alarm!

Treppe zum Hof mit Handlauf (und noch rumhängender Elektronik … :-)) – Foto: privat

Links sieht man dann auf zehn schöne Sattelschrank-Einheiten. Wieder mit Metall-Tür und schön Platz in ungefähr Magnum-Telefonzellen-Größe. Diesmal mit Belüftungsschlitz oben, was eine ziemlich coole Neuerung ist. Durch den Belüftungsschlitz kommt auch gut Licht in die kleinen Abteile, weil direkt über den Sattelschränken ist ein – wie sagt man dazu? – Fensterstreifen? – Äh …. Licht von Draußen!

Sattelschrankeinheit für ein Pferd – Foto: privat

Damit wäre der Rundgang innen abgeschlossen. Durch die Flattervorhänge kommt man draußen auf eine ebene Fläche mit Paddock-Platten und Kies, mit Blick auf die Gülle-Grube, die inzwischen halb mit Hollunder eingewachsen ist. Was sehr schön aussieht und dem häßlichen Trumm doch etwas Charme verleiht.

Blick nach draußen auf halbfertige Paddocks von den Boxen im Hintergrund und die Gülle-Grube. Ein Relikt aus uralten Zeiten. – Foto: privat

Draußen schließt sich ein Paddock-Trail an (ohne Kletterhügel …. bisher war kein Platz) mit logistisch super durchdachten Details am Futterplatz. Boden ist momentan feiner Kies auf Muttererde, bzw. Sand auf Muttererde, bzw. Paddock-Platten mit Kies am Futterplatz und vor dem Ausgang des Strohbetts. Ich bin gespannt, wie lange der Bereich rund um die Güllegrube bei Schmuddel- und Matsch-Wetter trocken bleibt, da ist nämlich grober Kies unter dem feinem Kies (Baustellenbedingt). Also auch wieder eine schöne „Belags“-Studie.

Blick vom Rentner-Stall (rechts) auf Güllegrube (mitte) und Bergehalle (rechts). Dieser Rote Schotter ist auch unter dem grauen feinen Kies im Paddock. Wer entdeckt den kleinen Schlupf am Eck? Dann brauch niemand Türen offen stehen lassen! – Foto: privat

Um die Güllegrube kann man herumlaufen. Dann schließt sich unten die Wiese an. Ringsherum geht der Trail, in der Mitte eine kleine Koppel und ein Regenwassersammelbecken. Es folgen noch ein Reitplatz!!!!! – der noch nicht fertig ist und die Futteranlage, die „Wendehammermäßig“ angelegt ist.

Trail zur Hausseite hin mit beheizbarer Selbsttränke, Sandwälzplatz im Hintergrund und dem Kies-Grasboden-Belag. Foto: privat

Hausseitig gibt es zukünftig auch was Besonderes für die Rentner. Eigentlich hat inzwischen jeder Trail so einen Betonblock stehen. Nur wohnt noch nichts darin. Das kommt noch.

Betonblock mit Rentner. – Foto: privat

Was könnte das wohl werden? … die Auflösung folgt irgendwann 🙂

Gitter-Beton – Foto: privat

Dieter hat jetzt bei allen Beton-Blöcken passgenau Gitter eingesetzt. Jetzt muss nur noch der „Inhalt“ rein, dann können die Ponys Kräuter naschen! Hups, jetzt hab ich es verraten ….. 🙂

Doch weiter zum Trail im Rentner-Stall:

Trailweg zum Futterplatz. Die Wiese rechts soll Reitplatz werden. Foto: privat

Der Clou am Trailweg zum Futterplatz: er ist „doppelt“, damit kein Pferd den Weg komplett blockieren kann, um rangniedrigere Pferde nicht durchzulassen. Steht der „Blödmann“ im Weg, geht das hungrige Pferd den Trail einfach anders herum und kommt trotzdem zum Essen.

Fressplatz-Wendehammer – Foto: privat

Ok. Das Foto ist etwas unübersichtlich. Aber es verdeutlicht wenigstens den Platz 🙂

Links Blick zur Straße mit Grünfutterstation. Die kann man praktisch von außerhalb bestücken. Quasi im Vorbeifahren. Mittig im Hintergrund das Dunkle ist das Roundpen. Vorher die drei Bäume sind praktische Raumteiler und eine ausgefuchste Möglichkeit Tore zu Schwenken, um an das Innere des Reitplatzes (rechts die Wiese) oder Trails mit dem Trecker ran zu kommen. Der Reitplatz bekommt nämlich nur einen normalen schmalen Zugang. Muss man mit größeren Maschinen rein, werden Tore geschwenkt. Die kann man praktisch an die Bäume „anklipsen“. Ziemlich praktisch oder?

 

Heuraufe – Foto: privat

Die überdachte Heuraufe kann ebenfalls super einfach von außerhalb bestückt werden. Sie bietet Schatten, Fressen und trockenes Stehen im Winter, weil ebenfalls Paddock-Platten rundum verlegt sind. Wenn das kein Rentner-Paradies ist, weiß ich auch nicht!

Die Heuraufe ist übrigens absichtlich mit Holz zu gemacht. Wir haben ja schon schlecht Erfahrungen mit Sicherheitsgittern gemacht.

Auf jeden Fall finden wir die Rentner-WG ist ziemlich gut gelungen. Wer bekommt da nicht gleich Lust mit einzuziehen? Apropos Einzug – Ein Herzliches Willkommen an unsere Neuzugänge!

 

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